Endlich auf dem Weg - Flug Boston - London - Frankfurt

BA-747
Photo by dabcanboulet
Die folgenden Worte und Satzfragmente erscheinen etwas zeitverzögert, da es noch kein WLAN auf dem BA Flug nach London gibt. Ich habe alles in meinen Palm Treo 650 getippt und später auf dem PC fertiggestellt.

So jetzt habe ich es ins Flugzeug geschafft und sitze auf 35H. Optisch habe ich diesmal das grosse Los gezogen, denn neben mir sitzt eine ca. 20-jährige. Stiefel, enges Oberteil und mit einer attraktiven Figur.

Weisses Shirt
Photo by mschulz
Damit habe ich auch Platz, aber sie scheint eine schlechte Erziehung zu haben. Sie telefoniert in einer Tour, regt sich über irgendeinen Kerl auf und schmatzt Nüsse. Was blöd ist, dass ich jetzt beim aus dem Fenster schauen wie ein alter Spanner wirke, denn ich starre quer über ihren Busen.

Jedenfalls macht der Flieger was her. Es ist eine fast niegelnagelneue Boeing 747-400. Jeder hat einen Monitor. Neun Filme und jede Menge Radiokanäle. Es gibt sogar Spiele, aber ich habe noch nicht rausbekommen, ob auch in meiner Klasse.

So, wir sind in der Luft und gleich gibt es Abendbrot. Die junge Dame neben mir, deren Alter ich jetzt mal spontan auf 23 korrigiere, futtert bunte Bonbons und blättert in ihren Studienunterlagen. Ich lunsche mal rüber, was es sein kann... Aha, Wahrscheinlichkeitsrechnung... Poission Verteilung. Das hatte ich auch im Studium, aber ich habe alles vergessen.

Wir sind jetzt 24000ft hoch und 920km/h schnell. Zeit bis Ankunft 5:17h. Nein, jetzt kommt mir doch mein Vordermann mit dem Sitz entgegen. Jetzt fühle ich mich wie eine Ölsardine.

Die erste Runde Getränke wird gereicht. Der Steward hat gleich mal geprüft, ob mein Palm, auf dem ich gerade tippe, auch im Flight-Mode ist. Ist er natürlich.

Chicken
Photo by ophiuchus1
So, es gab Essen. Da ich dazu neige immer das Falsche zu wählen, habe ich dem Steward die Wahl zwischen Pasta und Chicken mit Reis gelassen. Ich habe Chicken bekommen und der Zufall hat gut geschmeckt. Danach gab es Tee.

Heute ist die Mannschaft sehr hektisch unterwegs, denn kaum hat man ein Glas oder Teller leer, schon wird es einem entrissen.

37000ft und 1020km/h. Verbleibende Flugzeit 3:08h. Gerade stehen alle vor den Toiletten an, weil die Filme gerade zu Ende sind. Als erfahrener Reisender bin ich 10min früher aufgestanden, um nicht warten zu müssen. Der Film ist eh Mist: Constantine. Schwachfug. Die restlichen Kanäle bieten auch nur mässige Auswahl. Hostage mit Bruce Willis, im Kino gesehen und den Ticketkauf bereut. Day after Tomorrow: Nicht schlecht, aber schon gesehen und irgendwie beim zweiten Mal nicht mehr packend.

Das ist heute aber ein unruhiger Flug. Es hoppelt reichlich. Noch 2:35h.

Ich habe meiner Nachbarin den üblichen amerikanischen Smalltalk aufgedrängt. Sie kommt aus Los Angeles, studiert in Boston Wirtschaft und fliegt für ne Woche nach Spanien, um einen Freund zu besuchen. Laut Ring am Finger würde ich verlobt sagen.

Pacifier
Photo by Jenna Howes
Momentan bin ich im Langeweile-Modus. Die Filme sind alle zu Ende. Aber halt, es geht wieder von vorn los. Jetzt schaue ich mal den Pacifier mit Vin Diesel. Soll lustig sein, aber Geld fürs Kino wollten wir dafür nicht ausgeben.

1:36h bis London. Ich schaue weiter den Pacifier. Bloss gut das ich kein Geld dafür ausgegeben habe. Hätte mich sehr geärgert. Ich versuche mir den Schlaf zu verkneifen, da ich leider zur Geräuschbildung neige.

So, jetzt fängt das Frühstück gleich an. Das Licht ist gerade angegangen. Die junge Dame neben mir ist auch wach geworden. Ihren Namen habe ich auch rausbekommen: Emily Peterson.

Noch 0:56h bis London. Bin mal gespannt, was wir zum Frühstück haben werden.

Einen Muffin, Orangensaft, Joghurt und einen Kaffee. Es geht auf London zu. Noch ca. 30min. 37000ft Flughöhe und 857km/h.

Sinkflug beginnt, es sind noch 250km bis London - 22500ft Höhe.

Stewardess
Photo by hfabulous
Der Vorlandestress beginnt. Die Stewardessen sammeln die Kopfhörer und den Müll ein, prüfen Gurte und Sitze und die ersten Passagiere packen schon zusammen.

Wir sind im Landeanflug. Fliegen noch eine riesige Schleife über London und donnern dann mit Schwung auf die Bahn. Was mich immer sehr nervt, dass man nach der Landung noch 10-15min mit dem Flugzeug quer durch London fährt, eh das Ding seine Parkposition gefunden hat. Nichts ist nerviger, als Flugzeug Taxing. Da vergeht die Zeit nicht und es ist nutzlose Zeit, in der man seinen Ziel nicht sichtlich näher kommt.

Bei British Airways heisst es übrigens nicht Economy Class sondern World Traveller. Da fühlt man sich nicht so billig.

Sandwich
Photo by roboppy
So, ich sitze im Londoner Flughafen und warte auf meinen Anschluss nach Frankfurt. Ich habe bereits den Transfer vom Terminal 4 nach 1 hinter mir und bin auch bereits erfolgreich geröntgt worden.

Vor einigen Minuten habe ich mir bei Pret A Manger ein Sandwich, einen Saft und einen Kaffee geholt. EUR 9,00. Dummerweise hatte ich nur Euro, also habe ich Pfund wiederbekommen. Irgendwas um die 6 oder 7 Pfund. Das Zeug ist elend schwer und ich sage jetzt mal, dass die Münzen von Grossbritanien die grössten, schwersten und unpraktischsten sind. Jede Münze hat ne andere Grösse und eine andere Form. 2 Pence sind so gross wie 50 und die sind grösser als 1 Pfund, was wiederum so dick wie 4x 2 Pence ist.

Der Kaffee ist tierisch stark. Mal sehen, ob ich bis heute Abend überlebe, denn ich habe ja im Flugzeug nicht geschlafen. Das lag übrigens nicht an der Mitfliegerin, sondern daran, dass ich kaum im Flieger, Bus oder Auto schlafen kann, es sei denn, ich bin echt breit, zudem leiden meine Mitmenschen dann nicht so ;-)

Momentan geht es noch, ich bin noch wach, merke aber schon deutlich den aufkommenden Zeitunterschied, denn ich wäre ja jetzt bereits über eine Stunde um Bett.

Gepäckband
Photo by fortune cookies
Ich muss gerade an mein Gepäck denken, dass hoffentlich gerade auf einem Wagen oder in einem Container in meiner Nähe unterwegs ist und natürlich möglichst auch in das Flugzeug verladen wird, in das ich steigen werde.

British Airways ist übrigens wieder dem bekannten Image von der Airline mit den ältesten Stewardessen und den meisten Stewards nachgekommen. Das ist keine Beschwerde, sondern eine erneute Feststellung.

Noch 55min bis Weiterflug. Geschwindigkeit 0km/h. Höhe über Grund 1m.

Was mit an Flughäfen so gefällt, ist das internationale Flair. Alle vertragen sich, sind friedlich und es sieht aus, als könnten die unterschiedlichen Kulturen miteinander klarkommen.

Zwei Japaner oder Koreaner machen gerade vor dem britischen Souvenirshop ein Erinnerungsbild. Naja, wahrscheinlich wegen der britischen Fahne und dem Torwächter aus Holz.

