Mal wieder eine Buchverschenkung

Die Stadt und die Sterne

Sehr geehrte Damen und Herren, geneigte Leser, am heutigen Tage möchte ich wieder ein Buch feilbieten und zwar für lau. Wer auf der Suche nach etwas Lesestoff für die kalten Abende und dunklen Wochenenden ist, der sollte hier nachdenken.

Gut, Science Fiction ist nicht jedermanns oder jederfraus Sache, vor allem, wenn die ganze Sache nicht nur mit Aliens und Raumschiffen abläuft. Arthur C. Clarke hat mit "Die Stadt und die Sterne" ein solches Werk abgeliefert. Trotz Raumschiffen und Aliens.

Es ist lesbar und ganz ok, aber mich schreckt an dieser Art von Büchern oft dieses gewisse Epische ab. Ich wünsche mir mehr greifbaren und verrückten Realismus wünschen, als Dinge, die sich über tausende von Jahren abspielen.

Diesmal geht die Schenkung nur an Selbstabholer oder mit Gratiszustellung in der Umgebung von Jena. Ich lasse mich auch alternativ ins Rossi auf einen Espresso einladen. Meldet Euch einfach per Email oder Google+.

Lesematerial - 2012-02-10, 21:05:51 - Noch keine Kommentare

Buchkritik: Andreas Eschbach - Ein König für Deutschland

Ein König für Deutschland Cover

Gerade bin ich mit Andreas Eschbachs - Ein König für Deutschland fertig geworden und möchte doch gleich meine Leseempfehlung dafür aussprechen.

Wer schon immer wissen wollte, warum man bei Wahlen Papier verwenden sollte und warum es keine sicheren Computer gibt, der sollte dieses Buch lesen. Er wird nicht mit Fakten gelangweilt, sondern bekommt diese Grundregeln in einer netten Geschichte verpackt geliefert.

Was Wahlcomputer, George Bush, Florida, Deutschland und ein König gemeinsam haben, das sei hier nicht verraten. Das muss man sich schon selbst erlesen. Wird auch nicht lange dauern, denn man will das Buch unbedingt fertig bekommen, um zu sehen, wie es ausgeht.

Fazit: Wer ein kurzweiliges Buch mit politischem Motiv und flüssiger Erzählweise sucht, der ist bei diesem Eschbach genau richtig aufgehoben.

Lesematerial - 2012-01-16, 23:11:49 - Noch keine Kommentare

Ein Eschbach halt

Cover

Gerade mit dem Buch Ein König für Deutschland von Andreas Eschbach angefangen und schon wieder total reingezogen. Ich weiss doch jetzt schon, dass ich das Ding nur wieder schwer aus der Hand legen kann. Jetzt noch Urlaub haben...

Lesematerial - 2012-01-01, 21:13:21 - Noch keine Kommentare

Buchkritik: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer

Haarteppichknüpfer

Neuer Urlaub, neues Buch heisst es bei vielen Leuten und so auch bei mir... wobei die Anzahl der Bücher zwischen den Urlauben deutlich höher ist, als im Urlaub. Ich zähle Andreas Eschbach zu meinem Lieblingsautoren und so war es klar, dass ich eines seiner ersten Werke endlich mal lesen musste. Bisher war ich immer abgeschreckt vom Titel, weil ich eher Horror denn Science Fiction dahinter erwartete.

Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer. Wie kann man das Buch beschreiben, ohne den Inhalt zu verraten? Eigentlich überhaupt nicht, deswegen nehme ich wieder die kurze Tour ringsherum.

Eschbach beschreibt ein unglaublich grosses Universum (ja, das Ding mit Weltraum und so) und seine Geschichten erzählen vom Leben auf vielen Planeten. Oft wirken die Geschichten belang- oder zusammenhanglos. Irgendwie muss man das ganze Buch rätseln, wo das alles hinführen soll. Nur eine Frage ist eigentlich immer offen und ich gierte förmlich nach der Antwort: "Wozu braucht man Haarteppiche?" Eschbach löst das Rätsel, aber erst auf den letzten Seiten. Aus diesem Grunde sollte man tunlichst vom Reinschnuppern in das Ende absehen. Man beraubt sich des Spasses.

