Ich baue mir ein NAS - der 18TB Würfel

Thecus N3200Pro und das neue NAS

Einleitung

Ich hatte schon lange versprochen, Euch über den Ausgang des Aufbaus und die Teile meines neuen NAS zu informieren. Zuerst kurz zur Motivation. Bisher habe ich ein Thecus N3200PRO mit 3x 1TB WD-Green als RAID-5 im Einsatz. Da aber keinerlei Updates vom Hersteller mehr eintrudeln, es kein rsync kann, das NFS unzuverlässig ist und ich seit geraumer Zeit ein Fan von Filesystemen mit Prüfsummen bin (Thema Bitfäule), war eine Neuanschaffung unvermeidlich.

Nun hätte man wieder ein Thecus oder ein Synology oder so kaufen können, aber damit wäre ich wieder im Kerker der Hersteller gelandet. Nicht nur, dass man den Typ des Filesystems meist nicht wählen kann, die Updates sterben meist schnell und im Lichte der vielen Sicherheitsproblemen von Routern und NAS in den letzten Monaten, war mir etwas Zugeschlossenes zutiefst unsympathisch. Im Preis macht es sich auch nicht gross bemerkbar, oft sind die fertigen NAS sogar teurer.

Auf dem Bild rechts ist übrigens der weisse Würfel das neue Gerät und das kleine schwarze Ding auf ihm, ist das alte Thecus.

Wahl der Basis I

Zuerst habe ich mich nach Open Source NAS-Software umgesehen. Der Markt ist natürlich sehr gross, aber es gibt nur wenige Mitspieler, die schon länger und mit ausreichend Beachtung versehen sind. Natürlich hätte man auch ein Standard-Linux draufwerfen können und sich ein RAID zusammenschrauben, aber ich wollte etwas Komfort und nicht zu vergessen, was gegen Bitfäule.

Als Kandidaten standen also FreeNAS, NAS4Free, OpenFiler und Open Media Vault in den Startlöchern.

Kurz zur Bitfäule

Im Englischen "bit rot" genannt, ist das Phänomen, dass entweder durch sporadische, aber unbemerkte Fehler, einzelne Informationsbits kippen oder durch Lagerung einfach die Medien schwach werden und die Information nicht mehr vernünftig halten. Der letzte Punkt ist bei Festplatten nicht ganz so ein starker Faktor, wenn sie nicht die ganze Zeit im Schrank liegt, aber bei CDs ein Thema.

Bei Festplatten kann es passieren, dass auf der Festplatte nicht die Daten ankommen, die der Prozessor eigentlich ablegen wollte. Dummerweise merkt das niemand, da das Bit auf dem Weg von CPU zur physischen Platte irgendwo kippt. Das kann ein Software- oder ein Hardwarefehler sein oder einfach auch nur Zufall, weil bei unseren derzeitigen Computern, nur noch wenige Atome die Leiterbahnen bilden, die Spannungsniveaus extrem niedrig und die Geschwindigkeiten so stark gestiegen sind, dass wir teilweise an physikalischen Limits kratzen.

Also kann es passieren, dass beim Schreiben oder Lesen, einfach die Daten eine kleine Macke bekommen. Beim Lesen wäre es nicht weiter schlimm, wenn man es merken würde und nicht später die kaputte Information wieder zurückschreibt oder gar aufs Backup kopiert. In einem Video fällt das nicht auf, aber ein JPEG oder ein UTF-8 Text sehen dann schon richtig komisch aus. Ein schöner Artikel dazu ist Bitrot and atomic COWs: Inside "next-gen" filesystems.

Um dem Problem Herr zu werden, hat man Dateisysteme entwickelt, die sich dieses Problems durch Prüfsummen annehmen. Das Thema nennt sich Datenintegritätssicherung. Einfaches Praxisbeispiel. Wenn man Geld von A nach B bringt, dann zählt man es und verpackt es. Die Zählsumme wird unabhängig vom Geld transportiert oder gelagert. Wenn man das Geld braucht, dann zählt man zuerst nach und vergleicht es mit der Zählsumme. Stimmt es nicht, ist entweder Geld manipuliert worden oder die Zählsumme falsch gespeichert worden. Man kann also ein Problem melden. Wenn man jetzt noch die Zählsumme absichert, indem man sie z.B. als Kopie mit dem Geld transportiert, dann kann man ggf. sogar sagen, ob Zählsumme oder Geldbetrag falsch sind. Das ist natürlich ziemlich vereinfacht, aber so ungefähr geht es. Die Magie der Mathematik im Rechner kann sogar kaputte Daten anhand von Prüfsummen wieder zusammenstoppeln.

