Sinnlose Wörter: Gratis-Geschenk

Das Wort Gratis-Geschenk ist total sinnlos. Seit wann muss man für Geschenke bezahlen? Gerade in der Fernsehwerbung aufgegabelt.

Nerviges - 2010-12-17, 22:12:58 - 1 Kommentar

Filmkritik: The Tourist

The Tourist

From Wikipedia under Fair Use

Bin gerade aus dem Kino zurück. Ich war in der Vorpremiere zu "The Tourist". Da im Netz und in den Zeitungen nur negative Kritiken kursieren, hier meine persönliche Kritik, die nicht zur Meinung der Masse passt.

Ich halte "The Tourist" für einen guten Film. Angelina Jolie und Johnny Depp spielen gut und ich finde, dass die Chemie zwischen beiden stimmt. An der Reaktion des Kinopublikums merkt man, dass die Gesten, die die beiden sich zuwerfen, funktionieren. Depp spielt einen leicht naiven und irritierten Zeitgenossen, der auf eine sündige und überfeminine Jolie trifft.

Der Regisseur Donnersmarck ("Das Leben der anderen") hat Angelina Jolie nur Frau sein lassen. Sie schiesst nicht, sie schlägt nur mit Rettungsringen und macht auch keine mörderischen Bewegungen. Sie ist nur Frau und das voll. Garderobe, Gang und rötester Lippenstift. Dazu grossen Lippen und riesigen Augen. Man versteht auf Anhieb die Verstörung von Johnny Depp, als er ihr begegnet.

Man kann dem Film nicht vorwerfen, ein typisches Hollywood-Werk zu sein. Es rummst nicht einmal, keine Autoverfolgungsjagd, keine Hubschrauber und keine Kung-Fu Helden. Einzig einmal zu Fuss und einmal auf dem Wasser, beides aber eher gemächlich, werden die Haupthelden verfolgt. Wir jagen auch nicht über alle Kontinente - etwas Paris und viel Venedig, mehr nicht.

Die Polizisten erinnern etwas an die Tolpatsche von Scotland Yard bzw. einem Hauch von Saint Tropez. Leicht schusselig, leicht genervt, wenig erfolgreich, aber liebenswert.

Man langweilt sich eigentlich nicht und die Geschichte ist auch nicht unnötig schwer und verworren erzählt. Irgendwie strahlt der Film den Charme alter guter und fast schon sauberer Unterhaltung aus. Wie ein Krimi oder Agententriller aus den 60ern oder 80ern vielleicht. Dazu ein Schuss französische Krimikomik und etwas Europa und fertig.

Fazit: Ja, es wäre wohl noch mehr dringewesen. Etwas mehr Tempo und noch zwei oder drei zusätzliche Verwicklungen oder Kapriolen. Ich finde das Werk trotzdem sehenswert. Der Eintritt war gut angelegt.

Mediales - 2010-12-15, 23:48:42 - 2 Kommentare

Inception in Realtime

Inception Realtime

Für die Fans von Inception gibt es hier ein kleines Highlight: Inception in Pseudo-Echtzeit. Eigentlich fehlt die erste Realitätsebene, die Zeit im Flugzeug, aber der Macher entschuldigt sich damit, dass es keine Bilder davon im Film gibt. Musik ist auch sehr schön. Wegen dieses Videos habe ich mir auch den Soundtrack gekauft, weil ich die Musik erst bewusst nach diesem Video wahrgenommen habe.

Mediales - 2010-12-14, 23:08:45 - Noch keine Kommentare

Post aus Taiwan

Ich habe Post aus Taiwan bekommen. Das Rail News Magazine der Railway Culture Society befand sich im Umschlag.

Nein, ich habe keine befremdlichen Abonnements abgeschlossen, sondern man war so freundlich. mir eine Ausgabe zu schicken, weil sie eines meiner Bilder der Chicagoer U-Bahn zu Illustrationszwecken benutzt haben.

Optisches - 2010-12-12, 19:39:22 - Noch keine Kommentare

Love is in the Air(port)

Ich bin am Logan Airport in Boston und warte auf meinen Flieger. Gerade kam eine Durchsage:

"Final boarding call for Kelly Smith. Please report immediately to gate E1. Gate is closing in 2 minutes." "We love you, but we will leave you."

Wie lieb!

Witziges - 2010-12-10, 20:39:13 - 3 Kommentare

Die Gewohnheit ausgenutzt - Shell zockt clever ab

Shell hat diese Woche auf fiese Weise Gewohnheiten ausgenutzt.

