Die letzten Stunden

Die letzten 20 Stunden USA sind angebrochen. Eben habe ich meine Bordkarte bei der Lufthansa gezogen - Online-Checkin. Damit weiss ich wenigstens, dass ich gut sitze. Ansonsten sah der Flieger gut durchgebucht aus. Nicht viel Auswahl an Plätzen mehr.

Eben habe ich meiner Stammbedienung im Buchladen Barnes & Noble auf wiedersehen gesagt. Sie meinte, dass sie wohl 2012 nicht mehr hier arbeiten würde. Ihr Sohn ist jetzt grösser und sie will wieder im Krankenhaus arbeiten. Je nach Arbeitsmarktsituation möchte sie versuchen entweder nur noch zwei Schichten zu arbeiten bzw. im Krankenhaus und nur noch selten bei Starbucks. Das College vom Sohn wird teuer, sie muss also versuchen, mehr Geld aufzutreiben.

Ansonsten trinke ich noch nen Smoothie und lasse die Hände vom Espresso. Muss nachher noch packen. Wird grob so laufen: Koffer auf, alles rein, Koffer zu, wiegen. Grösser 22kg? Koffer auf, was raus, Koffer zu, wiegen. Mal sehen wohin mit dem Rest.

Für Morgen ist nur noch die übliche Abschiedsrunde und, wenn es so läuft wie immer, der kurzfristige Panikmodus, weil irgendwas ist, was noch schnell fertig werden muss. Mal sehen, ob alles wie immer läuft. 16:30 geht dann meine Maschine nach Frankfurt.

Neben mir sitzt ein Arbeitspaar. Er erklärt ihr auf zwei Computern irgendeine tolle Software. Keine Ahnung was es ist. Aber er nervt. Links neben mir sitzt eine junge Frau. Knapp unter 30 vielleicht. Sie studiert gerade etwas über die Odds and Ends Strategy. Google macht mich auch nicht schlauer, gibt zu viele mögliche Varianten.

Am Wochenende ging es noch mit der Dinertour weiter. Ich habe knapp über 25 verschiedene Diner gesammelt. Gerade bearbeitete ich noch die Bilder. Ihr bekommt sie natürlich zu sehen.

Heute hat nicht viel zum wärmsten Tag seit Ewigkeiten im November gefehlt. Fast 18 Grad gewesen.

Gute Nacht und gute Reise!

Meiner selbst - 2011-11-15, 05:15:37 Noch keine Kommentare

Angehäuftes

French Onion Bagel? Das die Franzosen deswegen noch keinen Krieg mit dem Amerikanerin begonnen haben...? Ich sitze im Panera Bread und habe mein Frühstück gemampft. Bagel und Coffee Latte. Wie immer halt. Ich hatte einen "Whole Grain Bagel", denn ich kann mit den überbackenen und mit Zeugs versehenen Bageln nix anfangen. Ich mag auch Brot mit Tomaten oder Oliven drin nicht sonderlich.

Die Frau neben mir sortiert Coupons aus Tageszeitungen und Beilagen. Ein riesiger Stapel wird sortiert, beschriftet und bewertet. Wow.

Es regnet. Heute Abend soll es vielleicht schneien. Eventuell nicht hier in der Nähe der Küste, aber etwas weiter landeinwärts.

Ich habe gerade eine Karikatur zur Schliessung von Bundeswehrstandorten gesehen. Es ist doch interessant, wie widersprüchlich wir Menschen doch sind. Natürlich will man keinen Flugplatz und keinen Truppenübungsplatz in der Nähe haben, natürlich sind Panzer unerwünscht, aber bitte die Kaserne nicht schliessen, schliesslich hängt der ganze Ort dran.

Erinnert mich wieder an den Energiewiderspruch. Windenergie? Ja bitte, aber kein Windrad, das ich es sehen kann.

Die Reinigungsdamen in der Firma faszinieren mich immer wieder. Ich dachte mir, was ist denn das für ein spanischer Lärmschwall aus der Küche. Macht die Reinigungsfirma noch ein Briefing am Anfang der Schicht? Nein, es war ein einzelne Dame, die in ihr Bluetooth-Ohrstück gebrüllt hat. Telefonflachraten wurden für diese Damen erfunden. Bin ich mir sicher. Bisher haben alle Reinigungsfrauen telefoniert bei der Arbeit. Nur der Staubsaugerführer kann es nicht... aus offensichtlichen Gründen. Allerdings haben bisher viele Frauen mit einem Telefon zwischen Schulter und Ohr gearbeitet. Muss ungesund sein und ist bestimmt als Arbeitskrankheit anerkannt.

