Filmkritik: Transformers 2 - Die Rache

Heute war ich im Kino und habe Transformers 2 gesehen. Etwas spät zwar, da der Film schon länger läuft, aber ich dachte, es kann ja nicht schaden.

Ich will mich auch nicht lange mit Beschreibung und ausschweifenden Kritiken aufhalten. Nur soviel: Transformers 2 ist bunt, schnell und man weiss oft nicht, wer gerade aktuell der Böse ist oder dazugehört. Ausserdem hat die United States Air Force nun einen heldenhaften Werbefilm mehr, GM durfte Autos in Mengen platzieren und ein Audi gehörte zu den Bösen.

Nicht unwesentlich ist, dass die die Baywatch-Strandzeitlupe getoppt wurde. So schön wogend, wie Megan Fox in Zeitlupe vor Explosionen Deckung sucht, wurden schon lange nicht mehr natürlichen Formen zelebriert. Zudem ist die Frau auch nie um eine Hotpants verlegen.

Der Rest ist Popcorn-Kino. Man(n) geht nur a) wegen ihr oder b) wegen der Technik und dem Kawumm ins Kino - wahlweise beides, aber diese Aussage halte ich für eine Lüge :)

Fazit: Wenn Kinokarten günstig, dann sehen, ansonsten läuft es bestimmt auch in absehbarer Zeit im Fernsehen. DVD würde ich nicht kaufen, denn mehr als einmal würde ich es nicht sehen... eine 20 min Megan-Kurzfassung vielleicht... aber sonst...

Fliege, Investments und innerer Protest

Es ist wieder Samstag und damit ist es auch wieder Zeit für einen Blogeintrag über alles und nichts. Vor mir steht der Iced Coffee Latte und eigentlich könnte ich den ersten Teil eines jeden Blogeintrages vom letzten kopieren... wäre unfair, aber zeitsparend.

Das sitzt doch glatt wieder eine Fliege auf dem Rand des Displays und putzt sich. Da es nicht das erste Mal ist, nehme ich an, dass das neue Notebook nett duftet und die obere Kante eine kuschlige Wärme besitzt. Vielleicht sollte ich mich mal selbst draufsetzen? Aber das dürfte dem Gerät nicht gut tun.

Vor wenigen Minuten bin ich aus der Thalia raus. Mit leeren Händen. Innerer Protest war der Grund. Ich wollte eigentlich die Fortsetzung vom Weltengänger mitnehmen, aber ich fand sie nicht. Also wollte ich fragen, aber die Auskunftsstände waren belagert. Ich habe eine Runde gewartet und bin nicht weitergekommen. Entweder verschwand Frau Auskunft und kam nicht wieder oder es waren gerade andere Leute dran. Gut, also wollte ich spontan zwei andere Bücher kaufen, die mich anlachten... die Schlangen an den Kassen waren mir zu lang. Fast wie Weihnachten. Also habe ich alles wieder zurückgelegt und enthalte der Wirtschaft meine 20 Euro.

Während ich wieder die Schönheit(en) der Stadt Jena geniesse, Eingeweihte wissen, was ich meine, denke ich über interessante Inhalte für Euch nach. Kurz vorher sass ein Paar neben mir. Sie schien sichtlich gelangweilt, aber er wuselte redlich, um sie zufrieden zu stellen. Solchen Beziehungen gebe ich keine Chance. Ausserdem stehen Frauen, die ständig unterhalten werden wollen, auf meiner Wunschliste ganz unten... und die Liste ist lang.

Übrigens ist die Hintergrundbeleuchtung meines T500 einer der durstigsten Teile. Powertop von Intel stellt 4 Watt zwischen bissl hell und ziemlich dunkel fest. Hätte ich doch ein X301 nehmen sollen mit LED-Backlight, dafür weniger Power auf der CPU? Naja, nun muss es wieder für ne Weile langen, man kann ja nicht alles haben.

Diese Woche war ja mal wieder das Thema Bonus ganz oben in den Meldungen. Die Banken machen wieder fette Gewinne, nachdem ihnen durch Steuergelder geholfen wurde, obwohl die Wirtschaft immer noch ein Bein nachzieht und die Kredite nicht besonders freigiebig rollen. Selbst als die Banken riesige Verluste gemacht haben, gab es fett Geld für viele. Was man nur mit der intensiven Nutzung der mathematischen Funktion "Absoluter Betrag" begründen kann.

Ausserdem frage ich mich, ob Verschiebearbeiten von Geld überhaupt in einer bestimmten Form entlohnt werden sollte?! Es ist total unlogisch, wenn eine Bank in der Wirtschaftskrise Geld in Unmengen verdient. Sie verleiht wenig Geld, ihre bisherigen Kreditnehmer fallen teilweise aus und Werte schafft sie auch nicht. Wo kommt also der Gewinn her?

Die Antwort ist leider einfach wie traurig. Der Gewinn ist aus der Luft gegriffen! Durch Kauf und Verkauf von Aktien und Beteiligungen sowie wilden Spekulationen auf alles und nichts, machen die Banken Gewinne. Der Witz ist, dass in dieser Zeit niemand real etwas geschaffen hat, sondern einzig und allein aus den Kursanstiegen der letzten Monate ein Gewinn erwächst. Das heisst, dass wir bereits erfolgreich in der nächsten Blase sind.

Diese Woche habe ich auch einen interessanten Artikel über Highspeed-Trading gelesen. Computerprogramme kaufen und verkaufen in Millisekunden Wertpapiere und nehmen mikroskopische Preisunterschiede mit. Die Papiere werden nicht mal lange gehalten als Anlage, sondern sind so schnell wieder weg, wie sie da waren. Gerade läuft übrigens im n-tv Ticker durch, dass weitere 5 US-Banken zusammengebrochen sind. Wohlgemerkt Banken und keine Investmentbanken, also Institute, die mehr mit klassischen Geschäften ihr Geld verdienen.

