Rush Hour am Boston Airport

Boston Flughafen Zeitraffer

Ein wunderbares Zeitraffer-Video von 70 Minuten Abflugverkehr am Bostoner Flughafen.

Mobiles und Verkehr - 2011-05-21, 05:17:00 - 1 Kommentar

Macht’s gut, und danke für den Fisch

Eine ganzseitige Anzeige in der USA Today von heute verkündet das Jüngste Gericht. Am 21. Mai ist Schluss mit lustig und ein weltweites Erdbeben leitet den Untergang der Welt ein. Ausgenommen sind natürlich die gläubigen Schäfchen, die sich ergeben zeigen.

Da ich mit Sicherheit diesem erlauchten Kreis nicht zugerechnet werde, wollte ich jetzt an dieser Stelle schon einmal Tschüss sagen und mich für die Treue meine Leser bedanken. War schön mit Euch. Bis dann also und sollten wir uns zufällig doch "danach" wiedersehen, dann bin nicht ich, sondern Ihr im falschen Club gelandet... tut mir leid, wenn ich Euch da mit reingezogen habe.

Vielleicht noch einige reguläre Worte, um die Warterei auf den Untergang zu verkürzen. Es regnet wie Sau oder besser, es ist nass ohne Ende, weil es oft eher nieselt, als giesst. Ganz komisches Wetter. Ist sogar meist nicht sehr kalt, aber dauertrübe. Zum Mund wässern habe ich nochmal ein Bild meiner Fresssünde vom Dienstag danebengepackt. Ein grosser Burger bei Fuudruckers und eine Dr. Pepper dazu. Danach ging es ins IMAX zu "Fast Five". Der Film war erstaunlich anschaubar, was natürlich auch am Kino lag. Aber ich hatte echt Schlimmeres erwartet. Wir waren alle äusserst positiv überrascht.

Für mein Tablet habe ich leider noch keine Tasche bekommen oder besser, keinen Umschlag. Die Dinger werden ja nicht in Taschen gepackt, sondern in Sleeves. Muss ich mal weiter regelmässig bei BestBuy aufschlagen und fragen. Demnächst kommt übrigens Android 3.1 auf dem Acer an.

Sonst gibt es leider wenig zu berichten, weil ich in Arbeit versunken bin. Selbst meine Buchladensitzungen sind sowas von selten geworden... hoffentlich ändert sich das die Tage noch. Deswegen bin ich auch geopolitisch nicht sonderlich auf dem Laufenden und habe keine Chance Kommentare dazu abzugeben. Einzig das tägliche Gejammer über 4 Dollar pro Gallone Benzin bekomme ich mit. Ach ja, und natürlich die Diskussion und den Krieg um die Schuldenobergrenze der USA. Hier zanken sich die Demokraten und die Republikaner heftigst.

Derzeit versuche ich The Secret Speech zu lesen, aber auch hier ist keine Zeit, so dass das Buch sich mit dem Lesezeichen selbst vergnügen darf. Schade, der Anfang ist schon mal wieder prima.

Sollten wir uns wider erwarten doch am Montag wiedersehen, dann bin ich auch nicht böse drüber. Das schliesst nicht alle Leute ein, aber eine ausreichende Menge, um mich als tolerant und geduldig zu bezeichnen ;) Gute Nacht aus Woburn, MA, USA.

Meiner selbst - 2011-05-20, 05:05:42 - 3 Kommentare

Improvisationsgeist - Irgendwie trotzdem zu

Diese grandiose Improvisation habe ich auf einer Männertoilette in Lowell, MA gefunden. Was soll's? Verriegelt ist irgendwie schon.... bissl umständlich und fummelig zwar, aber geht auch ;)

Thematisch USA - 2011-05-17, 14:00:00 - Noch keine Kommentare

Flugimpression

Ich wollte mit Euch noch diese Flugimpression von meinem Flug nach Boston teilen. Mir kommt es vor allem auf den Flieger neben uns an. Den Parallelflug fand ich interessant. Leider habe ich meine grosse Kamera nicht schnell genug ausgepackt bekommen.

