Geheime Waffenforschung II - Wärmflaschenviren

Dem YetAnotherBlog war es bereits in der Vergangenheit gelungen, geheime Machenschaften von Industrie und Politik im Projekt Schwerfisch aufzudecken. Diese investigative Form des Journalismus wird nun erfolgreich fortgesetzt. Durch Zufall bin ich Augenzeuge der vernichtenden Wirkung einer neuen deutschen Geheimwaffe geworden.

Lesen Sie nun die Details in chronologischer Abfolge, entnommen aus den Unterlagen der Untersuchungskommision KXS, gemeinsam mit Kommentare und Gedanken des Autors. Alle Namen und Orte wurden zum Schutz der beteiligten Personen selbstverständlich geändert.

22. März 2006: Der Autor tritt eine seiner vielen Auslandsreisen an und lässt dabei einige seiner wichtigsten Lebensutensilien ungeschützt in seiner Wohnung zurück. Darunter befindet sich eine Standard-Gummiwärmflasche Rot für 9,99 DM. Deren Aufbewahrungsort ist das Bad im sechsten Stock (Wandhaken).

02. April 2006: In einem geheimen Waffenforschungslabor in Deutschland wird durch Unachtsamkeit ein vermeintlich nicht kontaminiertes Versuchsobjekt vom Typ Standard-Gummiwärmflasche aus einem Labor entfernt und zum privaten Zweck der Menstruationszyklenbeschwerdenentspannung eingesetzt. Damit ist das Unheil geschehen, denn die Standard-Gummiwärmflasche enthält Erreger des biologischen Kampfstoffes Gummus-Simplex-Desolvus.

13. April 2006: Im Umkreis des Labors in S. bei G. an der W. zerfallen auf mysteriöse Weise mehrere rote Standard-Gummiwärmflaschen. Da die meisten Haushalte nur ein Exemplar besitzen, fällt der Zusammenhang nicht auf und die Besitzer entsorgen ihrer Standard-Gummiwärmflaschen in den Hausmüll. Glücklicherweise wird der Hausmüll der Stadt S. bei G. an der W. komplett in einer nahegelegenen Müllverbrennungsanlage behandelt. Damit scheint der Erreger zunächst eingedämmt.

16. April 2006: Der Erreger taucht in mutierter Form wieder auf, da er Tage zuvor auf Sporen des gemeinen deutschen Gummischimmelpilzes getroffen war und spontan Teile dessen Erbgutes in seine virale DNS integriert hatte. Dadurch hat er die Möglichkeit der Luftverbreitung hinzugewonnen.

17. April 2006: Andreas F. in S. bei G. an der W. untersucht den Schimmel in seinem Badezimmer sehr intensiv. Einige Tage zuvor ist ihm der schwarze Streifen aufgefallen, als er seiner Frau Uschi eine Wärmflasche zur Linderung ihrer Regelbeschwerden bereitete. Dabei fiel ihm der Verschluss der Standard-Gummiwärmflasche aus der Hand und dieser kam knapp neben dem Schimmelbelag zum Liegen. Andreas F. holt laut stöhnend tief Luft und atmet damit Sporen des Schimmelpilzes ein. Einige Pilzsporen tragen den Virus in sich.

02. Mai 2006: Nach einiger Zeit der scheinbaren Ruhe taucht der Virus in Jena wieder auf. Die Universitätsklinik muss 142 Standard-Gummiwärmflaschen entsorgen, da diese porös, rissig und teilweise zerfetzt in einem Lagerraum vorgefunden werden. Allerdings kann niemand die Verbindung zum Virus herstellen. Man geht von zu langer Lagerung an einem warmen Ort mit teilweise direkter Sonneneinstrahlung aus. In der Rekonstruktion des Hergangs wird festgestellt, dass am 19. April 2006 Andreas F. aus S. bei G. an der W. in seiner Funktion als Wartungstechniker der Firma Z. aus F. bei G. nicht an der W. die Klimaanlage überprüfte. Bei einem Probelauf des Gebläses muss Andreas F. heftig husten. Hierbei gelangen Schimmelsporen mit viralen Gästen in die Umgebungsluft und werden weitflächig im Raum verbreitet.

