Domgemälde - HDR versus Standardbild
Vor einigen Tagen habe ich verzweifelt versucht, Euch das HDR-Prinzip zu erklären. Leider war das genutzte Beispiel nicht der Knüller, so dass ich heute ein Bild aus dem Erfurter Dom nachreichen möchte, dass hoffentlich den Vorteil des dosierten HDR-Technik-Einsatzes verdeutlicht. Bitte nicht vergessen, dass Ihr hier nicht das echte HDR-Bild seht, sondern die Abbildung auf den Monitor-Farbraum. Wer mag, darf auch gern mit mir streiten und es gleich DRI nennen.
Als Vergleich füge ich das Originalbild aus der Belichtungsreihe an, dass die Kamera als optimale Belichtung bestimmt hatte. Ich denke man sieht, dass das Zusammenfügen von mehreren Bildern zu einem neuen Bild durchaus Vorteile bringt, sofern man den anschliessenden Prozess des Tonmapping nicht übertreibt.
Bitte beurteilt selbst, ob der technische Trick das Bild verbessert oder entstellt hat. Anmerkungen willkommen.
wiemi
Kann allerdings auch daran liegen, dass ich grundsätzlich bei eher dunkleren Farbkompositionen/Licht den Kontrast als besser empfinde...
In welchem Dateiformat werden die Originalbilder "geschossen"?
Watson
Rene99
Mal im neuen Jahr probieren.
@wiemi: Die Originale sind RAW+JPEG. Das HDR ist aber von den JPEGs gezogen, da mein HDR-Programm (qtpfsgui) die Canon 40D-RAWs noch nicht lesen kann. Macht insgesamt kaum einen Unterschied. Mir fehlt dafür dann noch der gute kalibrierte Monitor.
Rene99
Thomas
@Rene: Klasse geworden! Wieviel Aufnahmen hast du gemacht, bzw. dann verwendet.
Rene99
CountZero
wenn man ne HDR software hat, die mit dem raw-container der cam nix anzufangen weiß, nimmt man ein ordentliches capture-programm und konvertiert erstmal nach 16bit-tiff - das kann eigentlich jedes HDR-tool, das ich kenne. der rest is dann wie mit den JPGs verkaspert.
emily
ist auf jeden fall interessant, wie man fotos "manipulieren" kann.
Thomas Schewe
Den einzigen Gewinn, den ich dem HDR abgewinnen kann, sind die hier sichtbaren Strukturen in den Fenstern.
Ich tendiere aber so wie wiemi eher zu dunkleren Bildabstimmungen.
Rene99
@emily: Ich finde, dass das HDR einen höheren Raumeindruck und mehr Höhe vermittelt...
@CountZero: Ich probiere die Dinger gern noch mit RAW-Material aus, aber ich glaube mich zu erinneren, dass bisher das Endergebnis nie gross anders war, da ja wieder ein Mapping auf 8Bit stattfindet und dort die meiste Dynamik draufgeht. Lässt man es als echter HDR und verarbeitet es weiter, dann ist es natürlich klar.
asdfghjkl
Weil ich erstaunt bin, dass auf dem HDR-Bild die Touris doch recht scharf sind.
Oder sucht sich die HDR-Software bei bewegten Teilen eine "Version" von einem Bild aus?
Rene99
Wie man im Vergleich zum normalen Bild sieht, wird beim Zusammenrechnen der ein oder andere Touri wegoptimiert. Das passiert, wenn er nur auf einem Bild ist und nicht auf allen drei...
Thomas Schewe
Meine JPGs jage ich auch vorher noch durch meine Bildnachbearbeitung (DxO), aber nur um Objektivschwächen glattbügeln zu lassen; keine Anpassung von Helligkeit, Kontrast oder Sättigung.
Wenn ich RAWs nutzen würde, würde ich es genauso handhaben.