Ich wollte doch nur... IT-Einkauf

Ich wollte doch nur! Da wollte ich doch nur ein NAS kaufen, um meinen vielen Fotos eine zusätzliche sichere Lagerstätte zu spendieren. So ein RAID-5 ist schon was Feines. Bisher mussten meine Bilder auf drei Platten lagern, fein säuberlich handsynchronisiert plus Doppelmedien-DVD-Backup. Jetzt kommen sie auf eine Platte zum Bearbeiten, aufs RAID zum Überleben, auf eine externe Platte als schnelle Kopie und dann noch auf 2x DVD (+R und -R). Sollte passen.

Was ich eigentlich wollte... Das NAS war ja die eigentliche Anschaffung - Thecus N3200Pro - Test kommt später. Leider kann man mit dem Kopieren der Datenmengen über ein WLAN das Selbige recht einfach lahmlegen. 54Mbit machen halt nur 5-6 MB/s und dann geht sonst nix mehr.

Also das NAS via Wurfkabel quer durch die Bude angeklemmt. 100Mbit. Mehr geht beim AVM-DSL-Router nicht. Prinzipiell ok, aber das Kabel durch die Bude und eigentlich macht das NAS > 10MB/s. Da ist 100Mbit auch grenzwertig... da muss Gigabit-Ethernet her. Lechz!

Ein Gigabit-Netz ist schnell gebaut, aber wenn dann noch in das Netz das Internet rein muss, was aber im Flur aus der Wand kommt und man nicht noch einen WLAN-Access-Point haben will, dann ist Ethernet durch die Steckdose die erste Wahl. Ich war ja etwas skeptisch, aber habe dann mutig zum devolo dLan Highspeed II Starter Kit gegriffen. Es geht!!

Der Witz ist, es geht ganz einfach. Die beiden recht formschönen und farblich angenehmen Stecker ausgepackt, rein in die Steckdose und rein mit dem Ethernetkabel. Zack und das Netz steht. Geil! Ich bin sogar gegen die Anleitung vorgegangen, da man eigentlich keine Verteilerdose dazwischen haben soll, aber ich habe nun mal im Flur nur eine Steckdose und die will schon die FritzBox haben.

Da mein DSL nur 1Mbit ist, ist mir die Übertragungsrate recht Wurst. Bis zu 85Mbit sollen es sein. Egal, es geht gut.

Wenn man jetzt noch das Gigabit-Netz aufbauen muss, damit man Notebook und alten Rechner und das NAS an die gleiche Leitung bekommt, dann braucht man einen Gigabit-Ethernet-Switch. Die Auswahl ist riesig und die Unterschiede minimal. An Ende bin ich bei einem D-Link DGS-1005G mit 5-Ports gelandet. Irgendwie hat mich das grüne Bäumchen angemacht. Sie nett aus und funktioniert. Ob er wirklich weniger Saft braucht als andere Gigabit-Switches... weiss nicht.

Passende Kabel brauchte ich auch noch. Nun hoffe ich nur, dass das NAS dauerhaft funktioniert und ich den Kabelsalat nicht umsonst verursacht habe. Der Test zum Thecus N3200Pro folgt.

P.S. Man könnte auch sagen, dass ich ordentlich an der globalen Wirtschaftskonsum-Kurbel gedreht habe ;)

Technisches - 2009-02-28, 22:45:28 - 7 Kommentare

Uhrspam

Aus dem aktuellsten Spam rund um Uhrenkopien: "Beeindrucken Sie Ihre Business-Kollegen und betäuben die Damen an der Club heute mit, dass unglaublich teuer Uhr heute!"

Witziges - 2009-02-28, 16:50:25 - Noch keine Kommentare

Die Inschrift auf meinem Grabstein

"Er nahm jede Überstunde mit, jetzt bummelt er ab!"