Wahl der Basis II

Es gibt nur wenige Filesysteme, die mit Bitrot umgehen können und das sind ZFS (FreeBSD), Btrfs (Linux), ReFS (Microsoft) und noch etwas von Netapp glaube ich, aber da ist kein rankommen. Nur ZFS und Btrfs sind frei verfügbar. Btrfs ist noch etwas frisch und so gehen die RAID-Level 5/6 noch nicht so prickelnd und keine grössere NAS-Distribution nutzt es. Damit ist Linux raus, weil ich mir kein Ext4 via Software-RAID antue. Da wäre ich nicht anders unterwegs als jetzt.

Also nur ZFS und damit sind wir bei FreeNAS und NAS4Free. Die beiden sind verwandt. Beide haben die gleichen Wurzeln, trennten sich aber irgendwann. Ich glaube, weil man über FreeNAS mehr liest, habe ich das gewählt.

Die Hardware

Es war klar, dass ich nix von der Stange kaufe werde, weil das System zuverlässig sein sollte, aber auch leise. Ich habe eine Weile gewühlt und gelesen und wollte schon fast etwas bestellen, da fiel mir noch auf, dass man ZFS nur mit ECC-Memory betreiben sollte, weil sonst der Sinn von ZFS und seiner Datenintegrität ad-absurdum geführt wird. Oder auf Deutsch, wenn der Hauptspeicher nicht merkt, dass er Mist baut, wie soll dann die Disk eine Chance haben, richtig zu liegen, schliesslich laufen alle Datenaktionen durch den Hauptspeicher.

Also zurück auf Los und nochmal. Dieser Haufen wurde es dann:

ASRock C2550D4I - Mainboard - Mini ITX

Das Motherboard wurde erwählt, weil es Mini-ITX als Formfaktor ist, die CPU inkl. passiven Kühlkörper bereits enthält und 12 SATA-Ports besitzt. 6 Ports hätten gereicht, aber da gibt es einfach keine Board mit ECC-Speicher Unterstützung.

Das Gehäuse, weil es kompakt und Mini-ITX ist, sowie Platz für 6 Platten hat. Der Speicher einfach mal, weil er ECC ist und 16GB, weil ZFS mindestens 8GB bekommen sollte. Der kleine USB-Stick ist quasi die Festplatte fürs FreeNAS und lebt dort. Steckt draussen dran. Ist so klein, dass nix abreissen kann. Das Netzteil hat seinen Job bekommen, weil es unter normalen Umständen seinen Lüfter nicht drehen lässt und eine hohe Energieeffizienz hat, zudem kann es 6 Platten mit Strom versorgen.

Platten

Eine NAS ist nichts ohne seine Platten. Damit man den gewünschten Ausfallsicherheitseffekt erzielt, sollte man nicht alle Platten vom gleichen Hersteller haben und nicht alle gleichzeitig, also quasi vom Band nacheinander kaufen. Aus diesem Grunde habe ich von drei Herstellern Platten gekauft. Jeweils als 3TB Modell und als NAS Variante. Leider habe ich bei der Hitachi nicht gesehen, dass sie eine 7200er Platte ist, also schneller dreht. Sie wird bis zu 5 Grad wärmer und macht deutlich mehr Lärm. Doofe Wahl, aber nun ist es zu spät.

NAS-Platten

Zusammenbau

Ich möchte mich hier nicht mit dem Zusammenbau aufhalten, weil ich eher nicht der Anleitungsschreiber bin. Nur als Tipp sei hier gesagt, dass 50cm SATA-Kabel teilweise zu lang sind und das Kabelset des Corsair extrem störrisch ist. Am Ende der Bauerei sind fast nur Kabel noch zu sehen und man muss sie echt clever legen, damit sie nicht dem Luftstrom im Wege sind oder irgendwo ständig anstossen oder reiben. Hier wäre eine bessere Kabellösung toll oder eventuell andere Kabel, die nicht flach, sondern rund sind.

