F60 - die grösste bewegliche Arbeitsmaschine der Welt

In Sachsen Brandenburg stehen Superlative rum und kaum einer weiss es. Im ehemaligen Braunkohletagebau Klettwitz-Nord steht eine riesige Abraumförderbrücke. Mehr als 500m lang und 80m hoch. Der Eifelturm ist klein dagegen und auch US-Flugzeugträger sind kleiner.

Dieses Geschoss wurde 1991 fertiggestellt und hat nur 13 Monate seinen Dienst versehen. Danach wurde sie im Rahmen der "Nix Ostkohle"-Abwicklung stillgelegt. Engagierte Bürger haben die Sprengung verhindert und diese technische Anlage bewahrt.

Es gibt übrigens fünf dieser riesigen Brücken. Vier sind noch im Betrieb, aber die längste und jüngste muss leider traurig rumstehen. Der Tagebau dahinter ist übrigens noch zu 95% voll. Sollte das mit dem Nicht-Atomstrom und der Windenergie einfach mal nicht klappen...

Die Brücke sollte man übrigens nicht einfach nur ansehen, sondern erleben also erklimmen. Eine geführte Tour nimmt einen mit zur Spitze. Zu Fuss natürlich. Man ist also effektiv mehr als einen Kilometer auf dem Ding unterwegs. Sehr imposant und für den technisch Interessierten ein Muss. Selbst der Laie staunt.

Besonderes Highlight ist übrigens die Nachttour mit Originalgeräuschen. Die machen wir übrigens demnächst mal. Wir hatten mieses Wetter und ich fand das so geil, weil der Wind, die Kälte und die Nässe das Gefühl für die Dimension und den eigentlichen Zweck der Brücke, also schmutzige Arbeit, prima unterstrichen hat. Für die nächste Zeit sind noch Tourerweiterungen geplant, wie der Besuch der Steuerwarte und der Rechneranlage.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Besucherbergwerks F60 und ich empfehle jedem mit Sinn für Technik oder jüngerer Geschichte einen Besuch. Meine Bilder finden sich auf Flickr.

Technisches - 2011-07-07, 22:45:11 - 4 Kommentare

Navigationsmodus Eco

Am Wochenende waren wir mit einem neuen Ford Mondeo und seinem eingebautem Navi unterwegs. Alles ganz fein. Allerdings schien die Einstellung der virtuellen Mitfahrerin im Bezug auf den Routenmodus Eco recht... anspruchslos zu sein.

Sie hat uns bei Eco total quer durch die Pampa geschickt, um auch ja jeden Meter einzusparen. Dabei sind wir auf diesem netten Panzer-Plattenweg aus DDR-Zeiten gelandet. Irgendwo in Brandenburg. Sehr nostalgisch, aber auch sehr doof zu fahren und das Ding war nicht nur 250m lang... nein, wir sind mehrere Kilometer gefahren.

Das erklärt auch, warum Mini-SUVs in Deutschland so populär sind. Die Leute können endlich den Navimodus Eco nehmen und brauchen sich keine Gedanken mehr machen, wie die Strasse dann aussieht.

Mobiles und Verkehr - 2011-07-05, 20:44:47 - Noch keine Kommentare

Verdammt...

...schon wieder nicht gebloggt. Mist.

Dies und Das - 2011-07-05, 00:06:43 - Noch keine Kommentare

Kurzstatus

Offensichtlich ist es hier sehr ruhig. Kurze Statusmeldung mit mehr als 140 Zeichen. Neues Handy: Nexus S, Testbericht folgt. Neue Schuhe, über Verkäuferin geärgert, kein Testbericht zu erwarten. Im Kino gewesen zu Bad Teacher mit Cameron Diaz. Bad Movie! Kann die Frau echt nix reissen. Trailer hat die besten Sachen schon vorweggenommen. Erster Ausfall vom Kabel Deutschland Internet vor ner Woche gewesen. Ging morgens von allein wieder. Zwei Objektive zur Reinigung/Reparatur geschickt, noch keine Nachricht und noch nicht zurück, aber angeblich angekommen.

