Buchkritik: Robert Charles Wilson - Julian Comstock
Gerade habe ich Robert Charles Wilson - Julian Comstock ausgelesen und deswegen soll es auch gleich einen Kurzabriss geben, damit ich es nicht wieder vergesse.
Julian Comstock spielt in der Zukunft, aber das Buch ist kein High-Tech Science Fiction, sondern Low-Tech. Die Technologie ist verschwunden und die Welt erfindet sich gerade wieder neu. Man gräbt nach den alten Sachen der untergegangenen Welt. Die Dampfmachine ist aktuell, Öl gibt es keins mehr, Kohle ist die Energieform der Wahl. Computer kennt man nicht, Hochhäuser sind Skelette und vom alten Glanz ist kaum etwas übrig, nur Gerüchte und feuchte muffige und illegale Bücher, die nicht jeder lesen kann, weil nicht jeder lesen kann.
Amerika's Hauptstadt ist jetzt New York und der Amtssitz des Präsidenten liegt auf dem Gebiet des ehemaligen Central Park. Amerika reicht vom Panamakanal bis weit ins ehemalige Kanada. Es ist immer Krieg - Amerika und die Deutschen kämpfen gegeneinander. Nicht wirklich die Deutschen allein, denn "die Deutschen" ist der Sammelbegriff für Europa, dass auch nicht mehr so aussieht, wie es mal war.
Gesellschaftlich hat sich auch viel verändert. Ein Feudalsystem ist wieder entstanden, aus Aristokratie, Leiharbeitern und Leibeigenen. Die Kirche hat quasi das Sagen und diktiert Moral, Politik und Literatur. Der Präsident regiert auf Lebenszeit und wird nur noch bestimmt, nicht mehr gewählt.
In dieser Welt erzählt der gedachte Autor des Buches von seiner Freundschaft zu Julian Comstock, eines Neffen des gegenwärtigen Präsidenten. Das ganze Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und der Gesamtstil liegt irgendwo zwischen Tagebuch, Biografie und Roman. Beide erleben Kindheit, Jugend und Krieg zusammen und der Rest sei jetzt nicht verraten.
Wilson hat ein interessantes Buch geschrieben, dass leider nicht ganz alle Erwartungen erfüllt. So wartet man vergebens auf mehr Einblicke in die Zeit zwischen dem Heute und der Zukunft, die so komplett anders ist. Auf das Warum es so gekommen ist und warum die Welt so immens zurückfiel, geht er nicht weiter ein. Vielleicht, weil die Menschen dieser neuen Zeit auch nichts vom Gestern wissen. Die Kirche hortet das Wissen über das Damals und gibt es nicht frei. Ausgegrabene Bücher aus alten Städten machen unter der Hand die Runde, denn es ist illegal Bücher ohne Freigabe des Dominion (der Kirche) zu lesen.
Julian Comstock ist durchaus lesenswert, wenn man damit leben kann, dass nicht alle Fragen beantwortet werden und die Geschichte doch teilweise zu naiv verläuft. Aber schliesslich lesen wir aus der Perspektive eines anderen Schriftstellers, der Julian und sein Leben nachzeichnet und natürlich zu Übertreibung und Vereinfachung neigt.
Fazit: Ok-Stoff wenn es draussen regnet und schneit.
Produktnamen - Seifige Susi

Lustige Produktnamen haben ihren Charme. Hier ist es die Seifen Susi. Angetroffen auf einer Herrentoilette und sie spendete Sauberkeit in Form von Flüssigseife.
Produktnamen - Brooklyn ist sicher
Speziell meine amerikanischen Kollegen wird es freuen zu hören, dass Brooklyn ein sicheres und kuschliges Plätzchen ist.
Brooklyn soft und sicher Taschentücher. Gefunden bei DM.
Meine Brieftasche
Momentaufnahme der Währungen in meiner Brieftasche. Nervig wird es nur beim Kleingeld. Und? Wer kennt die Länder oder Gebiete dazu?
2010 und alles ist wie immer
2010 und ich sitze im Café. Nichts hat sich geändert. Im Prinzip das gleiche Chaos wie 2009. Sobald draussen Bedienung nötig ist, bricht der Laden halb zusammen. Ich könnte meine Blogeinträge von 2009 1:1 kopieren.
