Eingeparkt

Meine Boeing 747 nach Boston sah sehr eng eingeparkt aus. Noch ein Grund, warum sich in den nächsten 30-50 Jahren die Flugzeugdesigns nicht wesentlich ändern werden. Die Flughäfen sind einfach nur für eine Art Flugzeug gemacht.

Technisches - 2014-12-15, 03:45:00 - Noch keine Kommentare

Ich baue mir ein NAS - der 18TB Würfel

Thecus N3200Pro und das neue NAS

Einleitung

Ich hatte schon lange versprochen, Euch über den Ausgang des Aufbaus und die Teile meines neuen NAS zu informieren. Zuerst kurz zur Motivation. Bisher habe ich ein Thecus N3200PRO mit 3x 1TB WD-Green als RAID-5 im Einsatz. Da aber keinerlei Updates vom Hersteller mehr eintrudeln, es kein rsync kann, das NFS unzuverlässig ist und ich seit geraumer Zeit ein Fan von Filesystemen mit Prüfsummen bin (Thema Bitfäule), war eine Neuanschaffung unvermeidlich.

Nun hätte man wieder ein Thecus oder ein Synology oder so kaufen können, aber damit wäre ich wieder im Kerker der Hersteller gelandet. Nicht nur, dass man den Typ des Filesystems meist nicht wählen kann, die Updates sterben meist schnell und im Lichte der vielen Sicherheitsproblemen von Routern und NAS in den letzten Monaten, war mir etwas Zugeschlossenes zutiefst unsympathisch. Im Preis macht es sich auch nicht gross bemerkbar, oft sind die fertigen NAS sogar teurer.

Auf dem Bild rechts ist übrigens der weisse Würfel das neue Gerät und das kleine schwarze Ding auf ihm, ist das alte Thecus.

Wahl der Basis I

Zuerst habe ich mich nach Open Source NAS-Software umgesehen. Der Markt ist natürlich sehr gross, aber es gibt nur wenige Mitspieler, die schon länger und mit ausreichend Beachtung versehen sind. Natürlich hätte man auch ein Standard-Linux draufwerfen können und sich ein RAID zusammenschrauben, aber ich wollte etwas Komfort und nicht zu vergessen, was gegen Bitfäule.

Als Kandidaten standen also FreeNAS, NAS4Free, OpenFiler und Open Media Vault in den Startlöchern.

Kurz zur Bitfäule

Im Englischen "bit rot" genannt, ist das Phänomen, dass entweder durch sporadische, aber unbemerkte Fehler, einzelne Informationsbits kippen oder durch Lagerung einfach die Medien schwach werden und die Information nicht mehr vernünftig halten. Der letzte Punkt ist bei Festplatten nicht ganz so ein starker Faktor, wenn sie nicht die ganze Zeit im Schrank liegt, aber bei CDs ein Thema.

Bei Festplatten kann es passieren, dass auf der Festplatte nicht die Daten ankommen, die der Prozessor eigentlich ablegen wollte. Dummerweise merkt das niemand, da das Bit auf dem Weg von CPU zur physischen Platte irgendwo kippt. Das kann ein Software- oder ein Hardwarefehler sein oder einfach auch nur Zufall, weil bei unseren derzeitigen Computern, nur noch wenige Atome die Leiterbahnen bilden, die Spannungsniveaus extrem niedrig und die Geschwindigkeiten so stark gestiegen sind, dass wir teilweise an physikalischen Limits kratzen.

Also kann es passieren, dass beim Schreiben oder Lesen, einfach die Daten eine kleine Macke bekommen. Beim Lesen wäre es nicht weiter schlimm, wenn man es merken würde und nicht später die kaputte Information wieder zurückschreibt oder gar aufs Backup kopiert. In einem Video fällt das nicht auf, aber ein JPEG oder ein UTF-8 Text sehen dann schon richtig komisch aus. Ein schöner Artikel dazu ist Bitrot and atomic COWs: Inside "next-gen" filesystems.

