Buchkritik: Sergej Lukianenko - Sternenspiel
Vor einiger Zeit habe ich Sergej Lukianenko's Weltengänger verschlungen. Was lag also näher, sich ein weiteres Buch von ihm zu Gemüte zu führen. Doch diesmal geht es nicht in Parallelwelten, sondern in die Zukunft der Erde und in den Weltraum.
Die Menschheit hat sich auf in den Weltraum gemacht und handelt mit Ausserirdischen. Dank eines Überlichtantriebes, Jump genannt, können die Menschen schnell zu entfernten Planeten reisen. Den Ausserirdischen ist diese Technologie nicht vergönnt. Auf der Erde ist fast alles wie jetzt auch. Astronauten und Kosmonauten sind Elite, wir haben unser Klima durch viele Raketenstarts versaut, alles in allem leben wir aber noch.
Der Kosmonaut Pjotr Chrumow ist jung und lässig. Auf dem Nachhauseweg von einem entfernten Planeten versteckt sich ein Zähler, ein Ausserirdischer, auf seinem Schiff. Plötzlich gerät Pjotr in die Ränkespiele um die galaktische Macht und die Zukunft der Menschheit liegt in seiner Hand.
Lukianenko schreibt spannend ab der ersten Seite. Er schildert eine faszinierende Zukunft, ohne sie zu glorifizieren, denn die Menschheit scheint nicht klüger zu sein, nur weiter reisen zu können. Allein seine Schilderungen des russischen Alltags der Zukunft sind jede Minute mit dem Buch wert.
Ab der Hälfte des Buches wird es plötzlich schwerer und langatmiger. Die Erzählperspektive ändert sich und man ist verwirrt... wie der Held des Buches. Bevor man sich zurechtfindet, ist das Buch zu Ende... aber Hilfe naht. Im August 2009 wird die Geschichte im Buch Sternenschatten fortgesetzt und mir hoffentlich einige Fragen beantworten.
Fazit: Sternenspiel ist klassischer Science-Fiction und das ist auch gut so. Das Buch ist ausserordentlich lesenswert, auch wenn zum Schluss nicht alle Fragen beantwortet werden und man sich doch etwas hingehalten fühlt. Ich habe den Wälzer in drei Tagen bewältigt, da er so fesselnd war.

Roman
Rene
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