Braunkohlenkraftwerk Plessa

Steuerwarte

Hier noch die letzten Bilder von meiner technischen Pilgerreise Anfang Juli 2011. Es ging auch in eins der ältesten noch im Original erhaltenen Braunkohlekraftwerke Europas - Kraftwerk Plessa. Für jeden der Technikgeschichte atmet, ist das Kraftwerk und die Führung Pflicht.

Der Erhaltungszustand und die Eleganz der alten Technik ist atemberaubend. Allein die Schönheit des Verwaltungsbaus und jedes Rundinstruments müsste moderne Industrieanlagenbauer vor Neid erblassen lassen. Damals war noch Stil angesagt.

Braunkohlenkraftwerk Plessa. Kühlturm von innen

Ich fand die Führung informativ, gut strukturiert und man kam überall hin und durfte auch mal was anfassen. Man sollte sich übrigens beeilen mit einem Besuch, denn der hölzerne Kühlturm wird nur noch kurze Zeit begehbar sein, bevor er einstürzt. Fotografen sollten ein Stativ mitbringen, denn der Turm ist von innen total HDRgen.

Hier noch schnell die Webadresse: Kraftwerk Plessa und der Link zu allen Bildern auf Flickr.

P.S. Schade, dass das mit dem Dot.com-Millionär nicht geklappt hat, denn ich würde gern Geld in solche Denkmäler stecken, um sie zu erhalten. Die meisten alten Kraftwerke und Brikettfabriken wurden nach der Wende abgerissen. Etwas zur Geschichte und Bildmaterial findet man auf Ostkohle.de.

Technisches - 2011-08-11, 22:08:56 - 2 Kommentare

Kalter Hund mit Rezept zum Selberrühren

Kalter Hund

Passend zur Jahreszeit gibt es morgen für unser Büro Kalten Hund. Selbst hergestellt nach Familienrezept.

  • 125g Puderzucker
  • 3 frische Eier
  • 45g Kakaopulver, entölt
  • halber Teelöffel Kaffeepulver (bzw. einfach grosszügig sein)
  • einen Würfel Geraer Kokosfett nur echt in silberner Würfelform
  • 2-3 Packungen Kekse, zulässig sind nur Cottbuser Kekse :)

Kokosfett zerlassen, dabei nur leicht erwärmen, nicht erhitzen. Den Rest zusammenwerfen und zu einer cremigen Masse rühren. Mit Hand und einem Esslöffel! Nicht schlagen, es darf nicht schäumen.

Jetzt langsam Schluck für Schluck das Kokosfett hinzugeben und immer gleich sauber unterrühren. Rühren, rühren, rühren. Keine Blasen und keine Brocken!

Eine Kastenbackform mit Backpapier auslegen und die Kekse als Randbefestigung auslegen, danach noch Kekse auf den Boden und dann Schicht für Schicht die dunkle Masse und Kekse, dunkel Masse und Kekse... Oben müssen dann Kekse zu liegen kommen.

Das Ganze kommt jetzt in den Kühlschrank und darf schön in Ruhe erstarren. Je länger es steht, desto durch sind die Kekse und desto besser kann man schneiden und essen.

Dazu passt super eine Tasse Kaffee und eine lange Nachmittagspause.

P.S. Das Rühren muss Wehtun, sonst war es nicht richtig ;)

Meiner selbst - 2011-08-09, 22:42:27 - 4 Kommentare

Einladungen zu Google+

Einladung zu G+

Wer bei Google+ einsteigen will und noch eine Einladung braucht, der sollte einfach mal auf das Bild links klicken. Momentan habe ich noch 130 Einladungen frei.

Technisches - 2011-08-07, 17:06:20 - Noch keine Kommentare

Gebrauchtes Müsli

Gebrauchtes Müsli

Amazon entdeckt neue Geschäftsfelder und beginnt gerade mit dem Verkauf von gebrauchten Lebensmitteln. Ich bin mir noch nicht so sicher, wo der Vorteil liegt, aber man lernt ja nie aus.

