Fourth of July - Der Unabhängigkeitstag der USA
So, heute löse ich mal meine Schulden bei Euch ein und berichte, wie schon lange versprochen, über den 4. Juli in Boston. Bei ausreichender Allgemeinbildung sollten sich die Worte 4. Juli und USA im Kopf zum Begriff amerikanischer Nationalfeiertag - Independence Day - vereinen.
Der amerikanische Nationalfeiertag ist einer der wenigen Feiertage in den USA, der an dem Tag begangen wird, an dem er stattfindet. Die meisten Feiertag werden immer aus praktischen Gründen auf einen Montag verlegt. Da die Amerikaner ihren Nationalfeiertag etwas mehr würdigen als wir Deutschen unseren, war ich also ausreichend gespannt auf die Feierlichkeiten und die damit verbundene Reise- und Shoppingwelle.
Der Tag selbst wurde selbstverständlich mit großem Tamtam angekündigt. Im Fernsehen liefen Werbespots für Autosonderangebote und Independence Day Sales-Events. Ansonsten hat selbstverständlich jeder Amerikaner einen gefragt, was man denn so an diesem Tag macht. "Ich will mit das Feuerwerk in Boston anschauen." Dieser Satz hat für ein großen Ah-Toll und Ah-Super gesorgt. Das Wochenende vor dem 4. Juli, der dieses Jahr zufällig auf einen Montag fiel, war bereits mit Vorfeiern, Paraden und Feuerwerken angefüllt. Jede Stadt und Gemeinde scheint hier die andere beeindrucken zu wollen und macht es größer und bunter als die andere.
Boston ist allgemein als DAS Feuerwerk und DIE Feier bekannt. Die Boston Pops - America's Orchestra spielen jedes Jahr am Ufer des Charlesriver in der Hatch Shell, einer Freilichtbühne und dazu gibt es dann ein großes Feuerwerk über dem Fluss.
Es war also gebongt, dass wir da unbedingt hin müssen. Wann hat man schon mal die Gelegenheit Kultur und Gepflogenheiten eines anderen Landes kennenzulernen und welcher Tag ist da besser geeignet als der Nationalfeiertag?!
Wir sind also am 4. Juli mit dem Commuter Train nach Boston reingefahren, weil es mit dem Auto auch ohne Nationalfeiertag ein Problem ist. Also nix wie in den Zug, 3,75 Dollar fürs Ticket gelöhnt und los. In Boston haben wir dann noch Kollegen getroffen und sind zum Quincy Market, wo schon einige Feierlichkeiten liefen bzw. Menschenmassen versammelt waren.
Es gab jede Menge Veranstaltungen zur Geschichte der USA und wir haben keine davon besucht Wir haben uns nur den Menschenauflauf und die Straßenkünstler angesehen. Zusätzlich haben wir uns noch was Nettes hinter die Kiemen gehauen. Dabei habe ich auf eine Anpassung an nationale Gepflogenheiten geachtet und mir ein Hotdog gegönnt.
Nach reichlich Vorwarnungen, dass es eigentlich überhaupt keine gute Idee ist, direkt an den Charlesriver zu gehen und sich in der Nähe der Hatch Shell niederzulassen, haben wir es doch getan. Die Empfehlung hiess eigentlich, dass man auf die andere Flussseite gehen sollte (Cambridge-Ufer), weil auf dem Gelände des Esplanade (so heisst der Grünstreifen am Fluss), mehr als voll sein würde.
Da wir ja wissen, dass die Amerikaner zu Übertreibungen neigen (6 Stunden wird die Bootsfahrt dauern, wir habe es in 3h 40min gemacht), haben wir also alle Warnungen in den Wind geschlagen und uns ins Getümmel gestürzt.
Die Anreise, also der Fussmarsch zum Esplanade, liess uns schon die Menschenmassen erahnen. Die Strassen waren abgesperrt, so dass man direkt über den Stadthighway laufen konnte. Den Weg säumten unzählige Polizisten und jede Menge Männer in Uniform, offensichtlich Leute der Nationalgarde. Als wir dann halb 7 endlich am Fluss waren und eigentlich dachten, ziemlich zeitig zu sein, begrüssten uns schon 300000 Leute. Es war kein Platz mehr! Alle Wiesen besetzt mit Decken, Stühlen und Picknickzubehör. Der Einheimische ist also schon am Vormittag angereist. Das Konzert sollte übrigens um 8 beginnen und das Feuerwerk um 10!
