Buchkritik: Sergej Lukianenko - Weltengänger
Auf das Buch Weltengänger von Sergej Lukianenko hat mich der Zufall gebracht, denn es war ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter. Bisher war russischer Science Fiction oder diesem Fall wohl eher Phantastik, etwas zu trocken und langatmig für mich. Nicht falsch verstehen, aus den osteuropäischen Ländern kommt hervorragendes Lesematerial, aber ich habe mich nicht rangetraut, da ich etwas durch die gewaltigen Bücher des Stanislaw Lem abgeschreckt war. Quasi ein traumatisches Erlebnis meiner Jugend. Deswegen war ich sehr überrascht, wie leicht und amüsant sich das Buch Weltengänger lesen liess.
Eines Abends kommt Kirill Maximow von seiner Arbeit nach Hause und in seine Moskauer Wohnung lebt eine fremde Frau. Sie behauptet felsenfest, dass sie schon lange dort lebt. Niemand scheint Kirill mehr zu kennen, ausser seinem besten Freund, aber Stück für Stück verblassen auch seine Erinnerungen. Da bekommt Kirill abends einen mysteriösen Anruf, der ihn zu einem altem Wasserturm lockt. Am nächsten Morgen beginnt sich alles um ihn herum zu ändern und ehemals verschlossene Türen öffnen sich. Plötzlich hat Kirill auch einen neuen Beruf - er ist nun Zöllner an einer Grenze, die kaum jemand kennt und nur die wenigsten begreifen.
Mehr sei jetzt nicht mehr verraten, denn dann wäre die Spannung weg und die teilweise verwirrenden Wendungen wären nur noch halb so schön.
Fazit: Weltengänger ist fantastische Kost, die sich verschlingen lässt. Der Autor zieht einen förmlich in die Welt des Kirill Maximow. Man hetzt mit ihm durch die dunklen Strassen von Moskau, versteckt sich vor der Polizei und quält sich mit ihm durch die Mühlen der russischen Bürokratie. Fantastischer Science Fiction vom Feinsten.
crosa
Rene99
Mix
Hatte mit Wächter dr nacht angefangen und mich dann so richtig in die Reihe reingescmökert. Wirklich Tolle SF!
Mix
Nicki
drwatson32
Letztes gelesenes Buch von L.: "Sternenspiel" - genial! Hier ist allerdings der zweite Teil, "Sternenschatten", absolut erforderlich, denn der erste Band lässt einen mitten drin hängen... der zweite erscheint im August.