Investmentbanken tragen ihren Namen, teilweise zumindest, vollkommen zu unrecht. Der Handel mit Schulden, Krediten, Wertpapieren und anderen virtuellen Sachen für mich nichts mit Investments zu tun. Investment heisst Investition und damit auch Verpflichtung. Wenn ich jemandem Geld gebe, investiere, dann ist das eine mittel- und langfristige Verantwortung, die über Geben von Geld hinausgehen sollte. Es ist eine Geste des Vertrauens, des Verständnisses und vor allem der Erkenntnis, dass eine Idee funktionieren kann oder könnte. Das Ganze dauert Monate und Jahre und es braucht Geduld und Verstand. Natürlich kann es nötig sein, sich auch mal von seinem Investment zu trennen, wenn man zum Beispiel nicht mehr dran glaubt oder das Geld für andere Sachen benötigt. Dann kann man natürlich damit handeln... aber nicht zocken.

Für mich ist Warren Buffett der perfekte Investmentbänker. Langfristig, überlegt und nicht auf den eigenen Reichtum bedacht. Klar besitzt er Milliarden, aber er hat keine Flut an Häusern, nicht Dutzende Frauen, keine Yachten und keine Flugzeugsammlung. Er feiert keine rauschenden Feste und er teilt sein Wissen.

Das Ergebnis allen Handels sollte die Schaffung beständiger Werte sein. Werte, die Menschen Arbeit und Essen geben. Werte, die keine Anhäufung von Gold, Schlössern und Geschmeide sind. Werte, die Wissen darstellen und dem nächsten zugänglich sind, damit er wiederum Werte schaffen kann.

So, jetzt kriege ich mich wieder ein und schaue nochmal in die Runde. Lila im Überfluss und gerade radelt eine Frau vorbei... so wie sie aussieht und so wie sie auf dem Rad sitzt... ich glaube ich bin in Frankreich. Sie ist anmutig und schön. Ausserdem hat sie das gewisse Grundlächeln.

Die neuen Busse in Jena sind natürlich wieder laut. Geht das nicht leiser?

Euch ein schönes Wochenende.

Bilderrätsel ohne Gewinnchance

Welcher Begriff verbirgt sich hinter diesem Bild?

Kommen und Gehen

Es gibt Medikamente gegen vorzeitiges Kommen. Gibt es denn auch was gegen vorzeitiges Gehen? Da sich bisher nichts in meine Mailbox als Supersonderangebot verirrt... Marktlücke?

Lila, Rente und Mäuse in Raumanzügen

Mir ist nach Schreiben. Weiss nicht warum, ich will gerade einfach nur schreiben. Auch wenn ich damit nicht unbedingt ein Werk zu Papier oder besser Bildschirm bringe, aber oft hilft es einfach mal Sachen zu machen, die befriedigend erscheinen. Wie nicht anders zu erwarten, sitze ich wieder im Café. Ein Iced Coffee Latte steht vor mir. Dafür gibt es keine vernünftige deutschen Übersetzung. Schliesslich ist es kein Eiskaffee.

Heute Nacht habe ich einen komischen Schotter geträumt. Mäuse in Raumanzügen, die Möglichkeit durch Drehen an einem Dings eine Zeitverschiebung vorzunehmen und alles um mich herum stand still. Irgendwas war auch mit Militär und Krieg. Die ganze Sache fühlte sich auch noch wie ein 3D-Film an. Es hätte bestimmt ein tolles Drehbuch für den nächsten Pixar-Animationsfilm abgegeben, wenn ich nicht das Meiste vergessen hätte. Wenige Sekunden nach dem Aufwachen war es noch frisch. Nach meinem Besuch im Bad war es... weg... fragmentiert.

Ich habe gerade mal den Texteditor gewechselt. Kate ist so... fett... jedenfalls scheint sie viel mehr CPU zu brauchen, wenn man ihr etwas Text anbietet. Auch machte sich ein Springen beim Textschreiben bemerkbar. Jetzt läuft jEdit. Vorteil: Das Ding läuft überall, weil Java. Bin gespannt... wollte ich schon lange ausprobieren.

Zurück zum eigentlichen Text. Vorhin habe ich über die aktuellen Rentendiskussion gelesen. Rente ab 69 und das Geschrei ist gross. Ich weiss, meine Meinung ist nicht sehr populär, aber ich denke, dass man nie in Rente gehen sollte. Allenfalls weniger arbeiten bzw. die Arbeit wechseln. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals nicht zu arbeiten. Untätigkeit macht dem Körper zu schaffen. Wenn das Hirn nicht arbeitet, dann stirbt es. Fernsehen gehört deswegen eigentlich verboten bzw. pro Tag auf 90 Minuten beschränkt - damit ein Spielfilm reinpasst. Bücher sollten steuerfrei sein und Fernsehen muss mit einem erhöhten Mehrwertsteuersatz von 38% belegt werden, wobei für Nachrichten nur 7% fällig werden.

Natürlich kann niemand mehr mit 69 im Stahlwerk schuften, den Müll abholen oder jeden Tag 10 Kilometer rennen, um die Post auszutragen. Es muss aber Sachen geben, die ältere Menschen gut können. Hätten wir mehr Respekt vor dem Alter, dann wären sie gute Lehrer, Geschichtenerzähler, Schriftsteller, Gärtner, Bibliothekare und so weiter.

Natürlich gibt es eine Art Rente, aber sie ist nicht der alleinige Heilsbringer. Man kann zuverdienen und bekommt nichts gekürzt... oder vielleicht so, es gibt keine Rente, dafür wird ab 70 keine Lohnsteuern mehr erhoben und man muss nicht mehr in die Rentenversicherung einzahlen? Wenn man krankheitsbedingt nicht arbeiten kann, dann gibt es Extraregeln, denn mit Ausnahmen kennt sich Deutschland aus.

