Viel Kaffee, Scharfe Tauben, Schnee und Überfall

Es ist echt lange her, dass ich in einem Café sass und einen Text für Euch tippte. Heute soll es mal wieder soweit sein. Zuerst wie immer der Speisestatus: Milchkaffee und dazu war ein Stück Erdbeer-Schmand auf dem Teller. Nun natürlich nicht mehr.

Auf dem Weg ins Café habe ich einen Täuberich dabei erwischt, wie er spitz wie Lumpi eine Täubin begurrt hat. Der war ja sowas von spitz ;) Voll den dicken Hals gehabt und dabei ist es momentan total frisch draussen.

Und da geht ein Skypefenster auf und jemand ist dran. So ist das, mit der totalen Vernetzung. Wenigstens plaudert mein Handy nicht meinen Status und Aufenthaltsort an die Allgemeinheit raus. Mein Netzbetreiber weiss das zwar, aber noch steht es nicht auf Gesichtsbuch oder Gezwitscher. Einige Sachen sollte man vermeiden. Spätestens, wenn man ausgeht und vergisst seine Position zu sperren und plötzlich die Freundin die schöne Stimmung verdirbt ;)

Ich stelle gerade wieder fest, dass man als Mann nicht viele Sachen gleichzeitig machen kann... auch nicht sollte, sonst macht man nix richtig. Den Screencast muss ich mir für später aufheben, aber ich könnte zumindest schon mal das Skript schreiben, wie der Screencast ablaufen soll. Drehbuch quasi.

Es hat übrigens geschneit heute Nacht und zwar richtig. 7 Zentimeter ungefähr und das ist viel für Jena. Gerade noch einen Kaffee geholt. Die Bedienung stirbt gleich an Übermotivation. Auf manche Dinge ist also noch Verlass.

Gerade stapeln sich wieder die Leute, nachdem vor 5 Minuten noch niemand da war und ich meinen Zweitkaffee ohne Probleme gekommen habe. Ganz links unterhalten sich zwei Jungs auf Französisch. Direkt links von mir unterhalten sich zwei auf Englisch, wobei er eindeutig Deutscher ist. Schrecklich deutsches Englisch, zumindest im Klang. Rechts von mir eine Diskussion über Skiwetter auf Deutsch.

Ein Paar hat sich untypisch zu einem anderen Paar an den Tisch gesetzt, weil nix mehr frei war. Sehr undeutsch ;)

Ich bin umgezogen und sitze jetzt im Schwarzbohne. Neben mir steht ein Latte und ein Stück kalter Hund. Ich konnte dem Hund nicht widerstehen. Leider sitze ich mit dem Hintern zur Lokalität, was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann, weil ich die Leute nicht sehe... so muss ich mich mit dem Blick aus dem Fenster begnügen.

Rechts im Augenwinkel sitzen zwei Mädchen. Also nicht in meinem Auge, nur im Sichtbereich des Selbigen. Es klingt wie eine Fremdsprache... aber gerade bekomme ich mit, dass die Damen nur nuscheln und man es deswegen für was Fremdes hält.

Das mir immer die Nase laufen muss, sobald ich im Warmen sitze... Frust. Aber das geht wohl einem Grossteil der Bevölkerung so. Was wird es denn heute zum Abendbrot geben? Weiss nicht, wohl Brot, Butter und Restkram aus dem Kühlschrank. Etwas Salat fristet noch seinen Schattendasein im Kühlschrank. Ihn könnte man mit Tomaten und etwas Käse aus dem Schlaf erwecken. Aber dazu braucht es halt noch Tomaten und Käse und damit einen Gang in den Supermarkt.

Drüben hat Intersport seinen neuen Laden eröffnet. Ich muss erstmal schauen, ob es der Laden aus der GöGa ist oder ein neuer. Letzteres würde in der Grossstadt Jena wenig Sinn machen und ausserdem liegen nur 2 min zwischen beiden. Die Leute stehen vor dem Laden nach irgendwas an... gibt wohl was gratis. Immer diese Mitnahmementalität :)

Kino geht gleich los, die Leute strömen in Richtung Holzmarkt. Ich habe dieses Wochenende kein Kino, ich werden wohl nicht mal Fernsehen machen. Gerade ziehen noch mehr Leute an meinem Fenster vorbei. Man sieht immer, wenn Leute dem Alkohol und der Zigarette zusprechen. Die Leute sehen so... gebraucht aus, speziell im leichten bis fortgeschrittenem Alter.

