Verzwickt

Da rechnet doch das russische Militär damit, dass die USA irgendwann morgen Russland wegen allerlei Gründen angreifen werden. Dumm ist nur, dass wir durch die aktuellen Entwicklungen es nicht mitbekommen werden... Sat.1 hat die Nachrichten ja abgeschafft. Bekanntlich machen die Öffentlichen auch alles früher oder später nach... dann bleiben nur noch Blogs als Nachrichtenquelle... dezentrale Informationsversorgung sozusagen.

Kolumne - 2007-07-18, 01:28:22 - Noch keine Kommentare

Männerlogik oder die Macht der Medien

Ich sitze im Panera Bread zum sonntäglichen Spätmittagsfrühstücksurfsitzungsdings. Diesmal habe ich mich weiter hinten in die Gangsektion gesetzt. So müssen alle Besucher der Mall an mir vorbei und ich kann glotzen. Dazu sitzt man doch schliesslich in einem Cafe, oder?

Traditionell habe ich Bagel, Coffee Latte und einen All Natural Muffin auf dem Tablett und verspeise gerade alle Dinge genüsslich. Von meinem Platz aus schaue ich auf den Gang und eine Reihe von kleinen Zweisitzertischen. Vor wenigen Minuten hat sich eine Frau mit ihrem Salat an einen Tisch in Sichtweite gesetzt. Sie hat allerdings den Halbrücken-Nichtdirektsichtmodus gewählt. Wir können uns also nicht direkt ansehen, ohne dass sie es will, aber ich muss sie die ganze Zeit ansehen, auch wenn ich es nicht will.

Männer deuten ja gern viel in die Gesten der Frauen rein bzw. im richtigen Moment tun sie es nicht. Aber das ist eine andere Geschichte und gehört leider hier nicht her. Jedenfalls bilde ich mir ein, dass sie eigentlich gern... zumindest unterschwellig Interesse an einer Konversation und ggf. weiterführenden Tätigkeiten hat. Sie dreht sich jedenfalls immer mal leicht um, schielt rüber und wirft die Haare zurück bzw. legt die Haare so um, dass man(n) ihren nackten Hals angeboten bekommt. Laut den gängigen Büchern und Fernsehshows heisst das doch: "Nimm mich, beiss mich, ich bin wehrlos."

Ich habe dann doch darauf verzichtet, denn sie trägt Flip-Flops ;) Ihr wisst doch, dass ich da Vorbehalte hege und pflege. Männer in kurzen Hosen dulde ich ja auch nicht in Restaurants und Supermärkten.

Kolumne - 2007-07-15, 18:01:05 - 5 Kommentare

Mal wieder im Starbucks

Auch wenn man auf dem Treo 650 Bild nix erkennt, es ist ein Starbucks und sogar ein recht nettes.

Heute sitze ich mitten in einem Starbucks in Somerville. Diese Stadt liegt nördlich von Boston und neben Cambridge. Ein Kollege muss einen Amtsgang erledigen und ich habe mich als Fahrer angeboten. Wir haben alles gut gefunden und jetzt darf ich mich entspannen, während er sich mit den Behörden ärgert.

Ich erinnere mich, dass ich hier schon einmal war. Um die Ecke gibt es ein Restaurant, das riesige Fleischportionen macht. War echt lecker. Leider ist das schon lange her. Auch war ich wenige Meter von hier bereits einmal im Kabarett. Dort fand meine erste Begegnung mit dem Wort Douche Bag statt.

Jetzt erfreue ich mich erstmal an der leisen Dudelcafehausmusik, meinem Coffee Latte, einem Stück Marmorkuchen (Marble Loaf Cake) und einem Erdbeer-Bananen Joghurt. Rund um mich herum sitzen jede Menge junge Menschen und lesen, tippeln auf ihrem Notebook herum oder unterhalten sich angeregt. Man merkt, dass die Tufts-University nur wenige Blocks entfernt ist. Draussen rannte gerade eine junge Frau mit ihrem Hund, einem Knautschboxer, vorbei. Gottseidank hat Frauchen sich ihrem Hund noch nicht im Aussehen angenähert, so wie es oft passiert.

Es gibt hier schöne Sessel, Sofas und kleine Tische. Am Fenster sitzen zwei hübsche Frauen und schwatzen miteinander. Der Dude rechts von mir, hat gerade mit einem Nieser sein Notebookdisplay eingesaut. Leider kann ich die Kasse nicht sehen und die Leute, die sich dort einen Kaffee holen. Sowas beobachte ich gern. Wireless gibt es leider nur gegen Entgelt. Aber man muss ja nicht immer online sein. Das erinnert mich gerade daran, wie angenehm die sieben Tage Zivilisationsoffline in Finnland waren. Sowas muss ich unbedingt nächstes Jahr wieder machen. Mal sehen, wer noch Lust hat. Diesmal könnte man sich an einem schwedischen See niederlassen.

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Kolumne - 2007-07-13, 04:45:18 - 5 Kommentare

Betreff: Zusendung von Informationsmaterial per Email

Spam zum Langmachen

Sehr geehrte Damen(?) und Herren Emailinformationszusender,

Vielen Dank für die Zustellung Ihres täglichen Informationsmaterials. Ich weiss Ihren Aufwand zu schätzen und habe extra zwei Computerprogramme im Einsatz, die mir alle Informationen vorsortieren.