Eschbach beschreibt Mikro- und Makrokosmos zugleich. Einmal schaut man auf einen Planeten als Fremder, einmal ist man ein Bewohner des Planeten. Einmal ist man in der Zukunft, einmal in der Vergangenheit.

Ich habe das Buch verschlungen und wollte unbedingt wissen, wie sich das grosse Rätsel auflöst. Ja, manchmal sind die Einzelgeschichten etwas zäh und man könnte auch ohne die ein oder andere Geschichte auskommen, aber das macht die Spannung aus. Lesenswert und kurzweilig, wenn man nicht ganz ungeduldig ist.

P.S. Eschbach hat übrigens ein herrliches wirtschaftliches Mikroklima entstehen lassen. Vielleicht sollten unsere Politiker es mal zur Arbeitsbeschaffung lesen. Viele Leute arbeiten, sind beschäftigt, verdienen Geld und handeln miteinander, aber schaffen eigentlich keine Werte... ups... kommt mir bekannt vor.

Lesematerial - 2011-09-21, 20:18:51 - 3 Kommentare

Buchkritik: Frank Schätzing - Limit

Limit

Irgendwie möchte ich meine Buchkritik an Frank Schätzing's Limit nicht sonderlich in die Länge ziehen. Ich habe die mehr als 1200 Seiten erlesen, mich teilweise begeistert, teilweise gelangweilt, teilweise geärgert und teilweise war ich versucht das Buch wegzulegen.

Die Idee zum Buch ist Klasse, auch sonst gibt es wenig zu kritisieren, wenn es doch nicht so langatmig wäre. Schätzing erzählt so viele Geschichte abseits der Hauptgeschichte, dass es locker noch für zwei andere Bücher gereicht hätte. Auch ist wie gewohnt das Finale viel zu lang. Hollywood-mässig stirbt ein Held nach dem anderen und eine Explosion jagt die nächste.

Alles in allem gut, aber viel zu lang und zu viele Details und Auschmückungen. Ich weiss nicht mal, was ich noch dazu schreiben soll... die Amazon-Kritiken geben die Sache recht gut wieder... oder um hier kurz eine Kurzzusammenfassung zu zitieren: "Zuviel Butter auf dem Brot."

Lesematerial - 2011-06-19, 14:23:42 - 2 Kommentare

Buchkritik: Tom Rob Smith - Child 44

Cover Child 44

Lange hat es gedauert, denn ich habe mir das Buch vor zwei Jahren gekauft und jetzt erst gelesen. Irgendwie hatte ich keine Lust, weil ich etwas anderes erwartet hatte, als das Buch dann doch erzählte.

Tom Rob Smith hat mit Child 44 sein Erstlingswerk abgeliefert und dabei saubere Arbeit geleistet. Man wird in die Sowjetunion von Stalin zurückversetzt. Es ist das Jahr 1953 und jeder und alles wird verfolgt. Selbst die, die zum System gehören, werden vom System verfolgt.

Smith zeichnet ein sehr glaubhaftes Bild einer Gesellschaft, die leidet, sich selbst beschönigt und in der Verbrechen offiziell nicht existiert. Verbrechen werden totgeschwiegen, als Infiltration des Westens gebrandmarkt oder einfach dadurch gelöst, dass man Trinker, Juden, Homosexuelle oder Kranke "findet", die dann das Verbrechen "gestehen".

Leo Demidov ist Offizier des Geheimdienstes und gehört zum System. Er ist erfolgreich, hat eine schöne Frau und Verbindungen, um auch seinen Eltern etwas Wohlstand zu ermöglichen. Bis eines Tages das System sich gegen ihn wendet und er alles verliert.

