Das andere Ende

Socken

Photo by Dave or Atox - CC-BY-2.0

Ich bin mir sicher, dass es irgendwo auf unserem Planeten einen Platz gibt, an dem Tausende, wenn nicht Millionen von Einzelsocken und -strümpfen rumliegen. Es muss ein riesiger Berg sein. Schwarze, rote, grüne, lange, kurze, mit oder ohne Löcher, aber garantiert ohne Gegenstück.

Auf dem Weg zwischen Wäschekorb, Waschmaschine, Trockner oder Wäscheleine hin zum Schrank, muss es irgendwo eine temporale oder räumliche Anomalie geben, in der sich die Fussbekleidung verfängt. Es ist nur eine Theorie, aber ich denke, dass paarweise Socken/Strümpfe zu dick sind, um die Anomalie zu passieren. Nur achtlos gelagerte Fussbekleidung wird hineingezogen und verschwindet ohne Wiederkehr.

Vielleicht ist der Endpunkt der Anomalie auch auf dem Mond. Aber das werden wir nie erfahren, weil ja die NASA gerade ihre nächste Mondmission abgesagt hat.

Vielleicht sind die Socken auch überhaupt nicht weg, sondern nur in einem anderen Quantenzustand, so dass wir sie nicht sehen oder fühlen können? Stellt Euch vor, Eure Wohnung ist voller Socken und Strümpfe. Überall liegen sie rum. Bloss gut, dass sie meist nach dem Waschen verschwinden... dieser Gestank... aber halt, der Geruch hätte ja auch einen anderen Quantenzustand... puh... nochmal Glück gehabt.

Fragen über Fragen...

Nerviges - 2010-01-31, 20:53:53 - 4 Kommentare

Weiden

Kühe weiden, aber Weiden nicht.

Ein Satz muss sein - 2010-01-31, 20:13:40 - Noch keine Kommentare

Filmkritik: Up in the Air

Filmposter Up in the Air

Poster by Wikipedia under Fairuse

Diese Woche war ich noch im Kino. Ich musste unbedingt den neuen und viel gelobten Film Up in the Air im Original sehen.

Zur Geschichte, wie immer nur mit kurzen Worten beschrieben, denn Ihr sollt ja den Film im Kino sehen. George Clooney spielt einen Berater, der Mitarbeiter in fremden Firmen feuert, weil die eigentlichen Chefs nicht den Mumm dazu haben. Er fliegt quer durch die USA und Hotels sind sein zu Hause. Noch lieber ist er aber am Flughafen und in der Luft. Er sammelt Meilen und hat nur ein Ziel: Die Karte aller Karten. Familie und Partnerschaft gibt es in seinem Leben nicht, er lebt und liebt seine Reisetätigkeit. Aber dann kommen zwei Frauen dazu und seine Firma will Kosten sparen... und die Geschichte kommt in Fahrt.

Ich wurde nicht enttäuscht. Alle Kritiken stimmen und das Gesamtwerk ist stimmig. George Clooney ist charismatisch, witzig und auch Traurigkeit bringt er glaubhaft rüber. Seine beiden Filmpartnerinnen (Vera Farmiga, Anna Kendrick) sind perfekt ausgewählt und spielen überzeugend an seiner Seite. Der Regisseur Jason Reitman (von ihm stammt auch Juno) hat ganze Arbeit geleistet.

Fazit: Wenn es ohne Action und ohne Horror geht, dann ist Up in the Air die erste Wahl. Gut unterhalten mit Sinn für Humor und Feinheiten mit einer Portion Traurigkeit. Im Original ist der Film noch etwas besser, weil die Stimmen der Hauptdarsteller sehr angenehm bzw. sehr passend sind.

Eine interessante Randnotiz ist übrigens die Altersfreigabe. In den USA ist der Film R, also für unter 17 nur in Begleitung eines Erwachsenen. In Deutschland ist der Film FSK 0, also geeignet für alle Altersgruppen. Das R kommt bestimmt vom nackten Hintern (nicht von George) und einigen F-Worten. In Deutschland dürfte der Hintern auch zu sehen sein, aber das F-Wort ist bestimmt mit "Scheisse!" oder "Mist!" übersetzt.

Mediales - 2010-01-30, 19:42:03 - 1 Kommentar

Hin und Her in einem Eintrag

Wir sitzen im Flieger und ich habe mal mein Handy rausgekramt, um versuchsweise Euch etwas zu schreiben. Einfach ist es nicht, denn meine Finger sind echt gross. Es ist schwer mit beiden Daumen zu tippen, da sie sie breit sind und ich deswegen nicht genau merke, wo die Haut zuerst den Schirm berührt. Ausserdem nervt die Worterkennung.

