Heisser Milchschaum

Atommilchschaum

Beim letzten Besuch im McCafé an der Autobahn fiel mir zum ersten Mal auf, welche versteckte Botschaft in der Glastrennscheibe zum Café verborgen ist. Das Geheimnis für festen und heissen Milchschaum: Atommilchschaum.

Zwar mit einem Schreibfehler und auch einem Fotografierschutz, aber man soll ja nicht sagen können, man habe es nicht gewusst, wenn man in 20 Jahren herausfindet, dass Milchschaum Nebenwirkungen hat.

Witziges - 2015-01-05, 07:20:00 Noch keine Kommentare

Sauf Dich reich

Sauf Dich reich

Nicht jeder Werbeslogan ist wirklich wohl überlegt. "Trinken mit Gewinn" und "Sauf Dich reich" liegen nur knapp nebeneinander.

Witziges - 2015-01-03, 21:49:20 Noch keine Kommentare

Buchkritik: Kutscher - Der nasse Fisch

Kutscher - Der nasse Fisch - Cover

Ich habe begonnen, die Kommissar-Rath-Reihe von Volker Kutscher zu lesen. Ich weiss nicht mehr genau, wie ich zu den Büchern gekommen bin. Entweder hat die rothaarige Buchfachverkäuferin sie mir empfohlen und ich bin doch so einfach gestrickt ;) oder ich habe es zufällig selbst entdeckt, da ich auf der Suche nach einem guten Krimi war, der nicht den üblichen amerikanischen Blut- und Killerbüchern entspricht.

Meine Buchkritiken sind nicht sonderlich ausgefallen oder glänzen durch den umwerfenden Einsatz von Adjektiven oder Querverweisen zu Jahrhundertwerken, die eh keiner gelesen hat, deswegen sei mir gestattet, mit dieser einfachen Form fortzufahren. Hoffe es bringt Euch trotzdem was.

Die Bücher spielen ab 1929 in Berlin. Es geht um einen Kommissar bei der Kriminalpolizei Berlin, um Mord, Drogen, politische Intrigen und den deutschen Nationalismus. Etwas Liebe und Sex, etwas Romantik, viel Milieu und einiges Chaos sind auch enthalten.

Die Atmosphäre des alten Berlin wird gut eingefangen bzw. es erscheint mir so, denn ich war ja 1930 noch nicht auf der Welt und erst recht nicht in Berlin. Aber man glaubt, Berlin riechen und hören zu können. Das Klingeln der Strassenbahnen, das Hupen der Autos und der Zigarettenrauch in allen Restaurants und Etablissements. Man fühlt auch die Spannung zwischen Vergangenheit und Zukunft, denn Berlin hat sich noch nicht entschieden, wo es hingehen soll.

Die Hauptfigur des Kommissar Gereon Rath ist eher antiheldenhaft, zumindest stolpert er mir zu sehr durch die Gegend, als ein wahrer Kommissar oder Schnüffler zu sein. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass Rath sich entwickelt. Er ist eher so da, als dabei. Ganz im Gegensatz zur Figur Charlotte Ritter. Vielleicht liegt das auch an meinem Geschlecht, aber man kann diese Frau förmlich strahlen sehen. Man sieht sie durch Berlin gehen, die Männer drehen sich um und die Autos hupen. Leider scheint Rath eher der Frauendilettant zu sein, aber ich habe ja noch zwei Bücher vor mir oder mehr, dass kommt auf Herrn Kutscher an.

Die ersten drei Bücher von fünf haben ich bisher gelesen. Die Qualität ist recht konsistent bisher. Andere Buchreihen tendieren ja zum schnellen Abfall. Sie sind hinreichend spannend und lesen sich gut. Allerdings habe ich oft so meine Probleme, den ganzen Figuren folgen zu können. Auch sind für mich viele Zusammenhänge nicht wirklich logisch schlüssig bzw. ich kann nicht nachvollziehen, wie Rath auf diese Spur gekommen ist.