Schon wieder
Schon wieder eine Entschuldigung... tut mir leid, dass Ihr leidet. Aber momentan ist kein Saft drin. Habe Euch nicht vergessen.
Wenn ein Mann alt wird
"Ein Mann merkt, dass er alt wird, wenn er die Mutter scharf findet und nicht mehr die Tochter."
(Der Blogautor)
Gleich zwei SF-Buchkritiken
Heute möchte ich meine beiden letzten Bücher in einem Artikel abhandeln. Wie immer sei nicht viel vom Inhalt verraten.
Der erste Buch ist von Andreas Eschbach und heisst Solarstation. Es spielt an Bord der japanischen Solarstation NIPPON, die um die Erde kreist, um das Sonnenlicht einzusammeln und mit einem Mikrowellenstrahl zur Erde zu schicken. Doch dann geschieht der erste Mord im Weltraum und ein fremdes Raumschiff dockt an.
Eschbach hat einen schöne Geschichte geschrieben, die von einem mächtigen Japan handelt, dass die USA überflügelt hat. Europa ist zerstritten und im Nahen Osten ist Krieg. Man fühlt sich beim Lesen quasi an Bord der Raumstation und schwebt mit dem Helden durch die Module. Leider verliert sich der Charme eines guten Krimis mit einem Ermittler schnell in hektischen Handlungen, die die Geschichte etwas zu schnell zu Ende kommen lassen. Die Spannung ist dann etwas dahin.
Trotzdem kurzweiliger Science-Fiction, den man schnell mal an einem Tag verzehrt hat und der nicht gross belastet. Durchaus lesenswert.
John Scalzis Roman Androidenträume spielt dagegen in einer noch ferneren Zukunft, denn Ausserirdische sind etwas ganz Normales. Natürlich sind nicht alle Ausserirdischen lieb und nett, einige sind durchaus intrigant. Also kommt es im Laufe der Geschichte zu Missverständnisen und einem Wettlauf um den Androidentraum. Nur soviel sei gesagt, es ist keine Maschine.
Das Buch ist schön zu lesen, leider spielen zu viele Charaktere mit und man verliert leicht die Übersicht, wer jetzt eigentlich was will. Einige Stellen sind auch etwas zu viel Fantasy für meinen Geschmack. Die Scheibenwelten und Douglas Adams lassen grüssen. Es dauert auch etwas lange, eh das Buch verrät, wo die Reise überhaupt hingehen soll.
Als Fan von SF macht man trotzdem wenig falsch, man muss nur genau auf die handelnden Personen und ihre Namen achten. Gerade die Ausserirdischen heissen irgendwie alle gleich.
Trödelladen
Ich beobachte den "Hinweis 10 - Ihre Smartcard ist für die Sendung nicht freigeschaltet." auf dem Bildschirm meines Fernbildübertragungsgerätes. Die Störungstelle meinte, sie könne nix machen, da gerade ihr System nicht funktioniert. Er könne sich es ja mal aufschreiben. Früher konnte ich die blöde Karte wenigstens online freischalten, aber der Link ist nicht mehr zu finden.
Kabel Deutschland ist echt der Trödelladen der Nation. Was ich da schon für Stress hatte. Wann unternimmt eigentlich mal jemand was gegen das Kabelmonopol? Die doofe Regierung soll Google in Ruhe lassen und die Kabelgesellschaften mal in Schwung bringen.
Eva in jungen Jahren
Die Frau am Fenster sieht bissl aus wie Eva Mendes mit 19.
Viel Kaffee, Scharfe Tauben, Schnee und Überfall
Es ist echt lange her, dass ich in einem Café sass und einen Text für Euch tippte. Heute soll es mal wieder soweit sein. Zuerst wie immer der Speisestatus: Milchkaffee und dazu war ein Stück Erdbeer-Schmand auf dem Teller. Nun natürlich nicht mehr.
Auf dem Weg ins Café habe ich einen Täuberich dabei erwischt, wie er spitz wie Lumpi eine Täubin begurrt hat. Der war ja sowas von spitz ;) Voll den dicken Hals gehabt und dabei ist es momentan total frisch draussen.