Die Briten machen das mit dem Gate für den Flug aber wieder spannend. Noch 45min und es ist noch nix angezeigt und dann läuft man auch noch 10min. Naja, egal, ich habe ja Ticket und Sitzplatz.

Der nächste asiatische Mitbürger lichtet den Souvenirshop ab und das richtig gründlich. Quasi Quadratmeter für Quadratmeter.

BA Boeing 767
Source: Wikipedia
Ich sitze jetzt in meinem Flug nach Frankfurt mit einer Boeing 767. Die Maschine ist zu vielleicht 30% besetzt. Los geht es mit 15min Verspätung.

So, wir sind in der Luft und es gibt nochmal Futter. Ein warmes Baquettebrötchen mit Cheddar und Schinken, Orangensaft, einigen Fruchtstücke in Saft und Tee. Das Brötchen habe ich nur angeknabbert, weil es mir irgendwie nicht schmeckt.

Der Flieger ist sichtlich alt. Noch Röhrenmonitore und beim Starten sprangen jede Menge Gepäckfächer auf. Naja, zum Ankommen wird es wohl reichen. Ich bin auch gerade mal durchs Flugzeug gewandert. Es ist noch leerer als ich erst dachte. Im hinteren Teil sitzen nur vier Passagiere. Damit korrigiere ich meine Auslastungsschätzung auf 15%.

Endlich da! Noch schnell an den griessgrämigen deutschen Grenzbeamten vorbei (grüne Uniformen sehen ja so übel aus, gebt den Jungs doch mal was Richtiges) und auf zu Europcar und Auto greifen. Dort sind die Leute wenigstens freundlich und gut drauf. Man fühlt sich glatt wieder wie in den USA.

Und ich fahre nach Jena... bis dann.

Bildertausch unter CC-Lizenz

Mein Bild bei publicradio.org
Eins meiner Amerikabilder hat es auf eine Webseite zur Illustration geschafft: Taking the high road on publicradio.org. Sowas freut mich immer ungemein.

Meine ganzen Bilder sind Creative Commons lizensiert und so darf jeder sie für alles nutzen. Ich nutze schliesslich auch Bilder für mein Blog.

Kurzinfo - wieder da

Hallo liebe Leser, ich bin wieder in der Heimat und es gibt auch in den nächsten Stunden einen Reisebericht. Ich muss aber erstmal Post lesen und Sachen auspacken. Zudem hat ja in Deutschland kein Supermarkt am Sonntag auf, so dass ich heute auch noch Einkaufen gehen muss. Ausserdem muss ich mein riesiges Fotoarchiv von der Reise sichten und sichern. Es fällt bestimmt auch noch Einiges fürs Blog ab.

Stay tuned!

Es gibt hier so wenige Klimaanlagen... ächz!

Wer hier reingeht...

...ist selber Schuld! Schießlich ist die Warnung vor Haien hier gross genug ;-) Gefunden im New England Aquarium, Boston.

Logan Airport Boston - noch gesehen

Eben noch gesehen: Ein Jugendlicher hatte einen Anstecker dran: Kiss me, I'm German!

Logan Airport Boston - gleich bin ich weg

Momentan sitze ich auf dem Logan Airport Boston und warte auf meine British Airways Maschine nach London.

Alle Gebäude sind in den USA klimatisch unterkühlt, aber ausgerechnet am Airport schwitzt man. Das wird wieder für tolle Düfte im Flieger sorgen. Ich suche dann gleich nochmal nach meinen Nivea Deo.

Im Moment sitze ich dem Tie Rack gegenüber. Das ist ein Krawattenverkauf, den man eigentlich auf jedem Airport findet. Ich finde die Farben von den aufgereihten Krawatten sehr angenehm. Preis 35 bis 50 Dollar plus Steuern und zudem "Buy 2 save $10; Buy 3 save $15, Buy 4 Save $25." Aber wohl nicht pro Krawatte.

Derweil beobachte ich auch die Leute, die zum Flieger hasten oder mehr als gelangweilt auf den Stühlen rumlümmeln. Gottseidank hat mein Checkin nur 15min gedauert und danach konnte ich in Ruhe erstmal nen Wrap essen. Allerdings war der staubig wie Wüstensand.

Ich überlege, ob ich mir noch ne Pizza reinhaue und damit meinen letzten Dollar auf den Kopf kloppe. Schließlich könnten die 7 Dollar beim nächsten Mal total wertlos sein... Egal, schauen wir mal, wie sich mein Hunger noch entwickelt. Ich halte mich mal an meinem Wasser fest und hoffe auf schnelles Abendbrot im Flieger. Online habe ich mir einen Gangplatz reserviert, damit ich nicht eingequetscht werde. Vom Gefühl würde auf einen sehr vollen Flieger tippen. Aber manchmal geschehen ja Wunder.

So, ich habe zwar ein 24h Wireless-Ticket (Wer braucht sowas auf nem Flughafen eigentlich?) und könnte noch etwas online bleiben, aber irgendwie ist es mir halt in meiner Ecke zu warm. Ich suche mir mal was anderes.

Top-40 der Suchphrasen

Heute mal ein Überblick über die ggw. Top-40 der Suchprasen für mein Blog:
SuchphraseAnzahl
partimage136
arbeitsamt jena126
cd brennprogramm124
blog80
synchronstimmen45
gallone45
wetter firefox42
ipsei41
madagascar the movie40
freies brennprogramm40
spur-m38
firefox wetter33
opel signum test30
forecastfox29
kraftstoffpreise26
alte schiffe26
geschenke verpacken26
aktueller spritpreis26
gallone liter25
ice age 2 trailer25
primzahlen bis 100023
dsl jena22
alte flugzeuge21
masseinheiten umrechnen21
elster 200421
brennprogramm20
benzinpreis schweiz19
miranda update19
handysuche19
globus einkaufsmarkt19
signum test18
blog deutschland18
mcdonalds frühstück17
joghurtkulturen17
ruß_filter17
dunkin donut16
kapitalismusdebatte16
genitiv dativ16
madagascar deutsche synchronisation15
knoppix partimage15

Die Herkunft der Suchanfrage teilt sich dabei in Google > 96% und einem ignorierbaren Rest (MSN: 0.6%, Yahoo: 0.7%, T-Online: 1.1%) ein.

43% Wäsche oder Sex

Eben bei Jan Leno in der Tonight Show auf NBC gehört:

Eine Umfrage hat ergeben, dass 43% aller Frauen beim Wäschewaschen an Sex denken. Das gilt aber nur für unverheiratete Frauen, denn nach der Hochzeit denken 43% der Frauen beim Sex an Wäschewaschen. "Sind wir nun endlich bald fertig, ich muss noch Hemden waschen?!"

Strafzettel im Überfluss

Hier hat jemand längere Zeit nicht nach seinem Auto geschaut...

Die üblichen Übertreibungen

Hier mal wieder eine von den hirnrissigen Warnungen in den USA. Gefunden in Boston.

Es wird davor gewarnt, dass kein Rettungschwimmer Dienst tut. Naja, eigentlich nix auszusetzen, allerdings in Anbetracht der Wassermenge doch vielleicht etwas zuviel des Guten. Das Wasser stand nicht einmal 1cm hoch und war gerade einmal auf 20% der Fläche verteilt. Vielleicht ging es ums Ausrutschen? Aber bei Regen hopst doch auch kein Rettungsschwimmer über die Strassen von Boston...

Google Suche - Frauen in Unterwäsche

Wenn man bei Google nach frauen in unterwäsche sucht, dann bekommt man als zweiten Treffer einen Artikel von mir angezeigt. Wenn da mal nicht der Traffic auf mein Blog explodiert... ;-)

Da die Fantasie meiner Leser noch grösser zu sein scheint, als meine eigene, gibt es hier die kurze Erklärung wie ich zur eigentümlichen Suchanfrage gekommen bin.

Ich habe einen Webanfragestatistikdienst mitlaufen, der mir eine detailierte Auswertung des Verkehrs auf meinem Blog erlaubt. Und da kann man halt auch sehen, welche Anfragen von welcher Suchmaschine als Treffer kamen...so bin ich auf die interessante Suchphrase gestossen.