Zuerst ging es an Fressbuden vorbei, dann an 200000 Leuten, bis wir nen Platz erspäht hatten. Dieser Platz war eigentlich kein Platz im herkömmlichen Grass-und-Wiesen-Sinne, sondern wir haben uns am Ufer einfach noch einen Teil des hohen Gestrüpps niedergetrampelt. Vorher mussten wir aber über jede Menge Amerikaner klettern, die sich schon am Ufer langgemacht hatten.
Am ganzen Ufer waren Lautsprecher aufgestellt, so dass man die Pops auch hören konnte. Um 8 ging es dann auch los. Nationalhymne, Countrymusik, Marschmusik, amerikanische Klassiker und die Titelmusik zu StarWars. Unterbrochen von einigen Werbepausen von CBS, die das Konzert live übertragen haben. Gottseidank mussten wir die Werbung nicht ertragen, denn für die Leute am Ufer duddelte dafür ein Band mit Musik.
Aber wir hatten auch unsere Werbung, denn über uns hing permanent ein Luftschiff - der Goodyear-Blimp und hat mit grosser Laufschrift Sprüche und Werbung unter das Volk gestreut. Dazu kreuzten noch einige Flugzeuge mit Reklame-Bannern im Schlepptau den blauen Himmel.
Jedenfalls hat die Nationalhymne beeindruckt, denn das Ufer hatte mittlerweile ca. 500000 Leute gesehen und alle standen auf und legten ihre Hand aufs Herz und sangen mit. Man stelle sich sowas mal in Deutschland vor. Wer kann schon den Text bei uns? Ausserdem fühlt man sich als Deutscher immer irgendwie peinlich berührt, wenn die deutsche Hymne läuft, denn schließlich ist sie kastriert, weil der deutsche Traum vom Raum nicht mehr ganz ins Bild passt. Mir hätte ja eine neue Hymne im Zuge der deutschen Einheit gefallen, aber naja...
Pünktlich zum Ende der Hymne flogen vier F-15 Kampfjets eine Formation im Tiefflug über die Leute und die Masse tobte vor Begeisterung. Ich habe noch nie jemanden so begeistert Kampfflugzeuge feiern sehen und hören. Der gemeine Deutsche fühlt sich beim Anblick der Bundeswehr wohl eher peinlich berührt und nicht mit Stolz erfüllt. Überflüge gehören übrigens bei Großveranstaltungen immer zum Programm, genauso wie die Nationalhymne. Die Piloten selbst freuen sich auf diese Aufgabe und fühlen sich sehr geehrt, wenn sie diesen Überflug machen dürfen.
Die Pops waren nicht schlecht, wenn auch nicht atemberaubend. Es lag wohl daran, dass viele amerikanische Klassiker gespielt wurden, die kein Deutscher kennt und die nicht direkt mit Beethovens Neunter zu vergleichen sind. Mir hat aber die Maxiversion von StarWars gefallen, Mir war noch nie aufgefallen, dass es ja für ein grosses Orchester komponiert wurde und dann auch sehr episch klingt.
Bevor dann endlich das Feuerwerk losging, war erstmal Labern angesagt. Mehr als eine halbe Stunde, wenn nicht sogar noch deutlich mehr, haben sich Reporter und irgendwelche Leute zum Abend ausgelassen. "Awesome!", "Boston is the place to be.", "Hello Boston!", "Terrific." und soweiter. Es war jedenfalls der Teil, der bei uns zum typischen Kopfschütteln geführt hat. Zusätzlich wurde noch betont, dass eine große Versicherung Prudential, das Feuerwerk sponsert und es 25min lang sein wird, so lang wie noch nie und es wird komplett werbefrei sein...ich habe mir dann echt versucht vorzustellen, wie ein Feuerwerk mit Werbeunterbrechung aussehen mag. Es ging wohl um die Fernsehaustrahlung, die sonst alle 10-15min von einem Werbeblock unterbrochen wird. Ich war in diesem Fall der Versicherung für das Sponsoring sehr dankbar, dann ein Feuerwerk in zwei Teilen scheint mir sehr frustig zu sein.