In den Kirschen mit dem Rad gewesen, leider zu spät, da alle schon vertrocknet oder madig. Nicht mehr der Jüngste im Bezug auf Baumbesteigung.

Beim Poolbillard im Büro verloren... wiederholt. Sonst alles beim Alten. Schönes Wochenende.

Meiner selbst - 2011-06-30, 22:33:32 - 4 Kommentare

Die Masseure bereiten den Krieg vor

Die Zeit - Massieren wir die Truppen

Die Zeit bediente sich heute einer doch sehr ausgefallenen Wortwahl. "Massieren" als Ausdruck von Verstärkung. Ich denke mal, es soll ein Wort sein, das von Masse kommt, aber irgendwie hat das noch nie zuvor mein Ohr gefunden.

Gibt es das wirklich? Google bringt da nur Dinge rund um Massage und diesen einen Artikel der Zeit... sieht nicht gut aus für das Wort "massieren" im unentspannten Sinne. Selbst wenn es das gäbe, sollte man sich vielleicht vorher vergewissern, ob nicht Überschriften blöd klingen, wenn man versucht mit seltenen Worte besonders eloquent zu sein.

Witziges - 2011-06-25, 09:08:59 - 6 Kommentare

Android 7.10.49?

Android

Bei PC.DE gefunden. Android Honecker? Ist das ein Hinweis aus die Android Version 7.10.49?

Witziges - 2011-06-22, 12:50:25 - 1 Kommentar

Buchkritik: Frank Schätzing - Limit

Limit

Irgendwie möchte ich meine Buchkritik an Frank Schätzing's Limit nicht sonderlich in die Länge ziehen. Ich habe die mehr als 1200 Seiten erlesen, mich teilweise begeistert, teilweise gelangweilt, teilweise geärgert und teilweise war ich versucht das Buch wegzulegen.

Die Idee zum Buch ist Klasse, auch sonst gibt es wenig zu kritisieren, wenn es doch nicht so langatmig wäre. Schätzing erzählt so viele Geschichte abseits der Hauptgeschichte, dass es locker noch für zwei andere Bücher gereicht hätte. Auch ist wie gewohnt das Finale viel zu lang. Hollywood-mässig stirbt ein Held nach dem anderen und eine Explosion jagt die nächste.

Alles in allem gut, aber viel zu lang und zu viele Details und Auschmückungen. Ich weiss nicht mal, was ich noch dazu schreiben soll... die Amazon-Kritiken geben die Sache recht gut wieder... oder um hier kurz eine Kurzzusammenfassung zu zitieren: "Zuviel Butter auf dem Brot."

Lesematerial - 2011-06-19, 14:23:42 - 2 Kommentare

Über 2kg mehr... kein Wunder

Über 2 Kilogramm mehr sollen es laut Waage sein. Die skeptischen Blicke meiner Freundin sagen 5. Selbst gefühlt würde ich 10 sagen. Aber woher? Ich habe mal die Tage Revue passieren lassen... etwas viel Maccaroni Grill, ein Steak mehr als sonst und weniger Panera... aber kein Mittag meist. Unverständlich.

Naja, dann muss ich halt weniger Gemüse... halt, dass kommt automatisch und man nimmt davon nicht ab... weniger Fleisch... weniger Eis... weniger Kaffee... essen/trinken? Bewegung ist nicht gut für die Gelenke ;)

Dies und Das - 2011-06-08, 05:31:00 - 1 Kommentar

Spachtelmasse

Mein letztes grosses Frühstück in den USA... Spachtelmasse halt...

Meiner selbst - 2011-06-07, 05:26:00 - 2 Kommentare

I see you

Die amerikanischen Geheimdienste führen gerade stückweise neue Überwachungstechnik ein, um näher an Personen ranzukommen.

Hier ein offensichtlich schlecht getarntes, aber gut gelauntes Versuchsmuster bei Starbucks. Es ist erstaunlich, dass man die Technik nicht rausschmeckt.

