Schuhmode mit Ecken

Heute habe ich in einer Werbung für bequeme und ermüdungsfreie Schuhe, dieses Bild gefunden. Sehr schöne Beine, aber hätte man ihren Knöcheln nicht etwas mehr Aufmerksamkeit schenken können? Nein, ich meine keinen Photoshopeinsatz, einfach nur am Stand etwas arbeiten und dann gut. Ein guter Fotograf hätte eigentlich sehen müssen, dass es doof aussieht. Rechts (von uns aus gesehen) geht ja, aber links...

Bequeme Schuhe sind es, aber ihre Knöchel werden davon komisch.

Witziges - 2012-05-23, 20:47:36 - Noch keine Kommentare

ZEKIWA Kinderwagen gesucht

KInderwagen

Die Annika, eine meiner Leserinnen, sucht für ihren Nachwuchs einen DDR-Kinderwagen von ZEKIWA. Hat jemand noch einen rumstehen? Ich vermittle gern und damit kommt er wieder seiner Bestimmung zu. Bin mir sicher, dass Annika ihn bestimmt auch danach gern weitergibt.

Dies und Das - 2012-05-22, 01:36:58 - Noch keine Kommentare

Autotest: VW Passat TDI SEL Premium

Heute gibt es mal wieder einen Test und zwar einen, den es noch nicht gab. Einen Autotest. Wir nehmen uns den Volkswagen Passat TDI SEL Premium zur Brust. Dieses Modell gibt es nur in den USA und es ist nicht direkt mit dem deutschen Passat vergleichbar. Nicht nur der Preis ist deutlich niedriger, auch die Ausstattung ist komplett anders. Aber eins nach dem anderen. Der Wagen würde in Deutschland in Euro und mit deutscher Mehrwertsteuer ca. 29.900 Euro kosten. Das ist die Maximalausstattung. Das Modell geht in Deutschland in Minimalausstattung bei 31.750 Euro los.

Aber man kann Äpfel und Birnen schlecht vergleichen. Also machen wir uns an den Test.

Das Besondere

Das Besondere am Passat TDI ist das TDI. Für amerikanische Verhältnisse sind Dieselmotoren in PKWs fast Neuland. Diesel ist in Deutschland in der Klasse extrem gut verkauft, hier eher nicht. VW hat aber mit dem Jetta und Passat TDI geschafft, hier die Dieselumsätze zu treiben. Ein Grund ist der Kraftstoffverbrauch, obwohl Diesel pro Gallone rund 20 bis 50 US-Cent mehr kostet.

Der US-Passat wird in den USA gefertigt und zwar in Chattanooga, Tennessee. Das Modell ist übrigens auch als Passat NMS bekannt.

Die Karosserie

Der Wagen ist 4,87 m lang und damit vergleichbar zu seinem deutschen Bruder. Allerdings kann man im Vergleich der Bilder sehen, dass die US-Fassung etwas grösser und sportlicher wirkt. Leider gibt es in den USA keinen Kombi. Witzigerweise sollte der US Passat eigentlich 10 cm länger sein als das deutsche Modell, wenn man aber in die Datenblätter bei VW Deutschland schaut, dann steht beim deutschen Passat auch 4,87 m. Frage ist, wer hier falsch liegt.

Türen fallen satt ins Schloss und man hat ok Rundumsicht. Leider hat der Wagen keine Einparkpiepser, so dass man nach hinten schätzen muss, wie lang der Wagen ist. Glücklicherweise ist hier in den USA alles etwas grösser und so kann man auch ohne Piepsen gut einparken. Man hat halt genug Platz.