Mobiles und Verkehr - 2011-05-16, 14:00:00 - Noch keine Kommentare

Nicht etwas riskant?

Die Wunderdroge

Ich finde es etwas riskant von Bayer, diesen Spruch auf eine Packung Aspirin zu drucken: "Die Wunderdroge" bzw. "Die Wundermedizin". Es bleibt ein Arzneimittel mit ausreichend vielen Nebenwirkungen. Ich hätte die Leute für cleverer gehalten.

Thematisch USA - 2011-05-15, 20:31:27 - Noch keine Kommentare

My Ride - Chevrolet Malibu

Chevy Malibu

Source: Wikipedia under PD

Diesmal habe ich wieder einen richtigen Ami als Mietwagen. Ein Chevrolet Malibu bewegt meinen Arsch durch die Gegend. Derzeitiger Durchschnittsverbrauch 10l/100km bei 2.4L Maschine mit 4-Gang Gurkengetriebe.

Thematisch USA - 2011-05-13, 01:26:51 - Noch keine Kommentare

Test: Acer Iconia A500 Tablet

Nun besitze ich das Iconia schon fast eine Woche und es wird Zeit endlich was darüber zu schreiben. Wie es sich gehört, schreibe ich diesen Artikel mit Pseudo-6-Finger System auf den Iconia selbst, zumindest zu grossen Teilen. Die Autokorrektur des Textes habe ich ausgeschaltet, denn sie macht mich wahnsinnig.

Warum ein Nicht-Apfel?

Jeder meiner Leser weiss, dass ich eine freundliche Abneigung gegen Apple hege. Ich erkenne ihre Erfolge an und bewundere, dass sie Unmengen von Hardware in kurzer Zeit verkaufen. Aber es grenzt schon etwas an religiösen Fanatismus, wie die Leute der Firma die Hardware aus den Händen reissen. Zudem muss ich nicht alles haben, was andere haben. Zudem folge ich meinem alten Prinzip, dass man immer von der Nummer 2 kauft, denn die Firma an der Spitze hat weniger Ziele. Das Ziel von Apple ist es, die Nummer 1 zu bleiben, weil allen anderen Firmen wissen, dass sie allein Apple nicht überholen können, aber gemeinsam stark sind. Also fangt die Diskussion erst gar nicht an, warum ich kein iPad gekauft habe.

Ein Acer Iconia A500 ist es nun geworden, weil ich Motorola nicht mag und das Xoom einfach nicht schnell genug verfügbar war. Bei BestBuy konnte ich beide Tablets ausprobieren und das Iconia fühlte sich fluffiger an, zudem unterstützt es jede Menge Sprachen, auch Deutsch. Das Xoom konnte nur Englisch und Spanisch. Das wohl mein Vater das Iconia bekommt, war es wichtig, dass das ganze OS auch auf Deutsch laufen kann. Im Gewicht haben sich beide nix genommen.

Anmutung

Das Iconia fühlt sich gut an. Es ist schwerer als ein iPad, aber das war vorher klar. Die Verarbeitung ist vernünftig, wobei Mäkler sich bestimmt an der einen oder anderen Kante stören werden. Die Kanten, eher Grate, sind nicht schlimm und wirklich nur was für pingelige Leute.

Die Rückseite ist aus Metall und der Aussenrahmen auch. Der Bildschirmbereich ist schwarz und komplett eine Oberfläche mit dem Screen. Die Anschlüsse sind versteckt angebracht. Einzig die Buchse für die zukünftige Dockingstation an der Unterseite sticht etwas hervor, aber da kann man drüber hinwegsehen.

Der Einschalter ist links oben und fühlbar, man muss also nicht hinsehen, um ihn im Dunklen irgendwo zu finden. Glücklicherweise ist er nicht zu empfindlich, so dass er nicht versehentlich ausgelöst wird.

Leider hatte BestBuy noch keine Taschen oder Umschläge im Angebot, so dass ich das gute Stück noch nackt durch die Gegend schleppe. Sehr unclever, denn jeder hätte zum Iconia auch gleich noch so einen Zubehörartikel gekauft.

