Momente aus einem Starbucks

Er ist der offizielle Starbucks-Wilmington Womenizer. Anders kann es nicht sein. Er stand nah der Kaffeeausgabe und hat ausnahmslos mit jedem Mädchen ein Gespräch angefangen. Wenn keine Dame in der Nähe war, dann hat er die Damen hinterm Schalter bearbeitet. Jetzt ist er gerade weg und hat sich mit "Starbucks is like a church to me." verabschiedet. Nun gut, der Spruch hätte auch von mir sein können.

Links sitzt ein Mädchen und gerade ist einer reingekommen, der offensichtlich sie nicht kennt, aber sie treffen will. Er hat einen Notizblock mit. Es wird scheinbar ein Bewerbungsgespräch. Sowas wie eine Abwerbung, weil sie einen Managerjob irgendwo hat. Riecht er oder sie so stark? Ich glaube er, denn vor 4 Minuten ist es mit noch nicht aufgefallen.

Sieht so aus, dass es in einer Filiale nicht läuft und der Gebietsleiter scheinbar an der Chefin der Filiale vorbei die Dame aushorcht. Gleichzeitig bietet er ihr indirekt den Managerposten an. Oder sowas...

Jetzt sind sie weg und stattdessen sitzt eine Hausmaklerin mit ihren Kunden da und bespricht, welche Häuser sie anschauen und welche Preise und Finanzierungen sie probieren wollen. Mir gegenüber, leider nicht an meinem Tisch, sitzt was fürs Auge. Sehr natürlich, lustige Augen und den Rest brauche ich ja hier nicht beschreiben... ist auf jeden Fall indirekt nicht gut für meinen Blutdruck. Laut wissenschaftlichen Studien aber gut für mein erreichbares Alter. 5 Minuten pro Tag auf eine schöne Frau schauen, verlängert das Leben eines Mannes jeweils um 30 Minuten. Geht pro Tag aber nur einmal. Wenn ihr meine Blogeinträge durchschaut, dann könnt Ihr Euch ja ausrechnen, dass ich locker 1,5 Jahre gewinnen werde. Mehr ist es leider nicht.

Eben eilt ein Starbucks-Angestellter rein. Er scheint seinen Schichtanfang verpasst zu haben, denn er rennt wie blöde. Bin ich gespannt, wen er ablöst... ah... den anderen Herren, der schon am Anfang meines Besuches da war.

Sie haben jetzt irgendwelche Sachen unterschrieben. Damit dürfte der Ruin des Paares nicht mehr weit weg sein. Die Maklerin erklärt jetzt Gebühren und Kleingedrucktes. Übrigens hier in den USA immer die grösste Position in Verträgen und Werbeanzeigen. Wenn jemand Dir einen Vertrag pro Monat von 29,95 Dollar anbietet, dann lies mal das Rauschen am Ende der Seite. Gebühr hier, Gebühr da, gültig nur 6 Monate, Strafe hier, Strafe da, Atmen geht extra und so weiter. Das deutsche Kleingedruckte ist da total harmlos gegen. Da kann man mal nix gegen den europäischen Verbraucherschutz sagen.

Sie erzählt gerade vom Hausinspektor und den Termiten, die er finden könnte. Sie können dann irgendwie zurücktreten, aber müssen 1.000 Dollar löhnen. Aber ich habe es wohl nicht richtig verstanden. Interessant ist, dass sie deutlich älter erscheint, als er ist. Der Jüngling muss also das Geld ranschaffen ;) Eventuell ist sie auch heute nur nicht wirklich fit und sieht deswegen älter aus. Er hat auch gerade einen 1.000 Dollar-Scheck ausgefüllt und der Maklerin gegeben. Keine Ahnung, welche Gebühr das jetzt ist. Der Lieblingssatz von Frau Neuhausbesitzerin ist übrigens. "Oh, really?!"