Getränke sind durch und das Essen riecht schon. Wir fliegen heute LH nach Boston und das mit einen Airbus A340-600.

Heute sitzt jemand neben mir, dessen Nationalität¤t ich nicht einschätzen kann. Seine Begleiterin sieht indisch aus, aber ich kann mich täuschen. Jedenfalls scheint er sonst nie mit einer Gabel zu essen, denn er stösst immer an den Zähnen an und zieht später das Werkzeug schabend zwischen dem Zähnen hervor. Er macht sich zudem extra breit, denn ich habe immer seinen Ellenbogen in der Seite.

Heute gab es Pasta. Recht essbar. Alternativ Rind, aber das habe ich schon morgen als Megasteak.

Die Stewardess erwähnte, dass die Lufthansa die Schweinegrippe sehr ernst nahm und es einige erwischt hatte. Die gesamte Crew musste dann in Quarantäne. Darauf kamen wir übrigens, weil sie die Zitronenscheibe nicht aus dem Becher bekam und ich meinte, sie könne sie gern mit den Fingern anfassen.

Gleich kommt Kaffee und ich bin auf meinen Kuchen gespannt. Mich müsste übrigens alarmieren, dass in meiner Umgebung keiner Tomatensaft bestellt hat. Sehr verdächtig.

Meine Nachbarn sind aus Äthiopien. Eben den Pass gesehen. Links hinter mir sitzt eine Frau unter einer schwarzen Burka. Man sieht nur die Augen, aber die sind wunderschön und mystisch dunkel. Ihr Mann sitzt im T-Shirt neben ihr. Ihre Tochter rechts von ihr.

Eben einen Film geschaut: G-Force. Was mit Meerschweinchen. Jetzt schaue ich Kylie Musik-Videos. Visa-Papiere sind ausgefüllt. Fehlt nur noch ein guter Kaffee mit einem Stück gutem Kuchen. Leider gibt es noch kein fliegendes Starbucks. Wäre echt cool. Eine Lounge im Flugzeug mit Top-Kaffee.

Das Konzert mit Kylie fetzt nicht. Klingt alles so gleich. Radioversionen sind schöner. Jetzt schaue ich Monk.

So, Monk hat den Fall gelöst und wir haben jetzt Abendbrot. Lauwarme Pizzataschen... Calzone genannt. Übertrieben! Es sind Kalorien mit Nicht-Pizza-Geschmack. Die Stewardess wurde zum Ausgleich angeflirtet, was sie mit einem herzhaftem Lachen quittierte.

Noch 803km... angekommen... alles geklärt... jetzt schnell zurück...

Rene sitzt im Flieger zurück nach Frankfurt. Ein Airbus A340-600 bringt uns von Boston nach Frankfurt. Der Start war etwas langwierig, da zuerst die Maschine enteist werden musste. Es schneite kurz in Boston. Danach kam Homeland Security rein und hat sich einen Passagier samt Gepäck gegriffen. Ohne Randale, also muss es nichts Schlimmes gewesen sein. Natürlich musste das Gepäck auch aus dem Bauch vom Flieger raus.

Wir sind heute erfreulich leer. Links von mir ist Platz, rechts von mir (Gang) ist Platz und hinter mir ist Platz. Mein Notebook sagt 10.2 Watt Verbrauch und damit sind noch ca. 6.5 Stunden Saft im Akku. Hoffen wir, dass es so bleibt. Ich habe natürlich auch kaum Licht an, also das Display runtergedreht.

Die Damen und Herren der Lufthansa beginnen Ihren Rundgang mit trinkbaren Lebensmitteln. Ich werden wohl Tomatensaft und Wasser nehmen. Die Damen sind heute sehr attraktiv. Auge fliegt halt mit. Mal sehen, ob es auch für Freundlichkeit reicht.

Mein Vormitsitzer hat glücklicherweise sich noch nicht zum Kippen seiner Lehne durchgerungen, so lässt sich das Notebook immer noch einigermassen bequem handhaben. Der Herr links von mir, mit zwei leeren Stühlen Abstand, schaut StarTrek - TNG auf seinem Notebook. Nur die Folge fällt mir nicht ein. Kommt mir aber bekannt vor. Kein Wunder, denn ich habe ja alle gesehen :) Worfs Adoptiveltern sind da und er ist sichtlich genervt. Der Picard rennt durch Weinberge.

