Gleich zwei SF-Buchkritiken
Heute möchte ich meine beiden letzten Bücher in einem Artikel abhandeln. Wie immer sei nicht viel vom Inhalt verraten.
Der erste Buch ist von Andreas Eschbach und heisst Solarstation. Es spielt an Bord der japanischen Solarstation NIPPON, die um die Erde kreist, um das Sonnenlicht einzusammeln und mit einem Mikrowellenstrahl zur Erde zu schicken. Doch dann geschieht der erste Mord im Weltraum und ein fremdes Raumschiff dockt an.
Eschbach hat einen schöne Geschichte geschrieben, die von einem mächtigen Japan handelt, dass die USA überflügelt hat. Europa ist zerstritten und im Nahen Osten ist Krieg. Man fühlt sich beim Lesen quasi an Bord der Raumstation und schwebt mit dem Helden durch die Module. Leider verliert sich der Charme eines guten Krimis mit einem Ermittler schnell in hektischen Handlungen, die die Geschichte etwas zu schnell zu Ende kommen lassen. Die Spannung ist dann etwas dahin.
Trotzdem kurzweiliger Science-Fiction, den man schnell mal an einem Tag verzehrt hat und der nicht gross belastet. Durchaus lesenswert.
John Scalzis Roman Androidenträume spielt dagegen in einer noch ferneren Zukunft, denn Ausserirdische sind etwas ganz Normales. Natürlich sind nicht alle Ausserirdischen lieb und nett, einige sind durchaus intrigant. Also kommt es im Laufe der Geschichte zu Missverständnisen und einem Wettlauf um den Androidentraum. Nur soviel sei gesagt, es ist keine Maschine.
Das Buch ist schön zu lesen, leider spielen zu viele Charaktere mit und man verliert leicht die Übersicht, wer jetzt eigentlich was will. Einige Stellen sind auch etwas zu viel Fantasy für meinen Geschmack. Die Scheibenwelten und Douglas Adams lassen grüssen. Es dauert auch etwas lange, eh das Buch verrät, wo die Reise überhaupt hingehen soll.
Als Fan von SF macht man trotzdem wenig falsch, man muss nur genau auf die handelnden Personen und ihre Namen achten. Gerade die Ausserirdischen heissen irgendwie alle gleich.