Um dem Problem Herr zu werden, hat man Dateisysteme entwickelt, die sich dieses Problems durch Prüfsummen annehmen. Das Thema nennt sich Datenintegritätssicherung. Einfaches Praxisbeispiel. Wenn man Geld von A nach B bringt, dann zählt man es und verpackt es. Die Zählsumme wird unabhängig vom Geld transportiert oder gelagert. Wenn man das Geld braucht, dann zählt man zuerst nach und vergleicht es mit der Zählsumme. Stimmt es nicht, ist entweder Geld manipuliert worden oder die Zählsumme falsch gespeichert worden. Man kann also ein Problem melden. Wenn man jetzt noch die Zählsumme absichert, indem man sie z.B. als Kopie mit dem Geld transportiert, dann kann man ggf. sogar sagen, ob Zählsumme oder Geldbetrag falsch sind. Das ist natürlich ziemlich vereinfacht, aber so ungefähr geht es. Die Magie der Mathematik im Rechner kann sogar kaputte Daten anhand von Prüfsummen wieder zusammenstoppeln.

Wahl der Basis II

Es gibt nur wenige Filesysteme, die mit Bitrot umgehen können und das sind ZFS (FreeBSD), Btrfs (Linux), ReFS (Microsoft) und noch etwas von Netapp glaube ich, aber da ist kein rankommen. Nur ZFS und Btrfs sind frei verfügbar. Btrfs ist noch etwas frisch und so gehen die RAID-Level 5/6 noch nicht so prickelnd und keine grössere NAS-Distribution nutzt es. Damit ist Linux raus, weil ich mir kein Ext4 via Software-RAID antue. Da wäre ich nicht anders unterwegs als jetzt.

Also nur ZFS und damit sind wir bei FreeNAS und NAS4Free. Die beiden sind verwandt. Beide haben die gleichen Wurzeln, trennten sich aber irgendwann. Ich glaube, weil man über FreeNAS mehr liest, habe ich das gewählt.

Die Hardware

Es war klar, dass ich nix von der Stange kaufe werde, weil das System zuverlässig sein sollte, aber auch leise. Ich habe eine Weile gewühlt und gelesen und wollte schon fast etwas bestellen, da fiel mir noch auf, dass man ZFS nur mit ECC-Memory betreiben sollte, weil sonst der Sinn von ZFS und seiner Datenintegrität ad-absurdum geführt wird. Oder auf Deutsch, wenn der Hauptspeicher nicht merkt, dass er Mist baut, wie soll dann die Disk eine Chance haben, richtig zu liegen, schliesslich laufen alle Datenaktionen durch den Hauptspeicher.

Also zurück auf Los und nochmal. Dieser Haufen wurde es dann:

ASRock C2550D4I - Mainboard - Mini ITX

Das Motherboard wurde erwählt, weil es Mini-ITX als Formfaktor ist, die CPU inkl. passiven Kühlkörper bereits enthält und 12 SATA-Ports besitzt. 6 Ports hätten gereicht, aber da gibt es einfach keine Board mit ECC-Speicher Unterstützung.

Das Gehäuse, weil es kompakt und Mini-ITX ist, sowie Platz für 6 Platten hat. Der Speicher einfach mal, weil er ECC ist und 16GB, weil ZFS mindestens 8GB bekommen sollte. Der kleine USB-Stick ist quasi die Festplatte fürs FreeNAS und lebt dort. Steckt draussen dran. Ist so klein, dass nix abreissen kann. Das Netzteil hat seinen Job bekommen, weil es unter normalen Umständen seinen Lüfter nicht drehen lässt und eine hohe Energieeffizienz hat, zudem kann es 6 Platten mit Strom versorgen.

Platten

Eine NAS ist nichts ohne seine Platten. Damit man den gewünschten Ausfallsicherheitseffekt erzielt, sollte man nicht alle Platten vom gleichen Hersteller haben und nicht alle gleichzeitig, also quasi vom Band nacheinander kaufen. Aus diesem Grunde habe ich von drei Herstellern Platten gekauft. Jeweils als 3TB Modell und als NAS Variante. Leider habe ich bei der Hitachi nicht gesehen, dass sie eine 7200er Platte ist, also schneller dreht. Sie wird bis zu 5 Grad wärmer und macht deutlich mehr Lärm. Doofe Wahl, aber nun ist es zu spät.

