Flug Boston-Frankfurt

Heute ist mein Glückstag. Neben mir sitzt eine attraktive junge Dame aus Bulgarien. Sie ist auf dem Weg nach Hause, um ihre Eltern zu besuchen. Ansonsten lebt sie in Boston und ist Rechtsanwältin. Was die Sache so interessant macht, von ihrer Attraktivität mal abgesehen - primitiver Mann ich, sie unterhält sich gern.

Wir haben bereits Beziehungen erörtert, das Leben in den USA und Europa, unsere Urlaubspreferenzen, welches Essen gut ist etc. Sie kann nicht kochen, isst aber gern. Sie mag Schottland und deutsche Autos. Sie ist Versuchsvegetarier, weil sie jemandem beweisen wollte, dass sie ohne Fleisch kann. Zum Geburtstag in 30 Tagen gibt es aber wieder ordentlich Fleisch. Sie kann es schon riechen.

Gerade liest und korrigiert sie irgendwelche Papiere. Die üblichen tausend-seitigen Vertragsdokumente. Früher passte sowas auf eine Seite plus Handschlag. Aber heutzutage haben Menschen kaum noch Ehre und Zusagen zählen nix mehr. Was nicht geschrieben steht, existiert nicht.

Wir haben heute wieder eine miese Boeing 747 ohne Bordunterhaltungssystem, sieht man mal von den kleinen Monitoren an der Decke ab. Ich bin echt gespannt, wie lange mein Acer A500 Tablet durchhält, denn wir stehen momentan bei 52% Batterieladung.

Mein Koffer ist heute wieder sehr schwer gewesen. 0,2 kg unter dem Limit. Sehr unerwartet, denn es ist kaum was drin. Sommerklamotten sind nicht sonderlich schwer und ich hatte eh zu wenige langärmelige Hemden für das mistige Wetter mit.

Bloss gut, dass ich meinem Kollegen die Fressbüchsen mitgegeben habe, denn dann wäre ich wieder drüber gewesen und hätte das gleiche Problem wie beim letzten Mal gehabt. Naja, lief ja alles gut. Der Flug ist übrigens nicht sehr voll. Ich würde 75% sagen. Was auch den Mittelplatz zwischen uns freigelassen hat.

Wir haben unsere drei Sitzplätze bereits Wohnzimmer genannt. Sollten wir auf einer Insel landen, dann haben wir schon die Rollen ausgemacht. Sie hütet das Feuer und ihre volle Medikamententasche und ich gehe jagen und muss dann kochen. Sie erkennt an, dass ich signifikant mehr mache, deswegen würden sie für Entertainment sorgen :-)

Heute wird es übrigens Pasta oder Hühnchen geben. Frau Stewardess hat mir übrigens das Huhn empfohlen. Batterie auf 51%. Zwischendurch habe ich das Wallstreet-Journal gelesen. Ging um China und den Aufstieg des Yuan. Vor allem, weil China die Währung zum freien Handel stückweise freigeben will.

Die Damen und Herren des Kabinenpersonals rücken mit dem Futter an. Es schüttelt heute übrigens ziemlich. Nicht hoch und runter, aber rechts und links. Komisch, dass muss der Rest vom schlechten Wetter gestern sein. Draussen sieht es recht gut aus, aber das Wetter kann man ja nicht sehen aus dem Flugzeug. Ist ja eigentlich hier oben immer schön.

Trotz der Schüttelei geht die Fütterung los. Hunger habe ich keinen, aber ich denke, dass ich in 30 min bestimmt soweit bin und dann war es das mit Essen. Ich habe die Pasta genommen. Sie war leider ungeniessbar. Das Minikuchenstück war nett und die drei Stück Gemüse... gekocht, wenn ich mich nicht täusche, ansonsten hätte ich gerade verloren.

Meine Kurzzeitlebensgefährtin korrigiert ihre Verträge weiter und ich denke mir noch Text für Euch aus. Jetzt ist es ruhig geworden, denn die Schlafphase des Fluges hat begonnen.