Mehrwertsteuer, mein Diskussionsbeitrag

Da wir ja in Deutschland gerade wieder die Mehrwertsteuer heftig diskutieren, möchte ich natürlich auch meinen Beitrag zu einer möglichst chaotischen Diskussion leisten. Deswegen hier meine Vorschläge für Mehrwertsteuersätze.
  • Deutsche Autos 40%, Autos aus dem Ausland kosten 10%, denn deutsche Autos sind ja mehr Wert ;-)
  • Leistungen von Prostituierten kosten ab sofort 25% Mwst., da es unter die Kategorie Spass fällt
  • Von April bis Oktober liegt eine Mwst. von 20% auf Grillzubehör, im Rest des Jahres kostet es 10%
  • Produkte mit X und Y werden mit 35% Mwst. belegt, da sie etwas Besonderes sind und es nicht soviele davon gibt
  • Bücher kosten nur noch 5%, alles rund ums Fernsehen 25% Mwst.
  • Obst und Gemüse kosten tageszeitabhängig. Morgens 20%, mittags 15%, nachmittags 10% und abends 5%, keiner weiss warum
  • Flüge aus Deutschland kosten 50%, Flügen nach Deutschland 10% Mwst.
  • In seiner Heimatstadt muss man im Cafe nur 10% bezahlen, ist man ausserhalb 20%
  • Ab 65 kann man Altersmehrwertbonussteuerkarten beantragen und bekommt jeweils bei Vorlage 5% Nachlass
  • Zeitungen und Zeitschriften kosten 10%, sobald ein nackter Busen abgebildet ist, kostet es 20%
  • Flip-Flops werden mit 35% besteuert, normale Schuhe mit 15%
  • Attraktive Damen- und Herrenunterwäsche hat einen Satz von 5%, Feinripp kostet 25%
  • Miniröcke sind mehrwertsteuerfrei, Damenhosen sind mit 20% besteuert
  • Getränke sind 10%, mit Alkohol drin 20%, wenn man besoffen ist, muss man 40% bezahlen
  • Telefonieren bis 10min kostet 10%, darüber 20%
  • Heiraten und Kinder bekommen ist mehrwertsteuerfrei
  • was in den vorherigen Punkten nicht enthalten war kostet 10%, es sei denn, es ist sinnlos und unnötig, dann 25%, sollte es purer Luxus sein, dann 35% und wenn man es sich nicht leisten kann, dann kostet es 50%
So, ich hoffe, dass ich weiterhelfen konnte und meine revolutionären Ideen zu mehr Gerechtigkeit führen. Achso, Blogeinträge werden mit 5% besteuert... Kommentare sind mehrwertsteuerfrei.

Fourth of July - Der Unabhängigkeitstag der USA

So, heute löse ich mal meine Schulden bei Euch ein und berichte, wie schon lange versprochen, über den 4. Juli in Boston. Bei ausreichender Allgemeinbildung sollten sich die Worte 4. Juli und USA im Kopf zum Begriff amerikanischer Nationalfeiertag - Independence Day - vereinen.

Der amerikanische Nationalfeiertag ist einer der wenigen Feiertage in den USA, der an dem Tag begangen wird, an dem er stattfindet. Die meisten Feiertag werden immer aus praktischen Gründen auf einen Montag verlegt. Da die Amerikaner ihren Nationalfeiertag etwas mehr würdigen als wir Deutschen unseren, war ich also ausreichend gespannt auf die Feierlichkeiten und die damit verbundene Reise- und Shoppingwelle.

Der Tag selbst wurde selbstverständlich mit großem Tamtam angekündigt. Im Fernsehen liefen Werbespots für Autosonderangebote und Independence Day Sales-Events. Ansonsten hat selbstverständlich jeder Amerikaner einen gefragt, was man denn so an diesem Tag macht. "Ich will mit das Feuerwerk in Boston anschauen." Dieser Satz hat für ein großen Ah-Toll und Ah-Super gesorgt. Das Wochenende vor dem 4. Juli, der dieses Jahr zufällig auf einen Montag fiel, war bereits mit Vorfeiern, Paraden und Feuerwerken angefüllt. Jede Stadt und Gemeinde scheint hier die andere beeindrucken zu wollen und macht es größer und bunter als die andere.

Boston ist allgemein als DAS Feuerwerk und DIE Feier bekannt. Die Boston Pops - America's Orchestra spielen jedes Jahr am Ufer des Charlesriver in der Hatch Shell, einer Freilichtbühne und dazu gibt es dann ein großes Feuerwerk über dem Fluss.

Es war also gebongt, dass wir da unbedingt hin müssen. Wann hat man schon mal die Gelegenheit Kultur und Gepflogenheiten eines anderen Landes kennenzulernen und welcher Tag ist da besser geeignet als der Nationalfeiertag?!

Wir sind also am 4. Juli mit dem Commuter Train nach Boston reingefahren, weil es mit dem Auto auch ohne Nationalfeiertag ein Problem ist. Also nix wie in den Zug, 3,75 Dollar fürs Ticket gelöhnt und los. In Boston haben wir dann noch Kollegen getroffen und sind zum Quincy Market, wo schon einige Feierlichkeiten liefen bzw. Menschenmassen versammelt waren.

Es gab jede Menge Veranstaltungen zur Geschichte der USA und wir haben keine davon besucht Wir haben uns nur den Menschenauflauf und die Straßenkünstler angesehen. Zusätzlich haben wir uns noch was Nettes hinter die Kiemen gehauen. Dabei habe ich auf eine Anpassung an nationale Gepflogenheiten geachtet und mir ein Hotdog gegönnt.

Nach reichlich Vorwarnungen, dass es eigentlich überhaupt keine gute Idee ist, direkt an den Charlesriver zu gehen und sich in der Nähe der Hatch Shell niederzulassen, haben wir es doch getan. Die Empfehlung hiess eigentlich, dass man auf die andere Flussseite gehen sollte (Cambridge-Ufer), weil auf dem Gelände des Esplanade (so heisst der Grünstreifen am Fluss), mehr als voll sein würde.

Da wir ja wissen, dass die Amerikaner zu Übertreibungen neigen (6 Stunden wird die Bootsfahrt dauern, wir habe es in 3h 40min gemacht), haben wir also alle Warnungen in den Wind geschlagen und uns ins Getümmel gestürzt.

Die Anreise, also der Fussmarsch zum Esplanade, liess uns schon die Menschenmassen erahnen. Die Strassen waren abgesperrt, so dass man direkt über den Stadthighway laufen konnte. Den Weg säumten unzählige Polizisten und jede Menge Männer in Uniform, offensichtlich Leute der Nationalgarde. Als wir dann halb 7 endlich am Fluss waren und eigentlich dachten, ziemlich zeitig zu sein, begrüssten uns schon 300000 Leute. Es war kein Platz mehr! Alle Wiesen besetzt mit Decken, Stühlen und Picknickzubehör. Der Einheimische ist also schon am Vormittag angereist. Das Konzert sollte übrigens um 8 beginnen und das Feuerwerk um 10!

Zuerst ging es an Fressbuden vorbei, dann an 200000 Leuten, bis wir nen Platz erspäht hatten. Dieser Platz war eigentlich kein Platz im herkömmlichen Grass-und-Wiesen-Sinne, sondern wir haben uns am Ufer einfach noch einen Teil des hohen Gestrüpps niedergetrampelt. Vorher mussten wir aber über jede Menge Amerikaner klettern, die sich schon am Ufer langgemacht hatten.

Am ganzen Ufer waren Lautsprecher aufgestellt, so dass man die Pops auch hören konnte. Um 8 ging es dann auch los. Nationalhymne, Countrymusik, Marschmusik, amerikanische Klassiker und die Titelmusik zu StarWars. Unterbrochen von einigen Werbepausen von CBS, die das Konzert live übertragen haben. Gottseidank mussten wir die Werbung nicht ertragen, denn für die Leute am Ufer duddelte dafür ein Band mit Musik.

