20 Euro im Monat

Laut Handelsblatt liegt der Mindestlohn für einen Textilarbeiter in Bangladesh bei 20 Euro! Im Monat wohlgemerkt. Ich hoffe, ihr bekommt jetzt ein ausreichend schlechtes Gewissen beim nächsten Klamottenkauf.

Das Gegenargument heisst, wenn ich nicht kaufen würde, dann würden sie nichts verdienen... auch wahr. Aber das ist die Standardentschuldigung für Sklaverei.

Englisch-Slang lernen mit Vodafone

Das ist ein echter Biber und kein Geschlechtsorgan

Photo by laszio-photo under CC-BY-2.0

Jemand bei Vodafone hat sich diese Woche einen schweren Patzer erlaubt und Mist getwittert. Aber man soll ja aus den Fehlern Anderer lernen und in diesem Fall lernen wir die falsche Nutzung des Apostrophs sowie Geschlechtsorgan-Slang.

"VodafoneUK is fed up of dirty homo's and is going after beaver"

Wir wollen uns jetzt natürlich nicht mit der moralischen Signifikanz beschäftigen, sondern mit der reinen Übersetzung. Der Text heisst auf Deutsch ungefähr: "VodafoneUK hat die Nase voll von dreckigen Homosexuellen und läuft Vagina hinterher".

Der Sprachkundige wird sofort sehen, dass "homo's" falsch ist, denn es soll das Plural darstellen, wurde aber besitzanzeigend benutzt. Es muss also "homos" heissen. Besitzanzeigend wäre es im Sinne von "homo's cell phone" - "das Handy des Schwulen" zu nutzen.

Gleichzeitig lernen wir, dass das weibliche Geschlechtsorgan auch als Biber bezeichnet werden kann. Was eventuell auf Sharan Stone in Basic Instinct zurückgeht und damit wohl ein haariges Vergnügen in diesem Kontext darstellt.

Korrekterweise müsste es übrigens "beavers" heissen... ich bezweifle, dass der textuelle Verursacher sich hier auf eine einzige Frau beschränken wollte.

Mehr dazu bei Spiegel-Online.

P.S. Immer wieder interessant zu sehen, dass unterstes Niveau und Bildung in keinem Zusammenhang stehen.

Top-5 Länder im Apfelanbau

Die U.S. Apple Association hat eine Statistik über die 5 grössten Apfelanbauer in der Welt veröffentlicht:

  • China - 26.7 Mio Tonnen
  • USA - 4.4 Mio Tonnen
  • Türkei - 2.4 Mio Tonnen
  • Polen - 2.3 Mio Tonnen
  • Italien - 2 Mio Tonnen

Sparquoten

Heute in der Zeitung gelesen: Die Sparquote der Leute in China liegt bei fast 50% (gestiegen von 37,5%), Deutschland war bei 10% lange Zeit und die Amerikaner lagen bei 0% und drunter. Das hat sich aber auch geändert. Die aktuellen Zahlen kenne ich leider nicht.

Tropifrutti-Pocken aufgetaucht

Diese seltene Form der weissen Fruchtgummi-Pocken findet man in Tüten verschiedener Fruchtgummi-Hersteller. In den meisten Fällen sind nur wenige Exemplare befallen. Diese Pocken infizieren keine Mitgummis in der gleichen Tüte, sondern führen bei zu später Vernichtung durch Genuss, zu Fragen und Ekel vor dem Beutelinhalt. Auch sind bereits fragende Gesichter beobachtet worden, wenn der Beutelinhalt freundlich zum Mitverzehr angeboten wurde.

Deshalb ist eine schnelle Kontrolle des Beutelinhalts nach dem Öffnen unabdingbar. Durch einen beherzten Griff und ein schnelles Schlingen kann eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Der leicht schnurpsige Kaueindruck mit einem extremen Süssegefühl vermag zwar auf den ersten Biss nicht zu gefallen, aber für die Rettung der Menschheit sollte man alles nur Mögliche tun.

Die habe ich doch glatt hier in die USA eingeschleppt... wenn die mich bei der Einreise damit erwischt hätten. Ich wäre der Letzte gewesen, den Obama aus Guantanamo entlassen hätte.