Ihr erinnert Euch vielleicht an das Lila-Thema? Lila ist in, denn jetzt sind mir schon drei weitere Damen begegnet, die grossflächig Lila trugen. Die eine trug es sogar extrem dreidimensional. Was einige Burger mit viel Protein so produzieren können... Noch drei Mal Lila an anderen Damen dazu... es scheint ein Trend zu sein oder es war ein Sonderangebot?

Und noch mehr burger-erzeugte Formen. Sollte sich ein Investment in einen Unterwäscheproduzenten für Frauen lohnen, um die Formen durch Bekleidung zu formen? Man müsste mal schauen, wer in McDonalds hat bzw. in wen McDonalds investiert ist. Eventuell gibt es ja da Überkreuzbeteiligungen. So, wie ja auch die meisten Politiker in Plastiktüten- und Kosmetikhersteller investiert haben. Ich sage nur 100ml Packungen zur Mitnahme in Flugzeugen.

Lila!! Ein knappes Kleid diesmal, wobei die unteren Fransen auf eine gewaltsame Kürzung des Bekleidungsstückes deuten. Lila ist das neue Rot. Achtet diese Woche mal darauf. Wobei ich finde, dass Kerle in lila T-Shirts sehr suboptimal aussehen. Die Frau mit dem kurzen lila Kleid sieht im Gesicht wie Jessica Alba aus. Ist es aber wohl eher nicht. Warum sollte sie sich hier einen Kaffee kaufen? Pappbecher gibt es in Hollywood auch und die sind auch noch grösser.

So, mein Kaffee ist verdampft und damit ist es Zeit, diesen Text zu veröffentlichen und Euch eine schöne Woche zu wünschen. Kreativ, erfolgreich und befriedigend soll sie sein.

P.S. Der Mann neben mir erklärt gerade einigen Jena-Besuchern den Weg zum Planetarium unter Nutzung von Strassennamen... woher sollen die Leute denn das wissen... deswegen fragen sie doch. Stöhn!

Regen, Sonne, Lila und Bettwäsche

Mein Notebook-Akku zeigt noch 1 Stunde und 19 Minuten Laufzeit. Zeit genug, um Euch wieder einige Beobachtungen aufzuschreiben. Beobachtungen, die nichts auf Lauf der Dinge ändern, aber einigen von Euch 10 Minuten mentale Entspannung bieten. Jedenfalls wurde mir das so zugetragen.

Da sitze ich also wieder in einem Café in Jena und schaue auf die Damenwelt... nein, nicht wirklich, aber ich Pflege gern die Klischees, die mir anhaften. Rechts von mir hopsen gerade zwei Frauen aus dem Café, die meine Altersklasse sind. Also im besten Alter sozusagen. Von jeder noch ein Bestätigungslächeln bezogen und jetzt sind sie weg. Wobei ich mir wohl eher die Bestätigung geholt habe, als den beiden Bestätigung zu vermitteln.

Ich renne derzeit mit Bettwäsche durch die Innenstadt, da ich nicht an der Seersucker in einem Markt meiner Wahl vorbeigehen konnte. Die kühlt im Sommer so schön, weil die Auflagefläche auf der Haut geringer ist. Genau... wegen der rippligen Oberfläche. Leider buckelt man an dem Zeug mächtig.

Ich habe gerade Zucker verkippt... ob ich jetzt Weisswein draufschütten muss, damit es keine Flecken gibt? So ein Notebook-Display ist halt nicht durchsichtig. Na egal, ich puste den Süsskram mal quer über den Fussboden.

Draussen geht der Regen an und wieder aus. Die Schirme gehen auf und wieder zu. Vor knapp 2 Stunden war noch richtig was los in der Innenstadt, jetzt legt sich gerade der Ansturm und die Leute ziehen sich nach Hause zurück... was auch immer sie dort machen werden. Grillen wohl eher nicht.

Heute bin ich wieder klassisch mit meinem Windows-Notebook unterwegs, da zu Hause das Linux sich selbst auf eine andere Platte kopiert. Mir ist die eingebaute Western Digital in meinem neuen Notebook zu heiss. Die Handauflage vom Notebook wird deutlich warm und das empfinde ich als unangenehm. Mal sehen, ob die Samsung-Festplatte kühler bleibt. Sollte es so sein, dann wird die WD zur Zweitplatte und darf sich mit dem alten Windows in der virtuellen Box abquälen.

Ob ich mal am Kino schaue, was heute Abend noch läuft? Ach, ich vergass, heute stehen Familienpflichten aka eine Geburtstagsfeier an. Das grosse Fressen also wieder mal. Ein vorträgliches Uff!

Links vor mir sitzen zwei neue Damen. Sie entsprechen dem üblichen Klischee - eine kleine Dicke und eine grosse Lange. Wie das auch immer kommen mag. Draussen zieht die Schwerkraft gerade wieder das Wasser aus den Wolken, obwohl der Himmel blau ist. Ein befremdlicher Sommer dieses Jahr. Wenigstens ist er nicht brüllheiss. Auch was wert. Jetzt muss man Aktien von Regenschirmherstellern kaufen... leider sind die wohl fest in chinesischer Hand. Die meisten Leute haben günstige Schirme in der Hand... man vergisst die Dinger ja eh immer.

Vor einigen Jahren habe ich mir einen guten grossen Schirm gekauft... genutzt hat es wenig. Eine Windböe war sein Ende und der Kassenzettel war nicht mehr auffindbar, um die versprochene tolle Garantie einzulösen.

