Gewonnen hat...

...Hansen und zwar das Buch 1984 von George Orwell. Glückwunsch!

Lesematerial - 2008-10-11, 18:38:13 - 2 Kommentare

Buchkritik: Andreas Eschbach - Ausgebrannt

In der letzten Zeit lese ich wie verrückt. Der Grund liegt wohl in meiner vielen Arbeit mit dem Rechner, so dass ich mich in meiner Freizeit nun wirklich nicht mehr davor glucken will. Diesmal war es wieder es wieder ein Buch von Andreas Eschbach - Ausgebrannt.

Eschbach beschreibt in seinem Roman ein realistisches Zukunftsszenario. Seine Hypothese: Saudi-Arabien kann nicht mehr ausreichend Öl mehr fördern, weil es das zuvor masslos übertrieben hat. Zudem ist das Land verschuldet und die Leute werden mit Geschenken ruhig gestellt. Ein Terroranschlag bringt die Welt aus dem Tritt und reisst alle in den Strudel des Niederganges. Jeder und alles ist von billigem Öl abhängig, unser gesamter Lebensstil ist es und auch ein Bio-Bauer kommt ohne Öl nicht weit bzw. seine Erzeugnisse nicht zum Verbraucher. In diesem Chaos sucht ein junger Deutscher seinen Traum vom Reichtum in Amerika.

Das Buch ist fesselnd geschrieben und ich hatte es nach einigen Tagen durch. Teilweise konnte ich es nicht aus den Händen legen und war auch drauf und dran, vor Panik in den Supermarkt zu rennen und Vorräte zu kaufen. Nicht zu vergessen, dass ich auch noch volltanken wollte. Interessanterweise fällt das Chaos aus dem Buch mit dem Chaos der Finanzkrise zusammen und machte die Sache unheimlich realistisch.

Fazit: Plausibel geschrieben mit einer gesunden Portion Spannung. Die Teile über die USA sind sehr interessant, weil meine eigenen Beobachtungen diese bestätigen. Natürlich ist eine ordentliche Portion Übertreibung hier und da dabei, aber das ist für die Spannung tut dem Realismus keinen Abbruch.

Einzig zum Ende hin wird Eschbach wieder zu schnell und hetzt durch die Ereignisse. Aber das habe ich schon in Eine Billion Dollar beobachtet. Offensichtlich werden seine Bücher sonst zu dick oder nicht fertig ;)

Lesematerial - 2008-10-09, 23:21:21 - 5 Kommentare

Buchkritik: George Orwell - 1984

Ich wollte es schon immer mal lesen, das berühmte Buch 1984 von George Orwell. Das Buch, das den Ausspruch Big Brother is watching you! "erfunden" hat. Das Buch, dass ein düsteres Bild von unserer Zukunft entwirft und das überraschend aktuell ist.

Orwell zeigt uns eine düstere Welt, die aus drei globalen Systemen besteht, die sich immer im Krieg miteinander befinden. Der Titelheld lebt in London, das zu Ozeanien gehört (ehemals ungefähr Nordamerika und Grossbritannien). Er arbeitet für ein Ministerium, dass die Vergangenheit den Geschehnissen der Gegenwart anpasst. Soll heissen, wenn jemand in Ungnade gefallen ist und "verschwindet", dann wird er aus allen Erinnerungen getilgt.

Es herrscht die Partei. Propaganda und Gleichschaltung sind normal. Freie Gedanken sind unterdrückt und jeder wird immer überwacht. Auch Liebe und Sex sind geregelt.

Unser Titelheld verliebt sich, kann das System nicht mehr leiden, nicht mehr verstehen, er hasst es und will es bekämpfen. Mehr will ich nicht verraten, denn sonst sind Spannung und Atmosphäre dahin.

1984 habe ich verschlungen. Orwell zeichnet ein erschreckend detailliertes Bild eines totalitären Systems und erklärt, warum Menschen sich nicht dagegen auflehnen, warum Menschen es lieben und warum es so ist, wie es ist.

Orwell erzeugt beim Leser mehr Fragen als er Antworten gibt. Keine Fragen über das Buch, sondern Fragen über die eigene Gesellschaft in der man lebt. Man fragt sich unwillkürlich, wie frei man ist, was man erträgt und wo die Grenze zu Orwell's Welt 1984 liegt.

Fazit: Pflichtlesefutter für jeden, der nicht blind durch den Tag geht, der sich für die aktuellen Geschehnisse in der Welt interessiert und der auch nicht vor düsteren Gedanken zurückschreckt. Das englische Original ist glaube ich besser als die deutsche Übersetzung.