Witziges - 2011-06-05, 14:23:48 - 4 Kommentare

Flug Boston-Frankfurt

Heute ist mein Glückstag. Neben mir sitzt eine attraktive junge Dame aus Bulgarien. Sie ist auf dem Weg nach Hause, um ihre Eltern zu besuchen. Ansonsten lebt sie in Boston und ist Rechtsanwältin. Was die Sache so interessant macht, von ihrer Attraktivität mal abgesehen - primitiver Mann ich, sie unterhält sich gern.

Wir haben bereits Beziehungen erörtert, das Leben in den USA und Europa, unsere Urlaubspreferenzen, welches Essen gut ist etc. Sie kann nicht kochen, isst aber gern. Sie mag Schottland und deutsche Autos. Sie ist Versuchsvegetarier, weil sie jemandem beweisen wollte, dass sie ohne Fleisch kann. Zum Geburtstag in 30 Tagen gibt es aber wieder ordentlich Fleisch. Sie kann es schon riechen.

Gerade liest und korrigiert sie irgendwelche Papiere. Die üblichen tausend-seitigen Vertragsdokumente. Früher passte sowas auf eine Seite plus Handschlag. Aber heutzutage haben Menschen kaum noch Ehre und Zusagen zählen nix mehr. Was nicht geschrieben steht, existiert nicht.

Wir haben heute wieder eine miese Boeing 747 ohne Bordunterhaltungssystem, sieht man mal von den kleinen Monitoren an der Decke ab. Ich bin echt gespannt, wie lange mein Acer A500 Tablet durchhält, denn wir stehen momentan bei 52% Batterieladung.

Mein Koffer ist heute wieder sehr schwer gewesen. 0,2 kg unter dem Limit. Sehr unerwartet, denn es ist kaum was drin. Sommerklamotten sind nicht sonderlich schwer und ich hatte eh zu wenige langärmelige Hemden für das mistige Wetter mit.

Bloss gut, dass ich meinem Kollegen die Fressbüchsen mitgegeben habe, denn dann wäre ich wieder drüber gewesen und hätte das gleiche Problem wie beim letzten Mal gehabt. Naja, lief ja alles gut. Der Flug ist übrigens nicht sehr voll. Ich würde 75% sagen. Was auch den Mittelplatz zwischen uns freigelassen hat.

Wir haben unsere drei Sitzplätze bereits Wohnzimmer genannt. Sollten wir auf einer Insel landen, dann haben wir schon die Rollen ausgemacht. Sie hütet das Feuer und ihre volle Medikamententasche und ich gehe jagen und muss dann kochen. Sie erkennt an, dass ich signifikant mehr mache, deswegen würden sie für Entertainment sorgen :-)

Heute wird es übrigens Pasta oder Hühnchen geben. Frau Stewardess hat mir übrigens das Huhn empfohlen. Batterie auf 51%. Zwischendurch habe ich das Wallstreet-Journal gelesen. Ging um China und den Aufstieg des Yuan. Vor allem, weil China die Währung zum freien Handel stückweise freigeben will.

Die Damen und Herren des Kabinenpersonals rücken mit dem Futter an. Es schüttelt heute übrigens ziemlich. Nicht hoch und runter, aber rechts und links. Komisch, dass muss der Rest vom schlechten Wetter gestern sein. Draussen sieht es recht gut aus, aber das Wetter kann man ja nicht sehen aus dem Flugzeug. Ist ja eigentlich hier oben immer schön.

Trotz der Schüttelei geht die Fütterung los. Hunger habe ich keinen, aber ich denke, dass ich in 30 min bestimmt soweit bin und dann war es das mit Essen. Ich habe die Pasta genommen. Sie war leider ungeniessbar. Das Minikuchenstück war nett und die drei Stück Gemüse... gekocht, wenn ich mich nicht täusche, ansonsten hätte ich gerade verloren.

Meine Kurzzeitlebensgefährtin korrigiert ihre Verträge weiter und ich denke mir noch Text für Euch aus. Jetzt ist es ruhig geworden, denn die Schlafphase des Fluges hat begonnen.

