Dom und Riesenrad - HDR aus Erfurt

Gerade bin ich vom Besuch des Erfurter Weihnachtsmarktes mit Dombesichtigung zurück. 400 Bilder sind mit nach Hause gereist und ich habe mal schnell einen Anfütterer zusammengesetzt. Diesmal sieht es wirklich wie ein krasses HDR-Bild aus, denn die Farben sind unnatürlich. Die restlichen Sachen aus dem Dom und vom Weihnachtsmarkt kommen später, werden dann auch wieder "normaler" sein.

Canon EOS 40D - 2007-12-08, 19:30:14 - 7 Kommentare

Adventskalender Türchen 8 - Kraftwerkstypen

Die 8

Heute geht es im Kraftwerkstypen. Der Anlass ist der Aufruf zum Lichtaus für 5 Minuten. Ich persönlich halte das für kontraproduktiv und reines Marketing. Damit ist der Natur überhaupt nicht geholfen, denn wir brauchen dauerhafte Lösungen und keine Polemik.

Ausserdem besteht bei dieser kurzfristigen Aktion das Problem, dass es das Stromnetz überlastet werden kann. Strom lässt nur soviel erzeugen, wie auch verbraucht wird. Aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Kraftwerkstypen, bedingt durch ihre physikalischen Grundprinzipien.

Grundlastkraftwerk: Ein Grundlastkraftwerk läuft immer und möglichst am effizientesten Betriebspunkt. Es kann nicht in kurzer Zeit hoch- oder runtergefahren werden, da das entweder selbst viel Energie kostet oder physikalisch nicht möglich ist (Atom- und Braunkohlekraftwerke).

Mittellastkraftwerk: Wenn vorher bekannt ist, dass Energie benötigt wird (Tagesrhythmus), dann treten Mittelkraftwerke in Aktion. Hierzu zählen Steinkohlekraftwerke.

Spitzenlastkraftwerk: Sollte sehr schnell Energie nötig sein, um z.B. kurzfristige Spitzen zu decken, dann werden Gasturbinen angefahren oder die Schleusen eines Pumpspeicherkraftwerkes geöffnet.

Windturbinen fallen übrigens in keine der Kategorien, weil für eine Grundlast der Wind nicht beständig genug ist und für eine Spitzenlast der Wind nicht da ist, wenn man ihn braucht. Windparks müssen durch Kapazitäten von Spitzenlastkraftwerken ergänzt werden, denn schliesslich soll das Licht auch bei einer plötzlichen Flaute anbleiben. Dafür springt dann irgendwo eine Gasturbine an oder mehrere Millionen Liter Wasser rauschen kurzfristig durch einen Staudamm.

Technisch müsste als die 5-Minuten-Aktion wie folgt ablaufen: Im Laufe des Tages stellen die Energieversorger von Grund- auf Spitzenlastkraftwerke um, damit beim plötzlichen Aus, auch alle unnötigen Kraftwerke angehalten werden können. Dann schalten alle wieder den Strom an und alle Spitzenlastkraftwerke müssen angefahren werden, um den plötzliche Bedarf zu decken. Das kostet Scheisse viel Energie. Im weiteren Verlaufe der Nacht wird dann wieder auf den normalen Kraftwerksrhythmus zurückgestellt.

Ich erinnere mich gerade an den Satz meines Reiseführers in Toronto, Kanada: "In den grossen Stadtbüros bleibt nachts das Licht an, da das Atomkraftwerk Energie im Überfluss produziert und nicht einfach angehalten werden kann."

Diagramm aus der Wikipedia

Photo by Glutnix under CC-BY-2.0

Wissen - 2007-12-08, 00:01:00 - 3 Kommentare