Schulden, Klimawandel, Starbucks und Stillen

Ich habe Schulden bzw. ich schulde Euch was, nämlich Text. Hier war es die letzten Tage so ruhig, dass man glatt an den Weltfrieden glauben könnte. Passend zur Situation sitze ich im Barnes & Noble, trinke einen Espresso und schlürfe einen Eistee. Gerade bin ich vom chinesischen Knettsalon zurück und auf dem Wege habe ich mir noch Chicken Teriyaki beim Japaner eingeworfen. Fast-Food-Japaner, also eher so lala.

Diese Tage stand in der Zeitung, dass der Klimawandel doch schneller geht und es von heute auf morgen wohl einfach mal Zapp macht und alles ist anders - wohl zu viel "The Day after Tomorrow" geschaut. Immer mehr bin ich der Meinung, dass wir uns umsonst den Arsch aufreissen. Die Menschheit lernt nur durch Schmerz. Die ärmere Länder sagen natürlich erstmal: "Ihr habt 100 Jahre die Sau rausgelassen, jetzt sind wir dran." Klar doch, denn wir machen es ja vor. Jeder hat ein Auto oder zwei, jeder ein Haus... oder zwei. Jeder zwei Fernseher, einen Kühlschrank und noch jede Menge andere Annehmlichkeiten. Nicht zu vergessen, jeden Tag zu viel zu essen.

Ist doch logisch, dass jeder erstmal da ankommen will, bevor man über Probleme nachdenkt, die man noch überhaupt nicht hat. Über eine Milliarde Menschen haben nicht genug zu Essen, aber ca. 500 Millionen Menschen sind auf dem besten Weg zu fett zu werden, wenn sie es nicht schon sind.

Themenschock voraus. Ich wollte eigentlich heute total vom Leder ziehen, aber da heute schon wieder morgen ist und ich auch morgen nichts geschrieben habe, hört es so plötzlich auf, wie es begonnen hat.

Wenn sich eine Frau auf einen Sessel setzt, ihre Beine anwinkelt und sich quasi reinkuschelt, dann hat der Typ gegenüber schon gewonnen. Sie fühlt sich wohl und das ist seine Chance. Ausserdem lehnt sie sich nach vorn, damit er sehen kann, was im Angebot ist und sie spielt mit und wühlt in ihrem Haar. Ich würde das Angebot als durchaus ausladend einstufen, wobei das Wort eigentlich eher einladend heissen müsste. Er wird durch das ausladende Angebot eingeladen... was für ein Wortspiel. Dumm nur, dass man sowas nicht sieht, wenn man der Typ gegenüber ist, sondern einem das nur als unbeteiligter Dritter auffällt.

Übrigens sitze ich jetzt in einem Starbucks und es sind bereits weitere 4 Tage vergangen und ich habe keine Zeile auf die Reihe bekommen. Jetzt textet sie ihrer Freundin wohl gerade, wie gut es läuft und ob sie noch nen Zahn zulegen soll.

Die Beiden sind jetzt weg und ich auch. Es ist Samstag und ich sitze im Café Ultimate Perk in Andover, MA. Eigentlich wollte ich ins Starbucks weiter oben, aber das war voll und ich konnte mich nicht hinsetzen. Deswegen bin ich einfach weiter durch Andover gelaufen und habe mir ein privates kleines Café gesucht. Es ist zwar nett, aber noch kulturloser als Starbucks. Keine Tassen, keine Teller, keine Löffel. Der Muffin ist zwar hart, aber schmeckt. Der Latte ist gut, aber halt aus einer Papptasse.

Gerade hopste der tägliche nervige Besucher durch den Laden. Keine Ahnung wer er war, aber er hat die Bedienung ordentlich mit Fragen und Geschichten aus dem Ort gequält. Sie kannte ihn und hat ordentlich und höflich mitgespielt. Ich fühle mich irgendwie nur bedingt wohl, da die Mädels nicht wie die Besitzer aussehen, sondern wie die Aushilfen, die wenig Lust haben. Ich mag oft an den kleinen Cafés, dass der Besitzer oder die Besitzerin mit Charme unterwegs sind und die Sache persönlicher gestalten.