An dieser Stelle will ich aufhören, den Inhalte zu verraten und kann nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen. Egal ob das englische Original oder die deutsche Übersetzung. Es ist beklemmend, spannend, düster, traurig und teilweise überraschend. Man fühlt sich glaubwürdig in der Zeit zurückversetzt und leidet mit dem "Helden".

Wer möchte, der kann aus meinen Händen das Buch als Geschenk empfangen. Es ist die englischsprachige Taschenbuchausgabe. Lesewillige vor.

Lesematerial - 2011-04-17, 21:25:04 - 4 Kommentare

Buchkritik: Markus Heitz - Collector

Collector - Roman

Das Wochenende ist vorbei und ich habe mal wieder ein dickes Buch ausgelesen: Markus Heitz - Collector.

Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen ...

Collector ist sauberer klassischer Science Fiction. Klassisch nenne ich das Buch, weil es nicht abgehoben und durchgedreht ist, sondern sich die Handlung und die Welt einigermassen erfassen lässt. Man kann sich durchaus vorstellen, dass es im Jahre 3042 ungefähr alles so läuft. Ich mag keinen epochalen philosophischen Science Fiction, wo man sein Hirn extrem verwinden muss, um dem Autor folgen zu können. Schön ist auch, dass der Menschheit nicht sonderlich viel Fortschritt gegönnt wurde. Raumfahrt und Raumsprünge, Ausserirdische und die Besiedelung von Planeten, der Rest ist sehr nah am kapitalistischen Jetzt. Ich denke auch nicht, dass wir sonderliche gesellschaftliche Fortschritte machen werden.

Sehr kurzweilig und zügig zu lesen. Interessante Welten, interessante Rassen, etwas Sex und dazu eine ordentliche Portion Weltraumschlachten. Nicht zu abgespact und bis auf kleinen Ausnahmen auch recht linear. Guter Lesestoff für ein Herbstwochenende.

Lesematerial - 2010-10-24, 20:56:20 - 2 Kommentare

Der neue Boston City Guide

Boston City Guide Buch

Der neue Boston City Guide ist draussen und ich habe einen. Ich brauchte ihn nicht einmal bezahlen, denn auf Seite 58 findet sich ein Foto von mir... also nicht als Person, sondern aus meiner Hand. Freu!

Lesematerial - 2010-08-20, 18:21:20 - 2 Kommentare

Buchkritik: Gary Gibson - Lichtzeit

Gary Gibson - Lichtzeit

Gerade habe ich den Roman Lichtzeit von Gary Gibson ausgelesen und deswegen gibt es gleich ein Fazit.

Ich will nicht lange um den heissen Breit herumreden, dass Buch ist schlecht, auch wenn der Guardian meint, dass Gibson ein atemberaubendes Panorama entwirft... das Buch ist ein Panorama und zwar ein viel zu grosses.

Zu viele Sonnensysteme und Rassen, zu viele Personen und zu viele Handlungsfäden, die nicht die Bohne mit dem Finale zu tun haben. Das Buch handelt von den Shoal, den Bandati, den Menschen (Freistaatlern und aus dem Konsortium), den Maschinenköpfen, den Weisen, den Schöpfern und den Emissiären. Jeder liegt mit jedem im Klinsch. Um die Sache noch viel verworrener zu gestalten, gibt es von den Bandatis zwei Hives, die Shoal wandeln jemanden zur Strafe um und einige andere Menschenfiguren tauschen belanglos auf und sind wieder weg. Dazu kommen noch jede Menge unterschiedliche Raumschiffe, die meist ineinander verschachtelt rumfliegen und jede Menge Dinge gehen zu Bruch.

Nette Idee, aber viel zu viel hineingepresst. Ich habes nur ausgelesen, um eventuell dahinter zu kommen, was jetzt nun eigentlich der Höhepunkt ist und wer gewinnt.

Ich verschenke das Werk. Wer es möchte, bitte melden.