NAS-Platten

Zusammenbau

Ich möchte mich hier nicht mit dem Zusammenbau aufhalten, weil ich eher nicht der Anleitungsschreiber bin. Nur als Tipp sei hier gesagt, dass 50cm SATA-Kabel teilweise zu lang sind und das Kabelset des Corsair extrem störrisch ist. Am Ende der Bauerei sind fast nur Kabel noch zu sehen und man muss sie echt clever legen, damit sie nicht dem Luftstrom im Wege sind oder irgendwo ständig anstossen oder reiben. Hier wäre eine bessere Kabellösung toll oder eventuell andere Kabel, die nicht flach, sondern rund sind.

Statistisches

Das gute Stück schluckt 3,5W, wenn es aus ist. Es gibt keinen harten Netzschalter am Gehäuse und so ist das Ding quasi lauschend. Angeschaltet sind es im Schnitt 65W, also nix für den 24x7 Dauerlauf zu Hause. Da sollte man eher 25W haben. Keine Ahnung, wo der grösste Verbraucher sitzt, ob es das Board mit CPU ist oder die Platten. Jedenfalls schwankt der Verbrauch auch bei Zugriff kaum.

Das Teil ist richtig schnell. Wenn ich via rsync Daten schreibe, dann sagt das Gigabit-Netzwerk, dass wir bei 800Mbit sind. Mehr geht fast nicht und da ist wohl eher mein Rechner die Grenze, als das NAS. Wenn ich versehentlich via WLAN aufs NAS gehe und loskopiere, dann ist in 10 min der WLAN-Router TP-Link TL-WDR4300 tot und braucht ein Reboot. Das läuft wohl was über. Wird Zeit, dass er ein OpenWRT bekommt. Fürchte mich noch vorm Kaputtflashen. Netzfirewall ist er ja nicht mehr, pfSense sei dank.

Von den 6x 3TB bleiben nach Einrichtung des RAID ca. 10,6 TB übrig. Ich habe kein RAID-5 genommen, sondern RAIDZ2, der Entsprechung von RAID-6. Ich kann damit zwei Platten verlieren, ohne das Daten verloren gehen... nun gut, bis dahin sollte man nicht kommen. Rechnerisch sind das also 6x3TB - 2x3TB = 12TB - Overhead der Prüfsummen.

Kleinigkeiten

Ich habe es leider nicht geschafft, die drei Lüfter im Gehäuse (kommen mit) via Motherboard geregelt zu bekommen. Ich habe dann auf die manuelle Regelung des Gehäuse (Schiebeschalter) zurückgegriffen. Es muss auf der mittleren Stufe laufen, da die beiden 7200er Platten sonst zu heiss werden. Die 5400er sind auch mit weniger Lüftung glücklich und dann hört man quasi die Lüfter nicht mehr, sondern nur noch die 7200er Platten.

Der Ruhestrom von 3,5W ist mir zu hoch, aber ich habe keinen Weg gefunden, ihn niedriger zu bekommen. Das Board scheint zu sehr zu lauschen, glaube eher nicht, dass es das Netzteil ist, was den Strom frisst. Das Board kann leider nicht weiter runterkonfiguriert werden aka Wake-up-on-Lan und C-States.

Am FreeNAS stört mich, dass die Bedienung etwas störrisch ist. Habe alles hingekommen, aber die Nutzerführung über den Navigationsbaum ist doof. Auch hätte ich gern mehr Statistiken zu den Platten und einen Dateibrowser. Aber, es ist trotzdem noch um Längen besser, als mein altes Thecus-OS und für die nächsten Versionen sind Veränderungen an der Bedienoberfläche versprochen.

Fazit

Natürlich ist Selbstbau und Open Source nicht jedermanns Sache, aber ich bin sehr zufrieden, von der falschen Wahl zweier Platten mal abgesehen. Es ist schnell, leise (auch wenn es noch leiser ginge), ich kann bei Bedarf Dinge tauschen und notfalls sogar das OS total ändern, ohne die Platten neu bespielen zu müssen.