Andover ist übrigens sehr nett und fast schon klassisch amerikanisch. So stellt man sich eine Kleinstadt in den USA vor. Sie haben es geschafft, das Flair zu erhalten, dass kleine Innenstädte ausstrahlen. Leider habe ich meine Kamera nicht dabei, um Euch die Innenstadt zu zeigen.

Was mich nur wundert, dass das Café kaum Besucher hat. Ich sitze hier komplett allein und bisher waren nur 2 anderen Kunden da, die mit dem Kaffee weggerannt sind. Wenn man von Gästen spricht... ein Paar mit Baby. Gerade kommt noch ein Mädchen in einem Cheerleader-Outfit rein. Holy Cow! Da kann man schon mal die Schmerzen des Lebens für eine Weile vergessen. Die Dame mit Baby beginnt übrigens gerade ihr Baby zu stillen. Was mich wundert, da hier doch eigentlich immer Aufschreie durch die Welt gehen, wenn man eine Brust in der Öffentlichkeit sieht. Ich erinnere mich an Debatten in den Zeitungen, ob das "appropriate" ist oder nicht. Ich habe keine Schmerz mit und sie auch nicht... fein... so muss die Welt funktionieren.

Toni und Rich sind übrigens die Inhaber des Ladens. Das eine Mädel hinterm Tresen hat gerade mit Zählen vom Trinkgeld begonnen und ihre Kollegin hat sie ermahnt, dass sie es hinten machen sollen, weil Toni und Rich es bestimmt nicht witzig finden werden. Auch habe ich gerade an einem Zettel an der Wand gelesen: "Toni & Rich Hadad, and the Ultimate Perk Staff". Mein Notebook ist jetzt total krümelig und der Muffin bringt mich um... so reichhaltig und so gross ist er.

Mein Plan für heute heisst, keinen Plan zu haben, denn es ist mal Rumfaulenzen angesagt. Ich suche gerade nach einem WLAN in der Nähe. 18 Stück ballern auf mich ein. Irgendein WLAN von einem Friseur scheint offen und zu gehen. Mal schnell nach Mail schauen. Banking mache ich darüber nicht, ausserdem ist es langsam.

Draussen haben wir heute ein angenehm kühles, aber sonniges und leicht windiges Wetter. Perfekt für einige Meter durch die Innenstadt. Es ist übrigens schwer sich von der Arbeit zu lösen. Ständig denke ich über Ideen nach, die man noch Umsetzen müsste. Dinge, die man noch nicht erledigt hat... so ein Mist. Ich kann nicht abschalten.

Das Kind heisst übrigens Piper - "Pfeifer" und ist damit ein Mädchen. Gerade auch was Neues gelernt, beim Leo plündern. "Who pays the piper calls the tune." - "Wer bezahlt, darf auch bestimmen." Das stammt bestimmt noch aus der Zeit, als Musikanten an den Tisch kamen, um das Gasthaus zu beschallen.

Ok, ich leite jetzt mal das Ende der Zeilen ein, denn sonst kommen die Dinger nie online. Macht es gut!

Dies und Das - 2009-11-28, 21:22:59 - Noch keine Kommentare

Für Emily

Kühlschrankmagnet in Besitz genommen. Reicht es Ende Dezember?

Meiner selbst - 2009-11-27, 21:22:26 - Noch keine Kommentare

Fantastische Städte

Ich bin hin und weg von diesen Bildern: Creative 14 Stunning And Surreal Cityscapes Made With 3D And Painting Software. Diese Fantasie und Akribie.. wow!

Optisches - 2009-11-19, 00:43:35 - Noch keine Kommentare

Rücken, Starbucks, 2012 und dreckige Turnschuhe

Scheisse! Der Rücken tut saumässig weg. Irgendwie hat die Bewegungsarmut der letzten Wochen mir wieder zugesetzt, jetzt muss ich lustig rumturnen, um meine Muskeln wieder in Form zu bringen, damit nicht die Bänder, sondern meine Muskeln mich halten. Ich mache auch immer wieder den gleichen Fehler