Quelle: Mein Neffe

Ein Satz muss sein - 2009-02-26, 23:07:05 - 4 Kommentare

Auf der Flucht

Heute Nacht habe ich einen Sülz geträumt. Ich war auf der Flucht vor dem Geheimdienst in einem imaginären Staat. Ich bin gesprungen, geschwommen, habe mit einem Boot mich durch Kanäle gestohlen, habe versucht mich in der Menge zu verstecken, konnte aus meinem Mantel springen, als man mich festhielt und bin zum Schluss in einem unterirdischen Labyrinth gelandet.

Als ich dieses Labyrinth versuchte zu lösen, tauchten wieder diese Leute auf. Ich dachte sie erkennen mich nicht gleich... es waren nicht diese Leute, sondern ich war in einem Vergnügungspark gelandet und konnte mich in Dauerkinovorstellungen verstecken...

Dann bin ich 6:43 Uhr ohne Wecker wachgeworden und kenne die Lösung nicht... der Traum fühlte sich wie 1984 an.

Meiner selbst - 2009-02-26, 08:18:56 - 1 Kommentar

Boston, New York und Monokini

Demnächst geht es wieder nach Boston(9). Ich freue mich schon drauf und hoffe, dass keine Schneeflocke(9) meine Fahrt nach Frankfurt trüben wird, denn ich habe keinen Bock mich wie in Finnland(7) zu fühlen. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob die Finnen guten Kuchen(6) hatten... in Boston sieht es da immer etwas mager aus. Ein McDonalds Frühstück(6) hatte ich in den USA übrigens nur nur einmal und das war 1996.

Nach New York(5) könnte ich auch mal wieder, wobei mir die Stadt zu hektisch ist im Vergleich zu Erfurt(4) oder Jena(4). Wobei die Chance, in New York Kevin James(3) auf der Strasse zu treffen, ungleich hören ist. New York ist immer in Bewegung, wie ein Perpetuum Mobile(3), aber das Frühstück(3) ist nicht anders als in Boston.

Der Duschvorhang(3) in meinem Hotel ist hoffentlich nicht so muchtig, wie so oft in den alten Absteigen.

Ich würde ja mal gern mit dem Moped(3) durch New York donnern. Am besten mit ner alten Schwalbe :) Vielleicht lockt das eine hübsche Asiatin(3) an. Wir könnten zusammen ein Sandwich(3) machen... essen. Hoffentlich hat sie keinen Schmetterling(3) auf dem Knöcheln tätowiert... sowas kann ich nur schwer ausstehen. Oder sieht hat Werbung(2) auf der Schulter... uh.... sogar wenn es was Witziges(2) wäre... ich mag Beschädigungen nicht.

Einen Kinderwagen(2) werde ich später hoffentlich nicht brauchen, auch wenn ich die Dame eventuell im Monokini(2) gesehen haben sollte. Besondern toll sind ja die New Yorker Frauen in engen Jeans(2), auch wenn sie die Primzahlen bis 1000(2) nicht auswendig kennen... Kompromisse muss man machen. Sie könnten mich immerhin mit dem Wissen über den Benzinpreis 2002(2) beeindrucken oder mit der Erklärung, was Castor Oil(2) ist.

Apropos Werbung, da lag doch Letztens eine Werbung der Stadtwerke(2) in meinem Briefkasten. Beim Titelbild kam mir unweigerlich der Gedanke an eine Glockenkurve(2)...

P.S. In diesem Text habe ich die Top-Suchwörter verwurstet, die Besucher von Google und Co. heute in mein Blog geführt haben.

Dies und Das - 2009-02-23, 22:53:14 - 1 Kommentar

Sendungsverfolgung mit viel Humor

Ob die Post für mein Paket in einer Endlosschleife steckt?

Status: Die Sendung ist in der Zustellbasis eingegangen.
Status von:  21.02.09 08:29
Nächster Schritt: Die Sendung ist in der Zustellbasis eingegangen.

Witziges - 2009-02-21, 10:06:16 - 1 Kommentar

Kabel

Kabel Deutschland sucks... aber extra! Die Vertragsgestaltung für das Grundpaket und die erforderliche Kündigung, um dann an ein Paket zu kommen, was man sonst nicht bekommen kann, aber das gleiche bezahlt... arg! Mega-unverständlich und recht nah an der Abzocke. Ich habe es erst nach einem, selbstverständlich kostenpflichtigen, Telefonat verstanden.

