Die Wahrheit hinter Spanien's Sieg
Am Mittwoch hatte gegen 12 Uhr Frau Merkel bei Jogi angerufen und eine Sache für höchster Dringlichkeit erörtert. Deutschland darf nicht gegen Spanien gewinnen, weil es eine der wenigen Chancen ist, vielleicht die Schieflage der spanischen Wirtschaft mit eigener nationaler spanischer Kraft zu lösen.
Nichts ist schöner als ein begeistertes Volk, das vor lauter Freunde das Geld ausgibt und die Sorgen vergisst. Auch werden viel Touristen in das Land der Weltmeister reisen wollen... was für ein Geldtransfer. Auch darf man die Unsummen nicht vergessen, die aus dem Ausland für spanische Spieler geboten werden. Das Geld wandert alles auf den Binnenmarkt von Spanien. Was für ein Aufschwung!
Sollte es schiefgehen, dann müssen wir halt in 2 Jahren doch 25 Mrd. Euro überweisen, aber es war dann auf jeden Fall den Versuch wert. So einfach kann man eventuell Geld sparen.
Wobei ich finde, dass sich die deutsche Elf nicht wirklich bemüht hat, die Regieanweisung aus dem Kanzleramt zu kaschieren. Offensichtlicher wäre nur noch ein Sitzstreik gewesen.
Verdient verloren und trotzdem gewonnen
Es ist aus! Wir haben verdient verloren gegen Spanien. Deutschland schien irgendwie zurückhaltend. Das Verdienst der Elf ist, dass es beim 1:0 bliebt, denn die Spanier hätten uns auch mit 5:0 vom Platz fegen können.
Trotzdem haben wir gewonnen, denn die Spiele gegen England und Argentinien dürften als legendär in die Annalen der Fussball-WM eingehen. Dafür mehr als einen Dank. Selbst ich als Fussballablehner hatte meinen nationalen Spass am Spiel und verbeuge mich hiermit vor der Mannschaft und ihrem Trainer.
Lieber mit Würde und Leistung verloren, als böse vom Platz gefegt. Man sieht sich in 2014!
Der Oberdude
Wir haben einen neuen Oberdude - Wulff. Das Volk wollte ihn nicht und leiden kann ich ihn auch nicht. Null Charisma und für mich der typische Ja-Sager der CDU. Er kann also quasi nur noch positiv überraschen...
Führungslos
Dafür, dass wir momentan quasi ein ungeführtes Land sind bzw. man den Haufen an der gedachten Spitze nicht für voll nehmen kann, läuft es noch ganz gut ;)
Wulff, Wuff, Wolf, Wulf, Wolff...
Wulff? Warum sollte ich einen aalglatten Ministerpräsidenten zum Bundespräsidenten haben wollen? Einen, der CDU-Parteipolitik fährt und nicht die Regierung kritisch hinterfragt? Einen, von dem ich mich spontan nicht motiviert fühle. Wulff? Nein... sorry, keine Stimme von mir.
Nicht die Ursel bitte
Die Idee noch eine Frau an der Spitze des Staates zu haben ist ok. Da kann ich mich sehr mit anfreunden, weil Frauen etwas rationaler und weniger machtgeil sind bzw. weniger zu diesen Hahnenkämpfen neigen. Ich sage nur Schwanzvergleich.
Allerdings ist mir da die Ursel nicht recht, weil sie Politikerin ist und deswegen die Parteilinie vertreten würde. Köhler hat die Gesetze vor der Unterschrift gelesen, sie würde sie aus Parteipolitik durchwinken. Ausserdem kann ich ihr den sinnlosen Internetzensurblockadekinderporno-Quatsch nicht nachsehen. Kinderpornos sind absolut nicht ok, aber die werden nicht über Webseiten einfach mal so getauscht und es gibt technische Massnahmen, damit es nach einer Sperre munter weitergeht. Spam ist auch verboten und Phising auch, na und?
Auch wenn es komisch klingt, dass René einer stark religiösen Frau hier den Staffelstab in die Handdrücken will, aber Frau Kässmann wäre ok.
Warum das denn? Weil sie normal ist... total normal. Scheidung, Sex, Trinken und sie redet öffentlich über Kondome. Zudem ist sie keine Politikerin und deswegen nicht im Machtzirkus drin. Sie hat also kein Interesse, einer Partei allein zu helfen.
Einzig allein ihre Erkrankung, Brustkrebs, würde gegen das Amt sprechen, weil er akut ist und weil man grosse Ämter nicht antreten soll, wenn man weiss, dass man nur noch eine begrenzte Zeit hat.... oder vielleicht ist es ein Vorteil? Man hat nix zu verlieren, so makaber es klingt. Zum Schluss können einen alle den Buckel runterrutschen. Da macht man sich doch gleich viel schneller freudig unbeliebt.