Die beiden Bengel am Tisch links neben mir haben jeweils eine Timex-Uhr von Mutter gekauft bekommen. Verglichen mit den beiden Kindern zuvor, sind die Beiden echt gut erzogen. Die Mutter davor hat ihren Sohn immer angebrüllt, nicht nur als Ermahnung, sondern generell in einem lauten komischen Ton. Warum spricht man mit Kindern (in dem Fall schon Schulalter) immer so komisch? Kann man nicht normal reden? Muss man es so verkindlichen? Oh... der eine Sohn ist kein Sohn, denn er hat seine vermeintliche Mutter Judie genannt. Ist doch eher selten, dass man seine eigene Mutter mit dem Vornamen anredet. Eventuell ist sie ja geschieden und das Kind gehört zum Mann daneben. Der Vater der anderen Sohnhälfte ist Brite oder Australier, denn er hat diesen herrlich nasalen Akzent.

Es regnet übrigens und zwar echt heftig. Ich vermute, es wird den Rest des Tages nicht anders. In ca. einer Stunde muss ich mein Auto tauschen. Dann werde ich hoffentlich den dicken Dodge Journey endlich los. Im Dezember muss ich ein weiteres Mal tauschen, da die Maximalmietzeit 30 Tage ist. Sie wollen wohl dazwischen mal nach dem Öl schauen ;)

Am Tisch gegenüber sitzt Elton John oder zumindest ein Clone von ihm. Der Mann spricht und verhält sich jedenfalls so, als wäre er Elton John bzw. er sieht auch ganz leicht wie er aus.

Gerade setzen sich zwei neue Gäste an den Tisch schräg gegenüber. Sie sieht hübsch aus... zumindest von hinten. Hat aber soviel Schmuck im Ohr, dass es fast aussieht, als ob ihr Kopf schief hängt. Speziell aus meiner Perspektive sieht das Ohr wie ein Schrottplatz aus. Gleichzeitig hat sie ein asiatisches Schriftzeichen hinterm Ohr. Was es wohl heisst? Bestimmt "Ohr". Mit etwas Pech hat der Tattoo-Stecher ihr ein "Nutte" dort hingesetzt und nur im Spiegel sieht sie das richtige Zeichen für Ohr ;) Alle anderen sehen aber... ihr wisst schon.

Neues Starbucks, neues Glück. Ich bin heute mal in einem mir recht unbekannten Starbucks. Ist nicht weit weg vom Standard-SB. Es ist gemütlicher und die Bedienung ist... interessanter. Ich habe mir übrigens meinen neuen Mietwagen gerade geholt. Es ist ein Chevrolet Malibu. Eigentlich sollte ich wieder einen SUV bekommen, aber ich wollte nicht, sondern habe mich absichtlich runterstufen lassen. Das Ding verbraucht auch spontan 4 Liter auf 100 km weniger. Mal sehen, wo es insgesamt landen wird. Ich denke mal, so zwischen 23 und 27 mpg. Auf jeden Fall ist das Getriebe besser. Sehr weich im Schalten und faul, denn es versucht die Kraft des Motors zum Beschleunigen zu nutzen und schaltet nicht sinnlos runter.

"Grande Sugar Free Soy Chai please!" So bestellt man hier Kaffee bzw. die berühmte indische Teemischung.

Orts-, Zeit, aber nicht Kettenwechsel. Ich sitze Starbucks :) Diesmal im Stammhaus um die Ecke. Ich bin gelaufen, da ich etwas Bewegung brauchte. Die Sonne war auch gut zu mir und kam gleich raus. Direkt warm geworden. Ich arbeite etwas und schaue dabei den Leuten beim Leben zu. Meine Stammbedienung hat schon ihr Begeisterung über meinen Besuch rausgebrüllt und jetzt süffle ich meinen zweiten Kaffee Latte. Dazu gibt es ein Stück Zitronenkuchen.

Rechts von mir sitzen zwei Mädchen. Die eine redet am laufenden Band. Ich rate mal - Beziehungsstress und die andere hört aufmerksam zu und macht einige ausgleichende Bemerkungen. Schöne dunkle Augen hat sie.