Ich habe ca. 60min geschlummert. Das ist zwar nicht viel, aber besser als nix. Fühle mich recht gut. Sitze gerade im McCafe und nippe meinen ersten germanischen Kaffee. Auch ein Stück Apfelkuchen trägt zum Glück bei.

Mein Auto habe ich auch schon. Ford Focus Diesel. Die Dame bei Sixt war sehr freundlich. Selbiges kann man von der Bundespolizei nicht sagen. Ich würde den Kerl von heute sofort entlassen. An meine Schlange klemmte es, weil irgendwas nicht ging. Brüllt der doch aus dem Nachbarschalter rüber: "Was ist nen los Angela, sind doch alles Amis..." Der Mann würde bei mir nur noch den Müll aufsammeln dürfen. Ton und Lautstärke, sowie Satzbau und sein generelles Verhalten, er hat keinen Reisenden gegrüsst, sind extra ungenügend und der Bundespolizei nicht würdig. Die Leute sind der erste Eindruck von Deutschland!!!

Damit ein schönes Wochenende und bis die Tage.

Meiner selbst - 2011-06-03, 20:39:39 - 5 Kommentare

Abfliegen

So, wieder ein Monat um und Zeit für den Rückflug. Ich sitze wie gehabt auf dem Boston Logan Internation Airport und zwar zwischen Starbucks und Earl of Sandwich. Rechts von mir liegt ein BLT Sandwich und links steht ein Yoghurt, ein Eistee und ein Coffee Latte.

Die Sandwiches sind super, da freue ich mich vor jedem Rückflug schon drauf. Der Rest ist gewöhnlich, aber mein zeitiges Erscheinen am Gate sichert mir eine entspannte Zeit vor dem Flug, kein Warten in der Securityschlange und auch kein Warten am Lufthansa-Schalter.

Gerade habe ich einem älteren Herren geholfen sein iPad online zu bringen, da die Webseite vom Flughafen fürs WiFi etwas unübersichtlich ist und einen dann auch noch mit einem Video quält. Letzteres ist Flash und damit schon mal ein Problem für den Streichelapfel.

Ich habe ja auch meine Petting-Tablette eingepackt und schaue mal, ob ich dann im Flieger etwas für Euch zusammenklimpern kann. Sollte ja viel besser gehen. Zudem kann das Ding auch Fotos. Also gespannt sein. Aus diesem Grund schliesst sich dieser Blogeintrag kurz vor Abflug oder besser kurz nachdem der Kaffee alle ist. Das Sandwich hat nicht mehr lange und dann hat es sich gesandwicht...

Security ging heute schnell, da keine Schlange und ich habe den Scanner genommen, damit ich nicht ewig rumstehen musste. Krebs werden wir sowieso alle bekommen.

Weiter links hat sich gerade eine Familie niedergelassen. Sie hat ihr iPhone in die Steckdose gesteckt, er sein iPad und die Mutter telefoniert. Einzig der Vater hat keinerlei elektronischen Geräte in der Hand. Aber vielleicht gibt er sich ja mit der Aussicht zufrieden, wenn der Rest der Familie abgelenkt ist.

Heute früh habe ich mir im Bad nen steifen Nacken geholt. Eine blöde Bewegung beim Duschen und zack. Der Flug wird anstrengend. Was für ein Pech aber auch. Jetzt bewege ich mich etwas ulkig. Zum Business-Class-Upgrade hat es heute leider nicht gereicht.

Der Arbeitseinsatz war diesmal aber sehr erfolgreich. Ich glaube ohne direkten Kontakt zum Entwickler wäre alles viel langsamer gegangen. Wenn man einfach mal rüberspringen kann und jemanden nerven... das hat schon was.

Der Mann mit seinem iPad-Verbindungsproblem telefoniert mit dem Ding. Sieht lustig aus, denn er hält es sich so dicht vors Gesicht, dass er es mit der Nase steuern könnte.