Besonders weiss ich die wachsende Menge an Angeboten zu schätzen, in denen Damen um meine Gesellschaft bitten. Natürlich sind die damit verbundenen beiderseitigen Serviceangebote nicht zu unterschätzen. Leider sortieren meine Computer"agenten" diese Informationen noch nicht als besonders wichtig ein, so dass ich oft mühevoll manuell nacharbeiten muss.

Es freut mich ausdrücklich, dass immer mehr Informationsendungen ausführliches Bildmaterial beinhalten. Sehr interessant sind dabei die visuellen Präsentationen der weiblichen Vorzüge der gesellschaftssuchenden Damen. Ich würde mich allerdings sehr freuen, wenn sie davon Abstand nehmen könnten, mir Bilder von Damen mit Metallteilen zuzusenden. Dabei spielt es keine Rolle, wie und wo diese an der Dame angebracht sind. Es ist mir zuviel Fummelei diese Teile vor dem Ritual zu entfernen bzw. wichtige Zonen dahinter suchen zu müssen.

Auch stösst bei mir die hohe Menge an handgearbeiteten Kunstwerken auf den fraulichen Oberflächen auf nur mässige Begeisterung. Eine gemässigte Anzahl von kleineren Werken an nicht direkt einsehbaren Stellen würde ich als Kompromiss durchaus akzeptieren. Natürlich ist mir bekannt, dass es immer schwerer wird, unbeschädigtes Material zu finden. Aus diesem Grund weiss ich Ihre damit verbundenen Mühen besonders zu schätzen.

Ausdrücklich begrüsse ich den Trend zu Informationspaketen. Diese Pakete enthalten in der Regel das Angebot einer bedürftigen Frau, sowie gleichzeitig einen Satz von medizinisch wirksamen Werkzeugen zur Vergrößerung meines primären Geschlechtsorgans bzw. zur Verbesserung des Zustandsübergangs von wabbelig nach weniger tofuartig. Durch Gespräche mit meinen Freunden weiss ich, dass die Beigabe eines einfache Schmerzmittels, z.B. Aspirin, die Kombination der Paketbestandteile erst willig... möglich macht. Ich denke, dies sollte ohne Zusatzkosten möglich sein.

Nochmals vielen Dank für Ihre Angebote und die damit verbundenen Arbeitsaufwände auf meiner Seite. Ich freue mich auf weiteres interessantes Material. Ich werde mich jetzt mit drei Tabletten, einem Magneten, zwei Damen und einer Zange zur Entfernung der Metallteile zurückziehen.

Hochachtungsvoll,
Ein Stammkunde

Kolumne - 2007-07-03, 00:46:18 - 4 Kommentare

Heute mal Starbucks

Starbucks an Route 3

Es ist Sonntag und ich sitze in einem Starbucks Cafe. Draussen sind es ca. 25 Grad und die Sonne brennt. Auf meinem Tisch steht... stand zumindest für den Kuchen... ein Apple Coffee Cake und ein Coffee Latte Grande. Der Kuchen war klein, aber lecker. Wieder ein Gramm für den Schwimmring.

Hinter der Kasse steht heute eine junge Dame mit Latinoeinschlag. Grosse Augen und blendend weisse Zähne, aber mit einem gewissen Flunsch um die Mundwinkel. Naja, niemand kann was für seine Gene, zumindest noch nicht. In etwas entfernter Zukunft wird sich das bestimmt ändern. Dann kann man sich jederzeit upgraden lassen. Nur die Umrüstungen kurz vor dem Bewerbungsgespräch sollte man bleiben lassen, sonst ist man in seinen neuen Eigenschaften noch nicht ausreichend trainiert.

Die Chefin der Filiale sitzt vor einer schwarzen Tafel und bemalt sie mit bunten Stiften. Wer schon mal in einem Starbucks war, kann sich bestimmt an die Sonderaktionsschilder erinnern, die immer sehr charmant improvisiert aussehen. Aber wie ich gerade sehe, sind sie nicht improvisiert, sondern nur handgemalt. Sie malt von einem Handbuch ab. Starbucks hat wohl das Design vorgegeben und man soll es nur "spontan" aussehen lassen. Warum lässt man dann die Tafel nicht in China für 2 Dollar das Stück handmalen? Sonst kommt doch auch alles von dort.

Dieser Starbucks liegt sehr günstig vor einem Wholefoods. Diese Supermarktkette verkauft nur gesunde und Bio-Sachen. Deshalb sind die Leute, die hier reinschneien, wohl auch anders als die Besucher der anderen Filialen. Bisher waren alle Frauen recht normal in ihrer Ausmassen. Man sieht oft sehr schön, wenn man in den Ketten sitzt, egal ob Kaffee oder Essen, dass der Besuchertyp stark schwankt. Daran sieht man auch, welche Leute in der Umgebung wohnen oder in die Nachbarschaft zum Einkaufen fahren. Ich werde dann auch gleich in Wholefoods reinhuschen und schauen, ob es guten Joghurt gibt.

Gestern war ich unterwegs in Vermont und New Hampshire. Die Tour hat mich durch das Pioneer Valley und zum Schluss durch den Süden der White Mountains geführt. Leider hatte ich mich nicht auf Übernachten eingestellt, entgegen erster Planungen, so dass ich dann noch nach Boston zurückgefahren bin. Heute stand ich zum Ausgleich vor Zelten und Schlafsäcken im Outdoorladen. Ich habe lange überlegt, aber allein macht sowas glaube ich recht wenig Spass. Mal sehen, ob oder ob nicht.