Ob die Sachen den gleichen Nährwert haben? Vorverdaut sind? Oder einfach nur alt? Wir wissen es nicht, aber man sollte eventuell einen Gedanken daran verschwenden, schliesslich sind Nahrungsmittel ein teures Gut und verdienen besondere Beachtung.

Witziges - 2011-08-05, 20:41:20 - Noch keine Kommentare

Wieder Wespen

Gestern waren sie schon auf Google+, heute gibt es sie ihn meinem Blog. Meine Horde Hauswespen, mit denen ich gestern auf dem Balkon ein Fotoshooting betrieben habe. Niedrige Gagenforderungen und nicht zickig.

Alle Bilder in einem Album auf Flickr.

Optisches - 2011-07-29, 21:23:58 - 3 Kommentare

Sonntagskram

Sonntag, Frühstück im Markt 11, weil man nicht in so vielen Café in Ruhe auf dem Notebook hämmern kann. Hört mich bitte, ihr Jenaer Unternehmer, ich suche noch ein tolles Stammcafé, wo es Kuchen wie im Markt 11 gibt, Kaffee wie im Blackbean und Bagels wie im Bagels & Beans. Sitzen sollte man länger können, Steckdosen sollte es geben, auch gesunde Kaltgetränke und eine Klimaanlage für den heissen Sommer wäre wichtig. Ausserdem sollte es auf der Strecke zur Uni liegen, damit man was zum Schauen hat. Abends sollte es gute Salate geben. Kaum noch weitere Wünsche ;)

Neben mir sitzen zwei Studentinnen, die über jeder Menge Material sitzen. Momentan haben sie aber keine Lust und quatschen über andere Dinge. Beide sind nicht von hier, weil sie recht umständlich und gestelzt reden. Sie plappern nicht entspannt. Hinter mir sitzen zwei Schauspieler oder Opernsänger oder ähnliches, weil sie sich über Rollen und das Geschlecht der Stimme unterhalten... oder so.

Geht es Euch auch manchmal so, dass man auf die Palme gehen könnte, wenn man manche Leute reden hört? Stimme und Intonation machen einen wahnsinnig, da muss man nicht mal den Inhalt verstehen. Ich habe es eine Weile ausgehalten und dann waren sie auch irgendwann still und haben ihre Hausaufgaben gemacht. Keine Ahnung was... sie haben irgendwas abgeschrieben. Diese Art von Lernen ging nie in meinen Schädel rein. Vor allem Mädchen machen es gern und schreiben als Form des Lernens Bücher ab.

Eh Dude, wenn Deine Jeans so tief hängt, dass man Deine Boxershorts sieht, dann stimmt da was nicht. Das nenne ich nicht modisch, sondern uninteressant. Eine Frau würde man jetzt Schlampe nennen und selbst bei ihr wäre es nicht in dieser Form interessant. Der Gürtel ist zum Zuziehen da, aber erst, wenn die Hose oben ist...

Gerade hat jemand nach Open Wifi gefragt. Tut mir leid, so etwas ist in Jena Mangelware. Übrigens auch was, was in mein Cafe (siehe oben) rein sollte. Man könnte es an die Bestellung koppeln, damit man immerhin Verschlüsselung fahren kann. Leider habe ich den Kerl jetzt nicht gefragt bzw. geholfen, wo es das geben könnte: Goethegalerie und Bagels & Beans. Auch hätte ich ihn auch auf meiner Kiste was nachschauen lassen, wenn es um Fahrplan oder Veranstaltungen gegangen wäre.

Dünne Beine sind Mode stelle ich gerade fest. Vier Bleistiftbeine stacksen gerade durch das Café und bemühen sich, nicht abzubrechen. "Habe Hunger" von Mittermeier fällt mir gerade ein.

"Ihr seit doch auch per Facebook befreundet und jetzt hat er sich schon eine Woche nicht gemeldet?!" Schräg, echt schräg. Früher vergingen zwischen Meldungen auch mal locker zwei Wochen, denn so lange lief die Post. Hat man denn heutzutage keine Geduld mehr?

Jetzt fällt mir nix mehr ein, denn ich bin schon zu Hause und doktere am Abendbrot rum. Schöne Woche!

