Kaffee, Linux und eine Deutschstudentin

Kaffee ist alle

Es schneit oder regnet es? Ich glaube beides. Das ist ein guter Grund mal, wieder in die Tasten zu hauen. Der letzte allgemeine Blogeintrag liegt schon einige Zeit zurück. Ich komme einfach so selten zum Schreiben in letzter Zeit bzw. mir fällt so wenig ein. Ich sitze im Blackbean rum und habe gerade mein Netzwerk gekappt, um a) in Ruhe schreiben zu können und b) Strom zu sparen. UMTS ist so ein durstiger Zeitgenosse.

Mir ist heute aufgefallen, dass ich derzeit bei 2,5 Jahren Linux auf dem Desktop bin. Mit Ubuntu 09.04 ging es los. Jetzt bin ich bei 10.10, aber kann mich wegen dem Gnome und Unity-Ärger nicht zum Update durchringen. Ich bleibe erstmal eine Runde auf 10.10 sitzen und schaue mir die Richtung von Mint und Gnome 3 an. Man kann ja in virtuellen Maschinen spielen, wenn es mal Zeit zum Probieren wird.

Sie schreibt mit einem Füller. Einem richtigen Füller. Das habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Von Fernsehauftritten von Präsidenten mal abgesehen, die eine Unterschrift aufs Papier werfen und kurz darauf den Füller klauen. Für mich Grund genug, die junge Dame mal näher kennenzulernen und ihr ein Gespräch aufzudrängen... Sie studiert Deutsch in Jena und ich habe ihr zwei Stunden ihrer wertvollen Zeit geklaut. Es war eine angenehme und lustige Unterhaltung. Wir haben uns über Bücher, Menschen mit Migrationshintergrund, Dialekte, Deutschland, etwas Politik und natürlich Papier und Füller unterhalten. Jetzt darf sie auch wieder ihr Referat bearbeiten. Viel Erfolg fürs Studium junge Frau! Der Füller war übrigens ein alter Pelikan, den schon ihre Mutter benutzt hat. Manche Dinge sind unverwüstlich... damals...

Nächstes Café. Zwei Kerle und eine schöne Frau am Tisch. Was reden die Kerle? Bootmanager, Open Source, ALT-F4... Ich beobachte die Runde mal noch eine Weile. Auf jeden Fall haben alle drei einen Rechner mit. Was insgesamt zum lustigen Gesamtstand von 6 Rechnern im Café sorgt. Die anderen beiden Gäste neben mir haben auch schon Rechner ausgepackt.

Da habe ich doch gleich eine ganze Tafel Schokolade in mich hineingestopft. Mist... wenn man mal nicht aufpasst. Ich Trottel habe natürlich auch eine Doppeltafel genommen und so liegt jetzt die zweite Hälfte verführerisch auf dem Tisch. Milchschokolade 35% und 50%. Ah.... Sucht! Und wie das so mit Sucht ist... ist die andere Tafel nun auch schon auf 20% reduziert worden.

Was wollte ich eigentlich am Anfang vom Artikel schreiben? Achso, Linux war das Thema. Ich bin nur schon seit fast 3 Jahren ein Linuxjünger und es war eine Hassliebe bis vor Kurzem. Mich haben massive Grafikprobleme gequält, was dazu führte, dass der Rechner nach 1-2 Tagen entweder hing, der X Server starb oder die Grafik so kaputt war, dass ein Arbeiten unmöglich wurde. Erst ein Update des Treiberpaketes von einer Nicht-Ubuntu-Quelle löste meine Probleme: Glasens Blog. Ausserdem nervten Probleme mit dem Standby. Ich schicke mein Notebook immer nur schlafen und boote selten. So oft wie das Ding beim Einschlafen hing oder nicht wieder erwachte... arg. Hibernation geht immer noch nicht, also ein Standby auf die Festplatte. Wenigstens in den RAM geht es, auch wenn der Stromverbrauch hoch ist, so dass nach 24h das Notebook dann doch leer ist. Aber für die Arbeitsfortsetzung reicht es.

Nervig ist auch der höhere Stromverbrauch im Grundbetrieb. Hier gehen bis zu 5 Watt locker mehr aus dem Lüfter raus als bei Windows. Mit einigen Tricks bekommt man es runter, aber es ist sehr gefummelt.