Gerade im Spiegel über den Überfall auf ein Pokerturnier in Berlin gelesen... voll Hollywood in Berlin. Krass Dude! Die Jungs haben sich bestimmt erst die Filmrechte gesichert, bevor sie den Überfall gemacht haben.

Bin wieder zu Hause und werde jetzt meinen Salat machen, mal Rausschwimmen und dann die Nacht mit Lasttests verbringen.

Dies und Das - 2010-03-06, 18:51:44 - Noch keine Kommentare

Schönes

Blogmüde Woche gewesen... Tschuldigung! Erstmal ein schönes Wochenende und dann schauen wir mal.

Meiner selbst - 2010-03-05, 23:30:46 - 1 Kommentar

Die Melkbrust

Die Studenten der Uni Jena zeigen Witz und haben eine griechische Statue passend zur finanziellen Lage des Ursprungslandes dekoriert. Jedenfalls reime ich mir die Sache mit der Melkbrust so zusammen. Wobei ja eigentlich eher ein Grieche an der Brust der Europa saugen müsste... die ihren Ursprung auch noch in Griechenland hat. Wie verwirrend.

Alle entwickelten Kulturen/Zvilisationen und grossen Ländern sind geschichtlich gesehen untergegangen und nie wieder aufgetaucht. Leider werde ich nie erfahren, wie das 20. und 21. Jahrhundert in der Zukunft mal bewertet werden.

Jena - 2010-02-28, 22:30:17 - Noch keine Kommentare

Filmkritik: The Ghostwriter

Poster The Ghostwriter

Poster from Wikipedia

Gestern waren wir nun endlich im Film The Ghostwriter von Roman Polanski, nach dem Buch The Ghost von Robert Harris. Meine Erwartungen waren hoch und wurden nicht enttäuscht.

Harris und Polanski, die auch zusammen das Drehbuch geschrieben haben, liefern einen sauberen und geradlinigen Thriller ab, der weder den Leser des Buches noch den Nichtleser in irgendeiner Weise enttäuscht. Polanski hat keinerlei Schnickschnack verbaut. Der Film konzentriert sich auf die Lösungsfindung und das Finale. Genau wie im Buch, ist immer der Ghostwriter im Bild, denn aus seiner Sicht wird erzählt.

Ewan McGregor ist eine ausgezeichnete Besetzung für die Rolle. Man nimmt ihm den verwirrten und überforderten Ghostwriter ab, der leicht naiv durch das politische Geschehen stolpert. Er hat sich ja auch nie für Politik interessiert und diese Autobiographie eigentlich nur wegen des Geldes übernommen. Pierce Brosnan ist ein perfekter Ex-Premierminister. Kalt, glatt und grinsend mit dem Hauch von Selbstüberzeugtheit. Kim Cattral gibt die eiskalte blonde Dauerassistentin und Olivia Williams ist die leidende Ehefrau. Verraten kann ich hier leider nicht mehr, sonst wisst ihr schon die Handlung. Jedenfalls spielen die Vier gut miteinander in doppeltem Wortsinn.

Bemerkenswert ist, dass der Film zwar in London und auf Marthas Vineyard, MA spielt, aber keine Szenen dort gedreht wurden. Obwohl ich beide Plätze selbst kenne, fiel mir das erst im Nachhinein auf. Man merkt, dass der Film etwas Hilfe aus dem Computer hatte, um das Wetter, die See und die Farben düster zu gestalten, aber das ist erlaubt, denn die Gesamtstimmung ist wunderbar nasskalt und verschwörerisch. Gedreht wurde in Babelsberg und an der Ostsee.

Fazit: Wer auf Gegenwartsthriller mit einem Verschwörungsthema steht, in diesem Fall sogar ein durchaus mögliches, und einen Film mit Stimmung sehen möchte, der ist exzellent bedient. Der Film ist übrigens kein Hollywood, weil nichts explodiert und nicht aus allen Ecken und Kanten auf den Hauptdarsteller geschossen wird.

Mediales - 2010-02-27, 09:48:41 - 4 Kommentare

Buchkritik zum Film Ghostwriter... eine Wiederholung

The Ghost

Da gerade der Film Ghostwriter ins Kino gekommen ist, hier nochmal meine Buchrezension von 2008. Ich hoffe, dass der Film mit dem Buch mithalten kann. Die Verfilmungen von Vaterland und Enigma waren beide eher mässig und eher nicht mal ansatzweise den Büchern ebenbürtig.