Dies und Das - 2011-07-24, 18:58:17 - Noch keine Kommentare

Meine erste G+ Erfahrung

G+

Soziale Netzwerke sind etwas sehr Interessantes. Auch wenn ich mich persönlich aus Facebook rausgehalten habe und nur ein Gelegentheits-Twitterer war, konnte ich Google+ nicht entgehen. Natürlich, weil man schon so viele Dinge bei Google hat und natürlich auch, weil Google irgendwie etwas nerdiger/geekiger ist. Technisch gesehen nehmen sich Facebook und Google wenig, weil beide auf eigenen Technologien und grossen Datenmengen arbeiten und sehr viel Open Source gemacht haben bzw. aus dem Open Source Sektor sehr viele Dinge integriert haben.

Davon mal abgesehen, war Facebook für mich immer schon ein Monopol, was ich nicht unterstützen wollte. Bewundert habe ich die Technik immer, auch den Geist der Entwicklung, aber mitmachen wollte ich nicht. Wie Apple, sehr geil, aber zentralistisch.

Aber ich verliere mich, eigentlich wollte ich mein erstes Google+ Erlebnis beschreiben. Los geht es.

Da sitze ich also am Samstagnochmorgen im Fairtrade Kontor und frühstücke. Heutzutage is(s)t man nichts, wenn man nicht online ist, also läuft das Notebook. Da rollt doch durch meinen G+ Stream ein Checkin (eine "Hier bin ich gerade"-Meldung für die Unwissenden). Sie besagt: "Frühstück im Fairtrade Kontor mit Matte und Zeit". Ok... ?!

Da in diesem Moment nur vier Leute im Fairtrade sassen, war die Einzingelung sehr einfach. Ich habe also frech zurückgeschrieben: "Winke mal rein." und er winkte wenige Minuten später.

Damit konnte ich meine Kreise sortieren (neu in Bekannte, neu in Jena, raus aus Nur Folgen). Gleichzeitig rutschte auch seine Freundin in meine Kreise rein. Wer sagt denn, dass Social Networking eine unpersönliche und weltfremde Sache sei? Die beiden hatten HTC-Geräte in der Hand... Android-Jünger also... sehr sympatisch.

G+ logo by boldperspective

Jena - 2011-07-23, 13:44:51 - 4 Kommentare

Der Grund ist so klar, dass man ihn nicht sieht

Die grosse Politik denke über eine Lösung der Euro-Krise nach, die Welt stöhnt über die Revolution in Afrika und Arabien und eigentlich ist der Grund doch so offensichtlich. Aber alles der Reihe nach.

Da stehe ich doch im Supermarkt und will eine frische Flasche Olivenöl kaufen. Da das Angebot nahezu unübersichtlich ist, nimmt man doch mal die eine oder andere Flasche in die Hand. Öl aus Spanien, aus Italien, aus Griechenland, aus Portugal. Tja, welchen Krisenland hilft man hier durch den Erwerb eines Nationalproduktes am meisten? Irgendwie konnte ich mich nicht entscheiden und habe diesmal aus der Türkei gekauft. Der Integrationsgedanke muss gefestigt werden.

Da fiel mir ein, dass ich in den USA auch Olivenöl aus Argentinien gesehen habe. Aber jetzt mal langsam... da ist doch ein Muster dahinter, oder? Alle erwähnten Ländern, von der Türkei mal einen Moment abgesehen, haben finanzielle Probleme oder wie im Fall von Argentinien haben eine Staatspleite hinter sich.

Das kann doch kein Zufall sein? Also habe ich mir mal die Wikipedia geschnappt und die grössten Produzenten von Olivenöl herausgesucht. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Olivenöl oder vielleicht gar die Olive selbst ist der Verursacher allen Übels.

Spanien - fast pleite, Italien - auf dem Weg in die Pleite, Griechenland - pleite, Tunesien - Revolution, Syrien - Revolution, Türkei - gefährlich ruhig, Marokko - Demonstrationen, Portugal - auf dem Weg in die Pleite, Algerien - Revolution, Libyen - Revolution und Krieg, Palästinensische Autonomiegebiete - Dauerausnahmezustand, Jordanien - Revolution, Argentinien - war pleite, Ägypten - Revolution, Libanon - nichts als Krieg.