Warum dann trotzdem Linux? Naja, ich lache nur noch über die Windows Viren und Trojaner Probleme. Da die Kunden meiner Firma als Zielsysteme ihrer Software oft auch Linux haben, ist man einfach näher dran an den Problemen und Herausforderungen. Zudem kann man auch mal ernsthaft einen Lasttest machen, weil kein Betriebssystem einem zwischenpfuscht. Ich überlege übrigens, ob man nicht Adobe auf Milliarden wegen vorsätzlicher Gefährdung der Internetsicherheit verklagen sollte.

Die leidige Diskussion über den Desktop, also Unity oder Gnome oder KDE ist zwar auch nervig und es stört, dass Gnome 2 nicht einfach mal weiterläuft, aber die Problemstellung hat man unter Windows auch. Vista und Win7 sehen ja auch komplett anders aus und Win8 erfindet das Rad auch neu. Man kann zwar oft zurückschalten, aber es ist nicht ärgerfrei.

Was plagte mich noch? Soundprobleme mit Skype und speziell dem Mikro. Skype hing auch immer mal. Aus Sicht der Software fehlt mir eigentlich nur Fixfoto als Fotobearbeitung. Das gute Ding muss halt in einem eingesperrten XP leben. Unpraktisch, aber es geht. Test mit dem Internet Explorer kann man auch prima in einer VM machen. Man braucht sowieso im Regelfall IE 7,8,9 und das geht nur mit VMs.

Und deswegen gilt: "Never touch a running system!" und ich hocke jetzt auf meinem 10.10 bis... bis ich die Schnauze voll habe oder irgendwas nicht mehr 10.10 unterstützt.

Ich sitze nun wieder zu Hause und nach einem Einkauf bei Tegut und der obligatorischen Teedrogenparty gleich nebenan, ist es jetzt Zeit für Abendbrot. Wir werden uns Nudeln machen, denn ich hatte heute noch nix Warmes, ausser Kaffee. Ist eigentlich jemandem schon mal aufgefallen, dass die eine Mitarbeiterin der Teedrogenhandlung fast wie Rachel Maddow aussieht (besonders auf den Bildern mit Brille)? Die Dame macht eine Nachrichtensendung auf MSNBC.

Schönes Wochenende noch!

2012

Ein Gesundes Neues Jahr an meine Leser und Nichtleser. Möge 2012 friedlich, krisenfrei und lustig werden.

Hier gibt es einen Blick auf meinen Haufen Silvesterfeuerwerks-Bilder: Feuerwerk in Jena.

Weihnachten

Meinen Lesern und Nichtlesern wünsche ich eine fröhliche und entspannte Weihnachtszeit. Nascht viel, unterhaltet Euch gut, erholt Euch gut und vor allem streitet nicht.

2011 war ein etwas mageres Jahr im Bezug auf Blogeinträge, aber vielleicht bessert sich das ja in 2012.

Der Weg zurück

Heute sind wir unruhig unterwegs. Eher weniger vom Flugzeug her, sondern von den Passagieren. Zwei Babies schreien, jede Menge Leute rennen trotz Anschnallzeichen durch die Gegend und neben mir will ein Mann ständig aufstehen und treibt damit seine Sitznachbarin zur Weissglut.

Wir fliegen heute eine Boeing 747-400. Leider ein alter Jahrgang, weil mit Röhrenmonitoren über den Sitzen. Programm ist auch eher mau.

Neben mir sitzt am Fenster ein blondes Mädchen, das schon schläft und direkt neben mir ein grösserer Herr, dessen Ellenbogen etwas breit sind.

Rechts vor mir sitzt ein junges Mädchen aus Osteuropa, die in dem Moment eingeschlafen ist, wo sie das Nackenkissen umgelegt hat. Sowas von Neid.

Es gibt Pasta und Hühnchen. Man hat heute heiss gekocht, denn von meiner Pasta bekomme ich nur unter Schmerzen den Deckel ab. Mmm... salzig. Sagt man nicht immer, dass in der Höhe der Geschmackssinn sich ändert? Wenn das stimmt, dann fliegen wir momentan wohl nur eine Handbreit über dem Wasser des Atlantik.