Vor der Tür versucht eine Frau, ihr Turnschuhe in einer Pfütze zu reinigen. Sie befeuchtet die Sohle und streift diese dann am Bordsttein ab. Wer weiss, eventuell ist sie ja in einem Hund getreten. Die Sonne kommt rum und es wird langsam schwer die Augen offenzuhalten, weil die Sonne reinbrettert. Das Sonnenrollo hilft leider wenig und umdrehen kann ich mich nicht, dann steht die Sonne auf dem Display.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich gestern in 2012 war? Super Popcorn-Kino. Nichts mit Tiefgang. Epische Bilder und eine ordentliche Priese seichte Schnulze. Der Film hat seine Momente. Wenn eine Pseudo-Angela auftaucht, wenn der Scheich schluckt, weil die Summe nicht in Dollar sondern in Euro ist, die Chinesen für Geld einfach mal alles bauen und Roland Emmerich die "Poseidon" von Wolfgang Petersen nochmal versenkt. Der Film hat Unterhaltungswert, mehr leider nicht. Er hat keine Botschaft oder unterschwellige Satire scheint auch nicht versteckt... bis auf die Ausnahmen halt.

Es ist Montag und ich sitze im Panera und damit endet dieser Text, denn ich schreibe schon drei Tage dran. Gute Nacht und guten Morgen Deutschland.

P.S. Rücken ist besser. Yoga hilft.

Meiner selbst - 2009-11-17, 01:49:10 - 2 Kommentare

This is No Ordinary Coffee Stand!

Cowgirls Espresso

Da sage mal noch einer, Amerikaner seien prüde. Eine Cafe-Besitzerin hat eine Marktlücke mit Cowgirls Espresso besetzt. Gerade im Fernsehen gesehen. Die Mädels machen ca. 700 Dollar Trinkgeld pro Tag, verglichen mit im Schnitt 20 Dollar in einem normalen Café, den restlichen Umsatz nicht eingerechnet.

Thematisch USA - 2009-11-16, 05:13:06 - 3 Kommentare

Abgespeist

Heute speise ich Euch mal mit einem weiteren Bild aus meinem letzten Urlaub ab. Mir geht es nicht so, aber ganz ohne Inhalt möchte ich nicht dastehen. Das ist das SkyWheel an den Niagara Fällen in Kanada. Muss man nicht mit fahren, die Fälle sieht man auch ohne Riesenrad prima.

P.S. Es dreht sich wirklich so schnell ;)

Canon EOS 40D - 2009-11-14, 18:29:20 - 6 Kommentare

Keine hohen Stühle am Strand

Ich muss gestehen, unter diesem Schild am Strand bei Boston hätte ich ohne Schrift was anderes verstanden, als kein Rettungsschwimmer im Dienst. Eher sowas wie: "Kein hohen Stühle" oder "Kein Rettungsschwimmer erlaubt"

P.S. Man entschuldige die mässige Qualität, aber ich komme mit Gimp nicht klar und ich denke, dass die Schärfung und JPEG-Qualität zu wünschen übrig lassen. Ich will mein Fixfoto für Linux haben!

Thematisch USA - 2009-11-11, 04:17:37 - 4 Kommentare

Viel Es, viel Eistee und nur wenig optisch Gesundes

Es ist Freitagabend und die Woche war anstrengend. Ich sitze im Panera und habe einen Salat geschlungen. Hinter diesem Programmfenster rollte gerade Arbeit durch, aber ich muss erstmal nur Zahlen beobachten, bevor ich zum Schlag aushole, deshalb kann ich Euch mit Satzfragmenten langweilen. Zusätzlich treibt sich noch ein Eistee auf meinem Tisch rum.

Es ist Samstagnachmittag und ich habe gestern nur zwei Zeilen geschafft, dann war schon wieder Arbeit angesagt. Was ja insgesamt gut ist, aber manchmal auch erschöpfend. Momentan sitze ich in einem Starbucks und zwar in einem, wo ich noch nie war. Um so ein Ding zu finden, benutzt ja der moderne Mensch Google Maps und der übermoderne sein Taschengadget namens Android-Handy oder wahlweise ein iPhone. Sein Leben von Technologie abhängig machen, ist ja total in...