Ich habe ca. 60min geschlummert. Das ist zwar nicht viel, aber besser als nix. Fühle mich recht gut. Sitze gerade im McCafe und nippe meinen ersten germanischen Kaffee. Auch ein Stück Apfelkuchen trägt zum Glück bei.

Mein Auto habe ich auch schon. Ford Focus Diesel. Die Dame bei Sixt war sehr freundlich. Selbiges kann man von der Bundespolizei nicht sagen. Ich würde den Kerl von heute sofort entlassen. An meine Schlange klemmte es, weil irgendwas nicht ging. Brüllt der doch aus dem Nachbarschalter rüber: "Was ist nen los Angela, sind doch alles Amis..." Der Mann würde bei mir nur noch den Müll aufsammeln dürfen. Ton und Lautstärke, sowie Satzbau und sein generelles Verhalten, er hat keinen Reisenden gegrüsst, sind extra ungenügend und der Bundespolizei nicht würdig. Die Leute sind der erste Eindruck von Deutschland!!!

Damit ein schönes Wochenende und bis die Tage.

Meiner selbst - 2011-06-03, 20:39:39 - 5 Kommentare

Abfliegen

So, wieder ein Monat um und Zeit für den Rückflug. Ich sitze wie gehabt auf dem Boston Logan Internation Airport und zwar zwischen Starbucks und Earl of Sandwich. Rechts von mir liegt ein BLT Sandwich und links steht ein Yoghurt, ein Eistee und ein Coffee Latte.

Die Sandwiches sind super, da freue ich mich vor jedem Rückflug schon drauf. Der Rest ist gewöhnlich, aber mein zeitiges Erscheinen am Gate sichert mir eine entspannte Zeit vor dem Flug, kein Warten in der Securityschlange und auch kein Warten am Lufthansa-Schalter.

Gerade habe ich einem älteren Herren geholfen sein iPad online zu bringen, da die Webseite vom Flughafen fürs WiFi etwas unübersichtlich ist und einen dann auch noch mit einem Video quält. Letzteres ist Flash und damit schon mal ein Problem für den Streichelapfel.

Ich habe ja auch meine Petting-Tablette eingepackt und schaue mal, ob ich dann im Flieger etwas für Euch zusammenklimpern kann. Sollte ja viel besser gehen. Zudem kann das Ding auch Fotos. Also gespannt sein. Aus diesem Grund schliesst sich dieser Blogeintrag kurz vor Abflug oder besser kurz nachdem der Kaffee alle ist. Das Sandwich hat nicht mehr lange und dann hat es sich gesandwicht...

Security ging heute schnell, da keine Schlange und ich habe den Scanner genommen, damit ich nicht ewig rumstehen musste. Krebs werden wir sowieso alle bekommen.

Weiter links hat sich gerade eine Familie niedergelassen. Sie hat ihr iPhone in die Steckdose gesteckt, er sein iPad und die Mutter telefoniert. Einzig der Vater hat keinerlei elektronischen Geräte in der Hand. Aber vielleicht gibt er sich ja mit der Aussicht zufrieden, wenn der Rest der Familie abgelenkt ist.

Heute früh habe ich mir im Bad nen steifen Nacken geholt. Eine blöde Bewegung beim Duschen und zack. Der Flug wird anstrengend. Was für ein Pech aber auch. Jetzt bewege ich mich etwas ulkig. Zum Business-Class-Upgrade hat es heute leider nicht gereicht.

Der Arbeitseinsatz war diesmal aber sehr erfolgreich. Ich glaube ohne direkten Kontakt zum Entwickler wäre alles viel langsamer gegangen. Wenn man einfach mal rüberspringen kann und jemanden nerven... das hat schon was.

Der Mann mit seinem iPad-Verbindungsproblem telefoniert mit dem Ding. Sieht lustig aus, denn er hält es sich so dicht vors Gesicht, dass er es mit der Nase steuern könnte.