P.S. Ich bin der Überzeugung, dass Bücher nichts im Regal verloren haben, sondern gelesen werden müssen, um ihrer Bestimmung zu genügen. Deswegen verschenke ich auch 1984 wieder an einen meiner geneigten Leser. Das Buch ist die ENGLISCHE Ausgabe und ein Taschenbuch, also klein und praktisch zu lesen. Wer es gewinnen will, der kommentiert diesen Artikel einfach und am Freitag gibt es den Gewinner, den ich persönlich anschreiben werde. Also bitte Email hinterlassen oder Freitag nochmal langschauen.

Lesematerial - 2008-10-05, 17:58:44 - 23 Kommentare

Buchkritik: Andreas Eschbach - Eine unberührte Welt

Buch, Eschbach, Eine unberührte Welt

Ich habe mir zwei Exemplare von Andreas Eschbach - Eine unberührte Welt gekauft, weil ich das erste Buch im Flieger der BA liegen gelassen habe, aber die ersten beiden Kurzgeschichten mich bereits begeistert haben.

Sehr kurzweilig zu lesen, sehr fesselnd, sehr unterhaltend. Wer etwas leicht fantastisch mag, der ist hier sofort richtig.

Lesematerial - 2008-09-18, 21:08:25 - 4 Kommentare

Verlosung und Kritik: Robert Harris - The Ghost

Robert Harris: The Ghost

Im Urlaub habe nicht nur Urlaub gemacht und leicht gearbeitet, denn ich konnte einigen Emails nicht aus dem Weg gehen, sondern ich habe gelesen. Das Buch heisst The Ghost und ist von Robert Harris. Der Herr hat auch Fatherland und Engima geschrieben.

Wie immer gibt es keinen Inhalt, nur soviel: Es geht um den ehemaligen britischen Premierminister, der eine Autobiographie für 10 Millionen Dollar schreiben lässt. Wie so oft übernimmt ein Ghostwriter diese Aufgabe und dabei kommt es zu Komplikationen.

Die Geschichte spielt in New York, Washington und auf Marthas Vineyard, eine Insel im Süden von Massachusetts. Sie ist sehr darstellend geschrieben, leicht zu lesen (Englisch) und spannend, denn die Lösung kommt erst sehr spät. Ich habe das Buch verschlungen. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass es im Jetzt spielt und auf Terrorismus und Irak-Krieg Bezug nimmt.

Weil das Buch aus meiner Sicht sehr gut ist, und es hier noch nie etwas zu gewinnen gab, verlose ich diese Ausgabe hier und auf der Stelle. Gewinnen kann jeder, der einen Kommentar schreibt und sein Lieblingsbuch darin erwähnt. Kommentarschluss ist der Freitag, 12. September 2008. Der Gewinner wird hier erwähnt und falls er seine Email hinterlässt (Eingabefeld), dann auch gleich benachrichtigt, sonst muss der Gewinner sich nochmal melden.

P.S. Nur nochmal zur Betonung, das Buch ist in Englisch.

Lesematerial - 2008-09-08, 23:48:23 - 13 Kommentare

Klebriges Wissen

Manche Zeitschriften hinterlassen einen bleibenden Eindruck, oft bleibt Wissen auch einfach kleben. Oft lassen Nachrichten einen auch nicht mehr los.

Lesematerial - 2008-05-14, 05:00:00 - 4 Kommentare

Geschüttelt und nicht Gerührt

Die Rohstoffpreise steigen immer mehr und die ersten Zeitschriften beginnen, am Kleber für die Buchstaben zu sparen. Mir ist diese Focus Money-Ausgabe runtergefallen und danach konnte man die Tabelle nicht mehr lesen... mit der Sparwut kann man es auch übertreiben :)

Lesematerial - 2008-05-12, 22:35:18 - Noch keine Kommentare

Black Monday

Black Monday

Gerade lese ich dieses Buch - Black Monday von R. Scott Reiss. Sehr spannend, sehr interessant, sehr Endzeit. Leider nicht sonderlich gut geschrieben, das nimmt einiges von der Lesebegeisterung. Von unlogischen Dingen mal abgesehen. Viel Potential verschenkt.

Ich halte Euch auf dem Laufenden... auf jeden Fall Schmöckerlektüre für schlechtes Wetter oder schlechte Stimmung.

