Mein Test - Braun Tassimo Kaffeeautomat
Update
Für alle, die nach einem aktuellen Test einer Bosch Tassimo suchen, ich habe einen Testbericht dazu online gestellt: Bosch Tassimo T40 mit Getränken.
Test Braun Tassimo
Immer mehr Menschen sind Singles und immer mehr Menschen sind bequem. Zeitgleich boomt das moderne Café. Damit man zu Hause ähnliche Freuden geniessen kann, die aber nicht mit 1000 Euro für einen echten Espressoautomaten bezahlt werden sollen, hat sich ein Sparte von Kaffeeautomaten entwickelt, die mit der gemeinen Kaffeemaschine nichts mehr gemein haben. Filtern ist out, wir brühen!
Das Segment wurde zweifelsohne von Philips mit der Senseo begründet und dieser Automat hat sich 5 Millionen Mal seitdem verkauft. Anfangs belächelt und als zu teuer verschrien, sind die Senseo und ihre Konkurrenten zu neuen Gelddruckmaschinen der Kaffeeindustrie geworden. Schliesslich war dies nötig, denn der Markt war gesättigt und man konnte nur noch durch Kanibalisierung wachsen.
Die Braun Tassimo gehört genau in dieses Segment und ich möchte mit diesem Artikel einen kleinen Testbericht beisteuern, damit die Qual der Wahl unter den Maschinen nicht so schwer ist. Ich bin eher zufällig zu meiner Tassimo gekommen, denn sie war ein Weihnachtsgeschenk meiner Eltern. Im Regelfall wissen sie nicht, was sie mir schenken können und zugleich stand bei mir in der Küche eine 9 Jahre alte Filtermaschine, die von mir kaum benutzt wurde und somit nur der Versorgung meiner Gäste diente. Ich denke, meine Eltern haben sich quasi auch selbst beschenkt.
Aussehen
Vergrö??ern
Wenn man Bilder der Tassimo sieht oder deren Packung in der Hand hat, dann erwartet man eine riesige Maschine, die die halbe Küche blockiert. Nach dem Auspacken, ist sie dann nur noch als süss zu bezeichnen. Sie ist nicht viel grösser als eine der herkömmlichen Filtermaschinen. Die Farbe ist auch ok, da schwarz wohl ausreichend neutral in jede Küche passt. Andere Farben sind mit bisher nicht über den Weg gelaufen.
Funktion
Die Tassimo nutzt sogenannte T-Discs (wenn wir die Marketingabteilungen nicht hätten) zur bequemen Zubereitung. Diese Discs enthalten den Filter sowie Kaffee bzw. Kakao und Tee. Von der Grösse sind Discs sehr handlich und sie lassen sich auch einfach in das Gerät einlegen. Keine Fummelei nötig, einfach Verschlusshebel hoch, Disc rein, genau einrasten lassen und Hebel runter. Ab dann beginnt die Maschine mit dem Aufheizen und eine knappe Minute später kann es losgehen.
Vergrö??ern
Abhängig von den Discs, die mit einem Barcode versehen sind, erfolgt das Aufheizen und Brühen. Die Maschine brummt und pumpt dabei lautstark, aber durchaus ertragbar. Man nennt sowas wohl Geräuschdesign.
Das Nachfüllen des Wassers ist einfach und geht ohne Anstrengungen. Auch der Wasserüberlauf vom Boiler ist einfach zu entleeren. Leider passen zu grosse Tassen und Macchiato Gläser nicht unter die Maschine. Normale Kaffeepöte gehen aber problemlos. Diese werden auch fast nie voll, ausgenommen bei Kaffee und Latte Macchiato. Bei Cappuccino wird die Tasse nur halbvoll.
Sorten und Geschmack
Beim Geschmack kommt es auf das Getränk selbst an. Ein pauschales Urteil ist nicht möglich. Der Latte Macchiato schmeckt ganz passabel, allerdings dürfte die gesüsste und leicht chemische Milch nicht jedermanns Sache sein. Das Gleiche gilt für den Cappuccino, wobei man beide Sorten wohl eher an der Menge des fertigen Getränks, als im Geschmack auseinanderhalten kann.
Vergrö??ern
Der Espresso selbst schmeckt gut, ebenso der pure Kaffee, wobei ich hier nicht die deutsche Jakobs-Krönung probiert habe, sondern mir aus den USA die Sorten Seattle's Best - Henry's Blend und Maxwell House - French Roast mitgebracht habe. Beide sind extrem stark und hauen einen am Morgen ordentlich durch die Decke. Maxwell House gehört wie Jakobs Krönung zu Kraft.