Ich sitze momentan im Barnes & Noble und es ist Montag. Der erste Arbeitstag nach dem überraschendem Wintersturm ist vorbei. Auf Arbeit haben erstmal alle ihre stromlose Zeit ausgewertet. Wer hatte keinen Strom? Wie lange? Wer ist noch ohne Strom etc. Einige Leute konnten auch nicht zur Arbeit kommen, weil sie immer noch im kalten Haus sassen, die Techniker erwarteten oder einfach mit den Kindern die Zeit verbringen mussten, weil die Schule ausgefallen war.

Im Barnes sitze viele Leute, die noch keinen Strom haben. Sie prügeln sich um die Steckdosen mit ihren Notebooks oder sitzen irgendwo in der Ecke versteckt und schreiben SMS. Der Monat Oktober hat auch schon einen neuen Namen: Snowtober.

Mich hat es nicht heimgesucht, denn das Hotel hat ein Notstromaggregat. Ausser gelegentlichem Flackern der Lichter und eines Aussetzers des Fernsehers war alles normal. Allerdings scheint es das Internet heute erwischt zu haben, weil wir derzeit offline sind. Kabel und Wifi.

Der Text ist bis hierher fast zwei Wochen alt. Ich habe schlichtweg vergessen, ihn fertigzustellen und zu veröffentlichen. Ihr dürft also jetzt mit Altware leben. Aber, weil es ja doof ist, wenn man abgespeist wird, gibt es noch einigen neueren Lesestoff dazu. Oder wie die amerikanische Verkaufsfernsehwerbung (Infomercials) immer so schön sagt: "Wait, there is more."

Zwei Frauen kommen gerade lang... also als Vorspann noch: Ich sitze bei Barnes und hatte nen Bagel. Also nochmal, kommen zwei Damen gerade lang. Die Erste mit Kinderwagen und redend wie ein Wasserfall, die Zweite total still und bleibt plötzlich zurück. Schaut nach Nippes. Die erste Dame stiefelt unverdrossen weiter und redet in den Raum vor sich... herrlich.

Ich sitze also wieder bei Barnes und hinter mir sitzt der Typ mit den gegelten Haaren, der hier fast jeden Abend anzutreffen ist. Gestern hat er Schach auf dem Rechner gespielt, heute wälzt er Papier und schreibt irgendwas auf.

Italien geht ab sofort extradreckig. Keine Skandalenthüllungen mehr, weniger Buchungen für Freudenmädchen und auch die Anwälte haben weniger zu tun. Der Rückzug vom italienischer Superdude wird die italienische Wirtschaft erst recht in die Kreise treiben. Hat doch Senore B. wohl allein 25% der Mannes... Wirtschaftskraft Italiens ausgemacht.

Nachdem wir Papst sind (worauf ich nur bedingt stolz bin), sind wir jetzt auch Poker. Hat doch ausgerechnet ein Deutscher die Poker-WM gewonnen. Pius Heinz. 8,7 Millionen US-Dollar Preisgeld. Haufen Kies. Wobei ich mir beim Vornamen Pius nicht sicher bin, ob er nicht vom Papst geschickt wurde, um eine extragrosse Kollekte einzusammeln.

Ich habe null Bock, ins Hotel zu fahren. Heute ist Umzug angesagt. Ich muss das Zimmer wechseln, weil meine 7. Etage renoviert wird ab 14. November. Was doof ist, weil ich am 15. abreise. Das heisst jetzt effektiv, dass ich meinen ganzen Ramsch runtertragen muss und ich neige zum verteilen im Zimmer. Das heisst, jede Menge Müll liegt überall rum und will eh eingepackt werden, aber muss nun erstmal runtergetragen werden. Drei Etagen soll es runter gehen. Aber ich bleibe nach hinten raus und weit weg vom Fahrstuhl, was wichtig ist.

So, noch nen Starbucks Java Chip Frappuccino, um mir heute die Kante zu geben. Mir ist danach.

Meiner selbst - 2011-11-10, 03:27:57 1 Kommentar

Boston Panorama

Am Sonntag habe ich mir wieder die kalte Abendluft um die Ohren gehauen, um einige Nachtaufnahmen bzw. Sonnenuntergangsbilder von Boston zu bekommen. Das ist eins der Panoramen.

Zwei Panoramen in XXL finden sich auf Flickr: Panorama 1 und Panorama 2.

Optisches - 2011-11-08, 05:39:39 3 Kommentare

Filmkritik: In Time

Ganz kurze Kritik zu In Time mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried.

Der Film spielt in der Zukunft. Zeit ist Geld und richtiges Geld gibt es nicht mehr. Zeit ist der Ersatz. Jeder wird 25 und ab dann bekommt er ein Jahr. Er kann Zeit verdienen und seine Uhr aufladen, aber muss auch mit Zeit alles bezahlen: Miete, Essen, Bus etc. Wenn die Uhr 0 zeigt, dann stirbt man sofort. Kann man genug Zeit sich verschaffen, dann kann man für immer leben und altert nicht.