Technisches - 2014-09-14, 18:05:24 - 8 Kommentare

Hardware programmiert

So, gerade habe ich einen ATTiny25V auf meinem Arduino Uno mit dem Blinksketch programmiert. Sieg! Erster Schritt zum ersten permanenten Hardwareprojekt aka ich baue eine Flackerkerze nach bzw. um genau zu sein, ich repariere die Tchibo-Flackerkerze.

Jetzt brauche noch einen Lötkolben, eine ruhige Hand und dann kann ich mir ein ATTiny-Programmierboard bauen, damit ich nicht jedes Mal ein Breadboard umbauen/aufbauen muss. Danach geht es an die erste Leiterplatte für die Kerze...

Und wer mit diesem Eintrag nix anfangen kann, kein Problem, ich zeige dann das fertige Objekt, sobald es leuchtet.

Technisches - 2014-08-30, 23:00:39 - Noch keine Kommentare

Wir basteln uns was aus Hardware - Arduino

Arduino Uno

Was macht man, wenn man sich gerade ein 18 TB NAS gebaut hat? Man bastelt weiter und zwar klein und fein. Ich probiere mich mal mit kleiner Hardware und viel mehr Einzelteilen aus. Ein Kollege aus den Staaten hat mich angefixt - Arduino heisst das Zauberwort.

Zwei dicke Bücher - Arduino Cookbook und Building Wireless Sensor Networks - liegen auf meinem Schreibtisch und dazu ein Starter-Kit... Lötkolben ahoi... aber erst später. Fernziel: Meine eigenen Wetterstation mit mehreren Sensoren für Innen und Aussen - Temperatur, Feuchte, Funkuhr etc.

P.S. Ich habe seit langem kein Produkt mehr gesehen, was mit so viel Liebe und Detailversessenheit zusammengestellt und verpackt wurde.

Technisches - 2014-08-20, 23:55:30 - Noch keine Kommentare

Kulturgut Rechner zu verschenken

Ich möchte meinen alten Desktop-Tower entsorgen, aber kann mich nicht zum Wertstoffhof aufraffen. Finde es zu schade, die guten Teile wegzuwerfen. Hier also die Einladung an alle Hardwarebastler und Recycler von Hardware (im Sinne von Wiederverwendung), sich dieser rechentechnischen Geheimwaffe zu bemächtigen.

Was gibt es für kein Geld?

  • A-Open Towergehäuse, 5x 5.25" Einschübe
  • AMD Athlon XP 2600+
  • 512 MB Memory
  • MSI NVidia GeForce FX5200 Grafikkarte
  • MSI ATX-Mainboard
  • Festplatte IBM 120GB, IDE
  • Festplatte Hitachi 320GB, IDE
  • LG 32x CD-RW
  • TSS DVD-Laufwerk, DVD-RW, DVD+R DL
  • 1,44" Diskettenlaufwerk (!)
  • USB, Ethernet und PS/2 sind an Board, sogar ein RS232-Printerport
  • Gehäuse ist gedämmt, Platten und Lüfter sind vibrations- und geräuscharm gelagert, Staubfilter für den Ansaugteil
  • leises Netzteil
  • bis auf die 120GB Platte haben alle Teile eine geringe Laufleistung, ich hatte immer auf Arbeit Rechner und Notebooks und habe wenig zu Hause gemacht

Wer Interesse an diesem Kulturgut hat und es gern bei mir abholen würde, der sei hier herzlichst zur Kontaktaufnahme aufgefordert. Ich bügele derzeit die Platten und werden ein Linux zum Booten aufspielen, den Rest kann jeder selbst machen. Er ist im Grundzustand fast geräuschlos, nur wenn man ihn ackern lässt, dann hört man ihn.

Technisches - 2014-08-17, 12:11:21 - Noch keine Kommentare

Mein erstes Crowdfunding

Rawlemon Solar Device

Ich habe mein erstes echtes Crowdfunding mitgemacht. Rawlemon Solar Devices. Ich hoffe, dass ich bald so ein Ding zum Laden meines Handys nutzen kann.