Damit ist ja eigentlich klar, dass der Anbau von Oliven extrem gefährlich ist. Eventuell sondert der Baum ja ein unbekanntes Gift ab oder beim Auspressen der Oliven kommt es zu chemischen Reaktionen, die die Menschen in der Umgebung genetisch verändern. Die Olive mag zwar fürs Herz gut sein (Mittelmeerdiät), aber für den Kopf ist sie Gift.

Ich rufe hier also die EU offiziell auf, den Anbau von Oliven nicht länger zu subventionieren und den Erwerb und Vertrieb von Oliven und Produkten basierend auf Oliven unter Strafe zu stellen (so wie Heroin). Und wenn wir schon dabei sind, dann könnte die US-Armee gleich mit Agent Orange die Olivenplantagen entlauben und damit die Finanzkrise Europas, sowie die blutigen Revolutionen zu Ende bringen.

Nieder mit der Olive!

P.S. Die Zweifler werden jetzt sagen, dass Irland und Island auch nahe am Ende sind, aber keine Oliven anbauen. Ja, diese Zweifel lasse ich gelten, aber es sollte doch wohl auch hier das Muster klar sein. Alle Länder mit I am Anfang haben Probleme: Italien, Irland, Island, Iran und Irak. Indien köchelt und Indonesien - auch nicht wirklich ein Hort von Friede. Fragen?

Statistiken aus der Wikipedia unter CC-BY-SA 3.0

Dies und Das - 2011-07-20, 23:20:26 - 2 Kommentare

Filmkritik: Larry Crowne

Larry Crown Filmposter

Poster by Wikipedia

Letzte Woche waren wir zu Larry Crowne im Kino. Eine leichte Sommerkomödie mit Tom Hanks und Julia Roberts. Hier ohne Inhaltsangabe eine kurze Kritik.

Ja, es ist nicht der Bretterknaller, aber Larry Crowne ist auch keine Enttäuschung. Leicht und selbstverständlich offensichtlich entwickelt sich die Geschichte und man hat seinen Spass dabei. Der Humor ist nicht brachial und auch leise Töne kommen vor.

Die Chemie zwischen Tom und Julia stimmt. Sie ist wie immer umwerfend und Tom Hanks ist einmal mehr etwas Forrest Gump. Wer die USA und die Kultur des Landes kennt, der wird an der ein oder anderen Stellen mehr schmunzeln können als andere.

Fazit: Sehbar und gerade für den Gang zu zweit ins Kino besser geeignet als Transformer. Vorher gut essen, hinterher einen Cocktail und der Abend passt.

Mediales - 2011-07-19, 22:07:00 - Noch keine Kommentare

Der Text zum Sonntag

Ich finde, es ist mal wieder Zeit für den grossen verbalen Erguss. Lange habe ich mich schon nicht mehr zur Lage der Nation geäussert, also ist mal wieder eine Einschätzung nötig. Neue Themen sind Euro-Drama, US-Schulden, Gurkenregierung, EHEC, Italien und der Geier weiss was noch... Google+ wäre da noch.

Starten wir mit EHEC. Das Thema ist ja nun gegessen. Ägypten war es. Nun hat leider jeder vergessen, den Zusammenhang zwischen der Revolution in Ägypten und EHEC herzustellen. Mubarak war unser Freund. Er wurde gehätschelt und mit Geld beworfen. Die wenigsten Terroristen... ups, Touristen wussten wohl, was für ein Stoffel er wirklich war und das man quasi im Ostblock von vor 25 Jahren Urlaub gemacht hatte, von Wärme und exotischen Tieren mal abgesehen. Billig war es!

Nun haben wir Mubarak plötzlich nicht mehr lieb (ja, Guido, Dich spreche ich hier an), also was macht man als Diktator, auch wenn man das Label gerade erst bekommen hat? Man dehnt sein "perfide und gemein" auf die Ex-Freunde aus. EHEC war geboren und Deutschland wurde infiltriert.