Über den Bildschirm des Bordunterhaltung geistert eine schlampig angezogene Lady Gaga als Stummfilm. Keine Kopfhörer auf...

Ich werde versuchen, zu schlafen. Gerade mit meine Lautstärke-App ca. 81db gemessen. Schon ordentlich laut.

Einem Passagier geht es schlecht. Man hat gerade die Frage gestellt, ob sich ein Arzt oder eine Schwester an Bord befindet. Offensichtlich ja, denn einige Leute eilten los und neben mir wurde gerade jemand zurückgeschickt, weil die Anzahl der Mediziner offensichtlich ausreichend ist. Ich sehe mich aber schon auf einem nahe gelegenen Flughafen im Nichts landen, weil der Passagier eine dringende OP braucht.

Flug war ok. Konnte natürlich nicht schlafen. Sollte mir mal ne Augenmaske besorgen. Meine Nachbarn haben meist geschlafen. Einzig am Ende musste die Dame unbedingt Nüsse oder so etwas essen... Killer ich!

Ich habe gerade die ePass Einreise genutzt. Was stand auf meinem Terminal? Die Anwendung eCapture hat leider einen Fehler festgestellt und muss neu gestartet werden. Und da stand ich dann... wurde ermahnt vom Bundespolizisten, dass ich in die Kamera schauen müsste... nur doof wenn die Kamera das Bild nicht los wird. Peinlich sowas. Er hat mich dann manuell überprüft.

Die letzten Stunden

Die letzten 20 Stunden USA sind angebrochen. Eben habe ich meine Bordkarte bei der Lufthansa gezogen - Online-Checkin. Damit weiss ich wenigstens, dass ich gut sitze. Ansonsten sah der Flieger gut durchgebucht aus. Nicht viel Auswahl an Plätzen mehr.

Eben habe ich meiner Stammbedienung im Buchladen Barnes & Noble auf wiedersehen gesagt. Sie meinte, dass sie wohl 2012 nicht mehr hier arbeiten würde. Ihr Sohn ist jetzt grösser und sie will wieder im Krankenhaus arbeiten. Je nach Arbeitsmarktsituation möchte sie versuchen entweder nur noch zwei Schichten zu arbeiten bzw. im Krankenhaus und nur noch selten bei Starbucks. Das College vom Sohn wird teuer, sie muss also versuchen, mehr Geld aufzutreiben.

Ansonsten trinke ich noch nen Smoothie und lasse die Hände vom Espresso. Muss nachher noch packen. Wird grob so laufen: Koffer auf, alles rein, Koffer zu, wiegen. Grösser 22kg? Koffer auf, was raus, Koffer zu, wiegen. Mal sehen wohin mit dem Rest.

Für Morgen ist nur noch die übliche Abschiedsrunde und, wenn es so läuft wie immer, der kurzfristige Panikmodus, weil irgendwas ist, was noch schnell fertig werden muss. Mal sehen, ob alles wie immer läuft. 16:30 geht dann meine Maschine nach Frankfurt.

Neben mir sitzt ein Arbeitspaar. Er erklärt ihr auf zwei Computern irgendeine tolle Software. Keine Ahnung was es ist. Aber er nervt. Links neben mir sitzt eine junge Frau. Knapp unter 30 vielleicht. Sie studiert gerade etwas über die Odds and Ends Strategy. Google macht mich auch nicht schlauer, gibt zu viele mögliche Varianten.

Am Wochenende ging es noch mit der Dinertour weiter. Ich habe knapp über 25 verschiedene Diner gesammelt. Gerade bearbeitete ich noch die Bilder. Ihr bekommt sie natürlich zu sehen.

Heute hat nicht viel zum wärmsten Tag seit Ewigkeiten im November gefehlt. Fast 18 Grad gewesen.

Gute Nacht und gute Reise!

Angehäuftes

French Onion Bagel? Das die Franzosen deswegen noch keinen Krieg mit dem Amerikanerin begonnen haben...? Ich sitze im Panera Bread und habe mein Frühstück gemampft. Bagel und Coffee Latte. Wie immer halt. Ich hatte einen "Whole Grain Bagel", denn ich kann mit den überbackenen und mit Zeugs versehenen Bageln nix anfangen. Ich mag auch Brot mit Tomaten oder Oliven drin nicht sonderlich.