Fazit: Insgesamt 3 von 5 Sternen bisher. Gut genug, um dran zu bleiben, aber gleichzeitig auch nicht perfekt genug, um alle Bände in einer Woche runterzulesen. Die Nummer Vier liegt schon etwas länger rum.

Lesematerial - 2015-01-03, 17:28:25 Noch keine Kommentare

Kaufmannsladen und Puppenstubenmöbel abzugeben

Kaufmannsladen

Heute möchte ich alte Puppenstubenmöbel und einen alten Kaufsmannsladen bewerben und in liebevolle Hände abgeben. Meine Freundin hat damit gespielt und auch schon ihr Vater zuvor. Damit sollte das Herkunftsjahr ca. 1950 oder in der Drehe sein.

Der Kaufmannsladen enthält jede Menge Lebensmittel und Packungen. Aus unerfindlichen Gründen gibt es besonders viel Geflügel. Aber auch Bananen und Orangen sind enthalten. Leider ist das Spee fast aus.

Puppenstubenmöbel

Die Puppenstubenmöbel sind nicht ganz komplett. Sie haben aber irgendwie Charme. Ich fühle mich an eine Gartenlaube mit alten Möbeln erinnert oder an eine alte Küche, die in einem Museum steht.

Natürlich ist es nicht mehr taufrisch, wurde bespielt, mal nachlackiert usw. Also anders gesagt: Es ist authentisch gealtert.

Am liebsten würden wir es an Freunde oder Bekannte abgeben bzw. an ein Museum oder einen Sammler, der seine Ausstellung der Allgemeinheit zugänglich macht. Vielleicht habt Ihr ja auch einen Hinweis für uns, wer sich dafür interessieren könnte.

Das ganze Fotoalbum dazu kann man sich bei Flickr ansehen.

Meiner selbst - 2015-01-02, 18:53:13 3 Kommentare

Technisches zum Jahresende

Diesmal soll es einige technische Infos geben, denn ich habe die letzte proprietäre Softwarekomponente im Heimnetzwerk durch Open Source ersetzt.

Mein TP-Link TL-WDR4300 WLAN-Router war mir schon lange ein Dorn im Auge, aber ich habe mich nicht getraut, ihn zu flashen, weil ich Angst hatte, dass ich ihn in ein Stück tote Elektronik verwandele. Nachdem ich einige Zeit die zugehörige Seite des OpenWRT-Projektes beobachtet hatte und es wirklich einfach erschien, habe ich den Schritt gewagt. Und siehe da, es war einfach. Ging schnell und das gute Stück kam sogar mit einer guten Erstkonfiguration hoch. Einzig die WLANs musste man noch zuschalten.

Das gute Stück darf aber nicht allein mein Heimnetzwerk absichern, denn die kleine Firewall zwischen dem KD-Router und TP-Link wird von pfSense beherrscht. Ich hatte schon kurz darüber berichtet. Die FreeBSD-basierte Firewall Edition läuft auf einem lüfter- und plattenlosen Kleinstrechner und läuft klaglos. Das Beste ist aber, dass ich das Zeug verstehe, was man machen kann. Das pfSense-UI ist wirklich gut und erklärt viel. Deswegen dreht auch seit sechs Monaten ein grosser Hardwarebruder im Büro seine Runden.

Auf unseren Rechnern läuft Linux. Meine Freundin hat Ubuntu 12.04 laufen und ich 14.04. Beide mit Cinnamon-UI. Unsere Telefone sind Android, nicht wirklich 100% frei, aber in grossen Teilen. Nein, ich habe sie nicht gerootet.