An fast allen Tankstellen der USA gibt es drei Sorten und im Regelfall ist Regular, also Normal und damit die billigste Sorte, immer ganz links. Shell hat diese Gewohnheit ausgenutzt und einfach den Supersprit nach links gelegt, weil man ja einfach mal im Schlaf auf den Knopf drückt. Super ist aber teurer und braucht man eh nicht, wenn der Motor 3.5L hat.

Fiel mir auf, als der Tank voll war...

Thematisch USA - 2010-12-10, 05:24:04 - 4 Kommentare

Letzte Dinge

Frühstück

Mein letztes grosses Frühstück und mein letztes Steak... vor der Heimreise.

Das Steak

Meiner selbst - 2010-12-10, 05:12:02 - Noch keine Kommentare

Wie bewirbt man sowas?

Gerade habe ich auf tageschau.de diesen Satz über einen misslungenen Anschlagsversuch gelesen;

"Unwissentlich kontaktierte er verdeckte FBI-Agenten, die ihm eine Bombenattrappe übergaben."

Da es nicht das erste Mal war, dass das FBI Bomben niedriger Qualität verkauft hat, frage ich mich, wie das FBI überhaupt diese Kundenbeziehung aufbaut? Haben die einen Telefonbucheintrag? Kann man sich für einen Newsletter anmelden? Gibt es einen Webshop mit Coupons?

Zudem frage ich mich, ob es sich nicht langsam rumspricht, dass das FBI nur Mist verkauft und keine Ahnung von dem Geschäft hat. Vielleicht hat ja das FBI einfach auch nur die billigsten Angebote... Aber stutzig sollte es einen schon machen, dass die erste Selbstmordbombe gratis ist.

Thematisch USA - 2010-12-09, 00:29:12 - Noch keine Kommentare

Der 5-Jahres-Burger

Ich bin 5 Jahre lang erfolgreich Burgern bei McDonalds in Amerika aus dem Weg gegangen. Wurde aber vorgestern fast genötigt ;) Habe mir einen Angus-Burger mit ner Dr. Pepper reingezogen. Keine Fritten.

Aussehen gut. Salat gut, Tomate gut, Bun gut. Fleisch etwas trocken, nicht frisch gemacht. Habe es mit viel Ketchup aufgefrischt. Bis in 5 Jahren dann...

Thematisch USA - 2010-12-08, 05:01:48 - 2 Kommentare

Derivate populärwissenschaftlich erklärt

Im gestrigen Beitrag hatte ich versucht, Aktien zu erklären. Die Frage "Wo ist der Haken?" blieb offen.

Der Haken steckt nicht in den Aktien, sehen wir mal von irrationalen Spekulationen ab. In diesem Fall sind Leute immer bereit mehr für das Unternehmen zu bieten, als es wirklich wert ist, weil sie glauben, dass a) es immer noch einen Idioten mehr gibt, der das glaubt, b) das Wachstum kein Ende kennt. Das beste Beispiel ist die Dot.com-Blase, als Geld in alle Unternehmen floss, die nur das Wort Internet irgendwie erwähnt hatten. Hier verhalten sich Leute quasi wie auf einer Auktion und bieten einfach wild Geld, weil sie überzeugt davon sind, dass sie die Aktien für mehr Geld schnell wieder loswerden.

Es gibt einen indirekten Haken an Aktien. Die sogenannten Finanzinstrumente. Nun gut, eine Aktie ist auch ein Finanzinstrument, aber ein sehr altes. Ich rede hier von den modernen Erfindungen, die rein auf Spekulation abzielen. Dazu gehören Derivate. Was sich kompliziert anhört (und das ist Absicht), ist eigentlich ganz einfach. Man (ver)kauft nicht den Gegenstand, sondern das Recht den Gegenstand in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Hä?

Ganz einfaches Beispiel. Sagen wir mal, ich brauche in einem Jahr Wandfarbe, weil ich dann mein Haus neu anstreichen will. Wandfarbe altert, also muss ich sie frisch kaufen. Aber im Moment glaube ich, dass Wandfarbe billig ist und nie wieder so billig sein wird. Deswegen kaufe ich Futures auf Wandfarbe. Ich kaufe also das Recht, die Wandfarbe in einem Jahr, zum Preis von heute zu erwerben. Natürlich bezahle ich für das Recht etwas, aber das ist nur ein Bruchteil der zu erwarteten Differenz zum Preis in einem Jahr. In diesem Fall verkauft mir der Hersteller der Wandfarbe das Recht. Vorteil für ihn, er bekommt Geld in die Kasse gespült, wenn auch zunächst nur einen kleinen Betrag und er weiss, dass er in einem Jahr Wandfarbe herstellen muss, kann also seine Produktion besser planen. Auch kann er jetzt vielleicht schon die Grundstoffe kaufen, weil diese eventuell auch gerade günstig sind.