Neu im Starbucks sind jetzt eine ältere Dame und ihr Mann(?). Er benimmt sich... naja... protzig. Singt laut die Sinatra-Lieder mit, macht irgendwelche Bemerkungen, sehr laute Bemerkungen und sie versucht ihn immer wieder leise zu bekommen. Er ist Italo-Amerikaner oder wie auch immer diese Linie heisst. Das merkt man immer an der Art und Weise, wie die Leute reden. Ich kann es nicht beschreiben, es ist ein ganz spezieller Sing-Sang, der etwas geschwollen wirkt.

So, reicht jetzt. Heute Abend ist Halloween-Party und vorher muss ich noch etwas arbeiten. Die Wochenenden dienen hier eigentlich nie der Erholung.

Chipsschnurpser

Ich hasse immer noch Chipsschnurpser am Nachbartisch. Wenn mich was wild macht, dann solche Geräusche. Mit wild meine ich nicht den Zustand sexueller Erregung...

Kaffee und sonst nix

Ich sitze im Starbucks am Commercial Way und trinke meinen obligatorischen Latte. Dazu gibt es ein Oatmeal (Haferflocken) mit Trockenfrüchten. Als besonderen Bonus habe ich mir heute noch eine Minitafel Milchschokolade gegönnt. Mir war irgendwie danach.

Draussen regnet es und nachher geht es noch zu Chilis, um sich was einzuwerfen. Freunden gelüstet es danach und so schliesse ich mich einfach an. Wird zwar bissl spät, aber ich muss ja nicht die Riesenportionen spachteln

Viel zu schreiben habe ich nicht, da der Tag heute lang und geschäftig war. Ausserdem ist das Starbucks am Abend immer sehr ruhig. Auch gehört die Filiale auch nicht gerade zu den schönsten Läden und ist wenig gemütlich. Muchtig irgendwie.

Letzte Woche habe ich das erste Starbucks entdeckt, das geschlossen wurde. Am Whole Foods. Lag wohl doch bissl ungünstig. Ich entlasse Euch heute also mit weniger Worten in den morgigen Tag in Deutschland.

Neuer Trendsport - Beer Pong

Beer Pong Spielfeld

Eben im Fernsehen gesehen, dass Beer Pong ein beliebter Sport an Universitäten und Colleges in den USA ist. Schon mal einer davon was in Deutschland gehört? Gibt sogar Regeln fürs Saufen. Beer Pong in der Wikipedia. Es gibt sogar Zubehör zu kaufen und eine Liga dafür - bpong.com.

Bild aus Wikimedia Commons

Noch Leser da?

Liest eigentlich noch einer mein Blog? Ist so ruhig geworden...

Wasser, Bücher und keine Brüste

Ich sitze da, wo ich immer sitze, wenn es Sonntagabend ist und mein Tag nicht anderweitig verplant ist. Neben mir steht die übliche Tasse Latte, diesmal aber leer. Auf das Süsse habe ich verzichtet und stattdessen noch etwas Flüssiges gekauft - Jones Naturals. Ein Gemisch aus Saft und Wasser. Mit wenig Kunst drin, aber leider mit "Natural Flavors". Man bekommt hier in den USA und ich glaube auch kaum noch in Deutschland, etwas ohne Geschmacksstoffe. Egal ob künstlich oder natürlich... Natürlich ist eh nur eine Lüge, da es nachgebaut ist, aber halt so wie die Natur es mal gemacht hat.

Die Bedienung hier im Café schleppt Wasser in grossen Mengen an und stellt es in den Kühler. Natürlich ist um das Wasser eine Flasche ringsrum... würde sich sonst schlecht tragen lassen. Es ist Fiji-Wasser. Für mich eine Ausgeburt des ökologischen Wahnsinns. Wasser über tausende Kilometer zu transportieren, und dann auch noch in ölbasierte Verpackungen zu füllen. Gereinigtes Wasser von Nebenan schmeckt nur unwesentlich anders.