... Im Urlaub habe ich nicht nur Urlaub gemacht und leicht gearbeitet, denn ich konnte einigen Emails nicht aus dem Weg gehen, sondern ich habe auch gelesen. Das Buch hiess The Ghost und ist von Robert Harris. Der Herr hat auch Fatherland und Engima geschrieben.

Wie immer gibt es keinen Inhalt, nur soviel: Es geht um den ehemaligen britischen Premierminister, der eine Autobiographie für 10 Millionen Dollar schreiben lässt. Wie so oft übernimmt ein Ghostwriter diese Aufgabe und dabei kommt es zu Komplikationen.

Die Geschichte spielt in New York, Washington und auf Marthas Vineyard, einer Insel im Süden von Massachusetts. Das Buch ist sehr darstellend geschrieben, leicht zu lesen (Englisch) und spannend, denn die Lösung kommt erst sehr spät. Ich habe das Buch verschlungen. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass es im Jetzt spielt und auf Terrorismus und Irak-Krieg Bezug nimmt...

Mehr zum Film dann nächste Woche, denn der Besuch steht fürs Wochenende auf dem Plan.

Lesematerial - 2010-02-23, 22:04:14 - Noch keine Kommentare

Buchkritik: Sergej Lukianenko - Spektrum

Buchcover Spektrum

Von Sergej Lukianenko habe ich ja schon Einiges gelesen und war meist sehr zufrieden mit dem Leseergebnis. Aus diesem Grund konnte ich auch nicht an Spektrum vorbeigehen. Natürlich ist auch Spektrum wieder Science Fiction, aber auf die sanfte Tour.

Spektrum spielt in einer nahen Zukunft und Ausserirdische sind quasi normale Bekannte. Man kann von Planet zu Planet reisen und zwar durch die Benutzung von Sternentoren, die von Ausserirdischen, den Schließern, betrieben werden. Die Schließer verlangen von der Erde nichts, sie bezahlten sogar Pacht für die Fläche, die die Sternentore einnehmen. Jeder kann das Tor benutzen und der Preis ist niedrig - eine Geschichte, eine schnöde Geschichte muss erzählt werden. Die Geschichte muss aber neu und originell sein. Bereits erzählte Geschichten sind wertlos und ablesen gilt nicht.

Martin, ein russischer Privatdetektiv und regelmässiger Weltengänger, wird nun als Experte für einen verzwickten Fall angesetzt. Er bewegt sich über viele Welten, er lernt fremde Wesen kennen und arbeitet langsam auf die Lösung des Problem zu. Martin ist ausserdem kein Kostverächter. Er kocht und trinkt gern. Ein Russe halt. Deswegen darf man sich an kulinarischen Beschreibungen ergötzen, sobald Martin eine Ruhepause braucht oder endlich mal wieder zu Hause ist.

Spektrum ist fesselnd, lustig und es beschreibt fremde Welten sympathisch und mit Respekt. Zum Ende hin wird es etwas schwer verständlich im Bezug auf die Lösung des Gesamträtsels. Aber hier gleichen sich alle Bücher von Lukianenko etwas, denn er setzt voraus, dass der Leser teilweise sehr abstrakt oder metaphysisch denkt. Das ruiniert aber nicht das Gesamtbild und den Spass am Buch.

Fazit: Lesebefehl, wenn man Science Fiction mag, wo die Menschen einfach nur eine Rasse von vielen sind.

Lesematerial - 2010-02-21, 13:20:12 - Noch keine Kommentare

Auszüge aus der Tiger Woods-Entschuldigung

Golf Babes

Photo by danperry.com - CC-BY-2.0

Man hat mir den Text der Tiger Woods-Entschuldigung vorab zugespielt. Für Euch möchte ich schnell die wichtigsten Abschnitte übersetzen.

"... Heute möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich meine eigene Frau im Schlafzimmer vernachlässigt habe. Ich hätte nicht der Diener vieler Herrinnen sein dürfen oder zumindest nur einer überschaubaren Anzahl. Ich habe in jeder meiner vielen Frauen natürlich immer nur meine Ehefrau gesehen... schliesslich sahen die anderen Damen nicht ohne Grund wie sie aus."