Lesematerial - 2010-07-06, 23:38:52 - Noch keine Kommentare

Buchkritik: Robert Charles Wilson - Julian Comstock

Buchcover Julian Comstock

Gerade habe ich Robert Charles Wilson - Julian Comstock ausgelesen und deswegen soll es auch gleich einen Kurzabriss geben, damit ich es nicht wieder vergesse.

Julian Comstock spielt in der Zukunft, aber das Buch ist kein High-Tech Science Fiction, sondern Low-Tech. Die Technologie ist verschwunden und die Welt erfindet sich gerade wieder neu. Man gräbt nach den alten Sachen der untergegangenen Welt. Die Dampfmachine ist aktuell, Öl gibt es keins mehr, Kohle ist die Energieform der Wahl. Computer kennt man nicht, Hochhäuser sind Skelette und vom alten Glanz ist kaum etwas übrig, nur Gerüchte und feuchte muffige und illegale Bücher, die nicht jeder lesen kann, weil nicht jeder lesen kann.

Amerika's Hauptstadt ist jetzt New York und der Amtssitz des Präsidenten liegt auf dem Gebiet des ehemaligen Central Park. Amerika reicht vom Panamakanal bis weit ins ehemalige Kanada. Es ist immer Krieg - Amerika und die Deutschen kämpfen gegeneinander. Nicht wirklich die Deutschen allein, denn "die Deutschen" ist der Sammelbegriff für Europa, dass auch nicht mehr so aussieht, wie es mal war.

Gesellschaftlich hat sich auch viel verändert. Ein Feudalsystem ist wieder entstanden, aus Aristokratie, Leiharbeitern und Leibeigenen. Die Kirche hat quasi das Sagen und diktiert Moral, Politik und Literatur. Der Präsident regiert auf Lebenszeit und wird nur noch bestimmt, nicht mehr gewählt.

In dieser Welt erzählt der gedachte Autor des Buches von seiner Freundschaft zu Julian Comstock, eines Neffen des gegenwärtigen Präsidenten. Das ganze Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und der Gesamtstil liegt irgendwo zwischen Tagebuch, Biografie und Roman. Beide erleben Kindheit, Jugend und Krieg zusammen und der Rest sei jetzt nicht verraten.

Wilson hat ein interessantes Buch geschrieben, dass leider nicht ganz alle Erwartungen erfüllt. So wartet man vergebens auf mehr Einblicke in die Zeit zwischen dem Heute und der Zukunft, die so komplett anders ist. Auf das Warum es so gekommen ist und warum die Welt so immens zurückfiel, geht er nicht weiter ein. Vielleicht, weil die Menschen dieser neuen Zeit auch nichts vom Gestern wissen. Die Kirche hortet das Wissen über das Damals und gibt es nicht frei. Ausgegrabene Bücher aus alten Städten machen unter der Hand die Runde, denn es ist illegal Bücher ohne Freigabe des Dominion (der Kirche) zu lesen.

Julian Comstock ist durchaus lesenswert, wenn man damit leben kann, dass nicht alle Fragen beantwortet werden und die Geschichte doch teilweise zu naiv verläuft. Aber schliesslich lesen wir aus der Perspektive eines anderen Schriftstellers, der Julian und sein Leben nachzeichnet und natürlich zu Übertreibung und Vereinfachung neigt.

Fazit: Ok-Stoff wenn es draussen regnet und schneit.

Lesematerial - 2010-03-28, 13:37:02 - 5 Kommentare

Gleich zwei SF-Buchkritiken

Eschbach - Solarstation

Heute möchte ich meine beiden letzten Bücher in einem Artikel abhandeln. Wie immer sei nicht viel vom Inhalt verraten.

Der erste Buch ist von Andreas Eschbach und heisst Solarstation. Es spielt an Bord der japanischen Solarstation NIPPON, die um die Erde kreist, um das Sonnenlicht einzusammeln und mit einem Mikrowellenstrahl zur Erde zu schicken. Doch dann geschieht der erste Mord im Weltraum und ein fremdes Raumschiff dockt an.