Lesematerial - 2008-02-27, 23:53:40 - 2 Kommentare

Positiv überrascht - T3N Open Source & Web

T3N Magazin Cover

Es passiert selten, aber René kann auch mal positiv überrascht sein. Vor einiger Zeit hatte ich mir die Zeitschrift t3n - Open Source & Web gekauft. Eigentlich nur aus einer Laune heraus, weil ich etwas lesen wollte und sonst nicht im Bereich Content Management unterwegs bin.

Im Heft geht es um Open Source, PHP, CSS, Typo3, Linux und vieles mehr aus dieser Sparte. Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich das Heft mag. Es liest sich einfach gut, auch wenn der dicke Typo3 Teil mich (noch) nicht interessiert. Aber es ist eine angenehme Mischung aus Interviews, Berichten, Buchtipps, Webseitenhinweisen und und und. Endlich mal nicht nur umformulierte Werbeprospekte mit unsinnig angeordneten Bildern und reisserischen Berichten über Würmer, Viren und andere Abzockfallen.

Fazit: Ich werde mir das nächste Heft , das am 29. Februar 2008 erscheint, auf jeden Fall kaufen. Billig ist es nicht mit 9,80 Euro, aber die Zeitschrift erscheint nicht monatlich und auch nur in 20.000 Exemplaren. Hoffen wir mal, dass der gute Ersteindruck erhalten bleibt. Zu wünschen wäre es dem deutschen Computerzeitschriftenmarkt.

Lesematerial - 2008-02-16, 15:50:07 - 10 Kommentare

Rohstoffe der Zukunft

Erschreckend und eventuell eine wichtige Quelle für die Energie der Zukunft: Müllkarussell .

Lesematerial - 2008-02-07, 19:18:47 - 3 Kommentare

FOTOHEFT - Enttäuschend

Fotoheft Januar/Februar 2008

Nach langer Zeit habe ich mir mal wieder eine Fotozeitschrift gegönnt. Das FOTOHEFT. Ich wollte einfach mal wieder schöne Bilder anschauen und einige Tipps abgreifen. Ausserdem war ein Praxisreport der Canon 40D auf dem Cover angekündigt. Ich habe die Zeitschrift also mitgenommen... und natürlich bezahlt, beides stellte sich dann aber als Fehler heraus.

Zuerst habe ich mich auf den Canon 40D Artikel gestürzt. Neben einer Giraffe steht profiReport und ich begann mich, auf 16 Seiten ausführliche Information, Tests, Tipps und Einschätzungen über meine neue Liebste zu freuen. Die fünf Sätze auf dem Artikelcover gelesen und schnell umgeblättert... und da waren noch zwei spärliche Seiten und alles war zu Ende. Der geschriebene Text füllt nicht einmal eine komplette Seite des FOTOHEFT. Die Bilder sind so lala und der Informationsgehalt ist insgesamt insgesamt Null. Ich war ja sowas von stocksauer...

Na gut, einmal verhauen darf sich jeder mal, also lese ich das Heft einfach von vorn und geniesse dabei einen Kaffee. Wenige Minuten später habe das Heft verärgert in die Ecke geworfen. Alle Artikel über Hardware sind reine Werbegeschreibsel und die Software-Tipps sind wie immer von Adobe Photoshop gesponsert. Wenige schöne Bilder insgesamt und auch der Akt-Teil reisst es nicht raus.

Fazit: Jeder private Testbericht im Internet ist ausführlicher und schöne Bilder finden sich auch bei Flickr. Später habe ich dann gelesen, dass es die letzte Ausgabe des FOTOHEFT ist, denn der eine Verlag gibt an einen anderen Verlag ab. Ich hoffe, dass der Titel nicht wieder in dieser Form erweckt wird, denn es ist schade um das Papier. Ich hätte aus meinem Erstkauf vor 3 Jahren lernen sollen. Die wenigsten Zeitschriften werden besser.

Lesematerial - 2007-12-27, 06:00:00 - 5 Kommentare

Das Kindle - Ja, ich würde es kaufen

Amazon Kindle Produktbild

Amazon Kindle ist draussen und soll den Markt für elektronische Bücher und Zeitschriften aufrollen. Das Gerät selbst ist hässlich und nicht gerade iPhone-Geil, aber ich würde es trotzdem kaufen, wenn man es in Deutschland kaufen könnte.