Nachtschicht schieben

Aus gegebenem Anlass: Lange arbeiten heisst in Englisch - to burn the midnight oil. Geht wohl noch auf die Zeit zurück, als Lampenöl kostbar war und man seine Ration aufbrauchte, wenn man lange arbeiten musste... nur so ne Theorie.

Knackiges Deutsch

Es gibt selten Fälle, in denen Deutsch die knackigere Sprache ist, aber bei morgen, heute, gestern geht der Punkt eindeutig mal nicht ans Englisch:

vorgestern: the day before yesterday
gestern: yesterday
heute: today
morgen: tomorrow
übermorgen: the day after tomorrow

Aus der-englisch-blog.de - CC-BY-3.0

Was kostet Benzin weltweit so?

Alte Zapfsäule

By Allan Henderson - CC-BY-2.0

Laut der US-Today vom Montag kostet Benzin momentan im Iran mit 40 US-Cent und in Venezuela mit 12 US-Cent pro Gallone(! = 3,78 Liter) am wenigsten. In Eritrea mit 9,58 US-Dollar und in Norwegen mit 8,73 US-Dollar am meisten.

Interessant ist, dass die beiden billigsten Ländern Erdöl selber fördern und stark subventionieren... aber auch Norwegen durch Erdöl reich geworden ist, es aber nicht subventioniert. Die Norweger schauen hier wohl in die nahe Zukunft und wollen keine Probleme mit Preissteigerungen provozieren. Ausserdem wollen sie keine übermässigen Abhängigkeiten entstehen lassen und beugen so auch der Verschwendung vor.

In der USA klebte am gleichen Tag ein Preis von 4,04 US-Dollar pro Gallone auf dem Preisschild.

Noch ein Grund nicht zu heiraten

Hier ist noch ein Grund nicht zu heiraten: Goldring produziert 20 Tonnen Giftmüll. Oder aus Recyclinggold machen lassen. Tonnenweise Computerschrott sollte da schon reichen.

Wissensblogging - Castor Oil in Kosmetika

Castor Bohnen

Viele von Euch werden sich schon einmal gefragt haben, was eigentlich Castor Oil ist. Diesen Begriff findet man oft auf Kosmetika oder Lebensmitteln. Bislang hatte ich es für mich immer als Biberöl übersetzt.

Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, ob man eher den Biber auspresst oder mit der Schwanzkelle einfach nur das Rohmaterial umrührt. Heute habe ich einen Artikel über Castor gefunden. Es ist eine Pflanze und zwar ist es Rizinus. Da war ich platt. Lesen kann bilden... manchmal ;)

Das Rizinusöl, wissenschaftlich auch Ricinusöl (CAS-Nr. 08001-79-4), ist ein Naturprodukt, das aus den Samen des afrikanischen Wunderbaums (Ricinus communis), einem Wolfsmilchgewächs, gewonnen wird. Es ist ein Triglycerid und wird in der Pharmazie auch „Oleum Ricini s. Castoris“ und „Kastoröl“, im englischen Sprachraum castor oil, aber auch ricinus oil oder oil of Palma Christi genannt.

Quelle: Wikipedia

Adventskalender Türchen 24 - Weihnachten

Weihnachtsbaum

Am 24. soll es keinen Wissenseintrag mehr geben, sondern nur meine besten Wünsche für ein frohes, friedliches und entspannendes Weihnachtsfest. Stress kann man sich für 2008 aufheben, also nicht stressen lassen und nicht überfressen.

Alles Liebe für meine Leser und die angeschlossenen Nichtleser, denn eigentlich kennen wir uns alle. Achja... dann hätten wir ja doch einen Wissenseintrag, denn hier spielt das Kleine-Welt-Theorem eine Rolle. Schaut mal rein. Im Englischen auch als Six Degrees of Separation bezeichnet.

P.S. Hiermit bitte ich alle Freunde und Bekannte um Entschuldigung, falls ich mich nicht mit Grüssen und Wünschen gemeldet haben sollte. Es ist nicht böse gemeint und ich denke oft an Euch, nur halt nicht im richtigen Moment ;) Frohes Fest und guten Rutsch!