Der Spiegel zum Horst-Köhler-Staatsstreich
Ich mag dem Spiegel selten Recht geben, aber dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Aussteiger Horst Köhler - Pragmatisch wie Niki Lauda.
Köhler dagegen stand nicht für Eleganz, sondern für Ehrlichkeit. Man hatte bei ihm auch nie das Gefühl, dass er sich für eine Sache "opfern" würde, wie es uns fast alle Politiker, die an der Macht wie Tapeten an der Wand kleben, immer wieder vormachen. Sie könnten ja, raunen sie, in der freien Wirtschaft viel mehr verdienen und viel weniger Stress haben, aber ihr Pflichtbewusstsein zwinge sie dazu, dem Volke zu dienen.
Köhler dagegen hat man es, auf seine Art, immer angesehen, dass er auch Spaß an seinem Amt hatte. Er agierte unbeholfen, aber glaubwürdig.
Wir sind Lena aber nicht mehr Bundespräsident
Wir alle müssen sparen und der Bundespräsitent macht es vor, er spart sich selbst ein. Nach der kleinen Wirtschaftssensation Lena, nun die Sparaktion Köhler. Was für eine Achterbahnfahrt für die Republik.
Aber wir haben es uns verdient bzw. die Berliner Politik hat es sich verdient. Der Bundespräsident macht das Letztmögliche, um die Ignoranten und Rechthaber aufzuschrecken. Er hat als erster Präsident den Mund aufgemacht und einfach mal den lahmen Politikhaufen angezählt und der Haufen war verschnupft. "Wie kann der Typ es wagen, schliesslich haben wir ihn zum Bundespräsidenten gemacht?!" Er hat Gesetze nicht durchgewunken, sondern wieder auf den Tisch geknallt und gesagt: "Macht den Scheiss nochmal, das ist Mist!" Dafür habe ich ihn geliebt. Ein nicht-konformer Bundespräsident, der den verkeimten Politikladen etwas desinfizieren wollte.
Leider kann man die deutsche Politik nicht entkeimen. Die deutsche Politik ist wie ein deutscher Grosskonzern. Ideen und Innovationen, Umbrüche und Revolutionen werden durch langes Gerede, ewige Zusammenkünfte und Zäune ums eigene kleine Reich langsam aber sicher niedergerungen. Wo in anderen Ländern und Firmen einzelne Menschen zu Galionsfiguren werden, zu denen man aufsieht, sie zwar kritisiert, aber respektiert, senken wir in Deutschland den Kopf und sagen uns: "Nein, ich kann zu keiner Person aufschauen. Nein, nein... ich behalte den Kopf unten. Die Deutschen haben zu oft in ihrer Geschichte aufgeschaut, das ging immer schief. Nein, nein... ich meckere hier so vor mich hin und damit ist gut. So sage ich wenigstens was, mache aber bestimmt nichts falsch."
Und das wäre dann auch die Brücke zu Lena. Können wir uns nicht einfach alle freuen, dass Europa uns mal wieder mag? Nun gut, Israel hat uns keine Punkte gegeben, das ist verständlich. Aus Sicht von Griechenland hätten wir wohl mehr zahlen sollen, so wurden es nur mickrige zwei Punkte. Aber der Rest hat uns einigermassen lieb. Und was machen wir? Einige freuen sich, aber ein sichtlich grosser Haufen nörgelt. "Die kann doch nicht singen, die ist doch nur gemacht und die kann ja überhaupt kein Englisch." Fuck, wir sind Deutsche, wir haben Akzent und ja, sie ist gemacht, aber bedeutend besser als 50% der restlichen Musikertruppe im Land. Singen? Weiss nicht, Singen kann man weit fassen, aber wie viele Superstars können schon singen? Sie kann immerhin ihr Lied auf Zuruf live trällern und das können nur wenige Künstler.
Nun weg vom Süssen und hin zum Sauren. Ja, wir führen Krieg. Das hat nun nichts mit Lena zu tun, aber mit dem Ex-Bundespräsidenten, denn der hat das Wort benutzt und unser Verteidigungsminister, der hat auch Krieg gesagt und der muss es wissen. Weil er so schlau ist, wurde er auch vom Wirtschaftsminister zum Verteidigungsminister degradiert, denn da kann er wenigstens nichts ausrichten. Wir Deutsche konnten bisher immer prima Kriege anfangen, aber dürfen wir ja nicht mehr. Eigentlich dürfen wir ja nicht mal mehr mitmachen, wenn es jemand Krieg nennt. Mich wundert, dass der Duden das Wort Krieg nicht schon gestrichen hat.