Aber wir hatten auch unsere Werbung, denn über uns hing permanent ein Luftschiff - der Goodyear-Blimp und hat mit grosser Laufschrift Sprüche und Werbung unter das Volk gestreut. Dazu kreuzten noch einige Flugzeuge mit Reklame-Bannern im Schlepptau den blauen Himmel.

Jedenfalls hat die Nationalhymne beeindruckt, denn das Ufer hatte mittlerweile ca. 500000 Leute gesehen und alle standen auf und legten ihre Hand aufs Herz und sangen mit. Man stelle sich sowas mal in Deutschland vor. Wer kann schon den Text bei uns? Ausserdem fühlt man sich als Deutscher immer irgendwie peinlich berührt, wenn die deutsche Hymne läuft, denn schließlich ist sie kastriert, weil der deutsche Traum vom Raum nicht mehr ganz ins Bild passt. Mir hätte ja eine neue Hymne im Zuge der deutschen Einheit gefallen, aber naja...

Pünktlich zum Ende der Hymne flogen vier F-15 Kampfjets eine Formation im Tiefflug über die Leute und die Masse tobte vor Begeisterung. Ich habe noch nie jemanden so begeistert Kampfflugzeuge feiern sehen und hören. Der gemeine Deutsche fühlt sich beim Anblick der Bundeswehr wohl eher peinlich berührt und nicht mit Stolz erfüllt. Überflüge gehören übrigens bei Großveranstaltungen immer zum Programm, genauso wie die Nationalhymne. Die Piloten selbst freuen sich auf diese Aufgabe und fühlen sich sehr geehrt, wenn sie diesen Überflug machen dürfen.

Die Pops waren nicht schlecht, wenn auch nicht atemberaubend. Es lag wohl daran, dass viele amerikanische Klassiker gespielt wurden, die kein Deutscher kennt und die nicht direkt mit Beethovens Neunter zu vergleichen sind. Mir hat aber die Maxiversion von StarWars gefallen, Mir war noch nie aufgefallen, dass es ja für ein grosses Orchester komponiert wurde und dann auch sehr episch klingt.

Bevor dann endlich das Feuerwerk losging, war erstmal Labern angesagt. Mehr als eine halbe Stunde, wenn nicht sogar noch deutlich mehr, haben sich Reporter und irgendwelche Leute zum Abend ausgelassen. "Awesome!", "Boston is the place to be.", "Hello Boston!", "Terrific." und soweiter. Es war jedenfalls der Teil, der bei uns zum typischen Kopfschütteln geführt hat. Zusätzlich wurde noch betont, dass eine große Versicherung Prudential, das Feuerwerk sponsert und es 25min lang sein wird, so lang wie noch nie und es wird komplett werbefrei sein...ich habe mir dann echt versucht vorzustellen, wie ein Feuerwerk mit Werbeunterbrechung aussehen mag. Es ging wohl um die Fernsehaustrahlung, die sonst alle 10-15min von einem Werbeblock unterbrochen wird. Ich war in diesem Fall der Versicherung für das Sponsoring sehr dankbar, dann ein Feuerwerk in zwei Teilen scheint mir sehr frustig zu sein.

Nach weiteren Begeisterungsbekundungen ging dann auch endlich das Feuerwerk los und nur dafür waren wir ja gekommen, dann es sollte das grösste und beste Feuerwerk weit und breit sein. In der Mitte des Flusses war ein riesiger Kahn vertäut und von dort aus wurde das Pulver verschossen. Zum Feuerwerk lief Musik vom Band, passend dazu dann die Lichteffekte.

Ich fand es sehr schön, denn ich habe einige Sachen gesehen, die mir unbekannt waren. So z.B. Muster im Himmel wie Würfel. Es war sehr farbenfroh und man hat sich nicht lumpen lassen. Einige von den Deutschen waren weniger begeistert, eigentlich enttäuscht. Ich denke, es liegt einfach daran, dass hier alles vorher in den Himmel gelobt wird und dann recht normal ist. Sowas kennt der Europäer halt nicht.

Die Abreise nach dem Feuerwerk war ein Geduldsspiel, denn wenn 500000 Leute von einer Halbinsel runter wollen und dazu über kleine Brücken müssen, dann ist wohl ein Stau mehr als vorprogrammiert. Ich hatte am Anfang schon meine Zweifel, ob wir den Zug zurück bekommen werden, denn der fuhr bereits 45min nach dem Ende des Konzerts und es war der letzte Zug!

Logischerweise haben wir 25min von der Insel runtergebraucht und weitere 10min zur U-Bahn und nochmal 15min in der vollen U-Bahn bis zum Bahnhof Northstation. Macht also eine Differenz von 5min. Mit uns zusammen haben weitere Menschen geflucht und den letzten Bahnangestellten, der übrigens keine Ahnung hatte und mehr als dumm geschaut hatte, beschimpft. Tja, so mussten wir dann 40 Dollar für ein Taxi ausgeben und dann auch noch 11 Dollar für den Parkplatz am Bahnhof. Kein Wunder, dass das Nahverkehrssystem keine Begeisterungsstürme auslöst und von nur wenigen Leuten genutzt wird. An einem Feiertag mit 500000 Leuten als Besucher fährt der letzte Zug um 11:45 Uhr!!!

Fazit: Schönes Konzert, tolles Feuerwerk, Scheisse viel los und mal das Nationalfest kennengelernt.

Dan Brown - Deception Point

So, jetzt habe ich es endlich geschafft und meine letzte buchliche Neuerwerbung auch komplett gelesen. Der Autor heisst Dan Brown und das Buch Deception Point.

Das Buch spielt in den USA und es geht um einen politischen Plott rund um die Regierung, die NASA und die Wahl eines neuen Präsidenten. Wie scheinbar bei Dan Brown üblich, spielt das Buch innerhalb von wenigen Stunden und vereint mehrere Handlungsorte, an denen die Hauptfiguren sich rumtreiben dürfen.

Das Buch ist spannend geschrieben und fast bis zum Schluss weiss man nicht, wer denn eigentlich der Böse ist und warum. Man verdächtigt immer wieder andere Leute. Mehr möchte ich hier einfach mal nicht verraten.

Fazit: Spannender Polit- und Sciencethriller, den man locker in wenigen Stunden konsumiert hat, weil er einfach zu spannend ist. Jetzt warte ich mit Spannung auf die Paperbackausgabe des Da Vinci Code.

P.S. Die deutsche Ausgabe trägt den Titel Meteor.

Der Beweis - es geht wirklich ;-))))

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal das Thema Spam und tolle Texte erwähnt. Heute kam wieder was Nettes rein, passend zum Artikel Man sorgt sich um mich....

Satisfied Customers Testimonials

Jimmy ---- 47, Male, UK
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Kleines Nachschlagetool

Hier gibt es ein kleines Nachschlagetool zum Ausdrucken. Es sind alle CSS 2.1 Attribute und Selektoren, sowie das Box-Model drin. Sieht sehr hilfreich aus: CSS-Cheat-Sheet.

Spaziergang

Gestern Abend musste ich mal unbedingt wieder meinen Hintern aus dem Hotelzimmer schwingen, weil man sonst ja kaum Bewegung bekommt. Ich habe mich für einen 45min Spaziergang rund um den Block entschieden. Einmal durchs Wohngebiet.

Interessant war, dass es fast überall Fusswege, wenn auch schmal, gibt. Das spazierengehende Paar hat freundlich gegrüsst und auch der Jogger mit Warnweste hat freundlich gewinkt. Ansonsten sind mit nur Autos und einige Motorräder begegnet. Als Hintergrundgeräusch war ständig das Rauschen der Interstate 93 und 95, sowie der vielen Klimaanlagen zu vernehmen.

Sehr aufmerksam und danke fürs Angebot

Heute wieder einmal in meiner eMail gefunden:

Hi my name is Rachel and I'm 23 years old.
I have Voluptuous body, Auburn hair and Blue eyes. I'm a strong, witty, spontaneous, independent, healthy woman.

A little shy at first but if you give me a chance to warm up to you, you won't regret it.

