Reich an Nährwert

Vier kleine Kekse, 210 Kalorien... welch Nährwert.

Thematisch USA - 2009-03-31, 21:38:35 - Noch keine Kommentare

Fett, Salz, Starbucks und Mädels

Heute sitze ich mal wieder im Panera Bread... es ist schon ne Weile her, dass ich hier Abendbrot gemacht habe. Liegt wohl vor allem daran, dass die Sachen auf Dauer doch etwas kalorienreich sind...selbst die Salate. Der grosse Anteil geht fürs Dressing drauf. Ich schlinge gerade einen Grilled Chicken Caesar Salad runter - 510 Kalorien, davon 260 aus Fett!! Fett ist 43% des Tagesbedarfs und das aus einem Salat!!!! 40% sind aus gesättigtem Fett... nicht mal Olivenöl.

Zusätzlich ist knapp über 1 Gramm Salz drin. Das ist 43% der Tagesration. Wenn man also zweimal im Restaurant isst, dann ist man locker drüber.

Man kann sich also beim Auswärtsessen so gut wie nie gesund ernähren. Wer will, kann sich hier einfach mal abschrecken lassen - America's Unhealthiest Restaurants. Selberkochen macht schlanker!

Eben ist noch eine Mail reingekommen. Ich habe beim letzten Checkin was eingerissen. Mist, also noch Arbeit bis sehr spät. Es ist ja schon 20:30 Uhr. Selbst Schuld.

Heute gibt es nicht viel zu glotzen. Rechts von mir sitzt eine Tochter mir ihren Eltern oder Eltern mit ihrer Tochter? Egal. Jedenfalls erzählt die Tochter anregt und die Eltern hören zu. Machen Eltern meist gern, zumindest meine... nur ich kann nicht so angeregt erzählen. Was mich bissl wundert.. die Tocher sind jung aus... aber nicht im Gesicht. Vom Körper her würde ich 25 sagen, aber vom Gesicht her eher 35. Ist das gut oder schlecht?

Auf dem Rückweg werden ich noch bei Starbucks reinstürzen und mir nen Espresso holen - koffeinfrei. Zwar widersprüchlich, aber ich brauche noch was zum Verdauen und was zum Lesen... will meine Zeitung aus Deutschland noch konsumieren - durch PDF-Download frisch auf ihren Tisch.

Apropos... jetzt festhalten... ein Sandwich bei Panera Bread hat ca. 800-900 Kalorien und bis zu 3g Salz! Das ist unverantwortlich und grenzt an Körperverletzung.

Aus dem Espresso ist jetzt ein Latte geworden. Mir ist kalt, ich brauchte was Warmes. Ich friere schon den ganzen Tag im Büro. Ich merke dann immer, wie es schwerer wird zu tippen, weil die Finger nicht mehr so wollen, wie sie sollen. Mittlerweile habe ich mein Starbucks soweit, dass ich fast automatisch eine Tasse bekommen und sie sind eher erschrocken sind, wenn ich den Kaffee mal mitnehme.

Gleich stelle ich mich unter die warme Dusche.. Gott ist mir fröstlig.

Zwei Mädchen haben sich an die Starbucks-Theke gesetzt. Sie unterhalten sich über andere Mädchen und Kerle. Die eine Dame ist einheimisch, die andere ist glaube ich Au-Pair. Weiss noch nicht woher... ich würde ihr fast einen deutschen Akzent unterstellen, aber nicht typisch Deutsch, eher schwach, aber hörbar nicht muttersprachlich... und da waren sie... die deutschen Wörter.. "Er war sehr nett... sympatisch." Wusste der Rene es doch und die andere Dame ist auch keine Amerikanerin... weiss nicht... das Gesicht ist amerikanisch rund... aber sie redet auch nicht absolut flüssig frei Schnauze.. na egal... Würde ich eh nur durch nachfragen rausfinden und wir müssen uns ja nicht zum Mops machen. Zudem sind die Damen zu jung und ich wäre dann der alte Bock...

Wobei ich sagen muss, dass das Anflirten der beiden Damen eine durchaus sportliche Herausforderung wäre... naja, ein anderes Mal. Gute Nacht aus Neuengland.

Kolumne - 2009-03-31, 04:33:49 - 5 Kommentare

Unlesbar

Das Layout der Spiegelwebseite ist so schrecklich geworden, dass man Artikel überhaupt nicht mehr vernünftig lesen kann. Hunderte von Hinweisen auf andere Artikel und zwischengequetsche Werbung... für den eigentlichen Artikel hat man keinen Platz mehr und man sieht auch kaum, wo der Artikel anfängt und aufhört... gleichzeitig scrollt man sich zu Tode...

Das wollte ich heute lesen - So entstehen Photoshop-Schönheiten.

Nerviges - 2009-03-29, 17:03:21 - 3 Kommentare

Der Wirtschaft geht es schlecht

"Der amerikanischen Wirtschaft geht es so schlecht, dass illegale Einwanderer nur noch durch die US durchreisen, um nach Kanada zu gelangen."

Jay Leno, Tonight Show, NBC

Ein Satz muss sein - 2009-03-26, 04:54:20 - 1 Kommentar

Den Drogenkrieg bekämpfen

Zur Bekämpfung des Drogenkrieges in Mexiko hat die Administration unter Präsident Obama jetzt beschlossen, einen 80%-Anteil an den Drogenkartellen zu erwerben, sowie alle Toxic Drugs aufzukaufen, um den Markt zu beruhigen.

Thematisch USA - 2009-03-26, 04:50:48 - 2 Kommentare

Glückskeks des Tages

Patience is bitter, but its fruit is sweet (in bed).

Der Anhang in Klammern gemäss dieser Regel - Glückskekse dechiffrieren.