Jetzt ballert die Sonne wieder quer über den Platz. Aber sowas von hell. Was für ein Kontrast zum Regen vor 10 Minuten. Ich darf nicht vergessen, dass ich in 2 Stunden mit dem Auto zur Feier aufbrechen muss. Im Alter muss man sich häufiger dran erinnern ;)

Die Damen vor mir werden mich leider nicht anlächeln, denn sie haben nur Augen füreinander. Auch schön. Menschen, die glücklich sind, sind die besseren Menschen. Fast schon egal, warum sie glücklich sind oder werden... solange es nicht auf Kosten anderer ist. Damit habe ich gerade das Glücksempfinden von Massenmördern aus meiner philosophischen Betrachtung ausgeschlossen... man muss sich ja heute leider ständig absichern.

Ich springe jetzt noch kurz zum Laden mit den vielen bedruckten Seiten. Ich habe zwar noch zu lesen, aber man kann nie genug Vorrat haben. Man muss sich ja immer auf ein nächstes Buch freuen können.

Konnte mich nicht entscheiden. Es bleibt beim Kein-Buch-auf-Vorrat zu Hause. Vielleicht nächste Woche nochmal. In eine Buchhandlung kann man nicht oft genug gehen. Vor allem auch, weil einige hübsche Mädchen dort arbeiten, denen das Verkaufen von Büchern wirklich Spass macht.

Lila Strümpfe, lila Rock, lila Bluse, lila hohe Schuhe. Wirklich eine Versuchung. Wow... !!! Die Frage ist nur, wie der Mann mit den grauen Haaren in ihr Leben reinspielt. Immerhin fasst er sie ständig an. 20 und 50 würde ich sagen. Erst wollten sich beide hinter mich setzen, jetzt sind sie nochmal umgezogen. Schade, denn ich hätte gern Mäuschen gespielt. Immerhin sah sie sehr bezaubernd aus.

Ich sitze im Fenster vom Bagels & Beans und schaue den vorbeigehenden Leuten zu. Hatte ich erwähnt, dass es gerade wieder regnet... aber richtig... Binärregen! An und aus. Fett krass warm im B&B... Klimaanlagen sind... richtig dosiert... ein Segen und sorgen für Kundenzustrom.

Das soll es dann erstmal für jetzt und heute gewesen sein. Schönes Wochenende noch.

Warum Steuern von steuern kommt

Am Glühbirnenverbot der EU kann man sich wieder mal verfehlte Politik anschauen. Statt die Chance zu nutzen, die Verbraucher sanft zu erziehen und zusätzlich Einnahmen zu erzielen, werden Glühbirnen einfach verboten (Spiegel-Artikel). Man hätte auch einfach pro Birne zwei Euro Steuern erheben können und hätte damit, den Markt gesteuert.

Jetzt werden Glühbirnen gehamstert und später werden wir einen Schwarzmarkt sehen. Die Preise der Energiesparlampen werden im Gegenzug nicht sinken, weil die Leute, die Dinger kaufen müssen. Damit entfällt die Notwendigkeit, den Verbraucher über den Preis zu locken.

Samstag, Menschen, ein Hund und viel Ruhe

So, ich habe Kate gestartet und meissle wieder einen Café-Blogeintrag rein. Derzeit sitze ich im Black Bean am Holzmarkt in Jena. Kate mag gerade nicht umbrechen... Moment... so, jetzt. Sonst scrollt mir der Satz immer ins Nirwana. Da Kate läuft, wisst Ihr quasi auch, dass ich mein neues Notebook mit Ubuntu auf dem Schoss habe. Ich gewöhne mich immer mehr daran.

Es gibt noch einige Umgewöhnungsprobleme. So fehlt mir Irfanview für schnelle Aufgaben und mein Lieblingsfotoprogramm Fixfoto ist leider nur auf Windows zu Hause. Eventuell bekomme ich es mit Wine zum Laufen... jemand Erfahrungen? Auch das Finden der Programme zum Starten ist ungewohnt... ich muss mir noch einen Schnellzugriffsordner bauen. Der Rest ist fein. Ich habe auch nicht erwartet, dass es gleich alles passt. Auch habe ich mich noch nicht für bestimmte Programme entschieden. Das heisst, ich habe noch verschiedene Programme als Texteditor, zum Malen, für FTP etc. im Einsatz. Ich denke, da schälen sich nicht die Richtigen heraus.

Empfehlen kann ich übrigens Powertop - ein Tool von Intel. Damit kann prima sehen, was der Rechner wo an Strom wegfrisst und es gibt Tipps zum Sparen. So bekommt man noch einige Minuten mehr aus dem Akku rausgequetscht. Ja, Linuxer sind Fans von Text. Geht schneller, als nen Fenster mit der Maus zu beklicken.

Ich finde es erstaunlich, dass Jena heute so entspannt und gelassen unterwegs ist. Autos scheinen langsamer zu fahren und nicht so zu drängeln. Sie lassen sogar Fussgänger rüber. Letztere schlendern entspannt und auf der Post war es trotz ausreichend vieler Leute sehr ruhig. Lebe ich plötzlich in Zeitlupe?

Heute war wieder Trödelmarkt in Jena. Leider habe ich kein DDR-Urania-Universum bekommen. Ich lese das alte Zeug so gern. Speziell der Blick auf die Zukunft, die ja teilweise schon Vergangenheit ist, ist sehr interessant. Wie hat man sich in den 1950er und 1960er vorgestellt, was in 2000 ist. Genial. Grösstenteils war es falsch. Zu optimistisch und zu positiv. Die Menschheit hat sich nicht weiterentwickelt, nur die Technologie. Ende der 1980er, Anfang der 1990er gab es kurz Hoffnung, dass alles anders wird auf der Welt. Naja, etwas mehr Freiheit hier und da. Mehr Technik, kürzere Wege, aber es geht nicht vielen Leuten viel besser. Anders ja, aber nicht zwanghaft besser.