Das Heimbackup-Gerät ist ein FreeNAS-basiertes RAID-Array. Einen grossen Artikel zur Hardware hatte ich schon gepostet. Gestern bin ich auf FreeNAS 9.3 gegangen. Ging auch gut, nur ein wichtige Hinweis: Geduld! Leider bliebt das UI-Update beim Unmount des In-Memory-Laufwerks hängen und so habe ich nach Studium des Logs auf gut Glück gebootet. Danach laufen zwei Update-Durchgänge des OS. Das dauert. Unbedingt wieder einen Monitor anschliessen, damit man die Console sieht und sich in Geduld üben kann. Es dauert bis zu 30 min oder mehr ohne das sich was tut, um den USB-Stick auf einen neue Version von FreeNAS zu heben. Danach bootet er nochmal und updatet die Config-DB und dann bootet er nochmal. Also, ruhig Blut.

Achso, noch eine kleine Randnotiz. Der TP-Link starb früher den Heldentod, wenn ich versehentlich via WLAN aufs NAS kopiert habe. Brauchte immer wieder einen Reboot. Jetzt stöhnt er nicht mal, aber natürlich ist trotzdem kopieren via Kabel besser als über WLAN, aber manchmal denkt man nicht dran.

Technisches - 2014-12-31, 12:28:46 Noch keine Kommentare

Und Ende

Wieder ist der Kalender zu Ende und wir müssen einen neuen kaufen. Ich bin mir sicher, dass ist eine Verschwörung der Zeitkontrollindustrie, um uns zum Konsum zu zwingen. Guten Rutsch dann mal!

Meiner selbst - 2014-12-30, 15:22:46 Noch keine Kommentare

The Interview und Sony

Da hat man Sony gehackt, egal wer es war und Sony hätte aus dieser Katastrophe vielleicht noch was rausholen können, aber was macht man? Sitzt konfus rum, gibt die mittelmäßige Komödie dann doch an paar Kinos und ins Streaming. Damit hofft man wohl, dass kostenlose Marketing zu reiten und die Kosten vielleicht reinzuholen.

Sony hätte doch mal revolutionär denken können: "Wir lassen uns nicht erpressen und schon gar nicht kontrollieren. Der Film wird unter eine Creative Commons Lizenz gestellt (CC-BY-NC-SA) und wir lassen ihn viral durch die Welt schnippen. Jeder der sich doch eine DVD oder ein Streamingangebot kauft, dessen Geld wird zu 100% an die EFF und das Rote Kreuz gespendet."

Nun gut, Sony Pictures halt.

Mediales - 2014-12-25, 12:41:34 Noch keine Kommentare

Germanchökolätekäke

Schokoeis auf Amerikanisch-Deutsch

Es gab mal wieder Umlaute im Angebot und die Kette Coldstone-Creamery hat diese gleich in ihr Super-Schokoeis eingebaut. Nicht probiert, nur gesehen.

Thematisch USA - 2014-12-17, 03:54:00 2 Kommentare

ISIS-Bonuskarten

Jetzt haben schon Terrororganisationen Bonuskarten... Es ist doof, wenn der eigene Firmenname von Jemandem belegt wird, ohne dass man vor Gericht ziehen kann.

Thematisch USA - 2014-12-16, 03:50:00 Noch keine Kommentare

Eingeparkt

Meine Boeing 747 nach Boston sah sehr eng eingeparkt aus. Noch ein Grund, warum sich in den nächsten 30-50 Jahren die Flugzeugdesigns nicht wesentlich ändern werden. Die Flughäfen sind einfach nur für eine Art Flugzeug gemacht.

Technisches - 2014-12-15, 03:45:00 Noch keine Kommentare

Bunte Häuser

Bunt ist es

Nach langer Zeit bin ich mal wieder in den USA in der Vorweihnachtszeit. Verglichen mit den Jahren zuvor, ist es deutlich wenig bunt und hell. Alles sehr zurückgegangen. Aber ein verrücktes Haus habe ich noch gefunden. Leider nur ein schnelles Handyfoto. Das Haus hatte sogar Musik dudeln.

