Überall und nirgends

Nicht aus dem Café, aber aus dem Hotelzimmer. Ich bin gerade aus dem Kino zurück oder wie man auch lässig sagt "vom Kino". Heute gab man "The Men Who Stare at Goats" mit Ewan McGregor und George Clooney. Sehr amüsant muss ich sagen. Danach sind wir zum Vietnamesen und ich habe mir eine Nudelsuppe mit Huhn reinge ogen, denn draussen ist es kalt und es schneit ordentlich.

Der Schnee wird wohl nicht liegen bleiben, aber bis morgen früh soll es trotzdem schon mal 3-6 cm werden, danach wird es die üblichen Sauerei. Momentan ist es aber herrlich, denn es ist angenehm gedämpft alles, und das Leben scheint plötzlich in Zeitlupe zu verlaufen. Ich mag Schnee, wenn übersichtlich verteilt. Ich mag Jahreszeiten. Andere Leute ziehen nach Florida oder Kalifornien, damit es immer warm ist. Wüsste nicht, warum ich das haben muss. Die Abwechslung ist grossartig.

Es zieht wie Sau.... nicht im Hotelzimmer... wobei dort auch manchmal. Ich sitze im Starbucks Bedford und schaue mir mal an, wie die Sachen hier so laufen. Es ist immer schön, ein anderes Design und andere Leute zu sehen oder kennenzulernen. Ich habe meinen üblichen Coffee Latte, ein Stück Zitronenkuchen und vorher hatte ich Haferflocken. Damit habe ich jetzt 70% der nächstgelegenen Starbucks besucht. Ich werde nicht versuchen, alle zu besuchen, wie es ein Amerikaner macht. Sein Hobby: Jeder Starbucks auf der Welt mindestens einmal besuchen.

Hier kann man hinter die Kasse schauen, denn die Anordnung der Tische und der Theke ist etwas ungewöhnlich. Die Angestellten werfen viele Geldscheine in einen Tresor bzw. in eine Box unter der Kasse. Irgendwie sieht es aus, als ob eingehendes Geld eingeworfen wird und Wechselgeld immer aus der Kasse kommt. Soll das die Inventur erleichtern? Draussen liegt Schnee und nicht gerade wenig für den ersten Schneefall. Ungefähr 2-4 cm. Leider ist er an vielen Stellen schon wieder weggetaut.

Im Sessel am Fenster sitzt eine hübsche Dame. Sie liest und korrigiert einen Stapel Papier. Ist sie Lehrerin? Ist sie Lektorin in einem Verlag? Wir werden es nie erfahren. Neben ihr sass eine Zeit lang der Weihnachtsmann. Ein älterer Herr mit weissem Rauschebart und enenso weissen Haaren. Er ist bestimmt jetzt wieder in der Werkstatt und bastelt Geschenke.

Ein ziemliches Gewussel im Laden. Hinter mir schwatzen zwei Frauen über Männer und anderes Zeugs ;) An der Kasse steht eine junge Dame und wartet auf ihren Kaffee. Und ich habe ein extrabreites Lächeln von ihr bekommen. Sowas passiert mir in Deutschland nie. Sie holt zwei Kaffee und stiefelt damit los. Sie bekommt die Tür von einem Mann aufgehalten, der extra nochmal zurückeilte, um die Tür zu öffnen.

Diese Nacht war wieder der Start zum Schneepflug-World-Cup. Jeder ist auch gleich wieder mit seinem Pickup und Pflug rumgefahren und die ganze Nacht haben die Leute an allen Ecken und Kanten Schnee gekratzt. Auch auf Parkplätzen, die frühestens Montag wieder benutzt werden. Ein Aufriss jedes Mal. Aber wahrscheinlich war Qualifying, damit man noch gute Aufträge für den Restwinter bekommt.

Es ist arschkalt hier am Fenster. Eisige Luft fällt neben mir runter und ich weiss nicht, wo die herkommt. Ich habe mich schon 3x umgesetzt. Ich wünschte der Wunsch nach perfekter Raumklimatisierung, speziell unter dem Aspekt Gemütlichkeit, wäre hier ausgeprägter. Es gibt ganz wenige Cafés oder Restaurants, wo man gemütlich sitzen kann - zumindest aus germanischer Sicht. Im Regelfall zieht es, ist zu kalt oder wenn die Temperatur stimmt, dann ist die Bedienung unter aller Sau. Letzteres könnte auch in Deutschland sein...

Hüftgold schaut vor. Es sind 0 Grad und bei ihr drückt die Hüftrolle raus... noch nicht eklig schlimm, eher babyspeck-artig süss und voll die Gänsehaut - kein Wunder bei 2 Grad Celsius drausen.

Ortswechsel. Wir sitzen im Borders - Kollegin und ich. Gerade hauen wir uns an einen Gingerbread und einen Eggnog Latte rein. Eggnog ist das Weihnachtsgetränk schlechthin, aber kommt natürlich im Allgemeinumgang ohne Alkohol. Die Reinstform ist mit ordentlich Spass und kommt damit unserem Glühwein im Zweck nahe.

Spontaner Ortswechsel. Starbucks Melrose. Sehr gemütlich und angenehm war. Internet ist schnell, also sehr perfekt.

AT&T ist komisch bzw. wie jede andere Telefonbude. IT ist mehr als schlecht. Sonst nerven die mich immer Wochen vor Ablauf meiner Nummer, dass ich nachladen soll und gleich jetzt und ganz viel und und. Jetzt ist mein Konto runter auf 90 Cent und keiner meldet sich und erinnert mich. Jetzt wo sie mit Sicherheit Geld kassieren könnten, halten sie es nicht für nötig. Wohl deswegen, aber eigentlich sind sie ja auf das Geld aus, also die Anlage der Moneten ohne Leistungserbringung (Prepaid halt).

Wir (gespaltene Persönlichkeit) sind jetzt im Panera und essen einen Salat zu Abend. Wie ihr schön sehen/lesen konntet, hopse ich ziemlich durch die Cafés, aber komme kaum noch zum Schreiben.

Gute Nacht aus Boston.

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