Ja und zum Henker, Kriege sind Kämpfe um wirtschaftliche Ressourcen, da hat der Ex-Bundespräsident recht. Zwar konnten wir uns aus dem Irak raushalten, aber der Druck der Partner war zu stark, um bei Afghanistan sich auch einfach nur wegzuducken. Druck heisst hier auch immer wirtschaftlicher Druck. Wie macht man es sonst? Sanktionen entweder öffentlich oder geheim. Da darf man dann halt mal nicht an Grossprojekten teilnehmen und muss sehen, wie man an Ressourcen oder Macht kommt.
Warum werfen die Amerikaner dem Irak und Afghanistan Bomben auf dem Kopf? Zwei Länder, die sich definitiv nicht gross wehren können? Warum nicht China? Die sind auch undemokratisch. Oder wir hätten dem Butan geholfen... oh... da ist ja China der Freund. Warum nimmt die USA nicht Kuba ein, wo es doch so böse ist? Aber Kuba bietet ausser Stränden nichts, was wir brauchen und wenn wir Kuba überrollen würden, um die Demokratie mit Bomben zu säen, dann würden Mittel- und Südamerika extrem sauer sein und da kommen a) Öl und b) billige Produkte her. Sprichwörtlich wäre Amerika nackt ohne die undemokratischen Länder dieser Welt. Nein, wir führen keine Kriege für Demokratie oder aus Selbstverteidigung, wir führen Ressourcenkriege und wenn es nur dazu dient, mal wieder neue Raketen zu kaufen, um die eigenen Ressourcen zu Hause auszulasten, damit sie nicht unruhig werden und man Arbeitsplätze erhält, um die nächste Wahl zu gewinnen.
Da fällt mir gerade Dieter Nuhr ein. "Da schmeissen die Amerikaner den Leuten Bomben auf den Kopf, um denen Demokratie zu bringen... das funktioniert doch nicht... obwohl, wir Deutschen sind ja die Einzigen, bei denen das bisher funktioniert hat." (frei zitiert).
Die Kriege die Deutschland jetzt führt, führt es, damit die Anderen uns am Kuchen teilhaben lassen, der immer mal wieder aufgeschnitten wird. Es geht um wirtschaftliche Interessen, weil wir Waffen verkaufen müssen, denn es hängen viele Arbeitsplätze davon ab. Es geht darum mitspielen zu dürfen, damit man mit am Tisch sitzen darf und nicht von Anderen einfach Dinge diktiert bekommt. Es geht darum, dass man ernst genommen wird. Seit dem ersten Untergang Griechenlands dürfte klar sein, dass man mit Worten eher weniger ausrichten kann. Leider ist die Welt auch noch nicht wie in StarTrek...
Unser Ex-Bundespräsident und unser Verteidigungsminister haben hier recht und wenn eine Demokratie den Präsidenten nicht ernst nimmt, sondern mit meckernden Worten rummäckelt, dann ist der Präsident ganz gut bedient, die letzte Bombe in seinem Arsenal zu zünden und mal nicht mit Gelaber Probleme wegzureden, sondern uns alle aufzuwecken und dem komatösem Deutschland durch einen letzte Tat zu sagen: "Es reicht, wir kommen nicht voran und jetzt macht Euren Scheiss allein. Es gibt für mich irgendwo eine bessere Stelle, wo ich mehr ausrichten kann."
Vielleicht sollten wir bequemen Deutschen uns daran ein Beispiel nehmen? Anstatt sich wegzuducken, rumzumuffeln und lieber still in der Ecke zu sitzen, sollten wir einfach mal alles geordnet hinschmeissen und neu anfangen. Alles neu macht der Mai und wenn es am 31. des Monats ist.
In diesem Sinne: Herzlichen Dank Herr Bundespräsident für den Gongschlag und vielen Dank für die ganzen nicht-konformen Dinge, die sie getan haben. Ich weiss, eigentlich wäre noch mehr gegangen, aber es gibt Grenzen, die man nur schwer ohne Unterstützer überschreiten kann. Immerhin haben sie zum Schluss eine Grenze überschritten und damit bewiesen, dass sie nicht der Bundespräsident waren, der repräsentiert hat, sondern der dirigiert hat. Einige Takte hätten durchaus heftiger sein können, aber der letzte Takt war es.
Ordnung muss sein, die Blümchen müssen weg

Es kann nicht sein, dass auf einem deutschen Rasen irgendwelche Gänseblümchen hübsch rumstehen und dazu noch das Gras dicht und mittellang ist. Würde zu natürlich wirken. Lieber licht und kahl.