"Currently it takes about 63 million gallons of oil per year to manufacture disposable water bottles for US consumption."

Quelle: Bottled Insanity

Links neben mir sitzt eine Frau mit ihrem Sohn. Sie haben einen riesigen Stapel Zeitschriften vor sich liegen und blättern sie durch. Seite für Seite. Sie scheinen nicht zu lesen, nur die Bilder anzusehen. Der Sohn reisst in den Modezeitungen immer die Schnüffelecken auf und riecht dran, also da wo Parfüm drunter ist.

Dazwischen sitzt eine reifere Dame mit einem Schoko-Cupcake und einer Tasse(!) Kaffee vor sich. Spontane Sympathie. Ich habe heute den Kaffeezusammenbrauer bei Panera Bread böse angefaucht, weil er mir den Latte in einem Pappbecher gereicht hat und nicht in einer Tasse, obwohl ich explizit danach verlangt habe. Der hat mich angeschaut, als wäre ich vom Mond. Wenn Deutschland der Mond ist, ja, dann bin ich vom Mond. Ausserirdisch genug sehe ich zumindest oft aus, weil sich so viele Leute an mich erinnern.

Die neue Chefin bei Panera konnte sich auch gleich erinnern und meinte, ob ich wieder Salat will und Brot dazu. Dann kam noch die Frage: "Are you French?" Nein, ich bin leider nicht so charismatisch. "I am a Lunarier." Naja, habe ich nicht gesagt, aber wäre in dem Moment passend gewesen. Wobei ich nicht mal ansatzweise weiss, wie Lunarier übersetzt wird.

Bei Barnes & Noble wollte ich mir ein Buch kaufen. Einen Roman oder so, da ich meinen Ken Follett - Eisfieber schon ausgelesen habe. Aber ich konnte mich nicht motivieren, ein Buch zu erwerben. Ich habe ja noch mein Astronautenbuch. Lese ich das halt zuerst.

"I'm allergic to herbs." Das kam gerade aus dem Mund einer jungen Dame, die an mir vorbeilief. Ist das nicht etwas pauschal? "Ich bin gegen Kräuter allergisch." Sei es drum, eventuell meint sich auch nur, dass sie gesunde Sachen nicht leider kann ;) Ich weiss, bin wieder gemein.

Heute habe ich bei AT&T einen Datenplan für mein Handy erworben bzw. um genau zu sein, ich habe 100MB Volumen gekauft, damit sich mein Kalender und mein Adressbuch synchronisieren können. Leider hat das Handy als erste Aktion 14MB runtergeladen, weil das Betriebssystem-Update Android 1.6 gerade für mein Handy rausgekam. Doof, aber am Ende nicht schlecht. Nach einem Reboot lief es dann gleich mit den neuen Features und es fühlt sich schneller an. Ganz besonders cool ist, dass es jetzt eine Anwendung gibt, die den Stromverbrauch von Teilkomponenten anzeigt, so dass man weiss, wo man seinen Akku runterleiert.

Die Dame mit der Cupcake neben mir friert. Sie hat sich die Jacke wieder übergezogen. Kann ich nachvollziehen, dann die Klimaanlage pustet mehr als frisch in den Nacken. Leider war kein anderer Platz heute frei, da Barnes total voll ist.

Der neue Ebook-Reader von Barnes & Noble scheint cool zu sein. Er heisst nook. Leider kann man damit natürlich keine Bücher bei Amazon kaufen und umgekehrt keine Bücher mit dem Kindle bei Barnes. Was will ich denn mit zwei Geräten am Ende?

Mein Abendbrot wird heute aus den Resten im Kühlschrank bestehen. Es tummeln sich noch Salat, Käse, Sprossen und Tomaten im Vorrat und das muss weg. Lungern schon seit Dienstag im Kühler rum. Ich entlasse Euch also in die Woche und nicht vergessen, die Ostküste der USA ist Eastern-Timezone und die ist jetzt nur noch 5 Stunden zurück, weil wir die Uhr noch nicht auf Winterzeit gedreht haben.