"Mein Klinikaufenthalt hat mir gezeigt, dass ich nicht jeden Parcours spielen muss und dass der heimische Rasen in den meisten Fällen die meisten Herausforderungen und Überraschungen bietet. Auch habe ich gelernt, dass man nur golfsüchtig oder sexsüchtig sein kann, nicht beides. Wobei ich nie golfsüchtig war, es war nur eine gute Ablenkung für die Zeit zwischen den Frauen. Man kann gut mit Golf seinen Tank wieder auffüllen und sich in Ruhe Gedanken machen, wie man an das nächste Loch am Besten herantritt."

"Trotzdem: Ich sehe gut aus. Ich habe eine grosse Rolle voller Münzen. Ich kann immer und überall einlochen, egal ob langer, kurzer oder überhaupt kein Rasen. Jetzt werde ich mich wieder auf die Löcher konzentrieren, die mir mein Leben bedeuten."

"Ich möchte mich bei meinen Fans entschuldigen, dass ich der Saubermann war. Ich hätte Euer Leben von Anfang an mit mehr Skandalinformationen fühlen können und mit mehr Techniktipps zum Versenken mit wenigen Schlägen. Beim letzten Mal habe ich zu viele Schläge gebraucht. Das war peinlich und meiner Technik nicht angemessen."

"Ich habe übrigens nie Zigarren geraucht und Praktikantinnen wären meiner unwürdig. Ausserdem kann ich mir gut aussehende Frauen leisten."

"Nun werde ich wieder meinen Schläger rausholen und entspannt abgolfen. Den wenigen Frauen, die noch nicht mit mir geschlafen haben sei gesagt, ich werde nicht ewig verheiratet sein..."

Tut mir leid, wenn das Deutsch an manchen Stellen etwas hoppelt, aber Tiger hat verbal viele Purzelbäume geschlagen, die man schlecht übersetzen kann.

Thematisch USA - 2010-02-19, 07:10:09 - 3 Kommentare

Charakterdefinition via Burger

"Zeige mir, wie Du in einen Burger beisst und ich sage Dir, was für ein Mensch Du bist."

(Der Blogautor)

P.S. Sitze gerade im McCafé und schaue einer jungen resoluten Mutter beim Burgeressen zu...

Ein Satz muss sein - 2010-02-17, 19:16:23 - 2 Kommentare

Hänselei

Rotzen

Mit dem Namen muss die Schulzeit nicht einfach gewesen sein...

Witziges - 2010-02-16, 22:34:35 - Noch keine Kommentare

Wer sucht, der findet...

Nach langer Zeit mal wieder ein Blick auf Gesuchtes via Google. Die Damen und Herren sind dann bei mir gelandet.

  • "was ist das" - Eventuell sollte man das Objekt noch spezifizieren.
  • "sahra wagenknecht nackt" - Dann mach Dich schon mal auf ein politisches Gespräch danach gefasst.
  • "dumme bilder" - Soll vorkommen.
  • "dumme frauen" - Kommt auch vor.
  • "ich bin doof" - Selbsteinsicht ist der erste Weg zur Erkenntnis.
  • "sexpupe" - Mmm... meinst Du Pumpe oder Puppe?
  • "dumme leute" - Nun wird es aber langsam bissl dämlich.
  • "dumme kinder" - Könnten von dummen Frauen und Leuten kommen, aber ich will nicht verallgemeinern. Wie sagte schon Forrest Gump: "Dumm ist, wer Dummes tut."
  • "frauen ohne kleider" - Suche mal nach "Frauen in Hosen".
  • "anleitung zum richtigen hände waschen" - Löblich.
  • "frauen ohne kleidung" - Wohl vorhin nicht das Gewünschte gefunden?
  • "tanja nackt" - Warum nur Tanja? Warum nicht Sarah, Helga, Steffi oder Isabell?
  • "normales girl" - Ich bin mir sicher, dass es sowas nicht gibt.
  • "schönes girl" - Was nun? Normal oder/und schön?
  • "mondos" - Hast also Dein normales schönes Girl gefunden?
  • "geiles sandwich" - Hunger oder der Trieb?
  • "harley grün" - Abartig.
  • "mercedes torte" - Such mal nach "teure torte".
  • "deutsche girl" - Waren Dir die anderen nicht schön und normal genug?
  • "nein ich will nicht" - Ich will gerade auch nicht mehr.
  • "der längste schwanz" - Qualität geht vor Quantität.
  • "ich will dich wieder zurück" - Bist Du eine Ex von mir?

Demnächst wieder mehr in diesem Kino.