Rest vom Film muss man sehen. Optisch guter Film, erster Teil der Geschichte ist dicht und packend, zweite Hälfte wird etwas weich und "normal". Er hält sein Tempo nicht.

Fazit: Trotzdem empfehlenswert, weil der Film eine Gesellschaftskritik ist. Alle Parallelen zum Jetzt sind da. Leider verkommt der Schluss zum Roadmovie. Aber das Wichtigste ist da. Fand ihn trotzdem packend.

P.S. Amanda Seyfried hat unglaublich riesige Augen und sie musste den ganzen Film lang in hohen Schuhen rennen. Respekt!

Mediales - 2011-11-04, 03:11:14 Noch keine Kommentare

Übermut ist nass

Wenn man sich als Fotograf mal ordentlich verschätzt und/oder übermütig ist, dann zahlt es sich aus, wenn die neue Kamera spritzwassergeschützt ist und man auch das passende Objektiv drauf hat, was auch nur: "Mir egal" zu einem Schwall Wasser sagt.

Das Bild stammt vom Wochenende, wo ich etwas zu dicht an die starke Brandung ran wollte. Das zweite Bild ist dann mit etwas mehr Sicherheitsabstand entstanden.

P.S. Outdoorjacken sind auch cool...

Canon EOS 7D - 2011-11-01, 00:29:00 Noch keine Kommentare

Winterwetter

Über Neuengland zieht gerade der erste Wintersturm des Winters 2011/2012. Ich habe noch versucht, bei Target einen Eiskratzer und einen Besen zu bekommen. Ausverkauft!

Thematisch USA - 2011-10-30, 03:56:17 3 Kommentare

Indian Summer zwischen Hochhäusern

Boston ist eigentlich recht grün, trotzdem fand ich das Bild mit den spärlichen bunten Bäumen auf und zwischen Hochhäusern sehr spannend.

Optisches - 2011-10-29, 20:07:07 Noch keine Kommentare

Schnee?!

Kein Scheiss, es heute Abend hier geschneit. Hier ist in Woburn, MA. Das Bild zeigt den Schnee auf meinem Auto. Blieb zwar nicht lange liegen, aber trotzdem mehr als überrascht gewesen.

Meiner selbst - 2011-10-28, 05:34:37 Noch keine Kommentare

Halloween!

Es ist wieder Halloween und der Supermarkt hat sich sehr viel Mühe mit der Deko gegeben. Ein fleissiger Azubi musste 12er-Dosenlimo-Packungen aufschichten und das auch noch farblich sortiert...

Thematisch USA - 2011-10-27, 05:12:24 1 Kommentar

Kauf mich

Wenn man ein grosses Auto hat und es auch noch verkaufen will, warum nicht gleich das Auto als Werbefläche für den Autoverkauf nutzen? Gefunden in Burlington, MA.

Thematisch USA - 2011-10-27, 05:07:58 Noch keine Kommentare

Glückskeks

"The memory of bad quality lasts longer than the shock of high prices."

Oder auf Neutralgermanisch: "An schlechte Qualität erinnert man sich länger, als an hohe Preise."

Oder ganz einfach: "Wer billig kauft, kauft zweimal."

Ein Satz muss sein - 2011-10-25, 04:02:15 Noch keine Kommentare

Einfach nur Notizen

Sonntag, Starbucks. Eigentlich wollte ich unterwegs sein und Bilder von bunten Bäumen machen, aber die Sonne hat mich im Stich gelassen. Es war kurz vor Mittag plötzlich bedeckt. Dann müssen halt die Bilder von gestern erstmal reichen. Zwar kein bunter Baum drauf, aber immerhin ein tolles Stadtpanorama.

Mein heutiges Starbucks ist etwas angenehmer als die meisten anderen. Das liegt vor allem an den grossen Fenstern und weil es sauberer ist, als sonst. Warum auch immer, wenn man bei Starbucks in den USA auf den Boden schaut, dann weiss man, dass man getrost davon essen kann, weil soviel rumliegt. Die Geräuschdämmung ist wie immer schlecht. Es ist recht laut und schnatterig. Kein Wunder, findet sich doch nur harte Materialen überall. Selbst die Decke ist nur aus Metall mit einigen Rohren darunter.

Es zieht natürlich wieder und im Hintergrund wummert die Klimaanlage und die Kühltruhe klappert vor sich hin. Warum hatte ich gleich nochmal das Starbucks hier als angenehmer bezeichnet?