Der Motor

Volkwagen verbaut den 103 kW (140 PS) BlueTDI, der hier Clean Diesel heisst. Dieser Motor ist in Europa optional zu haben und schafft die Euro 6-Norm. Er hat eine Harnstoffeinspritzung, um den Stickoxidausstoss zu minimieren und damit die strenge US-Norm zu schaffen. Zuvor waren zum Beispiel Diesel in PKWs in Massachusetts verboten. Einzig schwere Trucks und Pickups durften Diesel haben, also alles, was kommerziell unterwegs war. New Hampshire hatte zum Beispiel diese Einschränkung nicht, trotzdem hatte VW keine Diesel angeboten.

Der neue Passat und der neue Jetta werden aktiv mit Dieselmotoren beworben und man sieht jede Menge TDIs auf den Strassen. Auch der Tiguan ist mit Diesel unterwegs. Das Drehmoment schlägt jeden normalen Sechszylinder und der Verbrauch schlägt quer durch die Bank fast jeden Vierzylinder-Benziner. Einzig die ganze kleinen Autos und der Prius sind eine Verbrauchskonkurrenz.

Kalt ist der Motor etwas lustlos unterwegs und nagelt sichtlich. Es dauert ein kleines Stück bis er sichtlich Drehmoment und Motivation gewonnen hat. Es ist nicht so, dass man nicht damit fahren kann, aber man merkt, dass der Motor nicht weich und ruhig ist.

Die Ruhe stellt sich ein, wenn er auf Betriebstemperatur gekommen ist. Wobei er knurrig und leicht aufdringlich bleibt, wenn man mal draufdrückt. Der Diesel scheint weniger geräuschisoliert als in Deutschland. Irgendwo muss der Preisunterschied ja herkommen.

Wenn man lange Strecken auf der Interstate fährt oder normale US-Highways nimmt, also ohne viele Ampeln, dann kommt der Wagen mit 4,9 l/100km (48 mpg) laut Bordcomputer aus. Wenn man durch die Vorstädte muss und normalen Verkehr hat, dann ist man mit 6,6 l/100km (35 mpg) dabei. Erwischt man den morgendlichen fetten Verkehr und kommt nicht dazu, den Wagen gleiten zu lassen, dann schlägt das leider mit 10,0 l/100km zu Buche.

Für die typischen US-Vorstädte und die morgendliche "Rush Hour" sollte man überlegen, ob man nicht doch eine Start-Stopp Automatik einbaut. An amerikanischen Ampel steht man bis zu zwei Minuten, da muss das Ding nicht rumtuckern. Zumal der Ruheverbrauch laut Bordcomputer bei 0,8 bis 1,0 l/h liegt.

Das Getriebe

Volkswagen bietet den Passat und auch den Jetta in den USA mit DSG oder Handschaltung an. Die Handschaltung scheint sich gut zu verkaufen, denn wenn ich in einige VWs reinschaue, ist da oft ein Schaltknüppel zu sehen. Gehört wahrscheinlich zum Image, wenn man einen europäischen Automacher wählt.

Mein Modell hat aber das bekannte 6-Gang DSG. Der bekannte Vorteil ist der Verbrauchsvorteil gegenüber einer Wandlerautomatik ohne grössere Komforteinbussen. Man hat halt eine Automatik, aber gleichzeitig ein richtiges Getriebe mit hohem Wirkungsgrad. Gerade im Vergleich zu den üblichen US-Automatiken, ist das quasi wie Handschaltung. Meine meisten US-Mietwagen leiern ohne Ende und von der Leistung des Motors kommt selten alles auf der Strasse an. Selbst kleine Hügel werden mit Hochdrehen quittiert. Übertroffen wurde das nur durch die Automatik der alten Mercedes A- und B-Klasse. Eine Schande für Mercedes.

Insgesamt kann man sich über das DSG nicht beschweren. Schaltet zeitig und nutzt den Diesel, lässt das Drehmoment arbeiten und nicht die Leistung. Das ist sehr angenehm und entspannend. Auch schaltet das DSG nicht wild runter, wenn man etwas schneller werden will, aber nicht springen muss. Auch schaltet es am Berg sehr zögerlich runter und lässt das Drehmoment das Auto ziehen.