You can contact me now at: http://blubberblubber564321.com/foobar
(Registration is free of charge)
See you soon :)

Stimmungstief und Donuts

Geil, heute hat jemand Donuts von Dunkin Donuts mit ins Büro gebracht zum freien Konsum. Wenn man so richtig nicht in Stimmung ist, also sich die Stimmung nahe dem Gravitationszentrum befindet, also am Tiefpunkt, dann bringt das einen so richtig in Schwung... oder auch nicht.

Internet Explorer - Peekaboo Bug

Wer mal wieder mit dem Internet Explorer kämpft, weil er manchmal Text nicht anzeigt, wenn man mit der Maus drüber geht, aber plötzlich doch oder nach der Größenänderung vom Fenster sich mehr Inhalt zeigt als vorher, der sollte mal über den IE Peekaboo CSS-Rendering Bug nachlesen.

Hundeträger oder fauler Sack im Rucksack

Hunde sind ja ebenso faul wie Menschen. Dieses Exemplar hat sich für die Faulheit auch noch einen besonderen Platz ausgesucht und schaut noch ausreichend dreist. Gefunden in Boston, North End-Viertel.

Google hat Humor - Google Moon

Einfach mal bei Google Moon reinschauen und sich die Landeplätze anschauen. Voll reinzoomen nicht vergessen und dann sieht man, dass es wahr ist.

New Yorks Müll

Heute gibt als mal wieder einige wissenswerte Fakten aus dem US-Leben. Thema diesmal: Der Müll von New York.

Täglich fallen in New York 12000 Tonnen Hausmüll an. Dieser wird mit LKWs und per Zug auf 17 Mülldeponien gebracht, die teilweise mehrere hundert Meilen entfernt sind. Vor 2001 wurde der Müll per Schiff auf eine nahegelegene Deponie verbracht. Diese wurde aber geschlossen. Nur so als Hinweis: Das Gelände der Weltausstellung 1939 steht auf Müll, auch LaGuardia Airport steht auf Müll.

Nun sind die Anwohner einiger Strassen nicht sonderlich erbaut über die Menge an LKWs, die täglich durch die Gegend fahren und so möchte der Bürgermeister wieder Schiffe (eigentlich Kähne) nutzen, um den Müll möglichst geräuschlos loszuwerden. Wer amerikanische Trucks kennt, weiss, dass die Dinger mehr als laut sind. Deutsche LKWs sind dagegen schon fast schlafzimmertauglich.

Als Teil der Lösung sollen mehrere Verladestationen gebaut werden, eine davon in der East 91st Street Manhattan. Hier streiten sich der gegenwärtige Bürgermeister und sein zukünftiger Gegenkandidat (der zufällig um die Ecke wohnt ;-) Letzterer hat keine Ideen, fasselt aber von Recycling. Wobei er weder sagt was, noch wie recycelt werden soll.

Lassen wir uns überraschen. Meine Idee wäre ja erstmal Geschirr aus Keramik und Besteck aus Metall. Sowas könnte man abwaschen und müsste es nicht wegwerfen...

Seashore Trolley Museum, Kennebunkport, Maine

Am Wochenende habe ich einen Ausflug nach Kennebunkport in Maine gemacht. Dieser kleine Urlaubsort beheimatet das wohl älteste Straßenbahnmuseum der Welt, das Seashore Trolley Museum.

Da ich ein Fan von alten Maschinen bin und mich im Verkehrsmuseum Dresden und auch im Deutschen Museum in München sehr wohl fühle, musste ich dort unbedingt hin. Was ja keiner glauben mag, aber Strassenbahnen waren mal ganz gross in den USA.

Vielen Linien haben Städte miteinander verbunden und waren eigentlich für deutsche Massstäbe schon S-Bahnen. Mit der Verbreitung des Autos begann in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts der rasche Abstieg in die Bedeutungslosigkeit. Heute gibt es kaum noch Strassenbahnen in den USA.

Das Museum entstand 1939. Damals hatten mehrere Studenten sich eine alte Straßenbahn für 150 Dollar gekauft, da diese verschrottet und der Betrieb der Linie eingestellt werden sollte. Sie haben dann den Wagen gekauft, mit dem sie die letzte Fahrt auf der Linie unternommen haben.

Das Museum wird von Privatpersonen als Hobby betrieben und jeder Dollar wandert direkt in das Museum. Alle arbeiten aus Spass an der Freude im Museum. Es sind viele Bahnen ausgestellt, sogar eine aus Manchester, England und eine aus Ungarn. Einige davon werden noch aktiv betrieben und auf einer kleinen Strecke von ca. 1.5 Meilen kann man sich in einer alten Straßenbahn nostalgisch bewegen lassen.

Mittlerweile wächst die Sammlung auch mit U-Bahnen und Busen. So, dass quasi ein Großteil des öffentlichen Transports als Geschichte im Museum abgebildet wird.

Ich kann jedem Technikfreund nur wärmstens einen Besuch empfehlen. Es ist interessant, man kann in viele Wagen rein und findet in den Hobby-Straßenbahner auch jederzeit freundliche Gesprächspartner.

Ernsthafte Frage

Bin ich nur so blöd oder geht das anderen auch so? Vielleicht raffe ich es ja auch nur nicht oder stelle mich nur prasselig an? Jedenfalls gehen einige Sachen immer daneben... egal, Leben geht weiter und es ist ja auch niemand wirklich zu Schaden gekommen.

Whitewater Rafting mit Scary Larry

Vorletztes Wochenende sind wir nach West-Massachusetts aufgebrochen, um uns in einem Boot den Deerfield River hinabzustürzen. In der Fachsprache auch Whitewater Rafting genannt.

Am Samstag sind wir also nach Charlemont gefahren. Unsere Fahrt führte uns ca. 2.5h westwärts auf dem Interstate-495 und dem Highway-2. Letzterer ist sichtlich idyllisch in seinen westlichen Teilen in Massachusetts und führt durch verschlafene Nester, in denen die Uhren deutlich langsamer Ticken als ohnehin in den USA.

Wir sind einen Tag eher los, Rafting war erst am Sonntag, aber durch die 2.5h Fahrt und die Startzeit des Rafting um 8:30 Uhr hielten wir es für nicht übertrieben es doch ruhiger anzugehen. So hatten wir geplant, uns noch auf eine kurze Wanderung einzulassen, nachdem wir ein Nachtlager gefunden hatten.

Nachdem wir Charlemont angekommen waren, haben wir erstmal beim Veranstalter nachgefragt, ob alles klargeht und ob wir noch besondere Sachen brauchen. Der freundliche Herr hinter dem Tresen hat uns auch gleich noch mit Hoteltipps und einem Anruf beim Hotel versorgt, so dass wir uns dann recht schnell niederlassen konnten.

Jan hat sich mit dem Zelt auf einen nahegelegenen Zeltplatz für 22 Dollar die Nacht niedergelassen. Wir sind für 86 Dollar in ein Zweibettzimmer im Motel eingezogen.

Da das Motel sehr schön ruhig liegt und selbstverständlich über Grills verfügt, haben wir unsere Pläne angepasst und sind noch schnell in den Supermarkt gesprungen. Dort haben wir fleissig Grillzubehör erworben, also Holzkohle, Anzünder, Steakfleisch, Burgerzubehör (Brötchen, Gurken, Fleischscheiben), sowie ausreichend Sachen gegen den Durst.

Dann haben wir noch Freunde eingeladen, die auch einen Tag eher zum Rafting aufgebrochen waren und haben den Grill angewärmt. Wie man sehen kann, haben wir uns nicht lumpen lassen und ordentlich Spass gemacht, damit der Grill auch schön heiss wird.

Dann gab es selbstgemachte Burger, leider ohne Salat und Tomate, war uns dann doch etwas zu umständlich. Natürlich gab es auch reichlich Steakfleisch. War alles prima und alle waren mehr als satt danach. Als uns dann die Insekten in größeren Scharen angriffen, haben wir das Outdoorgrillen beendet und haben uns in die Feder gelegt.