Ein Satz muss sein - 2009-03-26, 02:43:36 - 1 Kommentar

Tropifrutti-Pocken aufgetaucht

Diese seltene Form der weissen Fruchtgummi-Pocken findet man in Tüten verschiedener Fruchtgummi-Hersteller. In den meisten Fällen sind nur wenige Exemplare befallen. Diese Pocken infizieren keine Mitgummis in der gleichen Tüte, sondern führen bei zu später Vernichtung durch Genuss, zu Fragen und Ekel vor dem Beutelinhalt. Auch sind bereits fragende Gesichter beobachtet worden, wenn der Beutelinhalt freundlich zum Mitverzehr angeboten wurde.

Deshalb ist eine schnelle Kontrolle des Beutelinhalts nach dem Öffnen unabdingbar. Durch einen beherzten Griff und ein schnelles Schlingen kann eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Der leicht schnurpsige Kaueindruck mit einem extremen Süssegefühl vermag zwar auf den ersten Biss nicht zu gefallen, aber für die Rettung der Menschheit sollte man alles nur Mögliche tun.

Die habe ich doch glatt hier in die USA eingeschleppt... wenn die mich bei der Einreise damit erwischt hätten. Ich wäre der Letzte gewesen, den Obama aus Guantanamo entlassen hätte.

Wissen - 2009-03-25, 04:50:11 - 4 Kommentare

Ich nehme alles achtmal

Die Frau, die in den USA durch künstliche Befruchtung 8 Kinder gleichzeitig zur Welt gebracht hat, wird in den Medien Octomum genannt. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht wenigstens einen Witz oder einen Beitrag über sie hört, liest oder sieht...

Danach fällt mir dummerweise immer nur ein Wort ein: Octopussy...

Witziges - 2009-03-24, 05:10:24 - 2 Kommentare

Filmkritik - Dublicity

Poster zum Film Dublicity

Gestern war mal wieder Kinotag. Eigentlich auch vorgestern, aber zu "I just not that in to you" mag ich nur schreiben, dass es eine romantische Komödie ist, die mit den üblichen Klischees spielt und leider zum Schluss auch erfüllt. Wobei ich Scarlett Johanson erwähnenswert finde, weil sie genau die blonde naive Unschuld gespielt hat, die sie für viele Menschen ist. Abseits davon war es auch etwas fürs Auge.

So, jetzt hätte ich doch fast "Dublicity" aus den Augen verloren. Julia Roberst und Clive Owen spielen zwei Agenten, die vorher für den Staat und später "Corporate" (Privatwirtschaft) unterwegs sind. Erst finden sich die Beiden selbst und dann den perfekten Coup für den Ruhestand zu zweit.

Der Film ist nicht linear in seiner Handlung, dass heisst, man muss ihm bewusst folgen. Das ist nicht immer einfach, weil die Rückblenden nicht immer mit den Erwartungen des Zuschauers harmonieren. Aber ich denke, genau das macht den Reiz aus. Der Film läuft am Ende seinem Höhepunkt mit immer kürzeren Rückblenden zu und überrascht zum Schluss.

Dublicity ist ein packender Film, dem man aktiv folgen muss, um seine Wendungen zu verstehen und Genuss daraus zu ziehen. Clive Owen nimmt man ab, dass er dem breiten Mund und den Beinen von Julia in einem Anflug von Dummheit verfällt. Eigentlich könnte er jede haben, was er auch einmal unter Beweis stellt. Julia Roberts spielt eine durchtriebene Frau, die weiss, was sie will und es auch bekommt. Wenn Julia nicht lächelt, dann ist Eiszeit auf der Leinwand... es ist erschreckend zu sehen, wie kalt und unattraktiv sie wirken kann, wenn sie nicht ihren breiten Mund sprechen lässt.

Fazit: Sehen, aber mich nicht danach beschimpfen... Wir waren zu dritt im Kino und den anderen beiden hat er nicht gefallen.

Mediales - 2009-03-22, 16:59:35 - 4 Kommentare

Schlechte Laune, enge Hosen und China

Ich bin echt Scheisse drauf und ich weiss noch nicht warum. Vielleicht liegt es daran, dass ich heute kein Erfolgserlebnis hatte, dass ich mit meiner Arbeit unzufrieden bin oder vielleicht überträgt sich ja die geopolitische Problemlage auf mein Gemüt. Momentan könnte ich töten...

Zuerst habe ich versucht, mich von meinen Chinesen runtermassieren zu lassen. Die erkannten mich zwar sofort, aber ich konnte sie nicht beschwatzen, dass die Dame mich massiert, sondern der Herr tat es. Irgendwie sagt mir seine Kneterei nicht zu. Ist irgendwie so auf einer Stelle rumtretend.

An der Theke stehen zwei Frauen. Um die 25-35 denke ich und sie benehmen sich, als ob sie in ihrem Leben noch nie in einem Starbucks waren. Nun gut, es ist ja ein Barnes & Noble Starbucks, aber trotzdem. Was ist welche Grösse, haben sie auch ohne Zucker? Fettfrei? Lehrerrabatt? Teilen wir oder einzeln? Warm oder kalt und so weiter und sofort. Wenn man gereizt ist, dann ist einem auch alles zuviel.

Links neben mir sitzen zwei Frauen. 40 und 28 oder grob in diesem Verhältnis. Die ältere Dame meinte gerade: "He married his wife?" Man konnte förmlich die Fragezeichen in den Augen der Jüngeren sehen. An die Theke tritt gerade was Junges. Enge Sporthosen, Winterstiefel, Zopf und wippendes Handy. Sie zieht sich gerade mit der freien Hand die enge Hose aus der Pofalte... vielleicht doch bissl sehr eng die Hose...

