Funkwerk Ego Cup FM - Der zweite Test

Vor einiger Zeit flatterte mir wieder ein Testobjekt ins Haus. Diesmal war es die Weiterentwicklung der Funkwerk Ego Cup, die ich bereits einmal im Test hatte. Die Neue heisst Funkwerk Ego Cup FM.
Wie man am Namen schon sieht, zeichnet sich das gute Stück durch eine zusätzliche FM-Funktion aus. Soll heissen, dass man das Gespräch via UKW auf die Lautsprecher des Autoradios legen kann. Zusätzlich lässt sich Musik vom Handy abspielen und auf gleichem Wege auf die Lautsprecher beamen. Sehr nette Sache, wenn ich sowas brauchen würde. Aber die Sache mit dem Telefonat über Autolautsprecher ist eine gute Idee, aber dazu komme ich noch.
Das Gerät ähnelt seinem Vorgänger. Ist aber insgesamt noch etwas edler in seiner Erscheinung, da noch ein kleines Display dazugekommen ist. Die Verpackung ist um ein dickes Handbuch reicher geworden, was allerdings nicht direkt am Inhalt liegt, sondern an der Sprachvielfalt, die mit abgedruckt ist.
Die Montage gestaltet sich ähnlich einfach wie beim Vorgänger, wobei das gute Stück einfacher in den Dosenhalter reingeht als zuvor. Eventuell ist hier das Plastik weicher geworden. Das Kabel erscheint auch weniger störrisch bzw. spannt weniger.
Schnell ist das Gerät mit dem Handy via Bluetooth verbunden. Leider merken sich beide Geräte diese Sache nicht, so dass nach einem Ein- und Aussteigen die Sache von vorn losgeht. Eventuell mache ich auch was falsch, aber ich bin nicht der Handbuchleser, sondern der intuitive Bediener. Was nicht so geht, hat es bei mir nicht leicht.
Der eingebaute Lautsprecher des Gerätes ist besser geworden und klirrt weniger, allerdings bleibt es bei den Beschwerden meiner Gesprächspartner, dass ich schlecht zu verstehen wäre. Letzteres führt zum Schreien im Auto und damit macht das Telefonieren nur begrenzt Spass. Übrigens auch im Stand des Autos, es liegt also nicht an den Fahrgeräuschen.
Da ich das Handbuch nicht mit ins Auto genommen habe, bin ich auch nie zum Ausprobieren der FM-Funktion gekommen, da diese sich nicht intuitiv erschliesst. << und >> gleichzeitig drücken und mit einer Einzeltaste und 3 Sekunden draufdrücken die Frequenz wählen. Fühlt sich an wie mein Fernostbilligwecker oder meine Tchibo-Wetterstation. Ohne Handbuch lasen sich die Dinger kaum bedienen, da die Bedienung sich nicht erschliesst oder allgemeinen Regeln gehorcht. Hier würde ich mir also eine Taste oder einen Schalter wünschen, damit man FM einfach an- und abschalten kann. Das könnte gleich das Laden der EGO Cup unterbinden, denn das ist die Empfehlung für eine gute Verbindungsqualität.
Wie schon gesagt, ich habe es nicht ausprobiert, da ich jedes Mal nach der Fahrt vergessen habe, das Handbuch zu lesen bzw. immer erst wieder im Auto daran gedacht habe.
Es gibt übrigens einen Grund, warum die EGO Cup bei mir nicht im Dauereinsatz ist, sondern im Handschuhfach mitreist. Sie blinkt! Das gute Stück muss unbedingt kurz und scharf in Blau blinken. Die ganze Zeit. Nachts ist das sowas von nervig, dass ich einige Male das Ding entnervt aus dem Dosenhalter gerissen und unter meiner Jacke verbuddelt habe. In meinem Auto muss es nachts dunkel sein und erst recht darf nix nervig blinken.
Fazit
Wie schon für den Vorgänger gilt, dass das Konzept eine gute Idee ist, ich aber nicht mit der Sprachqualität zufrieden bin bzw. mein Gegenüber klagt. Die neue EGO Cup FM liefert für mich kaum Mehrwert, da das Blinken der LED nervt und die Ausgabe auf die Autolautsprecher zwar mein Hören verbessert, aber nicht das Sprechen. Hier denke ich entweder an ein kleines Bluetooth-Mikro, das an die Sonnenblende geklippt wird oder ich komme wieder zum Bluetooth im Ohr zurück. Das Ding muss man wenigstens nicht immer wieder mit dem Handy "pairen".
Wie immer muss ich sagen, dass der Test sehr subjektiv ist und durchaus mein vier Jahre alter Palm Treo 650 teilweise Schuld an der Verbindungsqualität haben kann. Andere Tester sind deutlich zufriedener, aber ich mache das ja auch beruflich, da ist man schon sehr vorbelastet und achtet auf Details.
Christine