Statistisches

Das gute Stück schluckt 3,5W, wenn es aus ist. Es gibt keinen harten Netzschalter am Gehäuse und so ist das Ding quasi lauschend. Angeschaltet sind es im Schnitt 65W, also nix für den 24x7 Dauerlauf zu Hause. Da sollte man eher 25W haben. Keine Ahnung, wo der grösste Verbraucher sitzt, ob es das Board mit CPU ist oder die Platten. Jedenfalls schwankt der Verbrauch auch bei Zugriff kaum.

Das Teil ist richtig schnell. Wenn ich via rsync Daten schreibe, dann sagt das Gigabit-Netzwerk, dass wir bei 800Mbit sind. Mehr geht fast nicht und da ist wohl eher mein Rechner die Grenze, als das NAS. Wenn ich versehentlich via WLAN aufs NAS gehe und loskopiere, dann ist in 10 min der WLAN-Router TP-Link TL-WDR4300 tot und braucht ein Reboot. Das läuft wohl was über. Wird Zeit, dass er ein OpenWRT bekommt. Fürchte mich noch vorm Kaputtflashen. Netzfirewall ist er ja nicht mehr, pfSense sei dank.

Von den 6x 3TB bleiben nach Einrichtung des RAID ca. 10,6 TB übrig. Ich habe kein RAID-5 genommen, sondern RAIDZ2, der Entsprechung von RAID-6. Ich kann damit zwei Platten verlieren, ohne das Daten verloren gehen... nun gut, bis dahin sollte man nicht kommen. Rechnerisch sind das also 6x3TB - 2x3TB = 12TB - Overhead der Prüfsummen.

Kleinigkeiten

Ich habe es leider nicht geschafft, die drei Lüfter im Gehäuse (kommen mit) via Motherboard geregelt zu bekommen. Ich habe dann auf die manuelle Regelung des Gehäuse (Schiebeschalter) zurückgegriffen. Es muss auf der mittleren Stufe laufen, da die beiden 7200er Platten sonst zu heiss werden. Die 5400er sind auch mit weniger Lüftung glücklich und dann hört man quasi die Lüfter nicht mehr, sondern nur noch die 7200er Platten.

Der Ruhestrom von 3,5W ist mir zu hoch, aber ich habe keinen Weg gefunden, ihn niedriger zu bekommen. Das Board scheint zu sehr zu lauschen, glaube eher nicht, dass es das Netzteil ist, was den Strom frisst. Das Board kann leider nicht weiter runterkonfiguriert werden aka Wake-up-on-Lan und C-States.

Am FreeNAS stört mich, dass die Bedienung etwas störrisch ist. Habe alles hingekommen, aber die Nutzerführung über den Navigationsbaum ist doof. Auch hätte ich gern mehr Statistiken zu den Platten und einen Dateibrowser. Aber, es ist trotzdem noch um Längen besser, als mein altes Thecus-OS und für die nächsten Versionen sind Veränderungen an der Bedienoberfläche versprochen.

Fazit

Natürlich ist Selbstbau und Open Source nicht jedermanns Sache, aber ich bin sehr zufrieden, von der falschen Wahl zweier Platten mal abgesehen. Es ist schnell, leise (auch wenn es noch leiser ginge), ich kann bei Bedarf Dinge tauschen und notfalls sogar das OS total ändern, ohne die Platten neu bespielen zu müssen.

Hardware programmiert

So, gerade habe ich einen ATTiny25V auf meinem Arduino Uno mit dem Blinksketch programmiert. Sieg! Erster Schritt zum ersten permanenten Hardwareprojekt aka ich baue eine Flackerkerze nach bzw. um genau zu sein, ich repariere die Tchibo-Flackerkerze.

Jetzt brauche noch einen Lötkolben, eine ruhige Hand und dann kann ich mir ein ATTiny-Programmierboard bauen, damit ich nicht jedes Mal ein Breadboard umbauen/aufbauen muss. Danach geht es an die erste Leiterplatte für die Kerze...

Und wer mit diesem Eintrag nix anfangen kann, kein Problem, ich zeige dann das fertige Objekt, sobald es leuchtet.

Wir basteln uns was aus Hardware - Arduino

Arduino Uno

Was macht man, wenn man sich gerade ein 18 TB NAS gebaut hat? Man bastelt weiter und zwar klein und fein. Ich probiere mich mal mit kleiner Hardware und viel mehr Einzelteilen aus. Ein Kollege aus den Staaten hat mich angefixt - Arduino heisst das Zauberwort.