Heute früh habe ich recht lange geschlafen (10:30), weil ich am Vorabend einfach nicht einschlafen konnte (2:00). Das passiert mir häufig hier in den USA, dass der Abend einfach nicht enden will. Keine Ahnung warum. Eigentlich sollte man zeitig ins Bett fallen durch die Zeitverschiebung. Irgendwie bin ich mental noch einige Stunden weiter gereist...

Wholefoods Zwiebeln

Gerade fällt mir auf, dass hier ein Bild des "Kunden des Monats" hängt. Sowas sehe ich zum ersten Mal, sonst ist es doch immer nur der "Angestellte des Monats". Wie wird man sowas? Zufall oder werden hier Stammkunden besonders gewürdigt? Jedenfalls scheinen viele Leute hier Stammkunden zu sein, denn die Angestellten und die Kunden reden sich mit Vornamen an. Schade, dass der Starbucks soweit weg ist, sonst würde ich mich bestimmt schnell qualifizieren.

Was kann ich Euch denn noch Schönes schreiben? Der Rest des Tages ist für mich recht ungeplant. Ich denke noch darüber nach, ob ich nicht den Versuch der Bildershow mit Ajax von gestern Nacht beende. Der erste Ansatz ging schief. Irgendwie stimmte die Position nicht, so dass die Bilder immer nur halb zu sehen waren. Ich versuche es einfach nochmal... mehr Wissen kann nie schaden. Eventuell kompensiere ich den Frust noch mit einer Abendwanderung, so dass ich meinen A... heute noch bewege.

Gerade beginnt die Schichtübergabe bei Starbucks. Das Trinkgeld wird gezählt, das Gebäck wird gezählt, jede Menge Flaschen werden nachgefüllt und neue Angestellte tauchen auf.

Es ist eine Diskussion über die Malerei der Chefin auf die schwarze Tafel entbrand. Man ist sich einig, dass die Grafik toll ist, aber die Schrift funktioniert nicht. Es muss "Raspberry Mocha Frappuccino" heissen und sie hat nur "Mocha Frappuccino" hinbekommen, weil sie zu gross geschrieben hat. Nun hat sie es wieder weggewischt.

So, mein Mitteilungsbedürfnis ist erstmal gestillt, zudem ist der Kaffee auch alle und ich mag keinen weiteren reinschütten, erst recht nicht ein Kaltgetränk. Da ist noch mehr Schwimmring drin... stöhn.

Eben ist eine Familie reingestürmt. Zwei Kinder, zwei Mädchen. Die Kleinste stürzte gezielt ans Regal mit den Getränken. Hat sich eine Tüte mit Schokomilch gegrapscht und die Mama mit dem "Kauf es mir oder ich brülle den Laden zusammen"-Gesicht angesehen. Sie hat es nicht bekommen und gleichzeitig aber den Brüllteil weggelassen. Auch Kinder können schon zocken. Schön finde ich übrigens, wenn die Mädchen der Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten sind. Ob mir das auch mal passiert? Hatte ich schon erwähnt, dass die Mama durchaus angenehm anzuschauen ist. Jetzt merke ich gerade, dass das andere Mädchen und der Mann überhaupt nicht dazu gehören... denn sie haben sich woanders hingesetzt. So kann man sich irren.

P.S. Die Erwähnung des Firmennames Starbucks hat mir natürlich Gratiskaffee für 10 Jahre eingebracht und von Wholefoods habe ich einen Einkaufsgutschein über 100.000 Dollar bekommen.

Kolumne - 2007-06-24, 22:06:10 - 3 Kommentare

Märchen Klimawandel

Gerade läuft auf RTL die Gegenversion zur Klimawandel durch Kohlendioxid-Story. Man mag insgesamt denken was man will, aber das RTL-Ding wirkt nur wie eine der üblichen Konspirationsgeschichten-Shows. Fazit der Sendung: Man will uns verdummen, die bösen Konzerne, geheime Hintermänner wollen die Welt steuern, alles ist so schlecht.

Aber die Sendung ist nur der Aufhänger für meine nächsten hingeworfenen Sätze, denn man mag von all diesen Geschichten halten was man will, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Fakt ist, wir leben über unsere Verhältnisse.

Es ist eigentlich egal, ob wir das Klima ändern oder einfach mal wieder die Natur friert und die Temperatur anpasst, denn wir plündern die Ressourcen unserer Welt schamlos aus. Wälder verschwinden, das Meer wird leer gefischt, Öl wird verbrannt, als würde es sich magisch selbst nachfüllen, Tierarten gehen drauf, weil ihr Lebensraum verschwindet, unsere Schrottautos wandern nach Afrika und verrotten dort nach weiteren Jahren der Nutzung ohne Kat und Ölrecycling, Gifte und Abfälle türmen sich meterhoch und was wir nicht brauchen, werfen wir den Ärmeren als Rohstoff zu und fühlen uns gut dabei.

Wir lassen unseren Enkeln nichts übrig und verlagern die Probleme auf sie. "Seht doch zu, wie ihr klar kommt. In 50 Jahren sind die Technologien bestimmt besser und ihr könnt unseren Müll super wieder benutzen."

Die Menschheit wird fett und das nicht nur körperlich, weil sie mehr nimmt als sie braucht und nichts zurückgibt.

Sorry, ich bin gerade wieder in meiner Zukunftsdepressionsphase. Eventuell wird ja doch ein Buch oder Roman daraus...