Gerade ist Feueralarm und keiner wird nervös. Security nicht, Leute bei Starbucks nicht, Verkäufer nicht. Also muss es wieder mal ein Fehlalarm sein. Solange niemand rennt... sehr irritierend. Wie unterscheidet sich ein echter von einem falschem Alarm? ich wüsste auf Anhieb auch nicht, wo ich hinrennen sollte, ohne noch mehr Alarm auszulösen. Security ist weiter sehr gelassen. Wenn die Leute plötzlich weg sind, dann renne ich auch.

Meine Boeing 747, Kennung VX rollt gerade ein. Mal nachher aus der Nähe beschauen.

Das nervige Tut-Tut des Alarms hat man abgestellt. Jetzt blinkt es nur noch... und 5 Minuten später hörte auch das Blinken auf. Die ganzen Fehlalarme sorgen leider nur dafür, dass die Leute es überhaupt nicht mehr ernst nehmen.

Ich werde müde. Wow, wenn das mal den Flug anhalten würde.

Es sind noch 90 Minuten bis Abflug und langsam füllt sich das Terminal. Die Leute holen sich Dinge zum Essen und Trinken und ich selbst denke auch nochmal darüber nach, ob ich nicht noch etwas trinken sollte. Aber keinen Kaffee, denn der treibt. Ein Kaltgetränk vielleicht, also nen Frappucino? Zuckerschock vorm Ablug? Immerhin genug Kalorien, um mehrere Tage auf einer einsamen Insel zu überleben. Wobei es nicht so viele Inseln zwischen Boston und Frankfurt gibt, die einsam wären.

Ich glaube, der Text reicht erstmal. Am Starbuck steht eine Schlange. Also nix mit Frappucino.

Meiner selbst - 2011-06-02, 22:06:09 - Noch keine Kommentare

Tornado

Nein, den Tornado in Massachusetts habe ich nicht live gesehen, aber wir hatten eindrucksvolle lange Gewitter am Abend.

Meiner selbst - 2011-06-02, 05:55:12 - Noch keine Kommentare

Einzelteile

Ich habe Euch seit Ewigkeiten nix mehr aufgeschrieben, was über triviale Nichtigkeiten hinausgehen könnte. Also ist es heute mal wieder an der Zeit, mehr Text zu meisseln. Draussen scheint ausserdem die Sonne, so dass es man diesen Tag schon fast als schön bezeichnen könnte. Einzig etwas späte Arbeit droht, aber die möchte ich gern auch auf später schieben.

Nach einer Massage in Mallchinatown, sitze ich im Foodcourt und stopfe mir ein Bacon Guacamole Sandwich rein. Mir hat der Magen wie Sau geknurrt, weil ich nix zum Mittag hatte.

Und wie so oft haben wir jetzt einen Zeitsprung. Ich sitze am Freitag nach der Arbeit im Starbucks... und arbeite. Neben mir sitzt ein Pärchen. Ich habe noch nicht rausbekommen, wie sie zueinander stehen. Sie spricht Akzent, osteuropäisch. Er ist Amerikaner. Was ich eigentlich sagen wollte, sie sieht aus wie Esther Schweins oder in einfacher gesagt: Einfach umwerfend. Man kann sich kaum losreissen, aber starren will man ja auch nicht.

Ich habe mich also losgerissen und bin nun im Barnes & Noble. War ich lange nicht mehr. Mit einem Grande Iced Latte sitze ich nun hier. Auf meinen Tisch liegt ausser dem Notebook noch ein Economist, das Time-Magazin und Newsweek. Mal sehen, was die drei Zeitschriften zu bieten haben.

Scheisse... links neben mir sitzt eine Dame und schlürft ihre Suppe. Ahh... das mir das nicht vorher aufgefallen ist. Wo ich doch so geräuschanfällig bin. Zumindest sieht es momentan nicht nach ablenkenden optischen Attacken aus. Männer sind ja so herrlich primitiv... seufz.

Diese Woche kam ein prima Film auf HBO: "Too big to fail". Die Krise von 2008 als Film. Super gemacht und spannend. Wohl auch leicht übertrieben, aber insgesamt sehr empfehlenswert. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch.