An einem Trödelstand liegt ein riesiger Schäferhund. Er beobachtet seit Stunden die Leute, spitzt die Ohren und trottet manchmal faul im Kreis herum. Schade, dass er nicht Bloggen kann, er hätte bestimmt viel zu erzählen. Dinge, die er sieht, riecht, hört. Würde mich mal interessieren.

Es ist nicht wirklich kalt. Man kann ohne Jacke laufen, obwohl die Sonne nicht draussen ist. Prima. Drinnen im Cafe ist es sogar leicht zu warm, speziell in den Ledersessel... aber man kann so schön mit dem Notebook auf dem Schoss fletzen.

Gerade habe ich bei Müller ein neues Schneidbrett erworben. Mein altes Brett war etwas zerschnitten und verweigerte eine gründliche Reinigung. Es war ca. 10 Jahre alt und da darf auch mal ein neues Brett nachrücken. Sogar der gleiche Typ, aber mit Metallgriff. Auch einen Salat-Dressing-Shaker habe ich mitgehen lassen - selbstverständlich bezahlt :) Ich mache mir neuerdings so gern eigene Dressings.

Wenn man die Leute beobachtet, dann könnte man heute denken, dass es uns allen gut geht und wir keine Probleme haben. So sieht eine friedliche und entspannte Welt aus... leider sehe ich nur einen Bruchteil der Welt im Moment und der ist leider kein Massstab. Strassenbahn und Busse. Wenige Autos und viele Fussgänger. Viele Kinderwagen und Familien, die gemeinsam ein Eis lecken - jeder sein eigenes Eis natürlich. Menschen, die sich entspannt einen Kaffee gönnen und dabei über die Sicht auf die Dinge bloggen. Ein kleines Mädchen jagt den Spatzen hinterher, eine junge Dame im 70er Lock hämmert auf ihrem Nokia rum. Unser Hund hat sich auf die andere Seite gerollt und lässt sich fotografieren. Nur lange hält er nicht still, denn die Neugier überwiegt und er holt sich vom Fotografen Streicheleinheiten ab.

Der Himmel ist gleichmässig hellgrau. Bedeckt halt, aber nicht wie schlechtes Wetter, sondern eher wie ein Sonnenschirm. Komisch... es ist angenehm, wenn es nicht so blendend, aber trotzdem warm ist. Die Sonne muss nicht brennen.

Der Jenaer Nahverkehr hat einen neuen Gelenkbus... aber warum ist das Ding wieder so laut. Muss man einen Bus brüllen hören? Wir sind nicht mehr in den 80er Jahren. Das kleine Mädchen hat sich von Spatzen auf Tauben verlegt. Die sind langsamer... da macht das Jagen mehr Spass. Ob ich nochmal in die Buchhandlung gehe? Ich habe ja gerade Quest durch und Schattenspiel begonnen, aber danach habe ich noch nix. Ach, ich hebe mir das für einen schlechten Tag auf.

Jetzt schaue ich nochmal mit Genuss auf die Bedienung. Freue mich am Talent und Geschmack der Natur und lese mal kurz über mein Geschreibsel, damit es nicht ganz so falsch ist, wenn ich es in 10 Minuten blogge.

Eine Hundeflüsterin. Eine Dame in Schwarz/Weiss kniet neben unserem Schäferhund und streichelt ihn. Sie scheint ihm auch etwas zu erzählen. Er streckt sich auf doppelte Länge und steht dann ganz ruhig. Jetzt ist sie weiter und er hat sich extrem flach auf die Erde gelegt - Haltung "Flache Schnauze". Hat sie ihn hypnotisiert?

Gerade ist mir aufgefallen, dass mein WLAN noch aktiv war, obwohl ich es nicht brauche. Abgeschaltet. Gleich braucht der Rechner 1,5 bis 2 Watt weniger und das macht ca. 25 Minuten Laufzeit aus. Schick, schick.

Gerade kommen Mädchen vorbei, die auf Junggesellinnen-Abschied machen und Zeugs verkaufen. Ich hasse das eigentlich irgendwie immer. Weiss nicht warum. Ein schönes Wochenende bzw. eine schöne und erfolgreiche krisenlose Woche Euch allen.

Buchkritik: Andreas Eschbach - Quest

Andreas Eschbach - Quest - Cover

Und wieder ein Buch verspeist. Diesmal habe ich von Andreas Eschbach "Quest" gelesen. Eschbach gehört zu meinen Lieblingsautoren und so verwundert es nicht, dass sich das Buch flüssig runterlass.

Quest ist Science-Fiction in Reinstform. Wie stelle ich Euch jetzt das Buch vor, ohne den Inhalt zu verraten, denn man darf keinen Bestandteil des Buches vorgreifen, sonst versaut man sich interessante Wendungen. Ich denke, mit dem Zitat vom Cover geht es am besten:

"Es ist die Geschichte des Raumschiffkommandanten Eftalan Quest, der mit seiner Besatzung aufbricht, um den Planeten des Ursprungs zu suchen, jenen geheimnisvollen Ort, an dem das Leben im Universum seinen Anfang nahm."

Wir lernen unbekannte Welten kennen. Welten, die von Menschen besiedelt sind in einer fernen fernen Zukunft. Alle Welten sind bedroht vom Sternenkaiser, den man nicht besiegen kann und der nur Vernichtung bringt. Kommandant Quest bricht mit seinem Schiff und einer grossen Besatzung auf, um Hilfe zu finden, Hilfe im Kampf gegen den Sternenkaiser.