Kolumne - 2007-06-11, 23:48:09 - 3 Kommentare

Endlich wieder Kalter Krieg

Nukleare Explosion

Photo Wikipedia

Bald haben wir wieder einen zweiten Kalten Krieg und damit wird wieder alles besser.

Klare Feindbilder, weniger Billigramsch aus dem Asien/Osten- weil wir wieder Feinde sind, wieder richtige böse Buben im Film, weniger Beschäftigung mit Nebenthemen wie Klimawandel, mehr Arbeitsplätze in Armee und Rüstung und wieder richtig fette Forschungsbudgets für geiles gemeines Zeug. Und Spion sein ist auch wieder in...

Putin und Bush - ich liebe Euch. Nicht funktionierende Raketenabwehr auf der einen und klare Vergeltung für nichts auf der anderen Seite. Eine binäre Welt ist doch viel übersichtlicher. Gut und böse. Ja oder Nein. Frau oder Mann.

Ich bin schon mal im Supermarkt und hole mir Kerzen und Konserven. Solarzellen sind ja wegen des atomaren Winters eher sinnlos, also noch viele Wegwerfbatterien und einen Benzingenerator kaufen. Einen möglichst robusten, der auch mal mit Wodka läuft.

Wir sehen uns im Keller... bis dann.

Kolumne - 2007-06-04, 23:57:28 - 6 Kommentare

Unsortiertes aus dem Café

Cafe

Faszinierend, die beiden Frauen am Fenster sahen fast gleich aus, obwohl sie definitiv nicht zusammengehörten. Zwillinge, bei der Geburt getrennt, dachte ich nur.

Das Coffee Culture war heute richtig voll. Naja, es war Samstag und alle Welt ging shoppen. An der Kasse standen immer mindestens drei Kunden an, einer wurde bedient, einer wartete und einer Dritter erwartete seine Bestellung. Das musste Boom sein. Die beiden Barista kamen kaum nach, was wohl auch an der gewissen Unerfahrenheit lag. Die eine junge Dame schien Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis zu haben. Nach meiner Bestellung "Milchkaffee fettarm", hatte sie mich doch glatt noch zweimal gefragt, ob ich die Milch fettarm oder vollfett haben wollte.

Neben mir sass eine glückliche Familie. Papa und Mama hatten die ganze Zeit überhaupt nicht miteinander geredet und die Tochter hing so rum und war gelangweilt. Sie wurde in keines, der nicht geführten Gespräche einbezogen. So musste die perfekte Welt sein, man verstand sich blind :)

Die Kaffeemühle und der Mixer gehörten schon aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen verboten. Als Kunde konnte man sich schon kaum unterhalten, wenn die Geräte liefen, aber als Angestellter musste es die Hölle sein. Aber der Kaffee und der Cupcake schmeckten. Morgens hatte ich gern eins der Baguettes, denn die sie waren extrem lecker und schmeckten immer sehr frisch.

Meine Herren, Leute gibt es. Da holte sich doch glatt einer die Thermoskanne mit der Kaffeesahne, öffnete sie und roch rein. Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die jetzt Syphilis bekommen, nur weil sie sowas sehen, mir reicht auch sauber statt rein, aber eigentlich gehört sich sowas nicht.

Mir fiel plötzlich wieder Mittermeiers erste Show ein: "Schon mal gemerkt? Frauen gehen immer zu zweit irgendwohin. Eine ist hübsch und die andere potthässlich." Diese Beobachtung machte ich auch gerade. Die eine war klein, die andere gross, die eine war dick, die andere dünn. Die eine war sexy, die andere eine Ökoschlampe. Die eine war introvertiert, die andere total extro. Die eine hatte kleine B... Augen, die andere riesige. Warum kontrastierten Frauen sich immer gegenseitig? Als Mann war man(n) wohl am besten beraten, wenn man sich eine Einzelgängerin nahm. Die konnte wenigstens selbstständig entscheiden und neigte nicht zur Clusterung mit anderen Geschlechtsgenossinnen.

Nun sass ich schon wieder im Cafe und schaute auf meinen Monitor, um die wichtigsten Themen meiner Konzeption entwickelt zu bekommen. Aus mir nicht begreifbaren Gründen, konnte ich in einer normalen Büroumgebung nicht grosse Texte und Dokumente schreiben. Ich schien die indirekte Ablenkung zu benötigen.

Gerade starrte ich vier dicken Frauenhintern hinterher, aber weniger aus Faszination, denn aus Unbegreifbarkeit. Sollte die "Deutschland ist fett" Studie doch recht gehabt haben? An meine Boston-Sichtungen kam aber bisher nichts und niemand heran. Die beiden Puppen, die gerade rein kamen, standen im totalen Gegensatz zu den Kugeln zuvor. Den beiden Mädels würde ich nie die Hand geben, weil ich Angst hätte, sie dabei kaputt zu machen.

Ich mag das Coffee Culture ja, aber irgendwie war die Kommandoführerin gewöhnungsbedürftig. Sie war einfach zu laut. Ich fand es doof, dass das ganze Café die Anweisungen an ihre Angestellten mithören konnte. Was interessiert mich denn, wieviel Karamellsosse beim nächsten Mal bestellt werden sollte? Und das Wort Scheisse wirft man erst recht nicht in den Raum, so dass sich jeder Kunde daran ergötzen konnte.

