Domgemälde - HDR versus Standardbild

Vor einigen Tagen habe ich verzweifelt versucht, Euch das HDR-Prinzip zu erklären. Leider war das genutzte Beispiel nicht der Knüller, so dass ich heute ein Bild aus dem Erfurter Dom nachreichen möchte, dass hoffentlich den Vorteil des dosierten HDR-Technik-Einsatzes verdeutlicht. Bitte nicht vergessen, dass Ihr hier nicht das echte HDR-Bild seht, sondern die Abbildung auf den Monitor-Farbraum. Wer mag, darf auch gern mit mir streiten und es gleich DRI nennen.

Als Vergleich füge ich das Originalbild aus der Belichtungsreihe an, dass die Kamera als optimale Belichtung bestimmt hatte. Ich denke man sieht, dass das Zusammenfügen von mehreren Bildern zu einem neuen Bild durchaus Vorteile bringt, sofern man den anschliessenden Prozess des Tonmapping nicht übertreibt.

Bitte beurteilt selbst, ob der technische Trick das Bild verbessert oder entstellt hat. Anmerkungen willkommen.

YetAnotherBlog - Domgemälde - HDR versus Standardbild Vor einigen Tagen habe ich verzweifelt versucht, Euch das HDR-Prinzip zu erklären. Leider war das genutzte Beispiel nicht der Knüller, so dass ich heute ein Bild aus dem Erfurter Dom nachreichen möchte, dass hoffentlich den Vorteil des d...

wiemi

Das HDR-Bild wirkt irgendwie eindrucksvoller und "lebensechter", allerdings finde ich, dass auf dem Originalfoto das Gemälde besser zu sehen ist, da der Kontrost m.E. irgendwie stärker ist.
Kann allerdings auch daran liegen, dass ich grundsätzlich bei eher dunkleren Farbkompositionen/Licht den Kontrast als besser empfinde...
In welchem Dateiformat werden die Originalbilder "geschossen"?
2007-12-11 - 12:25:39 - wiemi

Watson

Das Bild sieht schon viel besser aus, aber mich stören die Touris...
2007-12-11 - 12:26:09 - Watson

Rene99

@Watson: Am Samstag war Krieg in Erfurt, da war nix zu machen. Touris überall. Lasst uns shoppen und glücklich sein...
Mal im neuen Jahr probieren.

@wiemi: Die Originale sind RAW+JPEG. Das HDR ist aber von den JPEGs gezogen, da mein HDR-Programm (qtpfsgui) die Canon 40D-RAWs noch nicht lesen kann. Macht insgesamt kaum einen Unterschied. Mir fehlt dafür dann noch der gute kalibrierte Monitor.
2007-12-11 - 12:29:19 - Rene99

Rene99

@wiemi: Achja, man kann das Original auch vom RAW machen und noch etwas gewinnen, war aber zu faul :)
2007-12-11 - 12:30:02 - Rene99

Thomas

@Watson: besonders die Touris die man nicht so richtig sieht.
@Rene: Klasse geworden! Wieviel Aufnahmen hast du gemacht, bzw. dann verwendet.
2007-12-11 - 12:30:40 - Thomas

Rene99

@Thomas: Bei mir sind es immer 3 Aufnahmen, da meine Kamera nur drei Aufnahmen pro Belichtungsreihe kann. Alles andere wackelt, wenn man es manuell macht.
2007-12-11 - 12:39:30 - Rene99

CountZero

HDRren macht eigentlich nur mit RAW-daten wirklich sinn, da in JPEG die dynamik ja schon durch die einschränkung auf 8 bit pro farbkanal im eimer ist. moderne cams können aber locker 10 bis 14 bit pro kanal liefern, womit der dynamik-umfang schon per se größer ist und durch HDR nochmals gesteigert wird.

wenn man ne HDR software hat, die mit dem raw-container der cam nix anzufangen weiß, nimmt man ein ordentliches capture-programm und konvertiert erstmal nach 16bit-tiff - das kann eigentlich jedes HDR-tool, das ich kenne. der rest is dann wie mit den JPGs verkaspert.
2007-12-11 - 17:43:40 - CountZero

emily

beim HDR sind die details natürlich viel deutlicher zu erkennen. das ist eindeutig von vorteil, wenn es in erster linie um das gemälde geht. trotzdem gefällt mir in diesem fall das original besser. da kommt die höhe des raumes optisch beeindruckender rüber und das licht wirkt viel wärmer.
ist auf jeden fall interessant, wie man fotos "manipulieren" kann.
2007-12-11 - 17:49:42 - emily

Thomas Schewe

Mmmh, auch wenn ich HDR/DRI-Fan bin, kann ich hier vom Bauch her dem HDR nicht so richtig den Vorrang geben.

Den einzigen Gewinn, den ich dem HDR abgewinnen kann, sind die hier sichtbaren Strukturen in den Fenstern.

Ich tendiere aber so wie wiemi eher zu dunkleren Bildabstimmungen.
2007-12-12 - 00:33:14 - Thomas Schewe

Rene99

@all: Danke fürs Feedback. Die Geschmäcker sind halt verschieden und mir geht es ja ums Experimentieren. Je nach Priorität des Bilder kann die eine oder die andere Abstimmung besser sein.

@emily: Ich finde, dass das HDR einen höheren Raumeindruck und mehr Höhe vermittelt...

@CountZero: Ich probiere die Dinger gern noch mit RAW-Material aus, aber ich glaube mich zu erinneren, dass bisher das Endergebnis nie gross anders war, da ja wieder ein Mapping auf 8Bit stattfindet und dort die meiste Dynamik draufgeht. Lässt man es als echter HDR und verarbeitet es weiter, dann ist es natürlich klar.
2007-12-12 - 01:59:42 - Rene99

asdfghjkl

In welchem Abstand werden denn die Bilder geschossen?

Weil ich erstaunt bin, dass auf dem HDR-Bild die Touris doch recht scharf sind.

Oder sucht sich die HDR-Software bei bewegten Teilen eine "Version" von einem Bild aus?
2007-12-12 - 19:41:43 - asdfghjkl

Rene99

Je nach Belichtungszeit dauern alle Aufnahmen zwischen 0.3-3 sec. Alle drei Aufnahmen kommen direkt ohne Pause hintereinander.
Wie man im Vergleich zum normalen Bild sieht, wird beim Zusammenrechnen der ein oder andere Touri wegoptimiert. Das passiert, wenn er nur auf einem Bild ist und nicht auf allen drei...
2007-12-12 - 21:49:00 - Rene99

Thomas Schewe

Also ich würde die RAWs nicht direkt an die HDR-Software verfüttern.

Meine JPGs jage ich auch vorher noch durch meine Bildnachbearbeitung (DxO), aber nur um Objektivschwächen glattbügeln zu lassen; keine Anpassung von Helligkeit, Kontrast oder Sättigung.

Wenn ich RAWs nutzen würde, würde ich es genauso handhaben.
2007-12-12 - 22:07:15 - Thomas Schewe

Mit der Einführung der Europäischen Datenschutzgrundverordnung schliesse ich die Kommentarfunktion dieses Blogs, weil ich einfach keinen Bock auf die Arbeit habe, die dabei entsteht. Wer sich bei mir melden möchte, meine Mailadresse steht im Impressum. Hier der unnötige Hinweis, dass ich natürlich durch die Zusendung einer E-Mail in den Besitz von personenbezogenen Daten gelange. Der restliche Kram steht dann bei mir im Datenschutz.