Thematisch USA - 2014-12-14, 03:42:35 Noch keine Kommentare

Ich baue mir ein NAS - der 18TB Würfel

Thecus N3200Pro und das neue NAS

Einleitung

Ich hatte schon lange versprochen, Euch über den Ausgang des Aufbaus und die Teile meines neuen NAS zu informieren. Zuerst kurz zur Motivation. Bisher habe ich ein Thecus N3200PRO mit 3x 1TB WD-Green als RAID-5 im Einsatz. Da aber keinerlei Updates vom Hersteller mehr eintrudeln, es kein rsync kann, das NFS unzuverlässig ist und ich seit geraumer Zeit ein Fan von Filesystemen mit Prüfsummen bin (Thema Bitfäule), war eine Neuanschaffung unvermeidlich.

Nun hätte man wieder ein Thecus oder ein Synology oder so kaufen können, aber damit wäre ich wieder im Kerker der Hersteller gelandet. Nicht nur, dass man den Typ des Filesystems meist nicht wählen kann, die Updates sterben meist schnell und im Lichte der vielen Sicherheitsproblemen von Routern und NAS in den letzten Monaten, war mir etwas Zugeschlossenes zutiefst unsympathisch. Im Preis macht es sich auch nicht gross bemerkbar, oft sind die fertigen NAS sogar teurer.

Auf dem Bild rechts ist übrigens der weisse Würfel das neue Gerät und das kleine schwarze Ding auf ihm, ist das alte Thecus.

Wahl der Basis I

Zuerst habe ich mich nach Open Source NAS-Software umgesehen. Der Markt ist natürlich sehr gross, aber es gibt nur wenige Mitspieler, die schon länger und mit ausreichend Beachtung versehen sind. Natürlich hätte man auch ein Standard-Linux draufwerfen können und sich ein RAID zusammenschrauben, aber ich wollte etwas Komfort und nicht zu vergessen, was gegen Bitfäule.

Als Kandidaten standen also FreeNAS, NAS4Free, OpenFiler und Open Media Vault in den Startlöchern.

Kurz zur Bitfäule

Im Englischen "bit rot" genannt, ist das Phänomen, dass entweder durch sporadische, aber unbemerkte Fehler, einzelne Informationsbits kippen oder durch Lagerung einfach die Medien schwach werden und die Information nicht mehr vernünftig halten. Der letzte Punkt ist bei Festplatten nicht ganz so ein starker Faktor, wenn sie nicht die ganze Zeit im Schrank liegt, aber bei CDs ein Thema.

Bei Festplatten kann es passieren, dass auf der Festplatte nicht die Daten ankommen, die der Prozessor eigentlich ablegen wollte. Dummerweise merkt das niemand, da das Bit auf dem Weg von CPU zur physischen Platte irgendwo kippt. Das kann ein Software- oder ein Hardwarefehler sein oder einfach auch nur Zufall, weil bei unseren derzeitigen Computern, nur noch wenige Atome die Leiterbahnen bilden, die Spannungsniveaus extrem niedrig und die Geschwindigkeiten so stark gestiegen sind, dass wir teilweise an physikalischen Limits kratzen.

Also kann es passieren, dass beim Schreiben oder Lesen, einfach die Daten eine kleine Macke bekommen. Beim Lesen wäre es nicht weiter schlimm, wenn man es merken würde und nicht später die kaputte Information wieder zurückschreibt oder gar aufs Backup kopiert. In einem Video fällt das nicht auf, aber ein JPEG oder ein UTF-8 Text sehen dann schon richtig komisch aus. Ein schöner Artikel dazu ist Bitrot and atomic COWs: Inside "next-gen" filesystems.

