Liebe Anna - Eine Antwort

Die Anna

Heute hat mir die Anna geschrieben. Das finde ich ganz lieb von der Anna und deswegen will ihr auch gleich antworten. Aber weil die Anna vergessen hat, ihre richtige Emailadresse anzugeben und ihre Telefonnummer der Bereicherung anderer Leute dient, muss ich der Anna halt hier antworten. Und da die Anna mir soviel geschrieben hat und ich nicht auf jede Zeile antworten kann, zeige ich hier nur die schönsten Sätze ihrer Email und meine Antwort an Anna darauf... Also Anna, jetzt geht es los.

Achja, damit jeder ganz einfach sieht, was aus der Email von Anna ist und was ich der Anna antworte, habe ich alle Sachen von der Anna mit schrägen Buchstaben geschrieben.

Finde ich super klasse das Du mir geschrieben hast,
Habe ich das wirklich? Ich bin wohl zu alt und schon sehr vergesslich.

Danke schön.
Mmm... gern geschehen.

Ich dachte schon meine Anzeige hört sich zu verzweifelt an. Ich bin nämlich nicht verzweifelt, denn ich habe einen super Job der mir Spaß bringt und ich habe auch ansonsten ein Leben das mir im großen und ganzen gut gefällt.
Das ist schön für Dich, Anna.

Nur fehlt mir leider noch der richtig Mann zu mein Glück.
Mir glücklicherweise nicht.

Ich war 2 Jahre in einer Beziehung, habe aber in dieser Beziehung eher zurückstecken müssen und das werde ich nicht mehr tun.
Ja, recht so. Straff aufstellen und zeigen was die Anna ist.

Ich dachte mir einfach ich versuche, dass mal über das Internet mit dem kennen lernen und ich hoffe, dass ich jemanden treffen kann.
Da komm doch raus aus den Spamboxen, denn da ist es duster, allerdings haben die Kerle dort alle besonders viel in Länge und Menge und auch sonst ist das Vergnügen im Spamfolder zu Hause.

Zu meinen Wünschen sei gesagt das ich einfach denke, dass mein Leben so wie es momentan ist noch nicht vollkommen ist.
Ups, da hatte ich doch glatt aufgehört, nach dem ersten Komma weiterzulesen... "Das Streben nach Vollkommenheit macht manchen Menschen vollkommen unerträglich."(Pearl S. Buck)

Ich wünsche mir ganz einfach einen Mann an meiner Seite der zu mir steht und mich so nimmt wie ich bin.
Ah... irgendwie scheint da ein Haken an der Geschichte zu sein, sozusagen mit der Katze im Sack dran.

Wenn Du also Lust hast mit mir in Kontakt zu treten dann kannst Du mich gerne gleich mal anrufen. Die Nummer ist die 0900ABZOCKE (1,86Eur/min.) Wenn Du da anrufst landest Du direkt bei mir zu Hause und musst nicht erst lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
Ach komm, Du besserst doch nur Dein Taschengeld damit auf. Worauf sparst Du? Reise? Auto? Haus? Oder doch eher für Rent-A-Man?

Ich habe mich für den ersten Kontakt, für diesen Weg entschieden, da ich einfach die Gewissheit haben möchte das Du es auch wirklich ernst meinst mit mir bevor ich Dir meine private Telefonnummer gebe.
Wenn ich mich mit dem Anruf verarmt habe, dann willst Du mich doch nicht mehr. Weiber! Immer nur dem Geld hinterher.

Es ist auch für mich nicht kostenlos das ganze.
Der Satz muss korrekt heissen: Es ist auch für mich nicht umsonst das ganze.

Würde mich wirklich total freuen wenn ich etwas von Dir hören würde und wir vielleicht ein treffen ausmachen können damit wir uns mal endlich näher kommen können.
Nun mal langsam Mädel... gleich beim ersten Treffen näherkommen? Nicht so hastig, alter Mann ist kein D-Zug und Viagra braucht Vorlauf.

Wie findest du das??? Ich meine es wirklich ehrlich mit dir und ich hoffe du meinst es genau so wie ich. Ich wünsche Dir einen Schönen Tag und hoffe auf eine schnelles Zeichen von Dir???
Finde ich nicht gut, glaube ich nicht, wünsche ich auch und hier ist das Zeichen: ..|..