Die Frau neben mir sortiert Coupons aus Tageszeitungen und Beilagen. Ein riesiger Stapel wird sortiert, beschriftet und bewertet. Wow.

Es regnet. Heute Abend soll es vielleicht schneien. Eventuell nicht hier in der Nähe der Küste, aber etwas weiter landeinwärts.

Ich habe gerade eine Karikatur zur Schliessung von Bundeswehrstandorten gesehen. Es ist doch interessant, wie widersprüchlich wir Menschen doch sind. Natürlich will man keinen Flugplatz und keinen Truppenübungsplatz in der Nähe haben, natürlich sind Panzer unerwünscht, aber bitte die Kaserne nicht schliessen, schliesslich hängt der ganze Ort dran.

Erinnert mich wieder an den Energiewiderspruch. Windenergie? Ja bitte, aber kein Windrad, das ich es sehen kann.

Die Reinigungsdamen in der Firma faszinieren mich immer wieder. Ich dachte mir, was ist denn das für ein spanischer Lärmschwall aus der Küche. Macht die Reinigungsfirma noch ein Briefing am Anfang der Schicht? Nein, es war ein einzelne Dame, die in ihr Bluetooth-Ohrstück gebrüllt hat. Telefonflachraten wurden für diese Damen erfunden. Bin ich mir sicher. Bisher haben alle Reinigungsfrauen telefoniert bei der Arbeit. Nur der Staubsaugerführer kann es nicht... aus offensichtlichen Gründen. Allerdings haben bisher viele Frauen mit einem Telefon zwischen Schulter und Ohr gearbeitet. Muss ungesund sein und ist bestimmt als Arbeitskrankheit anerkannt.

Ich sitze momentan im Barnes & Noble und es ist Montag. Der erste Arbeitstag nach dem überraschendem Wintersturm ist vorbei. Auf Arbeit haben erstmal alle ihre stromlose Zeit ausgewertet. Wer hatte keinen Strom? Wie lange? Wer ist noch ohne Strom etc. Einige Leute konnten auch nicht zur Arbeit kommen, weil sie immer noch im kalten Haus sassen, die Techniker erwarteten oder einfach mit den Kindern die Zeit verbringen mussten, weil die Schule ausgefallen war.

Im Barnes sitze viele Leute, die noch keinen Strom haben. Sie prügeln sich um die Steckdosen mit ihren Notebooks oder sitzen irgendwo in der Ecke versteckt und schreiben SMS. Der Monat Oktober hat auch schon einen neuen Namen: Snowtober.

Mich hat es nicht heimgesucht, denn das Hotel hat ein Notstromaggregat. Ausser gelegentlichem Flackern der Lichter und eines Aussetzers des Fernsehers war alles normal. Allerdings scheint es das Internet heute erwischt zu haben, weil wir derzeit offline sind. Kabel und Wifi.

Der Text ist bis hierher fast zwei Wochen alt. Ich habe schlichtweg vergessen, ihn fertigzustellen und zu veröffentlichen. Ihr dürft also jetzt mit Altware leben. Aber, weil es ja doof ist, wenn man abgespeist wird, gibt es noch einigen neueren Lesestoff dazu. Oder wie die amerikanische Verkaufsfernsehwerbung (Infomercials) immer so schön sagt: "Wait, there is more."

Zwei Frauen kommen gerade lang... also als Vorspann noch: Ich sitze bei Barnes und hatte nen Bagel. Also nochmal, kommen zwei Damen gerade lang. Die Erste mit Kinderwagen und redend wie ein Wasserfall, die Zweite total still und bleibt plötzlich zurück. Schaut nach Nippes. Die erste Dame stiefelt unverdrossen weiter und redet in den Raum vor sich... herrlich.

Ich sitze also wieder bei Barnes und hinter mir sitzt der Typ mit den gegelten Haaren, der hier fast jeden Abend anzutreffen ist. Gestern hat er Schach auf dem Rechner gespielt, heute wälzt er Papier und schreibt irgendwas auf.

Italien geht ab sofort extradreckig. Keine Skandalenthüllungen mehr, weniger Buchungen für Freudenmädchen und auch die Anwälte haben weniger zu tun. Der Rückzug vom italienischer Superdude wird die italienische Wirtschaft erst recht in die Kreise treiben. Hat doch Senore B. wohl allein 25% der Mannes... Wirtschaftskraft Italiens ausgemacht.