Eschbach serviert ein opulentes Science-Fiction Mahl, reich an Details, unglaublichen Dingen und kleinen Geschichten. Er könnte locker drei Fortsetzungen oder Seitenarme der Geschichte daraus stricken. Allein die Beschreibung der Gesellschaftsordnung, die gerade herrscht, nach der Republik übrigens, ist genial. Mehr will ich nicht verraten.

Fazit: Science-Fiction-Fan? Wenn ja, dann unbedingt lesen. Eschbach-Fan? Lesepflicht! Offen für Neues und Fantastisches? Lesen!

Sauer

Geht Euch das auch manchmal so, man ist sauer und weiss nicht warum? Ich bin gerade sehr sehr sauer und weiss nicht warum. Ich fühle mich, als hätte ich den ganzen Tag am Schlechte-Laune-Ladegerät gehangen und jetzt bin ich voll.

Im Tegut (Supermarkt) hätte ich fast die Frau an der Kasse vor mir zusammengestaucht, weil sie ewig nach blöden Gutscheinen suchte, die für Pizza waren und dann nicht gefunden hat und dabei laberte ohne Ende. Ich habe es förmlich in mir blubbern gespürt...

Jetzt kämpfe ich mit meiner neuen 2.5er Festplatte und werde noch sauerer. Das Ding ist lauter als die zu ersetzende Platte und vibriert auch noch. Sowas Blödes aber auch. Ich denke, dass die Platte morgen oder Freitag zurückgeht.

Damit erstmal Ende... eventuell lese ich jetzt noch den Spiegel. Schlechter kann die Laune nicht werden, da kann ich ruhig depressive Kost lesen...

Cola ist ....

Die hübsche Mama neben mir hat gerade sich und ihrem Mann Cola auf den Tisch bei McDonalds gestellt. Die beiden Töchter (Alter ca. 3-4) fragten, was das sei. Mama: "Das ist Cola. Das ist total Iiihhh... und schmeckt nur Erwachsenen."

Café, Tische, Ubuntu und Käse

Heute bin ich das erste Mal mit meinem neuen T500 und Ubuntu mobil unterwegs. Natürlich sitze ich wieder im üblichen Café. Die erste Frage wird sein, wie lange der Akku mit Ubuntu durchhält. Ganz fair ist es nicht, denn ich habe meinen UMTS-Stick angestöpselt und der ist ein Stromsauger ohne Ende. Wird ja auch glühendheiss.

Zumindest funktioniert UMTS via Stick nahezu sofort, wenn man weiss, dass man den Stick zunächst wieder "auswerfen" muss, damit er vom Memorystick (mit Installationsprogrammen) zum UMTS-Stick wird - sudo eject /dev/scd1 in meinem Fall.

Diesen Text schreibe ich übrigens mit Kate. Kate ist keine vollbusige Schönheit, sondern ein Texteditor des KDE-Desktop. Auch wenn ich Gnome laufen habe, ist Kate erstmal meine erste Wahl... bis ich was besseres finde. Wie im echten Leben halt ;)

Mir gegenüber sitzen zwei Herren, die sich über Autos unterhalten. Der eine meinte gerade, es wäre ein Auto wie eine Art Suv. Damit hat er ein Wort aus SUV gemacht. Für alle Sprachunkundigen: SUV wird ES-JU-WIE gesprochen und in das Ganze in Einzelbuchstaben. Ist halt ein Importwort. Sports Utility Vehicle ausgeschrieben. Oder auf Deutsch: "Sportlich unnützes Vahrzeug" :)

Vor 10 Minuten bin ich an der Sparkasse vorbeigekommen. Die haben PS-Sparen und werben mit Fliegenpilzen dafür. Ich musste kurz mal überlegen, wie der Mensch auf die Verbindung von Fliegenpilz und Glück, also Fliegenpilz als Glückspilz kam. War man glücklich, weil man einen Pilz gefunden hatte? Eher nicht, die Dinger sind nicht zu übersehen im Wald, also keine Leistung. Läuft ein glücklicher Bürger vor Glück rot an? Nein, auch nicht...

Es muss also eher daran liegen, dass man einen Fliegenpilz gefunden hat und mit Elan verspeiste... danach hatte man echt Glück, wenn man noch am Leben war oder es überstanden hat. So oder ähnlich muss es gewesen sein. Denke ich mal.

Draussen haben wir heute nicht einmal 17 Grad. Gottseidank regnet es gerade nicht, aber es hat... vor ca. 30 Minuten. Gerade habe ich höflich einen 4-er Tisch freigemacht im Austausch gegen einen 2-er. Man ist ja kein Schwein und mehr Gäste heisst mehr Steuern für Jena. Man muss im grösseren Rahmen denken. Leider habe ich jetzt einen Telefonierer neben mir. Das muss auch mal aufhören. Der Dude hat auch ganz frech einen 4-er Tisch in Beschlag und rennt auch noch raus und lässt nur sein Papier liegen... nicht mal ein Getränk mehr auf dem Platz.

Heute früh beim Frühstück habe ich auf meine Einkäufe geschaut und mein Einkaufsschema erkannt. Erstes Kriterium: Aus der Region oder von weit weg? Zweites Kriterium: Bio oder nicht? Dritter Punkt: Ohne Konservierungsstoffe oder Gelatine? Nummer Vier: Kaloriengehalt? Und als Punkt Fünf steht das Preis-Leistung-Verhältnis. Natürlich variiert die Reihenfolge oft leicht. Aber der regionale Faktor spielt bei mir einen grosse Rolle. Käse aus Thüringen geht Käse aus Bayern oder Frankreich vor. Gerade dann, wenn ich nicht nach französischem Käse suche.

Ich kann mich wieder umsetzen... so, nun habe ich wieder das Café im Blick und nicht mehr dieses "Im Rücken" Gefühl. Komisch... das habe ich immer. Ich mag überhaupt nicht mit dem Rücken zu grossen Menschenmengen sitzen. Muss was Angeborenes sein... Urzeitreflex.