Liebe Grüße Anna
Grüsse zurück.

P.S. Im Anhang habe ich Dir Fotos von mir mitgeschickt. Ich hoffe das ich wenigstens etwas Dein Geschmack bin, aber man sollte nicht allzu sehr nach dem Aussehen gehen, oder?
Sex sells und wehe der Busen ist nicht echt!

Meldest Du Dich bald?
Nö!

So liebe Anna, ich hoffe, Dir gefällt meine Antwort und ich wünsche Dir noch viel Spass bei der Abzocke. Und wenn Du Deine Einnahmen auch schön versteuerst, dann haben wir alle etwas davon. Sei lieb gegrüsst, Dein Peter... äh... Rene

Kolumne - 2006-05-04, 04:38:11 - 8 Kommentare

Prellte Strassburg das EU-Parlament um Millionen?

Da kam doch gestern in den Nachrichten, dass angeblich Strassburg die EU um Millionen bei der Miete für die Gebäude der EU in der Stadt beschissen hat. Ich meine, wer bescheisst nicht die EU bzw. von wem lässt sich die EU nicht bescheissen?

Bauern bescheissen mit Milch, Oliven und Boden. Butter und Zucker werden aus- und wieder eingeführt, um Subventionen zu ergaunern, Mehrwertsteuer wird in Ringgeschäften erschwindelt und neue Fabriken werden zu Traumförderungen in den neuen EU-Ländern errichtet, um gleich darauf die alte Fabrik zu schliessen und sich noch den sozialverträglichen Abbau stützen zu lassen.

Von dem Beschiss in Strassburg hat die EU doch wenigstens noch etwas. Schliesslich soll Strassburg nicht die schlechteste Stadt sein und das EU-Parlament ist definitiv noch nicht so runtergekommen, wie der UNO-Hauptsitz in New York.

Eigentlich müsste man Strassburg beglückwünschen, dass die Stadt es 25 Jahre geschafft hat, unentdeckt an das Geld zu kommen. Nun sollte die Stadt ein Buch herausbringen: "The EU Code". Sie würde darin alle Tricks beschreiben, wie man an Geld kommt, was eigentlich keiner hat. Danach lässt verkauft man die Filmrechte an Hollywood und lässt es unter dem Titel "The UN-Code" verfilmen. Dabei stehen natürlich schmutzige machtgeile Grosskonzerne am Pranger, die die UNO ausnehmen und sich im Irak und anderen Krisenherden ihre Arbeit teuer bezahlen lassen. Alles rein fiktiv natürlich...

Einzig der deutsche Staat hat es bisher nicht hinbekommen, die EU ausreichend zu bescheissen. Ansonsten würden wir mehr Rausbekommen, als Einzahlen.

Mal so am Rande: Ja, ich boykottiere das ß in meinem Weblog, denn als Informatiker halte ich das Zeichen für recht sinnlos. Es geht auch prima mit einem ss . Wenigstens kann man so nicht soviel falsch machen im Sinne der Rechtschreibung, man muss halt nur konsequent sein. Ich wollte ja schon das ß aus meine Tastatur brechen, nur dummerweise liegt noch der \ und das ? mit drauf und auf diese Zeichen kann man schlecht verzichten... Ok, dem normalen Bürger rennt das \ nicht besonders oft über den Weg, aber mir.

Kolumne - 2006-04-27, 00:41:56 - 2 Kommentare

Risiko Bürokratieabbau

Paper

Unsere Regierung möchte sich um den Bürokratieabbau kümmern und ich frage mich, was das eigentlich soll. Mal davon abgesehen, dass jede bisherige Regierung sich um den Bürokratieabbau bemüht hat, ist doch die Bürokratie der einzige zuverlässige Arbeitgeber in Deutschland.

An einigen Universitäten gibt es mittlerweile Studiengänge zur Erlangung eines Grundverständnisses der Bürokratie. Bücher wie: "Bürokratie leicht gemacht", "Anträge, Durchschläge und Ablehnungen für Dummies" und "Bürokratie, der heimliche Exportschlager Deutschlands" sind zu Bestsellern geworden und stehen als Pflichtlektüre in allen Büros der öffentlichen Hand.