Adventskalender Türchen 23 - Datenkompression

23

Eigentlich wollte ich Euch heute mal erklären, wie die Sache mit den ZIP-Dateien funktioniert und warum die Daten darin kleiner sind, also ohne. Aber ich glaube nicht, dass man es einem Nichtinformatiker irgendwie erklären kann, ohne dass er wahnsinnig wird. Deswegen hier nur der Link zu Datenkompression, Huffmann-Kodierung und LZW.

Der mutige Leser darf also mal schauen, denn es sind einige nette Beispiele dabei. Der Rest darf mit mir mal einen Kaffee trinken gehen und ich erkläre dann :) verbal gestikulierend.

Photo by jaime.silva under CC-BY-NC-ND-2.0

Adventskalender Türchen 22 - Blende

Nummer 22

Die Blende (englisch aperture „Öffnung“, von lateinisch aperire „öffnen“) ist eine (normalerweise mechanische) Vorrichtung an Fotoapparaten, mit deren Hilfe der Lichteinfall durch das optische System (Objektiv) geregelt werden kann. Sie ist meist als Lamellenblende (auch Irisblende genannt) ausgeführt, bei der sich kreisförmig konzentrisch angeordnete Lamellen-Bleche so ineinander verschieben, dass der Lichtdurchlass enger oder weiter wird und so das einfallende Lichtbündel kleiner oder größer wird. Die Blende ist dabei so im Strahlengang positioniert, dass sie nur als Aperturblende und nicht als Gesichtsfeldblende wirkt.

Blenden

Die Blende erfüllt zwei wichtige Funktionen: Einerseits steuert sie die Stärke der Beleuchtung des Films, Fotopapiers oder Bildsensors: Je größer die Blendenzahl wird, desto weniger Licht kann durch das Objektiv dringen. Zum Beispiel bei der Blendenzahl-Einstellung 2.8 lässt das Objektiv mehr Licht durch als bei 5.6. So wird in Verbindung mit der Belichtungszeit die Belichtung des Films bzw. Chips geregelt. In diesem ersten Aspekt lässt sich ihre Wirkung mit der unterschiedlich dunkler Filter vergleichen, welche vor dem Objektiv befestigt werden und eine Abdunklung des Bildinhaltes bewirken.

Andererseits beeinflusst die Blende mit ihrer ringförmigen Abschattung die Schärfentiefe: Mit größerer Blendenzahl und damit kleinerer Blendenöffnung wird nicht nur die wirksame Lichtmenge verringert, auch die Unschärfenkreise werden durch den spitzeren Lichtkegel kleiner. Folglich vergrößert sich der Bereich des Motivs, der noch als scharf wahrgenommen wird, bis der zulässige Grenzwert (Zerstreuungskreisdurchmesser, hier 0,1 mm) erreicht wird. Der Bereich der scharfen Abbildung (Schärfentiefe) nimmt beim Schließen der Blende also zu. In manchen einäugigen Spiegelreflexkameras kann der Fotograf die Schärfentiefe beurteilen, indem er mit einem kurzen Druck auf die Abblendtaste die Arbeitsblende der Kamera aktiviert.

Quelle: Wikipedia und Wikipedia(en)

Photo by Moe_ under CC-BY-2.0

Adventskalender Türchen 21 - Segway

Eine 21

Weil gerade das Zulassungsverfahren läuft, hier der Hinweis, was ein Segway überhaupt ist und welchen Paragrafenunfug wir Deutschen bisher damit treiben:

Der Segway Personal Transporter (Segway PT, früher HT für Human Transporter, bei einigen deutschen Länderpolizeien auch Selbstbalance-Roller genannt) ist ein Elektroroller, der eine Person befördern kann. Er wird seit Dezember 2001 von Segway Inc. aus Bedford im US-Bundesstaat New Hampshire hergestellt.

Segway in Italien

Das Fahrzeug ähnelt optisch einem Handrasenmäher. Zwischen den durch zwei Elektromotoren angetriebenen Rädern befindet sich eine Plattform wenige Zentimeter über dem Boden, auf der ein Mensch stehen kann und die durch eine elektronische Steuerung im Gleichgewicht gehalten wird. Die Stromversorgung erfolgt über je zwei Batteriepacks aus Nickel-Cadmium-Akkus bzw. teureren Lithium-Ionen-Akkus für eine größere Reichweite des Gefährts.