Eschbach hat einen schöne Geschichte geschrieben, die von einem mächtigen Japan handelt, dass die USA überflügelt hat. Europa ist zerstritten und im Nahen Osten ist Krieg. Man fühlt sich beim Lesen quasi an Bord der Raumstation und schwebt mit dem Helden durch die Module. Leider verliert sich der Charme eines guten Krimis mit einem Ermittler schnell in hektischen Handlungen, die die Geschichte etwas zu schnell zu Ende kommen lassen. Die Spannung ist dann etwas dahin.

Trotzdem kurzweiliger Science-Fiction, den man schnell mal an einem Tag verzehrt hat und der nicht gross belastet. Durchaus lesenswert.

Scalzi - Androidenträume

John Scalzis Roman Androidenträume spielt dagegen in einer noch ferneren Zukunft, denn Ausserirdische sind etwas ganz Normales. Natürlich sind nicht alle Ausserirdischen lieb und nett, einige sind durchaus intrigant. Also kommt es im Laufe der Geschichte zu Missverständnisen und einem Wettlauf um den Androidentraum. Nur soviel sei gesagt, es ist keine Maschine.

Das Buch ist schön zu lesen, leider spielen zu viele Charaktere mit und man verliert leicht die Übersicht, wer jetzt eigentlich was will. Einige Stellen sind auch etwas zu viel Fantasy für meinen Geschmack. Die Scheibenwelten und Douglas Adams lassen grüssen. Es dauert auch etwas lange, eh das Buch verrät, wo die Reise überhaupt hingehen soll.

Als Fan von SF macht man trotzdem wenig falsch, man muss nur genau auf die handelnden Personen und ihre Namen achten. Gerade die Ausserirdischen heissen irgendwie alle gleich.

Lesematerial - 2010-03-13, 16:22:30 - Noch keine Kommentare

Buchkritik zum Film Ghostwriter... eine Wiederholung

The Ghost

Da gerade der Film Ghostwriter ins Kino gekommen ist, hier nochmal meine Buchrezension von 2008. Ich hoffe, dass der Film mit dem Buch mithalten kann. Die Verfilmungen von Vaterland und Enigma waren beide eher mässig und eher nicht mal ansatzweise den Büchern ebenbürtig.

... Im Urlaub habe ich nicht nur Urlaub gemacht und leicht gearbeitet, denn ich konnte einigen Emails nicht aus dem Weg gehen, sondern ich habe auch gelesen. Das Buch hiess The Ghost und ist von Robert Harris. Der Herr hat auch Fatherland und Engima geschrieben.

Wie immer gibt es keinen Inhalt, nur soviel: Es geht um den ehemaligen britischen Premierminister, der eine Autobiographie für 10 Millionen Dollar schreiben lässt. Wie so oft übernimmt ein Ghostwriter diese Aufgabe und dabei kommt es zu Komplikationen.

Die Geschichte spielt in New York, Washington und auf Marthas Vineyard, einer Insel im Süden von Massachusetts. Das Buch ist sehr darstellend geschrieben, leicht zu lesen (Englisch) und spannend, denn die Lösung kommt erst sehr spät. Ich habe das Buch verschlungen. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass es im Jetzt spielt und auf Terrorismus und Irak-Krieg Bezug nimmt...

Mehr zum Film dann nächste Woche, denn der Besuch steht fürs Wochenende auf dem Plan.

Lesematerial - 2010-02-23, 22:04:14 - Noch keine Kommentare

Buchkritik: Sergej Lukianenko - Spektrum

Buchcover Spektrum

Von Sergej Lukianenko habe ich ja schon Einiges gelesen und war meist sehr zufrieden mit dem Leseergebnis. Aus diesem Grund konnte ich auch nicht an Spektrum vorbeigehen. Natürlich ist auch Spektrum wieder Science Fiction, aber auf die sanfte Tour.

