Glückskeks

"The memory of bad quality lasts longer than the shock of high prices."

Oder auf Neutralgermanisch: "An schlechte Qualität erinnert man sich länger, als an hohe Preise."

Oder ganz einfach: "Wer billig kauft, kauft zweimal."

Ein Satz muss sein - 2011-10-25, 04:02:15 - Noch keine Kommentare

Einfach nur Notizen

Sonntag, Starbucks. Eigentlich wollte ich unterwegs sein und Bilder von bunten Bäumen machen, aber die Sonne hat mich im Stich gelassen. Es war kurz vor Mittag plötzlich bedeckt. Dann müssen halt die Bilder von gestern erstmal reichen. Zwar kein bunter Baum drauf, aber immerhin ein tolles Stadtpanorama.

Mein heutiges Starbucks ist etwas angenehmer als die meisten anderen. Das liegt vor allem an den grossen Fenstern und weil es sauberer ist, als sonst. Warum auch immer, wenn man bei Starbucks in den USA auf den Boden schaut, dann weiss man, dass man getrost davon essen kann, weil soviel rumliegt. Die Geräuschdämmung ist wie immer schlecht. Es ist recht laut und schnatterig. Kein Wunder, findet sich doch nur harte Materialen überall. Selbst die Decke ist nur aus Metall mit einigen Rohren darunter.

Es zieht natürlich wieder und im Hintergrund wummert die Klimaanlage und die Kühltruhe klappert vor sich hin. Warum hatte ich gleich nochmal das Starbucks hier als angenehmer bezeichnet?

Eine latein-amerikanische Schönheit in Lila bemeiselt ihren Mac. Frau Mac ist mir überaus sympathisch, weil sie aus einer richtigen Tasse trinkt und genüsslich ein Stück Coffeecake niedermacht. Also auch nix Schlankheitswahn.

Das Netz ist etwas schlecht drauf. Aller paar Minuten steht man vor der Tür und muss neu anklopfen. Keine Ahnung, warum es so wacklig ist. Empfang ist auf jeden Fall volle Pulle.

Ich friere mir den Arsch ab und die Teenies hopsen hier mit nackten Beinen rein. Brrr...

Ich entdecke gerade, dass über mir eine Lampe leuchtet, die mit LEDs bestückt ist und nicht mit normalen billigen Birnen. Wow. Das Starbucks echt das Geld für die teuren LEDs ausgibt. Rechnet sich nur extrem langfristig. So denken doch eigentlich die wenigsten börsennotierten Unternehmen.

Hier im Starbucks sitzen momentan mindestens acht Nationalitäten rum. Deutschland, Mexiko, Brasilien, Korea, Japan, USA, Iran, Ägypten... alles etwas geraten, aber die Leute unterscheiden sich deutlich voneinander. Schön finde ich, dass sie sich nicht einander nicht fremd begegnen. Darum beneide ich die USA. Porträtfotos waren jetzt toll. Unbemerkt und danach mit Einwilligung. Die Leute sind so prägnant.

Steckdosen wären toll... oder Wireless Power. Aber bis dahin wird es wohl noch das ein oder andere Jahr vergehen. Prototypen gibt es ja schon. Tesla hatte das ja schon vor mehr als 100 Jahren mit riesigen Tesla-Spulen versucht. Hat sich gottseidank nicht durchgesetzt. Warum schreibe ich als Religionsablehner eigentlich gottseidank? Was wäre denn die Alternative? Evolutionseidank wäre eine Möglichkeit.

Die Managerin vom Dienst ist eine ganz fleissige. Sobald die Leute aufstehen, macht sie den Tisch sauber, räumt die Zeitung weg und kehrt die Krümel zusammen. Ansonsten wusselt sie hinter der Theke rum. Sie ist adrett gekleidet. Langer Rock und sehr traditionelle Schuhe. Ich würde fast sagen, dass sie entweder sehr religiös ist und/oder zu den Quackern gehört.

Ich knalle mir jetzt noch nen Frappocino oder nen Smoothie rein. Dann gibt es im Gegenzug kein Abendbrot.

Meiner selbst - 2011-10-23, 23:23:37 - 1 Kommentar

Boston Panorama

Gestern hatte ich die Chance, auf den US Custom House Tower in Boston raufzukrabbeln. Tolle Aussicht und natürlich habe ich viele viele Bilder gemacht. Hier ist ein Panorama von Boston in Richtung Norden. Zu sehen ist das italienische Viertel North End, Charlestown, die Zakim Bunker Hill Bridge, das Sportcenter TD Banknorth Garden und links unten steht das Rathaus... als das hässlichste Gebäude in Boston bekannt.