Technisches - 2014-02-23, 22:04:25 - Noch keine Kommentare

Thunderbird 24, Rechtschreibkorrektur unterstreicht nicht

Wessen Thunderbird seit Version 24 während des Schreibens die Rechtschreibfehler nicht mehr unterstreicht, der sollte mal hier bei Mozilla reinschauen. Der Workaround hilft.

Technisches - 2013-09-26, 14:57:10 - Noch keine Kommentare

Fast perfekte Waschmaschinentür abzugeben

Da wir ja in einer Welt des Überflusses leben, musste ich gerade die komplette Waschmaschinentür meiner Siemens S14-44 (WI14S440) tauschen.

Es ist nur ein Stück Plaste weggebrochen, aber den inneren Ring gibt es nicht einzeln. Immerhin ist die Maschine reparaturfreundlich und in 2 Minuten war die Sache erledigt. Auch hat Siemens einen zügigen Lieferdienst. Ein Tag und da. Nur das Feststellen des Ersatzteilbedarfs via Email hat 4 Arbeitstage gedauert, aber das ist ertragbar.

Hier also das Angebot der Tür für den Bastler, Sammler oder Keineahnungwozuesmalgutist-Typen. Die Tür lässt sich zerlegen, also Glas, Scharnier, Griff, Schloss und Aussenring vorn sind noch zu gebrauchen.

Gratis, da zu wertvoll zum Wegwerfen, aber wenn Versand, dann Versandkosten.

P.S. Update: Verschrottet, weil sich lange keiner gemeldet hatte.

Technisches - 2013-08-31, 12:50:10 - 2 Kommentare

HTTP/2.0

Im Licht von PRISM ist es doch interessant, dass Google eigentlich den Entwurf für HTTP/2.0 bzw. die Erstvariante SPDY mit kompletter Verschlüssung vorgesehen hatte, also immer https, http wäre nicht mehr gegangen. Jetzt ist der Entwurf mit Unterstützung der restlichen Industrie beim W3C gelandet und schwupps, war https-only weg.

Technisches - 2013-07-12, 18:03:24 - Noch keine Kommentare

Neuer Zeilenabstand in Skype-Chats mit 4.2

Mit Version 4.2 für Linux hat Skype neuerdings in Chat-Windows einen grossen Zeilenabstand. Das ist total unlesbar. Mit dieser Einstellung kommt man wieder auf das alte Verhalten zurück: Line Spacing in Skype for Linux v4.2

Technisches - 2013-05-28, 13:17:20 - 1 Kommentar

16. IFA-Nutzfahrzeug-Oldtimertreffen in Werdau 2013

16. IFA-Oldtimertreffen Werdau

Am letzten Wochenende waren wir auf dem 16. IFA-Nutzfahrzeug-Oldtimertreffen in Werdau, Sachsen. Auch wenn das Wetter etwas den Miesepeter gespielt hat, war es wieder prima. Meine gesamte unbearbeitete Bildausbeute kann man auf Flickr betrachten.

Alles Bilder stehen unter einer Creative Commons Lizenz. Mein Dank an die unermüdlichen Sammler und Bastler dieser alten Schmuckstücke.

Technisches - 2013-05-08, 23:41:57 - Noch keine Kommentare

Selbstbeschenkung mit 5 GHz

Seitdem wir Kabel haben und 32Mbit aus der Steckdose kommen, ärgere ich mich, dass das WLAN nur 8-11Mbit liefert. Kanalwechsel hilft immer mal, diese Sache etwas anzuheben, aber nicht lange. Aus diesem Grund habe ich mich dieses Jahr beschenkt.

Mein Geschenk, ich habe mir erlaubt, es auch schon zu öffnen, ist ein TP-Link TL-WDR4300 Simultan Dual-Band N750 Router

Ein Grund für die schlechte WLAN-Verbindung sind natürlich unsere Nachbarn, die auch wie wild auf den selben Frequenzen funken und unsere Dachwohnung, die wohl gut Metall in der Dämmung hat. Also habe ich alle meine Hoffnung ins neue 5 GHz-Band gesteckt. Das 2.4 GHz ist ja schon recht ausgenuddelt.