Die Kakao-Spezialität ist nett, wenn man mal etwas Warmes haben möchte, was nicht Kaffee ist. Da das Getränk mit Wasser gemacht wird und nicht mit Milch, schmeckt es etwas wässrig und wenig rund, aber trotzdem nicht schlecht.
Der Twinings Earl-Grey Tee schmeckt mir persönlich überhaupt nicht. Es ist schwer den Earl Grey zu erkennen und zudem ist der ganze Tee einfach nur bitter. Ich hoffe, dass hier vielleicht noch etwas Neues kommt, aber eventuell ist diese Art der Zubereitung auch einfach nicht für Tee geeignet. Ein Beutel und ein Wasserkocher sind hier für den bequemen Menschen zu bevorzugen.
Zubereitungszeiten
Es dauert wohl ca. 1-2 Minuten, bis man sein Getränk hat. Manchmal vergeht auch recht viel Zeit beim Aufheizen, dann muss man den Verschlusshebel nochmals kurz anheben, damit die Maschine sich den Brühwunsch wieder ins Gedächtnis ruft. Man darf aber nicht unerwähnt lassen, dass die gefühlte Zubereitungszeit irgendwie länger ist.
Milchkaffee und Cappuccino benötigen zwei Zyklen, denn es sind zwei Discs zu benutzen (Espresso und Milch). Man kann definitiv damit nur zwei Leute gut versorgen. Bei grösseren Gruppen riskiert man, dass das erste Getränk schon wieder kalt ist, bevor man die letzte Tasse produziert hat. Allenfalls der Standardkaffee kann hier mehr Leute versorgen, da dieser richtig heiss wird. Sehr angenehm übrigens ist, dass sich der Kaffeeduft in der ganzen Wohnung verbreitet.
??konomie
Ich denke, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob es für ihn lohnend ist, diese Art von Kaffee zu geniessen. Wer wie ich, nur zweimal pro Woche Kaffee zubereitet, der wird zu schätzen wissen, dass keine Kaffeepackung offen rumsteht und man auch mal die Sorten einfach variieren kann. Für Dauertrinker ist das System wohl zu teuer, denn leider gibt es die T-Discs natürlich nur von einem Hersteller. Braun hat sich ordentlich mit Patenten vor Nachahmern geschützt.
??kologie
Vergrö??ern
Dieses Gebiet dürfte wohl gerade jetzt, wo es um Kohlendioxid und den Resourcenbedarf jedes Einzelnen geht, schwer wiegen. Die 10er Packung T-Discs sind in dicker Metallfolie eingepackt. Die Disc selbst besteht aus einem Plasteteil, der sich schwer anfühlt und einer dicken Alufolie, die den Plastebecher abschliesst. Beides kann auch nach Benutzung nicht getrennt werden.
Braun würde gut daran tun, das System für alternative Anbieter zu öffnen. Nicht nur im Bezug auf Sorten, sondern vor allem mit Blick auf die Menge Abfall, die man produziert. Eine Senseo hinterlässt nur Kaffeesatz und gepresstes Filterpapier. Da dürfte sich ein Komposthaufen oder eine Deponie sehr darüber freuen. Eine Tassimo ist gleichzeitig eine Investition in ??l und Aluminium.
Die Maschine kann aber auch punkten, denn sie besitzt einen echten Netzschalter, so dass man das Gerät komplett vom Netz trennen kann. Sehr löblich.
Fazit
Wer guten Kaffee mag und sich selbst mit einem Macchiato-ähnlichem Getränk mal ablenken will, der dürfte gut mit der Braun Tassimo bedient sein.
Vergrö??ern
Dabei ist der Latte Macchiato eine nette Idee, aber kein Kaufargument. Hier kommen wohl heisse Milch aus der Mikrowelle und ein 5 Euro Quirlaufschäumer besser. Tee ist nicht zu empfehlen. Tee- und Kakaotrinker sind mit den konventionellen Zubereitungsarten besser bedient. Speziell der ökologische Fussabdruck der T-Discs wiegt schwer in der Abwägung, welches System es werden soll. Wer Rücksicht auf den Ressourcenbedarf seines Lebens nimmt, der sollte Abstand nehmen.