In voller Auflösung kann man das Bild bei Flickr sehen.

Optisches - 2011-10-23, 20:13:41 - 2 Kommentare

Alles wie immer

Auf die Feuerwehr ist absolut Verlass. Noch mehr allerdings auf den Feueralarm im Hotel. Via Google+ habe ich einen der Feuerwehrleute kennengelernt. Vor einigen Wochen war es der Dampf aus der Dusche, der den Feueralarm in Gang gesetzt hat. Weiss noch nicht, was es heute war.

Meiner selbst - 2011-10-23, 17:55:00 - 2 Kommentare

Tasse nicht Becher

Heute sitze ich wieder im Starbucks zum Frühstück und esse mein Oatmeal aka Haferflocken. Es war wieder recht schwer, den Damen und Herren hinter dem Tresen klar zu machen, dass ich eine Tasse will und keinen Becher. Ist im Englischen auch doof, weil es eine paper cup ist und mittlerweile das Wort cup überhaupt nicht mehr für eine echte Tasse gebraucht wird. Mug... ja, das sind die Pötte. Oder oft hört man auch das sinnlose Wort: "for here cup".

Jedenfalls habe ich deutlich "for here" gesagt und er griff trotzdem zum Pappbecher. Da der Barista hinter der Maschine es nicht gehört hat, kamen zum Schluss zwei Kaffee raus. Einmal in Pappe und einmal in Steingut.

Schon merkwürdig, dass unsere Welt seit einigen Jahren den Standard zum "wegrennen" hat und nicht mehr zum "verweilen". Die Evolution kann man sich sehr schön in diesem Video anschauen. Hier ist es zwar Dunkin Donuts, aber egal.

Thematisch USA - 2011-10-22, 17:39:23 - Noch keine Kommentare

Kram

Mittwoch, 21 Uhr. Ich sitze im Barnes & Noble und gönne mir einen Bagel, dazu einen Kaffee und einen Smoothie und weil aller guten Dinge vier sind, noch ein Stück Schokolade. Dunkel und mit Himbeeren. Draussen regnet es seit Stunden unaufhörlich.

Eben bin ich bei Best Buy raus. Dort habe ich mir die aktuelle Auswahl an Tablets angeschaut. Interessant ist das Acer A100 (klein), aber der Bildschirm ist von der Qualität niedrig, das Samsumg 8.9, nur leider mit Custom Android und ohne SD-Card-Einschub und USB-Anschluss. Das Sony-Dings ist auch nett, sehr leicht, keilform, aber sehr viel Plastik. Wirkt sehr einfach, trotz hohem Preis. Das Asus hat nen komischen Bildschirm, der fühlt sich nicht eben an. Das XOOM ist ein Motorola ;)

Hinter mir sitzen College-Schüler. Sie sind gerade weggerannt. Auf dem Tisch liegt Geld, die Sachen liegen rum, die Rucksäcke stehen auf dem Boden. Vertrauen ist Macht, Misstrauen macht nix. Sie kommen gerade wieder. Einen neuen Schwung Bücher in der Hand und jetzt schwatzen sie über irgendwas aus der Schule. Sehr leise... Mist.

Rechts vor mir puhlt eine Asiatin in einem Stück Torte rum. Natürlich in ner Plasteschachtel mit ner Plastegabel. Irgendwie ist das Ding nicht ganz was sie haben will. Sieht aus, als ob sie Sachen raussortiert oder immer darauf wartet, dass eine Made ans Licht kriecht. Vielleicht isst sie auch nur formbewusst. Das heisst soviel wie, ja nicht die Form des Kuchens zerstören, wenn man ihn isst.

Was haben wir noch? Drei Frauen, die sich über Beziehungen unterhalten. Eine ältere Dame, die ihren Windows PC quält... oder er sie. Einen Blackberry-Streichler und vor mir sitzt ein Mac-Nutzer, der ein Outlook-Webaccess Interface offen hat. Wie widersprüchlich.

So, ich muss mich beeilen, ich habe mir noch schnell Karten fürs 3D-Kino geholt: IMAX und Real Steel. Mal sehen. Ist Science Fiction... mal sehen ob cool oder blöd.

Dies und Das - 2011-10-20, 03:05:06 - Noch keine Kommentare

Über den Wolken

Am Wochenende haben wir Reinhard Mey gespielt... obwohl, es hat nicht bis über die Wolken gereicht. Eine gute Freundin hat einen Doppeldeckerflug mit Hilfe eines magischen Groupon-Coupons organisiert. 45 min über die Leuchttürme rund um den Acadia National Park in Maine.