Ausstattung

Zum Inhalt vom Tablet nur kurz, denn man kann das alles nachlesen. Dualcore-CPU, 10,1 Zoll Bildschirm Widescreen, 1GB Hauptspeicher, 16GB Flashspeicher und einen Micro-SD Slot. Das Europa-Modell hat 32GB Speicher. Das gute Stück ist mit WLAN unterwegs, besitzt zwei USB-Anschlüsse und man kann es damit direkt als Festplatte am Rechner anmelden bzw. Speicher anstecken.

Ans Iconia kann man auch eine Tastatur via USB anschliessen, was bestimmt für "ich habe keinen richtigen Computer"-Leute gut ist, denn diese Nutzer können nicht einfach mal ein Notebook für lange Texte hervorzaubern.

Stromversorgung

Das Iconia besitzt ein kleines Netzteil, was leider nicht über USB angesteckt wird, so dass die Ladung via USB ausfällt. Das Netzteil ist für Weltbetrieb ausgelegt, leider lag bei der US-Variante auch nur ein US-Stecker bei. Aber ich habe zu Hause Adapter, so dass eine deutsche Steckdose auch schnell zur Heimat werden kann.

Der Akku scheint mindestens einen Tag durchzuhalten, sogar mit viel YouTube. Er war danach noch ausreichend voll, um noch einen Tag ohne Video schaffen zu können. Ich beobachte die Durchhaltekraft mal.

Bildschirm

Den Bildschirm ist prima. Fein aufgelöst und mit knackigen Farben. Helligkeit ist bisher ok, allerdings hatte ich es auch noch nicht im Freien im Einsatz. Macht auch wenig Sinn ohne UMTS.

Es gibt zwei Kritikpunkte am Bildschirm. Er spiegelt stark und eignet sich hervorragend zum Schminken, wenn ich denn den Bedarf für hätte. Er sieht auch in Nullkommanix wie Sau aus, weil die Finger herrliche Fetttapsen hinterlassen. Vielleicht wäre es mit Displayfolie besser... mal sehen, was andere Nutzer so sagen. Aber diese Nachteil haben leider alle Tablets. Auch kein Wunder, wann man Glasflächen mit Fingern bearbeitet.

Ich kann momentan ohne Probleme die Deckenbeleuchtung über mir erkennen. Gestochen scharf.

Inbetriebnahme

Ein grosser Vorteil von Android Honeycomb ist, dass man keinen Rechner braucht, um loszulegen. Aufladen, Einschalten, kurze Konfiguration von Sprache und Google-Account, sofern man hat und los geht es. Kreditkarte ist auch nicht nötig und Updates kommen auf dem Luftweg. Also wirklich sehr einfach.

Man kann das OS auf Englisch laufen lassen, aber eine deutsche Tastatur aktivieren. Sehr praktisch.

Honeycomb, das OS

In meinem Gerät dreht Android Honeycomb 3.0.1 seine Runden. Es scheint nicht kastriert zu sein, weil es jede Menge Sprachen und Tastaturen unterstützt. Auch ist fühlt es sich fluffiger an, als die Version auf dem Xoom, was aber auch an den Hardwarekomponenten liegen kann.

Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Keine Ahnung welche Ideen geborgt sind, aber in manchen Details fühlt es sich nicht wie ein Apfel an, wobei meine Apfel-Erfahrungen sehr limitiert sind. Es sieht sehr modern und teilweise geradezu futuristisch aus. Die Oberfläche ist in Schwarz und Blau gehalten, was es optisch weniger aufdringlich gestaltet.

Es wischt und scrollt sich flüssig und man merkt kaum Hänger. Das Gerät besitzt keinen Home-Button im Sinne eines physikalischem Knopfes, sondern auf dem Display sind permanent die Steuerelemente eingeblendet. Wenn man Filme schaut, dann verschwinden sie und werden zu kaum sichtbaren Stecknadelköpfen.

Bildschirmtastatur

Es erstaunt mich, wie gut die Bildschirmtastatur ist. Nicht jeder Button liegt an der gewohnten Stelle einer richtigen Tastatur bzw. ist genauso gross, aber insgesamt kommt man schnell damit klar, auch als Viel- und Schnellschreiber. Passwörter sind etwas umständlich einzugeben, speziell mit Sonderzeichen und Zahlen, denn diese Ebenen müssen über Sondertasten aktiviert werden.