Zwei dicke Bücher - Arduino Cookbook und Building Wireless Sensor Networks - liegen auf meinem Schreibtisch und dazu ein Starter-Kit... Lötkolben ahoi... aber erst später. Fernziel: Meine eigenen Wetterstation mit mehreren Sensoren für Innen und Aussen - Temperatur, Feuchte, Funkuhr etc.

P.S. Ich habe seit langem kein Produkt mehr gesehen, was mit so viel Liebe und Detailversessenheit zusammengestellt und verpackt wurde.

Kulturgut Rechner zu verschenken

Ich möchte meinen alten Desktop-Tower entsorgen, aber kann mich nicht zum Wertstoffhof aufraffen. Finde es zu schade, die guten Teile wegzuwerfen. Hier also die Einladung an alle Hardwarebastler und Recycler von Hardware (im Sinne von Wiederverwendung), sich dieser rechentechnischen Geheimwaffe zu bemächtigen.

Was gibt es für kein Geld?

  • A-Open Towergehäuse, 5x 5.25" Einschübe
  • AMD Athlon XP 2600+
  • 512 MB Memory
  • MSI NVidia GeForce FX5200 Grafikkarte
  • MSI ATX-Mainboard
  • Festplatte IBM 120GB, IDE
  • Festplatte Hitachi 320GB, IDE
  • LG 32x CD-RW
  • TSS DVD-Laufwerk, DVD-RW, DVD+R DL
  • 1,44" Diskettenlaufwerk (!)
  • USB, Ethernet und PS/2 sind an Board, sogar ein RS232-Printerport
  • Gehäuse ist gedämmt, Platten und Lüfter sind vibrations- und geräuscharm gelagert, Staubfilter für den Ansaugteil
  • leises Netzteil
  • bis auf die 120GB Platte haben alle Teile eine geringe Laufleistung, ich hatte immer auf Arbeit Rechner und Notebooks und habe wenig zu Hause gemacht

Wer Interesse an diesem Kulturgut hat und es gern bei mir abholen würde, der sei hier herzlichst zur Kontaktaufnahme aufgefordert. Ich bügele derzeit die Platten und werden ein Linux zum Booten aufspielen, den Rest kann jeder selbst machen. Er ist im Grundzustand fast geräuschlos, nur wenn man ihn ackern lässt, dann hört man ihn.

Es war sehr schön mit Dir

Wasserkocher Tefal Gold 212

Mach es gut mein Tefal Gold 212. Du hast mir 14 Jahre lang treu zur Seite gestanden. Jetzt wurdest Du aber an den falschen Stellen feucht. Schade! Leider stellt Dich Tefal nicht mehr her.

Unmoralisches Angebot

Ok, ich nehme so einen unmoralischen Wolkenserver, wenn es Engel dazu gibt. Aber bitte nehmt die doofen Brillen im Bett ab, ja?!

Gefunden in der aktuellen c't.

Wenn KD mal wieder...

Wenn Kabel Deutschland mal wieder schlechte Laune hat...

PING www.heise.de (193.99.144.85) from 95.91.XX.XX: 56 data bytes
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64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=1 ttl=246 time=12624.200 ms
64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=2 ttl=241 time=11766.557 ms
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64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=4 ttl=246 time=10134.192 ms
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64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=6 ttl=246 time=8439.245 ms
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64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=8 ttl=241 time=6494.075 ms
64 bytes from 193.99.144.85: icmp_seq=9 ttl=241 time=5503.020 ms

--- www.heise.de ping statistics ---
10 packets transmitted, 10 packets received, 0.0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 5503.020/9545.378/12804.275/2423.534 ms
Kabel Deutschland Quality

Gegen den Kalkschutz

Gegen den Schutz

Anti-Kalkschutz also... mmm.... es ist also gegen den Kalkschutz... naja, Kalkreiniger ist es ja auch, aber dann habe ich keinen Schutz mehr... verwirrend. Hatte ich je Kalkschutz und warum ist das Mittel dagegen? Ist Kalkschutz schlimm? Woher kommt Kalkschutz eigentlich und warum kann man nicht keinen Kalk und auch noch Schutz gegen Kalk haben? Fragen über Fragen.

Viel Zeit vergangen

Boote ich doch ein älteres Notebook und sagt es beim Update zu mir:

Fetched 168 kB in 213503982334601d 6h 59min 43s (0 B/s)

Kam mir überhaupt nicht so lange vor...

Einweg-Pfandflasche

Hin und her

Beim Betrachten einer Wasserflasche fiel mir dieses unlogische Wort auf: Einweg-Pfandflasche.