Jetzt habe ich einen gesprächigen Inder neben mir, der ins Telefon brüllt. In einer der 240 Sprachen seines Heimatlandes. Das waren noch Zeiten als man in Büchereien nicht telefonieren durfte und nicht konnte. Wie hiess der Spruch damals noch an unseren DDR-Telefonzellen: "Fasse Dich kurz!" In Zeiten von Flatrates könnte man glatt sagen: "Lege nicht auf."

Neben mir hat die Besetzung gewechselt. Die Suppentante ist weg, dafür habe ich eine Lesetante mit Mitsingdrang. Sie summt die Hintergrundmusik mit. Ich packe zusammen.

Zeitsprung III: Ich sitze am Sonntag im Panera und kaue meinen Bagel.

Gestern war ich Hubschrauberfliegen. Freundin von mir hatte die Tour gewonnen und wollte nur Leute mitnehmen, die keine direkten Versorgungsverpflichtungen ala Kinder haben. Damit schieden jede Menge Leute aus. Geplant war eigentlich ein Rundlug über Boston, aber das Wetter hat uns einen Streich gespielt und Boston im Nebel versinken lassen. Da wir schon mal verschoben haben und es mein letztes US-Wochenende war, haben wir eine Tour zur Küste und zurück gemacht. War auch schön, wenn auch weniger spektakulär, aber ich denke, wir werden die Bostontour mit dem Piloten auf jeden Fall noch machen.

Steve war unser Pilot. Er ist 10 Jahre für die US-Army Blackhawk und Hueys geflogen, davon drei Jahre in Deutschland. Dem Mann kann man schon mal sein Leben anvertrauen. Geflogen sind wir in einem Robinson R44 Helikopter. Das gute Stück sah älter aus, als es wirklich war, denn die Dinger gibt es erst seit 1993. Unserer war Baujahr 2001.

Der Rundflug war ruhig und wir konnten den Leuten in den Garten schauen. Man sieht von oben erstmal, wie dicht alles bebaut und trotzdem noch ausreichend grün ist. Auf dem Plan für den Herbst steht damit die Boston Skyline Nachttour.

Ich ziehe wieder weiter. Mal sehen, in welches Starbucks ich jetzt einfalle. Muss eins der Dinger sein, die nicht so Kühlschrank sind.

Neues Starbucks erobert. Route 1 North, Saugus, MA. Zusammen mit einer neuen Mall erst öffnet. Sieht nett aus. Kalt natürlich und hässliche laute Musik, aber sonst ok. Steckdose gefunden. Internet geht. Hinter mir sitzt einer, der die Peanuts auf dem Handy schaut... ohne Kopfhörer und dabei laut lacht. Stöhn... mich erwischt es immer. Ich will zwar Umgebungsgeräusche, aber bitte als Rauschen.

Nachdem ich einen Coffee Latte mit einem Oatmeal Cookie hatte, mir meinen ersten Frappocino seit Beginn meiner Reise reingeschüttet habe und jetzt über einem entkoffeiniertem Latte sitze... wird mir doch sichtlich frisch, obwohl der jetzige Kaffee mich aufwärmen sollte, aber es blässt einfach zu sehr.

Ende des hingeworfenen Lückentextes... wieder nicht besser geworden... arg.

Meiner selbst - 2011-05-31, 04:43:51 - 4 Kommentare

Und gleich bereut

Vorhin einen Eisnapf von Ben & Jerries für unverschämte 6 Dollar im Hotel gekauft, weil mir nach Naschen und in die warme Nacht raussetzen war. Nach nem Viertel der Packung hatte ich Magendrücken. Rumfressen gleich bereut. Packung weggeworfen. Ja, ich weiss, in Afrika hungern Kindern, aber mit dieser Kalorienbombe würde man sie umbringen und nicht ernähren.

Meiner selbst - 2011-05-27, 05:23:50 - Noch keine Kommentare

Händewaschen erklärt

Da es gerade ein aktuelles Thema in Deutschland ist, um sich vorm Ehec-Bakterium zu schützen, hier schnell eine Anleitung zum Händewaschen.