Knüller am Flug war das offene Flugzeug. Also offen nach oben, nicht unten. Man sitzt wie im Cabrio und kann nachvollziehen, wie die ersten Piloten sich gefühlt haben.

Der Flieger war eine WACO YMF Classic und sieht nur alt aus, ist es aber nicht. Das Flugzeug ist ein Nachbau eines populären Fliegers aus den 1940ern.

Sehr faszinierendes Fluggefühl, denn das gute Stück liegt nicht ruhig wie ein Jumbo in der Luft, sondern wackelt mit dem Hintern, winkt mit den Flügeln und kleine Luftlöcher gibt es auch. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Start und Landung waren butterweich.

Wer das auch mal machen will, wenn er in den USA ist, kann bei den Acadia Air Tours langschauen. Der Chef ist Ex-Pilot und früher F-15 geflogen. Unser Pilot war ein junger Kerl, der nur diese Typen von Flugzeugen fliegt und dazu noch alte Oldtimer-Flieger.

Meiner selbst - 2011-10-19, 05:56:54 - 1 Kommentar

Original Maine, typisch Neuengland

Typisch Neuengland und noch typischer Maine ist die Lobster Roll. Das hier ist eine "Hot buttered Lobster Roll". Da ist der Hummer noch warm und alles ist schön butterig. Sehr lecker. Sollte man unbedingt mal probieren, wenn man Neuengland bereist.

Hummerbrötchen klingt irgendwie doof...

Thematisch USA - 2011-10-18, 04:21:15 - Noch keine Kommentare

Ein süsses Rätsel

Lange nicht mehr bildergerätselt? Wird Zeit. Was ist das? Bitte genau sein! Das es süss ist, weiss ich allein. Wer ist bis zum Anbieter runtergebrochen bekommt, gewinnt ein Buch (wenn ich wieder zu Hause bin). Anwesende während des Fotoshootings sind ausgenommen.

Bilderrätsel - 2011-10-16, 23:40:01 - 3 Kommentare

Das ist doch noch gut

Das Haus ist doch noch fast wie neu. Bissl Farbe drauf und gut... naja, vielleicht mal Rasen mähen, aber sonst... Gefunden in Maine, USA.

Thematisch USA - 2011-10-16, 02:56:00 - 1 Kommentar

Mal wieder auf dem Flughafen

Ich habe es mir wieder gemütlich gemacht. Starbucks, Frankfurt-Flughafen. Ein Kaffee Latte und ein Muffin stehen auf dem Tisch und ich warte auf meinen Flieger nach Boston. Ich habe Euch ewig nix mehr geschrieben. Einfach keine Zeit mehr, um mein Blog zu pflegen. Ist einfach Wahnsinn, was für Arbeit draufgeht.

Was gibt es denn Neues zu vermelden, ausser der Tatsache, dass ich nicht mal mehr einen zusammenhängenden Satz klimpern kann. Das Starbucks wurde renoviert und bietet jetzt mehr Platz und eine grössere Auswahl. Die Sauberkeit haben sie aber noch nicht im Griff, da sich immer noch alte Teller und Becher auf dem Tisch stapeln. Aber gerade kommt die Dame rum und macht klar Schiff.

Einige Geschäfte habe sich auch geändert, aber mich interessiert der Kram ja eh nicht. Meist überteuert und meist nur Nobelhobel. Einzig bei Miles-und-More war ich mal drin, weil sie ihre Katalogpreise haben. Da konnte ich mal meine Meilen einlösen.

Da hinten steht Rod Stewart... oder zumindest sein Doppelgänger. Hoffen wir mal, dass er nicht auch noch singt. Momentan telefoniert er nur.

Ich hätte mir keinen Extra-Espresso in den Kaffee schütten lassen sollen, ich bin so etwas von unruhig. Zappelig ohne Ende. Vielleicht sollte ich mir noch nen Schluck Durst gönnen, also was ohne Koffein zum Verdünnen.

Noch habe ich nichts zum lesen in den Händen. Ich werde nachher wieder die Lufthansa-Zeitungsständer plündern und wirklich alles mitnehmen, was nicht bei Drei mit leeren Seiten rumliegt... ausser Bild... da ist nix zu lesen drin. Im Flieger gibt es ja auch meist noch ein Zeitschriftenfach, was es zu plündern gilt. Meist lege ich aber das Zeug wieder rein und lasse es nicht mitgehen.

Irgendwie bin ich heute beobachtungsmüde. Na klar fallen mir hier und da Personen auf, nur um mein Klischee zu unterstreichen, aber ich ziere mich gerade, diese Beobachtungen auszuwälzen. Bin eher der stille Geniesser geworden.