Der heutige Kaffeetisch ist übrigens mit einem Kaffee Latte, einem Eistee und einem Haferflocken-Cookie gedeckt. Ich sitze im Fenster und beobachte die ein- und auslaufenden Kunden. Heute wird auf meinem Linux-Notebook getippelt und da habe ich letzte Woche Ubuntu 9.10 draufgedübelt. Vom kurzen Browserschrift-Chaos mal abgesehen, ging es prima glatt. Jetzt muss ich nur noch die Energiespareinstellungen ordentlich anpassen. Das geht noch nicht so richtig automatisch und das WLAN hat auch schon einen Notboot hinter sich. Man merkt den fehlenden Software-Support der Hersteller. Microsoft zahlt bestimmt auch ordentlich Geld, damit ihr Windows von allen unterstützt wird.

Aber wir wollen heute mal nicht technisch werden. Wie schon erwähnt, sitze ich im Fenster. Das hat den kleinen Nachteil, dass ich den Kopf verdrehen muss, um die Leute zu sehen und wir wollen ja mal nicht auffällig starren, oder? Das Starbucks ist recht voll und ständig rutschen Leute in der Schlange nach. Läuft also ausgesprochen gut.

Der Mann in mir ist momentan optisch unterfordert, so muss der Autor in mir etwas mehr arbeiten. Ich hatte mir diese Woche soviel vorgenommen zu schreiben, aber irgendwie habe ich alles vergessen. In einigen Tagen kann ich meinen gurkigen Dodge Journey abgeben. Was für ein Mistding... Raum ist ok, Strassenlage auch einigermassen, aber Motor und Getriebe sind die Pest. Man kann nicht vernünftig fahren damit.

Es ist 17 Uhr und draussen ist es depressiv dunkel. Ahh... das macht keine Spass. Es hat aber den Vorteil, dass ich plötzlich im Fenster die Leute hinter mir beobachten kann. Eine junge Dame trägt ihre alte Jeans auf. In dem Ding muss es mächtig ziehen, so zerrupft wie die Hose aussieht. Ja, ich weiss... Mode, aber komische Mode. Ist auch nur vorn so, nicht hinten.

Es ist für mich ein Wunder, dass Leute überleben, die an ihrem Auto kein Licht anhaben, wenn es stockdunkel ist. Ich kann es ja ansatzweise verstehen, wenn das im Halbdunkel und in der Stadt passiert, aber jetzt?

Die Uhr schlägt 17:30 Uhr und ich merke, dass ich fast jeden Absatz mit "Es" angefangen habe. Was solls! Seht mir das bitte nach und beim nächsten Mal passe ich gleich auf. Jetzt geht es zum Barnes & Noble und danach ins Hotel zurück. Ich werde bestimmt aus dem Barnes noch einige Zeilen liefern. So richtig habe ich ja heute noch nix geschrieben.

Nun sitze ich bei Barnes und betrachte die Abdrücke der Tastatur auf meinen Display. Eigentlich habe ich mich nicht auf mein Notebook gesetzt. Schnauf. Ein doppelter Espresso und ein Smoothie stehen neben mir, wobei vom Espresso nur noch die Tasse übrig ist. Ich habe einen Spiegel auf den Knien und hangele mich durch das Blatt.

Der Spiegel hat mal wieder seinen fiesen unkonstruktiven Modus drauf: "Eine Frau und ein Homosexueller regieren jetzt Deutschland." So kann man es auch sehen, aber eigentlich sind wir nur im 21. Jahrhundert angekommen, wo Geschlecht und Spassausrichtung egal sind. Das macht die beiden zu keinen besseren Menschen oder Politikern, aber uns insgesamt etwas fortschrittlicher. Vielleicht bringt Westerwelle etwas Farbe in die triste Republik. Merkel protzt wenigstens nicht immer mit ihren dicken Eiern, wie es unsere Ministerpräsidenten gern tun.

Guttenberg zum Verteidungsminister zu machen war falsch, der hätte Wirtschaft oder Aussenpolitik machen sollen. Westerwelle hätte Wirtschaft oder Finanzen machen sollen. Schäuble hätte der Ruhestand gut getan.

Das Barnes leert sich, obwohl es gerade noch voll war, aber jetzt ist bestimmt langsam Zeit für Abendbrot. Ich weiss noch nicht, was ich mir heute einwerfen will. Vielleicht wird es ein mickriger Salat oder ich hole mir im Stop & Shop noch Material für einen Selbstbausalat. Da weiss ich wenigstens genau, was drin ist. Obwohl ich mich auch für eine warme Speise erwärmen könnte, allerdings hatte ich fett amerikanischer Frühstück...