Diese Aufkleber finden sich bei Dunkin Donuts und anderen Fastfood-Ketten der USA in den Waschräumen aka Toiletten.

Deutschland - 2011-05-25, 05:33:00 - 1 Kommentar

Fressimpressionen

Hier zwei Fressimpressionen vom letzten Wochenende. Das Eine ist ein BLT-Sandwich und das Andere ist ein Teil des Menüs des Ladens, wo ich das Sandwich erworben habe. Ja, es ist zuviel weisses Brot, Ihr habt ja Recht.

"The BLT (Bacon, Lettuce, and Tomato) is a type of bacon sandwich. The standard BLT is made up of five ingredients: bacon, lettuce, tomato, mayonnaise, and bread." (Wikipedia, CC-BY-SA-3.0)

Thematisch USA - 2011-05-23, 03:46:03 - Noch keine Kommentare

Komische Jugend

Mir gegenüber beim Starbucks sitzen drei junge Mädchen. Das Alter ist schwer zu schätzen, da ja schon einige 12-jährige Damen über ein Aussehen verfügen, was eine 25-Jährige blass werden. Ulkig ist nur das Gesprächsthema der drei jungen Chinesinnen: Foltermethoden. Waterboarding und Chinesische Wasserfolter.

Entweder sind sie Praktikantinnen der CIA oder ich war in meiner Jugend einfach nicht so morbide, dass ich an Diskussionen über Schmerz teilgenommen hätte.

Thematisch USA - 2011-05-21, 21:57:22 - 1 Kommentar

Rush Hour am Boston Airport

Boston Flughafen Zeitraffer

Ein wunderbares Zeitraffer-Video von 70 Minuten Abflugverkehr am Bostoner Flughafen.

Mobiles und Verkehr - 2011-05-21, 05:17:00 - 1 Kommentar

Macht’s gut, und danke für den Fisch

Eine ganzseitige Anzeige in der USA Today von heute verkündet das Jüngste Gericht. Am 21. Mai ist Schluss mit lustig und ein weltweites Erdbeben leitet den Untergang der Welt ein. Ausgenommen sind natürlich die gläubigen Schäfchen, die sich ergeben zeigen.

Da ich mit Sicherheit diesem erlauchten Kreis nicht zugerechnet werde, wollte ich jetzt an dieser Stelle schon einmal Tschüss sagen und mich für die Treue meine Leser bedanken. War schön mit Euch. Bis dann also und sollten wir uns zufällig doch "danach" wiedersehen, dann bin nicht ich, sondern Ihr im falschen Club gelandet... tut mir leid, wenn ich Euch da mit reingezogen habe.

Vielleicht noch einige reguläre Worte, um die Warterei auf den Untergang zu verkürzen. Es regnet wie Sau oder besser, es ist nass ohne Ende, weil es oft eher nieselt, als giesst. Ganz komisches Wetter. Ist sogar meist nicht sehr kalt, aber dauertrübe. Zum Mund wässern habe ich nochmal ein Bild meiner Fresssünde vom Dienstag danebengepackt. Ein grosser Burger bei Fuudruckers und eine Dr. Pepper dazu. Danach ging es ins IMAX zu "Fast Five". Der Film war erstaunlich anschaubar, was natürlich auch am Kino lag. Aber ich hatte echt Schlimmeres erwartet. Wir waren alle äusserst positiv überrascht.

Für mein Tablet habe ich leider noch keine Tasche bekommen oder besser, keinen Umschlag. Die Dinger werden ja nicht in Taschen gepackt, sondern in Sleeves. Muss ich mal weiter regelmässig bei BestBuy aufschlagen und fragen. Demnächst kommt übrigens Android 3.1 auf dem Acer an.

Sonst gibt es leider wenig zu berichten, weil ich in Arbeit versunken bin. Selbst meine Buchladensitzungen sind sowas von selten geworden... hoffentlich ändert sich das die Tage noch. Deswegen bin ich auch geopolitisch nicht sonderlich auf dem Laufenden und habe keine Chance Kommentare dazu abzugeben. Einzig das tägliche Gejammer über 4 Dollar pro Gallone Benzin bekomme ich mit. Ach ja, und natürlich die Diskussion und den Krieg um die Schuldenobergrenze der USA. Hier zanken sich die Demokraten und die Republikaner heftigst.