Leider kommen im Bordkino die gleichen Filmen wie auf dem Hinweg. Damit habe ich alles Schaubare angeschaut. Der Rest reizt mich nicht. Ich bin aber ausreichend müde und etwas Computer klimpern wird reichen, um mich nachher schlafen zu lassen. Jetzt gibt es Essen. Von der Stewardess habe ich mir Pasta empfehlen lassen. Kaffee habe ich keinen genommen, weil ich sonst wieder wach werde und da muss nicht sein.

Ich versuche jetzt zu schlafen... so wie mein linker Nachbar, dessen Notebook fleissig StarTrek dudelt, obwohl der Zuschauer in seine eigene Traumwelt verschwunden ist.

Jetzt fehlen einige Stunden, denn ich habe geschlafen. Zwar mehr schlecht als recht und mir tut der Rücken weh, aber ich haben Zeit geschunden und mich etwas an die Zeitverschiebung gewöhnt. Wir sind über London.

Es gab gerade Frühstück und ich habe das Brötchen ignoriert und nur die Früchte und den Riegel gegessen. Der Kaffee ging so. Freue mich auf festen Boden unter den Füssen und einen guten McCafe-Latte vor der Weiterfahrt. Hoffen wir auf gutes Wetter in Frankfurt, damit wir nicht noch Verspätung bekommen. Sonst gibt es leider nicht viel zu berichten. Kein Fernsehen geschaut, viel Zeitung gelesen und wenig am Computer gearbeitet.

Rechts vor mir sitzt ein älterer Herr aus Deutschland mit einer jüngeren asiatischen Begleitung. Seine Adoptivtochter scheint es nicht zu sein, weil sie nicht so jung ist. Aber Deutschland stirbt aus, da sind Einwanderer willkommen. Wenn es auf diese langsame Art und Weise passiert, dann fügt sich der neue Kulturkreis auch einfacher in Deutschland ein.

Sie, die Asiatin, schaut sich Bilder auf ihrer Kamera an. Leider ist deren Display nicht besonders, so dass ich zwar lunschen kann, aber nur Falschfarben von der Seite erkenne. Da wollte ich schon mal indiskret sein... wieder nix ;) Jetzt geht es abwärts... wir setzen zur Landung an und mein Computer setzt zum StandBy an.

Wieder in Jena, alles klar. Ich jetzt müde und Wochenende. Danke für die Aufmerksamkeit und bis dann.

Meiner selbst - 2010-01-29, 11:37:51 - 2 Kommentare

Wintertreppen

Ein Blick auf die Treppen der Havard University im Winter.

Optisches - 2010-01-27, 00:15:00 - Noch keine Kommentare

Kurztrip mit viel Essen

Wenn man nur kurz irgendwo ist, dann fehlt einem natürlich die Zeit, um langsam zu essen... also esse ich in kurzer Zeit mehr, damit ich das kompensieren kann.

Hier ein Bild vom ersten Kaffee bei Starbucks und vom ersten Steak im Hilltop-Steakhouse.

Meiner selbst - 2010-01-26, 00:05:13 - 1 Kommentar

Schnell nochmal

Los, schnell nochmal alle nach Griechenland in den Urlaub, bevor die Aufstände und Unruhen losgehen. In Ruinen ist Griechenland jetzt schon, da wird sich nicht viel ändern, aber ich nehme stark an, Ende 2010 werden wir Einiges gesehen haben, was in Europa nicht so oft passiert.

"Schnell nochmal die Ruinen anschauen, bevor sie kaputt sind."

Nerviges - 2010-01-22, 08:39:54 - 1 Kommentar

Die Nacktscanner-App ist endlich da

Nun ist sie da, die erste Nackscanner-App für Android-Handys. Noch nicht offiziell im Market, aber wenn man das Projekt kennt, dann kann man sich das Ding ziehen und selbst bauen. Unklar ist allerdings, ob die App jemals öffentlich wird, denn es sind scheinbar einige patentierte Codeschnipsel verbaut.

Trotzdem will ich Euch ein Probebild nicht vorenthalten. Eigentlich wollte ich in ein Café gehen und meinen üblichen Artikel mit den verbalen Beschreibungen durch Bildmaterial aufpeppen. Mir fiel dann aber ein, dass a) die erfassten Damen eventuell anderen Meinung sein könnten, b) meine männlichen Besucher einen unruhigen Tag danach haben würden und c) meine weiblichen Besucher grundlos Komplexe bekommen könnten.