Übrigens bezahlt McDonalds seinen Aushilfen oder Mitarbeiter hier 8,25 Dollar pro Stunde. Ich war gerade auf der Bank und da hatte jemand einen Schnipsel von seinem Gehaltsscheck liegen lassen. Wobei ich nicht weiss, was da alles drin ist oder eben nicht. Mir fiel das gerade wieder ein, weil ich gerade über ALDI im Spiegel lese und die Praktiken, die da so angewendet werden.

Das war jetzt gerade sehr optisch und sehr gesund. Ich habe beim Mitschwenken meines Blickes alle Männer mitbeobachtet, die an den Tischen neben mir sitzen. Jeder, aber auch jeder hat den Kopf gehoben und geschaut. Allein das Klack-Klack ihrer Schuhe war Marketing genug, um visuell zu werden. Ganz besonders intensiv visualiert hat der runde Junge im Collegealter.

Es ist (und da ist wieder das "Es") ein Fuji Apple Chicken Salad geworden. Dazu ein ungesüsster Eistee mit Zitrone. So richtig komme ich nicht in Schwung. Machen wir also Schluss für jetzt. "Let's call it a day."

Gute Nacht und Guten Morgen Deutschland.

Meiner selbst - 2009-11-08, 02:02:21 - 5 Kommentare

Rowan Atkinson - With Friends Like These

Rowan Atkinson - With Friends Like These

Rowan Atkinson live. Schönes Englisch-Training und very funny!

Witziges - 2009-11-05, 00:03:17 - Noch keine Kommentare

Opel

Das mit Opel konnte man doch schon problemlos ab Februar 2009 erahnen... wobei es neben der Realitätsblindheit unserer Politiker auch zeigt, dass bei GM Leute am Ruder sitzen, die nicht in die Wirtschaft gehören, sondern nach Alaska zum Pilze und Beeren suchen.

Deutschland - 2009-11-03, 23:38:10 - Noch keine Kommentare

Ride the Autobahn

Wie man die deutsche Autobahn als Ausländer - hier Amerikaner - richtig benutzt, erklärt Wired in einem Artikel: Drive on the Autobahn.

Gefunden via USA erklärt

Thematisch USA - 2009-11-02, 20:32:00 - Noch keine Kommentare

Mein Foto in Ubuntu 9.10

Wer das neue Ubuntu 9.10 ausprobiert, der wird bestimmt auch die neuen Hintergrundbilder entdecken. Eventuell kommt ja dem einen oder anderen meiner Leser das grüne Bild in der Mitte bekannt vor. Ja? Genau, es ist ein Bild aus dem Frankfurter Palmengarten und das Original findet man hier bei Flickr.

Ich hatte mich an einem Flickr-Wettbewerb für Ubuntu-9.10-Bilder beteiligt und mein Bild wurde, neben anderen, ausgewählt :) Man kann mir mit kleinen Dingen eine grosse Freunde machen.

Auf Flickr gibt es auch noch eine Galerie mit allen Gewinnern.

Linux - 2009-11-01, 18:05:50 - 6 Kommentare

Schlechte Jäger

Diese nette Lebensweisheit der Indianer habe ich gestern an einem Kühlschrank bei Freunden entdeckt. Diese Kühlschrankmagnete werden bestimmt von Fleischern gratis verteilt :)

Witziges - 2009-11-01, 17:45:48 - 2 Kommentare

Momente aus einem Starbucks

Er ist der offizielle Starbucks-Wilmington Womenizer. Anders kann es nicht sein. Er stand nah der Kaffeeausgabe und hat ausnahmslos mit jedem Mädchen ein Gespräch angefangen. Wenn keine Dame in der Nähe war, dann hat er die Damen hinterm Schalter bearbeitet. Jetzt ist er gerade weg und hat sich mit "Starbucks is like a church to me." verabschiedet. Nun gut, der Spruch hätte auch von mir sein können.

Links sitzt ein Mädchen und gerade ist einer reingekommen, der offensichtlich sie nicht kennt, aber sie treffen will. Er hat einen Notizblock mit. Es wird scheinbar ein Bewerbungsgespräch. Sowas wie eine Abwerbung, weil sie einen Managerjob irgendwo hat. Riecht er oder sie so stark? Ich glaube er, denn vor 4 Minuten ist es mit noch nicht aufgefallen.