Und da geht ein Skypefenster auf und jemand ist dran. So ist das, mit der totalen Vernetzung. Wenigstens plaudert mein Handy nicht meinen Status und Aufenthaltsort an die Allgemeinheit raus. Mein Netzbetreiber weiss das zwar, aber noch steht es nicht auf Gesichtsbuch oder Gezwitscher. Einige Sachen sollte man vermeiden. Spätestens, wenn man ausgeht und vergisst seine Position zu sperren und plötzlich die Freundin die schöne Stimmung verdirbt ;)
Ich stelle gerade wieder fest, dass man als Mann nicht viele Sachen gleichzeitig machen kann... auch nicht sollte, sonst macht man nix richtig. Den Screencast muss ich mir für später aufheben, aber ich könnte zumindest schon mal das Skript schreiben, wie der Screencast ablaufen soll. Drehbuch quasi.
Es hat übrigens geschneit heute Nacht und zwar richtig. 7 Zentimeter ungefähr und das ist viel für Jena. Gerade noch einen Kaffee geholt. Die Bedienung stirbt gleich an Übermotivation. Auf manche Dinge ist also noch Verlass.
Gerade stapeln sich wieder die Leute, nachdem vor 5 Minuten noch niemand da war und ich meinen Zweitkaffee ohne Probleme gekommen habe. Ganz links unterhalten sich zwei Jungs auf Französisch. Direkt links von mir unterhalten sich zwei auf Englisch, wobei er eindeutig Deutscher ist. Schrecklich deutsches Englisch, zumindest im Klang. Rechts von mir eine Diskussion über Skiwetter auf Deutsch.
Ein Paar hat sich untypisch zu einem anderen Paar an den Tisch gesetzt, weil nix mehr frei war. Sehr undeutsch ;)
Ich bin umgezogen und sitze jetzt im Schwarzbohne. Neben mir steht ein Latte und ein Stück kalter Hund. Ich konnte dem Hund nicht widerstehen. Leider sitze ich mit dem Hintern zur Lokalität, was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann, weil ich die Leute nicht sehe... so muss ich mich mit dem Blick aus dem Fenster begnügen.
Rechts im Augenwinkel sitzen zwei Mädchen. Also nicht in meinem Auge, nur im Sichtbereich des Selbigen. Es klingt wie eine Fremdsprache... aber gerade bekomme ich mit, dass die Damen nur nuscheln und man es deswegen für was Fremdes hält.
Das mir immer die Nase laufen muss, sobald ich im Warmen sitze... Frust. Aber das geht wohl einem Grossteil der Bevölkerung so. Was wird es denn heute zum Abendbrot geben? Weiss nicht, wohl Brot, Butter und Restkram aus dem Kühlschrank. Etwas Salat fristet noch seinen Schattendasein im Kühlschrank. Ihn könnte man mit Tomaten und etwas Käse aus dem Schlaf erwecken. Aber dazu braucht es halt noch Tomaten und Käse und damit einen Gang in den Supermarkt.
Drüben hat Intersport seinen neuen Laden eröffnet. Ich muss erstmal schauen, ob es der Laden aus der GöGa ist oder ein neuer. Letzteres würde in der Grossstadt Jena wenig Sinn machen und ausserdem liegen nur 2 min zwischen beiden. Die Leute stehen vor dem Laden nach irgendwas an... gibt wohl was gratis. Immer diese Mitnahmementalität :)
Kino geht gleich los, die Leute strömen in Richtung Holzmarkt. Ich habe dieses Wochenende kein Kino, ich werden wohl nicht mal Fernsehen machen. Gerade ziehen noch mehr Leute an meinem Fenster vorbei. Man sieht immer, wenn Leute dem Alkohol und der Zigarette zusprechen. Die Leute sehen so... gebraucht aus, speziell im leichten bis fortgeschrittenem Alter.
Gerade im Spiegel über den Überfall auf ein Pokerturnier in Berlin gelesen... voll Hollywood in Berlin. Krass Dude! Die Jungs haben sich bestimmt erst die Filmrechte gesichert, bevor sie den Überfall gemacht haben.
Bin wieder zu Hause und werde jetzt meinen Salat machen, mal Rausschwimmen und dann die Nacht mit Lasttests verbringen.
Schönes
Blogmüde Woche gewesen... Tschuldigung! Erstmal ein schönes Wochenende und dann schauen wir mal.