Schöne Woche!

Einem Astronauten die Hand geschüttelt

Heute hatte ich das Vergnügen, den Space Shuttle Astronauten Mike Mullane auf der STPCon 2009 kennenzulernen. Die STPCon ist eine Testkonferenz und Mike wurde eingeladen, um aus Sicht eines Astronauten Motivation zum Thema Testen zu versprühen. Man kann sich ja durchaus vorstellen, dass die NASA eventuell Sachen vorher ausprobiert, damit es dann erfolgreich fliegt.

Mike erzählte wunderbar, wie man als Astronaut lernen muss, die Toilette zu treffen, wie er zu NASA gekommen war, wie die Flugcomputer des Shuttles grob funktionieren usw. Aber der eigentliche Kern seiner Rede war "Normalization of Deviance" und es klang zunächst überhaupt nicht nach Testen.

Er erklärte uns verständlich, wie die "Normalisierung von Abweichungen" bzw. treffender die "Gewöhnung an Abweichungen" schlussendlich zu Katastrophen führt. Im Fall der NASA zu Unglücken, wie der Explosion des Challenger-Shuttles 1986.

Der Grund für das Unglück lag in einfachen Gummidichtungen (O-Ringe). Diese Ringe dichten die Feststoffraketen-Segmente ab. O-Ringe dürfen nicht porös werden und niemals mit Hitze in Kontakt kommen, denn das Innere der Rakete brennt aus und die Flamme darf nur nach unten und niemals zur Seite entweichen.

Der Hersteller entdeckte sehr zeitig, dass die Dichtungsringe mit Brandspuren von den Flügen zurückkehrten und alarmierte die NASA, da laut Vorschrift und Spezifikation niemals ein Ring mit Flammen in Kontakt kommen durfte. Da die NASA zu dieser Zeit unter extremen Druck stand, hat man das Problem verzögert, ignoriert und heruntergespielt. Immer mehr Flüge kamen mit immer mehr Schäden zurück, aber da bisher nichts passiert war, hielt man das Problem für hinnehmbar, obwohl die ursprüngliche Spezifikation und alle Warnungen des Herstellers andere Dinge erzählten.

Jeder Flug ohne offensichtliche Probleme, aber mit beschädigten Ringen, war quasi die Bestätigung der Abweichung. "Eigentlich haben wir doch kein Problem." "Ist schon nicht so schlimm, geht doch bisher." Am 28. Januar 1986 trat dann genau die Situation ein, die viele vorhergesagt hatten. Ein Techniker hatte sich nur um 73 Sekunden geirrt. Er hatte die Explosion am Boden erwartet.

Mit diesem drastischen Beispiel menschlicher Gewohnheit, hat er sehr schön einen unserer typischen Fehler vorgeführt, denn wir nehmen oft unter Druck Abkürzungen und gewöhnen uns dann daran, weil es ja gut ging. Jede erfolgreiche Abkürzung wird zur Bestätigung der Abkürzung, weil ja nichts passiert ist.

Für uns Tester heisst das übertragen, dass ein aus Zeitgründen ausgelassener Test wohl auch beim nächsten Mal ausgelassen wird bzw. man uns dazu "zwingt", darauf zu verzichten, weil beim letzten Mal ja alles in Ordnung war.

Am Ende des Vortrages habe ich dann sein Buch "Riding Rockets" mit Widmung erworben und ihm die Hand geschüttelt, denn er hat Recht. Wir gewöhnen uns viel zu oft an unsere Ausnahmen und Abkürzungen... bis es eines Tages zu spät ist. In seinem Geschäft wird das dann eine Meldung in den Abendnachrichten. Glücklicherweise ist es in meinem Geschäft meist "nur" ein finanzieller Verlust.

