Zurück und kaputt
Ich bin wieder da und mir geht es besser, wenn auch nicht perfekt. Das bedeutet, ich werde auf lange Arbeitstage verzichten und nur kurze Sitzungen am Rechner machen. Damit der geneigte Blogleser nicht an Langeweile stirbt, hier ein neuer Eintrag. Wir beginnen mit einem gewalttätigen Ereignis und dessen Auswirkungen.
Ich nenne eine bzw. mehrere externe Festplatten mein Eigentum, damit ich meine Fotos, die durchaus in die Zehntausende gehen, archivieren kann. Deshalb liegen die Bilder auf drei Platten und auf CD. Eine der externen und damit mobilen Platten hatte ich ausserhalb meiner Wohnung eingelagert, damit im Falle eines Falles noch ein Backup existiert. Beim Rücktransport der Festplatte habe ich leider das Wort "mobil" etwas zu wörtlich genommen.
Mit dem newtonschen Falltest habe ich zuerst die weitere Existenz der Erdanziehung nachgewiesen. Mein Test wiess ausserdem zweifelsfrei nach, dass die Umwandlung von potentieller Energie in kinetische Energie, sowie der danach folgenden Zwangsumwandlung in wiederum potentielle Energie beim Auftreffen auf dem harten Boden eines Büros unter Einbeziehung der Massenträgheit und damit auftretende Beschleunigungskräfte, bla bla bla... zweifelfrei zur Zerstörung des Datenträgers führen kann. Ein durchaus besinnliches Klicken beim Zugriff auf einen Grossteil der Daten ist der Lohn meiner physikalischen Bemühungen.
Der folgende Bastelabend hat die defekte 160 GB Samsung erst gegen eine 400 GB Samsung Festplatte getauscht und danach erstere voller Forschungseifer geöffnet. Was nicht so einfach ist, denn die Dinger sind echt dicht versiegelt.
Nach der Entfernung der ersten Scheibe, kam dann auch recht schnell der Headcrash zum Vorschein und gleich unter meine Kamera. Hiermit zeige ich Euch also voller Begeisterung die Auswirkungen eines 1 Meter Freifalls auf die Magnetscheibe einer Festplatte.
Das obere Bild zeigt die Kratzer auf der Magnetscheibe und das untere Bild zeigt die Lese/Schreibköpfe der Platte und links daneben nochmal deren Einschlag auf der Magnetschicht. Die oberen Köpfe hängen etwas dumm rum, weil deren Magnetscheibe nicht montiert ist. Also nicht wundern, sondern Staunen. Aufgenommen mit meiner Canon 10D und einem Tamron 90mm Macro. Leider unter Kunstlicht und damit nicht sonderlich farbecht.
jtw73
Du weisst ja wo es die Externen recht preiswert zu kaufen gibt, doch der immaterielle Schaden ist erheblich und so langsam kann ich deine Datenspeicherei auf 2 oder 3 unabhaengig voneinander existierenden Medien ganz gut verstehen...
Mike
Ich hab nen Fileserver am Laufen, auf dessem Raid ich bisher meine Bilder ablege. Aber ein weiteres Backup irgendwo extern auslagern waer wohl auch keine schlechte Idee...
Bloggender-Teddybaer
Ich glaub ich sollte schnellstens mal 2 neue externe Platten ordern ;-)
Willkommen zurück !!
crosa
Weiterhin gute Besserung
Lenfer...
ich hab nur eine externe festplatte für backups, und die auch erst seit 2 wochen...
Rene99
Die drei Platten sind übrigens von unterschiedlichen Herstellern und zusätzlich brenne ich auf CDs. Jeweils 2x auf Medien unterschiedlicher Hersteller.
Natürlich sind 3 Platten sehr übertrieben, aber oft macht man schnell mal selbst was falsch und da ist es schön, wenn man noch ein Backup des Backups hat.
Bandlaufwerke und Backupprogramme sind auch nicht zu verachten, aber wer achtet schon immer drauf, zudem ist man dann immer auf die Backupsoftware des Herstellers angewiesen.
rsync als Programm zur Synchronisation der Platten ist sehr empfohlen, wenn auch es ziemlich Low-Level Kommandozeile ist.
Thomas
Aber da muss ich noch eins drauf gegeben. Was hilft es, wenn ich sich CDs, externe Platten und Server an einem Ort befinden. Da ist ein Totalverlust nicht auszuschließen (z.B. Wohnungsbrand).
Also müssen zusätzlich noch CDs und externe Platten (paarweise und von unterschiedlichem Typ) ausgelagert werden.
Macht dann insgesamt jeweils vier CD- und Festplattensätze.
Das ist absolut ernst gemeint, denn nur so ist man halbweg auf der sicheren Seite. Nur wer will das bezahlen und handhaben? Ich - bisher -nicht.
Rene99
Lenfer
Rene99
Lenfer
Thomas
Die c't hat mehrfach ein Projekt vorgestellt, bei dem mit rsync ein Mehrgenerationenbackup erstellt wird. Dabei wird bei jedem Lauf eine neue Ordnerhierachie angelegt. Unveränderte Dateien werden per Hardlink platzneutral dubliziert.
Rene99