Die Reaktion in Deutschland fiel fast wie erwünscht aus. Massenpanik und Wirtschaftschaos. Alle Welt ass plötzlich Ass... äh... Fleisch und die Vegetarier verhungerten reihenweise. Aber keiner kam auf die Idee, dass das ein Angriff, ein Racheakt und Sabotage war.

Nun gut, egal. Es ist vorbei und Ägypten ist wieder gut oder zumindest grob auf dem Weg dorthin.

Was ist eigentlich mit Libyen? Mich macht es etwas nervös, dass es Wochen dauert bis die Nato da Ergebnisse liefert. Wie darf ich mir dann unseren Verteidigungsfall vorstellen, wenn man jetzt gross Aufräumen will und nicht mal gegen eine schlecht ausgerüstete Armee so richtig ankommt. Müsste da nicht mehr passieren? Vernichtet die Nato etwa nur abgelaufene Bombenbestände? Immer wenn mal was über ist, dann werfen wir es kurz vorm Ranzigwerden ab?

Da wird gerade im Süden sind, liegt die Betrachtung von Italien nahe. Speziell auch deswegen, weil Italien ein grosser Freund von Gaddafi war und gern und oft Geldmittel angenommen hat. Jetzt ist man in der Diktatorzwickmühle. Kein Freund, kein Geld, aber selbst etwas klamm in der Kasse. Was nun?

Wollen wir hoffen, dass das Land von Espresso und Olivenöl, von Pasta mit viel Parmesan und gurkiger Autos (Fiat) die Kurve bekommen, sonst geht bei uns allen das Licht aus. "Wenn Rom fällt, fällt Europa!" Oder war das ein anderer Spruch?! Aber erschreckend ist es schon, was gerade gesamteuropäisch so abgeht. 20 Mrd. für die Griechen, aber nur 5 Mio für 10 Millionen hungernde Menschen in Somalia... aber die haben kein Bankkonto, also kann man 20 Mrd. nicht hinbringen... 5 Mio passen in einem Koffer.

Woran liegt es, dass es gerade jetzt so brenzlig wird? Die Schulden sind doch nicht plötzlich so erdrückend. In einigen Ländern waren sie sogar schon mal grösser bzw. sind es schon lange so gross.

"Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss." Genau aus diesen Gründen ist es plötzlich ein Problem, weil nämlich immer mehr Leute mit Fingern auf das Problem zeigen. Jetzt setzt Nervosität ein und die Politik wird aktiv. Wenn die Politik aktiv wird, dann ist der Rest der Meute erst recht nervös. Dann tauchen plötzlich die Ratingagenturen auf und setzen die Länder herunter. Jetzt! Nachdem vorher über Jahre alles und jeder super war. Jede blöde Pleitebank war super und jetzt? Jetzt möchte man gern übervorsichtig sein und setzt damit genau das in Gang, was zur Pleite führen wird. Man man nur genug drüber redet, dann tritt es ein.

Verdächtig finde ich übrigens, dass ausgerechnet, nachdem China bekundet hat, mehr in Euro zu investieren, um breiter aufgestellt zu sein, die Ratingagenturen reihenweise Europa zur Sau machen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass hier der Geldstrom gesteuert wird. Natürlich wird auch der USA gedroht, dass man die Bewertung verändert, aber nur gedroht, nicht heruntergestuft. Mit dieser Drohung kann man sich prima reinwaschen, dass man nicht einseitig agiert und zusätzlich auch noch national Druck machen, damit Sparziele erreicht werden, die den Gruppierungen mit Geld recht sind.

Ich bin übrigens gegen Steuersenkungen, weil wir ziemliche Schulden haben und weil man sich so etwas für Notfälle aufheben sollte, wenn es wirklich mal wieder hart auf hart kommt.

Da kommt mir doch übrigens eine Idee. Warum wählen wir eigentlich noch ständig eine Regierung oder Abgeordnete? Das Problem damit ist, dass diese jedes Mal eine Politik der Wiederwahl betreiben und egal wer es ist, immer falsche Versprechungen machen. Wir fallen auch immer wieder drauf rein.