Angenehm ist, dass man sich aus anderen Ländern Tassimosorten zum Probieren mitbringen kann, weil das System nicht länderspezifisch geschlossen ist. Wenn es von andere Anbietern noch zusätzliche Sorten mit ggf. alternativen Materialkonzepten geben würde, dann könnte man wieder einen Pluspunkt zur Tassimo hinzufügen. Ich glaube, dass genau dieser Fakt der Senseo sehr hilft.
Als kleiner Hinweis an die Frauen sei gesagt, dass im Gegensatz zur Werbung doch voller Körpereinsatz erforderlich ist, denn die Männer werden nicht wegen des Kaffees kommen oder bleiben.
Alle hier erwähnten oder abgebildeten Marken und Namen sind selbstverständlich Eigentum der entsprechenden Unternehmen. Dieser Bericht ist absolut subjektiv und stellt keinerlei Kauf- oder Nichtkaufempfehlung dar.
Andreas (wat24)
Das ist ja einmal ein Ding. ;-)
Scherz beiseite, ein wirklich klasse
Test, da hat sich das Warten gelohnt.
Rene99
wiemi
Rene99
Schön, dass ich keine extreme Meinung habe. Jetzt gibt es neue Sachen, auch neue Tees... mal sehen, ob ich es riskiere.
Mike
Nur schade, dass ich keinen Kaffee trinke (wobei ich bis jetzt immer nur die Standart-Ploerre probiert hab und Espresso auch nur mal vor 15 Jahren abgehandelt hab), von daher waer so ein Kuechenschmuckstueck fuer mich irgendwie rausgeworfenes Geld... ;)
littleandy
mw
Christian
Da ich morgens ein Hei??getränk benötige, war ich stolz Sonntag morgens nun einen Latte trinken zu können. Vor allem einen mit sichtbaren verschiedenen Schichten, wie im Kaffeeshop halt :-)
Leider ist diese bei der Einrichtung schon kaputt gegangen :-(
tasskaff
big sister
peter
emmapaula
Rene99
Wenn Du einmal die Woche nen Latte willst, dann ist es wohl ok. Für den täglichen Kaffeedurst würde ich deutlich mehr investieren.
Chris_21
Roter-giftpilz
Rene99
norbert grommisch
da wird echt nicht kundenorientiert gearbeitet ...
Kaffeevollautomat
anja
der Milka schmeckt mir überhaupt nicht und auch der Waldfruchttee hat mich nicht überzeugt.
Der Latte M. schmeckt auch nicht sonderbar, ich habe mir für den Preis der Sachen wirklich mehr geschmack erhofft.
Sheitan
Hmm ich habe nun bereits meine 2... zwischenzeitlich hatte mein ex seine Senseo mitgebracht aber da war ich überhaupt nicht begeistert.
Also nach Trennung und Umzug habe ich mir direkt wieder eine Tassimo geholt..
mittlerweile wei?? ich wieder warum ich bei der ersten so geflucht habe.. der Kaffee und co ist zwar lecker aber man kann sagen die Maschine frisst einen auf vom Preis der Pads her.
Ich trink den Kaffee gerne auch den Latte und den Cappu.
Tee trinken die Kids gerne.. wobei es ja nun scheinbar den Pfefferminz nicht mehr gibt aber dafür Grünen Tee mit Minze.. der irgendwie keinem schmeckt.
Was den Kakao betrifft bei den ersten Tassen dachte ich auch iiiihhh was denn das da kann ich auch hei??es Wasser trinken.. aber scheinbar liegt es am alter der Pads wenn die nicht so alt sind oder lange offen sind dann schmeckt der Kakao auch.
Von dem Milka Kakao bin ich allerdings auch enttäuscht.
Habe das mal ein wenig getestet.. ein Pad normal Kakao und ein Milch Pad drauf uns schwups hat man den Milka lach.
Habe zwar nun Mittlerweile auch wieder eine Normale Kaffeemaschine wenn mal Gäste kommen aber ansonsten liebe ich mein Maschinchen... aber ich denke auch sie könnten ruhig mal was am Preis der Pads machen und den Markt für andere öffnen.
Mfg die Yvi
Bernd
LG Bernd
Thomas
Mit der Einführung der Europäischen Datenschutzgrundverordnung schliesse ich die Kommentarfunktion dieses Blogs, weil ich einfach keinen Bock auf die Arbeit habe, die dabei entsteht. Wer sich bei mir melden möchte, meine Mailadresse steht im Impressum. Hier der unnötige Hinweis, dass ich natürlich durch die Zusendung einer E-Mail in den Besitz von personenbezogenen Daten gelange. Der restliche Kram steht dann bei mir im Datenschutz.