Das R-Wort
Es gibt das F-Wort und es gibt das R-Wort. Die beiden Wörter sollte jede Staatsmann tunlichst vermeiden. Leider nehmen jetzt alle das R-Wort in den Mund. Es macht Spass Schwarzzumalen, ich mache es ja auch gern, aber ich glaube man sollte damit vorsichtig sein, denn das R-Wort bewahrheitet sich bei Anwendung selbst.
Wenn man also über eine Rezession spricht, dann fangen alle an, sich auf eine Rezession vorzubereiten, da sich alle vorbereiten, kommt auch eine Rezession. F..., was ist eine Rezession überhaupt?
"Die Rezession (Abschwung, kontraktive Phase) bezeichnet die Konjunkturphase, in der eine Stagnation bis hin zum Abschwung der Wirtschaft auftritt. Nach der meistverbreiteten Definition liegt eine Rezession vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorjahresquartalen nicht wächst oder ein Rückgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt). Eine Rezession hat üblicherweise Kursverluste an der Börse zur Folge. Verschärft sich eine Rezession oder kommt es zu einer längeren kontraktiven Phase, spricht man von Depression." (Wikipedia)
Mit wenigen Worten: Wir stellen weniger her, wir verkaufen weniger, wir haben weniger Arbeit und die Preise sinken, aber keiner kauft = Rezession.
Man kann eine Rezession lange hinausschieben, wenn an über seine Verhältnissen lebt, aber eintreten wird sie immer irgendwann mal. Also auch mit Krediten auf Jahre und an jeden macht es irgendwann mal Bumm! Genauso geht es uns jetzt. Witzigerweise ist Deutschland gerade erst aus einer Teilrezession raus, denn wir hatten lange Zeit kaum Wachstum und wachsende Arbeitslosenzahlen, aber steigende Preise. Die steigenden Preise zeigen an, dass es keine echte Vollrezession war.
Es gibt halt trockene Jahre und besonders nasse, aber meist ist das Klima prima. Also nicht verrückt machen lassen.
Towbson
Watson