Siehe da, wo bisher nur ca. 9 Mbit ankamen, sind es jetzt 32 Mbit und das sogar auf beiden Bändern. Riesige Antennen machen es möglich. Freu!

Eigentlich wollte ich das beim neuen Technikdealer in der Göga kaufen aka Saturn, aber für ein ähnliches Produkt war der doppelte Preis angesagt. Nein Danke, Mehrpreis für gleich mitnehmen, anschauen und vergleichen ist akzeptiert, aber bitte im Rahmen. Bei 10-15 Euro wäre hier noch Verhandlungsmasse bei mir, aber nicht das Doppelte.

P.S. Als Nebeneffekt nimmt das Gerät auch nur 5 Watt statt 7 Watt auf. Damit amortisiert sich die Anschaffung auch schon nach 15 Jahren :)

Technisches - 2012-12-14, 19:43:53 - Noch keine Kommentare

Französische Autos

Wenn ich mal wieder ein französisches Auto als Mietwagen habe, bin ich geneigt, zu fragen, ob man die Dilithiumkristalle beim Auftanken des Deuteriums auch wechseln muss oder ob sie länger halten. Auch die Frage, ob der Renault Scenic transwarp-fähig ist, hat nur für Kopfschütteln gesorgt.

Aber warum können die Franzosen nicht einfach nur Autos bauen? Wenn man Raumschiffe will, dann geht man zur Nasa oder Boeing.

Technisches - 2012-04-10, 17:37:25 - 2 Kommentare

Android Market / Google Play spinnt

Sollte der Android Market/Google Play mal mit Fehlermeldung 921 streiken, dann hilft nur, sein Benutzerkonto vom Gerät zu löschen und neu anzulegen. Macht sich dadurch bemerkbar, dass man keine Apps updaten oder installieren kann, aber komischerweise kann man den Market noch durchsuchen und sich die Apps ansehen.

Technisches - 2012-04-08, 11:01:52 - Noch keine Kommentare

Kurztest Nexus S

Nexus S

By justusbluemer - CC-BY-2.0

Bevor Ihr mich alle prügelt, weil ich wieder so schweigsam bin, hier ein Kurztest meines neuen Handys Nexus S, denn danach habt Ihr auch schon gefragt.

Das Nexus S ist ein sogenanntes Google-Telefon, weil es vom Hersteller des Betriebssystems (also Google) als Referenz konzipiert ist. Samsung hat den Auftrag zur Produktion bekommen und das gute Stück entworfen und gefertigt. Vorteil daran ist, dass man immer die aktuellste Version des Betriebssystems bekommt (also Android) und damit nicht hinterherhängt.

So toll wie Android ist, so nachteilig ist die Fragmentierung, da die Hersteller selbst verantwortlich sind, Updates auszurollen. Na gut, bei Apfel ist es ja nicht anders, nur gibt es da halt nur einen Hersteller. Da ich Obst am liebsten aus der Schüssel esse und Äpfel ganz lecker als Mus sind, stehe ich also auf den kleinen Roboter. Zum Vorteil der regelmässigen Updates kommt noch der geringe Verbastelungsfaktor dazu. Soll heissen, der Hersteller der Hardware versucht sich nicht durch unsinnige Softwarespielereien zu profilieren.

Daten

Die technischen Daten kann man sich bei Google direkt abholen. Ich mag nicht alles kopieren.

Äusseres

Das Nexus S ist schlicht, sehr schlicht. Also ein Gerät, um Understatement zu betreiben. Es ist nicht total flach, sondern das Display (also der Bildschirm, wie es früher hiess), ist leicht gekrümmt. Das merkt man kaum, soll aber die Bedienung vereinfachen, da man ja oft das Ding mit einer Hand hält und mit den Fingern der gleichen Hand drüberstreichelt. Die Dicke ist ok und das Gewicht auch, obwohl es nicht zur Fliegengewichtsklasse gehört.

Display

Das S hat einen 4 Zoll Bildschirm und ist damit noch klein genug. Alles darüber ist mir zu gross. Der Bildschirm ist sehr klar, hell und zeigt brillante Farben. Die automatische Helligkeitskorrektur arbeitet gut und so kann man auch Draussen in den meisten Fällen das Display gut ablesen. Es spiegelt auch nicht wie Sau.