Witziges - 2010-02-16, 06:44:00 - 2 Kommentare

Mit TFTP gegen den Terror

TFTP aus Wikipedia

In der Übersetzung zum SWIFT: Europäisches Parlament lehnt Interimsabkommen mit den USA ab ist was tierisch schief gegangen. Da hat jemand eine Abkürzung gegoogelt und einfach mal eingesetzt... nix Zusammenhang oder so.

Spaniens Innenminister Alfredo PÉREZ RUBALCABA erklärte im Namen der Ratspräsidentschaft, dass das Dateiübertragungsprotokoll TFTP (Trivial File Transfer Protocol) ein Instrument von großem Wert sei, durch das versuchte Terroranschläge verhindert werden konnten. Er ist der Ansicht, dass der Text ausreichende Datenschutzgarantien gewährt. Er wünsche, dass Parlament und Rat gemeinsam ein interinstitutionelles Übereinkommen ausarbeiten, welches den Abgeordneten einen einfacheren Zugang zu Verschlusssachen gibt.

Ein Informatiker freut sich diebisch über solches Versagen. Informatiker waren schon immer die Guten und Protokolle werden mit grossen Zielen designt. ROTFL!

P.S. Mal sehen, wie lange es so rumsteht. Es muss übrigens Terrorist Finance Tracking Program heissen.

Via Dirks Logbuch

Witziges - 2010-02-14, 20:29:53 - Noch keine Kommentare

6 Tonnen Kohlendioxid pro Bündel Rosen??

Heute schreibt die Zeit über den Rosenanbau in Kenia und deren Umweltbilanz. Der Artikel erwähnt eine Zahl von 6000 Kilogramm pro Bündel Rosen. Die interessante Frage ist jetzt, was ist ein Bündel und stimmen die Zahlen oder muss es nicht eher Gramm heissen?

Wenn ich nach Boston fliege, dann fallen ca. 1,5 bis 2 Tonnen Kohlendioxid pro Flug für mich an. 6 Tonnen Kohlendioxid erzeugt man, wenn man mit seinem Auto 26.000 Kilometer fährt. Sollen Rosen wirklich so böse sein?

Dann hätten wir Männer ab sofort die perfekte Ausrede, wenn wir mal wieder keine Blumen zum Geburtstag aus dem Billigladen um die Ecke mitbringen: "Schatz, ich habe Dir keine Rosen mitgebracht, die sind so umweltschädlich. Stattdessen koche ich Dir heute was mit Öko-Huhn und Öko-Nudeln."

P.S. Diese Studie spricht von 2,2 Tonnen pro 12,000 Rosen und sagt 35 Tonnen für die Rosen aus den Niederlanden. Sollte das unser Bündel sein? Müsste die ZEIT da nicht nochmal an den Text ran und die ganze Sache mal auf einen Strauss Rosen aufdröseln?

Deutschland - 2010-02-14, 11:28:55 - 5 Kommentare

Café mit Damen zum Samstag

"If you can drive in India, you can drive anywhere in the world." Dieser Satz stammt von einem Inder, der gerade im Blackbean sitzt und mit einer jungen Dame plaudert. Er hat dann noch einen Satz nachgeschoben: "Traffic in India is a mess." Da fühle ich mich gleich richtig wohl auf deutschen Strassen :) Ja, es ist Samstag und ja, ich trinke wieder einen Kaffee Latte und dazu... obwohl ich meinen Zuckerkonsum runterschrauben wollte... ein Stück Marmorkuchen.

Rechts von mir sitzt ein Rothaar. Ein echtes Rothaar, weil sie auch die Sommersprossen und die blasse Haut hat. Sie verspeist ein Sandwich und trinkt mir ihrem Freund einen Kaffee. Jetzt habe ich ihr wohl zu sehr beim Zubeissen zugesehen, denn sie hat mich mit einem Blick gestraft. Ja, hast ja Recht. Aber es war einfach zu schön anzusehen, wie der kleine Mund mit dem riesigen Sandwich kämpfte. Muss ich gleich an meine beste Freundin denken...

Ich sitze natürlich nicht grundlos im Café, denn ich muss arbeiten. Es stehen einige Folien für eine Präsentation auf dem Plan und solche Dinge kann ich am Besten abseits von Wohnung und Büro erledigen. Ich weiss, ich bin komisch, aber jeder hat halt Macken.