Es wird endlich Zeit, dass die Königin und meine beste Freundin zusammen ein Café eröffnen. Ich freue mich schon ungemein.

Übrigens würde ich gern nochmal Student sein, denn zu meiner Zeit gab es keine coolen Cafes, in dem man cool abhängen und lernen konnte. Auch gab es keine bezahlbaren Notebooks, um sich örtlich ungebunden mit seiner Arbeit zu beschäftigen. Auch konnten wir noch nicht ungehemmt das Internet nach Wissen plündern. Ich hatte echt noch Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen ;)

Kolumne - 2007-05-22, 17:09:00 - 8 Kommentare

Live vom Balkon

Kleiber

So, heute gibt es mal keinen Bericht aus einem Café oder Buchladen. Nein, heute blogge ich live vom Balkon und zwar meinem.

Vor mir springt gerade ein Kleiber in seine Nisthöhle und füttert die Jungen, ca. 4 Meter entfernt. Links von mir steht eine Kastanie mit herrlichen Kerzen und jede Menge Blaumeisen turnen übermütig durch die Äste und lassen sich dabei von Ebene zu Ebene fallen. Eine Ringeltaube setzt sich auf den Mobilfunkmast auf dem Haus gegenüber. Die Idylle wird nur durch die B7 gestört, deren Autos recht laut sind. Zeitgleich fachsimpeln zwei biersellige Zeitgenossen am Supermarkt gegenüber über das Elend der Welt.

Hoch über mir kreisen Schwalben. Wie sagte die Bauernweisheit? Wenn die Schwalben am Abend hoch fliegen, dann gibt es am nächsten Tag gutes Wetter. Momentan können die Schwalben nicht falsch liegen, wir hatten bisher in den letzten Wochen fast jeden Tag gutes Wetter.

Mond

Diesel kostet an der Tankstelle schräg gegenüber 1,15 Euro pro Liter und ist damit immer noch billiger als viele Wässer im Supermarkt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass da 70% Steuern im Preis drin sind und das Wasser im Supermarkt nur mit 7% besteuert wird. Da habe ich doch mal das Gefühl, dass eigentlich die Wasserindustrie der wahre Abzocker ist und mehr als satte Gewinne einfahren dürfte. Gerade mit dem Blick auf das günstige Wasser bei den Discountern, auch wenn die Jungs davor lieber billiges Bier beim Quatschen trinken. Schmeckendes Wasser kostet nur 19 Cent pro 1,5 Liter, also warum ist anderes Wasser so teuer?

Genüsslich verspeise ich mein letztes Stück Kalten Hund. Sehr lecker und kommt immer ausgezeichnet an, wenn ich ihn zu Parties oder anderen Anlässen mitbringe. Nur echt mit Kokosfett aus Gera und Hansa-Keksen aus Rostock.

Ich schulde Euch immer noch den Test meiner Braun Tassimo. Vielleicht wird es was übers Wochenende, denn dann habe ich arbeitsfrei und fahre mit meinem Vater und meinem Bruder auf ein Oldtimertreffen nach Werdau.

Von wenigen Minuten habe ich meine Dieffenbachie umgetopft. Sie war schon 2,20 Meter hoch und sehr kopflastig. Da musste einfach mal das Messer ran und nun ist noch 1 Meter übrig. Sie wächst wieder an, dass habe ich schon öfters gemacht. Die Pflanze habe ich vor ca. 9 Jahren von meiner damaligen Freundin zum Einzug bzw. Geburtstag bekommen.

Hinter mir steht noch eine Dieffenbachie. Sie ist ein Ableger der Pflanze, die auf meinem Schreibtisch stand, als ich noch angestellt war. Sie hat auch ihren eigenen Kopf und muss deshalb auch wieder einmal eingekürzt werden.

Mache ich mir noch einen Kaffee? Die Maschine hätte ich ja dafür, aber dann kann ich bestimmt nicht mehr ruhig schlafen und morgen muss ich noch was schaffen, bevor das Wochenende losgeht.

Ich wünsche Euch einen schönen Freitag und man liest sich.

Kolumne - 2007-05-03, 20:57:45 - 6 Kommentare

Mein neuestes Patent - Anti-Fruit-Cereals-Downshaker

Müsli

Nach meiner Frustration, dass im frisch gekauften Müsli die Früchte in der Packung immer oben schwimmen, und man somit beim Direktausderverpackungsverbrauch erst super viel Früchte hat und später nur Gekröse, habe ich den Anti-Fruit-Cereals-Downshaker erfunden.

Der Anti-Fruit-Cereals-Downshaker ist kein Gerät im herkömmlichen Sinne und somit braucht der Endverbraucher auch nichts umfüllen oder gar kaufen. Nein! Der Anti-Fruit-Cereals-Downshaker ist ein vieldimensionaler Algorithmus, der, basierend auf den individuellen Reibungskoeffizienten der Inhaltsstoffe unter Anwendung eines Reibungshemmers, die leichteren und grösseren Früchte vor dem Hochschütteln bewahrt.

Erste Grossversuche haben gezeigt, dass der Reibungshemmer fast geschmacklos ist, aber nicht so aussieht, sowie das Probanten den audiovisuellen Kontakt mit dem Müsli als angenehmer und befriedigender empfanden. An zwei Testpersonen wurde sogar ekstaseartiges Verhalten beobachtet. Frauen sprachen von orgasmenartigen Zuständen im Zusammenhang mit Anti-Fruit-Cereals-Downshaker-enhanced Müsli. Kinder lassen jetzt auch angebrochene Packungen nicht mehr liegen, sondern essen alles auf, so dass sich Mama nicht mehr im Supermarkt mit "Es ist doch noch eine halbe Packung zu Hause." vor dem Nachkauf wehrt.