Da ich die Pflicht zum Kauf der Farbe habe, muss ich sehen, dass jemand Wandfarbe braucht, falls ich doch mein Haus nicht anpinseln will oder mein Haus verkauft habe. Dann suche ich nach jemandem, der mir das Recht abkauft. Sollte ich niemanden finden, habe ich Wandfarbe am Hals. Je nach Preisentwicklung ist das gut oder schlecht. Je näher der Termin des Farbkaufes kommt, desto geringer wird die Differenz zwischen dem wirklichen Preis zum Tag X und dem Preis des Rechts.

Ein Beispiel macht alles schöner, also hier mal die ganze Sache praktisch. Ich brauche 100 Liter Wandfarbe. Der Liter kostet 1 Euro. Ich brauche die Farbe genau in 12 Monaten. Da ich denke, dass viele Leute in 12 Monaten Farbe brauchen, also der Preis der Farbe dann höher ist (Angebot und Nachfrage), kaufe ich mir das Recht auf 100 Liter zu 1 Euro. Ich muss für das Recht 10 Cent pro Liter bezahlen. Mein Endpreis wäre also 100 Euro für die Farbe und 100 * 0,10 Cent für das Recht. Insgesamt 110 Euro. 10 Euro gleich und 100 Euro später. Wenn ich erwarte, dass die Wandfarbe dann 150 Euro kosten wird, also 1,50 Cent pro Liter, kann ich durch das Derivat 40 Euro sparen.

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Wissen - 2010-12-07, 06:00:00 - 2 Kommentare

Aktien populärwissenschaftlich erklärt

Aktie

Photo by Wikipedia

Ich wollte schon lange mal was über Aktien schreiben und die Art und Weise, wie sie funktionieren. Gleichzeitig wollte ich klarmachen, dass quasi eigentlich jeder meiner Leser Aktionär ist, ohne es zu wissen. Die nächsten Zeilen sind alle recht populärwissenschaftlich geschrieben und sollen es auch sein, denn ich möchte, dass es jeder versteht.

Fangen wir doch mal mit einem Missverständnis an. Viele Leute denken, wenn ich eine Starbucks-Aktien kaufe, dann bekommt Starbucks das Geld der Aktie. Das ist leider total falsch, aber Starbucks hat Geld vor langer langer Zeit bekommen, aber der Reihe nach.

Fangen wir einfach mal hypothetisch an. Du hast eine Firma. Diese Firma stellt ganz tolle Foobar-Sachen her. Das Geschäft läuft gut und Du möchtest gern nach Asien exportieren, um das Geschäft breiter aufzustellen und nicht von einem Markt abhängig zu sein. Dazu brauchst Du aber Geld, um Filialen aufzubauen, Marketing anzukurbeln und Produktproben auszusenden. Dein Geschäft läuft zwar gut und ernährt Dich, aber es ist nicht genug Bargeld in der Kasse, um so ein Projekt anzugehen.

Leider hält Deine Hausbank nichts von der Idee und will Dir kein Geld leihen. Ausserdem würde es Fremdkapital sein und damit Dich abhängig machen, weil Du es ja unbedingt innerhalb einer bestimmten Zeit zurückzahlen musst. Von den Zinsen dafür mal abgesehen.

Hier kommen jetzt Aktien ins Spiel. Anstatt eine Bank um 1000 Euro zu bitten, bittest Du bis zu 1000 Leute um jeweils 1 Euro. Eventuell können die Leute den 1 Euro entbehren, weil 1 Euro weniger weh tut, als 1000 Euro, wenn Deine neue Idee doch nicht aufgeht.

Natürlich musst du den Leuten im Gegenzug etwas bieten, denn Du willst Dir das Geld nicht leihen, um keinen Rückzahlungsdruck zu haben, stattdessen beteiligst Du die Leute an Deiner Firma. Du teilst Deine Firma deswegen in 5000 Anteile auf. Der Wert jedes Anteils beträgt 1 Euro. Wir lassen hier einfach mal aus, wie die Anzahl der Anteile und deren Wert bestimmt wird.

Aber was bekommen die Leute dann eigentlich? Nun, sie bekommen einen Anteil an Deinem Betrieb. Keine einzelne Türklinke oder einen Stuhl, sondern einen Anteil am Betrieb, den sie jederzeit verkaufen können, wenn jemand anders diesen Teil will. Quasi eine extrem dünne Scheibe vom Ganzen.