Wir wäre es, wenn Regierung, Abgeordnete und wer also normalerweise gewählt wird, nach der ersten Wahl beständig im Amt bleiben würden? Sollten wir Probleme mit ihnen haben, dann gibt es keinen festen Wiederwahlzyklus, sondern eine Bedarfswahl. Wir stimmen quasi ab, dass wieder gewählt wird. Optional könnten wir auch jedes Mal eine Revolution vom Zaun brechen. Der moderne Wut- oder Dagegenbürger hat ja sonst nix zu tun.

Mindestzeitraum ist vier Jahre, danach beginnt die "Halte uns bei Laune"-Phase. Niemand darf zur Wiederwahl antreten. Einmal vergeigt, immer vergeigt. Falls diese radikalen Version nicht die notwendige Zustimmung findet, so wäre ich zumindest für eine Achtjahresgrenze für alle Berufspolitiker. Keine Wiederwahl möglich, aber Aufsteigen darf man, aber Absteigen nicht mehr. Raus ist raus.

Jetzt noch schnell die Betrachtung von Google+, denn ich habe mich davon einfangen lassen. Gesichtsbuch lehne ich irgendwie ab und Twitter ist öde geworden. Mal sehen, was G+ bringt. Es lässt sich schon recht gut an, allerdings sind natürlich auch die Nörgler nicht weit. Klarnamen sage ich nur. Im wirklichen Leben redet man sich doch auch mit dem richtigen Namen an bzw. kennt zumindest den richtigen Namen?!

Wer geheim sein will, der sollte nicht auf Plattformen springen, die von Behörden recht schnell zur Herausgabe aller Details genötigt werden können. Ansonsten kann man sich immer noch Gertrude Krause nennen. Zudem denke ich, dass sich das Problem recht schnell legen wird, wenn erst einmal alle Leute auf G+ rumhopsen und es jede Menge Schmidt, Smith, Huan oder Hussein geben wird, dann müssen wieder Pseudonyme her, sonst kann man sich nicht mehr auseinanderhalten.

Ok, wieder mal Text getippt. Hoffe es war nett zu lesen, wenngleich ich auch eher nur unsystematisch durch die Themen gesprungen bin. Schöne Woche.

Dies und Das - 2011-07-17, 21:58:34 - 2 Kommentare

Verschiedenes

Eigentlich wollte ich über mein neues Handy Nexus S schreiben...

Eigentlich wollte ich mich über die Finanzkrise II auslassen...

Eigentlich habe ich schon lange keine Leute mehr in Cafés beobachtet...

Eigentlich muss ich noch über den Besuch des Braunkohlenkraftwerks Plessa berichten...

Eigentlich brauche ich Urlaub...

Meiner selbst - 2011-07-14, 23:12:04 - Noch keine Kommentare

Brikettfabrik Louise, Domsdorf

Alte Technik, speziell alte funktionierende Technik und im ganz Speziellen Technik die bis zum Ende der DDR im EInsatz war, fasziniert mich. Aus diesem Grund hat es uns auch direkt von der Abraumförderbrücke F60 nach Domsdorf getrieben.

Domsdorf ist ein kleines Nest in der Nähe meiner ehemaligen Heimatstadt Herzberg. Dort habe ich fast 14 Jahre gelebt und nichts von der Brikettfabrik im Wald gewusst. Umso schöner war es, endlich dieses kleine technische Wunder zu besuchen: Die Brikettfabrik Louise, die älteste ihrer Art in Europa.

1882 erbaut, bis 1949 mehrmals umgebaut und erst 1991 lief das letzte Brikett vom Band. Alles mit Dampfmaschinen und alles schwere Arbeit. Tellertrockner, Kesselfeuerung mit Heizer und ein Teil der Kohle ging für die Eigenversorgung drauf. Knochenjobs und niedrige Effizienz... aber eine Fabrik mit Herz und noch erhalten. Damals haben das die Leute wohl nicht als erfreulich gesehen, dass nie was gemacht wurde, aus heutiger Sicht ein Glücksfall.