Ich bin also in eine Einkaufsstätte getigert und habe einige Schaufensterpuppen abgelichtet. Ich finde, die Offenlegungsqualität ist schon nicht schlecht, man erkennt das Nötigste ;) Man darf übrigens nicht zu nah rangehen, dann funktioniert es nicht. Kann man an den beiden Ladys im Vordergrund sehen.

Nun stelle ich mir einen Haufen Fünftklässler vor, die während des Diktats lieber ein Bild ihrer Lehrerin zu hot-teachers.com hochladen und bewerten, also den Diktatstext mitzuschreiben. Feucht-fröhliches Spannen dann schon mal!

P.S. Nein, ich gebe die App nicht weiter...

Witziges - 2010-01-20, 22:30:04 - 3 Kommentare

Es taut

Es taut in Jena. "Livebild" vom Balkon.

Optisches - 2010-01-17, 15:12:13 - 1 Kommentar

Buchkritik: Dmitry Glukhovsky - Metro 2034

Metro 2034

Wieder Moskau nach einem Atomkrieg und wieder haben wir in der U-Bahn, der Metro, überlebt. Glukhovsky schickt uns wieder in die endlosen Tunnel und Schächte und verspricht eine spannende Geschichte.

Obwohl ich Metro 2034 wie bereits Metro 2033 verschlungen habe, habe ich mir doch von 2034 mehr versprochen.

Es fängt alles nicht schlecht an, aber nach 40% des Buches wird es mau, und die Geschichte beginnt zu rennen. Noch mehr Kreaturen, noch mehr Mitspieler und das Buch im Buch ist eine interessante Idee, aber die Seiten habe ich meist übersprungen. Ja, ich habe Text-Springen veranstaltet, weil es langweilige und beitragslose Textstücke gibt und es werden zum Schluss immer mehr.

Ich finde, dass die Rolle des Hauptdarstellers im Laufe des Buches drei Mal wechselt. Das macht es nicht gerade leicht, sich zu motivieren, weil man ja gern Antworten haben möchte, diese aber meist nicht bekommt. Auch unser Held aus 2033 taucht kurz wieder auf, aber eher zusammenhanglos. Auch das Hauptthema von 2033 steht kurz an, wird aber nicht weiter diskutiert bzw. eher abgetan. Aber genau das interessiert, weil 2033 ja eher offen endet.

Mein Fazit: Kann man lesen, aber nur, wenn man 2033 richtig gut fand und sich noch etwas unter der Erde tummeln möchte. Ob ein 2035 besser wird?

Lesematerial - 2010-01-04, 22:35:55 - 3 Kommentare

Der Schwan

Der Schwan

Ein Neujahrsbild... untypisch für Neujahr. Der Herr wohnt in Sanssouci.

Optisches - 2010-01-03, 22:07:08 - Noch keine Kommentare

Belauschtes Schwabbliges

"Sie ist nicht dick, aber sie hat was Schwabbliges. Zieht sich auch nicht gut an, aber sie war wohl die Einzige, die gerade greifbar war. Noch nen Schluck und es passt."

Gerade bei zwei Damen rechts von mir belauscht, die über Männer und Frauen reden. Hinter mir sitzen noch zwei Damen, die über Beziehungen reden. Speziell über Liebe und Verstellungen etc. Schade, dass ich nicht so schnell schreiben kann, wie ich höre.

Ein Satz muss sein - 2010-01-02, 15:37:47 - Noch keine Kommentare

Verzweifelung

Starbucks Berlin

Schon doof, wenn man durch Berlin irrt (Alexanderplatz, Nikolaiviertel, Hackescher Markt) und das einzige offene Café mit der Chance auf einen freien Platz mit kurzem Warten ist wieder nur ein Starbucks. Das Balzac war auch voll und alle anderen waren am 31.12. zu. Ich habe echt jedem Nicht-Starbucks eine Chance gegeben und sogar Google-Maps bemüht, um noch Cafés im Umkreis zu finden... nichts.

Deutschland - 2010-01-02, 14:00:06 - 5 Kommentare

2010

Allen Lesern und Nochnicht-Lesern ein Gesundes Neues Jahr 2010! Frieden, Erfolg, Arbeit und Spass an den kleinen Dingen des Lebens. Möge Gier und Materialismus Euch verschonen.

Danke für die Treue und ich nehme mir fest vor, in 2010 mehr zu schreiben.

Meiner selbst - 2010-01-01, 00:01:00 - 5 Kommentare