Derzeit versuche ich The Secret Speech zu lesen, aber auch hier ist keine Zeit, so dass das Buch sich mit dem Lesezeichen selbst vergnügen darf. Schade, der Anfang ist schon mal wieder prima.

Sollten wir uns wider erwarten doch am Montag wiedersehen, dann bin ich auch nicht böse drüber. Das schliesst nicht alle Leute ein, aber eine ausreichende Menge, um mich als tolerant und geduldig zu bezeichnen ;) Gute Nacht aus Woburn, MA, USA.

Meiner selbst - 2011-05-20, 05:05:42 - 3 Kommentare

Improvisationsgeist - Irgendwie trotzdem zu

Diese grandiose Improvisation habe ich auf einer Männertoilette in Lowell, MA gefunden. Was soll's? Verriegelt ist irgendwie schon.... bissl umständlich und fummelig zwar, aber geht auch ;)

Thematisch USA - 2011-05-17, 14:00:00 - Noch keine Kommentare

Flugimpression

Ich wollte mit Euch noch diese Flugimpression von meinem Flug nach Boston teilen. Mir kommt es vor allem auf den Flieger neben uns an. Den Parallelflug fand ich interessant. Leider habe ich meine grosse Kamera nicht schnell genug ausgepackt bekommen.

Mobiles und Verkehr - 2011-05-16, 14:00:00 - Noch keine Kommentare

Nicht etwas riskant?

Die Wunderdroge

Ich finde es etwas riskant von Bayer, diesen Spruch auf eine Packung Aspirin zu drucken: "Die Wunderdroge" bzw. "Die Wundermedizin". Es bleibt ein Arzneimittel mit ausreichend vielen Nebenwirkungen. Ich hätte die Leute für cleverer gehalten.

Thematisch USA - 2011-05-15, 20:31:27 - Noch keine Kommentare

My Ride - Chevrolet Malibu

Chevy Malibu

Source: Wikipedia under PD

Diesmal habe ich wieder einen richtigen Ami als Mietwagen. Ein Chevrolet Malibu bewegt meinen Arsch durch die Gegend. Derzeitiger Durchschnittsverbrauch 10l/100km bei 2.4L Maschine mit 4-Gang Gurkengetriebe.

Thematisch USA - 2011-05-13, 01:26:51 - Noch keine Kommentare

Test: Acer Iconia A500 Tablet

Nun besitze ich das Iconia schon fast eine Woche und es wird Zeit endlich was darüber zu schreiben. Wie es sich gehört, schreibe ich diesen Artikel mit Pseudo-6-Finger System auf den Iconia selbst, zumindest zu grossen Teilen. Die Autokorrektur des Textes habe ich ausgeschaltet, denn sie macht mich wahnsinnig.

Warum ein Nicht-Apfel?

Jeder meiner Leser weiss, dass ich eine freundliche Abneigung gegen Apple hege. Ich erkenne ihre Erfolge an und bewundere, dass sie Unmengen von Hardware in kurzer Zeit verkaufen. Aber es grenzt schon etwas an religiösen Fanatismus, wie die Leute der Firma die Hardware aus den Händen reissen. Zudem muss ich nicht alles haben, was andere haben. Zudem folge ich meinem alten Prinzip, dass man immer von der Nummer 2 kauft, denn die Firma an der Spitze hat weniger Ziele. Das Ziel von Apple ist es, die Nummer 1 zu bleiben, weil allen anderen Firmen wissen, dass sie allein Apple nicht überholen können, aber gemeinsam stark sind. Also fangt die Diskussion erst gar nicht an, warum ich kein iPad gekauft habe.