Mein Patent ist angemeldet. Verhandlungen mit dem weltgrössten Hersteller laufen. Wo ist meine Schaufel eigentlich? Ich muss das Kleingeld mal wegschippen, damit Platz für die grossen Scheine wird.

Photo by diongillard under CC-BY-2.0

Kolumne - 2007-04-19, 21:03:07 - 2 Kommentare

Enttäuschungen im Caféhaus - Reloaded

Sie auf dem Sofa

Aus aktuellem Anlass, gibt es meine Beobachtungen und die zugehörigen Gedanken nochmals zu lesen:

Sie hat langes seidiges Haar und ein engelsgleiches Gesicht. Ihr Lachen ist hell und ihre Augen funkeln geheimnisvoll. Ihr aufregender Körper lümmelt lasziv auf dem Sofa und ihre weichen Rundungen locken meine anzügliche Gedanken an.

Und dann tut sie es. Ihre Hand verschwindet kurz in einer dunklen Ecke und dann hält sie freudestrahlend etwas Langes und Rundes zwischen den Fingern.

Liebevoll streichelt sie darüber und führt es langsam zwischen ihre sündigen vollen Lippen. Sie saugt kurz daran und dann erklimmt mit einem Schnipsen eine kleine Flamme in ihrer anderen Hand und entzündet eine Zigarette.

Schwere fette Rauchschwaden verkleben ihre Haare, ein grauer Nebel verdunkelt ihre eben noch so leuchtenden Augen und ihre erotische Aura fällt zusammen, wie ein Kartenhaus im Herbststurm.

Vielleicht gibt es ja noch andere Frauen auf dieser Welt, denke ich und vergrabe mein Gesicht wieder hinter einer Zeitung...

P.S. Königin - Danke nochmal fürs Aufhören.

Photo by strochka under CC-BY-ND-2.0

Kolumne - 2007-04-07, 21:50:05 - Noch keine Kommentare

Pseudoeuropäerinnen, Ohren, Schuhe, Brot

Heute gibt es mal wieder, lang lang ist es her, einen Bericht live aus einem Restaurant/Cafe. Diesmal sitze ich bei Panera Bread. Einer US-Kette für Sandwiches, Salate, Brot, Bagels und Kleinkram ringsrum. Keine Hamburger, keine Steaks. Ich sitze mit einer grossen Tasse, ja einer richtigen Tasse, Kaffee Latte, einem Cream Cheese Plain Bagel und einem Blaubeermuffin an einem gut positioniertem Tisch, so dass ich den Grossteil des Ladens und speziell der Bedienungstheke übersehen kann. Mein Bagel hat übrigens kein Loch, ich hatte schon eine Millisekunde überlegt, ob ich ihn nicht reklamiere ;)

Wenn man hier etwas zum Mittag oder Abendbrot bestellt, also ein Sandwich oder einen Salat, dann gibt es vier Optionen, die man dazubekommen kann - eine ist im Preis inbegriffen. Brot, Chips, einen Apfel oder einen Fruchtsalat für 99 Cent extra. Die meisten Sachen schmecken und das Brot ist sogar teilweise sehr gut, auch wenn es natürlich immer weisses Brot ist. Mich begeistert, dann man explizit gefragt wird, ob man hier isst oder mitnimmt. Das führt in diesem Fall wirklich zu einer Änderung der Bestellung und zwar bekommt man Teller, Tassen und Metallbesteck. Im Gegensatz zu Dunkin Donuts oder Subways, wo es absolut keinen Unterschied macht. Bei Starbucks erzwinge ich mir ja immer eine richtige Tasse, wenn ich bleiben und sitzen will. Da das Personal nicht sonderlich an richtige Tassen gewöhnt ist, zerhauen sie relativ viele davon und so kam es oft vor, dass einige Tassengrössen einfach nicht da waren, weil die Nachlieferung noch nicht angekommen war.

Die vollbusige Bedienung himmelt gerade ihren männlichen Kollegen an, Brille und Pferdeschwanz. Sieht wie ein Student aus oder wie ein künftiger Storemanager. Ich habe bei der Bestellung natürlich rein versehentlich ihre grossen Ohren bewundert, die sehr ausdrucksstark präsentiert sind. Sex sells!

Der Latte ist richtig lecker, der sehr milchig und ein angenehmer Kaffeenachgeschmack. Eben ist eine amerikanische Familie mit Madam Resolut als Frau des Hauses rein gekommen. Sie hat Tochter und Mann voll im Griff und kommandiert die Beiden durch Bestellung und an den Platz.

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Kolumne - 2007-03-17, 20:12:38 - 13 Kommentare

Wir sind doch kompromissbereit

Kippe im Maul

Deutschland ist ungeschlagen im Hickhack um Gesetze und Regelungen. In keinem anderen Land der Welt werden wohl so viele Kompromisse gemacht, um alle Interessengruppen zu befriedigen, wie in Deutschland. Wir hauen nicht mit der Faust auf den Tisch, sondern wir regeln. So auch beim neuerlichen Versuch eines Gesetzes zum Nichtraucherschutz.