Um dem Problem Herr zu werden, hat man Dateisysteme entwickelt, die sich dieses Problems durch Prüfsummen annehmen. Das Thema nennt sich Datenintegritätssicherung. Einfaches Praxisbeispiel. Wenn man Geld von A nach B bringt, dann zählt man es und verpackt es. Die Zählsumme wird unabhängig vom Geld transportiert oder gelagert. Wenn man das Geld braucht, dann zählt man zuerst nach und vergleicht es mit der Zählsumme. Stimmt es nicht, ist entweder Geld manipuliert worden oder die Zählsumme falsch gespeichert worden. Man kann also ein Problem melden. Wenn man jetzt noch die Zählsumme absichert, indem man sie z.B. als Kopie mit dem Geld transportiert, dann kann man ggf. sogar sagen, ob Zählsumme oder Geldbetrag falsch sind. Das ist natürlich ziemlich vereinfacht, aber so ungefähr geht es. Die Magie der Mathematik im Rechner kann sogar kaputte Daten anhand von Prüfsummen wieder zusammenstoppeln.

Wahl der Basis II

Es gibt nur wenige Filesysteme, die mit Bitrot umgehen können und das sind ZFS (FreeBSD), Btrfs (Linux), ReFS (Microsoft) und noch etwas von Netapp glaube ich, aber da ist kein rankommen. Nur ZFS und Btrfs sind frei verfügbar. Btrfs ist noch etwas frisch und so gehen die RAID-Level 5/6 noch nicht so prickelnd und keine grössere NAS-Distribution nutzt es. Damit ist Linux raus, weil ich mir kein Ext4 via Software-RAID antue. Da wäre ich nicht anders unterwegs als jetzt.

Also nur ZFS und damit sind wir bei FreeNAS und NAS4Free. Die beiden sind verwandt. Beide haben die gleichen Wurzeln, trennten sich aber irgendwann. Ich glaube, weil man über FreeNAS mehr liest, habe ich das gewählt.

Die Hardware

Es war klar, dass ich nix von der Stange kaufe werde, weil das System zuverlässig sein sollte, aber auch leise. Ich habe eine Weile gewühlt und gelesen und wollte schon fast etwas bestellen, da fiel mir noch auf, dass man ZFS nur mit ECC-Memory betreiben sollte, weil sonst der Sinn von ZFS und seiner Datenintegrität ad-absurdum geführt wird. Oder auf Deutsch, wenn der Hauptspeicher nicht merkt, dass er Mist baut, wie soll dann die Disk eine Chance haben, richtig zu liegen, schliesslich laufen alle Datenaktionen durch den Hauptspeicher.

Also zurück auf Los und nochmal. Dieser Haufen wurde es dann:

ASRock C2550D4I - Mainboard - Mini ITX

Das Motherboard wurde erwählt, weil es Mini-ITX als Formfaktor ist, die CPU inkl. passiven Kühlkörper bereits enthält und 12 SATA-Ports besitzt. 6 Ports hätten gereicht, aber da gibt es einfach keine Board mit ECC-Speicher Unterstützung.

Das Gehäuse, weil es kompakt und Mini-ITX ist, sowie Platz für 6 Platten hat. Der Speicher einfach mal, weil er ECC ist und 16GB, weil ZFS mindestens 8GB bekommen sollte. Der kleine USB-Stick ist quasi die Festplatte fürs FreeNAS und lebt dort. Steckt draussen dran. Ist so klein, dass nix abreissen kann. Das Netzteil hat seinen Job bekommen, weil es unter normalen Umständen seinen Lüfter nicht drehen lässt und eine hohe Energieeffizienz hat, zudem kann es 6 Platten mit Strom versorgen.

Platten

Eine NAS ist nichts ohne seine Platten. Damit man den gewünschten Ausfallsicherheitseffekt erzielt, sollte man nicht alle Platten vom gleichen Hersteller haben und nicht alle gleichzeitig, also quasi vom Band nacheinander kaufen. Aus diesem Grunde habe ich von drei Herstellern Platten gekauft. Jeweils als 3TB Modell und als NAS Variante. Leider habe ich bei der Hitachi nicht gesehen, dass sie eine 7200er Platte ist, also schneller dreht. Sie wird bis zu 5 Grad wärmer und macht deutlich mehr Lärm. Doofe Wahl, aber nun ist es zu spät.

