USA im Shopping Fieber

Gefunden im Manager-Magazin.

Die US-Verbraucher sind die wichtigste Stütze der Weltkonjunktur: Sie kaufen und kaufen. Aber warum gehen Amerikaner eigentlich so gern shoppen? Eine Spurensuche im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Der ganze Artikel...

YetAnotherBlog - USA im Shopping Fieber Gefunden im Manager-Magazin. Die US-Verbraucher sind die wichtigste Stütze der Weltkonjunktur: Sie kaufen und kaufen. Aber warum gehen Amerikaner eigentlich so gern shoppen? Eine Spurensuche im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der ganze ...

Kai

Der Artikel ist voller oberflächlicher Stereotypen und schlecht gewählter Beispiele. So wie sich Deutsche, die von den USA keine Ahnung haben, das eben vorstellen.

Beispiel: ""Keeping up with the Joneses" nennen die Amerikaner das Phänomen, dass sie mindestens immer ein ebenso großes Auto besitzen, einen ebenso großen Pool bauen müssen wie die Nachbarsfamilie. Sonst könnte die ja denken, man sei erfolglos."

Das Gegenteil ist der Fall: Die meisten Amerikaner kümmert es nicht im Geringsten, was die Nachbarn für Autos fahren. Das ist doch wohl eher eine deutsche Eigenschaft. Neid ist den Amerikanern fremd. Man gönnt anderen ihren Erfolg.

Ein anderes Beispiel:

"Der aus ihrer Geschichte geborene Optimismus wiederum lässt die Amerikaner leichten Herzens die für diesen Konsum notwendigen finanziellen Risiken eingehen."

Leichten Herzens? Das ist Schwachsinn. Entweder gehen die Leute hier finanzielle Risiken aus Notwendigkeit ein oder weil zum Beispiel der Kauf eines Hauses finanziell mehr Sinn macht, als Wohnraum zu mieten. Das sind in der Regel wohlüberlegte Entscheidungen, die oft als Investition angesehen werden: Der Wert eines Hauses wird steigen, man kann es in einigen Jahren mit Gewinn verkaufen. Ein teures Studium wird zu einem gut bezahlten Job führen, usw. "Leichten Herzens" werden diese Entscheidungen aber nicht getroffen.

Verschuldung ist ein unbestreitbares Problem in den USA, aber an einem angeblichen "Shopping-Fieber" liegt das meiner Meinung nach nicht.
2005-08-18 - 16:08:13 - Kai

ReneS

Danke für Deinen Kommentar. Das mit den Nachbarn kam mir auch komisch vor.
Aber leichter geben Amerikaner schon Geld aus als Deutsche. Nicht nur privat, sondern vorallen Firmen schmeissen oft mit Geld für Essen, Catering, Events etc. rum. Mehr als in D.
2005-08-18 - 18:50:04 - ReneS

Kai

Das mit den Firmen stimmt. Bei uns im Buero gibt es kostenlose Getraenke, obwohl es der Firma eigentlich nicht so super geht. Auf den Stromverbrauch achtet auch keiner, da brennen immer unnoetig viele Lichter mitten am Tag. Auf solche "Kleinigkeiten" achtet man gar nicht, da entlaesst man lieber mal jemanden, da stimmen die Zahlen dann wieder.

Was mich an dem Artikel so gestoert hat, sind die Verallgemeinerungen. Keiner meiner Freunde, Bekannten und Kollegen hier geht sorglos mit dem Geld um, vom Kaufrausch kann da erst recht keine Rede sein. Die meisten sind auch verschuldet:Hauskauf, Studium -- aber das wird halt als ganz normal angesehen. Man kann ja von niemandem erwarten, dass sie erst 30 Jahre sparen und dann studieren oder ein Haus kaufen.

Danke, dass du auf den Artikel hingewiesen hast! Hat auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt.
2005-08-18 - 22:10:34 - Kai

Peter

Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern finde ich, dass der Artikel nicht so total daneben liegt. Ich kenne zwar auch viele Amis, die dem Clichee des Artikels nicht entsprechen, aber es gibt eine grosse unscheinbare Masse, die sich genau so verhält wie beschrieben. Als Tourist bekommt man sie selten zu sehen, aber sie bevölkern die Vororte der grossen Städte, die für die meisten nicht interessanten Gegenden.
2005-08-22 - 21:14:14 - Peter

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