Nachdem wir Papst sind (worauf ich nur bedingt stolz bin), sind wir jetzt auch Poker. Hat doch ausgerechnet ein Deutscher die Poker-WM gewonnen. Pius Heinz. 8,7 Millionen US-Dollar Preisgeld. Haufen Kies. Wobei ich mir beim Vornamen Pius nicht sicher bin, ob er nicht vom Papst geschickt wurde, um eine extragrosse Kollekte einzusammeln.

Ich habe null Bock, ins Hotel zu fahren. Heute ist Umzug angesagt. Ich muss das Zimmer wechseln, weil meine 7. Etage renoviert wird ab 14. November. Was doof ist, weil ich am 15. abreise. Das heisst jetzt effektiv, dass ich meinen ganzen Ramsch runtertragen muss und ich neige zum verteilen im Zimmer. Das heisst, jede Menge Müll liegt überall rum und will eh eingepackt werden, aber muss nun erstmal runtergetragen werden. Drei Etagen soll es runter gehen. Aber ich bleibe nach hinten raus und weit weg vom Fahrstuhl, was wichtig ist.

So, noch nen Starbucks Java Chip Frappuccino, um mir heute die Kante zu geben. Mir ist danach.

Schnee?!

Kein Scheiss, es heute Abend hier geschneit. Hier ist in Woburn, MA. Das Bild zeigt den Schnee auf meinem Auto. Blieb zwar nicht lange liegen, aber trotzdem mehr als überrascht gewesen.

Einfach nur Notizen

Sonntag, Starbucks. Eigentlich wollte ich unterwegs sein und Bilder von bunten Bäumen machen, aber die Sonne hat mich im Stich gelassen. Es war kurz vor Mittag plötzlich bedeckt. Dann müssen halt die Bilder von gestern erstmal reichen. Zwar kein bunter Baum drauf, aber immerhin ein tolles Stadtpanorama.

Mein heutiges Starbucks ist etwas angenehmer als die meisten anderen. Das liegt vor allem an den grossen Fenstern und weil es sauberer ist, als sonst. Warum auch immer, wenn man bei Starbucks in den USA auf den Boden schaut, dann weiss man, dass man getrost davon essen kann, weil soviel rumliegt. Die Geräuschdämmung ist wie immer schlecht. Es ist recht laut und schnatterig. Kein Wunder, findet sich doch nur harte Materialen überall. Selbst die Decke ist nur aus Metall mit einigen Rohren darunter.

Es zieht natürlich wieder und im Hintergrund wummert die Klimaanlage und die Kühltruhe klappert vor sich hin. Warum hatte ich gleich nochmal das Starbucks hier als angenehmer bezeichnet?

Eine latein-amerikanische Schönheit in Lila bemeiselt ihren Mac. Frau Mac ist mir überaus sympathisch, weil sie aus einer richtigen Tasse trinkt und genüsslich ein Stück Coffeecake niedermacht. Also auch nix Schlankheitswahn.

Das Netz ist etwas schlecht drauf. Aller paar Minuten steht man vor der Tür und muss neu anklopfen. Keine Ahnung, warum es so wacklig ist. Empfang ist auf jeden Fall volle Pulle.

Ich friere mir den Arsch ab und die Teenies hopsen hier mit nackten Beinen rein. Brrr...

Ich entdecke gerade, dass über mir eine Lampe leuchtet, die mit LEDs bestückt ist und nicht mit normalen billigen Birnen. Wow. Das Starbucks echt das Geld für die teuren LEDs ausgibt. Rechnet sich nur extrem langfristig. So denken doch eigentlich die wenigsten börsennotierten Unternehmen.

Hier im Starbucks sitzen momentan mindestens acht Nationalitäten rum. Deutschland, Mexiko, Brasilien, Korea, Japan, USA, Iran, Ägypten... alles etwas geraten, aber die Leute unterscheiden sich deutlich voneinander. Schön finde ich, dass sie sich nicht einander nicht fremd begegnen. Darum beneide ich die USA. Porträtfotos waren jetzt toll. Unbemerkt und danach mit Einwilligung. Die Leute sind so prägnant.