Das Getriebe geht nicht in Leerlaufstellung, wenn man steht. Hier geht natürlich wieder Sprit verloren, aber man wird wohl damit versuchen, das unruhige Hoppeln durch den Stau zu vermeiden.

Wenn der Motor kalt ist, passiert es manchmal, dass es etwas ruckelt oder das Getriebe länger zum Schalten braucht. Fast, als würde sich das Ding verschlucken. Gelegentlich ist es auch etwas zögerlich mit dem Schalten und dreht noch den Motor einige Sekunden. Wahrscheinlich ist der Fahrzustand nicht eindeutig genug.

Praktisch ist, dass das DSG auf manuelle Schaltbefehle hört, also man bewusst hochschalten kann und es in den meisten Fällen auch keine gegenteilige Meinung hat und stur auf seine Sicht der Dinge beharrt.

Das Fahrverhalten

Im Bezug auf das Fahrverhalten kann man nicht meckern. Nicht zu weich, nicht zu hart. Recht ordentlich auf der Strasse. Man darf die Lochpisten nicht vergessen, die in Massachusetts den Namen Highway tragen. Es schmerzt schon, durch die Dinger zu hauen, weil man nicht ausweichen kann oder einfach die Dinger nachts nicht sieht.

Die Bremsen könnten etwas bissiger sein. Sie sind nicht schwammig, aber ich vermisse die typische Bremskurve der europäischen Autos.

Die Reifen sind der letzte Mist. Bei schnellen Kurvenfahrten hört man, dass sie auf dem Rad rollen, obwohl der Luftdruck stimmt. Bei Regen kann einem schlecht werden. Zudem kämpfen sie damit, die Kraft des Motors auf die Strasse zu bekommen. Typische US-Konfiguration halt. Harter Gummi, damit die Dinger lange halten, Universalprofil, weil auch der Winter damit abgedeckt werden muss und weich auf der Flanke, damit die Löcher und Kanten weggebügelt werden.

Die Ausstattung

Der Wagen hat die Maximalausstattung. Soundsystem von Fender, Navi und Bordcomputer, sowie ein Sonnendach. Hier aber die kleine Version und nicht das riesige Dach, was schon ein Glasshimmel wäre.

Das Navigationssystem ist ok. Recht genau und es nervt nur selten mit "Jetzt umdrehen". Leider ist der Touchscreen altmodisch und bekommt den Fingerdruck oft nicht mit. Etwas nervig.

Das Licht an US-Autos ist immer abgrundtief schlecht. Man sieht soviel, wie mit Autos Ende der 80er in Deutschland. Das Licht ist meist nicht asymmetrisch und sehr kurz, auch leuchtet es die Fahrbahn sehr unregelmässig aus. Das ist dem Passat nicht anzulasten, sondern der Lichtnorm.

Der Passat hat zwar Abbiegelicht, aber nur über die Nebelscheinwerfer. Kurvenlicht ist nicht lieferbar. Xenon auch nicht.

Was ärgert

Die meisten Sachen wurden bereits angesprochen, aber hier nochmal zusammengefasst:

  • Reifen: Bitte vernünftige Pneus.
  • Aussenspiegel: Ja, die sind genauso schlecht wie die am deutschen Passat, zu klein und die Form ist sehr... bescheiden. Der tote Winkel in den USA ist riesig, vor allem weil Auffahrten oft nicht parallel sind, sondern im Winkel verlaufen.
  • Navi: Ein weniger störrischer Touchscreen.
  • Start-Stopp: Um die langen Ampelphasen vernünftiger zu überstehen.
  • Parkpiepser: Die Übersicht ist nach hinten nicht super. Parksensoren wären toll.
  • Licht: Hier ist wohl nicht viel Raum durch den Gesetzgeber...
  • Regensensor. Der kann doch nicht teuer sein und wäre eine prima Ablösung der altmodischen Intervallschaltung.