Dafür habe ich jetzt das Fenster im Rücken und damit Reflexionen auf dem Display, obwohl es kein verspiegeltes Display ist. Die Dinger hasse ich ja, weil man immer etwas Störendes drauf hat, wenn man im Hellen sitzt.

So, zum dritten Mal umgezogen. Die müssen mich schon alle für blöd halten, aber jetzt sitze ich wieder auf meinem Lieblingsplatz. Da habe ich das Café und die Leute im Blick, kein grosses Fenster aber eine Wand hinter mir.

Rechts neben mir sitzt Frankreich. Drei Studenten, die sich fliessend und nuschelnd auf Französisch unterhalten. Vielleicht sollte ich die Jungs mal nach Käse fragen... und das mit meinem 4-Wörter Französisch. Die Sprache klingt trotzdem echt geil. Schade, dass die Jungs ihre Freundinnen nicht bei haben... da wäre der Klang im Ohr hochgradig erotisch.

Die Workspaces, also die vielen unterschiedlichen Desktops, sind praktisch in Linux. Ich weiss, kann man auch für Windows haben, aber da ist es ja nicht standardmässig dabei. Macht Ordnung. Man kann Fenster und Anwendungen thematisch ablegen und damit arbeiten.

Draussen macht sich die Sonne bemerkbar und drinnen wird mein Kaffee kalt. Ich habe die Tasse glatt vergessen. Dann Euch mal noch ein schönes Wochenende und ich klimpere noch etwas.

Buchkritik: A. Lee Martinez - Der automatische Detektiv

Der automatische Detektiv

Der Roboter Mack hat den freien Willen entwickelt und kann deswegen ordentlicher Bürger in Empire City werden. Dazu arbeitet er momentan als Taxifahrer, solange seine Bewährungszeit läuft. Da wird er plötzlich in eine verzwinkte Geschichte hereingezogen, denn seine Wohnungsnachbarn sind plötzlich weg. Schritt für Schritt entdeckt er, dass er ein guter Detektiv wäre und gleichzeitig sogar Gefühle zur schönsten Frau der Stadt entwickelt, die sogar technophil ist...

A. Lee Martinez hat eine Welt mit Empire City geschaffen, die der pure ökologische Albtraum ist. Trotzdem ist alles nur auf Fortschritt und Streben ausgerichtet. Roboter sind normal, Mutanten sind normal und wenn es Säure regnet, dann geht mal halt nicht raus. Faszinierend zu lesen und man kann sich einfach die Hochhäuser, Auto und Menschen dazwischen gut vorstellen.

Das Buch wird mit "...strapaziert unsere Lachmuskeln aufs Äusserste." beworben. Dem kann ich leider nicht beipflichten, da viele Seiten mit reinen Schilderungen von Action gefüllt sind. Wieder und wieder rennt der Roboter durch Wände, fällt irgendwo runter oder prügelt sich mit Mutanten. Auch findet sich wenig detektivischer Spürsinn. Mack macht vieles mit brachialer Gewalt.

Fazit: Nett zu lesen, aber ich bin nicht auf eine Fortsetzung gespannt. Eine fantastische Welt, die mir gefällt, aber die Geschichte darin... weder Science-Fiction, noch Fantasy, aber auch keine Kriminalroman, wie ich zuerst erwartete. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Fliege, PRC und Regen oder umgekehrt

Es regnet... es regnet richtig. Ein typischer Sommerplatzregen. Selbst die Leute mit Schirm haben sich untergestellt, da es einfach zu stark regnet. Ich war stur und bin mit Schirm weitergelaufen. Jetzt bin ich nass... von unten. Es hat so gespritzt, dass meine Hosenbeine 20 cm hoch durchnässt sind.

Es ist faszinierend zu sehen, wie plötzlich das Leben wegen plötzlichem Regen stockt. Alle Leute bleiben stehen, verweilen oder setzen sich einfach nochmal ins Café. Regen kann die Welt so prima entschleunigen. Und nach dem Regen ist alles klar und sauber... irgendwie reiner.

Natürlich war das Markt 11 auch sofort voll. Im Sommer findet man für sich und sein Notebook normalerweise immer einen Platz drin... bei Platzregen nicht. Ich habe eine junge Mutter gefragt, ob bei ihr noch Platz am Tisch ist: "Mein Freund kommt noch!". Und dabei wollte ich doch wirklich nur einen Platz.... auch wenn sie sehr hübsch ist und ihr Sohn süss.

Geek Content: Momentan läuft zu Hause eine Kopieraktion von Windows als dd-Image in eine VirtualBox. Bin gespannt, ob ich das gebacken bekommen und ob die Mimose Windows dann noch die Hufe hochbekommt. Gestern habe ich mir nen neuen Kernel von Ubuntu gezogen, um die Einfrierprobleme auf dem T500 zu beheben. Wir haben eindeutig zuviel verschiedene Hardware. Wenn alles etwas standardisierter und weniger herstellergebastelt wäre, dann hätten wir alle weniger Probleme mit der Hard- und Software. Deswegen funktioniert die Apple-Welt so gut. Nur eine Hardwarebasis, nur ein Hersteller. Da lässt sich alles gut ausprobieren und gut lauffähig ausliefern... dafür ist es sauteuer... aber die Jünger zahlen es.

Seine Frau ist aus dem Katalog. Bin ich mir sicher. Sie hat einen osteuropäischen Akzent, er ist alt und hat Bauch. Eventuell tue ich ihm ja unrecht, aber irgendwie sieht es sofort so aus. Klischees halt.