Fort William Historic Park, Kanada

Heute gibt es einen Blick zurück in den Urlaub. Wir waren in Kanada im Fort William Historic Park. Sehr interessant, weil ein lebendes Museum. Leider waren wir zu einer ungünstigen Zeit da. Die Touristen waren schon alle weg für das Jahr und so waren nur wenige geführte Touren pro Tag im Angebot. Auf unsere nächste Tour hätten wir 2 Stunden warten müssen und so haben wir es selbst entdeckt. Nur der halbe Spass... aber vielleicht beim nächsten Mal.

Fort William Historical Park (formerly known as Old Fort William) is a Canadian historical site located in Thunder Bay, Ontario, that contains a reconstruction of the Fort William fur trade post as it existed in 1815. It officially opened on July 3, 1973.

Das Bild entstand im Inneren eines Lagerhauses. Sehr schönes Licht und prima nostalgische Stimmung. Da konnte man sich prima in der Zeit zurückversetzen.

Quelle: Zitat aus der Wikipedia unter CC-BY-SA-3.0

Vermischtes vom Wochenende

Es ist Samstag und es ist gleich Mittag. Ich sitze im Panera und kaue auf einem Bagel mit Frischkäse rum. Neben mir steht der übliche Kaffee Latte. Die Tassen sind übrigens kleiner geworden. Man müsste glatt mal ausrechnen, wie viel Milch pro Kunde gespart wird und wie das sich auf die Kosten auswirkt. Die Espressomenge scheint gleich zu sein.

Der Laden füllt sich und die Schlange wird länger, da jetzt Mittagszeit ist. Gerade ist ein junges Mädchen reingekommen. Sie konnte blind SMS oder Twitter auf ihrem Handy schreiben. Sie schaute nach vorn und tippe wie wild. Naja, der Vorteil einer richtigen Tastatur am Handy ist nicht zu unterschätzen.

Im Panera erkennt mich übrigens keiner wieder, dann hier rotiert das Personal wie verrückt. Das einzige Gesicht, was mir bekannt vorkommt, ist die südamerikanische Tischabräumerin. Die neuen Leute haben die Sache hier scheinbar nicht im Griff, denn die Menge der Kunden, die nach Sachen fragt und sich beschwert, weil noch was fehlt, ist gross. Vorher ist mir das noch nie aufgefallen. Mein Kassierer hat sich aber auch echt behäbig angestellt. Da bin ich mir nicht mal sicher, ob am Abend die Kasse stimmt.

Riesige Stiefel sind bei den Frauen übrigens gerade in. Hoch, weit und dick. Wenn ihr die Stiefel von Tieftauchern aus Eisen kennt... so, nur aus Stoff und mit einer vernünftigen Farbe. Aber die Form und Grösse stimmen.

Wie immer geht das WLAN bei Panera nicht richtig. So als würden Schnecken die Pakete transportieren. Diesmal habe ich sogar einen anderen Rechner mit einem anderen Betriebssystem am Start. Apropos Rechner. Da ich hier in den USA nur einen Prepaid-Handy-Vertrag habe, laufen meine Daten vom neuen Android-Handy nicht übers Netz, um sich zu synchronisieren. Ich habe also mal zum kurzen Abgleich angeschaltet. 1,26 Dollar für 126kB, also 1 US-Cent pro Kilobyte. Was für ein Nepp.

Jetzt wird es langsam zu voll. Ich überlege, ob ich mich mal migriere und zwar zu Barnes & Noble, denn da kann gleich mal nach Lesestoff für die nächsten Wochen schauen. Was Kurzweiliges ohne Tiefgang, aber mit Unterhaltungswert. Ich lasse Euch wissen, was ich finde.

Gerade kommt eine Mutter mit ihrem überernährten Kind rein. Ist das schlimm... eigentlich müsste das Jugendamt hier einschreiten. So etwas ist Körperverletzung.

Das Paar am Nebentisch macht mich total alle mit ihrem Rumgehopse und Tüten rumreichen. Sowas unruhiges und quirliges. Er wirft ständig Dinge runter und sie springt vor und zurück.