10. Mai 2006: Ein Fehler in der Klimaanlage der Universitätsklinik führt zu einer Luftstromumkehr und die Viren gelangen in die Aussenluft und werden, bedingt durch das an diesem Tag herrschende Wetter, nur wenige hundert Meter weiter getragen und setzen sich auf einem Metalldach eines Wohnhauses ab.

15. Mai 2006: Bei einer Wohnungskontrolle beim Autor dieses Artikels wird das Badfenster kurzzeitig zur Lüftung geöffnet. Ein Windstoss trägt wenige Viren in das Bad und damit auch auf die Standard-Wärmflasche Rot, die ungeschützt platziert ist.

31. Mai 2006: Der Autor kehrt von seiner Auslandsreise zurück und findet seine Standard-Wärmflasche Rot zerstört vor. Anfänglich glaubt auch er nur an eine Alterung des Gummis unter Einfluss des Sonnenlichts bei gleichzeitigem Kontakt mit Seifenlösung, aber sein Instinkt und seine Erfahrung lässt ihn misstrauisch werden. Das nachfolgende Ereignis bestätigt seine Annahmen.

05. Juni 2006: Ein Klopfen an der Tür um 7 Uhr am Morgen lässt den Autor aufschrecken. Zwei Männer mit Sonnenbrillen und eine attraktive Brünette im Minirock stehen vor seiner Tür. Durch die hinterlistige Stoffarmut ist der Autor kurzzeitig abgelenkt und die Sonnenbrillenträger drängen in die Wohnung. Blitzschnell entdecken sie die Standard-Wärmflasche Rot, die der Autor unachtsamerweise Weise auf dem Tisch gelagert hat. Mit geübten Handgriffen tüten sie das Objekt ein und verlassen die Wohnung ebenso schnell, wie sie sie betreten haben.

An dieser Stelle endet der Untersuchungsbericht mit der Bemerkung, dass keine weitere Gefahr von Gummus-Simplex-Desolvus ausgeht, denn es kann sich nicht beliebig oft reproduzieren. Auch anfängliche Sorgen, dass der Virus Kondome angreifen könnte, erwiesen sich zum Glück als unbegründet.

Aber was bezweckt die Waffenlobby mit diesem Virus? Das Prinzip ist einfach. Das Fehlen geeigneter Wärmflaschen erschwert die Bekämpfung von Krankheiten und Beschwerden, speziell des Magen-Darm-Traktes. Hier lässt sich der Zusammenhang zum Projekt Schwerfisch herstellen. Die Wirkung von Schwerfisch wird beim gleichzeitigen Einsatz von Gummus-Simplex-Desolvus verstärkt, da eine wirksame Behandlungsmethode - Wärmetherapie - ausfällt. Vorhandene Rüstungskontrollmassnahmen greifen nicht, da die Zerstörung von Wärmflaschen nicht als kriegerischer Akt gilt.

Inzwischen wurden die Sicherheitsmassnahmen im Forschungslabor weiter erhöht und die entsprechende Mitarbeiterin hat eine neue Position in einer Auslandsniederlassung im Südpazifik bekommen. Die deutsche Wärmflaschenproduktion wurde inzwischen auf konventionelle Metallausführungen umgestellt.

YetAnotherBlog - Geheime Waffenforschung II - Wärmflaschenviren Dem YetAnotherBlog war es bereits in der Vergangenheit gelungen, geheime Machenschaften von Industrie und Politik im Projekt Schwerfisch aufzudecken. Diese investigative Form des Journalismus wird nun erfolgreich fortgesetzt. Durch Zufall ...

jtw

gruebel... irgendwie mag entweder keiner mehr viel lesen wollen oder alle sitzen nur noch vor dem fernseher ;-)
2006-06-27 - 03:38:37 - jtw

Mit der Einführung der Europäischen Datenschutzgrundverordnung schliesse ich die Kommentarfunktion dieses Blogs, weil ich einfach keinen Bock auf die Arbeit habe, die dabei entsteht. Wer sich bei mir melden möchte, meine Mailadresse steht im Impressum. Hier der unnötige Hinweis, dass ich natürlich durch die Zusendung einer E-Mail in den Besitz von personenbezogenen Daten gelange. Der restliche Kram steht dann bei mir im Datenschutz.