Verschiedenes

Es ist manchmal schwer eine passende Tankstelle zu finden, denn viele kleine Markentankstellen oder Nichtketten, haben keinen Diesel. Was zwar nervig, aber bei 1300 km im Tank doch durchaus auszuhalten ist.

Diesel kostet in den USA mehr als Normalbenzin. Der Unterschied liegt zwischen derzeit 20 und 50 US-Cent pro Gallone (3.8 l). Der Verbrauchsvorteil spielt den höheren Preis mehr als lässig ein. Diesel schwankt auch deutlich weniger im Preis im Vergleich zu Benzin. Während Anfang Mai die Differenz bei unter 20 US-Cent lag, muss man drei Wochen später mit fast 50 Cent leben.

Fazit

Der US-Passat ist ein passables Auto. Nicht umsonst teilen sich beide Wörter den "Pass"-Wortstamm :) Gutes Fahrverhalten, extrem langstreckentauglich, viel Platz, gutes Navi (vom Touchscreen abgesehen). Der Innenraum wirkt wertig und die Bedienung ist logisch und einfach.

Störend sind die fehlenden Kleinigkeiten, die man aus Europa kennt, wie Start-Stopp, Regensensor und Parksensoren. Auch sind die Reifen unterirdisch und man sollte sie eigentlich gleich wechseln. Bei Nachtfahren stört das unterirdische Licht, aber da macht der Passat keine Ausnahme, denn die US-Lichtnorm ist sehr einschränkend und lässt wenig Spielraum.

Für extremen Kurzstreckenverkehr und die morgendliche "Rush Hour" scheint er mir nur bedingt geeignet. Ich weiss nicht, ob das DSG das auf Dauer mitmacht. Zudem spielt der Diesel hier nicht seinen Verbrauchsvorteil aus. Da wäre ein Dieselhybrid super, der 2-3 km langsam ohne Motor schafft und so durch den Stau rollen kann. Wenn die Strasse wieder frei ist, dann kann das Auto wieder konventionell rollen.

Der US-Passat ist ein vernünftiges Auto, dass europäisches Flair mit amerikanischen Preisen verbindet. Man merkt die Kompromisse, kann sich aber damit arrangieren, weil man immer alles im Vergleich sehen muss.

Getestet - 2012-05-21, 06:15:00 - 5 Kommentare

Boston Parkrätsel

Die Stadt Boston gibt sich immer sehr viel Mühe, das Parken nicht nur teuer zu gestalten, sondern auch herausfordernd. Ohne eine kleine geistige Übung kommt man nämlich nicht in den Genuss von eventuell kostenlosem Parken. Damit es nicht ganz so einfach wird, ist das Halten vor dem Schild natürlich untersagt.

Thematisch USA - 2012-05-17, 03:58:52 - Noch keine Kommentare

Starbucks am Abend...

...erquickend und labend.

Heute habe ich wieder meinen Tag im Starbucks beendet. Immerhin bin ich nicht immer der letzte Kunde und bisher wurde ich nur einmal rausgeworfen, weil ich die Zeit einfach total verpasst habe.

Meiner selbst - 2012-05-15, 05:32:00 - Noch keine Kommentare

Gib Dir drei Kugeln

Am Samstag habe ich mir mal drei Kugeln amerikanischer dicker kalter Eiscreme an einem klassischen amerikanischen Eiscremestand in einer Kleinstadt in NH gegeben. Lecker, aber viel, schwer und allein die Waffel war eine Kugel für sich.

Dies und Das - 2012-05-14, 04:50:16 - Noch keine Kommentare

Ein Donut mal wieder

Bei Dunkin Donuts konnte ich nicht an den neuen Men in Black III-Donuts vorbeigehen. Schwarz mit Sternen. Kann man jetzt auslegen wie man will. Auf jeden Fall krass süss. Also einer reicht für immer.