Gerade ist Feueralarm und keiner wird nervös. Security nicht, Leute bei Starbucks nicht, Verkäufer nicht. Also muss es wieder mal ein Fehlalarm sein. Solange niemand rennt... sehr irritierend. Wie unterscheidet sich ein echter von einem falschem Alarm? ich wüsste auf Anhieb auch nicht, wo ich hinrennen sollte, ohne noch mehr Alarm auszulösen. Security ist weiter sehr gelassen. Wenn die Leute plötzlich weg sind, dann renne ich auch.

Meine Boeing 747, Kennung VX rollt gerade ein. Mal nachher aus der Nähe beschauen.

Das nervige Tut-Tut des Alarms hat man abgestellt. Jetzt blinkt es nur noch... und 5 Minuten später hörte auch das Blinken auf. Die ganzen Fehlalarme sorgen leider nur dafür, dass die Leute es überhaupt nicht mehr ernst nehmen.

Ich werde müde. Wow, wenn das mal den Flug anhalten würde.

Es sind noch 90 Minuten bis Abflug und langsam füllt sich das Terminal. Die Leute holen sich Dinge zum Essen und Trinken und ich selbst denke auch nochmal darüber nach, ob ich nicht noch etwas trinken sollte. Aber keinen Kaffee, denn der treibt. Ein Kaltgetränk vielleicht, also nen Frappucino? Zuckerschock vorm Ablug? Immerhin genug Kalorien, um mehrere Tage auf einer einsamen Insel zu überleben. Wobei es nicht so viele Inseln zwischen Boston und Frankfurt gibt, die einsam wären.

Ich glaube, der Text reicht erstmal. Am Starbuck steht eine Schlange. Also nix mit Frappucino.

Meiner selbst - 2011-06-02, 22:06:09 - Noch keine Kommentare

Tornado

Nein, den Tornado in Massachusetts habe ich nicht live gesehen, aber wir hatten eindrucksvolle lange Gewitter am Abend.

Meiner selbst - 2011-06-02, 05:55:12 - Noch keine Kommentare

Einzelteile

Ich habe Euch seit Ewigkeiten nix mehr aufgeschrieben, was über triviale Nichtigkeiten hinausgehen könnte. Also ist es heute mal wieder an der Zeit, mehr Text zu meisseln. Draussen scheint ausserdem die Sonne, so dass es man diesen Tag schon fast als schön bezeichnen könnte. Einzig etwas späte Arbeit droht, aber die möchte ich gern auch auf später schieben.

Nach einer Massage in Mallchinatown, sitze ich im Foodcourt und stopfe mir ein Bacon Guacamole Sandwich rein. Mir hat der Magen wie Sau geknurrt, weil ich nix zum Mittag hatte.

Und wie so oft haben wir jetzt einen Zeitsprung. Ich sitze am Freitag nach der Arbeit im Starbucks... und arbeite. Neben mir sitzt ein Pärchen. Ich habe noch nicht rausbekommen, wie sie zueinander stehen. Sie spricht Akzent, osteuropäisch. Er ist Amerikaner. Was ich eigentlich sagen wollte, sie sieht aus wie Esther Schweins oder in einfacher gesagt: Einfach umwerfend. Man kann sich kaum losreissen, aber starren will man ja auch nicht.

Ich habe mich also losgerissen und bin nun im Barnes & Noble. War ich lange nicht mehr. Mit einem Grande Iced Latte sitze ich nun hier. Auf meinen Tisch liegt ausser dem Notebook noch ein Economist, das Time-Magazin und Newsweek. Mal sehen, was die drei Zeitschriften zu bieten haben.

Scheisse... links neben mir sitzt eine Dame und schlürft ihre Suppe. Ahh... das mir das nicht vorher aufgefallen ist. Wo ich doch so geräuschanfällig bin. Zumindest sieht es momentan nicht nach ablenkenden optischen Attacken aus. Männer sind ja so herrlich primitiv... seufz.