Wahlweise kann man Vibrationsfeedback aktivieren, so dass jeder Tastendruck bestätigt wird. Recht angenehm. Auf Dauer braucht man es nicht, aber am Anfang hilft es sehr, speziell wenn man anfängt blind zu tippen.

Stabilität

Insgesamt sieht es ganz gut aus, was die Stabilität betrifft. Allerdings streiken gelegentlich mal Apps, auch die von Google, und stürzen an. Hier scheint es also, noch kleinere Problem zu geben. Die CNN-Tablet-Edition streikt bei jedem zweiten Öffnen.

App-Angebot

Das berühmte Henne-Ei Problem. Ohne Geräte keine Apps, ohne Apps keine Geräteverkäufe. Es dürfte aber nicht lange so bleiben, denn die Grösse des Marktes sollte ihn ausreichend interessant machen

Macken

Es gibt eigentlich nur wenig auszusetzen. Der Schminkspiegeleffekt, einige App-Crashes und ein etwas komisches Verhalten, wenn das Iconia rumliegt. Manchmal geht der Bildschirm unvermittelt an, obwohl keine Benachrichtigung vorliegt. Das wird hoffentlich mit dem nächsten Update verschwunden sein.

Gesamteindruck

Das Iconia ist ein guter Kauf und wenn das Angebot an Apps grösser geworden ist, ein noch besserer. Es wird in nächster Zeit genug neue Tablets mit Honeycomb geben, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Ich gebe dann also wie geplant das Acer Iconia A500 an meinen Vater weiter und werde mich im Sommer an einer anderen Neuerscheinung versuchen. Vielleicht das grosse Samsung Tablet oder das Asus Eee Transformer Tablet.

P.S. Übrigens hat das Fehlen von Bildern hier nur einen Grund: Das Tablet lässt sich nur schwer fotografieren, weil es so spiegelt... da muss man arg mit Filtern oder Beleuchtung tricksen und dafür habe ich keine Zeit. Es gibt genug Bilder überall...

Getestet - 2011-05-10, 02:43:30 - 4 Kommentare

Eine Tablette für mich

Ich konnte nicht widerstehen und habe mir ein Acer Iconia A500 Tablet zugelegt. Gleich ins Hotel springen und es aufladen, damit ich spielen kann. Kleiner Test kommt am Wochenende.

Technisches - 2011-05-06, 02:21:30 - 4 Kommentare

LH422 nach Boston

Ich fliege. Nein, ganz korrekt ist das nicht, denn ich werde geflogen. Heute geht es wieder nach Boston und zwar mit einer Lufthansa Boeing 747-400. Leider ein altes Modell, denn in den Stühlen gibt es keine Monitore und damit kann man Filme nur auf den grünstichigen Monitoren begutachten. Gleichzeitig wird man zum Sehen von bestimmten Filmen gezwungen.

Glück habe ich mit dem Sitzplatz. Natürlich ist es wieder Gang, aber neben mir ist Platz und die Inderin am Fenster ist freundlich. So freundlich, dass ich schon ein Gespräch am Hals hatte und sie meinen Zeitungsstapel einfach mal ungefragt durchblättert hat. Aber man muss ja nicht kleinlich sein. Ich weiss immerhin schon, dass ihre Tochter in Stanford England Molekularmedizin studiert hat, jetzt in Havard ist und sie zur Abschlussfeier fährt. Auch hat die Tochter vom MIT eine Stelle als Policymaker oder so angeboten bekommen. Ihr Schwiegersohn hat in Kalifornien studiert und arbeitet bei Google. Pendelt zwischen Indien und Westküste USA hin- und her. Über sie weiss ich leider nicht viel. Sie trägt ein traditionelles Kostüm und hat den berühmten roten Punkt auf der Nasenwurzel... und sie schnarcht.