Zitat von tagesschau.de: "Ein striktes Rauchverbot für Gaststätten, wie es eine Facharbeitsgruppe der Bundesländer kürzlich empfohlen hatte, stößt bei den Ministerpräsidenten der Länder auf wenig Unterstützung. Im Gegenteil: Immer mehr Länderchefs haben sich am Wochenende dafür ausgesprochen, eine flexiblere Lösung beim Nichtraucherschutz zu finden."

Mir war es möglich, einen exklusiven Blick auf den Gesetzesentwurf zu nehmen. Hier die wichtigsten Textpassagen auf einen Blick:

Gesetz zum Nichtraucherschutz

In allen öffentlichen und privaten Gebäuden und Räumen mit Publikumsverkehr ist das Rauchen untersagt. Die exakte Auslegung dieses Satzes wird in den nachfolgenden Absätzen definiert.

Definition Gebäude und Raum: Allseitig geschlossener physikalischer Raum, der mit wiederverschliessbaren Zugangsmöglichkeiten ausgestattet ist.

Definition Rauchen: Der Genuss von versteuerten Tabak- und tabakähnlichen Waren, wie z.B. Zigaretten, Zigarillos oder Zigarren. Der Pfeifenkonsum ist von dieser Definition ausgenommen (Grass-Regel).

Definition Publikumsverkehr: Verkehr erzeugt durch Personen, die ein Gebäude oder Raum besuchen, um dort gegen Bezahlung Waren und oder Dienstleistungen zu erwerben und oder zu verzehren.

Absatz 2: Zum Wohle der Allgemeinheit und zum Schutz der wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik Deutschland werden folgende Regelungen zur Verfeinerung des Rauchverbotes getroffen.

  1. Rauchen ist gestattet in allen Einrichtungen, die nicht mehr als 20 Sitzplätze anbieten. Ein Sitzplatz ist definiert als technische Einrichtung zur Abstützung des kompletten Körpergewichtes durch Aufsetzen des Gesässes auf die technische Einrichtung. Es kann höchstens einen Sitzplatz pro Quadratmeter geben. Sollte sich das Körpergewicht durch das Aufsetzen der Beine teilweise verlagern lassen, so ist eine anteilige Berechnung vorzunehmen.
  2. Rauchen ist gestattet in allen Einrichtungen, die einen separaten Nichtraucherraum aufweisen. Ein Nichtraucherraum ist definiert als vollständig luftdicht verschliessbare Raumeinheit, so dass keine Rauchnebenprodukte eindringen können.
  3. In allen Einrichtungen mit mehr als 20 Sitzplätzen ist das Rauchen erlaubt, wenn a) sich kein Nichtraucher im Raum aufhält, b) etwaige Nichtraucher ihr Ablehnung nicht schriftlich bekundet haben (siehe Anhang F - Formblatt Rauchmitkonsumseinwandsbescheinigung), c) sich keine weibliche Person in Raum aufhält, die offensichtlich aktives Bevölkerungswachstum betreibt. Ein Nichtraucher ist definiert als Person, die in ihrer bisherigen Lebenszeit keinen absichtlichen Rauchkonsum durchgeführt hat und mindestens 16 Jahre alt ist.
  4. Rauchen ist erlaubt, wenn der Konsum offensichtlich ausserhalb des Gebäudes beendet werden wird.
  5. Zwischen 12:00 Uhr und 12:15 Uhr ist das Rauchen untersagt, wenn mindestens eine Person ein Mittagsgericht im gleichen Raum verzehrt.
  6. Sollten sich Personen unter 16 Jahren im gleichen Raum befinden, so hat das Rauchen zu unterbleiben, wenn diese Person nicht selbst raucht oder ihre Missbilliung gegenüber der rauchenden Person artikuliert hat.
  7. Zum Schutz des ungeborenen Lebens wird weiblichen Personen im Zustand der Schwangerschaft der Zutritt zu rauchbeinhaltenden Bereichen untersagt, es sei denn, dieser Bereich weist nicht mehr als 20 Sitzplätze auf.
  8. Zwischen 4:00 Uhr und 6:00 Uhr ist das Rauchen generell nicht gestattet, es sei denn, es halten sich nur Raucher im Raum auf.
  9. Rauchen ist in Anwesenheit eines Säuglings zwischen 0 und 1 Jahr nicht gestattet, es sei denn, die biologische Mutter raucht selbst, nicht notwendigerweise in diesem Moment.
  10. In gastronomischen Einrichtungen, die Milchkaffee ausschenken, ist das Rauchen verboten, da hier die Annahme eines Cafes getroffen werden muss. In gastronomischen Einrichtungen mit Espressoausschank ist das Rauchen aus kulturellen Gründen gestattet.
  11. Rauchen ist gestattet in Einrichtungen, die aktuelle Tageszeitungen zum entgeltfreien Konsum auslegen.
  12. Rauchen ist nicht gestattet, wenn ein Nichtraucher direkt dem Raucher einen Nichtkonsumwunsch vorträgt. Der Raucher hat das Rauchen innerhalb von fünf Minuten zu beenden.
  13. An Sonn- und Feiertagen, sowie Geburtstagen ist das Rauchen generell gestattet.

Absatz 3: Dieses Gesetz ist gültig an allen Tagen eines Jahres, sofern es kein ungerades Schaltjahr ist und die Aussentemperatur im bundesdeutschen Mittel an diesem Tag mindestens 5 Grad Celsius betrug. Der Bundestag hat das Recht, dieses Gesetz rückwirkend auf ausgesuchte Tage auf Antrag anzuwenden.