Fünf! Setzen!

Deutschland - 2009-02-20, 19:46:28 - Noch keine Kommentare

Gier, Geld und billig

Das wird alles ganz schrecklich enden und wir werden uns freuen, wenigstens etwas zu Essen zu haben... mehr dazu später.

Ein Satz muss sein - 2009-02-20, 09:34:56 - 2 Kommentare

Vielleicht, eventuell, könnte, würde, müsste

"In this Plan, General Motors uses words like "may", "will", "would", "could", "should", "believe", "estimate", "project", "potential", "expect", "plan", "seek", "intend", "evaluate", "pursue", "anticipate", "continue", "design", "impact", "forecast", "target", "outlook", "initiative", "objective", "design", "goal" or similar expressions to identify forward-looking statements that represent the Company‘s current judgment about possible future events."

Aus dem Bettelbrief von GM an die US-Regierung.

Thematisch USA - 2009-02-18, 12:17:36 - 1 Kommentar

Indianer für 2 Mark

Dieser Häuptling der DDR-Spielwarenindustrie tauchte auch im Rahmen meiner Lebensmittelpunktsverschiebung auf. Irgendwo in einer Kiste lebte er seit ca. 15 Jahren oder mehr. 2 Mark hat er mal gekostet und seine Kameraden hat er alle verloren... die wurden vor vielen Jahren vom Dachboden meiner Eltern durch ungenehmigte Eigentumsübertragung entführt.

Dies und Das - 2009-02-18, 07:00:00 - 2 Kommentare

Der VEB ist zurück

Demnächst in diesem Land "VEB Automobilwerk Rüsselsheim", "VEB Commerzbank", "VEB Immobilienfinanzierung München", "VEB Deutsche Post"...

Von der Webseite der Hypo Real Estate: "Offenheit, Fairness und Transparenz kennzeichnen die Unternehmenskultur der Hypo Real Estate Group. Die Gruppe nimmt durch zahlreiche Projekte ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und fördert eine nachhaltige und lebenswerte Umwelt." Es tut mir ja echt leid für die Mitarbeiter, aber die drei Schlagwörter sind nur noch der blanke Hohn, nachdem der Staat jetzt fast im Wochentakt Geld ins schwarze Loch wirft.

Deutschland - 2009-02-17, 09:05:34 - 1 Kommentar

Geld mag ich nicht

Da wollte ich doch der Dame im Coffee Culture heute morgen 30 Cent Trinkgeld geben bei 1,60 Euro für das Brötchen, Kaffee war heute auf Bonuskarte. Fast 20% also. Sagt sie doch zu mir: "Was ist das?" "Das ist für Sie." entgegne ich. "Doch nicht das Kleinzeug." "????" bei mir. "Die Damen von der Abrechnung mögen das nicht."

Ich hatte ein 20-Cent Stück und den Rest in 1- und 2-Cent Stücken auf den Tisch gelegt. Ok, nun weiss ich Bescheid, dass die Bedienungsdamen das Trinkgeld nicht nötig haben. Wer nicht will, der hat schon und Erziehung gibt es ja nun leider nicht gratis.

Jena - 2009-02-17, 08:55:30 - 7 Kommentare

Die Streichhölzer des Ostens

Es war einmal vor langer Zeit, da gab es kultige Streichhölzer Made in GDR. Ich habe diese grosse Packung Riesaer Zündwaren beim Aufräumen entdeckt. Kult und voller Erinnerungen! Zum Beispiel ans Gokeln im Badeofen ;)

Deutschland - 2009-02-16, 23:16:30 - 5 Kommentare

Passwörter testen - nun auch muttersprachlich

Der Passworttester

Seit einigen Tagen gibt es das Yet Another Password Meter auch muttersprachlich korrekt in/auf Deutsch. Wer es also Germanisch mag, der darf jetzt hier langschauen: PasswortTester.de.