Nach weiteren Begeisterungsbekundungen ging dann auch endlich das Feuerwerk los und nur dafür waren wir ja gekommen, dann es sollte das grösste und beste Feuerwerk weit und breit sein. In der Mitte des Flusses war ein riesiger Kahn vertäut und von dort aus wurde das Pulver verschossen. Zum Feuerwerk lief Musik vom Band, passend dazu dann die Lichteffekte.
Ich fand es sehr schön, denn ich habe einige Sachen gesehen, die mir unbekannt waren. So z.B. Muster im Himmel wie Würfel. Es war sehr farbenfroh und man hat sich nicht lumpen lassen. Einige von den Deutschen waren weniger begeistert, eigentlich enttäuscht. Ich denke, es liegt einfach daran, dass hier alles vorher in den Himmel gelobt wird und dann recht normal ist. Sowas kennt der Europäer halt nicht.
Die Abreise nach dem Feuerwerk war ein Geduldsspiel, denn wenn 500000 Leute von einer Halbinsel runter wollen und dazu über kleine Brücken müssen, dann ist wohl ein Stau mehr als vorprogrammiert. Ich hatte am Anfang schon meine Zweifel, ob wir den Zug zurück bekommen werden, denn der fuhr bereits 45min nach dem Ende des Konzerts und es war der letzte Zug!
Logischerweise haben wir 25min von der Insel runtergebraucht und weitere 10min zur U-Bahn und nochmal 15min in der vollen U-Bahn bis zum Bahnhof Northstation. Macht also eine Differenz von 5min. Mit uns zusammen haben weitere Menschen geflucht und den letzten Bahnangestellten, der übrigens keine Ahnung hatte und mehr als dumm geschaut hatte, beschimpft. Tja, so mussten wir dann 40 Dollar für ein Taxi ausgeben und dann auch noch 11 Dollar für den Parkplatz am Bahnhof. Kein Wunder, dass das Nahverkehrssystem keine Begeisterungsstürme auslöst und von nur wenigen Leuten genutzt wird. An einem Feiertag mit 500000 Leuten als Besucher fährt der letzte Zug um 11:45 Uhr!!!
Fazit: Schönes Konzert, tolles Feuerwerk, Scheisse viel los und mal das Nationalfest kennengelernt.
Der amerikanische Nationalfeiertag ist einer der wenigen Feiertage in den USA, der an dem Tag begangen wird, an dem er stattfindet. Die meisten Feiertag werden immer aus praktischen Gründen auf einen Montag verlegt. Da die Amerikaner ihren Nationalfeiertag etwas mehr würdigen als wir Deutschen unseren, war ich also ausreichend gespannt auf die Feierlichkeiten und die damit verbundene Reise- und Shoppingwelle.
Der Tag selbst wurde selbstverständlich mit großem Tamtam angekündigt. Im Fernsehen liefen Werbespots für Autosonderangebote und Independence Day Sales-Events. Ansonsten hat selbstverständlich jeder Amerikaner einen gefragt, was man denn so an diesem Tag macht. "Ich will mit das Feuerwerk in Boston anschauen." Dieser Satz hat für ein großen Ah-Toll und Ah-Super gesorgt. Das Wochenende vor dem 4. Juli, der dieses Jahr zufällig auf einen Montag fiel, war bereits mit Vorfeiern, Paraden und Feuerwerken angefüllt. Jede Stadt und Gemeinde scheint hier die andere beeindrucken zu wollen und macht es größer und bunter als die andere.
Boston ist allgemein als DAS Feuerwerk und DIE Feier bekannt. Die Boston Pops - America's Orchestra spielen jedes Jahr am Ufer des Charlesriver in der Hatch Shell, einer Freilichtbühne und dazu gibt es dann ein großes Feuerwerk über dem Fluss.
Es war also gebongt, dass wir da unbedingt hin müssen. Wann hat man schon mal die Gelegenheit Kultur und Gepflogenheiten eines anderen Landes kennenzulernen und welcher Tag ist da besser geeignet als der Nationalfeiertag?!
Wir sind also am 4. Juli mit dem Commuter Train nach Boston reingefahren, weil es mit dem Auto auch ohne Nationalfeiertag ein Problem ist. Also nix wie in den Zug, 3,75 Dollar fürs Ticket gelöhnt und los. In Boston haben wir dann noch Kollegen getroffen und sind zum Quincy Market, wo schon einige Feierlichkeiten liefen bzw. Menschenmassen versammelt waren.