Immer noch müde... ich bin heute bestimmt nicht zu gebrauchen. Mir tut mein Mitreisender jetzt schon leid. Mal sehen, was die Lufthansa heute an Bordpersonal auffährt.

Gate A63. Noch schnell Wasser mit Goldanteil geholt. 3 Euro pro 0,75l Flasche zzgl. Pfand, was totaler Nepp ist. Wer bringt schon seine Flasche wieder mit zurück aus den USA oder wohin der Flieger auch gehen mag?! Security war heute recht fix, auch wenn meine Kamera noch abgesaugt wurde, damit ich ja kein C4 mitschleppe. Sehe ich nicht vertrauensvoll aus? Nix sagen!

Und schon fehlt wieder was... bin nämlich angekommen. Gepäckbänder waren etwas unorganisiert, weil wir uns Gepäck unter Amsterdam bekommen haben, aber sonst... Einreisebeamte war freundlich, Mietwagen hat geklappt, keine Umleitungen und sonst auch angekommen.

Meiner selbst - 2011-10-13, 00:14:14 - 1 Kommentar

Schief ist Englisch und Englisch ist modern

Ich habe noch nicht rausbekommen, warum ich meine Canon EOS 7D oft deutlich schief halte. Viele meiner Irland-Bilder kippen nach Rechts ab. Das passiert mir trotz Gitterlinien im Sucher und Wasserwaage. Letztere benutzt man natürlich seltener, weil man sie erst vor der Aufnahme aktivieren muss.

Canon EOS 7D - 2011-09-25, 19:17:38 - 2 Kommentare

Verständlich

Diese Nachricht fand ich an einem öffentlichen schwarzen Brett in Dublin, Irland. Zeile 2. Sehr verständlich.

Witziges - 2011-09-23, 07:52:00 - Noch keine Kommentare

Irland - Ein erster Blick

Ein erster Blick auf meine Irlandbilder. 1500 Bilder habe ich mitgebracht. Bin bissl maulig mit mir selbst. Dazu aber später mehr. Hier erstmal ein Blick auf die Cliffs of Moher.

Optisches - 2011-09-22, 08:36:00 - 1 Kommentar

Buchkritik: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer

Haarteppichknüpfer

Neuer Urlaub, neues Buch heisst es bei vielen Leuten und so auch bei mir... wobei die Anzahl der Bücher zwischen den Urlauben deutlich höher ist, als im Urlaub. Ich zähle Andreas Eschbach zu meinem Lieblingsautoren und so war es klar, dass ich eines seiner ersten Werke endlich mal lesen musste. Bisher war ich immer abgeschreckt vom Titel, weil ich eher Horror denn Science Fiction dahinter erwartete.

Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer. Wie kann man das Buch beschreiben, ohne den Inhalt zu verraten? Eigentlich überhaupt nicht, deswegen nehme ich wieder die kurze Tour ringsherum.

Eschbach beschreibt ein unglaublich grosses Universum (ja, das Ding mit Weltraum und so) und seine Geschichten erzählen vom Leben auf vielen Planeten. Oft wirken die Geschichten belang- oder zusammenhanglos. Irgendwie muss man das ganze Buch rätseln, wo das alles hinführen soll. Nur eine Frage ist eigentlich immer offen und ich gierte förmlich nach der Antwort: "Wozu braucht man Haarteppiche?" Eschbach löst das Rätsel, aber erst auf den letzten Seiten. Aus diesem Grunde sollte man tunlichst vom Reinschnuppern in das Ende absehen. Man beraubt sich des Spasses.

Eschbach beschreibt Mikro- und Makrokosmos zugleich. Einmal schaut man auf einen Planeten als Fremder, einmal ist man ein Bewohner des Planeten. Einmal ist man in der Zukunft, einmal in der Vergangenheit.

Ich habe das Buch verschlungen und wollte unbedingt wissen, wie sich das grosse Rätsel auflöst. Ja, manchmal sind die Einzelgeschichten etwas zäh und man könnte auch ohne die ein oder andere Geschichte auskommen, aber das macht die Spannung aus. Lesenswert und kurzweilig, wenn man nicht ganz ungeduldig ist.

P.S. Eschbach hat übrigens ein herrliches wirtschaftliches Mikroklima entstehen lassen. Vielleicht sollten unsere Politiker es mal zur Arbeitsbeschaffung lesen. Viele Leute arbeiten, sind beschäftigt, verdienen Geld und handeln miteinander, aber schaffen eigentlich keine Werte... ups... kommt mir bekannt vor.

Lesematerial - 2011-09-21, 20:18:51 - 3 Kommentare