P.S. Die Übersetzung von computer-technischen Texten ins Deutsche ist echt schwer... holpert bestimmt mächtig... ich denke im Zusammenhang mit Computer meist nur Englisch...

Technisches - 2009-02-15, 22:19:09 - Noch keine Kommentare

Wochenende

Schönes Wochenende. Muss heute bissl auf Familie machen, deswegen auch kein Rene beim Wordcamp. Heute ist Möbelkauf und Elternbesuch angesagt. Eventuell reicht es noch für einen langen Blogeintrag zur Lage der Nation. Man sieht sich...

Meiner selbst - 2009-02-14, 09:06:36 - 1 Kommentar

Beschimpfungen

Wer demnächst eine Politesse mit "Sie Banker, sie!" beschimpft, muss mit Strafen wegen Beleidigung bis zu 1200 Euro rechnen. Die verschärfte Variante: "Sie Investmentbanker!" oder "Du Boni-Empfänger!" können einen zusätzlich noch 7 Tage im Bau einbringen.

Das Image des Bankers dürfte erfolgreich für die nächsten 247 Jahre ruiniert sein. Ähnlich vergeigt haben es nur bisher Politiker und Anwälte... ok, Autoverkäufer stehen auch nicht so gut da.

Dies und Das - 2009-02-11, 10:03:45 - 1 Kommentar

Nicht genug von ihr da

Gestern vor der Neuen Mitten in Jena mit einer jungen Dame gemeinsam an der Automatiktür angekommen. Sie knapp vor mir. Die Tür ging nicht auf. Sie musste "zurücksetzen" und hopsen. Ich hatte schon ein "Sie sind zu dünn." auf den Lippen, habe es mir aber dann doch gekniffen. Kann ja schliesslich nicht jede nen Arsch in der Hose haben ;)

Witziges - 2009-02-10, 17:55:45 - 4 Kommentare

Erstkuchen

Ein Blick auf den ersten Kuchen im neuen Herd... und er ist was geworden.

Meiner selbst - 2009-02-09, 23:00:00 - 8 Kommentare

Spam

Spam ist so geil dumm: "Schreiben Sie so, wie ein Bürger der USA niemals zu schreiben sogar träumt"

Witziges - 2009-02-09, 18:28:41 - Noch keine Kommentare

Verschenke Flachbettscanner HP Scanjet 4470C

Ich verschenke einen HP Scanjet 4470C (HP C9880A). Ein Flachbettscanner mit Dianegativaufsatz. Ewig nicht benutzt. Bevorzugt an Selbstabholer. Hier ein Beispiel mit Bild und Beschreibung bei EBay. Achtung, dass ist nicht meiner und ich will auch kein Geld für. Treiber-CD habe ich nicht mehr. Müsste man also mal bei HP wühlen.;)

Technisches - 2009-02-08, 18:25:15 - 2 Kommentare

Kaffee, Energie, Abwrackprämie und keine Röcke

Ich sitze im Markt 11 und mache mir einen ruhigen Vormittag. Heute komme ich endlich mal wieder zum Schreiben eines längeren Blogartikels. Allerdings weiss ich noch nicht, ob er gut wird. Bin total aus der Übung. Vorsorglich habe ich nur meinen MSI Wind mitgenommen. Mit dem kleinen Ding kann man nämlich nicht arbeiten... ich habe zudem die nötige Software nicht installiert.

Mein altes Kriegsleiden ist seit Wochen wieder da. Dickes rechtes Knie und Rumhumpeln beim Treppensteigen. Wird schon wieder weggehen. Muss auch, denn mein nächster USA-Trip steht demnächst an. Diesmal für 46 Tage. Bin gespannt, wie sich das Land darstellt, gibt bzw. erscheint. Geht man nach der Arbeitslosenstatistik, müsste total schlechte Stimmung sein. Aber meine bisherige Erfahrung mit den Amerikanern ist, dass sich das nicht wesentlich aufs Gesamtverhalten auswirkt. Zumindest erscheint alles wie immer. Malls voll, Starbucks voll, Interstates voll. Ich denke, man sieht die Abstufungen einfach nicht auf den ersten Blick.