Barnes hat Personal abgebaut, denn die Bedienung ist heute allein. Sonst sind es mindestens zwei und einer macht den Kaffee. Sie muss ziemlich hetzen. Immer wenn ich endlich mir was holen will, treten andere Leute an die Schlange bzw. eröffnen eine Schlange. "Line", wie es im Amerikanischen heisst. Ach... sie ist doch nicht allein, die anderen haben nur Pause gemacht.

In der Burlington Mall hatte ich gerade Chicken Teriyaki beim Japaner. Habe nicht alles gegessen und mich über den Eistee geärgert... 300 Kalorien für die kleine Flasche und 13% des Tageszuckers. Ich greife auch immer daneben. Nach 150 Kalorien habe ich den Rest weggeworfen.

Die Länge der Schlange hat sich gerade verdreifacht, obwohl nur doppelt soviel Menschen in der Schlange stehen... ja... gemeiner Witz, aber ich will halt heute auf meine Kosten kommen. Die Frauen links reden immer von "German". Leider bekomme ich den Kontext nicht mit. Zumindest meinen sie mich nicht, denn sie haben bisher nicht in meine Richtung geschaut.

Die Dame hinter der Theke versucht auch jedem frische Cookies aufzudrängen. Bisher ist sie mehrmals erfolgreich gescheitert... was für eine widersinnige Wortkombination. Erfolgreich gescheitert?! Klingt ja wie Bailout-Bonus ;) Übrigens ist hier in den USA gerade das Geschrei sehr gross, weil AIG jede Menge Bonusse, Boni, Bonen für das Jahr 2008 zahlt, obwohl der Staat die Firma retten musste. Irgendwann ist selbst der extremste Kapitalist am Ende seiner Geduld. Jeder will gerade mitreden und jeder will die Bonus zurückholen, denn es ist ja Steuergeld. Die Ideen gehen soweit, dass die Demokraten eine extrem hohe Steuer darauf erheben wollen, damit sie die Verträge nicht anfechten müssen. Wie würde Ackermann sagen: Peanuts! Im Vergleich zum Defizit in diesem Jahr... irgendwas jenseits der Billion, sind die 200 Millionen Dollar ein Rundungsfehler.

Ich fand ja China letzte Woche lustig, also sie plötzlich meinten befürchten zu müssen, dass sie ihre verliehene Billion nicht wiederbekommen könnten. Also China hat der USA mehr als eine Billion geliehen. Das ist übrigens das Geld, was Target-, K-Mart- und Walmart-Kunden erst nach China überwiesen haben.

So, ich habe mir einen entkoffeinierten Coffee Latte zum Abend geholt, aber mehr aus Dummheit als aus Durst. Irgendwie wollte ich mich irgendwo festhalten können. So eine schwere Tasse (ja, extra gefragt), gibt halt Stabilität.

Der Papst war ja diese Woche wieder gut drauf, als er meinte, Kondome wären mal nicht so toll gegen HIV und Enthaltsamkeit wäre besser. Er will ja meine Theorie nicht hören. Ich vertrete die Meinung, dass kein oder schlechter Sex Menschen zu Gewalttaten neigen lässt. Sex statt Krieg! Mag gewagt sein, aber klingt gut. Bin ja nicht Freud, also kann ich solche wirren Behauptungen einfach mal in den Raum stellen.

Eigentlich wollte ich ja den Spiegel lesen, aber sie haben hier nur die Ausgabe von vor 2 Wochen. Entweder ist der Flieger nicht gekommen oder der Spiegel erscheint nicht mehr... oder so.

Der Dude rechts neben mir hat eben seine Metallgabel mit in den Müll geworfen. Gewöhnung nenne ich das. Seine Freunde haben gegrölt. Aber Respekt, der hat die Gabel wieder aus dem Müll rausgekramt. Hätte ich nicht erwartet. Meine Schätzung ist ja, dass 20% aller Metallbesteckteile in der amerikanischen Selbstbedienungsgastronomie jährlich im Müll landen.

So, ich gehe jetzt ins Hotel und schaue bissl Müll-TV, eventuell lade ich mir ja noch eine Tageszeitung aus Germanien herunter... kommt auf meine Laune an. Auf jeden Fall werde ich etwas ungezuckerte Flüssigkeit zu mir nehmen. Nacht!

Meiner selbst - 2009-03-19, 02:50:53 - 1 Kommentar

Ahhh.... mir haut es die Birne weg

Gerade am kräftig an einem Low-Fat Strawberry Smoothie gezogen... oh... habe ich jetzt Kopfhämmern. Das Ding ist ja megakalt... oh.... uh....

Meiner selbst - 2009-03-17, 23:58:49 - 3 Kommentare

New York Times Rätselbild

Hier der Titel der New York Times vom letzten Sonntag. Es darf jeder selber suchen, was mich daran so verwirrt hat. Es macht nicht wirklich Sinn, erst recht nicht, wenn man die Überschrift liest...

Thematisch USA - 2009-03-17, 05:34:38 - 7 Kommentare

Katzencontent

Heute mal nur ein Bild vom Wochenende...

Optisches - 2009-03-15, 22:11:40 - 3 Kommentare

Über die Woche verteilt

Barnes & Nobles hat mich wieder. Diesmal habe ich einen entkoffeinierten Cafe Latte und ein Stück Schokolade von Godiva. Vor einigen Minuten war ich in der Burlington Mall und habe mich von meinen Chinesen kneten lassen. Sie habe mich schon vom Weiten gesehen und freudig empfangen. Gott muss ich eine Larve haben, wenn sich auch jeder erinnert, dass er mich schon mal vorher gesehen hat.