Dies und Das - 2012-05-13, 20:21:54 - Noch keine Kommentare

YetAnotherBlog auf Google Currents

QR-Code

Wer meine Bilder und Texte aus Blog und Fotoblog mag und sie gern mobil oder optimiert auf einem Tablet lesen möchte, der kann sich Google Currents installieren und YetAnotherBlog hinzufügen. Ich starte heute mal den Testballon einer Edition in Currents.

Google Currents Logo

Man fügt meine Current Edition durch einen Klick auf diesen Link im Browser seiner Wahl auf seinem MOBILEN- oder TABLET-Gerät hinzu.

Der Nerd/Geek kann natürlich auch einfach den QR-Code abfotografieren.

Rückmeldungen willkommen.

Meiner selbst - 2012-05-04, 05:24:53 - Noch keine Kommentare

Zurück in die Zukunft

Heute in der USA Today gefunden und ich verstehe es nicht. Die Ergebnisse der kommenden Partien? Klingt verdammt nach "Zurück in die Zukunft II".

Thematisch USA - 2012-05-04, 04:41:35 - 3 Kommentare

Kurznotizen

Die Tradition lebt fort. Ich sitze im Barnes & Noble und esse einen Bagel. Nebenher habe ich einen Tee, weil meine Kaffeekonsum für heute schon übererfüllt ist.

Heute war Buchsignierung im BN. Eine Autorin aus Neuengland. Sie hat eine Triologie geschrieben. Fernsehen und Polizei waren da. Irgendwie wird demnächst ein Film aus den Büchern gemacht. Auf meine Frage, ob sie die nächste Hunger-Games-Autorin ist, kam ein "Not quite like that." zurück. Was auch immer. Ich habe mir keinen Namen gemerkt. Lustig war nur die Frau vor mir an der Kasse. Sie meinte, sie hätte gern sich das Buch signieren lassen, aber sie hat es nur elektronisch. Ich meinte, es wäre trotzdem gegangen, aber das Lesen wäre danach beschwerlich geworden.

Heute hat es den ganzen Tag geregnet. Nix mit warmen schönen Wetter. Frustrierend, denn ich sitze schon den ganzen Tag in einem kalten und dunklen Büro. Da ist der Abend danach auch kalt und dunkel. Mmm.... wenigstens haben mich alle im Starbucks, Barnes & Noble und Hotel wiedererkannt. Bin halt der schräge Deutsche ;)

Im Kino waren wir diesmal noch nicht. Die guten Filme scheinen erst demnächst aus der Versenkung aufzutauchen. Auf jeden Fall soll es einmal ins IMAX gehen. Egal ob Flach- oder 3D-Film. Das Ding macht einfach mehr Spass.

Ich habe gerade nach einer neuen Firmware für meine 7D geschaut. Brauche sie zwar nicht, aber manchmal ist ja was Interessantes dabei. In der deutschen Beschreibung habe ich das hier entdeckt. Kein Wunder, dass dafür eine neue Firmware her muss... wer Filme auf CF-Karten aufnimmmt.

Behebt das Problem, dass in seltenen Fällen Filmdateien nicht geöffnet werden konnten, wenn Filme wiederholt mit CF-Karten aufgenommen wurden.

Im Regal gerade eine Modelleisenbahn-Zeitschrift entdeckt. Der Titel is putzig, denn er klingt wie im Deutschen: "Model Railroader" - Der Modelleisenbahner. Natürlich sorgen wir Deutschen auch an anderen Stelle für Lesestoff: Military History - Nazis' Nastiest Fights. Die Schreibweise von Nazis' bitte beachten. Es ist die besitzanzeigende Form des Plurals. Da schon Nazis die Mehrzahl ist, hängt man nicht noch ein S an. Es gibt immer noch Leute, die mit dem Krieg von vor 70 Jahren Geld verdienen. Ganz gross ist ja der Spiegel hier. Wenn auf der Welt nix los ist, dann schafft es Hitler wieder auf das Titelbild.