Gleich ist Fütterung und das wird langsam Zeit. Ich habe Hunger, denn wir sind 50 Minuten verspätet los und davor habe ich nur ein Brötchen mit Käse bei Starbucks mit einem Latte runtergespült. Ein goldenes Wasser war meine Nahrung bis zum Einsteigen. Letzteres war heute total chaotisch. Irgendwie ist es für die meisten Leute etwas zuviel, die Boardkarte mit dem Scancode nach unten auf eine Glasplatte zu legen und zu warten, bis die kleine Schranke aufgeht. Die meisten Leute rammeln los, drängeln zu zweit durch die Absperrung oder verstehen das Prinzip Scanner nicht.

Nach Ankündigung sollte der Flieger ausgebucht sein, aber es finden sich einige leere Plätze hier und da. Ist auch nicht schlecht, so ist doch alles etwas lockerer. Gerade räumt Frau Lufthansa den Müll ab, denn nach den Getränken ist das Essen dran. Sie roch sehr gut... nicht nach Essen!

Da das Boardentertainment ja heute eher mager ist, habe ich schon vier Zeitschriften und drei Zeitungen durchgeschmöckert. Leider rächt es sich jetzt, dass ich ein Schnell- und Selektivleser bin. Man hält sich einfach nicht lange genug am Text auf, als dass sich genug Zeit totschlagen liese. Mein Notebook sagt 40% Akku. Was doof ist. Leider habe ich vor dem Checkin noch leidenschaftlich gearbeitet und damit den Stromstand runtergeschrubbt. Wobei der Akku soll laut Anzeige noch 3h machen. Habe auch jeden Verbraucher runtergedreht und der Bildschirm ist eher dunkel. Reicht aber.

Der Verkehr in Frankfurt war heute hässlich. Der Weg zum Flughafen, obwohl nur aus einem Vorort kommend, war mit Staus gepflastert. Jede Ecke war heute zu. Ich habe in der Tanke die Taxifahrer schimpfen hören, dass es besonders schlimm heute war.

Lustig war gestern eine Busladung Japaner bei McCafé. Sie fielen quasi ein, kauften Eiscreme, Kuchen und Kaffee. Probierten alles durch und hatten auch keine Berührungsängste, denn sie standen ganz dich um mich rum und machen die ganze Zeit "Mmmmm!" während sie die Tiramisutorte verspeisten. Leider ist mein Japanisch ultra schlecht, man könnte sagen, ich spreche kein Japanisch. In diese Situationen ärgere ich mich immer, dass ich keine Sprachbegabung habe und nur Deutsch und Englisch spreche. Mein Russisch dürfte sich mittlerweile nahe an meinem Japanisch aufhalten und dabei hatte ich es 7 Jahre in der Schule.

Hunger! Aber sowas von. Warum gibt es nicht vernünftig grosse Flugzeuge mit Bordrestaurants? Liegt wohl an der Ökonomie des Fliegens. Je schwerer, desto durstiger. Wird echt Zeit für Antigraviationsgeneratoren, denn dann bekommt man auch einen Airbus A850 mit fliegendem Starbucks und Pizzeria Antonio in die Luft. 2500 Leute auf vier Etagen und alle können ihre Sitze zu Liegen umklappen. Bin ich nicht ein Visionär?

Da wir gerade von Bildmaterial sprechen. Ich freue mich auf die Möglichkeit, die neuen Tablets in den USA mal auszuprobieren. In einigen Elektronikketten gibt es schon die Nicht-Birnen zu kaufen. Bin gespannt, ob ich schwach werde. Geplant ist es ja, mindestens ein so ein Ding in Besitz zu nehmen. Fragt sich nur wann und welches.

Mist, ich habe gerade aus dem Fenster geschaut und jetzt habe ich nen blinden Fleck auf den Augen. Sauhell draussen und hier drinnen, mit dem dunklen Bildschirm zusammen, ist es eher schummerig. Es riecht nach Essen. Verdammt nochmal, wo bleibt das Zeug?!

Das beschleunigte Ableben von bin Laden hat in Frankfurt noch nicht zu zusätzlichem Sicherheitsstress geführt. Hatte mich schon auf Extrakontrollen und Totalfilzung eingestellt. Betatscht wird man ja nur wieder in Boston, wenn man ausreisen will. Dann darf ich mich wieder verstrahlen lassen oder abgriffeln... oder beides. Bin mir noch nicht sicher, was problematischer ist.