Das Display besitzt eine Beschichtung, die die Fettfinger reduziert und typische ständige Politurmassnahmen unnötig macht. Irgendwie verschwinden die Fettfinger durch Benutzung. Mit nassen Fingern stellt sich ein komischer Anfühleffekt ein, der schwer zu beschreiben ist. Irgendwas zwischen Bremsen und Abperlen.

Also insgesamt ein gutes Display, aber es ist im Dunkeln zu hell und man bekommst es nicht weiter runtergedreht. Ich habe mir schon einen Screenfilter installiert, der mittels Grauschleier das Bild abdunkelt. Leider geht dann die Gmail-App nicht mehr, weil der Filter quasi als "Schirm" darüberliegt. Rest geht aber.

Akku

Wie es sich für ein Smartphone gehört, hält der Akku eigentlich überhaupt nicht. UMTS an und normale Nutzung, wenig telefonieren, aber das ganze Netzgeraffel an, aber keine Benachrichtigungen für Mail, Twitter, G+ etc. und nach zwei Tagen sollte man an die Steckdose, damit der Tag Drei nicht brenzlig wird. Nun gut, ich habe das Display jeden Abend ca. 30 bis 60 Minuten an, weil ich noch im Bett Nachrichten lese...

Audio

Jetzt sind wir beim Teil, der komisch ist. Die Sprachqualität-hörend ist aus meiner Sicht ungenügend. Sehr dumpf. Bereits ein anderes Nexus S ausprobiert. Laut Vodafone liegt das an der SIM-Karte. Ich Trollo hatte meine gute alte D2-Karte ersetzen lassen. Mit der Karte meiner Freundin im Handy klingt tatsächlich das Handy besser (noch ne D2). Schon die Karte umgetauscht, aber es hilft nix. Wenn jemand eine Idee hat...

Kamera

Das Nexus S macht erstaunlich gute Fotos, zumindest aus meiner Sicht, denn bisher waren die Kameras aller Handys vorher totaler Unfug. Jetzt kann man mal einen Schnappschuss wagen. Meine Google-Plus-Leser werden meist mit Nexus S Bildern gequält.

Bedienung

Das Telefon ist flott, hängt nicht und bisher gab es keine Abstürze. Gelegentlich streikt mal eine räudige App, aber sonst gibt es keine Gründe, zu klagen.

Apps

Apps gehören ja nur bedingt zum Lieferumfang. Google Maps ist toll. Der Browser funktioniert gut und der Rest sind solche Dinge wie Spiegel, Huffingtonpost, Focus, N-TV, Tagesschau, Heise etc. Kaum Spiele (Sudoku und Traps) und sonst nur Skype und Tweetcaster installiert.

Schönes

Als kleine Liste, was mir gefällt.

  • Display ist scharf und hell.
  • Es ist schnell und es ruckelt selten was.
  • Netzteil ist angenehm klein.
  • Android 2.3.4 ist alles was man braucht, einzig der Browser könnte zügiger sein, aber da sind oft die überbordeten Webseiten dran Schuld.

Weniger Schönes

Als kleine Liste, was mir nicht gefällt.

  • Es gibt keine LED, die den Ladefortschritt anzeigt, man muss das Display anschalten.
  • Für SMS bekommt man keine visuelle Erinnerung, weil keine LED dran ist. Nix blinkt. Nix gehört? Pech halt. Gleiches für Termine.
  • Das Display sollte sich dunkler stellen lassen.
  • Etwas weniger Stromverbrauch wäre echt ein Wettbewerbsvorteil.
  • Klang bei Anrufen ist etwas dumpf.

Fazit

Es war eine gute Entscheidung, das Nexus S zu nehmen. Einzig der etwas dumpfe Klang beim Telefonieren und der zu helle Bildschirm in der Nacht stören. Ja, Akku könnte länger halten, aber das ist eine Smartphone-Krankheit. Ich könnte es mal mit Runterdrehen von Netz und Hintergrunddaten versuchen...

Technisches - 2011-08-17, 21:14:52 - 3 Kommentare