In der Mall ist mir erstmals richtig aufgefallen, wie die Wirtschaftslage ist, denn in dem Teil des Einkaufszentrums, den ich gesehen habe, waren fünf Geschäfte geschlossen. Zusätzlich hat die Mall geänderte Öffnungszeiten. Sonntags schliesst sie jetzt schon um 18 Uhr.

Ich Idiot habe gestern meine blaue Zwischenjacke verlegt. Wahrscheinlich im Kino liegengeblieben. Naja, sie hatte schon ihre Jahre auf dem Buckel, also wollte ich mir heute eine neue Jacke holen, denn Klamotten sind ja in der USA billig. Naja, was soll ich sagen... wie in Deutschland... es ist zwar kalt, aber warme Sachen gibt es keine mehr.

Bei der Dame links vor mir ist das Geld alle, denn sie hat ein Riss im Knie... also in der Hose... der Jeans um genau zu sein :) Ich weiss ja, es ist Mode, aber es passt nun mal nicht zu ihr.

Mist, jetzt habe ich glaube ich mein Login für das ATT-Wifi vergessen. Das Passwort weiss ich, aber nicht den Usernamen. Arg und natürlich ist die Mail noch nicht Offline verfügbar, da ich sie ja noch nicht brauchte.

Um mich herum türmt sich eine Bastion von Macs auf. Drei Äpfel gegen einen PC. Armer PC. Aber wird schon durchhalten, obwohl ich nicht weiss, wie ich ihn Online bringe, da ich ja meine Daten verlegt habe. Dann halt noch einige Minuten offline und spätestens im Hotel ist wieder alles richtig.

Nur geht mir auch schon wieder die Puste aus beim Schreiben. Ist auch gut so, weil mein linkes Handgelenk sich gerade über den Druck der Tastatur aufregt. Es schmerzt. Scheiss Berufskrankheiten.

So, zwei Tage mal lässig übersprungen, denn jetzt sitze ich im Wholefoods und lasse mir einen Salat schmecken. Der Tag heute war anstrengend. Ausserdem war heute Pi-Day, weil laut US-Schreibweise heute der 3/14 ist und damit der Anfang von PI. Funktioniert in Deutschland nicht... Es gab Pie, also englischen Kuchen im Überfluss. Meist selbstgebacken von Kollegen, aber in den meisten Fällen für meinen Geschmack viel viel zu süss. Man muss halt damit aufgewachsen sein.

Gottseidank haben sich heute alle nächtlichen Arbeitseinsätze erledigt und ich werde nur tot ins Bett fallen. Mir sind die beiden Zeitverschiebungen, also erst 6 Stunden zurück (Eastern Timezone) und dann nochmal eine Stunde vor (Sommerzeit), nicht bekommen. Ich schlafe abends so gut wie nie vor 2 Uhr und früh bekomme ich die Glotzen nicht auf. Frust. Ich essen übrigens gerade Salat. Selbst zusammengestellt an den Frischetheke von Wholefoods. Nicht teurer als im Restaurant und ich weiss, was drin ist.

Mir gegenüber sitzt eine asiatische Familie mit zwei Kindern. Ich mache gerade die interessante Beobachtung, dass eigentlich in den meisten asiatischen Familien die Frau den Ton angibt und den Mann ordentlich rumjagt. Auch sehen die Männern immer sehr gequält aus. Vielleicht darf der Mann meiner Familie gegenüber heute Abend mal an Mama ran... er scheint sich gut zu führen.

Als Getränk steht übrigens Ingwersaft auf meinem Tisch. Heftig im Geschmack, aber irgendwie mag ich es. In der kleinen Flasche sind 19g Ingwer drin. Daneben steht ein Becher mit Ananas, Blaubeeren und Himbeeren. Die täglichen Vitamine also. Wobei ich schon vom eigentlichen Salat voll bin. Ich hopse nochmal zu Starbucks und trinke einen Verdauungsespresso. Espresso räumt den Magen auf ;)

Das wäre es also von mir. Ein schönes Wochenende!

P.S. Meine blaue Jacke ist wieder da. Sie hing über meinem Stuhl in Hotel und war von einem Hemd verdeckt.

Meiner selbst - 2009-03-14, 01:40:45 - 4 Kommentare

Suche Obama 18, 20 und 40, biete Merkel 12, 25 und 89

Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie die Amerikaner mit ihren Politikern umgehen. Recht unverkrampft.

Von Obama gibt es Tradingcards zu kaufen. $1,99 für 6 Stück. 90 davon gibt es. Also kann man ihn sammeln und tauschen. Gibt es von Angela Tauschkarten oder ein Skatblatt? Nun gut, würde sie wie eine der französischen Ministerinen aussehen, dann würden wir vielleicht... auch Quark, wir sind da als Deutsche einfach nicht lässig genug.

Vielleicht sollte man die Karten zur Pflicht machen. Von jedem Staatsmann gibt es die Dinger. Man nimmt Geld damit für den Haushalt ein und an den Tauschkursen lässt sich das Meinungsbild festmachen. In internationalen Tauschclubs zahlt man ja gerade für einen Obama mit 8 Merkeln und 3 Sarkozy. Den isländischen Chefdude gibt es übrigens momentan im Tausch gegen die Plastikhülle zweier aufgegessener Schokodonuts.

P.S. Ganz wichtig: Die Karten sind Made in USA. Nicht wie die chinesische Freiheitsstatue im New Yorker Souvenirshop.

Thematisch USA - 2009-03-12, 04:54:32 - 1 Kommentar

Immer wieder gut...

Aus dem Müllkasten:

"Wir werden Ihnen tatsächlich helfen, Ihr Geld, warum einzusparen, für die Ware grösser als er zu zahlen kostet in Wirklichkeit?"

Witziges - 2009-03-12, 02:32:36 - 1 Kommentar

Würdige Bedingungen der Arbeit

Spam mal wieder.