Jetzt geht ja wieder die Tour de Drugs los. Bloss gut, dass mich die Suppe nicht interessiert. Einmal klassischer Sport erfolgreich für immer ruiniert. Scheinbar geht es ja nun auch im Eischnelllauf los... ich glaube nicht mehr an Leistungssport. Ich halt ihn für massiv manipuliert und korrumpiert.

Die Wirtschaftskrise scheint nun doch nicht zu Ende zu sein. Mein Probeabo des Handelsblattes (Bonuspunkte verfeuern) stellt sich als höchst unnütz heraus. Dienstag ist alles toll und die Krise vorbei, Mittwoch ist schon wieder Weltuntergang. Nun gut, es ist nicht nur das Handelsblatt... es ist generell ein Auf und Ab. Ich denke, die Leute manipulieren den Markt und die Meinung. Wenn man wissen will, was läuft, dann sollte man sich umschauen. Man sollte sich anschauen was die Leute machen, wer Arbeit hat und wer keine. Auch sollte man Nachrichten schauen ohne die vorgefertigte Meinung mitzutragen. Einfach die Bilder von Beiträgen kombinieren und sich ein Bild machen.

Die Welt ist nicht im Gleichgewicht und das mehr denn je. Allerdings die Fliege auf dem Rand meines Notebook-Displays ist im Gleichgewicht... sie sitzt da und putzt sich. Sehr balancierend. Jetzt starrt sie gerade auf meine Hände, wie sie über die Tastatur fliegen (geiles Wortspiel).

Hier ist jetzt ne Weile nix passiert und ich habe mental gedöst... sorry...

Der Hammer. Die Fliegen sitzt noch immer dort und putzt sich... bzw. döst vor sich hin. Eventuell hat das Gehäuse an der Stelle genau die richtige Temperatur. Apropos Temperatur. Mir wird zu warm im Inneren des Café. Ich verscheuche jetzt die Fliege durch Arbeitsende und tigere nach Hause.

So, es ist schon Abend und ich sitze auf meinem Balkon. Heute haben wir OBI geplündert. Sonnenschirm, zwei Stühle und einen 40kg-Ständer für den Schirm. Die Dame des Hauses wollte keinen weissen Plastikfuss, den man mit Wasser füllen kann... so mussten wir also buckeln. Dank dieses Einsatzes konnten wir heute das erste Mal auf dem Balkon Abendbrot essen, denn sonst zappt uns die Sonne weg. Die ballert bis kurz vor ihrem Untergang genau drauf.

Übrigens bin ich heute auf den neuesten Trick der Industrie zur Herkunftskennzeichnung reingefallen. Meine Stühle sind Made in PRC. Mmm... bestimmt was mit Polen. China würde ja draufstehen... Reingefallen! PRC heisst People's Republic of China. Ist das eigentlich eine offizielle Abkürzung? China ist ja eigentlich immer falsch gewesen, weil es ja Volksrepublik China heisst... aber wer denkt denn da schon dran. Schliesslich müsste es auch Made in FRG heissen und nicht Made in Germany. Gleiches Problem.

Nun gut... dann doch keine Betrachtung des Elends auf der Welt... bin müde und breit. Entweder war es heute zu warm oder ich bin einfach mal so fertig. Guten Abend!

Geek Content: Kopieraktion abgebrochen. Habe einfach kein Platz für eine 200 GB Windows Festplatte. Da muss der Bay-Extender mit ner Zusatzplatte her. Also noch einige Tage warten...

Buchkritik: Dmitry Glukhovsky - Metro 2033

Cover Buch Metro 2033

Vor einigen Tagen habe ich meine Ohren wieder zwischen Buchseiten versteckt und zwar im Buch Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky. Da ich schwer begeistert vom Buch bin, hier meine Kurzmeinung.

Wir befinden uns im Jahr 2033 und die Welt liegt nach einem Atomkrieg in Schutt und Asche. In Moskau haben sich die wenigen Überlebenden ins Metro-Netz geflüchtet. Für den Uneingeweihten - in Moskau heisst die U-Bahn Metro. Es ist eine neue Zivilisation entstanden, die sich gegen die Widrigkeiten des Lebens unter der Erde und gegen sich selbst verteidigen muss.

Metro 2033 erzählt die Abenteuer des jungen Artjom, der von seiner Heimatstation aufbricht, um eine Aufgabe zu erfüllen. Dabei entdeckt er die Welt der Metro und ihre dunklen Geheimnisse. Ihm begegneten Verrückte, Verzweifelte, Normale, Mutanten und Kreaturen, wie sie noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Dmitry Glukhosky entführt uns in eine Parallelwelt zum Jetzt. Kleine Staaten existieren, Anarchie existiert, Wildnis existiert und überall ist Angst und viel Dunkelheit. Metro beleuchtet die dunklen Seiten der Menschheit, das Grauen und die Gier. Glukhosky versteht es, uns in den dunklen Tunnel mit dem Helden stehen zu lassen und jedes Geräusch wahrzunehmen, jeden Luftzug und jede Berührung.

Für zarte Gemüter ist vom Lesen spät in der Nacht und kurz vorm Schlafengehen abzuraten. Man träumt von der Metro und wenn man abends allein in der Wohnung ist, dann macht man doch öfters Licht als sonst. Metro ist aber kein Horror ala Stephen King und erst recht kein ekelerregenden Blutspritzwerk.

Fazit: Unbedingt lesen, wenn man Endzeitstimmung mag oder die finsteren Seiten der Menschen beleuchtet sehen möchte. Wer zu Klaustrophobie neigt, der mag kann das Buch auch zur Therapie einsetzen... Metro habe ich trotz seiner 780 Seiten in wenigen Tagen verschlungen. Man mag das Buch oft nicht weglegen, weil man unbedingt wissen will, was im nächsten Tunnel ist oder wie die nächste Metrostation aussieht und wer dort lebt.