Spektrum spielt in einer nahen Zukunft und Ausserirdische sind quasi normale Bekannte. Man kann von Planet zu Planet reisen und zwar durch die Benutzung von Sternentoren, die von Ausserirdischen, den Schließern, betrieben werden. Die Schließer verlangen von der Erde nichts, sie bezahlten sogar Pacht für die Fläche, die die Sternentore einnehmen. Jeder kann das Tor benutzen und der Preis ist niedrig - eine Geschichte, eine schnöde Geschichte muss erzählt werden. Die Geschichte muss aber neu und originell sein. Bereits erzählte Geschichten sind wertlos und ablesen gilt nicht.

Martin, ein russischer Privatdetektiv und regelmässiger Weltengänger, wird nun als Experte für einen verzwickten Fall angesetzt. Er bewegt sich über viele Welten, er lernt fremde Wesen kennen und arbeitet langsam auf die Lösung des Problem zu. Martin ist ausserdem kein Kostverächter. Er kocht und trinkt gern. Ein Russe halt. Deswegen darf man sich an kulinarischen Beschreibungen ergötzen, sobald Martin eine Ruhepause braucht oder endlich mal wieder zu Hause ist.

Spektrum ist fesselnd, lustig und es beschreibt fremde Welten sympathisch und mit Respekt. Zum Ende hin wird es etwas schwer verständlich im Bezug auf die Lösung des Gesamträtsels. Aber hier gleichen sich alle Bücher von Lukianenko etwas, denn er setzt voraus, dass der Leser teilweise sehr abstrakt oder metaphysisch denkt. Das ruiniert aber nicht das Gesamtbild und den Spass am Buch.

Fazit: Lesebefehl, wenn man Science Fiction mag, wo die Menschen einfach nur eine Rasse von vielen sind.

Lesematerial - 2010-02-21, 13:20:12 - Noch keine Kommentare

Lesenswert - Rätsel um US-Staatsschulden

Wer sich auch nur die Bohne für das grosse wirtschaftlich Ganze interessiert, der sollte unbedingt einen kurzen Blick auf diesen Artikel von Telepolis werfen: Rätsel um US-Staatsschulden.

Wer nur Bahnhof versteht: Die USA kaufen einen Teil ihre eigenen Schulden mit selbstgedrucktem Geld.

Lesematerial - 2010-02-13, 16:56:33 - Noch keine Kommentare

Buchkritik: Dmitry Glukhovsky - Metro 2034

Metro 2034

Wieder Moskau nach einem Atomkrieg und wieder haben wir in der U-Bahn, der Metro, überlebt. Glukhovsky schickt uns wieder in die endlosen Tunnel und Schächte und verspricht eine spannende Geschichte.

Obwohl ich Metro 2034 wie bereits Metro 2033 verschlungen habe, habe ich mir doch von 2034 mehr versprochen.

Es fängt alles nicht schlecht an, aber nach 40% des Buches wird es mau, und die Geschichte beginnt zu rennen. Noch mehr Kreaturen, noch mehr Mitspieler und das Buch im Buch ist eine interessante Idee, aber die Seiten habe ich meist übersprungen. Ja, ich habe Text-Springen veranstaltet, weil es langweilige und beitragslose Textstücke gibt und es werden zum Schluss immer mehr.

Ich finde, dass die Rolle des Hauptdarstellers im Laufe des Buches drei Mal wechselt. Das macht es nicht gerade leicht, sich zu motivieren, weil man ja gern Antworten haben möchte, diese aber meist nicht bekommt. Auch unser Held aus 2033 taucht kurz wieder auf, aber eher zusammenhanglos. Auch das Hauptthema von 2033 steht kurz an, wird aber nicht weiter diskutiert bzw. eher abgetan. Aber genau das interessiert, weil 2033 ja eher offen endet.

Mein Fazit: Kann man lesen, aber nur, wenn man 2033 richtig gut fand und sich noch etwas unter der Erde tummeln möchte. Ob ein 2035 besser wird?

Lesematerial - 2010-01-04, 22:35:55 - 3 Kommentare