Es gab jede Menge Veranstaltungen zur Geschichte der USA und wir haben keine davon besucht Wir haben uns nur den Menschenauflauf und die Straßenkünstler angesehen. Zusätzlich haben wir uns noch was Nettes hinter die Kiemen gehauen. Dabei habe ich auf eine Anpassung an nationale Gepflogenheiten geachtet und mir ein Hotdog gegönnt.
Nach reichlich Vorwarnungen, dass es eigentlich überhaupt keine gute Idee ist, direkt an den Charlesriver zu gehen und sich in der Nähe der Hatch Shell niederzulassen, haben wir es doch getan. Die Empfehlung hiess eigentlich, dass man auf die andere Flussseite gehen sollte (Cambridge-Ufer), weil auf dem Gelände des Esplanade (so heisst der Grünstreifen am Fluss), mehr als voll sein würde.
Da wir ja wissen, dass die Amerikaner zu Übertreibungen neigen (6 Stunden wird die Bootsfahrt dauern, wir habe es in 3h 40min gemacht), haben wir also alle Warnungen in den Wind geschlagen und uns ins Getümmel gestürzt.
Die Anreise, also der Fussmarsch zum Esplanade, liess uns schon die Menschenmassen erahnen. Die Strassen waren abgesperrt, so dass man direkt über den Stadthighway laufen konnte. Den Weg säumten unzählige Polizisten und jede Menge Männer in Uniform, offensichtlich Leute der Nationalgarde. Als wir dann halb 7 endlich am Fluss waren und eigentlich dachten, ziemlich zeitig zu sein, begrüssten uns schon 300000 Leute. Es war kein Platz mehr! Alle Wiesen besetzt mit Decken, Stühlen und Picknickzubehör. Der Einheimische ist also schon am Vormittag angereist. Das Konzert sollte übrigens um 8 beginnen und das Feuerwerk um 10!
Zuerst ging es an Fressbuden vorbei, dann an 200000 Leuten, bis wir nen Platz erspäht hatten. Dieser Platz war eigentlich kein Platz im herkömmlichen Grass-und-Wiesen-Sinne, sondern wir haben uns am Ufer einfach noch einen Teil des hohen Gestrüpps niedergetrampelt. Vorher mussten wir aber über jede Menge Amerikaner klettern, die sich schon am Ufer langgemacht hatten.
Am ganzen Ufer waren Lautsprecher aufgestellt, so dass man die Pops auch hören konnte. Um 8 ging es dann auch los. Nationalhymne, Countrymusik, Marschmusik, amerikanische Klassiker und die Titelmusik zu StarWars. Unterbrochen von einigen Werbepausen von CBS, die das Konzert live übertragen haben. Gottseidank mussten wir die Werbung nicht ertragen, denn für die Leute am Ufer duddelte dafür ein Band mit Musik.
Aber wir hatten auch unsere Werbung, denn über uns hing permanent ein Luftschiff - der Goodyear-Blimp und hat mit grosser Laufschrift Sprüche und Werbung unter das Volk gestreut. Dazu kreuzten noch einige Flugzeuge mit Reklame-Bannern im Schlepptau den blauen Himmel.
Jedenfalls hat die Nationalhymne beeindruckt, denn das Ufer hatte mittlerweile ca. 500000 Leute gesehen und alle standen auf und legten ihre Hand aufs Herz und sangen mit. Man stelle sich sowas mal in Deutschland vor. Wer kann schon den Text bei uns? Ausserdem fühlt man sich als Deutscher immer irgendwie peinlich berührt, wenn die deutsche Hymne läuft, denn schließlich ist sie kastriert, weil der deutsche Traum vom Raum nicht mehr ganz ins Bild passt. Mir hätte ja eine neue Hymne im Zuge der deutschen Einheit gefallen, aber naja...