Ich beobachte wieder Leute, leider gibt es nichts zu schreiben. Gute Nacht!

Meiner selbst - 2012-05-02, 03:01:39 - Noch keine Kommentare

Alte Autos ohne Ende

Hier ein kleiner Eindruck von unserer gestrigen Schrottplatztour. Es gelang meiner Begleitung a) den Schrottplatz aufzutun und b) sogar eine offizielle Erlaubnis einzuholen, damit uns nicht die Hunde zerfleischen.

Keine Ahnung, wie viele Autos dort rumstanden, aber es war alles von einem Ford Modell T bis zu einem neuen BMW mit Unfallschaden. Natürlich haben uns die neuen Autos nicht interessiert, sondern nur die alten Strassenkreuzer und Lieferwagen, die alten LKWs und Bulldozer. Zwei Stunden sind wir durch den Wald geschlichen und über den Rost gestiegen.

Mehr Bilder gibt es, wenn ich durch die Flut des Materials durch bin.

Thematisch USA - 2012-04-29, 19:33:47 - Noch keine Kommentare

Das mit der Milch

Heute mal wieder einen kleinen kulturellen Lapsus begangen. Mit Freunden in einem Kosher-Deli im jüdisch geprägten Brookline gewesen. War alles sehr lecker. Danach etwas Süsses und einen Kaffee. Die Bedienung fragte, ob Zucker und Creamer (Kaffeeweissmacher) gebraucht würden. Ich meinte, ich hätte gern Milch. Sie meinte, sie servieren keine Milch... eine ungläubige Sekunde verging und ich haute mir an den Kopf. Natürlich nicht, denn Fleisch darf nicht zusammen mit Milch zubereitet werden, sonst ist es nicht kosher. Also darf keine Milch im Restaurant sein, sonst ist das Ding nicht mehr kosher.

Nach einer kurzer Entschuldigung und einem herzhaftem Lachen am Tisch bekam ich dann meinen Creamer. Keine Ahnung was es war. Hat nicht wie Sojamilch geschmeckt. War flüssig und weiss... war sowas hier: Non-Dairy Creamers.

Restaurants - 2012-04-26, 04:59:35 - 1 Kommentar

Blick auf Grönland, Ilulissat Panorama

Hier ein erster Ausblick auf einige kommende Bilder aus und von Grönland. Das ist ein Panorama eines Teils von Ilulissat.

Optisches - 2012-04-24, 04:02:31 - 2 Kommentare

Flug Frankfurt - Boston im April

Da sind wir wieder. Starbucks, Flughafen Frankfurt, Terminal 1, Bereich B. Wie immer geht es nach Boston und wie immer zum Arbeiten. Bis Pfingsten muss ich diesmal. Bin schon gespannt auf das Wetter. Soll deutlich wärmer sein als bei uns.

Gestern Abend habe ich den Online-Checkin gemacht. Da hat mich der Computer der Lufthansa zweimal auf dem Flug gehabt und das auf zwei Sitzplätzen. Die Frau an der Gepäckannahme konnte das aber nicht mehr nachvollziehen. Mal sehen, ob eine Rechnung für zwei Flüge eintrudelt. Gespannt bin ich auf den Sitzplatz, da laut Plan links neben mir nichts ist, also denke ich mal, dass ich vorn in der ersten Reihe Mitte sitze. Damit sollte ich Platz für den Notebook haben und kann während des Fluges klimpern. Extra einige Dokumente runtergeladen. Der Offline-Modus von Goggle lässt leider keine Bearbeitung zu.

Eben habe ich mir einen Spiegel und einen Focus Money für den Flug gekauft. Der Spiegel ist quasi schon weiterverschenkt. Da gibt es immer Abnehmer in den USA. Ausserdem steckt noch ein Buch im Rucksack: "Weit im Norden". Was mit Endzeit und so. Bin schon sehr neugierig.