Frühstück ist gerade gekommen. Rührei mit Speck und Lauch und dazu ein Obstsalat mit Joghurt. Leider habe ich meine Kamera nicht mit, so dass es kein Bild davon geben wird. Aber Ihr habt ja Fantasie...

Was kann ich denn meiner treuen Leserschaft heute Schönes schreiben? Eigentlich wäre doch eine Betrachtung zur Wirtschaftskrise fällig, oder? Womit fangen wir denn da an?

Erstmal damit, dass alle Länder und Regierungen das Problem durch Geld erschlagen wollen. Immer nach dem Motto, wenn wir jetzt auf Kredit eine Strasse bauen, dann wird alles wieder gut. Aber wird es das wirklich? Schauen wir uns doch mal an, was nach meiner Meinung theoretisch passiert.

Unser Abwrackprämie, die viel gefeierte, ist ein gutes Beispiel. Mit diesem 2500 Euro Bonus fördert die Regierung die Erneuerung der Autoflotte, denn sehr alte Fahrzeuge (>=9 Jahre) werden verschrottet und durch neue Flitzer ersetzt. Aber welche Fahrzeuge sind das denn? Leute mit Geld fahren kaum so alte Fahrzeuge, damit werden also die Neuwagen sich im unteren Preissegment finden. An sich löblich und nicht falsch, aber statt eines Jahreswagens oder eines guten Gebrauchten wird es jetzt ein billiger Neuer.

Damit nimmt man dem Markt den inneren Verkauf (doofes Wort, auch erst ausgedacht). Also die, die bisher nach 3-5 Jahren sich ein neues Auto gekauft habe und ihren jungen Gebrauchten ins Zahlung gaben, bekommen für den jetzt keinen guten Preis mehr, weil ja die Nachfrage am Markt weg ist. Theoretisch müsste der Preis 2500 Euro tiefer liegen, denn das ist der Subventionsbetrag für einen Neuwagen. Damit können weniger hochpreisige Neuwagen verkauft werden und darauf ist Deutschland ja leider spezialisiert.

Die deutschen Hersteller jagen sich seit Jahren im Kampf um Luxuswagen und Luxuskleinwagen. Damit lässt sich also wenig Staat machen. Zumindest dürfte der ein oder andere Zulieferer aus Deutschland davon profitieren, denn das Geschäft wird zwar zurückgehen, aber weniger stark. Am Anfang zumindest...

Sobald die Prämie erschöpft ist, fehlt Nachfrage am Markt und das Problem beginnt von vorn. Die meisten Fahrzeuge, die derzeit verkauft werden, dürften eh auf Halde stehen und die Hersteller werden sich hüten gleich wieder nachzuproduzieren. Die Fehler der amerikanischen Hersteller waren hier sehr lehrreich.

In den USA werden Autos anders verkauft als in Deutschland. Man bestellt nicht mit der Auswahl aus 2,5 Billionen Möglichkeiten, sondern kauft das Auto meist vom Hof des Händlers, sowie es dort steht. Man muss sich nur mal Webseiten amerikanischer Hersteller ansehen. Die Wahlmöglichkeiten in der Ausstattung beschränken sich meist auf Felgen, Auspuff, Motor und ein Sortiment von Standardfarben. Die Sachen sind meist in LT, LX, LTZ oder anderen Ausstattungslinien verbaut und mehr Wahl ist nicht.

Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt in der Kosteneinsparung, denn was man nicht verbaut, muss nicht entwickelt werden. Gleichzeitig kann man schnell liefern, weil ja die meisten Wagen gleich sind. Zudem ist den Amerikanern die Farbe oft egal, denn man kann schön handeln. "Sie haben den Wagen nicht in Rot da? Wenn der Rabatt stimmt, nehme ich den Silbernen."