Warum? Kindle bietet Zeitungs- und Zeitungsabos sehr günstig an, Wallstreet-Journal $9,99, Time Magazin $1,99 und die Frankfurter Allgemeine für $14,99, jeweils pro Monat. Der Knüller ist in meinen Augen aber, dass die Inhalte auf Kindle gepusht (gedrückt) werden und zwar über ein Mobilfunknetz. Der Hammer ist, dass die der Download im Preis enthalten ist, man also nicht für Bandbreite bezahlen muss. Auch gibt es einige grosse Blogs im Abo und angeblich auch Zugriff auf die Wikipedia.

Kindle würde meinen täglichen Lesedurst sehr befriedigen und gleichzeitig habe ich keine Berge von Papier rumliegen. Nun gut, mit dem Kindle kann man keine Pakete polstern, aber dafür findet sich bestimmt noch eine alte Reservezeitung im Keller.

Bedingung ist aber, dass der Download frei ist und die deutschen Verlage nicht bei den Preisen über die Strenge schlagen. Ich sehe schon die Gier in den Augen der Verleger.

Nur beim Namen Kindle muss ich mich am Kopf kratzen... iBook war zwar schon weg, aber Kindle? Für Europa irgendwie doof, finde ich zumindest.

P.S. Der Knaller wäre, wenn Kindle in den USA und Deutschland funktionieren würde, denn dann kann ich es immer hin- und herschleppen und in zwei Sprachen lesen.

Product Photo by Amazon

Lesematerial - 2007-11-22, 22:33:07 - 13 Kommentare

Der zweite Kalte Krieg

Weil dieses Szenario gerade immer wahrscheinlicher wird: Wie es zum Zweiten Kalten Krieg kam. Viele von Euch kennen die Geschichte schon, aber vielleicht interessiert es Neuleser.

Lesematerial - 2007-10-29, 04:17:09 - 4 Kommentare

Year's Best SF12 - Eine Science Fiction Anthologie

Vor einigen Tagen habe ich Year's Best SF12 ausgelesen und möchte es Euch weiterempfehlen.

Ein Stapel von ca. 15 Science-Fiction-Geschichten sorgt für reichlich Lesestoff, der sich prima in kleine Häppchen teilen lässt und so zum idealen Genuss vor dem Einschlafen wird. Die meisten Geschichten lesen sich angenehm und sind nicht sehr verrückt. Zwei oder drei Geschichten habe ich schnell überblättert, weil sie mir entweder zu trocken oder zu konfuss waren. Leider ist ausgerechnet die längste Erzählung darunter.

Der Rest ist einfach verdaut. Auch kann man sein Englisch schön aufpolieren, obwohl einige Redewendungen unverständlich bleiben. Alles in Allem ist diese Sammlung empfehlenswert und mit ca. 7 Euro auch noch sehr preiswert. Aber man muss Science Fiction mögen.

P.S. Man kann auch Regentage damit schön ausfüllen und ich habe mir gerade SF11 gekauft... für die nächsten Abende.

Lesematerial - 2007-10-04, 04:08:48 - 1 Kommentar

Buchkritik - Christopher Reich, Numbered Account

Numbered Account

Ich wollte Euch ein Buch vorstellen bzw. wenigstens erwähnen, dass ich es gelesen habe. Christoper Reich - Numbered Account. Im Roman geht es um den jungen Amerikaner Nick Neumann, der in die Schweiz geht, um in einer Bank zu arbeiten. Zuvor hatte schon seit Vater in dieser Bank gearbeitet. Sei Vater wurde ermordet, als Nick noch ein Kind war. Nun ist es an der Zeit herauszubekommen, wer seinen Vater erschossen hat und vor allem warum er sterben musste.

Wie immer soll der Rest der Geschichte nicht verraten werden. Wer aber ein Buch sucht, dass unterhaltsam und ausreichend spannend ist, einige unerwartete Wendungen enthält und einen in die kalte Schweiz im Winter versetzt, der ist mit Numbered Account gut bedient. Es besitzt aber auch seine Längen und vor allem im ersten Drittel ist es sehr langatmig unterwegs. Wer sich hier durchgebissen hat, der wird mit einem wendungsreichen Ende belohnt.

Fazit: Das richtige Buch für einen Urlaub oder verregnete Tage zu Hause. Es muss noch erwähnt werden, dass es sich um die englische Originalausgabe handelt. Es ist nicht sonderlich schwer zu lesen, auch wenn sein eigenes Englisch angerostet ist.

Lesematerial - 2007-09-10, 21:48:31 - Noch keine Kommentare
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