Buchkritik: Andreas Eschbach - Ausgebrannt
In der letzten Zeit lese ich wie verrückt. Der Grund liegt wohl in meiner vielen Arbeit mit dem Rechner, so dass ich mich in meiner Freizeit nun wirklich nicht mehr davor glucken will. Diesmal war es wieder es wieder ein Buch von Andreas Eschbach - Ausgebrannt.
Eschbach beschreibt in seinem Roman ein realistisches Zukunftsszenario. Seine Hypothese: Saudi-Arabien kann nicht mehr ausreichend Öl mehr fördern, weil es das zuvor masslos übertrieben hat. Zudem ist das Land verschuldet und die Leute werden mit Geschenken ruhig gestellt. Ein Terroranschlag bringt die Welt aus dem Tritt und reisst alle in den Strudel des Niederganges. Jeder und alles ist von billigem Öl abhängig, unser gesamter Lebensstil ist es und auch ein Bio-Bauer kommt ohne Öl nicht weit bzw. seine Erzeugnisse nicht zum Verbraucher. In diesem Chaos sucht ein junger Deutscher seinen Traum vom Reichtum in Amerika.
Das Buch ist fesselnd geschrieben und ich hatte es nach einigen Tagen durch. Teilweise konnte ich es nicht aus den Händen legen und war auch drauf und dran, vor Panik in den Supermarkt zu rennen und Vorräte zu kaufen. Nicht zu vergessen, dass ich auch noch volltanken wollte. Interessanterweise fällt das Chaos aus dem Buch mit dem Chaos der Finanzkrise zusammen und machte die Sache unheimlich realistisch.
Fazit: Plausibel geschrieben mit einer gesunden Portion Spannung. Die Teile über die USA sind sehr interessant, weil meine eigenen Beobachtungen diese bestätigen. Natürlich ist eine ordentliche Portion Übertreibung hier und da dabei, aber das ist für die Spannung tut dem Realismus keinen Abbruch.
Einzig zum Ende hin wird Eschbach wieder zu schnell und hetzt durch die Ereignisse. Aber das habe ich schon in Eine Billion Dollar beobachtet. Offensichtlich werden seine Bücher sonst zu dick oder nicht fertig ;)

Christian
Rene99
towbson
zur finanzkrise
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Isabelle
Rene