Diese Woche kam ein prima Film auf HBO: "Too big to fail". Die Krise von 2008 als Film. Super gemacht und spannend. Wohl auch leicht übertrieben, aber insgesamt sehr empfehlenswert. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch.

Jetzt habe ich einen gesprächigen Inder neben mir, der ins Telefon brüllt. In einer der 240 Sprachen seines Heimatlandes. Das waren noch Zeiten als man in Büchereien nicht telefonieren durfte und nicht konnte. Wie hiess der Spruch damals noch an unseren DDR-Telefonzellen: "Fasse Dich kurz!" In Zeiten von Flatrates könnte man glatt sagen: "Lege nicht auf."

Neben mir hat die Besetzung gewechselt. Die Suppentante ist weg, dafür habe ich eine Lesetante mit Mitsingdrang. Sie summt die Hintergrundmusik mit. Ich packe zusammen.

Zeitsprung III: Ich sitze am Sonntag im Panera und kaue meinen Bagel.

Gestern war ich Hubschrauberfliegen. Freundin von mir hatte die Tour gewonnen und wollte nur Leute mitnehmen, die keine direkten Versorgungsverpflichtungen ala Kinder haben. Damit schieden jede Menge Leute aus. Geplant war eigentlich ein Rundlug über Boston, aber das Wetter hat uns einen Streich gespielt und Boston im Nebel versinken lassen. Da wir schon mal verschoben haben und es mein letztes US-Wochenende war, haben wir eine Tour zur Küste und zurück gemacht. War auch schön, wenn auch weniger spektakulär, aber ich denke, wir werden die Bostontour mit dem Piloten auf jeden Fall noch machen.

Steve war unser Pilot. Er ist 10 Jahre für die US-Army Blackhawk und Hueys geflogen, davon drei Jahre in Deutschland. Dem Mann kann man schon mal sein Leben anvertrauen. Geflogen sind wir in einem Robinson R44 Helikopter. Das gute Stück sah älter aus, als es wirklich war, denn die Dinger gibt es erst seit 1993. Unserer war Baujahr 2001.

Der Rundflug war ruhig und wir konnten den Leuten in den Garten schauen. Man sieht von oben erstmal, wie dicht alles bebaut und trotzdem noch ausreichend grün ist. Auf dem Plan für den Herbst steht damit die Boston Skyline Nachttour.

Ich ziehe wieder weiter. Mal sehen, in welches Starbucks ich jetzt einfalle. Muss eins der Dinger sein, die nicht so Kühlschrank sind.

Neues Starbucks erobert. Route 1 North, Saugus, MA. Zusammen mit einer neuen Mall erst öffnet. Sieht nett aus. Kalt natürlich und hässliche laute Musik, aber sonst ok. Steckdose gefunden. Internet geht. Hinter mir sitzt einer, der die Peanuts auf dem Handy schaut... ohne Kopfhörer und dabei laut lacht. Stöhn... mich erwischt es immer. Ich will zwar Umgebungsgeräusche, aber bitte als Rauschen.

Nachdem ich einen Coffee Latte mit einem Oatmeal Cookie hatte, mir meinen ersten Frappocino seit Beginn meiner Reise reingeschüttet habe und jetzt über einem entkoffeiniertem Latte sitze... wird mir doch sichtlich frisch, obwohl der jetzige Kaffee mich aufwärmen sollte, aber es blässt einfach zu sehr.

Ende des hingeworfenen Lückentextes... wieder nicht besser geworden... arg.

Meiner selbst - 2011-05-31, 04:43:51 - 4 Kommentare

Und gleich bereut

Vorhin einen Eisnapf von Ben & Jerries für unverschämte 6 Dollar im Hotel gekauft, weil mir nach Naschen und in die warme Nacht raussetzen war. Nach nem Viertel der Packung hatte ich Magendrücken. Rumfressen gleich bereut. Packung weggeworfen. Ja, ich weiss, in Afrika hungern Kindern, aber mit dieser Kalorienbombe würde man sie umbringen und nicht ernähren.

Meiner selbst - 2011-05-27, 05:23:50 - Noch keine Kommentare