Sterben und Leiden sichert Arbeitsplätze
Heute lese ich in der Zeitung, dass ein Bundesland den Verkauf von Alkohol an der Tankstelle verbieten will. Soweit so gut. Natürlich heulen prompt alle, dass man dann Pleite ist, die Tanke schliessen müsse und sowieso alles total Scheisse ist. Ist prinzipiell verständlich...
Wir haben jetzt das Rauchverbot fast überall. Prompt wird geklagt, dass ja wertvolle Arbeitsplätze vernichtet werden und sowieso alles Scheisse ist. Teilweise verständlich.
Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Klage des Bundesverbandes der Bestattungsindustrie gegen die Einführung der Gurtpflicht im Auto? Ist eigentlich noch die Klage der Ärzte gegen die Automobilindustrie wegen Einführung des Airbags und der verbundenen Reduktion der Unfallschwere vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig?
Photo by joshstaiger under CC-BY-2.0

CountZero
der volkswirtschaftliche schaden durch die einführung der gurtpflicht und airbags, ebenso das rauchverbot und ein eventuelles vertriebsverbot für alkohol an tankstellen bewirken in summe einen noch schnelleren kollaps unseres sozialsystems als es so schon der fall wäre.
das blöde: nichtsaufende nichtraucher, die sich immer brav anschnallen und auch schwere verkehrsunfälle überleben, werden tendenziell deutlich älter als das quarzende versoffene pack, das sich unangeschnallt um den nächsten baum wickelt.
belastet damit also tendenziell sowohl kranken- als auch rentenkasse für einen signifikant längeren zeitraum.
obendrein entgehen dem fiskus milliardenbeträge an steuereinnahmen.
fazit: ganz dumme idee.
Pepino
David
Gleich schließen wird wohl kaum eine Tankstelle, allerdings sollte man davon ausgehen, dass dann in Zukunft deutlich weniger Tankstellen 24 Std. geöffnet sein werden. Für die paar Zigaretten zwischen 0.00 und 5.00 braucht man dann eine (Stadt-)Tankstelle nicht mehr offen halten..
Nicki
Mirko
Titania Carthaga
achmensch
Das Prinzip ist immer gleich.
Immer wird eine Gruppe gefunden, die durch den Verbot geschützt werden soll. Im Falle des Rauchverbots sind es die unfreiwilligen Passivraucher, bei Tankstellen sollen Jugendliche vor der Verführung durch Alkehol und vor der Neigung zu Gewalttätigkeiten gegen andere bei Alkkonsum geschützt werden.
Die Maßnahmen sind immer ganzheitlich und machen Menschen, die mündig mit der Gefahr durch Alk und Ziggis umgeben können, das Leben ungemütlicher, ohne das Problem (z.B. viele saufende Kids) direkt anzugehen. So könnte man auch einen Verkaufsverbot bis 25 Jahre einrichten, aber nein, gleich komplett weg mit dem Bier aus der Tanke.
Wer von Euch hat noch nie spät abends, wenn die Supermärkte schon zu waren, noch schnell ein Sixpack Becks für eine Party mitgenommen oder zum Grillen in einem Park? Geht dann nicht mehr! In Freiburg wäre glaube ich nicht einmal das Trinken von Bier im Park erlaubt. Und das nur, weil eventuell ein Jugendlicher durchdrehen könnte.
So wird nach und nach die Gesundheitsdiktatur errichtet. Die bisherigen Verbote werden weiteren vermeindlich Geschädigten als Argumentationshilfe für weitere lächerliche Restriktionen sein.