Ich habe mir schon zwei Bücher für meinen Aufenthalt ausgesucht. Der Nachfolger von "Child 44" und das neue Buch von Ken Follet. Wobei ich klein anfangen werden. Ken Follet ist sichtlich dick... also das Buch... ihn kenne ich nicht.

Rechts von mir liest man, links von mir schnarcht man. Vor mir steht man auf und tigert zur Toilette. Rechts hinter mir schläft man, wobei ich fasziniert zusehe, wie Leute aufrecht schlafen können. Meine Inderin hat sich in alle verfügbaren Decken gehüllt und schnarcht zusammengekugelt vor sich hin.

Ich habe immer noch Hunger und der Duft aus der Bordküche ändert daran nur wenig. Auch wenn das Essen nicht übertoll sein wird, wenn man Hunger hat, dann ist einem Vieles recht. Vor mir laufen jetzt Turnübungen, da alle rauswollen und das bei drei Sitzen immer etwas akrobatisch wird, speziell wenn alles verstellt ist mit Kram bzw. die Inhalte der Sitztaschen rauspurzeln. Ich lasse erstmal die Schreiberei für einige Zeit und wende mich meinem Hungergefühl zu.

So, gegessen. Hühnchen mit Reis. Einigermassen satt. Hat sogar ansatzweise geschmeckt. Nur das Stück Kuchen war zu süss und der Kaffee zu billig im Geschmack. Jetzt läuft Film und der ist richtig schlecht. Ich kann nicht mal umschalten: "Dickste Freunde". Selten so einen schlechten Film gesehen. Jetzt habe ich auf den Ton verzichtet und ertrage nur das Bild. Ganz wegschauen geht leider nicht. Zudem toben einige Kinder durch die Gegend, die zwei Reihen vor mir sitzen.

Wir fliegen noch ca. drei Stunden und ich bin total durch den Wind. Nix zu tun, nix zu lesen, nix zu sehen. Irgendwie vergeudete Zeit. Die Leute stürmen gerade die Küche und holen sich Getränke. Meine VISA-Papiere sind auch schon ausgefüllt, nur weiss ich immer noch nicht, warum man noch Papiere braucht? So viel Computerkram wie es gibt. Kann man nicht den Pass einfach nur auflegen und scannen? Wird doch eh nur in den Computer eingegeben.

So, noch ein blöder Film. Die dritte oder vierte Fortsetzung von "Meine Frau, unser Kinder und ich". Die anderen Teile hiessen glaube ich anders und waren alle tierische Klamotten.

Wir überfliegen gerade Neufundland. Eis, Wasser, Fels und eine einzige Strasse. Wir sind hoch, denn wir ziehen einen Kondensstreifen hinterher, der gleich hinter den Triebwerken entsteht und vom hinteren Seitenfenster zu sehen ist. Jetzt stellen sich Kopfschmerzen ein, aber es gibt gleich nochmal Mittag bzw. den Nachgang, denn die Crew bereitet gerade die kleinen Snacks vor. Da gibt es Getränke dazu, das wird helfen.

Ansonsten gibt es nix Berichtenswertes. Echt öde. Das Ding fliegt einfach. Sonst passiert nichts.

Da ich gerade noch einige Kinder sehe und viele davon ein bunter Mischmasch... wann sind wir evolutionstechnisch eigentlich alle komplett durchmischt? Welches Jahr mag das sein? 2200? Wird es da nur noch einen Typus Mensch geben, der von allem ein bisschen hat oder wird es sich immer in wenige grössere Gruppen klumpen, die man unterscheiden kann?

30 Minuten noch und wir sind da. Es beginnt gerade zu schaukeln, da wir nahe ans Festland kommen und da beginnen immer gern mal Turbulenzen, weil dort die Luft sich stärker bewegt.

So, im Hotel angekommen, im Starbucks angekommen (wiedererkannt worden), Auto bekommen (Chevy Malibu), Einreisetyp war schlecht drauf, Schlange war lang... Gepäck hat es auch geschafft... jetzt Gute Nacht!