"Zur Zeit nehmen wir die Mannschaft der regionalen Manager aus Deutschland zusammen. Wir bieten Ihnen die wuerdigen Bedingungen der Arbeit an. Das Gehalt bildet 2.500 Euro die Preisen. Diese Arbeit gibt Ihnen eine gute Gelegenheit, auf der Haelfte des Satzes zu arbeiten. "

Witziges - 2009-03-09, 02:54:32 - 2 Kommentare

Oberarme, WLAN und keine Fantasie

Da sitzt er wieder... da sitzt er wieder bei Panera und wirft sich sein Frühstück ein. Cafe Latte und einen Bagel mit Frischkäse. Auf dem Rückweg ins Hotel werde ich dann noch Starbucks überfallen und das WLAN ausprobieren. Heute wurde übrigens in den USA auf Sommerzeit umgestellt. Wir sind also jetzt eine Stunde näher an Europa. Aber Europa wird sich den Vorsprung nicht nehmen lassen und in zwei Wochen nachziehen.

Ich habe mir eine Starbucks Gold Karte gekauft. Damit bekommt man angeblich täglich zwei Stunden WLAN bei Starbucks gratis. Genau was René braucht. Jetzt hat er erstmal den aufwendigen Registrierungsprozess abgeschlossen. Das man auch unbedingt zwei Accounts braucht. Auf der Karte steht doch schon Nummer und Pin... aber wir wollen ja Daten sammeln. Eklig sowas.

Bei Panera ist es heute noch ruhig. Muss an der Zeitumstellung liegen. Bin gespannt, ob es noch voller wird. Wenn nicht, dann liegt es an der Wirtschaft. Auch wenn man immer soviel Schlechtes hört und auch die Arbeitslosenzahlen steigen, direkt merken tut man es noch nicht. Zumindest aus den 4 Tagen bisher lässt sich kein Schluss ziehen.

Der Internetzugang ist immer noch schlecht bei Panera. Irgendwie langsam und nicht jeder Request kommt durch. Keine Ahnung warum. Geht mir im Hotel-WLAN auch so. Sonst habe ich bisher nie Probleme mit WLAN, so dass ich meinen Rechner gern mal ausschliessen würde. Ging mir auch schon mit meinem alten Lenovo so und da war eine andere WLAN-Karte drin.

Ansonsten liegt jede Menge Arbeit auf dem Tisch und leider ist es nicht einfach eine Liste, sondern jedes einzelne Stückchen kann sich wieder mit Problemen rächen und damit alles durcheinanderbringen. So, ich wechsle mal zu Starbucks und probiere das WLAN aus.

So, jetzt sitze ich im Starbucks und will online gehen, aber die Murmel dreht sich nur nach dem Login-Bildschirm und kommt nicht wieder. Software sucks! Diese Rumgefrickel wird noch mal unser Untergang sein... So, jetzt geht es. Sogar anständig schnell.

Rechts von mir sitzen drei Mädels am Tisch. Zwei davon sind eineiige Zwillinge. Ich dachte gerade, ich hätte es mit den Augen... war sehr irritierend, weil man die eine nicht gesehen hatte und ihr Gesicht dann plötzlich auftauchte und so gleich war. Die Mädels tragen den US-Frauen-Standard-Haarschnitt... vielleicht sind sie ja doch keine Zwillinge?

Wenn man genau hinsieht, kann man ganz kleine Unterschiede sehen. Die eine hat leicht schmalere Gesichtszüge und ist eher zurückhaltend, während die andere etwas runder im Gesicht ist und eindeutig das Plappermaul.

Ich habe nochmal den Ort gewechselt und sitze nun im Barnes & Noble. Gegenüber ist die Burlington Mall. Der Einkaufstempel schlechthin. Der Parkplatz ist voll bis obenhin. Auch der Buchladen ist gut besucht.

Gerade schaue ich auf die aktuellen Zeitschriften im Regal: Sports Illustrated Swimsuit Edition 2009 - Bikinis or nothing, People Magazine mit dem Topthema Rihana Shoker, Oxygen Magazine - Get Sexy Abs. Also alles was wichtig ist...

Mit dem Thema sexy gibt es sowieso gerade Probleme. Michele Obama trägt ja gern Kleider mit offenen Armen. Jetzt läuft immer noch die Diskussion, ob das angemessen sei oder unziemlich. Gleichzeitig verzeichnen die Fitnessstudios starken Zulauf und Nachfragen nach Aufbautraining für Oberarme... "Ich will das Training, was sie auch hat." Immer wieder schön zu wissen, dass unsere Probleme so gross sind.

Links neben mir ist gerade eine Familie angekommen. Naja, eigentlich nur der Vater mit seinen Kindern. Ich nehme mal an, dass er geschieden ist. Fiel mir vorhin bei Starbucks schon auf, dass ein Vater mit der Tochter unterwegs ist. Der Vater füttert gerade seine Kinder mit Cupcakes - bunte Muffins.

Och, ich weiss überhaupt nicht was ich schreiben soll. Die Fantasie hat gerade Pause. Sowas aber auch. Peinlich. Dann erstmal Tschuess für den Moment.

Kolumne - 2009-03-08, 19:24:23 - 2 Kommentare

Abwrackprämie für Software

Hiermit fordere ich die Abwrackprämie für Software. Wer seine alte Installation löscht und durch ein neues Softwarepaket ersetzt, der bekommt 50% des Kaufpreises erstattet. Das gilt auch für grosse Ecommerce-Projekte oder der ganze andere Kram, der so schrecklich gewaltig gewuchert ist.