Am Tisch auf der anderen Seite von Starbucks sitzt ein Bodybuilder vor seinem MacBook. Sein Oberarm ist so gross wie das ganze Display. Schrill!

Die Sicherheit hätten wir hinter uns und ich schwitze wie Sau. Warm im Flughafen. Diesmal habe ich kein Zweithemd dabei... da muss es das Deo tun. Links neben mir wird niemand sitzen, also muss nur die rechte Seite leiden. Die Schlange war etwas zäh und leider waren nur zwei Kontrollen offen. Da würde ich mir noch etwas mehr Besetzung erhoffen, damit man nicht so lange warten muss. Ansonsten war natürlich wieder meine Kamera fällig. Sprengstofftest. Mindestens einmal pro Flug.

Apropos Flug. Beim letzten Mal habe ich die Boeing 787 das erste Mal auf dem Frankfurter Flughafen gesehen. Netter Flieger. Gerade rollt ein A380 vorbei. Die Lufthansa hat ja mittlerweile einige in der Flotte. Leider fliegen sie nur Asien, Miama und SF im Moment. Die 787 der ANA kommt auch gerade rein.

Eine Horde US-Teenes hopsen gerade quer durch die Botanik. Kann ich mich schon mal einstimmen lassen. Jedenfalls suchten sie erst mal nach Essen ;) aber sehen nicht so aus. Ups, jetzt werden es noch mehr. Ich würde es eine Klassenfahrt nennen. Sind ca. 10 Mädels und 8 Jungs oder so.

Draussen ziehen eine Gewitterwolke über das Rollfeld. Bis nachher wird sie wohl wieder weg sind. Bin mir nicht sicher, ob man durch das Gewitter startet. Ich glaube nicht. Ich sehe von meiner Maschine nur das Winglet. Ich glaube, es ist ein A340. Mehr erfahre ich später. Jetzt erstmal Schluss, Akku ist voll und ich suche mir noch nen Schluck Durst.

So, wir fliegen. Ich sitze in der ersten Reihe der Kabine Echo und deswegen habe ich vor mir auch Platz und kann mein sperriges Notebook aufklappen. Neben mir schläft eine Amerikanerin indischer Abstammung. Ganz rechts sitzt eine Mama mit Kleinkind. Hier ist leider des Geräusch der Kleinen teilweise nervig, aber was soll es. Fliegen ist langweilig und geht auf die Ohren. Da würde ich als Kleinkind auch streiken. Jetzt wird sie mit einem DVD-Player ruhiggestellt. Ich bezweifle, dass sie zuhört, sie wird den Trickfilm nur ansehen.

Für heute habe ich Spezialessen angekreuzt. Soll heissen, ich bekomme "Leichte Vollkost". Absolut keine Ahnung, was das ist, aber es klang gut. Meine Zeitungen und der Spiegel sind schon ausgelesen. Irgendwie war wenig drin, was mich interessiert hat. Es geht auf 19 Uhr zu. Wir sind also knappp 30 min unterwegs. Die Flugbegleiter packen die Getränke aus.

Der Flieger hat Internet, aber ich habe mich vorher auf offline vorbereitet, so dass ich es glaube ich hinbekommen werde, ohne Internet die fast 9 Stunden zu überleben. Ich bin schlagartig müde geworden. Wird wohl am fehlenden Spätkaffee liegen, denn ich konnte es mir verkneifen noch eine Tasse vor dem Abflug zu trinken.

Essen ist durch, ein Stück Kuchen konnte ich von der hübschen Stewardess noch ergaunern und danach habe ich Sherlock Holmes 2 und Jonny Englisch geschaut. Fürs Kino gehen waren mir beide Filme zu... naja, nicht gut genug. Bin übrigens gespannt, ob in den USA was Tolles läuft. Gleich mal das Kinoprogramm prüfen nach dem Ankommen.