Hätten wir plötzlich nur 25% weniger Bürokratie, dann stünden plötzlich eine Million Menschen auf der Strasse. Jobs wie Stempelkissenbefeuchter, Durchschlagseinleger, Antragsablehner, aber auch Hochschulabschlüsse wie der Diplom-Verklausulierer oder der Diplom-Bürokrat wären auf einmal nutzlos und quasi über Nacht ausgestorben. Wohin mit den vielen Leuten, die einfach nur überqualifiziert sind? Prototypische Umschulversuche zu Reisebüro-Fachkräften sind gescheitert: "Hiermit müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir ihrem Reiseantrag für Dominikanische Rebublik zu einem unschlagbaren Preis von 299 EUR nicht stattgeben können.", auch vermeintlich einfache Jobs wie Caféhausfachkraft: "Ihrer Kaffeesucht können wir nicht entsprechen." oder selbst Kassierer im Supermarkt: "Geldscheine und Münzen nehmen wir nur ordnungsgemäss bandagiert oder gerollt entgegen." bieten keine wirklichen Alternativen.

Auf der letzten Kabinettssitzung vor Beantragung der Kaffeepause hatte Franz Müntefering in einer Laune eine durchaus interessante Idee geäussert. "Warum vermieten wir diese Kräfte nicht einfach nach China? Schliesslich hat niemand sonst soviel Erfahrung mit der Ausbremsung des Wirtschaftswachstums."
Leider hat man der chinesischen Regierung diese Idee in fünffacher Ausfertigung zugeschickt, aber das Originalblatt mit der Aufschrift "Für den Empfänger" irrtümlich in Berlin abgeheftet. Damit sahen sich die Chinesen ausserstande, diese Anfrage zu beantworten. Es war ein Versuch?!

Photo by e-magic under CC-BY-ND-2.0

Kolumne - 2006-03-22, 07:12:00 - 1 Kommentar

Saison-Kurzarbeitergeld

Geld

Die Regierung hat jetzt die Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes beschlossen, d.h. wenn es im Winter schlechtes Wetter gibt, dann bekommen die Bauarbeiter 60-67% des Bruttolohnes als Ausfallgeld. Mir geht das Konzept allerdings irgendwie nicht weit genug.

Zuerst betrachten wir doch einfach mal das Konzept des Langarbeitergeldes als logische Fortführung. Es würde also jeder Geld vom Staat bekommen, der zu lange arbeitet. Damit könnte man diesen Personen ermöglichen, einfach mal Nein zu sagen und früher nach Hause zu gehen.

Noch weiter geht das Konzept des Verzögerungsarbeitsgeldes. Hier können Informatiker die wichtigsten 10 Webseiten für ihre Arbeit überwachen lassen und wenn diese nicht innerhalb von einer Sekunde geladen werden, dann gibt es für die lange Wartezeit eine Unterstützung vom Staat. Alternativ kann auch einfach eine Pauschalunterstützung von Schmallbandanschlüssen bezogen werden, d.h. Haushalte und Büros mit Internet über Analog- oder ISDN-Anschluss bekommen 12 EUR pro Onlinestunde vom Staat überwiesen, da sie ja in der Zeit des Wartens auf Webseiten keiner anderen Tätigkeit nachgehen konnten. Nicht viel, aber immerhin ein Anfang.

In einem ersten Entwurf wurde übrigens darüber nachgedacht, diese 12 EUR den verantwortlichen Webdesignern direkt als Breitbandbedarfsverursachersteuer abzuziehen. Schnell fiel aber auf, dass die meisten Webdesigner dann über ein negatives Einkommen verfügen würden und damit die Künstlersozialkasse vor dem Ruine gestanden hätte.