Auch fordere ich die Förderung der Deinstallation des Internet Explorer 6. Jeder, der seinen IE6 durch einen IE7/8 ersetzt, bekommt 10 Euro. Jeder, der einen alternativen Browser installiert und den IE überhaupt nicht mehr nutzt, wird mit 20 Euro belohnt. Der dadurch eintretende Produktivitätsboom zahlt indirekt sofort die Prämie, weil mehr Projekte mit weniger Ärger in kürzerer Zeit mit mehr Features gebaut werden können.

Deutschland - 2009-03-08, 17:18:22 - 4 Kommentare

Filmkritik - The International

The International

Gestern waren wir mal wieder im Kino. Gewählt haben wir den Film The International mit Clive Owen und Naomi Watts. Wie immer folgt jetzt mein Fazit für den Film, aber keine umfangreiche Inhaltsbeschreibung.

Wenn man The International einordnen sollte, dann würde man ihn als Politthriller bezeichnen, denn es geht um die Machenschaften einer Grossbank und deren Verstrickung in Mord und Totschlag. Der Film spielt in Berlin, Milan, Istanbul und New York. Schon aus diesem Grund ist er sehenswert, da die Schauplätze wunderbar eingefangen sind. Gedreht wurde der Film übrigens zu grossen Teilen in Deutschland und das Guggenheim-Museum wurde für die Action-Szenen nachgebaut.

Die Handlung ist linear, was für moderne Filme nicht selbstverständlich ist. Man kann somit der Handlung folgen und wird vom Regisseur nicht unnötig mit Stilelementen verblendet. Interessant ist auch, dass weder Heldentum noch klassische Happyends eingesetzt werden. The International erzählt einfach vom Kampf gegen das System und der damit verbundenen Aussichtslosigkeit.

Man darf keinen Actionreisser erwarten, wobei aber die wenigen Action-Elemente sehr dezent, aber wirkungsvoll eingesetzt werden. Blut spritzt in kleinen Mengen und Zeitlupenkugeleindringkopfaufspring-Bilder gibt es nicht. Kein Gemetzel, keine Freude am Tod in Bildern. Der Film erscheint mir wie ein gelesener Roman, der nicht mit Bildgewalt um sich wirft, sondern einfach nur erzählt.

Fazit: The International ist unterhaltsam und macht nachdenklich. Die Darsteller spielen gut und zurückhaltend. Der Held ist keiner und die Heldin wird auch nicht flachgelegt (ups, was verraten). Es ist kein plumper Film, sondern ein gegenwartsbezogener und hinweisender Film. Allerdings ohne moralischen Zeigefinger und ohne Lösungsvorschlag. Sehen!

Mediales - 2009-03-08, 04:42:30 - 1 Kommentar

Freude schöner Götterfunke

Aus einer aktuellen Spam-Mail:

Sie muessen uns nicht danken, diese tolle Gelegenheit wahrnehmen zu koennnen.
Es ist uns Freude!

Witziges - 2009-03-07, 18:33:06 - 2 Kommentare

Von hier nach da und angekommen

Die Reise beginnt und ich eile mit meinem Opel Meriva nach Frankfurt. Momentan sitze ich, wie soll es anders sein, in einem McCafe und zwar in Eisenach. Ein grosser Latte und ein Stück Erdbeerkuchen kümmern sich um meine Stimmung. Immerhin das letzte Stück Kuchen für eine Weile, also guter Kuchen... oder besser Kuchen wie man ihn gewohnt ist. Ich will mal urteilsfrei bleiben.

Meine Arbeitskollegen meinten ja heute böse, dass ausgerechnet jetzt, wo die Röcke wieder kürzer werden, ich ins arschkalte Boston fliegen. Gestern gönnte sich doch Boston glatt noch einen Schneesturm. Recht haben sie, aber so ist es nun mal geplant. Dann kann ich wenigstens nach Ostern gleich in vollen Zügen... also ich meine in vollen Cafés geniessen.

Heute habe ich noch einige Mitbringsel für meine Kollegen in Boston gehortet. Natürlich Schokolade, Gummibären, aber auch einmal Soljanka und Königsberger Klopse. Mal sehen, ob der Gag ankommt. Milka Löffeleier waren übrigens auch auf der Bestellliste.

So, Ortswechsel. Sitze im Frankfurter Flughafen Terminal 1. Neben mir sitzt ein Manager und seine blonde Begleiterin. Sie hat einen osteuropäischen Akzent und er macht den Obermacker. "Haben sie die 5 Millionen schon in die Datei reingenommen oder stehen da noch die 3 Millionen drin?" Aber den Kaffee hat er ihr nicht bezahlt. Bin mir aber sicher, dass er sie abends thematisch intensiv besprechen wird ;)

Die Leute sind hier im Flughafen meist echt unfreundlich. Ich weiss nicht warum, muss am Arbeitgeber oder an der Umgebung liegen. Finde ich es übel. Man fühlt sich so störend und unerwünscht.

Das Gleiche setzt sich am Gate mit relativ maulfaulen Lufthansa-Mitarbeitern fort. Ausserdem ist das: "Setzen sie sich erstmal hin, wir treiben sie dann nochmal raus, sie müssen sich anstellen und dann schauen wir uns ihren Pass an." total nervig. Auch ist nervig, dass ich heute zweimal nach meiner US-Adresse von Lufthansa-Mitarbeitern gefragt wurde. Da funktioniert wieder die IT nicht.

Ansonsten mache ich gerade Mitreisende raten bzw. tippen, welche Dame oder welcher Herr denn neben mit sitzen könnte oder wird. Gefühlt würde ich sagen, der Flieger wird nicht voll. Das Gate ist sehr locker besetzt. Neben mir stapeln sich schon die Zeitungen von heute, denn die werde ich alle mit reinschleppen und dann in Ruhe lesen. Ich komme zwar meist nur eine Stunde damit, aber was hilft es. Bin gespannt, ob die Maschine modern ist oder wieder die üblichen grünstichigen Monitore an der Decke haben wird. Vorgenommen habe ich mir heute, dass ich nicht soviel im Flieger essen, speziell nicht die unförmigen Sachen.