NAS-Platten

Zusammenbau

Ich möchte mich hier nicht mit dem Zusammenbau aufhalten, weil ich eher nicht der Anleitungsschreiber bin. Nur als Tipp sei hier gesagt, dass 50cm SATA-Kabel teilweise zu lang sind und das Kabelset des Corsair extrem störrisch ist. Am Ende der Bauerei sind fast nur Kabel noch zu sehen und man muss sie echt clever legen, damit sie nicht dem Luftstrom im Wege sind oder irgendwo ständig anstossen oder reiben. Hier wäre eine bessere Kabellösung toll oder eventuell andere Kabel, die nicht flach, sondern rund sind.

Statistisches

Das gute Stück schluckt 3,5W, wenn es aus ist. Es gibt keinen harten Netzschalter am Gehäuse und so ist das Ding quasi lauschend. Angeschaltet sind es im Schnitt 65W, also nix für den 24x7 Dauerlauf zu Hause. Da sollte man eher 25W haben. Keine Ahnung, wo der grösste Verbraucher sitzt, ob es das Board mit CPU ist oder die Platten. Jedenfalls schwankt der Verbrauch auch bei Zugriff kaum.

Das Teil ist richtig schnell. Wenn ich via rsync Daten schreibe, dann sagt das Gigabit-Netzwerk, dass wir bei 800Mbit sind. Mehr geht fast nicht und da ist wohl eher mein Rechner die Grenze, als das NAS. Wenn ich versehentlich via WLAN aufs NAS gehe und loskopiere, dann ist in 10 min der WLAN-Router TP-Link TL-WDR4300 tot und braucht ein Reboot. Das läuft wohl was über. Wird Zeit, dass er ein OpenWRT bekommt. Fürchte mich noch vorm Kaputtflashen. Netzfirewall ist er ja nicht mehr, pfSense sei dank.

Von den 6x 3TB bleiben nach Einrichtung des RAID ca. 10,6 TB übrig. Ich habe kein RAID-5 genommen, sondern RAIDZ2, der Entsprechung von RAID-6. Ich kann damit zwei Platten verlieren, ohne das Daten verloren gehen... nun gut, bis dahin sollte man nicht kommen. Rechnerisch sind das also 6x3TB - 2x3TB = 12TB - Overhead der Prüfsummen.

Kleinigkeiten

Ich habe es leider nicht geschafft, die drei Lüfter im Gehäuse (kommen mit) via Motherboard geregelt zu bekommen. Ich habe dann auf die manuelle Regelung des Gehäuse (Schiebeschalter) zurückgegriffen. Es muss auf der mittleren Stufe laufen, da die beiden 7200er Platten sonst zu heiss werden. Die 5400er sind auch mit weniger Lüftung glücklich und dann hört man quasi die Lüfter nicht mehr, sondern nur noch die 7200er Platten.

Der Ruhestrom von 3,5W ist mir zu hoch, aber ich habe keinen Weg gefunden, ihn niedriger zu bekommen. Das Board scheint zu sehr zu lauschen, glaube eher nicht, dass es das Netzteil ist, was den Strom frisst. Das Board kann leider nicht weiter runterkonfiguriert werden aka Wake-up-on-Lan und C-States.

Am FreeNAS stört mich, dass die Bedienung etwas störrisch ist. Habe alles hingekommen, aber die Nutzerführung über den Navigationsbaum ist doof. Auch hätte ich gern mehr Statistiken zu den Platten und einen Dateibrowser. Aber, es ist trotzdem noch um Längen besser, als mein altes Thecus-OS und für die nächsten Versionen sind Veränderungen an der Bedienoberfläche versprochen.

Fazit

Natürlich ist Selbstbau und Open Source nicht jedermanns Sache, aber ich bin sehr zufrieden, von der falschen Wahl zweier Platten mal abgesehen. Es ist schnell, leise (auch wenn es noch leiser ginge), ich kann bei Bedarf Dinge tauschen und notfalls sogar das OS total ändern, ohne die Platten neu bespielen zu müssen.