Steckdosen wären toll... oder Wireless Power. Aber bis dahin wird es wohl noch das ein oder andere Jahr vergehen. Prototypen gibt es ja schon. Tesla hatte das ja schon vor mehr als 100 Jahren mit riesigen Tesla-Spulen versucht. Hat sich gottseidank nicht durchgesetzt. Warum schreibe ich als Religionsablehner eigentlich gottseidank? Was wäre denn die Alternative? Evolutionseidank wäre eine Möglichkeit.

Die Managerin vom Dienst ist eine ganz fleissige. Sobald die Leute aufstehen, macht sie den Tisch sauber, räumt die Zeitung weg und kehrt die Krümel zusammen. Ansonsten wusselt sie hinter der Theke rum. Sie ist adrett gekleidet. Langer Rock und sehr traditionelle Schuhe. Ich würde fast sagen, dass sie entweder sehr religiös ist und/oder zu den Quackern gehört.

Ich knalle mir jetzt noch nen Frappocino oder nen Smoothie rein. Dann gibt es im Gegenzug kein Abendbrot.

Alles wie immer

Auf die Feuerwehr ist absolut Verlass. Noch mehr allerdings auf den Feueralarm im Hotel. Via Google+ habe ich einen der Feuerwehrleute kennengelernt. Vor einigen Wochen war es der Dampf aus der Dusche, der den Feueralarm in Gang gesetzt hat. Weiss noch nicht, was es heute war.

Über den Wolken

Am Wochenende haben wir Reinhard Mey gespielt... obwohl, es hat nicht bis über die Wolken gereicht. Eine gute Freundin hat einen Doppeldeckerflug mit Hilfe eines magischen Groupon-Coupons organisiert. 45 min über die Leuchttürme rund um den Acadia National Park in Maine.

Knüller am Flug war das offene Flugzeug. Also offen nach oben, nicht unten. Man sitzt wie im Cabrio und kann nachvollziehen, wie die ersten Piloten sich gefühlt haben.

Der Flieger war eine WACO YMF Classic und sieht nur alt aus, ist es aber nicht. Das Flugzeug ist ein Nachbau eines populären Fliegers aus den 1940ern.

Sehr faszinierendes Fluggefühl, denn das gute Stück liegt nicht ruhig wie ein Jumbo in der Luft, sondern wackelt mit dem Hintern, winkt mit den Flügeln und kleine Luftlöcher gibt es auch. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Start und Landung waren butterweich.

Wer das auch mal machen will, wenn er in den USA ist, kann bei den Acadia Air Tours langschauen. Der Chef ist Ex-Pilot und früher F-15 geflogen. Unser Pilot war ein junger Kerl, der nur diese Typen von Flugzeugen fliegt und dazu noch alte Oldtimer-Flieger.

Mal wieder auf dem Flughafen

Ich habe es mir wieder gemütlich gemacht. Starbucks, Frankfurt-Flughafen. Ein Kaffee Latte und ein Muffin stehen auf dem Tisch und ich warte auf meinen Flieger nach Boston. Ich habe Euch ewig nix mehr geschrieben. Einfach keine Zeit mehr, um mein Blog zu pflegen. Ist einfach Wahnsinn, was für Arbeit draufgeht.

Was gibt es denn Neues zu vermelden, ausser der Tatsache, dass ich nicht mal mehr einen zusammenhängenden Satz klimpern kann. Das Starbucks wurde renoviert und bietet jetzt mehr Platz und eine grössere Auswahl. Die Sauberkeit haben sie aber noch nicht im Griff, da sich immer noch alte Teller und Becher auf dem Tisch stapeln. Aber gerade kommt die Dame rum und macht klar Schiff.

Einige Geschäfte habe sich auch geändert, aber mich interessiert der Kram ja eh nicht. Meist überteuert und meist nur Nobelhobel. Einzig bei Miles-und-More war ich mal drin, weil sie ihre Katalogpreise haben. Da konnte ich mal meine Meilen einlösen.

Da hinten steht Rod Stewart... oder zumindest sein Doppelgänger. Hoffen wir mal, dass er nicht auch noch singt. Momentan telefoniert er nur.

Ich hätte mir keinen Extra-Espresso in den Kaffee schütten lassen sollen, ich bin so etwas von unruhig. Zappelig ohne Ende. Vielleicht sollte ich mir noch nen Schluck Durst gönnen, also was ohne Koffein zum Verdünnen.