Eine Führung bringt einen durch die ganze Fabrik. Leider war unsere Tour etwas durcheinander und so war der Fluss der Kohle von Lieferung, über Sortierung, Brechung, Nass- und Trockendienst bis hin zu Presse nicht ganz so einfach nachzuvollziehen. Aber ich bin vorgeschädigt. Meine Mutter hat als Prüferin die Qualität der Briketts in Schwarze Pumpe gesichert. Da habe ich schon viel erzählt bekommen. Ausserdem waren wir schon in der Brikettfabrik Knappenrode. Auch ein Schmuckstück der Technikgeschichte.

Also nix wie nach Domsdorf. Am besten noch Zeit für die Umgebung eingeplant. Meine Bilder finden sich auf Flickr.

Technisches - 2011-07-12, 20:52:36 - Noch keine Kommentare

F60 - die grösste bewegliche Arbeitsmaschine der Welt

In Sachsen Brandenburg stehen Superlative rum und kaum einer weiss es. Im ehemaligen Braunkohletagebau Klettwitz-Nord steht eine riesige Abraumförderbrücke. Mehr als 500m lang und 80m hoch. Der Eifelturm ist klein dagegen und auch US-Flugzeugträger sind kleiner.

Dieses Geschoss wurde 1991 fertiggestellt und hat nur 13 Monate seinen Dienst versehen. Danach wurde sie im Rahmen der "Nix Ostkohle"-Abwicklung stillgelegt. Engagierte Bürger haben die Sprengung verhindert und diese technische Anlage bewahrt.

Es gibt übrigens fünf dieser riesigen Brücken. Vier sind noch im Betrieb, aber die längste und jüngste muss leider traurig rumstehen. Der Tagebau dahinter ist übrigens noch zu 95% voll. Sollte das mit dem Nicht-Atomstrom und der Windenergie einfach mal nicht klappen...

Die Brücke sollte man übrigens nicht einfach nur ansehen, sondern erleben also erklimmen. Eine geführte Tour nimmt einen mit zur Spitze. Zu Fuss natürlich. Man ist also effektiv mehr als einen Kilometer auf dem Ding unterwegs. Sehr imposant und für den technisch Interessierten ein Muss. Selbst der Laie staunt.

Besonderes Highlight ist übrigens die Nachttour mit Originalgeräuschen. Die machen wir übrigens demnächst mal. Wir hatten mieses Wetter und ich fand das so geil, weil der Wind, die Kälte und die Nässe das Gefühl für die Dimension und den eigentlichen Zweck der Brücke, also schmutzige Arbeit, prima unterstrichen hat. Für die nächste Zeit sind noch Tourerweiterungen geplant, wie der Besuch der Steuerwarte und der Rechneranlage.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Besucherbergwerks F60 und ich empfehle jedem mit Sinn für Technik oder jüngerer Geschichte einen Besuch. Meine Bilder finden sich auf Flickr.

Technisches - 2011-07-07, 22:45:11 - 4 Kommentare

Navigationsmodus Eco

Am Wochenende waren wir mit einem neuen Ford Mondeo und seinem eingebautem Navi unterwegs. Alles ganz fein. Allerdings schien die Einstellung der virtuellen Mitfahrerin im Bezug auf den Routenmodus Eco recht... anspruchslos zu sein.

Sie hat uns bei Eco total quer durch die Pampa geschickt, um auch ja jeden Meter einzusparen. Dabei sind wir auf diesem netten Panzer-Plattenweg aus DDR-Zeiten gelandet. Irgendwo in Brandenburg. Sehr nostalgisch, aber auch sehr doof zu fahren und das Ding war nicht nur 250m lang... nein, wir sind mehrere Kilometer gefahren.

Das erklärt auch, warum Mini-SUVs in Deutschland so populär sind. Die Leute können endlich den Navimodus Eco nehmen und brauchen sich keine Gedanken mehr machen, wie die Strasse dann aussieht.

Mobiles und Verkehr - 2011-07-05, 20:44:47 - Noch keine Kommentare

Verdammt...

...schon wieder nicht gebloggt. Mist.

Dies und Das - 2011-07-05, 00:06:43 - Noch keine Kommentare