P.S. Ich weiss, dass ich in den USA angekommen bin, weil Flip-Flops und Shorts allgegenwärtig sind.

Meiner selbst - 2011-05-04, 00:46:06 - 1 Kommentar

Einfach so

Es ist Samstag und die Sonne scheint. Ich habe gerade mein Mittagsfrühstück reingestopft. Leider gab es nur Ciabatta Brötchen... die Dinger waren riesig. Jetzt bin ich breit. Da der Tag so schön und ruhig ist und mein Terminplan recht leer, dachte ich mir, ich schreibe Euch mal wieder was. Noch weiss ich nicht was, aber das ergibt sich schon.

Ich beobachte Leute und die chaotische Bedienung. Über Letztere habe ich mich schon ausreichend oft ausgelassen, deswegen klemme ich es mir. Es ist kein Fortschritt zu verzeichnen. Der Rest der Leute ist recht bunt. Viele Studenten, viele Eltern und viele Leute, die einfach entspannt Zeit totschlagen wollen.

Letztens hatte ich mit einer Freundin die Diskussion, ob und warum Blogs tot sind. Richtig tot sind sie ja nicht, aber die Beitragsflut nimmt ab und man liest selbst weniger. Woran mag das liegen? Ich gebe auf jeden Fall Twitter und Facebook die Schuld. Beide kannibalisieren Blogs und ziehen Content ab. Zugeich verschliessen sie Inhalte dauerhaft für Nichtmitglieder. Nun gut, auf Twitter gibt es nicht viel zu lesen, eher nur Links und die kann man schlecht suchen, weil man sie ja nicht kennt, aber Facebook zieht Inhalte ab und wer nicht dabei ist, der ist draussen. Normale Blogs stehen allen zum Lesen normalerweise offen, so dass hier auf jeden Fall eine Unfreiheit entsteht, auch wenn Facebook nichts kostet.

Auch LinkedIn und Xing ziehen Content und offene Diskussionen aus dem freien Internet ab. Viele Dinger sind einfach nicht mehr findbar, sobald sie nur noch auf diesen Plattformen diskutiert werden. Positiv muss man natürlich sagen, dass sich dadurch aber auch Interessengruppen erst finden und diskutieren. Man kann halt nie alles haben. Bin gespannt auf den Moment, wo einer der grossen Anbieter aus dem Markt fällt oder aus anderen Gründen dichtmacht. MySpace-Inhalte dürften ja schon fast verloren sein, Yahoo Content dürfte es auch nicht mehr lange machen. Die Konzentration der Branche ist erschreckend.

Was gibt es denn sonst so zu meckern? Libyen ist ein Witz. Sonst halten sich die USA und Europa für tolle Armeen und warum können sie dann keinen Krieg gegen eine unterentwickelte Armee gewinnen? Warum geht uns Syrien und der Jemen am Arsch vorbei? Für Bahrein interessieren wir uns eh schon lange nicht mehr. Hauptsache das Geld aus der Ecke stimmt, wenn mal eine Bank in der westlichen Welt schief hängt und der Scheich aushelfen muss.

Rund ums Atom wird es auch ruhiger. Ich bin immer noch der Meinung, dass der Mensch für diese Hochrisikotechnik nicht reif ist und da alle Staaten der Erde ihre Endlagerprobleme hinauszögern, auch nicht gewillt ist, sachlich, vernünftig und vorausschauend damit umzugehen. Auch wenn Deutschland jetzt aussteigen sollte, rund um uns stehen jede Menge andere Atomspalter, die nicht abgeschaltet werden oder sogar neu entstehen werden. Da wir meist Westwind haben, dürften wir von französischen Problemen direkt betroffen sein. Strahlendes Saarland sozusagen.

Beim Blick nach draussen ringe ich momentan arg nach Luft. Schon schön, was Jena zu bieten und zeigen hat. Lustig oder traurig ist, dass oft der Kerl sowas von unpassend im Vergleich zur tollen Freundin gekleidet ist. Die Schöne und der Geschmacklose. War doch mal ein Disney-Trickfilm, oder? Bei den Damen ist aber der Grat zwischen Schaulaufen und einfach nur natürlich gut auszusehen ziemlich schmal.