Noch habe ich nichts zum lesen in den Händen. Ich werde nachher wieder die Lufthansa-Zeitungsständer plündern und wirklich alles mitnehmen, was nicht bei Drei mit leeren Seiten rumliegt... ausser Bild... da ist nix zu lesen drin. Im Flieger gibt es ja auch meist noch ein Zeitschriftenfach, was es zu plündern gilt. Meist lege ich aber das Zeug wieder rein und lasse es nicht mitgehen.

Irgendwie bin ich heute beobachtungsmüde. Na klar fallen mir hier und da Personen auf, nur um mein Klischee zu unterstreichen, aber ich ziere mich gerade, diese Beobachtungen auszuwälzen. Bin eher der stille Geniesser geworden.

Immer noch müde... ich bin heute bestimmt nicht zu gebrauchen. Mir tut mein Mitreisender jetzt schon leid. Mal sehen, was die Lufthansa heute an Bordpersonal auffährt.

Gate A63. Noch schnell Wasser mit Goldanteil geholt. 3 Euro pro 0,75l Flasche zzgl. Pfand, was totaler Nepp ist. Wer bringt schon seine Flasche wieder mit zurück aus den USA oder wohin der Flieger auch gehen mag?! Security war heute recht fix, auch wenn meine Kamera noch abgesaugt wurde, damit ich ja kein C4 mitschleppe. Sehe ich nicht vertrauensvoll aus? Nix sagen!

Und schon fehlt wieder was... bin nämlich angekommen. Gepäckbänder waren etwas unorganisiert, weil wir uns Gepäck unter Amsterdam bekommen haben, aber sonst... Einreisebeamte war freundlich, Mietwagen hat geklappt, keine Umleitungen und sonst auch angekommen.

Wieder da

Zurück aus dem Urlaub. 32GB Bildmaterial mitgebracht und Ideen für nen Irland-Info-Artikel.

Aufruf zum Klassentreffen

Hi, ich suche hiermit meine restlichen Leute der Abiklasse 1989-1991 der EOS Hans Beimler, Herzberg/Elster. Marcus, Corina, Sabine, Dana? Grüsse, Rene

Kalter Hund mit Rezept zum Selberrühren

Kalter Hund

Passend zur Jahreszeit gibt es morgen für unser Büro Kalten Hund. Selbst hergestellt nach Familienrezept.

  • 125g Puderzucker
  • 3 frische Eier
  • 45g Kakaopulver, entölt
  • halber Teelöffel Kaffeepulver (bzw. einfach grosszügig sein)
  • einen Würfel Geraer Kokosfett nur echt in silberner Würfelform
  • 2-3 Packungen Kekse, zulässig sind nur Cottbuser Kekse :)

Kokosfett zerlassen, dabei nur leicht erwärmen, nicht erhitzen. Den Rest zusammenwerfen und zu einer cremigen Masse rühren. Mit Hand und einem Esslöffel! Nicht schlagen, es darf nicht schäumen.

Jetzt langsam Schluck für Schluck das Kokosfett hinzugeben und immer gleich sauber unterrühren. Rühren, rühren, rühren. Keine Blasen und keine Brocken!

Eine Kastenbackform mit Backpapier auslegen und die Kekse als Randbefestigung auslegen, danach noch Kekse auf den Boden und dann Schicht für Schicht die dunkle Masse und Kekse, dunkel Masse und Kekse... Oben müssen dann Kekse zu liegen kommen.

Das Ganze kommt jetzt in den Kühlschrank und darf schön in Ruhe erstarren. Je länger es steht, desto durch sind die Kekse und desto besser kann man schneiden und essen.

Dazu passt super eine Tasse Kaffee und eine lange Nachmittagspause.

P.S. Das Rühren muss Wehtun, sonst war es nicht richtig ;)

Verschiedenes

Eigentlich wollte ich über mein neues Handy Nexus S schreiben...

Eigentlich wollte ich mich über die Finanzkrise II auslassen...

Eigentlich habe ich schon lange keine Leute mehr in Cafés beobachtet...

Eigentlich muss ich noch über den Besuch des Braunkohlenkraftwerks Plessa berichten...

Eigentlich brauche ich Urlaub...