Espresso, Offen, Hadoop und ein Donnervogel

Die letzte komplette USA-Woche ist für mich angebrochen und damit der Stress, noch einige Kleinigkeiten erledigen zu müssen. Hauptsächlich mitbringselmässig. Gerade sitze ich im Panera und werfe mir einen Chicken Caesar Salad ein. Dazu einen ungesüssten Eistee. Nebenbei wollte ich eigentlich arbeiten, aber die Wifi-Verbindung im Panera ist so schlecht, da bricht immer das VPN zusammen.

Ich schlinge, denn ich habe Hunger. Heute hatte ich nur eine Banane, zwei Mandarinen, reichlich Kaffee und einen Miniwindbeutel. Mittag habe ich im Stau verbracht, da ich zum Flughafen musste und meinen Mietwagen tauschen. Die maximale Mietzeit war erreicht. Leider gab es einen Unfall im Tunnel unter Boston und so stand ich hier ne Weile rum. Aber zum Glück hatte ich mir vorher bei Starbucks einen Kaffee Latte geholt. Für besondere Spannung sorgte der Fakt, dass das Tank leer war und mich die Reserve anpiepste. Toll, wenn man im Ruckelstau steht und man weiss, dass bei der Rumkriecherei besonders viel Sprit im Tank verdampft.

Mein neues Auto ist ein Ford Edge, der alte war ein Chevrolet Malibu. Ich bin also voll der amerikanische Patriot und fahre mit fett-krass Ami-Autos rum. Der Wagen ist etwas schaukelig und der grosse Motor wird vom Getriebe wieder unverhältnismässig gequält. Allerdings fetzt es, wenn die Qual mal vorbei ist unf der Motor mit 1000U/min läuft, während man mit 65km/h über die Landstrasse zuckelt.

Auf zu Barnes & Nobles...

Angekommen. Kaffee Latte, Rasberry Scone und ein Weihnachtsgeschenk zum Mitbringen stehen auf meinem Tisch. Dazu liegt noch ein Buch rum: Hadoop - The Definitive Guide. Nur was für die Fans von Hardcore-Informatik und Performance-Fanatiker... und für Leute, die wissen wollen, wie Google und Yahoo intern funktionieren. Dieses Buch werde ich unter Zahlung einer Auslöse in mein Eigentum überführen. Triple Espresso war heftig... uhlala...

Apropos Uhlala... die Dame am Tisch vor mir hat offene Knie. Also nicht medizinisch offen, sondern modisch offen. Aber sowas von offen... mich wundert, dass die Hosenunterschenkel am Rest der Hose noch halten.

Barnes hat gratis Internet seit Neuestem. Damit macht das Arbeiten gleich Spass und ich kann neben der Schreiberei hier, noch etwas Produktives tun und mich nützlich geben. Der Italiener sitzt wieder links von mir und liest etwas. Wie immer hat er seine Kopfhörer im Ohr, gegelte Haare und einen Stapel Papier vor sich. Als die Haare nicht vor sich, sondern über sich.

Links vor mir sitzt eine Horde von Damen, die gerade kleine Geschenke ausgetauscht hat. Würde ja fast Bibelkreis sagen, weil sie sehr über familiäre Probleme und Religion gesprochen haben. Im krassen Kontrast steht aber die Victoria's Secret Einkaufstüte, in der die eine Dame die Geschenke mitgebracht hatte.

Wenn doch bloss die Stühle bei Barnes höher wären, denn man sitzt immer so, so, so komisch da. Ich mag es nicht, wenn ich die Tastatur quasi über mir habe und von unten tippen muss. Vorhin habe ich den Spiegel liegen sehen. Das Magazin für Depressionssüchtige. Lesen und man glaubt nicht mehr an das Morgen und an das Gute im Menschen. Der Spiegel müsste einen Aufkleber bekommen, damit nicht noch Leute von der Brücke springen, wenn sie das Ding gelesen haben: "Sollten Sie Probleme mit sich und der Welt haben, dann ist Der Spiegel das Letzte was sie lesen wollen."

Glücklicherweise ist das Heft von letzter Woche und damit hatte ich meine Dosis Depressionen schon. Damit kann ich jetzt glücklich meinen Kaffee trinken und mein Cloud-Buch verschlingen bzw. korrekterweise noch etwas Surfen und das Buch heute Abend im Bett niedermachen.

Und plötzlich wurde es leer... jede Menge Leute sind gegangen, obwohl Barnes noch 2 Stunden bis 23 Uhr geöffnet hat. Ich schnüffle derweil beim Thunderbird 3 lang. Geile Webseite vom Design her. Der TB 3.0 findet gerade seinen Weg auf meinen Rechner. Bin ja eh ein Donnervogelanhänger. Wobei mich die Installation auf Linux durch das Rechtesystem immer bissl nervt. Am Besten geht es mit einem Package, was aber noch nicht da ist, es sei denn, man bindet das Repository ein... was man erstmal kennen muss. Ich bin zwar nicht computerdoof, aber bissl kompliziert ist es schon. Schon weil es TB nicht als DEB gibt. Aber ich bin da wohl zu sehr Linux-DAU.

Jetzt wird es richtig leer. Nur noch 4 Tische besetzt. Leider nichts zum Anstarren dabei. Ich starre also derweil das neue Userinterface des Thunderbird an und spiele mit seinen Funktionen. Hoffentlich löscht er mir nicht die ganze Mailbox.

Gute Nacht derweil aus Woburn, MA.

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Watson

Menschen die an das glauben was in der Bibel steht, tragen auch Victoria Secret Unterwäsche - ich seh da nüscht krasses ;).
2009-12-15 - 09:24:39 - Watson

Birgit

so rein äußerlich gefällt mir der Ford besser als der Chevrolet, da ich ne Frau kann ich mit den Kennzahlen der Autos nicht soviel anfangen
Spritfresser sind es sicherlich beide
wünsche noch ne schöne restliche Zeit da drüben und einen guten Heimflug und schon mal "Happy Christmas"
2009-12-16 - 17:16:56 - Birgit

Rene

@Birgit: Frohes Fest!

Der Ford ist echt fett. Zwar nicht gross in den Ausmaßen, da ist ein Audi A6 Kombi länger, aber wuchtiger und so fährt er sich auch. Elendes Getriebe... nähhhhhhhhh.... nuuuhhhhh....näähhhhhhhhhhhhhh!!
2009-12-17 - 03:19:46 - Rene

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