Die Nachteile überwiegen aber, denn Autos werden auf Halde produziert. In den letzten Jahren wurde immer fleissig produziert und selten die Produktion zurückgefahren. Damit türmten sich die Autos und man musste riesige Rabatte und Sonderaktionen fahren, damit überhaupt jemand kauft. Am Ende des Rabattes kommt gleich der nächste, weil sonst der Verkauf zusammenbrechen würde. Kein Feiertag ohne Autoverkaufssonderaktion. Das war quasi isolierte Deflation. Deflation ist übrigens, wenn die Preise sinken, aber trotzdem keiner kauft.

Die deutschen Hersteller versuchen, genau das zu vermeiden und halten die Bänder an. Aber wieso, wenn doch sowieso meist bestellt wurde? Wenn nicht genug bestellt wird, dann ist das Band recht leer und die Leute drehen Däumchen. Die Fixkosten sind die gleichen, egal ob 100 oder 200 Autos vom Band laufen. Damit also nicht die Kosten pro Auto höher werden, würde man unbestellte Autos bauen, die dann aber wieder nur Rumstehen und den bestellten Autos das Leben schwer machen, da man sie nur mit Rabatt raushauen kann.

Zurück zu Abwrackprämie. Sie hilft also eher den kleinen Fahrzeugen, zerstört den Markt der guten Gebrauchten und am Ende der Aktion entsteht ein Druck, die Aktion weiterlaufen zu lassen, weil sonst der Umsatz wieder zusammenbricht. Die Politik erzeugt also einen Dauerdruck, den sie mit ständig neuem Geld wieder abbauen muss, weil sonst der Markt gänzlich zusammenbricht.

Das ist übrigens bei jeder Art von Subvention so. Sobald sie ausläuft, ist das Gejammer gross und entweder man schiesst Geld nach oder der Industriezweig versinkt in Agonie. Es gibt wenige Beispiele, wo Subventionen ein Industrie dauerhaft gross gemacht haben. Fällt Euch was ein? Mir nicht... naja, vielleicht der Abgaskatalysator Ende der 80er und Anfang der 90er, aber der Druck entstand durch die hohe Umweltbelastung in die damit einhergehenden Krankheiten.

Gerade lese ich in der FAZ. Interessant ist, dass gute Druckmaschinen nur aus zwei Ländern kommen: Deutschland und Japan. Die schlechte Nachricht... es bestellt keiner mehr Druckmaschinen, weil a) kein Kredit da ist, die Maschine zu finanzieren und b) keine Aufträge da sind, die Maschine auszulasten. Alle sparen, gerade Zeitungen und Verlagshäuser, sowie Prospekthersteller. Letztere sind durch den Rückgang der Bestellungen der Konsumhersteller betroffen, die weniger Prospekte brauchen, weil die Leute kein Interesse an Prospekten haben oder sich schnell im Internet informieren. Da braucht man keine Prospekte drucken - PDFs sind geduldig. Was gut ist für die Umwelt, aber schlecht für unser Arbeitsplätze. Nun gut, meine Branche könnte davon profitieren, da wir auf Internetanwendungen spezialisiert sind.

Apropos Umwelt. Die interessante Frage ist nun, ob Umweltschutz in der Krise Arbeitsplätze schafft oder vernichtet bzw. man sich momentan überhaupt Gedanken machen sollte über Umweltschutz.

Beleuchten wir doch mal die beiden Seiten genauer. Zuerst das Argument, dass Umweltschutz die Wirtschaft ankurbelt. Hier versteckt sich die Theorie, dass Firmen zu Innovation gezwungen werden, damit Arbeitsplätze und Knowhow schaffen und wir danach insgesamt besser dastehen. Denn wo neue Dinge entstehen, sterben alte.

Das Gegenteil geht davon aus, dass hohe Auflagen und Steuererhöhungen mehr Arbeitsplätze vernichten, als neue geschaffen werden. Als Beispiel könnte man die Aluminium-, Stahl- und Holzproduktion nennen. Auch die Stromherstellung gehört dazu. Wenn man die Steuern erhöht, um die Leute zum Stromsparen zu zwingen, wird man damit gleichzeitig die Betriebe mit einem prozessbedingt hohem Stromverbrauch vertreiben oder man subventioniert diese.