Pünktlich zum Ende der Hymne flogen vier F-15 Kampfjets eine Formation im Tiefflug über die Leute und die Masse tobte vor Begeisterung. Ich habe noch nie jemanden so begeistert Kampfflugzeuge feiern sehen und hören. Der gemeine Deutsche fühlt sich beim Anblick der Bundeswehr wohl eher peinlich berührt und nicht mit Stolz erfüllt. Überflüge gehören übrigens bei Großveranstaltungen immer zum Programm, genauso wie die Nationalhymne. Die Piloten selbst freuen sich auf diese Aufgabe und fühlen sich sehr geehrt, wenn sie diesen Überflug machen dürfen.
Die Pops waren nicht schlecht, wenn auch nicht atemberaubend. Es lag wohl daran, dass viele amerikanische Klassiker gespielt wurden, die kein Deutscher kennt und die nicht direkt mit Beethovens Neunter zu vergleichen sind. Mir hat aber die Maxiversion von StarWars gefallen, Mir war noch nie aufgefallen, dass es ja für ein grosses Orchester komponiert wurde und dann auch sehr episch klingt.
Bevor dann endlich das Feuerwerk losging, war erstmal Labern angesagt. Mehr als eine halbe Stunde, wenn nicht sogar noch deutlich mehr, haben sich Reporter und irgendwelche Leute zum Abend ausgelassen. "Awesome!", "Boston is the place to be.", "Hello Boston!", "Terrific." und soweiter. Es war jedenfalls der Teil, der bei uns zum typischen Kopfschütteln geführt hat. Zusätzlich wurde noch betont, dass eine große Versicherung Prudential, das Feuerwerk sponsert und es 25min lang sein wird, so lang wie noch nie und es wird komplett werbefrei sein...ich habe mir dann echt versucht vorzustellen, wie ein Feuerwerk mit Werbeunterbrechung aussehen mag. Es ging wohl um die Fernsehaustrahlung, die sonst alle 10-15min von einem Werbeblock unterbrochen wird. Ich war in diesem Fall der Versicherung für das Sponsoring sehr dankbar, dann ein Feuerwerk in zwei Teilen scheint mir sehr frustig zu sein.
Nach weiteren Begeisterungsbekundungen ging dann auch endlich das Feuerwerk los und nur dafür waren wir ja gekommen, dann es sollte das grösste und beste Feuerwerk weit und breit sein. In der Mitte des Flusses war ein riesiger Kahn vertäut und von dort aus wurde das Pulver verschossen. Zum Feuerwerk lief Musik vom Band, passend dazu dann die Lichteffekte.
Ich fand es sehr schön, denn ich habe einige Sachen gesehen, die mir unbekannt waren. So z.B. Muster im Himmel wie Würfel. Es war sehr farbenfroh und man hat sich nicht lumpen lassen. Einige von den Deutschen waren weniger begeistert, eigentlich enttäuscht. Ich denke, es liegt einfach daran, dass hier alles vorher in den Himmel gelobt wird und dann recht normal ist. Sowas kennt der Europäer halt nicht.
Die Abreise nach dem Feuerwerk war ein Geduldsspiel, denn wenn 500000 Leute von einer Halbinsel runter wollen und dazu über kleine Brücken müssen, dann ist wohl ein Stau mehr als vorprogrammiert. Ich hatte am Anfang schon meine Zweifel, ob wir den Zug zurück bekommen werden, denn der fuhr bereits 45min nach dem Ende des Konzerts und es war der letzte Zug!
Logischerweise haben wir 25min von der Insel runtergebraucht und weitere 10min zur U-Bahn und nochmal 15min in der vollen U-Bahn bis zum Bahnhof Northstation. Macht also eine Differenz von 5min. Mit uns zusammen haben weitere Menschen geflucht und den letzten Bahnangestellten, der übrigens keine Ahnung hatte und mehr als dumm geschaut hatte, beschimpft. Tja, so mussten wir dann 40 Dollar für ein Taxi ausgeben und dann auch noch 11 Dollar für den Parkplatz am Bahnhof. Kein Wunder, dass das Nahverkehrssystem keine Begeisterungsstürme auslöst und von nur wenigen Leuten genutzt wird. An einem Feiertag mit 500000 Leuten als Besucher fährt der letzte Zug um 11:45 Uhr!!!
Fazit: Schönes Konzert, tolles Feuerwerk, Scheisse viel los und mal das Nationalfest kennengelernt.









Martin
Robin
Ansonsten habe ich der oberen Schilderung nichts hinzuzufügen. Wir fanden es einfach nur beeindruckend ....