Eben ist eine junge vollbusige Dame in Grün eingetroffen... mich lenkt momentan nicht das Runde ab, sondern ihr Ohrtiefbohren. Putzig. Die Rothaarige schaut der Grünen nach. Wahrscheinlich einfach mal die Konkurrenz prüfen. Liegt wohl daran, weil er schaut... abprüft. Männer wie Du und ich halt...

Wer seinen Skype auf Offline setzt, wenn er offline ist, kann bis zu 0.5 Watt sparen, denn soviel scheinen Prüfungen auf den Onlinestatus zu kosten, den Skype immer wieder durchführt. Man kann seinen Akku so etwas ziehen.

Frau in Grün hat gerade eine Freundin empfangen. Sie sprechen Englisch und zwar amerikanisches Englisch. Zumindest die Freundin. Mal zuhören und lauschen, welchen Dialekt Frau Grün spricht... könnte britisches Englisch sein, aber es ist eigentlich sehr Akzent und Dialekt frei. Ich vermute also, dass sie eher Deutsche ist und sehr gutes Englisch gelernt hat. Nein... sie ist auch Amerikanerin... jetzt kann sie es nicht mehr verbergen. So gut sind meine Ohren mittlerweile schon, wobei ich den Bundesstaat noch nicht rausbekomme. Zudem hat die Freundin jetzt gerade gefragt, ob sie jemanden Deutschen hat, der ihre Arbeit Korrekturlesen kann.

Eine andere Gruppe von Damen hat sich jetzt am ehemaligen Tisch der Rothaarigen niedergelassen. Sie trinken Kaffee, essen Kuchen und suchen etwas nach einem Thema, was sie bequatschen können, denn gerade Schwiegen sich sich kreativ an. Ganz im Gegensatz zu den amerikanischen Mädels, die die kulturellen Besonderheiten von Deutschland auswerten. Naja, wir Deutschen sind in den USA genauso. Ich kann ihnen nichts nicht von den Sachen übelnehmen, die sie erzählen. Die Mädels aus den USA sind 21 und 22.

"Thanksgiving is such a chick holiday." Damit hat sich wirklich Recht, zudem ist der Valentinstag wie Weihnachten ein ökonomisch ausgebeuteter symbolischer Tag. Der Massendruck ist auch extrem gross, unbedingt was machen oder schenken zu müssen. Eigentlich zählt Gedanke, nicht das Portemonnaie.

Ich würde mich gern mit den Damen mal über Ihre Eindrücke in Deutschland unterhalten, aber ich habe derzeit keine Muse, sie anzuquatschen. Muss ich das halt auf irgendwann verschieben. Werden nicht die letzten studierenden Besucher in Deutschland sein. Scheinbar ist Deutschland momentan ausreichend attraktiv, um hier zu studieren. Beide haben auch jeweils einen deutschen Freund und die eine macht sich sogar Gedanken, ob sie hierbleiben möchte.

Es ist Olympia 2010 und keiner schaut hin? Mir fiel nur gerade auf, dass da jetzt irgendwas ist und es mich nicht interessiert. Früher habe ich mich immer auf die Olympischen Spiele gefreut... mache ich schon lange nicht mehr. Als es mit der Werbung an allen Ecken und Kanten los ging und dazu diese engen Kommerzregeln... da war es vorbei. Oder mal ganz machomässig: Mir fallen nur die Sportler auf, die sich nach den Spielen ausziehen.

So, ich war noch in der DM und habe Geld in Badeutensilien investiert. Danach ging es in die Thalia und ich habe mir noch ein Buch gekauft: John Scalzi - Agent der Sterne. Werde es nachher auch gleich zu Hause lesen.

Euch noch ein schönes Wochenende.

Dies und Das - 2010-02-13, 17:34:51 - 4 Kommentare

Lesenswert - Rätsel um US-Staatsschulden

Wer sich auch nur die Bohne für das grosse wirtschaftlich Ganze interessiert, der sollte unbedingt einen kurzen Blick auf diesen Artikel von Telepolis werfen: Rätsel um US-Staatsschulden.

Wer nur Bahnhof versteht: Die USA kaufen einen Teil ihre eigenen Schulden mit selbstgedrucktem Geld.

Lesematerial - 2010-02-13, 16:56:33 - Noch keine Kommentare

Die Zukunft

Man muss nicht über die Zukunft nachdenken, damit sie zur Gegenwart wird.

Ein Satz muss sein - 2010-02-12, 08:33:17 - Noch keine Kommentare