Ich habe gerade im Hotel festgestellt, dass im Hotel neuerdings überall im Zimmer Energiesparlampen drin sind. Im Büro sind plötzlich im Flur die Lichtschalter verschwunden und durch Zeitschalter ersetzt worden. Ja genau die, die ich immer abends ausgemacht habe, weil der Flur wie ein Fussballfeld geleuchtet hat. Selbst für den Tag war es sinnlos hell.

So, es reicht für heute. Ich gebe Euch den kurzen Text mit in den späten Montag/frühen Dienstag.

Keine Kopien bitte

"Every man is born an original, but sadly, most men die copies."

Abraham Lincoln

Filmkritik - Surrogates

Surrogates - Plakat

Jetzt soll es einige Worte zum Film Surrogates mit Bruces Willis geben, denn heute waren wir im Kino am regnerischen Nachmittag. Surrogates ist Science Fiction und spielt in Boston, also hier in der Gegend. Es wurde auch wirklich hier gedreht.

Im Film geht es um eine Zukunft der Menschheit, in der wir nicht mehr selbst auf die Strasse gehen, sondern Ersatzmänner in Form von Maschinen schicken. Die Maschinen sind schneller, sicherer und sehen besser aus. 98% der Menschheit lebt so. Die restlichen 2% leben in "Reservaten". Wenn der Ersatzmann "stirbt" bzw. zerstört wird, dann stirbt der Mensch nicht. Er wird rechtzeitig getrennt und steht danach aus seinem Steuersessel zu Hause auf, als wäre nichts gewesen.

Nun kommt es aber vor, dass zwei "Operatoren", also die echten Menschen zu Hause sterben, weil der Ersatzmann zerstört wurde. Da das technisch nicht passieren darf, entwickelt sich eine interessante Geschichte. Mehr möchte ich hier nicht verraten, sonst macht es keine Spass, den Film zu sehen.

Die Darstellung der Surrogates ist faszinierend und eigentlich eine perfekte Karikatur auf den Schönheitswahn unserer Zeit. Auch kann man die Kritik an unserem übertriebenen Sicherheitsbedürfnis sehen, denn niemand geht freiwillig mehr auf die Strasse, weil es unsicher und gefährlich ist.

Dem Film fehlt aber etwas der rote Spannungsfaden, an dem sich die Lösung entspinnt. Auch der Held entwickelt die Geschichte nicht, sondern es passiert einfach und er kommt dahinter. Mehr ausgearbeitete Details dieser neuen Gesellschaft hätten dem Film nicht geschadet, um alles noch etwas interessanter zu machen. Aber ich habe mich nicht geärgert, ins Kino gegangen zu sein.

Fazit: Surrogates ist guter Science Fiction, dem leider die letzte Portion Logik und Spannung fehlt, um ein super Film zu sein. Man hätte etwas mehr daraus machen können. Der Film ist sehbar, speziell wenn man auf diese Themenstellung steht. Alle anderen können auf die Ausstrahlung im Fernsehen warten.

Poster by Wikipedia

Lufthansa, Starbucks, Obst und ein fehlender Kamm

Da sitzt er wieder an seinem Kaffee Latte und meisselt die vorbeiziehenden Gedanken und kurze unverständliche Sätze. Heute bin ich französisch geprägt. Neben mir sitzen zwei junge Damen, die sich eine Weile auf Französisch unterhalten haben. Jetzt machen sie eine Englisch-Session. Keine Ahnung warum, aber ich nehme an, dass die eine Dame keine Französin ist, weil sie nicht den gewissen Akzent hat. Sie klingt eher Deutsch... ganz bestimmt Deutsch. Interessant ist, dass ich in ihrem Französisch keinen Akzent geahnt habe.