Ich denke, insgesamt ist es ein Nullsummenspiel, allerdings auf Deutschland beschränkt wohl eher ein Minusgeschäft. Grossindustrie kann man nun mal nicht mit Ökostrom betreiben, da ist einfach nicht genug von da und wenn, dann zur falschen Zeit. Auch die Produktion von Solarzellen ist alles andere als umweltfreundlich, da der Energieaufwand extrem hoch ist und eher mit Müh und Not über die Lebenszeit die Bilanz positiv wird. Nur dünne und billig herzustellende Solarzellen können hier helfen, aber leider subventioniert man in Deutschland dick und schwer und damit ist der Kater in einigen Jahren vorprogrammiert, wenn die Förderung ausläuft.

Auch die Förderung von Windenenergie ist zweifelhaft, weil man die Speicherung nicht unterstützt. Was nützt mir der Wind in der Nacht, wenn am Tag der meiste Strom verbraucht wird. Man täte also gut, die Speicherung von Strom zu fördern bzw. korrekt genommen die Technologie dazu. Da ist es auch egal, wenn der Wirkungsgrad nur 50% ist, schliesslich bekommen wir so zumindest die Hälfte der Energie gerettet.

Zudem denke ich nicht, dass China uns massenhaft grüne Technologie abkaufen wird. Schliesslich geht in China nichts ohne den Staat und der regelt, dass man nicht einfach mal so in China Sachen verkaufen und auch nicht einfach mal so produzieren kann. Ohne chinesische Beteiligung geht nichts. Protektionismus vom Feinsten. Da verwundert es, warum China letzte Woche beim Thema "America buys American" laut aufgeschrien hat, da man ja selbst die Hand überall drauf hat. Aber China fürchtet halt, dass der grösste Markt für chinesische Produkte sich verschliessen könnte. Wobei das unwahrscheinlich ist, denn Computer kommen nur noch aus Asien und ein iPhone oder iPod ist sowas von Made in China. Wobei wir Deutschen, glaube ich zumindest, wenigstens hier und da einen Chip beisteuern.

Und da möchte ich gern nochmal den deutschen Umweltselbstbetrug erwähnen. Dinge, die dreckig in der Herstellung sind, die importiert man einfach, dann hat man den Dreck woanders und kann dann mit Fingern auf das Land zeigen. Allein die grössenwahnsinnige Fehleinschätzung deutscher Automobilkonzerne zeugt davon, dass umweltpolitisch in Deutschland alles nur mit Lobbyismus läuft. Warum hat keiner Hybridtechnologien subventioniert? Warum ist der Dieselmotor in Deutschland durch eine niedrigere Mineralölsteuern subventioniert?

Bevor ich meinen unsystematisch hingeworfenen Text schliesse, noch ein kurzes Beispiel vom Energiesparen. In meiner neuen Wohnung sind Halogendeckenstrahler verbaut. Nicht schön, aber halt drin. 35W das Stück und davon 11. Nun dachte ich mir, in Bad und Flur muss es nicht gleissend hell sein, lass uns doch 1-3W LED-Leuchtmittel verbauen. Also mal in den Markt und siehe da, die Dinger kosten ab 7 Euro, wenn sie ausreichend Licht machen sollen. Als kleine Rechnung habe ich mal aufgemacht, dass im schlimmsten Fall alle 11 Birnen pro Tag eine Stunde leuchten. Das macht also insgesamt rund 140kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von 23 Cent pro kWh sind das ca. 32 Euro. Stromkosten. Die LEDs würden 12kWh saufen und damit rund 3 Euro Kosten verursachen. Bei einem Neupreis von 7 Euro pro Stück, wäre ich bei 77 Euro Investition und könnte damit in 2.5 Jahren Breakeven sein. Naja, aber nur wenn die Dinger eine Stunde pro Tag brennen... was sich nicht tun. Wenn es 30 Minuten sind, dann ist es viel und damit wären wir bei 5 Jahren bis Breakeven.