In der Nacht habe ich mich etwas gequält im Bezug auf Schlaf. Erst hat mich ein Megazug aus dem Bett geworfen. Die amerikanischen Züge sind elend lang und haben bis zu 8 Loks. Nachdem das Ding vorbei war (wir haben übrigens die Bahnstrecke nicht sehen können, war also ausreichend weit weg), ist mir ein tropfender Wasserhahn und eine klappernde Jalousie auf den Keks gegangen, von der Klimanlage des Nachbargebäudes mal ganz zu schweigen.

Um 7 sind wir dann aufgestanden, um den wunderbaren Morgen zu geniessen und ein hausgemachtes Frühstück im nahegelegenen Restaurant zu verspeisen. Kleine Familienrestaurants sind doch noch die besten. Da ist noch Flair dahinter, da wird auch mal geschwatzt und ständig Kaffee nachgeschenkt. Alles ist natürlich frisch zubereitet.

Los ging es zum Rafting. Unser Veranstalter war Moxie Outdoor Adventures. Keine schlechte Wahl, wie sich noch zeigen sollte. Zuerst konnte man noch Kleidung zumieten, also Ganzkörperanzüge, Schuhe und/oder Spritzwasserjacken. Die meisten von uns haben sich mit der Spritzwasserschutzjacke zufrieden gegeben.

Die obligatorische Sicherheitsbelehrung kam als Nächstes. War wenigstens recht lustig. Danach wurden die Boote besetzt. Jedes Boot hat einen Guide bekommen. Hier keimte ja kurzzeitig in mir die Hoffnung auf, dass wir als Vollmännerboot entweder Vanessa oder Stephanie zugeteilt bekommen. Aber nein, wir haben Larry abbekommen. Mit dem zynischen Kommentar des Organisators, dass wir Scary Larry doch vorher fragen sollten, ob er auch seine Medizin genommen hat.

In Erwartung einer sichtlichen Katastrophe haben wir dann nach einer längeren Busfahrt zum Startpunkt eine Outdoorlegende mit Bart, bunten Klamotten und grosser Klappe vorgefunden. Na dann mal los...

Also das Boot ins Wasser getragen und Sitzplatz eingenommen, natürlich Helm und Schwimmweste vorher angezogen. Dann ging es auch schon los. Larry hat immer wieder Kommandos geschrien und wir haben wie die Weltmeister gepaddelt. Erstmal paar Testrunden und dann ging es langsam los.

Es war ein Heidenspass. Wir sind die Stromschnellen runtergetobbt und haben uns ordentlich nass gemacht. Larry hat uns in mit dem Boot zum Surfen gebracht, also quasi in den ruhigen Teil hinter einer Stromschnelle reingehangen und dort das Boot bis zum Anschlag volllaufen lassen...

Es war herrlich, zudem hatte ich auch die Chance auf eine Ausseninspektion des Bootes, da es mich an einem grossen Felsen physikalisch bedingt aus dem Boot gehauen hatte. Das Paddel fest an mich gepresst habe ich dann auf Hilfe gewartet und bin dabei sanft den Fluss hinabgetrieben. Larry hat mich dann wieder reingeholt.

Der Schluss war am besten, da hingen wir auf einem Felsen in einer Strömung fest. Das Boot war mehrere Zentimeter unter Wasser, aber wir sassen noch drin und durch nach vorn klettern und hauruck habe wir das Ding wieder zum Schwimmen bekommen. Larry hatte riesig Spass, denn uns muss doch etwas die Panik in den Augen gestanden haben.

Das Rafting war super cool, einzig die langen Pausen zwischen den schnellen Passagen waren langweilig. Wir haben bis zu 30min auf die anderen Boote gewartet. Für die Experten noch die Info, dass es Level 3 und 4 Stromschnellen waren.

Fazit: Spitze! Gern wieder und auch gern wieder mit Scary Larry. Von Stephanie und Vanessa hätte ich eh nix gehabt, weil ja noch 6 andere Kerle im Boot waren ;-)

Es hat sich übrigens nicht kalt angefühlt im Wasser und auf dem Boot auch nicht (Sonne hat zum Kniesonnenbrand gereicht), aber trotzdem war ich erstmal eine Woche erkältet. Offene Fenster im Bus sind halt nicht mein Ding in nassen Sachen.

Toll Plaza - man trifft sich zum Bezahlen

Gestern bin ich nach Maine gefahren, um mir in Kennebunkport das American Streetcar Museum anzuschauen. Auf Deutsch: Ein Straßenbahnmuseum. Ich mag alte technische Sachen und so habe ich mich sehr darauf gefreut, zudem ging es mir nach den letzten ätzenden Tagen einigermassen besser.

Der Bericht zum Museum folgt, aber erstmal geht es um die Fahrt auf der Interstate-95. Ich habe nämlich etwas Pech mit Stau gehabt, weil quasi ganz Neu England nach Maine in den Urlaub wollte. Deswegen haben sich vor den Mautstationen riesige Staus gebildet. Anfangs wollte ich die Mautstrasse umgehen, aber die Ausweichroute war genauso verstopft, so dass ich doch wieder zurück auf den Interstate bin.

Bezahlt habe ich gestern folgende Beträge: 50 Cent, 1.75 Dollar, 60 Cent, 1.75 Dollar, 1.00 Dollar und zum Schluss noch 3 Dollar für den Flughafentunnel in Boston. Insgesamt ist das nicht teuer und im Regelfall ist es auch in 10-15 Sekunden erledigt, aber wenn der Ansturm riesig ist, dann geht an den Mautstationen kaum mehr was.

Eine Station wurde quasi verdoppelt. 8 Spuren a zwei Kassierhäuschen (hintereinander), das ging dann reichlich fix. Allerdings ist Mautkassierer ein wahrscheinlich sehr gesundheitsschädlicher Job, denn man atmet den ganzen Tag nur Abgase ein und dazu noch die 30 Grad Sommerhitze. Sowas kann nicht gesund sein.

Einige Stationen bieten auch elektronische Spuren, allerdings muss man da erstmal rankommen, wenn man hinten im Stau steht und zudem lohnt sich sowas nur als Pedler.

P.S. Das Bild stammt von der Hinfahrt.

Anschnallen in den USA - Buckle Up

Heute habe ich bei einem kleinen Spaziergang um den Block, was mir natürlich wieder aussätzige Blicke eingebracht hat, festgestellt, dass sich mindestens 50% aller Fahrer nicht anschnallen.

Meine Beobachtungen scheinen ungefähr zu stimmen, denn an manchen Ampel stehen Aktionsschilder der Polizei oder lokaler Gruppen mit der Angabe einer Zielquote und der momentanen tatsächlichen Quote (90% gewünscht, 65% gesehen). Auch hat die Polizei und die Staatsregierung letztens eine große Marketingaktion mit verstärkten Kontrollen veranstaltet. Motto: Click it or ticket! Nicht sonderlich toll gereimt, aber naja.

Jedenfalls ist der gemeine Amerikaner hier nicht sonderlich sicherheitsbewusst, trotz Mahnungen durch Aufkleber im Auto und ständigem Gepiepse, wenn man den Gurt nicht benutzt.

In New Hampshire gibt es übrigens weder Helm- noch Anschnallpflicht... nicht umsonst ist das Motto von New Hampshire: Live free or die!

Foodnetwork - Kochen mit Rachael Ray

Am Anfang fand ich ja einige Fernsehkanäle hier in den USA echt unsinnig. Den 24h-Wetterkanal kennt ja bestimmt jeder, die 24h-Sportprogramme gibt es auch in Deutschland, aber das Foodnetwork sollte relativ unbekannt sein, jedenfalls bei meinen Lesern aus Deutschland. Also eigentlich hielt ich die Kanäle anfangs für doof, mittlerweile sind es aber teilweise die einzigen Kanäle, die man einschalten kann, ohne zu verblöden.

Beim Foodnetwork wird 24h lang gekocht, gebacken und über Essen berichtet. Es sind teilweise wirklich interessante Sendungen dabei. Mir gefallen speziell die Sendungen zur Geschichte von bestimmten Speisen oder wie sie hergestellt werden. Interessant ist auch die Show von Alton Brown Good Eats. Er bastelt quasi in der Küche, macht Experimente und gibt einen Einblick, was mit Essen passiert, wenn man es zubereitet und woher der Geschmack kommt.