Man weiss zwar, was uns die Industrie hier verkauft, nämlich die Rücknahme einer Wasserflasche, die nicht wiederverwendbar ist. Nochmals Glückwunsch an den Unweltminister für diese ausgezeichnete Wendung des Schicksals und für den hervorragenden Ausnahmekatalog, der uns ausreichend identische Flasche ohne Pfand beschert. Pfand zu 8, 15 und 25 Cent. Was wirklich wiederverwendbar ist, hat wenig Pfandgeld, der Rest viel... ok... soweit dazu.

Pfand steht für Rücknahme, Einweg für keine Rücknahme... was ist dann also Einweg-Pfand? Ein Wort, dem die Logik seine Existenzgrundlage entzieht. Wie kann etwas zurückgenommen werden, wenn es nicht zurückkommen kann, da ja der Rückweg der zweite Weg ist?

Zweiwege-Pfandflasche würde es also eher treffen.

Cinnamon 2.2 on Ubuntu 14.04

Gerade Cinnamon 2.2 Nightly auf Ubuntu 14.04 installiert. Endlich wieder Effizienz. Ich konnte einfach mit der Gnome-Shell nicht mehr arbeiten... Sorry Jungs. Danke für die ganze Mühe, aber das mit dem neuen Gnome war nix und wird auch nix. Gibt bestimmt Fans, aber ich finde nicht zurück.

Danke Clement Lefebvre für Cinnamon. Gleich nochmal 10 Euro gespendet.

Buchkritik: Drohnenland

Buchcover - Drohnenland

8 Stunden hat es gedauert und ich hatte Drohnenland von Tom Hillenbrand durch. Zügig zu lesen, spannend und wohl näher an der künftigen Zukunft, als uns allen lieb sein kann.

Totalüberwachung, Computer zur Vorhersage von Straftaten (wir lassen Dich verschwinden, weil Du es wahrscheinlich tun wirst, nicht weil Du es getan hast), Drohnen überall, Datenbrillen sowieso. Der Geheimdienst ist extrem geheim und nicht überwacht. Die Niederlande steht komplett unter Wasser und Großbritannien verlässt die EU. Die USA sind bedeutungslos und wenige Großkonzerne haben die Welt im Griff.

Der Rest sei nicht verraten, aber ich mag das Buch und den Schreibstil. Lesenswert.

Open Source Firewall zwischengeschoben

Nach den vielen Sicherheitsproblemen mit Routern, Fritzbox-Hacks, NSA beeinflusster Netzwerktechnik und Angriffen gegen alles und jeden, habe ich mir eine zusätzliche Firewall gegönnt und zwar eine Open Source Firewall: pfSense. Dahinter steht ein FreeBSD System.

Damit das gute Stück sauber läuft und nicht viel Strom braucht, ist das ganze System auf einem PC Engines APU.1C4 installiert. Zur Installation brauchte ich noch ein USB-Serial-Kabel, weil das Teil keine Grafikkarte hat.

Vor der Installation hatte ich etwas Bammel. Hardware selbst zusammenbauen (ohne Löten), System ohne Grafikkarte installieren und dann auch noch FreeBSD, das etwas anders als Linux ist.

Mit gtkterm als Terminalapplikation war ruckzuck der Output der Hardware auf meiner Linuxmöhre. 10 min später lief das ganze Ding und ich konnte mich ins Webinterface einloggen. Nochmal 10 min später habe ich die Firewall zwischen Kabel Deutschland Modem und TP-Link WLAN-Router gesteckt und nun fühle ich mich besser.

Die Hardware braucht ca. 6 Watt und ist lüfter- und plattenlos. Keine Geräusche.

P.S. Wenn man einfach mal das Firewall-Log anschaut, dann kann es einem schon schaudern, welche IP-Adressen versuchen, auf das eigene Netz zuzugreifen. Eine Firewall dieser Art (nur grösser) wird wohl auch demnächst die Firewall in unserer Firma ablösen. Ich kann die proprietären Systeme nicht mehr sehen, die schon seit Ewigkeiten kein Update mehr bekommen.

Update: Ca. jede Minute versucht sich eine fremde IP an meinem Internetzugang.