Und jetzt der Hammer. Die Dinger brauchen einen neuen Trafo, weil sie so wenig Strom ziehen. Der alte Trafo muss mindestens 20W als Abnehmer haben. Damit kommen ca. 30 Euro extra drauf für die Trafos, die natürlich billig aus dem Ausland stammen und bestimmt nicht CO2-neutral hergestellt sind.

Unterm Strich macht die Umrüstung also keinen Sinn im Moment. Man kann nur warten, bis die LED-Leuchtmittel weiter im Preis sinken bzw. die Stromkosten bei 50 Cent pro kWh liegen. Nicht zu vergessen, dass LEDs aus Silizium sind und damit einen hohen Energieaufwand in der Herstellung erfordern.

Noch einen schönen Sonntag Euch allen.

Kolumne - 2009-02-08, 13:32:27 - 7 Kommentare

Es gibt genug zu tun, lassen wir es liegen

Kennt Ihr das auch... es gibt genug zu tun, aber man kann sich zu nix durchringen? Ich kann gerade nichts mit mir anfangen. Ich hasse den Zustand... sowas von Lebenszeitverschwendung...

Meiner selbst - 2009-02-07, 21:37:48 - 7 Kommentare

Der Uhu ist zurück

Es gibt wieder viele Uhus. Das ist erfreulich, schliesslich haben wir lange auf UHU verzichtet und Papier durch Anspeicheln geklebt. Leider wird uns sowas nicht helfen, um den Pritt zurückzuholen.

Deutschland - 2009-02-06, 21:03:00 - 1 Kommentar

Spam mal wieder

Wenn man Spam bekommt, die ein innovatives Sprachprogramm vertickern will, aber die Titelzeile der Mail: "Neu! Beginn auf der ausgezeichneten englischen Sprache zu schreiben" heisst... dann ist das doch verdächtig, oder?

Witziges - 2009-02-06, 11:32:30 - 1 Kommentar

Küche und Protektionismus

Gestern ist meine neue Küche gekommen. Die Jungs haben von 9 bis 22:30 geschraubt. Alles super geklappt. Es fehlt nur eine winzige Steckdosenabdeckung und deswegen habe ich meine Wette verloren (Küche auf Anhieb i.O. versus da fehlt eh was). Nun muss ich Kuchen backen.

Ansonsten habe ich mich schon mal probehalber in Protektionismus geübt, denn eigentlich ist so gut wie alles "Made in Germany". Herd, Armaturen, Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler etc. Überall habe ich den guten alten Satz gefunden, der ja in der Originalbedeutung eigentlich negativ gemeint war. Auch meine letzten Teile von IKEA (Schubladen- und Türeinschübe für Expedit) sind Made in Germany.

Als Ende des 19. Jahrhunderts neben dem Vereinigten Königreich auch andere europäische Industrienationen aufstrebten, begann man in Großbritannien, sich mit der Kennzeichnung importierter Ware gegen vermeintlich minderwertige Nachahmungsprodukte zu schützen. Diese Kennzeichnung betraf zunächst nur deutsche Ware und erfolgte durch die Bezeichnung Made in Germany

Meiner selbst - 2009-02-04, 23:53:28 - 5 Kommentare

Drucker, Scanner

Heute mal wieder die Frage nach einer Empfehlung von Euch. Ich suche nach einem guten Drucker mit Einzugsscanner. Vernünftiger Preis und möglichst auch mit Chance auf Betrieb unter Linux. Ideen?

Technisches - 2009-02-02, 23:30:53 - 7 Kommentare

Casio-Uhr über

Uhr über

Ich habe diese Uhr bei mir rumliegen und würde sie gern an den Mann bringen. Jemand Interesse? Casio-EDB-610D-8CB. Uhr ist neu und nie getragen. Habe sie nie genutzt, da sie mir zu schwer am Handgelenk war/ist.

Hier der Hinweis, wozu man so eine Uhr brauchen kann: Comic bei Beetlebum. Danke an c3p für den Link.

Meiner selbst - 2009-02-01, 21:31:31 - 7 Kommentare