Ein Acer Iconia A500 ist es nun geworden, weil ich Motorola nicht mag und das Xoom einfach nicht schnell genug verfügbar war. Bei BestBuy konnte ich beide Tablets ausprobieren und das Iconia fühlte sich fluffiger an, zudem unterstützt es jede Menge Sprachen, auch Deutsch. Das Xoom konnte nur Englisch und Spanisch. Das wohl mein Vater das Iconia bekommt, war es wichtig, dass das ganze OS auch auf Deutsch laufen kann. Im Gewicht haben sich beide nix genommen.

Anmutung

Das Iconia fühlt sich gut an. Es ist schwerer als ein iPad, aber das war vorher klar. Die Verarbeitung ist vernünftig, wobei Mäkler sich bestimmt an der einen oder anderen Kante stören werden. Die Kanten, eher Grate, sind nicht schlimm und wirklich nur was für pingelige Leute.

Die Rückseite ist aus Metall und der Aussenrahmen auch. Der Bildschirmbereich ist schwarz und komplett eine Oberfläche mit dem Screen. Die Anschlüsse sind versteckt angebracht. Einzig die Buchse für die zukünftige Dockingstation an der Unterseite sticht etwas hervor, aber da kann man drüber hinwegsehen.

Der Einschalter ist links oben und fühlbar, man muss also nicht hinsehen, um ihn im Dunklen irgendwo zu finden. Glücklicherweise ist er nicht zu empfindlich, so dass er nicht versehentlich ausgelöst wird.

Leider hatte BestBuy noch keine Taschen oder Umschläge im Angebot, so dass ich das gute Stück noch nackt durch die Gegend schleppe. Sehr unclever, denn jeder hätte zum Iconia auch gleich noch so einen Zubehörartikel gekauft.

Ausstattung

Zum Inhalt vom Tablet nur kurz, denn man kann das alles nachlesen. Dualcore-CPU, 10,1 Zoll Bildschirm Widescreen, 1GB Hauptspeicher, 16GB Flashspeicher und einen Micro-SD Slot. Das Europa-Modell hat 32GB Speicher. Das gute Stück ist mit WLAN unterwegs, besitzt zwei USB-Anschlüsse und man kann es damit direkt als Festplatte am Rechner anmelden bzw. Speicher anstecken.

Ans Iconia kann man auch eine Tastatur via USB anschliessen, was bestimmt für "ich habe keinen richtigen Computer"-Leute gut ist, denn diese Nutzer können nicht einfach mal ein Notebook für lange Texte hervorzaubern.

Stromversorgung

Das Iconia besitzt ein kleines Netzteil, was leider nicht über USB angesteckt wird, so dass die Ladung via USB ausfällt. Das Netzteil ist für Weltbetrieb ausgelegt, leider lag bei der US-Variante auch nur ein US-Stecker bei. Aber ich habe zu Hause Adapter, so dass eine deutsche Steckdose auch schnell zur Heimat werden kann.

Der Akku scheint mindestens einen Tag durchzuhalten, sogar mit viel YouTube. Er war danach noch ausreichend voll, um noch einen Tag ohne Video schaffen zu können. Ich beobachte die Durchhaltekraft mal.

Bildschirm

Den Bildschirm ist prima. Fein aufgelöst und mit knackigen Farben. Helligkeit ist bisher ok, allerdings hatte ich es auch noch nicht im Freien im Einsatz. Macht auch wenig Sinn ohne UMTS.

Es gibt zwei Kritikpunkte am Bildschirm. Er spiegelt stark und eignet sich hervorragend zum Schminken, wenn ich denn den Bedarf für hätte. Er sieht auch in Nullkommanix wie Sau aus, weil die Finger herrliche Fetttapsen hinterlassen. Vielleicht wäre es mit Displayfolie besser... mal sehen, was andere Nutzer so sagen. Aber diese Nachteil haben leider alle Tablets. Auch kein Wunder, wann man Glasflächen mit Fingern bearbeitet.

Ich kann momentan ohne Probleme die Deckenbeleuchtung über mir erkennen. Gestochen scharf.