Wir sind pleite
Und nun sind wir pleite. Wir sind in diesem Fall Europa. Die Griechen haben es bitter nötig, Portugal wurde bestraft und ganz ehrlich, viel Geld hat Deutschland auch nicht. Schliesslich sind wir hoch verschuldet. Wenn Deutschland allerdings seine Bücher zuklappt, dann ist wirklich Ende. Nicht weil wir besonders toll sind oder besonders viel Hilfe benötigen, sondern weil wir den grössten Anteil an der Wirtschaftsleistung Europas erbringen. Auch sind wir Megaexporteur für teure Sachen. Wenn uns also keiner mehr was abkauft, dann hat auch schon der Rest der Welt die Bücher geschlossen oder wohl besser verbrannt.
Würde mich nicht wundern, wenn heute einige Leute Gewinne eingesackt haben, weil sie wussten, dass Portugal runtergestuft wird. Aber was bedeutet diese Einstufung schon? Die Lehmann Brothers hatten ein Superrating und die Swaps auch und was war? Die Papiere haben sich nur noch falten lassen und zwar zu kleinen Flugzeugen und dann sind sie nicht einmal mehr geflogen, so löchrig waren sie.
Was ist los mit der Welt? Selbst die reichen Länder im Nahen Osten sind teilweise überschuldet? Welche Länder haben eigentlich Geld? China hat jede Menge, muss damit aber z.B. die USA stützen und Staatsanleihen kaufen, weil sonst der Haupteinkäufer der Waren aus China wegbricht. Norwegen hat jede Menge Kies, weil sie mit den Einnahmen aus dem Öl sehr verantwortungsvoll umgehen, also ab nach Norwegen...
Weiterlesen...Bundesverfassungsgericht rocks
Das Bundesverfassungsgericht ist die einzige Institution in Deutschland, der ich einigermassen über den Weg traue.
6 Tonnen Kohlendioxid pro Bündel Rosen??
Heute schreibt die Zeit über den Rosenanbau in Kenia und deren Umweltbilanz. Der Artikel erwähnt eine Zahl von 6000 Kilogramm pro Bündel Rosen. Die interessante Frage ist jetzt, was ist ein Bündel und stimmen die Zahlen oder muss es nicht eher Gramm heissen?
Wenn ich nach Boston fliege, dann fallen ca. 1,5 bis 2 Tonnen Kohlendioxid pro Flug für mich an. 6 Tonnen Kohlendioxid erzeugt man, wenn man mit seinem Auto 26.000 Kilometer fährt. Sollen Rosen wirklich so böse sein?
Dann hätten wir Männer ab sofort die perfekte Ausrede, wenn wir mal wieder keine Blumen zum Geburtstag aus dem Billigladen um die Ecke mitbringen: "Schatz, ich habe Dir keine Rosen mitgebracht, die sind so umweltschädlich. Stattdessen koche ich Dir heute was mit Öko-Huhn und Öko-Nudeln."
P.S. Diese Studie spricht von 2,2 Tonnen pro 12,000 Rosen und sagt 35 Tonnen für die Rosen aus den Niederlanden. Sollte das unser Bündel sein? Müsste die ZEIT da nicht nochmal an den Text ran und die ganze Sache mal auf einen Strauss Rosen aufdröseln?
Steuerspender
Wenn Dich die deutschen Schuldenlast stört, dann tue doch was dagegen und fang an zu rauchen!
Verzweifelung

Schon doof, wenn man durch Berlin irrt (Alexanderplatz, Nikolaiviertel, Hackescher Markt) und das einzige offene Café mit der Chance auf einen freien Platz mit kurzem Warten ist wieder nur ein Starbucks. Das Balzac war auch voll und alle anderen waren am 31.12. zu. Ich habe echt jedem Nicht-Starbucks eine Chance gegeben und sogar Google-Maps bemüht, um noch Cafés im Umkreis zu finden... nichts.
Lese ich über Deutschland online in der Nacht
Eine Variation von Heine's "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht." kam mir nach dem Studium der einschlägigen Online-Zeitungen in den Sinn:
"Lese ich über Deutschland online in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."
Lohnt es sich überhaupt noch, nach Hause zu kommen? Unser Land erscheint von aussen momentan unregiert, ungeführt, uneinig und extrem desorientiert. Untschland halt. Wäre ich böse, würde ich sagen, wir führen uns momentan auf wie ein Deutschland nach 1920. Wirr, anders und doch träge und stur.
Sollte uns das zu denken geben? Letztendlich muss ja jemand den 3. Weltkrieg anfangen, aber ich dachte eigentlich, dass wir es ausnahmsweise mal nicht wären... aber aller bösen Dinge sind drei.