Eine latein-amerikanische Schönheit in Lila bemeiselt ihren Mac. Frau Mac ist mir überaus sympathisch, weil sie aus einer richtigen Tasse trinkt und genüsslich ein Stück Coffeecake niedermacht. Also auch nix Schlankheitswahn.

Das Netz ist etwas schlecht drauf. Aller paar Minuten steht man vor der Tür und muss neu anklopfen. Keine Ahnung, warum es so wacklig ist. Empfang ist auf jeden Fall volle Pulle.

Ich friere mir den Arsch ab und die Teenies hopsen hier mit nackten Beinen rein. Brrr...

Ich entdecke gerade, dass über mir eine Lampe leuchtet, die mit LEDs bestückt ist und nicht mit normalen billigen Birnen. Wow. Das Starbucks echt das Geld für die teuren LEDs ausgibt. Rechnet sich nur extrem langfristig. So denken doch eigentlich die wenigsten börsennotierten Unternehmen.

Hier im Starbucks sitzen momentan mindestens acht Nationalitäten rum. Deutschland, Mexiko, Brasilien, Korea, Japan, USA, Iran, Ägypten... alles etwas geraten, aber die Leute unterscheiden sich deutlich voneinander. Schön finde ich, dass sie sich nicht einander nicht fremd begegnen. Darum beneide ich die USA. Porträtfotos waren jetzt toll. Unbemerkt und danach mit Einwilligung. Die Leute sind so prägnant.

Steckdosen wären toll... oder Wireless Power. Aber bis dahin wird es wohl noch das ein oder andere Jahr vergehen. Prototypen gibt es ja schon. Tesla hatte das ja schon vor mehr als 100 Jahren mit riesigen Tesla-Spulen versucht. Hat sich gottseidank nicht durchgesetzt. Warum schreibe ich als Religionsablehner eigentlich gottseidank? Was wäre denn die Alternative? Evolutionseidank wäre eine Möglichkeit.

Die Managerin vom Dienst ist eine ganz fleissige. Sobald die Leute aufstehen, macht sie den Tisch sauber, räumt die Zeitung weg und kehrt die Krümel zusammen. Ansonsten wusselt sie hinter der Theke rum. Sie ist adrett gekleidet. Langer Rock und sehr traditionelle Schuhe. Ich würde fast sagen, dass sie entweder sehr religiös ist und/oder zu den Quackern gehört.

Ich knalle mir jetzt noch nen Frappocino oder nen Smoothie rein. Dann gibt es im Gegenzug kein Abendbrot.

Meiner selbst - 2011-10-23, 23:23:37 1 Kommentar

Boston Panorama

Gestern hatte ich die Chance, auf den US Custom House Tower in Boston raufzukrabbeln. Tolle Aussicht und natürlich habe ich viele viele Bilder gemacht. Hier ist ein Panorama von Boston in Richtung Norden. Zu sehen ist das italienische Viertel North End, Charlestown, die Zakim Bunker Hill Bridge, das Sportcenter TD Banknorth Garden und links unten steht das Rathaus... als das hässlichste Gebäude in Boston bekannt.

In voller Auflösung kann man das Bild bei Flickr sehen.

Optisches - 2011-10-23, 20:13:41 2 Kommentare

Alles wie immer

Auf die Feuerwehr ist absolut Verlass. Noch mehr allerdings auf den Feueralarm im Hotel. Via Google+ habe ich einen der Feuerwehrleute kennengelernt. Vor einigen Wochen war es der Dampf aus der Dusche, der den Feueralarm in Gang gesetzt hat. Weiss noch nicht, was es heute war.

Meiner selbst - 2011-10-23, 17:55:00 2 Kommentare

Tasse nicht Becher

Heute sitze ich wieder im Starbucks zum Frühstück und esse mein Oatmeal aka Haferflocken. Es war wieder recht schwer, den Damen und Herren hinter dem Tresen klar zu machen, dass ich eine Tasse will und keinen Becher. Ist im Englischen auch doof, weil es eine paper cup ist und mittlerweile das Wort cup überhaupt nicht mehr für eine echte Tasse gebraucht wird. Mug... ja, das sind die Pötte. Oder oft hört man auch das sinnlose Wort: "for here cup".

Jedenfalls habe ich deutlich "for here" gesagt und er griff trotzdem zum Pappbecher. Da der Barista hinter der Maschine es nicht gehört hat, kamen zum Schluss zwei Kaffee raus. Einmal in Pappe und einmal in Steingut.

Schon merkwürdig, dass unsere Welt seit einigen Jahren den Standard zum "wegrennen" hat und nicht mehr zum "verweilen". Die Evolution kann man sich sehr schön in diesem Video anschauen. Hier ist es zwar Dunkin Donuts, aber egal.

Thematisch USA - 2011-10-22, 17:39:23 Noch keine Kommentare