Schnelldurchlauf

Hier der Schnelldurchlauf für Geeks. Von Ubuntu 12.10 auf 13.10 und dann auf 14.04 migriert. Hat fast zwei Tage gedauert, denn man kann nicht immer seinen Rechner bewachen, um jeder Ja-Nein-Frage sofort zu beantworten. Leider gibt es noch kein Cinnamon für 14.04, ich muss also mit Gnome Shell leben. Unity und Gnome haben mich erstmal hängen lassen. Irgendwas mit Compiz wollte nicht. Einmal alles weg und einmal alles drauf hat nix geändert. Jetzt habe ich Gnome Classic laufen... glaube ich zumindest. Ich kann mich nicht erinnern, welchen Menüpunkt ich ausgewählt hatte.

Die Kiste braucht jetzt weniger Strom, der Akku macht länger. Fixfoto habe ich gleich mit Wine zum Laufen bekommen und musste nicht über Crossover gehen. Die Lizenz verfällt dann wohl. UMTS ging auch gleich, VPN hat er auch nicht vergessen. Ton geht, Video geht.

Von der Qual mit dem Gnome Shell Dings mal abgesehen, bin ich wieder fit unterwegs. Mal sehen, was Multimonitor sagt. Update: Es geht natürlich nicht gut. Der angeschlossenen Monitor kommt manchmal nach einem Screensaver nicht mehr zurück. Man muss ihn erst abmelden und wieder anmelden. Abziehen und anstecken ist nur eine begrenzt gute Idee... eine X-Session ist weggeflogen.

Skype macht übrigens Probleme. Noch keine richtige Ahnung, was es ist. Mal geht es, mal geht es nicht. Alles andere mit Sound rennt wie Sau... ich glaube, das hier hilft Glitches, skips or crackling... mal beobachten.

Hühnerflug

Heute wird das Fliegen lustig. Ich habe einen Hühnerflieger. Jede Menge junge Mädchen fliegen für 9 Tage nach Deutschland in den Urlaub. Das habe ich von ihren Müttern erfahren, die besorgt hinterhergeschaut haben. Besser sind denken nicht darüber nach :) Von 20 Mädchen tragen übrigens 19 schwarze Yoga-Pants. Die Nummer 20 trägt die Dinger in Grau...

Ich sitze 50D und damit Gang, aber weit hinten. Hoffe, es wird trotz dem Fülle recht ruhig. Ich kann meinen Film hoffentlich zu Ende schauen, den ich auf dem Hinflug begonnen hatte. "Enders Game". Nicht der Kracher, aber ich hätte gern die Auflösung der Geschichte. Mir fehlen ca. 12 Minuten... bzw. mir fehlt der Ton dazu. Bild hatte ich.

Ich habe mir heute mal keinen Kaffee mehr geholt, zumindest keinen mit Koffein. Dazu einige Früchte, statt eines Sandwiches. Hoffe, dass ich damit besser schlafen kann und nicht wieder die Nacht wach bin. Ich gehe gleich nach einem Buch schauen, eventuell finde ich ja noch was zu lesen.

Ansonsten wird das Wetter in Boston genau dann schön, wenn ich in den Flieger steige. Die Woche war sehr frisch, gar frostig.

Achso, Buch war nicht. Der Buchladen am Terminal E in Boston hat zugemacht. Ist jetzt ein teurer Klamotten und Kosmetikschuppen.

Angekommen. Der Flug war heute wie vorausgesagt voll bis Anschlag. Ich habe beim Einsteigen heiteres Platztauschen mitgemacht, weil ein Paar gern zusammensitzen wollte. Das haben sie dann auch zum Dauerschnäbeln genutzt. Dabei bin ich leider auf einen Platz gerutscht, bei dem der Monitor kaputt war. Trotz 2x Rebooten und nettem Zureden blieb ich unterhaltungslos. Die Damen der Lufthansa haben sich sehr oft entschuldigt, mir einen Spiegel zum Lesen, eine Flasche Rotwein (zu) und ein Business-Class-Kulturbeutelchen gebracht. Ich habe es überlebt. Gibt Schlimmeres. Nach viel Lesen habe ich dann einige Minuten meinen Chinesisch-Sprachkurs gehört und mich später mit 2x "Wait Wait" von NPR über Wasser gehalten. Die beiden Folgen "Wait Wait" hatte ich mir vor Tagen schon mal runtergeladen. Achja, schlafen konnte ich natürlich nicht.

Auto habe ich (BMW X1 Automatik) und jetzt haue ich mir gerade ein Frühstücksbrötchen mit Camembert rein und dazu einen Café au Lait.

Frohe Ostern!