Ich setzte nun das Schreiben auf meinem Palm fort, denn ich sitze jetzt im Flieger. Es ist eine Boeing 747-400. Selbstverständlich mit den üblichen farbstichigen Monitoren.

Das Flugzeug ist nicht voll. In meiner Economy-Sektion sind nur ca. 30% der Sitze belegt. Ich habe auch keinen Nachbarn und rechts ist der Gang. Wird also ein angenehmer Flug. Allerdings dürfte die Lufthansa demnächst um Staatshilfe betteln, denn mit diesem Flug macht sie Verlust.

Noch schnell die Einschätzung der Flugbegleiterlage: Hübsch mit Zopf, aber hässlicher Uniform. Noch freundlich.

So, jetzt fliegen wir. 7 Stunden und 45 Minuten soll der Flug dauern. Momentan gähne ich mich zu Tode, habe aber ein Loch im Magen, so dass ich das Essen nicht durch Schlaf verpassen will.

Das Anschnallzeichen ist aus. Wir sind auf Reiseflughöhe angekommen. Die Damen kümmern sich gerade freundlich um die Getränke. Ich glaube, dass leere Flugzeuge gut für die Stimmung der Flugbegleiter ist.

Essen ist heute der Hammer. Sieht lecker aus und es ist sogar eine kleine Tafel Lindt 70% Schokolade dabei. Jetzt habe ich doch alles aufgegessen... Aber heute hat es wenigstens geschmeckt.

Auf dem grossen Schirm turnt Duffy durch ein Musikvideo. Wirkt komisch, wenn man es nur sieht, aber nicht hört. Kein Bock auf Kopfhörer. Die Stewardess teilt Alkohol zum Verdauen aus und ich lehne dankend ab. Sonst tanze ich noch lallend durch den Flieger.

Was mich immer wieder entsetzt, wenn Menschen in die USA reisen, eine Greencard haben und kein Wort Englisch sprechen. Die Stewardess versucht gerade der alten Dame klarzumachen, dass sie die Zollformulare ausfüllen muss. Immerhin übernimmt die Flugbegleiterin das Ausfüllen.

12192 Meter Luft sind unter mir. So hoch sind wir gerade. Es sind noch knapp 60min und es ist wieder Fütterung. Es riecht gut, wird aber wohl übel schmecken. Ich hoffe, es ist ein Müsliriegel dabei.

Die Flugbegleiterinnen sind heute extrem nett. Mit einem Lächeln und dem Hinweis auf den Kaffee habe ich mir etwas Süsses ergattert. Kaffee am Nachmittag braucht was Süsses. Sie haben eine Kinderbox geplündert und mir 2x Schokolade und 1x Gummibären gebracht. Danke die Damen.

Wir setzen zur Landung an. In Boston sind gerade -1 Grad und heftiger Wind. Mal sehen, wieviel Arsch ich mir abfriere. Aufs Auto bin ich auch gespannt. Vielleicht bekomme ich ja mal Neues.

Zeitsprung. Noch schnell ein Update zur Lage. Kälte geht. Auto ist der übliche Pontiac G6. Die heisse Dame vom Autoverleih hat mich gleich wiedererkannt, wobei das ja nicht unbedingt ein Kompliment sein muss. Einreise ging übrigens mit 3 Minuten sehr zügig heute.

Gehe jetzt ins Bett. Müde und Kopfschmerzen. Nacht!

P.S. Schon spät. Text nicht nochmal gelesen... also bitte Nachsicht walten lassen.

Meiner selbst - 2009-03-05, 04:14:22 - 5 Kommentare

SimWorld God Edition, Geformt, Pleite und Reise

Da sitzt er wieder im Café und schreibt eine lange Kolumne über Gott und die Welt. Halt... falsch, nur über die Welt. Gott liegt ja ausserhalb meiner Ansichten und deswegen ohne ihn. Ansonsten sei mir mal die Frage gestattet, warum er ausgerechnet jetzt wieder in der Stimmung ist, die Menschheit zu prüfen. Ich stelle mir Gott deshalb als Computerspieler vor. Er sitzt vor seinem riesigen Monitor und spielt SimWorld God Edition.

Letztes Jahr hatte er irgendwie die Lust verloren. Die meisten Sachen liefen zu gut. Kleine Unglücke, wie Kriege, Seuchen und Inflation waren auf Dauer nicht so richtig unterhaltend und wollten sich einfach nicht zu Flächenbränden entwickeln. Deswegen war die Zeit für eine globale Rezession gekommen. Als Optionen hat ihm SimWorld angeboten: Finanzkrise, Atomkrieg, Terrorismus und Meteoriteneinschlag. Terrorismus hatte schon 2001 nur einen kurzfristigen Effekt und Atomkrieg/Meteorit ist momentan noch etwas zu radikal. Schliesslich will er nicht gleich wieder von vorn anfangen. Also hat er erstmal das Sonderunglück Finanzkrise aktiviert.

Ich glaube, er ist ganz zufrieden mit dem Ausgang. Alles ist Chaos und es entwickelt sich so schön überraschend. Auf das Ökozeug war er sowieso nicht gut zu sprechen. Überall diese Sauberkeit. Echt nervig, weil rauchende Schornsteine und Tagebaue einfach geiler aussehen. Zudem bieten Rohöl und Atomkraft immer die Möglichkeit, mal eine lokale Katastrophe auszuprobieren. Zum Beispiel Exxon Valdez und Tschernobyl - interessant zu beobachten.