Sieht so aus, dass es in einer Filiale nicht läuft und der Gebietsleiter scheinbar an der Chefin der Filiale vorbei die Dame aushorcht. Gleichzeitig bietet er ihr indirekt den Managerposten an. Oder sowas...

Jetzt sind sie weg und stattdessen sitzt eine Hausmaklerin mit ihren Kunden da und bespricht, welche Häuser sie anschauen und welche Preise und Finanzierungen sie probieren wollen. Mir gegenüber, leider nicht an meinem Tisch, sitzt was fürs Auge. Sehr natürlich, lustige Augen und den Rest brauche ich ja hier nicht beschreiben... ist auf jeden Fall indirekt nicht gut für meinen Blutdruck. Laut wissenschaftlichen Studien aber gut für mein erreichbares Alter. 5 Minuten pro Tag auf eine schöne Frau schauen, verlängert das Leben eines Mannes jeweils um 30 Minuten. Geht pro Tag aber nur einmal. Wenn ihr meine Blogeinträge durchschaut, dann könnt Ihr Euch ja ausrechnen, dass ich locker 1,5 Jahre gewinnen werde. Mehr ist es leider nicht.

Eben eilt ein Starbucks-Angestellter rein. Er scheint seinen Schichtanfang verpasst zu haben, denn er rennt wie blöde. Bin ich gespannt, wen er ablöst... ah... den anderen Herren, der schon am Anfang meines Besuches da war.

Sie haben jetzt irgendwelche Sachen unterschrieben. Damit dürfte der Ruin des Paares nicht mehr weit weg sein. Die Maklerin erklärt jetzt Gebühren und Kleingedrucktes. Übrigens hier in den USA immer die grösste Position in Verträgen und Werbeanzeigen. Wenn jemand Dir einen Vertrag pro Monat von 29,95 Dollar anbietet, dann lies mal das Rauschen am Ende der Seite. Gebühr hier, Gebühr da, gültig nur 6 Monate, Strafe hier, Strafe da, Atmen geht extra und so weiter. Das deutsche Kleingedruckte ist da total harmlos gegen. Da kann man mal nix gegen den europäischen Verbraucherschutz sagen.

Sie erzählt gerade vom Hausinspektor und den Termiten, die er finden könnte. Sie können dann irgendwie zurücktreten, aber müssen 1.000 Dollar löhnen. Aber ich habe es wohl nicht richtig verstanden. Interessant ist, dass sie deutlich älter erscheint, als er ist. Der Jüngling muss also das Geld ranschaffen ;) Eventuell ist sie auch heute nur nicht wirklich fit und sieht deswegen älter aus. Er hat auch gerade einen 1.000 Dollar-Scheck ausgefüllt und der Maklerin gegeben. Keine Ahnung, welche Gebühr das jetzt ist. Der Lieblingssatz von Frau Neuhausbesitzerin ist übrigens. "Oh, really?!"

Neu im Starbucks sind jetzt eine ältere Dame und ihr Mann(?). Er benimmt sich... naja... protzig. Singt laut die Sinatra-Lieder mit, macht irgendwelche Bemerkungen, sehr laute Bemerkungen und sie versucht ihn immer wieder leise zu bekommen. Er ist Italo-Amerikaner oder wie auch immer diese Linie heisst. Das merkt man immer an der Art und Weise, wie die Leute reden. Ich kann es nicht beschreiben, es ist ein ganz spezieller Sing-Sang, der etwas geschwollen wirkt.

So, reicht jetzt. Heute Abend ist Halloween-Party und vorher muss ich noch etwas arbeiten. Die Wochenenden dienen hier eigentlich nie der Erholung.

Meiner selbst - 2009-10-31, 20:19:21 - 2 Kommentare

Chipsschnurpser

Ich hasse immer noch Chipsschnurpser am Nachbartisch. Wenn mich was wild macht, dann solche Geräusche. Mit wild meine ich nicht den Zustand sexueller Erregung...

Nerviges - 2009-10-30, 01:29:55 - 2 Kommentare