Wir fliegen noch ca. 1,5 Stunden. Ich sollte wohl mal Zeit investieren und meine Einreiseunterlagen ausfüllen. Die üblichen zwei Formulare für Zoll und Visa bzw. Einreiseformular. Witzig ist, dass man ohne Visa kein Formular mehr ausfüllen braucht, hat man aber ein Visa, dann muss man weiter Papier schubsen. Macht für mich wenig Sinn. Aber so sind sie, die bürokratischen Demokratien. Wenigstens kann man Einreisen und wird nicht gleich an der Grenze verhaftet.

Ich überlege noch, was ich Euch noch schreiben kann. Momentan schlafen alle Leute um mich herum und der Overheadmonitor sagt, dass wir südlich von Neufundland sind. Verbleibende Flugzeit ganz exakt noch 1 Stunde und 35 Minuten. Ich bin müde, schliesslich ist es zu Hause schon 1 Uhr morgens.

Eigentlich wollte ich noch paar Ideen niederschreiben, aber mein Geist beginnt unruhig zu wandern. Zudem kommt gerade der Schwarm Bordheinzelmännchen land und versucht uns zu verpflegen. Für mich gibt es wieder etwas extra. "Bland Meal" laut Aufdruck.

Bin nun angekommen. Einreise war normale Geschwindigkeit. Koffer kam sehr am Ende, musste lange warten. Regnet wie Sau. Man sieht kaum was auf den Strassen. Auto fährt, Hotel ist renoviert und man hat mich gleich erkannt. Superzimmer, zur ruhigen Seite, höher gelegen und weit weg vom Fahrstuhl.

Gute Nacht!

Meiner selbst - 2012-04-23, 05:22:11 - 4 Kommentare

Buchkritik: Robert Harris - The Fear Index

Robert Harris, Cover of The Fear Index

Es gibt Dinge, auf die man sich verlassen kann. Dazu gehört ohne Zweifel ein Buch von Robert Harris. Sein neuestes Werk The Fear Index hat es durch meine Hände geschafft und deswegen hier einige Zeilen der Rezension.

Von Robert Harris habe ich bisher fast alle Bücher gelesen, ausser den Altertumsbüchern. Sein besten Werke sind Vaterland und Enigma. Deswegen war ich nicht ohne Grund auf den "The Fear Index" gespannt und habe deswegen auch nicht auf die Übersetzung gewartet. Naja, teilweise war es einfach ein Kauf unter Zwang, um mehr als 4 Stunden Flug zu überstehen. Immerhin waren danach 40% des Buches erledigt. Vaterland und Enigma habe ich auch auf Englisch gelesen. Harris kann man problemlos im Original lesen, ohne sich überfordert zu fühlen.

Im Buch "The Fear Index" geht es um einen Hedgefond-Manager, der 80% Gewinn pro Jahr macht, da er ein automatisches Tradingsystem entwickelt hat, das nicht nur den Markt, sondern alles analysiert, was an Informationen greifbar ist. Es wettet unter anderem auf den Angst-Index der Börse Chicago. Den Rest kann man sich jetzt quasi schon ausmalen.

Harris nimmt Bezüge auf das aktuelle Geschehen rund um Wirtschaftskrise, Europroblemen und der Gier der Banken/Anleger nach Renditen ohne Substanz. Er lässt das meiste Börsenlatein aussen vor und damit ist das Buch lesbar, auch wenn man nichts mit der Börse am Hut hat.

Fazit: Nicht sein bestes Werk, aber ein guter Harris und auf jeden Fall lesenswert. Schon allein wegen den aktuellen Bezügen zur Wirtschaftskrise und dem Erzeugen von Geld aus Luft. Wer Interesse am Buch hat, es liegt bei mir zu Hause und wartet auf einen neuen Besitzer, der es dann ebenso weitergibt.

Lesematerial - 2012-04-20, 11:43:42 - 2 Kommentare