Seine IT-Abteilung baut ihm übrigens gerade SimMoon und SimMars, aber die Releases dauern noch. In der ersten Beta-Release von SimMoon war ein fetter Bug, so dass Apollo 13 wieder heimhumpeln musste.

Kommen wir aber mal zur Spielfigurenperspektive zurück. Schön ist es, Leute beobachten, die Leute beobachten und dann die Beobachteten zu beobachten, ob sie sich beobachtet fühlen. Am Tisch schräg gegenüber sitzen zwei Jungs und ein Mädchen. Recht adrette Kleine. Sie sitzt sehr weit auf der Kante und möglichst weit vom Ziegenbart-Dude weg, der sie scheinbar nervt oder ggf. schlecht riecht. Ich weiss ja nicht. Man merkt ihr an, wie sie es hasst. Arme verschränkt und schön auf die Kante gerutscht. Irgendwie schafft sie es trotzdem, Aufmerksamkeit vorzutäuschen. Vielleicht liegt es am Kerl gegenüber oder sie will einfach nur höfflich sein.

Heute stand in der Welt am Sonntag, dass das Frauenbild wiederkommt. Also Frauen ala Kate Winslet oder Scarlett Johanson. Ausgeformt statt flachgebügelt/runtergehungert. Ich sehe mich gerade mal um, welcher Bereich hier im Café gerade mehr vertreten ist... ich würde gebügelt sagen. Einige sehr schmale Damen sind dabei. Aber erst im Sommer wird man sehen, ob es die Klamotten sind, die Gene oder der Hunger.

Seit dem Rauchverbot in Gaststätten scheint die Anzahl der Familien mit Kindern zu steigen, die mal ins Café gehen. Immer mehr Kinderwagen rollen rein. Schön und es macht Mut, denn wo es Kinder gibt, stirbt die Hoffnung zuletzt. Zumindest theoretisch, denn in Afrika funktioniert die Sache ja auch nicht so richtig...

Übrigend muss ich mal gerade eine Seitenbemerkung machen. Wenn man einmal JQuery gemacht hat, dann will man nicht wieder mit einer anderen JavaScript-Bibliothek basteln müssen. Quäle mich gerade mit Mootools. War früher Fan von, jetzt eine Weile JQuery gemacht und nun wieder was mit Mootools. Nein... ich glaube, ich stelle komplett um. Dann das Feature halt im erst im nächsten Release.

Ich werden dem krisengeschütteltem Europa nächste Wochen den Rücken kehren und mich in die krisengeschüttelte USA begeben. Mal sehen, ob das Schütteln anders ist. Bin gespannt und Berichte natürlich ausführlich. In den USA habe ich an den Abenden auch wieder mehr Zeit. Ob es Panera Bread noch gibt?

Nun ist die Sonne schon wieder weg und dabei war doch heute so ein schöner Frühlingstag. Bis zu 12 Grad und herrliche Sonne auf den Pelz. Genial. Nun geht die Sonne schon wieder unter. Seufz. Es ist interessant, wie der Mensch auf Sonnenlicht reagiert. Ich habe mich heute so richtig erholt gefühlt, obwohl ich gearbeitet habe.

Übrigens bin ich auf die Aussensicht auf Deutschland gespannt. Was das Ausland über Deutschland schreibt, was man über GM liest und ob ich mir in Boston den Arsch abfriere. Momentan sagt der Wetterbericht Schnee und -6 Grad. So ein Mist!

Ungarn und Lettland sind auf dem Weg in den Staatsbankrott... immer noch? Lese gerade, dass Osteuropa kämpft und vom Rest Geld haben will. Viele Leute verstehen nicht, was momentan in der Welt los ist. Ich auch kaum, aber unterm Strich liegt es auf der Hand: Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Alles auf Kredit. Jeder wollte unbedingt zum anderen Aufholen. Kein Wunder, wenn die ganze Welt sich gleichschaltet und jeder gut leben will.

Ihr müsst Euch das wie eine grosse Firma vorstellen. Solange die Banken oder wer auch immer Kredit rausrückt, solange funktioniert es, auch wenn die Firma keine schwarzen Zahlen schreibt. Aber da das Loch immer grösser wird und damit es immer unwahrscheinlicher, dass jeder immer sein Geld wiederbekommt, zögern die Kreditgeber bzw. die Kredite werden teurer. Damit wird das Loch noch grösser bis zum Moment, wo kein Geld zurückfliesst und man die Rate schuldet. In dem Moment stehen alle vor der Tür und wollen das Geld.. Panik halt.

Die Firma ist damit pleite und muss/kann saniert werden. Sie wird aufgeteilt, wenn sie überhaupt was wert ist, Leute werden entlassen, um die Kosten zu senken bzw. es werden Produkte eingestellt. Ein Land kann seine Leute nicht entlassen und das Einstellen von Produkten (Sozialhilfe etc.) endet meist mit Aufständen. Wenn ein Land seine Schulden nicht mehr bedienen kann, dann muss es Bankrott anmelden und damit ist es für Jahre gebrandmarkt. Wenn es nichts verkaufen kann (Bodenschätze), dann muss es plötzlich alles selbst machen (kaum Importe). Damit fällt es in die Steinzeit zurück oder, wenn es Glück hat, kann einen sauberen Neustart probieren. Leider ist der Neustart meist nicht möglich, weil kein Einwohner zurückstecken will und niemand einsieht, warum man in der Misere steckt. Es ist übrigens meist nie eine einzelne Person Schuld, sondern immer grosse Gruppen.

So, das reicht erstmal. Ich tigere nach Hause und steigere noch etwas das Bruttosozialprodukt.

Kolumne - 2009-03-01, 18:30:36 - 5 Kommentare