Aber meine Lieblingssendungen sind die Shows mit Rachael Ray. Sie kocht in 30min nette Gerichte - 30 Minute Meals oder fährt durch die Welt und versucht den Tag mit 40 Dollar zu verleben und dabei die kulinarischen Köstlichkeiten des jeweiligen Landes oder der Stadt auszuprobieren.

Jedenfalls schaue ich die Sendung gern und weiss jetzt auch, woher das Sprichwort "Das Auge isst mit." kommt. Ich schaue schönen Frauen gern beim Kochen zu, habe ich festgestellt... Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen... ;-))

Spritpreise in Woburn

Auf Wunsch eines einzelnen Lesers gibt es hier mal die aktuellen Spritpreise der Mobil-Tankstelle in Woburn.
  • Normal: 2.39 Dollar pro Gallone
  • Super: 2.49 Dollar pro Gallone
  • Super Plus: 2.59 Dollar pro Gallone
  • Diesel: 2.65 Dollar pro Gallone
Die Preise schwanken täglich, teilweise sehr stark bis zu 10 Cent. Die Benzinnamen sind hier nicht standardisiert, so dass ich einfach mal die ungefähre deutsche Entsprechung notiert habe.

Parken in Boston

Parkplätze
Damit ihr nicht ganz ohne neuem Wissen auskommen müsst, schreibe ich schnell mal eine neue Information nieder.

Parken in Boston, speziell in der Innenstadt, grenzt an Unmöglichkeit, zumindest wenn man kein Geld dafür ausgeben möchte, nicht mal mit wenig Geld als Ziel. Das ist besonders ärgerlich, wenn man hier wohnt.

Eine Kollegin zahlt 100 Dollar pro Monat für einen Parkplatz im Parkhaus. Klingt nicht viel, aber sie hat die Auflage, dass sie am Tage, also zwischen 9:30 Uhr und ca. 18 Uhr nicht Parken darf. Ausgenommen Wochenenden. 2 Krankheitstage sind erlaubt. Sollte das nicht möglich sein, dann kann sie ein Vollticket für 300 Dollar erwerben oder pro Tag 20 Dollar ausgeben.

Auto und Sprit sind in den USA nicht teuer, aber die Nebenkosten...
Photo by Whatknot under CC-BY-2.0.

Entschuldigung

Ihr werdet Euch sicher wundern, warum nicht pünktlich neue Artikel im Blog erscheinen, wie bisher üblich.

Ich bin nach meinem Whitewater-Rafting etwas erkältet und will abends nur noch ins Bett und habe somit keine Zeit und Muse noch einen Artikel zu schreiben. Ich hoffe, der geneigte Leser entschuldigt diese kleine Auszeit.

Ice - Die Kisten gibt es nicht nur im Film

Mal als Beweis, dass es die Eiskisten wirklich an den Tankstellen gibt und nicht nur eine Erfindung von Hollywood sind. Hier kann man grosse Beutel mit Eiswürfeln kaufen.

Grosse McDonalds Werbung in Boston

Einfach mal ein Blick auf eine riesige Werbung für McDonalds und Powerade in Downtown Boston.

Vorabimpression 4. Juli

Fetter Imbiss
Hier eine kleine Vorabimpression zum Artikel über den 4. Juli und seine Feierlichkeiten. Aufgenommen an den Imbissständen bevor das grosse Feuerwerk losging.

Momentan bin ich bissl platt vom Rafting, so dass ich Euch erstmal mit nem Happen abspeisen muss. Morgen kommt mehr.

Treo 650 Software-Update

Es ist ein Software-Update erhältlich, dass einige Abstürze behebt und auch die Sprachqualität verbessern soll. Einfach mal hier langschauen: Treo 650 Updater 1.13. ACHTUNG: Unbedingt die richtige Version beim Update wählen und Update auf eigenes Risiko.

Streichhölzer - Warnung

Herzlich willkommen zur heutigen Episode Streichhölzer aus der berühmten US-Serie Warnungen.

CAUTION: Close box before striking match.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und schalten Sie auch zur nächsten Episode wieder zahlreich ein.

Was man an Kabeln halt so braucht

Hier eine kleine künstlerische Elektro-Ausseninstallation. Gefunden in Boston, North End Viertel.

Bademoden

Ganz wichtiger Hinweis aus Jan's Blog zu den Unterschieden in der männlichen Bademode USA versus Europa.

DoSbS Attacke - Denial of Service by Spiegel

Diesen Text habe ich an einer Spiegel-Online Meldung gefunden:

Update: Wenige Minuten nach Veröffentlichung dieses Artikels war die Seite des Foto-Blogs "We're not afraid" nicht mehr zu erreichen. Nach Entfernung der Direktlinks steht die Seite nun wieder, scheint aber instabil. Erfahrungsgemäß dauert es einige Stunden, bis der Ansturm vorbei ist. Wir möchten sie bitten, die Seite erst zu einem späteren Zeitpunkt zu besuchen.

Es gibt übrigens auch DoSbH ... Denial of Service by Heise. Man wurde quasi geheist.

Mein BBQ-Burger

Gestern war BBQ bei einem amerikanischen Kollegen. Natürlich gab es auch Burger. Leider waren alle Sachen aus dem Supermarkt, einzig gegrillt wurde live, so dass ich mir einen Burger improvisieren musste. Ging so!

Zum Sektfrühstück im GalaxSea Bad

GalaxSea Logo
Am Montag hat Jump-Radio das Team vom Freizeitbad GalaxSea mit einem lustigen Quiz ausgefragt und damit hat sich das Badeteam auch gleich zur Endabstimmung am Freitag qualifiziert (hier nachschlagbar).

Die Frage: Warum kann mit in der Schwerelosigkeit nicht rülpsen?
Die Kurzantwort: ...In der Schwerelosigkeit ist es nicht möglich zu rülpsen - wie im Bier findet das Kohlendioxid hier auch im Körper kein "oben"; es wird nicht in die Speiseröhre geleitet... (Volltext)

Und da wir ja alle Lokalpatrioten sind, werden wir bestimmt am Freitag, dem 2005-07-08 zwischen 12.20 - 12.40 Uhr per Internet oder Telefon abstimmen und unsere Stimme in die GalaxSea Schale werfen :-)

Schilderwahn

Manchmal kann es dauern bis man weiss, dass man an einer bestimmten Stelle überhaupt Parken darf. Gefunden in Boston, North End Viertel.

WikiReader Digest 2005-12 erschienen

WikiReader 2005-12
Gestern ist das neue WikiReader-Digest erschienen. Wer Interesse an guter Leselektüre hat, der kann es beim Verlag Thomas R. Koll kostenlos downloaden oder als gedruckte Ausgabe kaufen.

Themen sind diesmal:
  • Connemara
  • Connemara Nationalpark
  • Kylemore Abbey
  • Croagh Patrick
  • Rock of Dunamase
  • Tara (Ort)
  • Skellig Michael
  • Cliffs of Moher
  • Burren
  • Konföderationen-Pokal 2005
  • Doppler-Effekt
  • Enchiridion Helveticum Constantiae Episcopalis
  • Brunnen (Motiv)
  • Sankt Michaelskirche Berlin
  • Goldene Horde
  • Anarchismus
  • René Descartes
  • Graffiti
  • Io (Mond)

Bildquark?

Eben auf bild.de gefunden (man muss ja auch mal sinnlose Information konsumieren): Eine Stunde später bergen Taucher der Feuerwehr die beiden anderen Azubis aus dem demolierten Wrack in drei Metern Tiefe. Sie werden im Löschboot an Land gebracht. Doch die Reanimationsversuche der Notärztin sind vergeblich, M. und F. sind tot ...

Ich weiss ja nicht, aber ist es nicht eigentlich zwecklos nach einer Stunde noch eine Reanimation zu versuchen? Das hat doch wieder bloss ein Bildschreiberling hingeschmiert, dass kann doch nicht sein... Mediziner? Hilfe?!

Hotdog - Schwerer Hund

Es war der 4. Juli, der amerikanische Tag schlechthin und da wollte ich doch auch beim Essen so amerikanisch bleiben wie möglich. Also habe ich mir einen Hotdog with Cheese geholt.