Was haben die Leute aber davon? Nun, wenn ich Geld entbehren kann, will ich es nicht rumliegen haben, weil es durch Inflation an Wert verliert. Soll heissen, der eine Euro kann mir heute ein Brot kaufen, aber morgen nur noch ein Halbes. Deswegen muss mein Euro zu 2 Euros werden, damit er seinen Wert behält. Die Bank gibt mir Zinsen, aber da wird kein Brot draus. Also gehe ich ein Risiko ein und sage mir, wenn ich Dir jetzt einen Euro für einen Anteil an Deinem Betrieb gebe und Deine Idee ein Erfolg wird, dann ist der Anteil vielleicht später mehr als einen Euro wert.

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Wissen - 2010-12-05, 19:58:28 - 7 Kommentare

Kleinkram

Aktuelle Worte und Sätze in den USA sind derzeit: "Don't touch my junk." und "Full pat-down." Letzteres beschreibt die Praxis der Transportsicherheitsbehörde TSA, die Leute, die keinen Nacktscanner nutzen wollen, mit den Händen abzugriffeln. Aber nicht einfach so abklopfen, sondern richtig abfingern. Daher dann auch der erste Satz: "Fass meinen Sack nicht an.". Natürlich ist das die Slangvariante, weil Junk eigentlich Schrott oder Krempel bedeutet.

Es gab übrigens Leute, die schon nackt durch die Sicherheitskontrolle wollten. Allerdings war das Problem, dass nackt nicht nackt genug ist. Abtasten müssen die Beamten trotzdem und das dürfen sie nur, wenn mindestens eine Lage Kleidung dazwischen ist.

Dies und Das - 2010-12-03, 02:06:40 - Noch keine Kommentare

Obama's Plan für Highspeed-Busse

Da die Highspeed-Züge zu teuer werden und die Republikaner sowieso nicht mitmachen wollen, hat US-Präsident Obama jetzt Pläne für Highspeed-Busse vorgestellt. Fast so schnell und deutlich günstiger in der Herstellung.

Highspeed-Busse

Via 1000 kleine Dinge in Amerika

Thematisch USA - 2010-11-30, 05:20:32 - Noch keine Kommentare

Live aus dem Starbucks, Reading, MA

Wenn man irgendwas für eine längere Zeit nicht gemacht hat, wird es Zeit, dass man es mal wieder macht. Was für ein philosophischer Satz. Total ohne Inhalt, aber mit komischer Bedeutung. Nochmal machen heisst in diesem Zusammenhang, dass ich mal wieder meine Beobachtungen machen sollte. Es hilft mir abzuschalten und Euch, den Ort in Gedanken zu wechseln.

Heute sitze ich in einem neuen Starbucks, zumindest neu für mich, dann ich war noch nie hier. Das Ding ist knackend voll. Ringsrum türmen sich rote Kaffeepackungen mit der Starbucks-Kaffee-Weihnachtsmischung. Starbucks muss dazu jeden auch nur verfügbaren Kaffee in rote Türen gepackt haben. Anders kann man sich nicht erklären, wie jeder Starbucks komplett damit durchdekoriert werden könnte.

Rechts hinter mir sitzt eine attraktive Dame in ihren guten Dreissigern und liest das neueste Buch von Dan Brown, "Lost Symbol". Ich hatte auch schon überlegt, ob ich es mir kaufen sollte, aber ich habe mich erstmal mit Live Free or Die von John Ringo abgegeben. Science Fiction und ein Teil der Handlung spielt in der Nähe. Boston und Manchester. Recht nett, obwohl er teilweise seine Figuren soviel Slang sprechen lässt, dass es bei mir einfach aussetzt und ich diese Teile überspringe.

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Meiner selbst - 2010-11-27, 21:43:09 - Noch keine Kommentare

Durcheinander

Heute stand ich bereits zum zweiten Mal vor einem schwarzen Dodge Charger und er wollte nicht aufgehen. Blick auf das Kennzeichen... ok, PA, also warum geht der nicht auf. Schlüssel aus der Fernbedienung gefummelt, Blick in den Innenraum geworfen. Kindersitz? Habe ich letzte Nacht was verpasst? Ausserdem geht das doch eigentlich nicht so schnell...

Die Einsicht, dass es nicht mein Mietwagen war, war weiter hinten im Gehirn versteckt.

Was für ein Durcheinander! Dummerweise fahren viele einen schwarzen Charger als Mietwagen. Dummerweise auch mit Kennzeichen aus Pennsylvania. Dodge hat also einen riesigen Haufen dieser Autos spottbillig an die Autovermietung verscheuert und die hat gleich alle Autos auf einmal zugelassen.

Meiner selbst - 2010-11-27, 18:53:56 - Noch keine Kommentare