Inbetriebnahme

Ein grosser Vorteil von Android Honeycomb ist, dass man keinen Rechner braucht, um loszulegen. Aufladen, Einschalten, kurze Konfiguration von Sprache und Google-Account, sofern man hat und los geht es. Kreditkarte ist auch nicht nötig und Updates kommen auf dem Luftweg. Also wirklich sehr einfach.

Man kann das OS auf Englisch laufen lassen, aber eine deutsche Tastatur aktivieren. Sehr praktisch.

Honeycomb, das OS

In meinem Gerät dreht Android Honeycomb 3.0.1 seine Runden. Es scheint nicht kastriert zu sein, weil es jede Menge Sprachen und Tastaturen unterstützt. Auch ist fühlt es sich fluffiger an, als die Version auf dem Xoom, was aber auch an den Hardwarekomponenten liegen kann.

Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Keine Ahnung welche Ideen geborgt sind, aber in manchen Details fühlt es sich nicht wie ein Apfel an, wobei meine Apfel-Erfahrungen sehr limitiert sind. Es sieht sehr modern und teilweise geradezu futuristisch aus. Die Oberfläche ist in Schwarz und Blau gehalten, was es optisch weniger aufdringlich gestaltet.

Es wischt und scrollt sich flüssig und man merkt kaum Hänger. Das Gerät besitzt keinen Home-Button im Sinne eines physikalischem Knopfes, sondern auf dem Display sind permanent die Steuerelemente eingeblendet. Wenn man Filme schaut, dann verschwinden sie und werden zu kaum sichtbaren Stecknadelköpfen.

Bildschirmtastatur

Es erstaunt mich, wie gut die Bildschirmtastatur ist. Nicht jeder Button liegt an der gewohnten Stelle einer richtigen Tastatur bzw. ist genauso gross, aber insgesamt kommt man schnell damit klar, auch als Viel- und Schnellschreiber. Passwörter sind etwas umständlich einzugeben, speziell mit Sonderzeichen und Zahlen, denn diese Ebenen müssen über Sondertasten aktiviert werden.

Wahlweise kann man Vibrationsfeedback aktivieren, so dass jeder Tastendruck bestätigt wird. Recht angenehm. Auf Dauer braucht man es nicht, aber am Anfang hilft es sehr, speziell wenn man anfängt blind zu tippen.

Stabilität

Insgesamt sieht es ganz gut aus, was die Stabilität betrifft. Allerdings streiken gelegentlich mal Apps, auch die von Google, und stürzen an. Hier scheint es also, noch kleinere Problem zu geben. Die CNN-Tablet-Edition streikt bei jedem zweiten Öffnen.

App-Angebot

Das berühmte Henne-Ei Problem. Ohne Geräte keine Apps, ohne Apps keine Geräteverkäufe. Es dürfte aber nicht lange so bleiben, denn die Grösse des Marktes sollte ihn ausreichend interessant machen

Macken

Es gibt eigentlich nur wenig auszusetzen. Der Schminkspiegeleffekt, einige App-Crashes und ein etwas komisches Verhalten, wenn das Iconia rumliegt. Manchmal geht der Bildschirm unvermittelt an, obwohl keine Benachrichtigung vorliegt. Das wird hoffentlich mit dem nächsten Update verschwunden sein.

Gesamteindruck

Das Iconia ist ein guter Kauf und wenn das Angebot an Apps grösser geworden ist, ein noch besserer. Es wird in nächster Zeit genug neue Tablets mit Honeycomb geben, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Ich gebe dann also wie geplant das Acer Iconia A500 an meinen Vater weiter und werde mich im Sommer an einer anderen Neuerscheinung versuchen. Vielleicht das grosse Samsung Tablet oder das Asus Eee Transformer Tablet.

P.S. Übrigens hat das Fehlen von Bildern hier nur einen Grund: Das Tablet lässt sich nur schwer fotografieren, weil es so spiegelt... da muss man arg mit Filtern oder Beleuchtung tricksen und dafür habe ich keine Zeit. Es gibt genug Bilder überall...

Getestet - 2011-05-10, 02:43:30 - 4 Kommentare