Die aktuelle Standardversion i2 des Segway PT wiegt 47,7 kg; die Reichweite pro Akkuladung wird vom Hersteller mit bis zu 39 km angegeben, abhängig von Fahrweise, Fahrergewicht, Untergrund und anderen Faktoren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bis zu 20 km/h.

Bei diesem Fahrzeug werden Vor- und Rückwärtsfahrt durch Gewichtsverlagerung nach vorne und hinten gesteuert, bei senkrechtem Körperstand bleibt der Roller stehen. Die Links-Rechts-Steuerung erfolgt bei den neuesten Modellen i2 und x2 durch Kippen der Haltestange nach links und rechts. Bei den Modellen bis 2006 erfolgte die Rechts-Links-Steuerung über einen Drehschalter am Griff der lenkerähnlichen, aber starren Haltevorrichtung.

  • Im Saarland wurde am 25. April 2007 die Nutzung im öffentlichen Verkehrsraum zugelassen. Er darf auf Rad- und Fußwegen, in Tempo-30-Zonen und innerörtlichen Straßen genutzt werden, entschied das Innenministerium des Saarlands. Dies gilt als Vorgriff auf eine bundeseinheitliche Regelung. Jedoch benötigt man für den Betrieb einen Mofa-Führerschein, eine Schulung durch Segway, ein Versicherungskennzeichen und eine Ausnahmegenehmigung des saarländischen Innenministeriums.
  • Seit dem 10. Juli 2007 ist der Segway auch in Hamburg zugelassen. Voraussetzung sind ein Mofa-Führerschein, eine KFZ-Haftpflichtversicherung sowie eine Genehmigung des Landesbetriebs Verkehr (LBV).
  • Auch in NRW kann der Segway seit dem 10. Juli 2007 mit einer Betriebserlaubnis im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Eine TÜV-Abnahme, die Genehmigung einer der Bezirksregierungen in NRW und ein Versicherungskennzeichen sind nötig, um den Segway legal im Straßenverkehr bewegen zu können.
  • Seit dem 13. August 2007 ist der Segway auch in Bayern per Sondergenehmigung zugelassen. Voraussetzungen sind ein Mofa-Führerschein, eine KFZ-Haftpflichtversicherung, Beleuchtungseinrichtungen, eine Klingel sowie eine Genehmigung der zuständigen Behörde. Die Genehmigung erstreckt sich allerdings ausschließlich für Mofa-Wege, Straßen und landwirtschaftliche Wege, entschied die Bayerische Behörde.

Quelle: Wikipedia und Wikipedia(en)

Photo by Moe_ under CC-BY-2.0

Adventskalender Türchen 20 - Wertparadoxon

Die 20

Heute kommt ziemlich alte und unvollständige Information, aber einen Gedanken ist sie wert - das klassische Wertparadoxon. Damit möchte ich gezielt auf eine oft gemachte Aussage hinweisen: "Das ist zu teuer bzw. das ist zu billig.". Diese steht meist überhaupt nicht in ökonomischer Relation zum Preis bzw. wir tun es als "leicht gemacht" ab.

Das klassisches Wertparadoxon (auch: Wasser-Diamanten-Paradoxon) bezeichnet den häufig auftretenden Unterschied zwischen Nutzen (Wert) und Preis eines Gutes. Beispiel: Das lebensnotwendige und somit „wertvolle Gut Wasser“ hat meist einen geringen Preis, während „Diamant“ mit einem geringeren Nutzen einen sehr hohen Preis hat.

Diese Wertparadoxie findet sich erstmals bei John Law z.B. in "Money and Trade Considered". Law erklärt es durch eine Nachfrage-Angebots-Analyse:

Wasser besitzt großen Nutzen aber geringen Wert, die Menge des Wassers ist nämlich viel größer als die Nachfrage danach. Diamanten haben geringen Nutzen aber großen Wert, da die Nachfrage nach Diamanten viel größer als ihre Menge ist.

Kommentar von mir zu "die Menge des Wassers ist nämlich viel größer als die Nachfrage danach" - Das ändert sich gerade und wird zu einem der bestimmenden Faktoren des 21. Jh. werden.

Photo by Cappellmeister under CC-BY-2.0

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