Photo by fazen under CC-BY-2.0

Kolumne - 2007-02-11, 17:48:11 - 13 Kommentare

Nur Text

Jetzt sind die kleinen Feierlichkeiten zum Geburtstag von Dad zu Ende. 2 Stücken Kuchen von Muttern, Kaffee, später zum Abend leckerer Kartoffelsalat mit viel Gurke, damit er leicht ist und dazu eine Wiener. Morgen das Ganze nochmal, dann hat mein Bruder Geburtstag. Der tafelt aber reichlich auf.

Heute auf der Fahrt Schneesturm in der Nähe von Dresden, ansonsten keine grossen Verkehrsprobleme. Schlimmer war das Gewühl im Mediamarkt, wo ich noch Geschenke besorgt habe. Jetzt weiss ich auch, dass man heutzutage HDMI-Kabel nimmt, um DVD-Player mit dem Fernseher zu verbinden. Man lernt ja nie aus.

Für mich habe ich noch TDK DVD+R Rohlinge eingepackt, damit ich noch mehr Sicherheitskopien brennen kann. Ich bin jetzt doch auf DVD umgestiegen. Auf CD-Rs gehen einfach nicht genug Bildern drauf, wenn man mal eine lange Fotositzung gemacht hat. Dann muss man das Thema immer über zwei Medien teilen. Das ist lästig. Damit brenne ich jetzt auf DVD-R und DVD+R Sicherheitskopien meiner Fotos, die ja schon auf drei Festplatten gespiegelt liegen. Jetzt nur noch ans verteilte Lagern denken und an das regelmässige Umbrennen auf aktuelle Technologien, dann sollten sie auch lange genug durchhalten. Ich glaube nicht, dass in 10-15 Jahren noch DVD-Brenner in Rechnern stecken. Wenn wir Glück haben, dann können wir die Medien noch lesen. In 2-3 Jahren werden virtuelle Server im Netz auch mit 500 GB Platten billig und erschwinglich sein, so dass ich dann noch Backups verschlüsselt auslagere. Es wird glaube ich Zeit für eine Software, die versioniert, katalogisiert und vor allem verteilt Fotos verwaltet und Backups erstellt. Für meine Ansprüche habe ich noch nix gefunden. Problem ist, dass eigentlich jede Software proprietäre Formate für Datenbanken, Kataloge oder Backups benutzt und damit ist mir nicht geholfen. Ein Versionswechsel der Software oder eine Pleite später und meine Daten sind Schrott.

Heute habe ich auch noch über China und dessen Raubbau an der Natur gelesen. Am Vortag hatte ich einen Beitrag über Kohlebrände in China gesehen, die jedes Jahr 20 Millionen Tonne Kohle vernichten und riesige Landstriche zu Mondlandschaften machen. Dazu kommt noch der reguläre Bergbau für die, glaube ich, 2 Mrd. Tonnen Kohle, die China jährlich verfeuert und so gut wie nie Probleme wie Rückbau, Versiegelung, Regeneration etc. behandelt.

Interpoliere ich die Sache in die Zukunft, dann wird China in 20-30 Jahren wie ein Kartenhaus zusammenstürzen, einen Krieg um Ressourcen beginnen und die Weltmarktpreise für die verliebenen Rohstoffe werden astronomisch werden. Wir in Europa tun deswegen gut daran, uns jetzt unabhängig zu machen von importierten Rohstoffen.

So, mich ergreift gerade Panik... immerhin leben wir hier noch im Paradies.

Kolumne - 2007-01-27, 20:15:55 - 9 Kommentare

Tagesbetrachtungen

Draussen stürmt es und der Regen peitscht ans Fenster. Aber so schlimm scheint es momentan hier in Jena nicht zu sein, im Vergleich zum Rest von Deutschland. Wir liegen halt im Tal. Eine Kanne Earl Grey steht warm und ich denke über Geschichten nach, die ich Euch erzählen könnte... mehr später mal.

Skype hat ein neues Preismodell. Jeder Anruf kostet ab sofort 4,5 Cent Verbindungsgebühr. Das ist echt Scheisse und macht Syke nicht gerade attraktiver. Bisher waren 1,5 Cent pro Minute doch schon ganz ok, jetzt 2 Cent. Warum nun mehr? Geldgeil oder verursachen die Skype-Skype Anrufe zuviel Kosten? Zumindest wird damit ein normales Festnetztelefon wieder günstiger in einigen Fällen.

Stoiber geht und die Nachfolger kloppen sich. "Ich, ich!", rufen sie und bewerfen sich mit Schlamm. Mir war die CSU noch nie sympatisch. Ist halt die Bauernpartei eines kleinen zänkischen Bergvolkes ;) Als kleine Revolution würde ich Landrätin Pauli als Nachfolger vom Ede vorschlagen. Mal etwas den Staub auskehren.

Vorhin habe ich mir einen grossen Salat mit Tomaten und Gurke reingehauen. Olivenöl in Massen und dazwischen noch Mozzarella. Lecker! Mehr Vitamine geht nicht. Jetzt noch was Süsses?!

Ihr merkt schon, ich habe nicht so richtig was zum Schreiben, also geht es später weiter. Ich suche erstmal nach Fotos, die ich Euch noch zeigen kann, will, muss, möchte.

Kolumne - 2007-01-18, 21:00:47 - 5 Kommentare
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