Auf dem Weg nach Hause muss ich noch bissl Kleinkram als Exportartikel einkaufen, damit ich was in den USA zu verteilen habe. Das Übliche.

Und weg... wie Ihr sicher bemerkt... Artikel begonnen, aber nicht beendet.

Meiner selbst - 2011-05-03, 09:35:10 - 4 Kommentare

Alles inklusive

Falls man mal lange Weile hat oder jemanden überraschen will, hier ein Angebot aus einem Ladengeschäft in den Staaten.

Bild wurde mir freundlichst übersandt. Danke.

Witziges - 2011-05-01, 20:10:00 - Noch keine Kommentare

Flüssiges ist ok, fest lieber nicht

Der Fisch, der dieses Wasser getrunken hat, ist nicht gut... das Wasser selbst scheint ganz ok zu sein. Demnächst in einem Wasserhahn nahe Ihnen.

Bild wurde mir freundlichst übersandt. Danke.

Thematisch USA - 2011-04-30, 16:10:38 - Noch keine Kommentare

Kurzes

Ich leide unter einer Schreibblockade bzw. korrekt an einer Zeitblockade durch Arbeit. Es gibt so viel zu tun, dass das Blog wieder leidet. Wenn ich mich an Zeiten erinnere, wo ich glatt jeden Tag einen frischen Eintrag hatte... wow! Die Besucherzahlen sprechen auch Bände, wenn man sich nicht regelmässig in Text ergiesst.

Eigentlich gibt es genug zu schreiben: Atome, Bomben, Krisen, Börsen und Wetter, aber mir fehlt die Muse. Wie würden jetzt einige Freunde sagen: Wird Zeit das warm wird und Du in die Cafés kommst. Erstmal mache ich wieder den germanischen Fisch und exportiere harte Euro in die USA, um deren Defizit zu verringern.

Meiner selbst - 2011-04-27, 06:57:28 - 3 Kommentare

Macho-Content

Warum fliege ich immer die falsche Airline zur falschen Zeit in der falschen Klasse? Stewardessen posieren für den "Playboy".

Optisches - 2011-04-20, 19:12:14 - 1 Kommentar

Buchkritik: Tom Rob Smith - Child 44

Cover Child 44

Lange hat es gedauert, denn ich habe mir das Buch vor zwei Jahren gekauft und jetzt erst gelesen. Irgendwie hatte ich keine Lust, weil ich etwas anderes erwartet hatte, als das Buch dann doch erzählte.

Tom Rob Smith hat mit Child 44 sein Erstlingswerk abgeliefert und dabei saubere Arbeit geleistet. Man wird in die Sowjetunion von Stalin zurückversetzt. Es ist das Jahr 1953 und jeder und alles wird verfolgt. Selbst die, die zum System gehören, werden vom System verfolgt.

Smith zeichnet ein sehr glaubhaftes Bild einer Gesellschaft, die leidet, sich selbst beschönigt und in der Verbrechen offiziell nicht existiert. Verbrechen werden totgeschwiegen, als Infiltration des Westens gebrandmarkt oder einfach dadurch gelöst, dass man Trinker, Juden, Homosexuelle oder Kranke "findet", die dann das Verbrechen "gestehen".

Leo Demidov ist Offizier des Geheimdienstes und gehört zum System. Er ist erfolgreich, hat eine schöne Frau und Verbindungen, um auch seinen Eltern etwas Wohlstand zu ermöglichen. Bis eines Tages das System sich gegen ihn wendet und er alles verliert.

An dieser Stelle will ich aufhören, den Inhalte zu verraten und kann nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen. Egal ob das englische Original oder die deutsche Übersetzung. Es ist beklemmend, spannend, düster, traurig und teilweise überraschend. Man fühlt sich glaubwürdig in der Zeit zurückversetzt und leidet mit dem "Helden".

Wer möchte, der kann aus meinen Händen das Buch als Geschenk empfangen. Es ist die englischsprachige Taschenbuchausgabe. Lesewillige vor.

Lesematerial - 2011-04-17, 21:25:04 - 4 Kommentare