Technisches - 2014-09-14, 18:05:24 8 Kommentare

Hardware programmiert

So, gerade habe ich einen ATTiny25V auf meinem Arduino Uno mit dem Blinksketch programmiert. Sieg! Erster Schritt zum ersten permanenten Hardwareprojekt aka ich baue eine Flackerkerze nach bzw. um genau zu sein, ich repariere die Tchibo-Flackerkerze.

Jetzt brauche noch einen Lötkolben, eine ruhige Hand und dann kann ich mir ein ATTiny-Programmierboard bauen, damit ich nicht jedes Mal ein Breadboard umbauen/aufbauen muss. Danach geht es an die erste Leiterplatte für die Kerze...

Und wer mit diesem Eintrag nix anfangen kann, kein Problem, ich zeige dann das fertige Objekt, sobald es leuchtet.

Technisches - 2014-08-30, 23:00:39 Noch keine Kommentare

Wir basteln uns was aus Hardware - Arduino

Arduino Uno

Was macht man, wenn man sich gerade ein 18 TB NAS gebaut hat? Man bastelt weiter und zwar klein und fein. Ich probiere mich mal mit kleiner Hardware und viel mehr Einzelteilen aus. Ein Kollege aus den Staaten hat mich angefixt - Arduino heisst das Zauberwort.

Zwei dicke Bücher - Arduino Cookbook und Building Wireless Sensor Networks - liegen auf meinem Schreibtisch und dazu ein Starter-Kit... Lötkolben ahoi... aber erst später. Fernziel: Meine eigenen Wetterstation mit mehreren Sensoren für Innen und Aussen - Temperatur, Feuchte, Funkuhr etc.

P.S. Ich habe seit langem kein Produkt mehr gesehen, was mit so viel Liebe und Detailversessenheit zusammengestellt und verpackt wurde.

Technisches - 2014-08-20, 23:55:30 Noch keine Kommentare

Kulturgut Rechner zu verschenken

Ich möchte meinen alten Desktop-Tower entsorgen, aber kann mich nicht zum Wertstoffhof aufraffen. Finde es zu schade, die guten Teile wegzuwerfen. Hier also die Einladung an alle Hardwarebastler und Recycler von Hardware (im Sinne von Wiederverwendung), sich dieser rechentechnischen Geheimwaffe zu bemächtigen.

Was gibt es für kein Geld?

  • A-Open Towergehäuse, 5x 5.25" Einschübe
  • AMD Athlon XP 2600+
  • 512 MB Memory
  • MSI NVidia GeForce FX5200 Grafikkarte
  • MSI ATX-Mainboard
  • Festplatte IBM 120GB, IDE
  • Festplatte Hitachi 320GB, IDE
  • LG 32x CD-RW
  • TSS DVD-Laufwerk, DVD-RW, DVD+R DL
  • 1,44" Diskettenlaufwerk (!)
  • USB, Ethernet und PS/2 sind an Board, sogar ein RS232-Printerport
  • Gehäuse ist gedämmt, Platten und Lüfter sind vibrations- und geräuscharm gelagert, Staubfilter für den Ansaugteil
  • leises Netzteil
  • bis auf die 120GB Platte haben alle Teile eine geringe Laufleistung, ich hatte immer auf Arbeit Rechner und Notebooks und habe wenig zu Hause gemacht

Wer Interesse an diesem Kulturgut hat und es gern bei mir abholen würde, der sei hier herzlichst zur Kontaktaufnahme aufgefordert. Ich bügele derzeit die Platten und werden ein Linux zum Booten aufspielen, den Rest kann jeder selbst machen. Er ist im Grundzustand fast geräuschlos, nur wenn man ihn ackern lässt, dann hört man ihn.

Technisches - 2014-08-17, 12:11:21 Noch keine Kommentare