Und heute bin ich mit einem Auto hier, dass aus Frankreich rübergefahren wurde. Keine Ahnung bis wohin, jedenfalls hat mir Sixt einen Ford C-Max mit französischem Kennzeichen gegeben. Leider führte das auch dazu, dass ich erstmal die Sixt-Jungs ums Auto schicken musste, weil es total zerkratzt war. Sie hatten nur eine kleine Sache am Heck im Vertrag stehen und ich wollte mir den Rest nicht anlasten lassen. Sie sind also mit Kamera und Schreibblock 15 Minuten ums Auto gerutscht und haben alle Kratzer und Flecken festgehalten.

Einige Leute auf der Autobahn, aber auch in Jena, haben mich komisch angesehen. Ich führe es auf den Wagen zurück und nicht auf meinen kurzen Haarschnitt. War jedenfalls lustig, aber ich musste heute aufpassen, dass ich den Wagen nicht bei Europcar abgebe, weil es meine erster Sixt seit 6 oder 7 Jahren war. Gewöhnung halt.

Momentan sitze ich im Starbucks im Terminal 1 auf dem Frankfurter Flughafen. Heute habe ich das erste Mal eine Handy-Bordkarte probiert. Soll heissen, dass ich ein lustiges Bildchen auf meinem Handydisplay habe, dass ich auf alle möglichen Lesegeräte halten kann und dann soll es angeblich piepsen und man lässt mich gewähren. Bin gespannt.

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Chicago als einfaches Panorama

Hier noch schnell ein Bild von Chicago. Schnelles und einfaches Panorama. Noch keine Zeit gehabt, es auszurichten oder anderweitig zu korrigieren. Nur als Eindruck... damit wären wir quasi rum im Bezug auf meine Urlaubstour, aber ich habe noch Material von hier und da. Ausserdem sollte es demnächst wieder Barnes & Noble-Einträge geben.

Die Fälle am Abend

Ein Blick auf die Niagara Fälle von der kanadischen Seite aus. Aufgenommen ca. 22 Uhr. Die Fälle werden in wechselnden Farben angestrahlt und der Weitwinkel war nicht weitwinklig genug.

Hier das grosse Originalbild für den "Sammler".

Über dem Boden, da muss die Freiheit wohl grenzenlos...

Ein Blick aus ca. 350m auf den Boden der Tatsachen. Aufgenommen auf und vom Glasfussboden des CN-Towers in Toronto, Kanada aus.

Pistole gegen Handy

An einem Auto in Minnesota gefunden. Kann mich nur mit dem zweiten Teil anfreunden... der erste Teil ist doch etwas... liberal radikal.

Fenstersprüche

Motivierende Fenstersprüche aus den USA. Gefunden in Duluth, Minnesota.

Die gelbe Etage im Guthrie Theater

Ein Blick aus der obersten Etage des Guthrie Theaters in Minneapolis. Die Fenster sind wirklich so gelb und die Stimmung ist einzigartig. Von hier hat man auch einen wunderbaren Blick auf die ehemaligen Mühlen, die das Gesicht von Minneapolis über Jahrzehnte prägten und jetzt grösstenteils stillgelegt sind.

Der Gopher-State Minnesota

Mein Urlaub hat mich auch nach Minnesota geführt. Dieser US-Bundesstaat trägt u.a. den Spitznamen Gopher-State. Da ich bisher nicht wusste, dass ein Erdhörnchen auch ein Gopher sein kann bzw. auch so heisst, hier ein namensgebender Einwohner in Grossaufnahme. Es handelt sich dabei um das Thirteen lined ground squirrel - das dreizehnstreifige Erdhörnchen.

Getroffen habe ich das Tierchen im Sculpture Garden von Minneapolis.

Gleich was zum Rätseln

Wo ist das? Lag auf meiner Reiseroute und ist Kunst. Übrigens ist die Kirsche etwas grösser als eine echte Kirsche... der Dunst ist zerstäubtes Wasser. Das Ding ist ein Springbrunnen.