Photo by Remko van Dokkum under CC-BY-2.0

Kolumne - 2006-03-20, 07:05:00 - Noch keine Kommentare

Geheime deutsche Waffenforschung aufgedeckt - Projekt Schwerfisch

Schwerfisch-Details in der Tageszeitung Die Welt

Durch einen Fehler ist ein geheimes Waffenforschungsprojekt Deutschlands fast völlig unbemerkt am Freitag, dem 2005-04-15 ans Licht gekommen. Die Tageszeitung Die Welt hat in einem Artikel über Bestands erhaltende Fischerei versehentlich geheime Details zu Forschungsprogramm Schwerfisch enthüllt.

Zitat: "... die US-Firma, von der Iglo eine Mio. Tonnen Fisch für jährlich 30000 Fischstäbchen-Packungen bekommt, ..."

Was für den Laien wie ein Druckfehler aussieht, ist für den Experten mehr als brisant. Lange haben deutsche Wissenschaftler an ultradichtem Fisch, dem sogenannten Schwerfisch, gearbeitet. Nun scheint es endlich gelungen zu sein, mehr als 33 Tonnen Fisch auf die Größe einer handelsüblichen Packung Iglo-Fischstäbchen zu bringen.

Aber wie wird Schwerfisch angewendet und was macht ihn zur Waffe? Es mag sich zunächst ungewöhntlich anhören, aber Schwerfisch schaltet den Gegner schon während der Nahrungsaufnahme aus. Da Schwerfisch extrem dichter Fisch ist, hat man nach einem Fischstäbchen schon mehr Kalorien zu sich genommen, als regulär in mehreren Monaten normaler Speisenaufnahme. Durch die hohe Dichte liegt der Fisch extrem schwer im Magen und erschwert das Fortkommen wie auch die Verdauung. In Folge dessen steigt der Konsum von Abführmitteln und Magenbittern sprunghaft an. Damit ist der Gegner durch Rausch und Durchfall lahmgelegt und die eigenen Truppen können ohne Feuergefecht einmarschieren.

Es bleiben fast keine Schäden zurück, sobald der Fisch verdaut oder ausgeschieden ist. Deswegen ist Schwerfisch als Non-Lethal Weapon eingestuft, d.h. die Anwendung ist in den meisten Fällen nicht tödlich.

Eine zweite Anwendung von Schwerfisch ist der Abwurf als Bombe. Durch seine hohe Dichte durchschlägt er auch dickste Mauern und erlaubt so den Bodentruppen die Eroberung auch großer Bunkeranlagen. Da Schwerfisch rein biologisch ist, hinterlässt er, außer leichtem Verwesungsgeruch, keine Spuren nach seinem Einsatz. Problematisch ist nur der Transport. So kann zum Beispiel ein C-5 Galaxy Transporter der US-Luftwaffe nur vier Fischstäbchenpackungen auf einmal transportieren.

Deutschland unterliegt strengen Restriktionen im Export von Rüstungsgütern. Durch das Programm Schwerfisch könnten diese Restriktionen ohne Probleme umgangen werden und lassen sich zusätzlich noch humanitär tarnen. Die Firma Iglo diversifiziert durch die Teilnahme am Projekt Schwerfisch ihr Produktportfolio und verringert damit ihre Abhängigkeit vom margenschwachen Tiefkühlkostbereich. In den nächsten Jahren dürften die Gewinne explodieren, denn an Rüstungsgüterproduktion lässt sich noch ordentlich was verdienen.

Der US-Fischlieferant und auch die Firma Iglo verweigern jeden Kommentar. Aus gut unterrichteten Regierungskreisen ist jedoch zu erfahren, dass der Bundeskanzler große Erwartungen an das Projekt hat und sich dadurch einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung erhofft. Der Kanzler war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Es gibt bereits Folgeprojekte in anderen Ländern. Das Projekt HeavyPizza adressiert den Umstand, dass nicht alle Menschen Fisch mögen und essen. So lassen sich dann durch zwei verschiedene Tiefkühlgerichte fast 100% des Personals der gegnerischen Truppen erreichen. Problematisch ist nur die Adressierung von Gegnern aus nicht-westlichen Kulturen, aber dafür bereitet die chinesische Armee gerade das Programm SamDongNai vor. Auf Deutsch heisst es soviel wie Dicker Reis.

Kolumne - 2005-04-18, 08:11:36 - 11 Kommentare
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