Kopfhörer, Stupsnasen und iPads

Ort: Barnes & Noble, Burlington, MA. Zeit: 20:42 EDST. Essen: Coffee Latte und Bagel mit Frischkäse. Details: Rechner vor mir, 15 Watt Verbrauch und Kopfhörer auf. Grosse Kopfhörer und damit sehe ich bestimmt wie Micky Maus aus. Ich habe mir die Dinger gerade erst gekauft, denn ich haben Konzentrationsprobleme im Grossraumbüro. Die Leute um mich herum reden lange und viel und ich kann mich nicht konzentrieren. Meine kleinen Kopfhörer sind nicht dicht genug.

Die Dinger sind zwar nicht Noise Cancelling, aber ich denke, sie werden es tun. Ich mag dieses dumpfe Oropax-Gefühl nicht, was sich einstellt, wenn man Noise Cancelation einschaltet. Mal sehen, wie ich morgen denken kann und ob ich es aushalte, mit den Dinger auf den Ohren. Jedenfalls höre ich mich noch selbst kauen, aber mein Tippgeräusch ist weg.

Die Leute schauen mich an, als wäre ich 18 und total durchgeknallt... die grossen Lauscher machen jung ;) Mal sehen, ob ich heute noch Angebote von zu jungen Mädchen bekomme. Apropos junge Mädchen. Neben mir sitzt eine spärlich bekleidete Dame. 18 Lenze vielleicht. Spärlich heisst, vom grossen Zeh bis zur Hinternkante ist nix... Sommerbefehl halt. Freitag soll es übrigens schneien... nur mal so am Rande.

Der alte Dude neben ihr versucht ein Gespräch anzufangen. Aber er hat kein Kopfhörer und ist nicht so cool wie ich. Er hat Erfolg beim Gespräch und zwar aus einem einfachen Grunde: Er ist ihr Vater.

Grosser Sprung und zwar in den nächsten Tag und in das Starbucks in Wilmington. Bei mir gibt es einen Soja Latte und Haferflocken mit Trockenfrüchten. Ich wollte mal den Soja-Dings ausprobieren, damit ich abends nicht soviel Zucker konsumiere (Milchzucker). Schmeckt interessant. Irgendein Nebengeschmack ist dabei... leider scheint der Kaffee darin unterzugehen oder man muss mehr Espresso reindübeln. Ich werde dem Ding noch öfters eine Chance geben... mal beobachten.

Die iPad-Pest greift übrigens um sich. Überall sitzen plötzlich Leute rum, die Dir das Ding förmlich ins Gesicht halten oder ganz geschäftig lesen oder irgendwelche Dinge damit anstellen. Ich glaube es ärgert viele, dass das Ding nicht grösser ist, weil es dann andere Leute schneller sehen würden ;)

Nun sitze ich einen Tag später im Büro und sehe Amazon EC2 zu, wie es ein neues AMI für mich erzeugt. Naja, das erregt hier sicher kaum jemanden. Aber ich wollte es nur mal erwähnen.

Schon wieder ein Tag rum und ich belagere wieder Panera. Diesmal ist es Sonntagsfrühstück. Ich habe eben entdeckt, dass das WLAN von McDonalds rüberstrahlt und dessen Verbindung deutlich besser ist, als des Panera-WLAN. Es ist auch kostenlos. Also rein...

Es ist erstaunlich wenig los im 10:45 bei Panera. Draussen regnet es nicht mehr und die ersten Sonnenstrahlen haben mal Hallo gesagt. Auch die Mall ist noch nicht verstopft bzw. der Parkplatz. Ich vermute, dass in ca. einer Stunde zum Mittag hier ordentlich was los sein wird. Mal beobachten.

Eben hat eine kleine rundere Dame resolut ihre Jacke über den Stuhl gehangen, um ihren Platzanspruch zu sichern. Vorher stand kurz eine grosse lange Frau in Lederkluft am Tisch und hat ihn beäugt. Man konnte förmlich Madam 1 denken hören: "Du magst besser aussehen, aber das ist mein Tisch. Bitch!"

Die Tischfrau bekomme gerade Besuch. An ihrem Tisch stapeln sich jetzt Bekannte. Zuerst kam ein Paar - sie und er - muss man ja manchmal dazusagen. Sie in einem Rot-Weiss-Quergestreiftem. Macht eigentlich dick, aber das braucht sie auch, sonst würde man sie nicht mehr sehen.

Alle unterhalten sich über Bücher etc. Dann kam eine einzelne attraktive Dame und es Blick auf den Blick der Dame des Paares sagt mir, sie ist eifersüchtig und kann die Schlampe nicht leiden. Sie sieht sie als Konkurrenz. Als ihre Mann sie zum Willkommen umarmt hat, wäre sie wohl am liebsten mit dem Messer los.

Dame Nummer 3 ist definitiv am attraktivsten. Sie besitzt eine natürliche Schönheit und diese kleine süsse Gesicht mit der Stupsnase. Na gut, mit der grossen Stupsnase ;) Gerade hatte sie Probleme mit einer Milchkanne am Kaffeestand. Gleich fand sich ein Mann, der geduldig und mit viel Aufmerksamkeit geholfen hat. Kein Wunder, dass die Paardame hier kurz vorm Amok steht. Ich halte mal die Augen offen. Im Figurvergleich gewinnt auch Stupsnase. Während Frau Rot-Weiss eher der Hungerhaken ist, ist Stupsnase natürlich ausgeformt, aber trotzem schlank oder besser normal halt.

Hinter der Plaudergruppe sitzt ein Mann und er liest "Beginner's Guide to Short Term Trading". Ihr würde ihm gern zurufen wollen, dass das nicht so gesund für uns alle ist. Es schafft keine Werte, sondern nutzt nur die Fehler der Anderen aus. Die letzte Blase stammte aus Profiten ohne Schaffung von Werten. Trading, also das Handeln mit Gütern, und hier sage ich absichtlich Güter und nicht virtuelle Besitztümer, ist aber eigentlich keine schlechte Sache.

Wenn ich eine Baumaschine einem Mann in Hamburg abkaufe, weil ich weiss, dass ich sie in Dresden für 10% mehr verkaufen kann, weil da der Markt nach Baumaschinen sucht, dann ist das ein faires und nützliches Geschäft. Na gut, Short Term Trading hat ein Gutes. Es gibt immer jemanden, der einem seine Anteile abnimmt, wenn man selbst Geld braucht. Sie halten also den Markt liquide. Wobei es hier auf die Menge der Händler ankommt und auf die Dummheit der selbigen.

So, dass reicht heute mal wieder... war ja nicht nur ein Tag...

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Mit der Einführung der Europäischen Datenschutzgrundverordnung schliesse ich die Kommentarfunktion dieses Blogs, weil ich einfach keinen Bock auf die Arbeit habe, die dabei entsteht. Wer sich bei mir melden möchte, meine Mailadresse steht im Impressum. Hier der unnötige Hinweis, dass ich natürlich durch die Zusendung einer E-Mail in den Besitz von personenbezogenen Daten gelange. Der restliche Kram steht dann bei mir im Datenschutz.