Er war sichtlich schwer zu essen, denn der Kleckerfaktor war äusserst hoch. Und etwas schwer im Magen lag er dann auch... Naja, für den Feiertag ok, sonst wohl eher nicht. Man bringt doch gern mal ein Opfer.

Mehr alte Flugzeuge in der Wüste

Wer schon immer mal wissen wollte, wo die ganzen zivilen Flugzeuge landen, die nicht mehr gebraucht werden, dem seien die folgenden drei Links zu Google empfohlen: Es gibt bestimmt noch viel mehr Parkplätze. Mehr Google-Satellitenreisen gibt es bei Google Globetrotting.

Mehr unbekannte Fakten aus den USA

Heute gibt es mehr unbekannte Fakten aus den USA geben, die nicht unbedingt die Allgemeinbildung heben, aber trotzdem interessant sind. Man kann natürlich auch einfach nur Schmunzeln.
BBQ
  • In den USA werden jährlich 15 Mio. Grills gekauft.
  • Jährlich werden 4 Mrd. US-Dollar für Grillgeräte und -zubehör ausgegeben.
  • 2004 gab es 15700 Unfälle beim Grillen.
  • 85% aller amerikanischen Familien besitzen einen Grill.
  • 70% aller Grills sind Gasgrills.
  • 2004 wurden 236.5 Mio Pounds (116000 Tonnen) Feuerwerk gekauft.
  • Am 04. Juli (Nationalfeiertag) werden davon 75%-90% abgefackelt.
  • In New York, New Jersey, Massachusetts, Delaware und Rhode Island darf man privat kein Feuerwerk abbrennen.
  • 2004 gab es 9600 Unfälle durch Feuerwerk.
  • 13 Millionen registrierte Wasserfahrzeuge gibt es in den USA.
  • Ende Juni 2004 kostete die Gallone Benzin 1.89 Dollar, ein Jahr später muss man 2.21 Dollar dafür ausgeben.
Quelle: USA Today 2005-07-02
Photo by Saffanna under CC-BY 2.0.

Diet Cherry Vanilla Dr. Pepper

Es soll nochmal um eine 0 Kalorien Cola gehen und zwar Diet Cherry Vanilla Dr. Pepper. Ich bin ein großer Fan von Dr. Pepper Cola und deswegen war ich natürlich neugierg, was mir da im Fernsehen vor die Nase gesetzt wird. Werbung ist doch etwas verführend...

Ich habe also endlich die neue Dr. Pepper im Stop & Shop Supermarkt gefunden. Irgendwie muss ich komisch davorgestanden haben, denn die Leute haben mich ungläubig angeschaut. Kein Wunder, denn die Amerikaner haben ohne Hemmungen mehrere 12er Packungen Cola eingeladen...meist keine Dr. Pepper, sondern Diet Coke und Diet Pepsi. Ich habe also davorgestanden und mich gefragt: Was zum Teufel soll ich mit 12 Dosen Diet Dr. Pepper? Ich will doch nur kosten.

Es gibt aber keine Einzeldosen zu kaufen, also habe ich eine 12er Packung eingesackt. Diese Pappboxen sind nicht einfach nur Verpackungen, nein, so haben noch eine andere Funktion. Sie sind ein Cola-Dispenser im Kühlschrank oder auf Deutsch: Cola-Spender. Die Großpackung passt genau in den Kühlschrank und kuschelt sich quasi in eine Ecke. Nimmt man eine Cola raus, dann rollte der Rest nach...cool.

Der Preis war 3.99 Dollar für alle 12 Büchsen und an der Kasse gab es nochmal 1.49 Dollar Rabatt. Die Dose hat also nur 21 Cent gekostet. Da gehe ich auch mal das Risiko ein, dass ich 11 Büchsen verschenken muss, weil mir die Cola nicht schmeckt.

Kommen wir also zum Geschmackstest. Ich mache es mal nicht so spannend. Sie schmeckt lala. Die richtige Dr. Pepper ist viel besser. Diet Vanilla Cherry Dr. Pepper schmeckt weniger nach Kirsche. Vanilie schmeckt man überhaupt nicht. Zusätzlich bleibt dieser typische pelzige Geschmack zurück, der sich bei Diet/Light Cola bei mir immer breit macht.

Fazit: Ich muss nicht alle verschenken, aber kaufe sie nicht nochmal.

Deutsches Brot in den USA

Brot
Ein deutscher Bäcker verkauft Brot in den USA: Delicious Bauernbrot. Und da wir mal wieder nicht anders können, gibt es auch gleich jede Menge Warnungen dazu:

WARNING: We do NOT issue refunds on this item. Purchase at your own risk.

The bread is hand-made and baked in a brick oven. Variations in shape and color of the bread after baking is common. No two loaves are alike. Shapes vary. Sometimes these loaves are baked lighter, sometimes they are baked very, very dark. There is "flour" on the bottom of the bread; it is not mold. The bread is very, very dense (that means thick). The crust is extremely firm and almost impossible to slice by hand (that's why we recommend using an electric slicer).

We cannot control the condition of the crust or anything else about this bread. This bread does NOT represent every loaf of bread you have had while in Germany. It is our German baker's Bauernbrot. Please do not purchase this bread as a gift for someone else if you have never sampled it yourself and are convinced that they will love it as much as you do.

We do not recommend that you purchase more than one loaf if you are planning to sample it for the first time. It is one of our most popular selling items and has been for over four years. It may not be similar to the bread(s) you purchased while in Germany. If you have any hesitation, we recommend you stick with packaged products. We receive a limited supply of this bread each week because it is hand-made.We do NOT issue refunds on this item. Purchase at your own risk.


Photo by kables under CC-BY 2.0.

War of Worlds - Krieg der Welten

So, da haben wir ihn jetzt gesehen, den neuesten Spielberg Krieg der Welten - War of Worlds. Wie war er nun?

Wir sind zu sechst im Kino gewesen und auch mit sechs Meinungen rausgekommen. Persönlich fand ich ihn gut. Definitiv kein immer wieder sehen und auf DVD kaufen Film, aber nicht schlecht. Düster, kaum Heldentum, gewaltige aber dezente Spezialeffekte, wenn auch eigentlich alles aus dem Computer kam. Spielberg hat sich zumindest bei den Ausserirdischen sehr nahe ans Original gehalten. Sie sahen zumindest nicht hipp modern und futuristisch aus.

Wer Science Fiction mag, aber nicht nach einem neuen Alien sucht, aber auch kein Reinstraum-Science Fiction ala StarTrek braucht, wer nicht auf eine Komödie aus ist und auch ohne Heldentum mit glorreichem Happyend auskommt, der sollte den Film sehen. Wer mit SF nix anfangen kann, der kann es sich schenken.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht. Man bereut es nicht reingegangen zu sein, aber kauft auch keine zweite Vorstellung danach.

Laute Motorräder

Wer in Deutschland schon Probleme mit der Lautstärke von Motorrädern hat und dazu zähle ich mich, der fällt hier in den USA fast sofort tot um, wenn er ein Motorrad sieht. Die Dinger sind hier so mörderisch laut, das geht auf keine Kuhhaut. In New Hampshire nehmen die Jungs auch noch die Dämpfer komplett raus und fahren mit den blanken Rohren rum.

Die Harley, auf der der Jan gerade rumlümmelt, gehört einem amerikanischen Kollegen. Selbiger hat uns das Ding mal vorgeführt und somit angelassen. Wir haben förmlich darum gebettelt, dass er das Ding wieder ausmacht...

Passend zu den lauten Maschinen ist auch, dass die Jungs hier keine Motorradklamotten tragen, sondern meist nur ein T-Shirt und Jeans. Die Helme sind meist nur ein Witz und in New Hampshire hat fast keiner einen auf.

Da sagt mir doch meine Fahrerin vom Hotelshuttle letztens, dass Motorradfahren ja so wahnsinnig gefährlich ist und sie nie selber fahren würde, sondern maximal mitfahren... ??? Die Leute verstehe mal einer...logisch, dass man bei fast Nacktfahren ein hohes Risiko eingeht.