Buchkritik: A. Lee Martinez - Der automatische Detektiv
Der Roboter Mack hat den freien Willen entwickelt und kann deswegen ordentlicher Bürger in Empire City werden. Dazu arbeitet er momentan als Taxifahrer, solange seine Bewährungszeit läuft. Da wird er plötzlich in eine verzwinkte Geschichte hereingezogen, denn seine Wohnungsnachbarn sind plötzlich weg. Schritt für Schritt entdeckt er, dass er ein guter Detektiv wäre und gleichzeitig sogar Gefühle zur schönsten Frau der Stadt entwickelt, die sogar technophil ist...
A. Lee Martinez hat eine Welt mit Empire City geschaffen, die der pure ökologische Albtraum ist. Trotzdem ist alles nur auf Fortschritt und Streben ausgerichtet. Roboter sind normal, Mutanten sind normal und wenn es Säure regnet, dann geht mal halt nicht raus. Faszinierend zu lesen und man kann sich einfach die Hochhäuser, Auto und Menschen dazwischen gut vorstellen.
Das Buch wird mit "...strapaziert unsere Lachmuskeln aufs Äusserste." beworben. Dem kann ich leider nicht beipflichten, da viele Seiten mit reinen Schilderungen von Action gefüllt sind. Wieder und wieder rennt der Roboter durch Wände, fällt irgendwo runter oder prügelt sich mit Mutanten. Auch findet sich wenig detektivischer Spürsinn. Mack macht vieles mit brachialer Gewalt.
Fazit: Nett zu lesen, aber ich bin nicht auf eine Fortsetzung gespannt. Eine fantastische Welt, die mir gefällt, aber die Geschichte darin... weder Science-Fiction, noch Fantasy, aber auch keine Kriminalroman, wie ich zuerst erwartete. Kann man lesen, muss man aber nicht.
